210966 · Antrag
Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße
Kerndaten
- Nummer
- 210966
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 01.06.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Anregung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Untergeordnet
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Volltext
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Antrag öffentlich 210966 Antragsteller/in: Grüne Bezirksfraktion Beuel Guido Pfeiffer SPD Bezirksfraktion Beuel Maximilian Blesch Achim Joest 25.05.2021, gez. Mohn Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 22.06.2021 Entscheidung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 18.08.2021 Empfehlung Beirat Bürgerbeteiligung 20.08.2021 Anregung Inhalt des Antrags (vorbehaltlich der Beratung im Ausschuss für Mobilität und Verkehr und im Beirat Bürgerbeteiligung) Zur Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße beschließt die Bezirksvertretung Beuel eine komplexe Bürgerbeteiligung mit folgenden Rahmenbedingungen: Die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Friedrich-Breuer-Straße als Beuels wichtigste Einkaufsstraße wird gesteigert. Die Straßenbahnen sowie die Busse des ÖPNV und Fahrräder werden weiterhin ungehindert durch die Friedrich-Breuer-Straße fahren. Der Raum für die Fußgänger:innen zum Gehen und Verweilen wird deutlich vergrößert. Der Raum für außengastronomische Flächen und Plätze wird deutlich vergrößert. Der Raum für die Präsentation von Waren wird deutlich vergrößert. Die Anzahl der Fahrradabstellplätze im Bereich der Friedrich-Breuer- Straße wird deutlich erhöht. Die begrünte Fläche entlang der Friedrich-Breuer-Straße wird deutlich vergrößert. Die Anzahl an Sitzgelegenheiten, die genutzt werden können, ohne etwas zu konsumieren, werden vervielfacht. Eine öffentliche Toilette wird eingerichtet, oder die Zugänglichkeit der öffentlichen Toiletten wird verbessert.Seite 1 von 4 Seite 2 Das Queren der Straße muss entlang der gesamten Friedrich-Breuer- Straße entspannt und sicher möglich sein. Für Menschen mit Handicap und Taxen soll ein barrierefreier Zugang via MIV möglich sein. Für Anwohner:innen und Gewerbe kann ggfs. ein zeitlich geregelter Zugang vorgesehen werden. Die Erreichung der obenstehenden Ziele hat Priorität vor der bisherigen Aufteilung des Straßenraums. Der Autoverkehr in der Friedrich-Breuer- Straße wird so weit reduziert, wie es zur Erreichung der obenstehenden Ziele notwendig ist. Das federführende Amt wird beauftragt, gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung ein Beteiligungskonzept gemäß den Leitlinien Bürgerbeteiligung mit folgenden Bausteinen zu entwickeln und zeitnah dem Beirat Bürgerbeteiligung und der BV Beuel zur Beschlussfassung vorzulegen: Spaziergänge, Videodokumentationen, Online-Beteiligung via Bonn macht-mit Bürgerwerkstatt Einbeziehen der Gewerbetreibenden, Freiberufler:innen sowie der interessierten Beueler:innen Die einzelnen Veranstaltungen sollen extern moderiert werden. Basierend auf den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung erstellt die Verwaltung zur Erreichung der oben stehenden Ziele ein Umsetzungs- und Verkehrskonzept. Dieses beinhaltet unter anderem folgende Inhalte: Verkehrslenkung im besonderen für Taxis und Menschen mit Handicap Stadtbegrünung Bereitstellung von Sitzgelegenheiten Flächen für Außengastronomie und Präsentation von Waren Zentrale und sichere Fahrradabstellanlagen Für die Finanzierung der Umgestaltung soll die Verwaltung im besonderen prüfen, ob dies durch geeignete Fördermittel unterstützt werden kann. Begründung Bei der Friedrich-Breuer-Straße handelt es sich um die Haupteinkaufsstraße in Beuel. Sie ist das Herz des Beueler Zentrums und mit ihrer hohen Kund*innen- Frequenz der Motor des Beueler Handels. Sie ist damit ein Ort von zentraler Bedeutung für den gesamten Stadtbezirk Beuel. Leider lässt der Ausbau der Straße insgesamt und damit die Attraktivität für Kund*innen, die sich zu Fuß, per Rad oder ÖPNV in der Straße bewegen zuSeite 2 von 4 Seite 3 wünschen übrig. Die Gehwege sind so eng, dass schon das nebeneinander Laufen von zwei Personen bei „Gegenverkehr“ häufig nicht möglich ist. Für Besucher*innen mit einem Kinderwagen, Trolli, Rollator oder Vergleichbarem ist das Einkaufen sehr unentspannt und häufig mit einem Slalomlauf um andere Einkaufende verbunden. Nur wenige Stellen, wie rund um den Rathausplatz bzw. Dr.