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210906 · Beschlussvorlage

Varianten für den östlichen Teil der Linie 630 (Venusberg - Gronau)

Nummer
210906
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
02.06.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Rates 28.06.2021 Entscheidung federführend
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 01.09.2021 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 15.06.2021 Empfehlung
  5. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 02.06.2021 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
210906
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Varianten für den östlichen Teil der Linie 630
(Venusberg - Gronau)
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 02.06.2021 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
09.06.2021 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 15.06.2021 Empfehlung
Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Empfehlung
Rat 24.06.2021 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Die Vorlage konnte aufgrund des aufwändigen Abstimmungsprozesses leider
nicht fristgerecht eingereicht werden. Die Verwaltung bittet um Entschuldigung.
Die Vorlage wird dennoch zur Beratung vorgelegt, da mit Beschluss vom
01.09.2020 (DS-Nr. 201445) ausdrücklich um Varianten gebeten wurde, die
zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umzusetzen wären. Sollte der
Ratsbeschluss vom 01.09.2020 noch geändert werden sollen, müsste die
Beschlussfassung vor der Sommerpause erfolgen.
Beschlussvorschlag
In Abänderung des Beschlusses vom 01.09.2020 (DS-Nr. 201445) wird die
SWBV wird mit der Einrichtung einer neuen Tangentiallinie zwischen Röttgen
und Hochkreuz mit der Liniennummer 634 im 60-Minuten-Takt gemäß Variante
B im Dezember 2021 beauftragt. Eine Anpassung des Linienverlaufs und der
Taktung wird seitens der Verwaltung zu einem späteren Zeitpunkt überprüft und
der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt, falls Anpassungsbedarf besteht.
Begründung
Am 01.09.2020 wurde vom Rat der Stadt Bonn auf Vorschlag der Verwaltung
beschlossen, die Langläuferlinie 630 aufgrund ihrer Verspätungsanfälligkeit
bereits am Uniklinikum Bonn (UKB) zu trennen. In derselben Sitzung wurde die
Verwaltung damit beauftragt, für die Route ab Venusberg südwärts zum
Fahrplanwechsel 2021/2022 verschiedene Varianten bezüglich des
Linienverlaufs, möglicher Endhaltestellen, der Taktung und der damit jeweils
verbundenen Kosten rechtzeitig zur Beratung und Beschlussfassung
vorzulegen (DS 201445). Die verschiedenen Varianten wurden in Abstimmung
mit der SWBV entwickelt und werden folgend vorgestellt.Seite 1 von 9
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Sollte vor der Sommerpause kein abweichender Beschluss gefasst werden,
bleibt es bei der Beschlussfassung vom 01.09.2020 (Variante A).
Für eine Angebotserweiterung in Form einer neuen Linienführung oder eines
dichteren Takts auf dem östlichen Teil der Linie 630 (derzeit Uniklinikum Süd
bis Fritz-Erler-Straße) wäre die Ausschreibung und Bestellung von zusätzlichen
Bussen notwendig, was nicht zum Fahrplanwechsel 2021 realisierbar ist.
Variante A: Der Ratsbeschluss vom 01.09.2020 wird wie geplant zum
Fahrplanwechsel 2021 umgesetzt, der östliche Linienteil behält den derzeitigen
Linienweg der 630 zwischen Uniklinikum Süd und Fritz-Erler-Straße, die
heutigen Betriebszeiten sowie die Taktung bei (12 Fahrtenpaare werktäglich).
Die Kosten betragen ca. 180.000 € jährlich. Diese Kosten waren bei
Beschlussfassung bekannt, jedoch enthalten sie die gegebenenfalls zu
erzielenden Einnahmen noch nicht, da sie derzeit nicht ermittelt werden
können.
Variante B: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird
zum Fahrplanwechsel 2021 umgesetzt, der östliche Linienteil der 630 verkehrt
im 60-Minuten-Takt zwischen Röttgen und Robert-Schuman-Platz auf einem
veränderten Linienweg (vgl. Anlage 1). Die Kosten betragen ca. 100.000 €
jährlich. Mit Umsetzung der Variante B können im Vergleich zu der am
01.09.2020 beschlossenen Trennung der Linie 630 (DS 201445) ca. 80.000 €
jährlich an Betriebskosten gespart werden. In diesen Kosten sind die
gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit
nicht ermittelt werden können.
