210962-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Wildwiesen am Rheinufer von der Siegmündung bis Oberkassel
Kerndaten
- Nummer
- 210962-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 16.06.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 210962-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Wildwiesen am Rheinufer von der Siegmündung bis Oberkassel Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 16.06.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung teilt mit, dass es im Bereich von der Siegmündung im Norden bis auf Höhe der Wolfsgasse keine Wiesenflächen gibt, welche von der Stadt Bonn unterhalten werden. Auf den übrigen Flächen wird bereits, überall da, wo es die Nutzung zulässt, extensiv und somit wildblumenfördernd gearbeitet. Im Rahmen des Labeling-Verfahrens ‚StadtGrün naturnah‘ (vgl. Mitteilungsvorlagen DS 1911819) wurden und werden aktuell im gesamten Stadtgebiet diverse Projekte realisiert. Einige dieser Projekte werden in Zusammenarbeit mit der Initiative ‚Bonn Blüht und Summt‘ geplant und realisiert. Neben Blühwiesen gibt es ebenfalls zahlreiche andere Formen, welche nicht nur den blütenbesuchenden Insekten, sondern auch weiteren Insekten und Tieren Lebensraum bieten. Nur durch die Entwicklung und Erhaltung von solch diversen sich ergänzenden Lebensräumen kann eine entsprechende Artenvielfalt gefördert und erhalten werden. Unterstützt werden wir hierbei durch verschiedene Stellen, wie z.B. der Biologischen Station. So werden z.B. bereits jetzt in der rechts- und linksrheinischen Rheinaue gut ein Drittel der Flächen extensiv gepflegt. Darüberhinausgehende Maßnahmen sind schwer bis nicht durchführbar, da hier ein hoher Nutzungswunsch durch Erholungssuchende besteht, der nur mit kurzgeschnittenen Rasenflächen erfüllt werden kann. Auf Bonner Stadtgebiet stellt der Vertragsnaturschutz einen bedeutsame Maßnahme zur Steigerung der Artenvielfalt in Schutzgebieten dar. Gemeinsam mit der Biologischen Station betreut die Untere Naturschutzbehörde im Amt für Umwelt und Stadtgrün insgesamt sieben Verträge, die nach der Rahmenrichtlinie des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet werden. Neben den Naturschutzgebieten Rodderberg, Ennert und Kottenforst, befindet sich der größte Flächenanteil auf Grünlandflächen im Naturschutz- und FFH-Gebiet Siegmündung. Durch den von Landes- und EU-Mitteln finanzierten Vertragsnaturschutz konnten weite Flächen extensiviert und somit der Artenreichtum nachweislich gesteigert werden. In Anbetracht des dramatischen Insekten- und Artenrückgangs ist es erstrebenswert extensive Bewirtschaftungsformen durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen auszuweiten und somit eine wertvolle Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu intensivieren.Seite 1 von 2 Seite 2 Aufgrund der verzeichneten Erfolge für die ökologische Diversität und aufgrund weiterer interessierter Landwirte und potenzieller Vertragspartner, ist ein Ausweiten des Vertragsnaturschutzes auf weitere Flächen möglich und wird derzeit geprüft. Auch im fortzuschreibenden Aktionsprogramm Biodiversität wird die Thematik weiterhin bearbeitet werden (vgl. DS 210021). Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:04 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de