-Weis-Platz laden zum Sitzen und Verweilen ein. Meistens sind sie mit einer Verpflichtung zum Trinken oder Essen verbunden. Handel und Gastronomie können nur im geringen Maße die Fläche vor den Geschäften nutzen. Die Straße lädt derzeit durch ihre Gestaltung sowie durch das Verkehrsaufkommen nicht dazu ein, sie zu queren, um schnell und bequem zu einem Geschäft auf der anderen Straßenseite zu kommen. Das Beueler Zentrum hat keinen Flaniercharakter, es lädt nur punktuell zum Verweilen ein und unterstützt in seiner derzeitigen Form nicht das entspannte Einkaufen. Viele Menschen kommen nur zum schnellen Einkaufen und hasten durch die Straße, um die geplanten Einkäufe zu erledigen. Dieses Verhalten hat nur eine sehr geringe Wertschöpfung und keine Zukunftsperspektive gegenüber dem Onlinehandel. Die Bedeutung des Onlinehandels hat durch die Corona-Krise noch einmal zugenommen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, braucht es ein entspanntes und attraktives Einkaufserlebnis im Beueler Zentrum. Die Friedrich-Breuer-Straße hat das Potential eine sehr attraktive Einkaufs- und Aufenthaltsstraße im Beueler Zentrum zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es viele ineinander greifende Bausteine: Sitzmöglichkeiten, Begrünungen, schattenspendende Außengastronomie. Zur Verbesserung der Situation bedarf es zudem mehr Raum, der von den Geschäften zur Warenpräsentation genutzt werden kann. Der Verkehr ist ein weiterer wichtiger Baustein, der für eine Attraktivitätssteigerung der Beueler Einkaufsstraße von Bedeutung ist. Studien und Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass der Anteil der Autonutzung in der jüngeren, urbanen Bevölkerung stark abnimmt und die Wertschöpfung im Einzelhandel für Kund*innen, die mit dem Auto kommen nicht höher, sondern in Summe sogar niedriger ist. Wie eine Befragung von 817 Kund*innen im Beueler Zentrum zudem ergeben hat, sind 45-50 % der Kund*innen nur zu Fuß in der Beueler City unterwegs, ca. 30% fahren die City mit dem Fahrrad an und ca. 10-15 % kommen mit dem Auto. Die restlichen 10 % nutzen den ÖPNV um die City zu erreichen. Diese Zahlen zeigen: Durch eine Verkehrsberuhigung sind keine großflächigen Umsatzeinbußen im Einzelhandel zu erwarten . Stattdessen wird eine verbesserte Aufenthaltsqualität zu einer erhöhten Frequenz und einer steigenden Aufenthaltsdauer der Besucher*innen und damit zu mehr Umsatz im Einzelhandel führen. Der Verkehrsberuhigung muss ein fundiertes Konzept zugrunde liegen. Ladeverkehr, Anlieger*innen und Menschen mit Handicap wollen und müssen ihre Ziele in der Beueler City erreichen können. Bahn, Bus und Taxen sind integraler Bestandteil der Erreichbarkeit des Beueler Zentrums. DieseSeite 3 von 4 Seite 4 Interessen sowie die Feststellung, was denn an Umgestaltung nötig und möglich wird, kann nur zusammen mit allen Betroffenen ermittelt und erreicht werden. Der vorliegende Antrag sieht daher eine Bürgerbeteiligung des Gewerbes, der Anwohner*innen und der Besucher*innen vor. Ziel ist es, die Umsetzung gemeinsam so zu präzisieren, dass die im Antrag beschriebenen Ziele erreicht werden. Auf Basis der Ergebnisse entwickelt dann die Verwaltung die notwendigen Konzepte zur Umsetzung. Als nächster Schritt wird dann der Bezirksvertretung von der Verwaltung ein Beschlussvorschlag für die Umsetzung vorgelegt. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de