Variante C: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird
erst zum Fahrplanwechsel 2022 umgesetzt, wenn nach einer Beschaffung
zusätzlicher Busse für den östlichen Teil der Linie eine attraktivere Taktung
sowie Linienführung realisierbar sind. Drei mögliche Varianten einer neuen
Tangentiallinie 634 sind untenstehend beschrieben. Die Kosten betragen je
nach Variante zwischen ca. 700.000 und 1,2 Mio. € jährlich. In diesen Kosten
sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie
derzeit nicht ermittelt werden können.
Variante D: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird
aufgehoben, damit die unter Variante A aufgeführten Kosten nicht entstehen.
Zu A (Trennung der Linie 630 im Dez. 2021, Fahrtenhäufigkeit wie bisher)
Die Trennung der Linie 630 wird zur Erreichung einer höheren Betriebsstabilität
umgesetzt, die verbleibenden Linienäste verkehren auf demselben Linienweg
wie derzeit. An der Haltestelle Uniklinikum Süd sind aus Kapazitätsgründen
keine Wartezeiten für zusätzliche wendende Busse mehr vorhanden. Aus
diesem Grund sowie aus wirtschaftlichen Gründen werden die Fahrzeiten des
östlichen Betriebsasts angepasst, wobei allerdings die Möglichkeit eines
direkten Umstiegs ohne Wartezeit zwischen den Linienästen entfällt (vgl. DS
201445). Der östliche Linienast erhält die Nummer 634. Die Umsetzung dieser
Variante ist mit dem derzeitigen Fuhrpark der SWBV umsetzbar. Die Kosten
betragen ca. 180.000 € jährlich, die Abrechnung der Kosten erfolgt über die
MoD. Diese Kosten waren bei Beschlussfassung bekannt, jedoch enthalten sieSeite 2 von 9
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die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen nicht, da sie derzeit nicht
ermittelt werden können. Somit werden die Gesamtkosten voraussichtlich noch
sinken.
Zu B (Trennung der Linie 630 im Dez. 2021, östlicher Teil im 60-Minuten-
Takt)
Der Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird zur Erreichung einer höheren
Betriebsstabilität umgesetzt, der östliche Linienteil der 630 erhält die
Liniennummer 634 und verkehrt auf einem veränderten Linienweg im 60-
Minuten-Takt von montags bis freitags (vgl. Anlage 2). Gegenüber der bereits
beschlossenen Linienführung hat diese Variante die folgenden Vorteile:
1. Bessere Anbindung Ippendorfs: Der Stadtteil Ippendorf ist mit den Linien
602 und 603 in einem überlagerten 10-Minuten-Takt an die Innenstadt
angebunden. Weiterhin verbindet die Linie 630 im 30-Minuten-Takt (an
Schultagen mit Verstärkerfahrten im 15-Minuten-Takt) Ippendorf mit den
umliegenden Stadtteilen. Der Süden Ippendorfs ist durch die Linie 600 im
20-Minuten-Takt an die Innenstadt angebunden. Dennoch wurden in der
Vergangenheit mehrere Wünsche nach einer besseren Anbindung
Ippendorfs vor allem an das UKB geäußert. Die Einführung der Linie 634
würde das Angebot verbessern.
2. Anbindung des UKB sowie zwei Schulen: Der vorgeschlagene Linienverlauf
gleicht zwischen den Haltestellen Saalestr. (Ippendorf) und Eduard-Otto-
Str. (Kessenich) dem der heutigen Linie 630. Dabei bleibt das UKB wie
derzeit über die Haltestellen Uniklinikum Nord und Kiefernweg angebunden.
Ebenso bleiben die am Linienweg liegenden Schulen Emilie-Heyermann-
Schule und Bonns Fünfte angebunden. Im Schuljahr 2020/21 wohnen ca.
450 Schüler*innen in den Stadtteilen Röttgen, Ippendorf, Venusberg,
Dottendorf, Kessenich und Friesdorf, die potenzielle Nutzer*innen dieser
Tangentiallinie sind.
3. Abbau Parallelverkehr zur Straßenbahn: In Kessenich folgt die neue Linie
634 nach der Eduard-Otto-Straße dem Verlauf der heutigen Linie 631.
Derzeit verkehrt die Linie 630 parallel zur Straßenbahn. Dieser
Parallelverkehr wird durch den Linienverlauf über die Markus- und Karl-
Barth-Str. abgebaut. Eine Umsteigemöglichkeit zu den Straßenbahnlinien
61 und 62 bleibt an der Haltestelle Eduard-Otto-Straße erhalten. Zudem soll
auf dem parallel zur Linie 631 verlaufenden Linienweg zwischen Graf-
Stauffenberg-Str. und Robert-Schuman-Platz bzw. Rheinaue Hauptzugang
ein überlagerter 15-Minuten-Takt entstehen.
4. Bessere Anbindung Friesdorfs sowie des gesamten Stadtbezirks Bad
Godesberg: Der mehrfach geäußerte Wunsch einer besseren Anbindung
Friesdorfs wird mit diesem Vorschlag umgesetzt, zudem entsteht eine
Direktverbindung zwischen Friesdorf, Plittersdorf, Hochkreuz und UKB. Der
Stadtbezirk Bad Godesberg wird insgesamt besser an das UKB
angebunden, da zum UKB häufig nur noch ein Umstieg notwendig wäre.
5. Entfall Schienenquerung Ollenhauer Str.: Der Bahnübergang an der
Ollenhauer Straße entfällt, welcher in der Vergangenheit aufgrund häufiger
sowie gelegentlich langer Schrankenschließzeiten zu Unmut bei den
Fahrgästen der jetzigen Linie 630 führte. Die Verwaltung hatte hierzu
bereits Stellung bezogen, dass durch den längeren Linienweg durch dieSeite 3 von 9
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Unterführung an der Martin-Luther-Allee ähnlich lange Fahrzeiten
entstünden wie bei einem Warten vor der Schranke an der Ollenhauer
Straße. Derzeit verkehren allerdings nur zur Hauptverkehrszeit Fahrten der
Linie 630 zwischen der Fritz-Erler-Straße und dem UKB. Beim Ausbau der
Verbindung zu einer im Halbstundentakt verkehrenden Linie wird die
Führung über die Schienen mit unkalkulierbaren Wartezeiten aus Gründen
der Betriebsstabilität trotz des kürzeren Linienwegs nicht weiter empfohlen.
6. Anbindung UN Campus: Wichtig ist die Linienführung zur DB-Haltestelle UN
Campus, die als alternative Verbindung zum UKB – vor allem aus dem
Süden kommend – zu einer Verringerung des Verkehrs in der Innenstadt
sowie Entlastung der Hauptlinien 600 und 601 beitragen kann. Eine nähere
Anbindung an den Bahnhof ist westlich der DB-Trasse nicht möglich, da die
Straßen dort aufgrund des geringen Querschnitts nicht für Bus-Pkw-
Begegnungen geeignet sind. Eine Führung über den Rheinweg wird
ausgeschlossen, weil wartende Busse der 634 die Linien 610 und 611
behindern würden sowie das Problem der langen und unkalkulierbaren
Schrankenschließungen dort fortbestehen würde. Deswegen soll der
Fußweg zwischen den Haltestellen UN Campus und Wichernstraße in
beide Richtungen ausgeschildert werden sowie in den Bussen auf diese
Möglichkeit (ca. 500 Meter Fußweg zum UN Campus) hingewiesen werden.
7. Bessere Anbindung Röttgens: Seit dem Bau des Neubaugebiets Röttgen-
Hölder hat der Stadtteil eine Bevölkerungssteigerung um knapp 1.000
Menschen und somit mehr als 20 % erfahren, wodurch eine Ausweitung
des ÖPNV-Angebots angemessen ist. Derzeit wird Röttgen durch die im 20-
Minuten-Takt verkehrende Buslinie 603, die Regionalbuslinie 843 sowie die
im 30-Minuten-Takt (an Schultagen mit Verstärkerfahrten im 15-Minuten-
Takt) verkehrende Buslinie 630 erschlossen. Röttgen ist über die Linie 603
direkt an die Innenstadt angebunden, während die Linie 630 den Stadtteil
lediglich am nördlichen Rand tangiert. Durch die neue Tangentiallinie
entstünde eine Direktverbindung zwischen dem Ortskern Röttgens, dem
UKB und den Arbeitsplatzschwerpunkten im Bundesviertel.
Die Stadtbahn wäre bei Umsetzung dieser Variante am Robert-Schuman-Platz
statt an der Haltestelle Heussallee/Museumsmeile angebunden. Somit
bestünde einerseits für Nutzer*innen der Linie 66 aus den rechtsrheinischen
Stadtbezirken und südlich gelegenen Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg-
Kreis eine bessere Verbindung in Richtung UKB, andererseits gäbe es für
Arbeitnehmer*innen zusätzlich zur Linie 631 eine weitere Buslinie mit
Anbindung des Arbeitsschwerpunkts in der Umgebung des Robert-Schuman-
Platzes.
Ein Nachteil dieser Variante ist, dass der Bahnhof UN Campus nicht direkt
angebunden wäre. Dennoch sind nach Einschätzung der Verwaltung die
meisten Fahrgäste eher zu einem Fußweg von 500 Metern bereit als zum
Warten vor einer Schienenüberführung oder einem Umweg im Bus von etwa
zwanzig Minuten.
Ein weiterer Nachteil wäre die Reduzierung der Fahrtenhäufigkeit zwischen
Venusberg und Kessenich/Dottendorf in den Hauptverkehrszeiten.
Umsteigemöglichkeiten zum westlichen Teil der derzeitigen Linie 630 (zwischen
Tannenbusch und Uniklinikum Süd) bestünden mit Wartezeit auf dem
gesamten parallel befahrenen Abschnitt von Röttgen Abzweig bis Uniklinikum
Nord.Seite 4 von 9
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Die Umsetzung dieser Variante ist mit dem derzeitigen Fuhrpark der SWBV
möglich. Die Kosten betragen ca. 100.000 € jährlich und liegen somit unter den
Kosten der bereits beschlossenen Trennung der Linie 630. Außerdem enthalten
diese Kosten die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht, da sie
derzeit nicht ermittelt werden können, sodass die Kosten voraussichtlich noch
sinken werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD.
Ein dichterer Takt als ein 60-Minuten-Takt wäre nicht mit dem derzeitigen
Fuhrpark der SWBV umzusetzen und würde deutlich höhere Betriebskosten
verursachen. Eine mögliche Taktverdichtung dieser Variante wird folgend als
Variante C1 mit möglicher Umsetzung zum Fahrplanwechsel 2022
beschrieben.
Zu C (Trennung Linie 630 im Dez. 2022, östlicher Teil mit attraktiverer
Taktung)
Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird erst zum
Fahrplanwechsel 2022 umgesetzt, wenn nach einer Beschaffung zusätzlicher
Busse für den östlichen Teil der Linie eine attraktivere Taktung sowie
Linienführung realisierbar sind. Die Ausschreibung und Beschaffung
zusätzlicher Busse benötigt mindestens ein Jahr Vorlaufzeit. Die Umsetzung
des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 könnte um ein Jahr verschoben
werden, mit der Maßgabe, zum Fahrplanwechsel 2022 eine der folgenden
Varianten unter der Liniennummer 634 einzurichten. Alternativ kann eine dieser
Varianten auch als Folgeschritt zu Variante B zu einem der nächsten
Fahrplanwechsel umgesetzt werden.
 Variante C1: Röttgen Schleife – Ippendorf – Uniklinikum Nord –
Kessenich – Friesdorf – Robert-Schuman-Platz
 Variante C2: Röttgen Schleife – Ippendorf – Uniklinikum Nord –
Kessenich – Friesdorf – UN Campus Bf – Fritz-Erler-Str.
 Variante C3: Ippendorf Altenheim – Uniklinikum Nord – Kessenich –
Friesdorf – UN Campus Bf – Fritz-Erler-Str.
Mit dieser Linienführung sollen die auf das Zentrum ausgerichteten
hochfrequentierten Hauptlinien entlastet werden, insbesondere die zum
Venusberg verkehrenden.
Die neue Linie 634 soll sowohl aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen
sowie aus Gründen der Merkbarkeit bzw. Kundenfreundlichkeit wie alle
Tangentiallinien auf Bonner Stadtgebiet im 30-Minuten-Takt mit
Standardbussen verkehren. Auf dem parallel zur Linie 631 verlaufenden
Linienweg vom Robert-Schuman-Platz (Variante C1) bzw. Rheinaue
Hauptzugang (Varianten C2 und C3) bis Graf-Stauffenberg-Str. soll ein
überlagerter 15-Minuten-Takt zwischen der bestehenden Linie 631 und der
geplanten Linie 634 entstehen, sodass sich für die Bevölkerung in diesem
Abschnitt eine wesentlich bessere Erschließung ergibt.
Die Betriebszeiten sollen analog zu denen der Linie 631 gestaltet sein:
- Montag bis Freitag von Betriebsbeginn bis ca. 20:30 Uhr im 30-Minuten-
Takt
- Samstag von Betriebsbeginn bis ca. 9:00 Uhr im Stunden-, danach bis
ca. 20:30 Uhr im 30-Minuten-TaktSeite 5 von 9
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- Sonntag ca. 9:00 bis ca. 20:00 Uhr im Stundentakt
Als mögliche Endhaltestellen wurden am westlichen Linienende die Haltestellen
Röttgen Schleife und Ippendorf Altenheim sowie am östlichen Linienende die
Haltestellen Fritz-Erler-Straße und Robert-Schuman-Platz untersucht.
Voraussetzung für eine Endhaltestelle sind u.a. genügend freie
Wartepositionen für eine mehrminütige Aufenthaltsdauer, weshalb aus
mangelnden Kapazitätsgründen die Haltestellen Uniklinikum Süd sowie Bad
Godesberg Bf/Löbestr. und andere als Endhaltestellen ausgeschlossen
wurden.
Grundsätzlich gelten für alle Varianten C1, C2 und C3 dieselben positiven
Aspekte wie bei Variante B (oben aufgeführt).
Für Variante C3 gilt zusätzlich: Eine Endhaltestelle Ippendorf Altenheim würde
einerseits eine Direktverbindung zwischen Altenheim und dem größten
Krankenhaus Bonns bedeuten. Andererseits würde dies den südlichen Teil des
Haager Wegs wieder stärker belasten, der in der jüngeren Vergangenheit
aufgrund mehrerer Beschwerden der Anwohner*innen vom Busverkehr
entlastet wurde.
Der unter Variante B aufgeführte Punkt 7 („bessere Anbindung Röttgens“) gilt
für Variante C3 nicht.
Das Thema Endhaltestelle betrifft alle Varianten: Variante C1 endet am Robert-
Schuman-Platz, die Varianten C2 und C3 an der Fritz-Erler-Straße. Durch
beide Linienführungen würden verschiedene Arbeitsplatzschwerpunkte
zusätzlich erschlossen. Eine Führung der Linie bis zur Fritz-Erler-Straße würde
eine direktere Anbindung der Haltestelle UN Campus ermöglichen, eine
Führung der Linie zum Robert-Schuman-Platz hingegen eine direktere
Umsteigemöglichkeit zur Linie 66 und somit eine bessere Verbindung zwischen
dem UKB und den Stadtteilen Ramersdorf sowie Oberkassel und den südlich
gelegenen Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis.
Umsteigemöglichkeiten zum westlichen Teil der derzeitigen Linie 630 (zwischen
Tannenbusch und Uniklinikum Süd) bestünden mit Wartezeit auf dem
gesamten parallel befahrenen Abschnitt von Röttgen Abzweig bis Uniklinikum
Nord.
Die verschiedenen Varianten der neuen Tangentiallinie 634 würden die in der
Tabelle aufgeführten Kosten im Betrieb verursachen, wobei die Ersparnis durch
den zukünftigen Wegfall der derzeit auf der Linie 630 anfallenden Kosten
zwischen dem UKB und Fritz-Erler-Straße bereits eingerechnet ist. In diesen
Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht
enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können, sodass die Kosten
voraussichtlich noch sinken werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über
die MoD.
Variante Kosten pro Jahr Zusätzlich benötigte
Busse
C1: Röttgen – UKB –
Robert-Schuman-Platz
Ca. 970.000 € 3
C2: Röttgen – UKB –
Fritz-Erler-Str.
Ca. 1.220.000 € 4
C3: Ippendorf – UKB –
Fritz-Erler-Str.
Ca. 910.000 € 3Seite 6 von 9
Seite 7
Von diesen drei Untervarianten sprechen sich die Verwaltung sowie SWBV
nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für die Umsetzung von Variante C1
aus, weil diese den Stadtteil Röttgen zusätzlich erschließt und eine direkte
Umsteigemöglichkeit am Robert-Schuman-Platz zur Stadtbahn bietet. Der
einzige Nachteil dieser Variante ist, dass der Bahnhof UN Campus nicht direkt
angebunden wäre. Dennoch sind nach Einschätzung der Verwaltung die
meisten Fahrgäste eher zu einem Fußweg von 500 Metern bereit als zum
Warten vor einer Schienenüberführung oder einem Umweg im Bus von ca. 20
Minuten. Auch aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen empfehlen
Verwaltung und SWBV von diesen drei Untervarianten die Variante C1.
Zusätzlich wäre durch eine Einschränkung der Betriebszeiten auf montags bis
freitags eine Einsparung von ca. 270.000 € bei Variante C1 möglich
(Gesamtkosten ca. 700.000 €). In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu
erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt
werden können, sodass die Kosten voraussichtlich noch sinken werden. Die
Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD.
Zu D (Keine Trennung 630)
Durch Rücknahme des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 (DS 201445)
würden die oben aufgeführten Kosten nicht entstehen. Wegen der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind die zukünftigen Fahrgastzahlen
sowie die dadurch möglicherweise negativen finanziellen Auswirkungen derzeit
nicht abzuschätzen. Es wird darauf hingewiesen, dass durch die Rücknahme
des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 das Ziel eines stabileren Betriebs
der Linie derzeit nicht erreicht werden könnte.
Anlage/n
1 Liniennetzplan nach Umsetzung der Variante B (öffentlich)
2 Liniennetzplan nach Umsetzung der Variante C1, C2 oder C3 (öffentlich)Seite 7 von 9
Variante B: eingezeichnet ist dieGrün
vorgeschlagene neue Linienführung einer
Linie 634 im 60-Minuten-Takt zwischen
Röttgen Schleife und Robert-Schuman-Platz.
Diese ersetzt den Linienast der 630 zwischen
Fritz-Erler-Str. und Uniklinikum Süd.
Endhaltestelle
Röttgen Schleife
Endhaltestelle
Robert-
Schuman-
PlatzSeite 8 von 9
Endhaltestelle Varianten C1
u. C2: Röttgen Schleife
Variante C2: Röttgen - UKB - Fritz-Erler-Str.
( und eingezeichnet)grün blau
Variante C3: Ippendorf - UKB - Fritz-Erler-Str.
( und eingezeichnet)grün gelb
Variante C1: Röttgen - UKB - Robert-
Schuman-Platz ( eingezeichnet)grün
Endhaltestelle
Variante C3:
Ippendorf
Altenheim
Endhaltestelle Varianten
C2 u. C3: Fritz-Erler-Str.
Endhaltestelle Variante C1:
Robert-Schuman-PlatzSeite 9 von 9

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Datenstand: 02.11.2026, 17:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de