210906 · Beschlussvorlage
Varianten für den östlichen Teil der Linie 630 (Venusberg - Gronau)
Kerndaten
- Nummer
- 210906
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 02.06.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 210906 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Varianten für den östlichen Teil der Linie 630 (Venusberg - Gronau) Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 02.06.2021 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 15.06.2021 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Empfehlung Rat 24.06.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Vorlage konnte aufgrund des aufwändigen Abstimmungsprozesses leider nicht fristgerecht eingereicht werden. Die Verwaltung bittet um Entschuldigung. Die Vorlage wird dennoch zur Beratung vorgelegt, da mit Beschluss vom 01.09.2020 (DS-Nr. 201445) ausdrücklich um Varianten gebeten wurde, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umzusetzen wären. Sollte der Ratsbeschluss vom 01.09.2020 noch geändert werden sollen, müsste die Beschlussfassung vor der Sommerpause erfolgen. Beschlussvorschlag In Abänderung des Beschlusses vom 01.09.2020 (DS-Nr. 201445) wird die SWBV wird mit der Einrichtung einer neuen Tangentiallinie zwischen Röttgen und Hochkreuz mit der Liniennummer 634 im 60-Minuten-Takt gemäß Variante B im Dezember 2021 beauftragt. Eine Anpassung des Linienverlaufs und der Taktung wird seitens der Verwaltung zu einem späteren Zeitpunkt überprüft und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt, falls Anpassungsbedarf besteht. Begründung Am 01.09.2020 wurde vom Rat der Stadt Bonn auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, die Langläuferlinie 630 aufgrund ihrer Verspätungsanfälligkeit bereits am Uniklinikum Bonn (UKB) zu trennen. In derselben Sitzung wurde die Verwaltung damit beauftragt, für die Route ab Venusberg südwärts zum Fahrplanwechsel 2021/2022 verschiedene Varianten bezüglich des Linienverlaufs, möglicher Endhaltestellen, der Taktung und der damit jeweils verbundenen Kosten rechtzeitig zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen (DS 201445). Die verschiedenen Varianten wurden in Abstimmung mit der SWBV entwickelt und werden folgend vorgestellt.Seite 1 von 9 Seite 2 Sollte vor der Sommerpause kein abweichender Beschluss gefasst werden, bleibt es bei der Beschlussfassung vom 01.09.2020 (Variante A). Für eine Angebotserweiterung in Form einer neuen Linienführung oder eines dichteren Takts auf dem östlichen Teil der Linie 630 (derzeit Uniklinikum Süd bis Fritz-Erler-Straße) wäre die Ausschreibung und Bestellung von zusätzlichen Bussen notwendig, was nicht zum Fahrplanwechsel 2021 realisierbar ist. Variante A: Der Ratsbeschluss vom 01.09.2020 wird wie geplant zum Fahrplanwechsel 2021 umgesetzt, der östliche Linienteil behält den derzeitigen Linienweg der 630 zwischen Uniklinikum Süd und Fritz-Erler-Straße, die heutigen Betriebszeiten sowie die Taktung bei (12 Fahrtenpaare werktäglich). Die Kosten betragen ca. 180.000 € jährlich. Diese Kosten waren bei Beschlussfassung bekannt, jedoch enthalten sie die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. Variante B: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird zum Fahrplanwechsel 2021 umgesetzt, der östliche Linienteil der 630 verkehrt im 60-Minuten-Takt zwischen Röttgen und Robert-Schuman-Platz auf einem veränderten Linienweg (vgl. Anlage 1). Die Kosten betragen ca. 100.000 € jährlich. Mit Umsetzung der Variante B können im Vergleich zu der am 01.09.2020 beschlossenen Trennung der Linie 630 (DS 201445) ca. 80.000 € jährlich an Betriebskosten gespart werden. In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. Variante C: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird erst zum Fahrplanwechsel 2022 umgesetzt, wenn nach einer Beschaffung zusätzlicher Busse für den östlichen Teil der Linie eine attraktivere Taktung sowie Linienführung realisierbar sind. Drei mögliche Varianten einer neuen Tangentiallinie 634 sind untenstehend beschrieben. Die Kosten betragen je nach Variante zwischen ca. 700.000 und 1,2 Mio. € jährlich. In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. Variante D: Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird aufgehoben, damit die unter Variante A aufgeführten Kosten nicht entstehen. Zu A (Trennung der Linie 630 im Dez. 2021, Fahrtenhäufigkeit wie bisher) Die Trennung der Linie 630 wird zur Erreichung einer höheren Betriebsstabilität umgesetzt, die verbleibenden Linienäste verkehren auf demselben Linienweg wie derzeit. An der Haltestelle Uniklinikum Süd sind aus Kapazitätsgründen keine Wartezeiten für zusätzliche wendende Busse mehr vorhanden. Aus diesem Grund sowie aus wirtschaftlichen Gründen werden die Fahrzeiten des östlichen Betriebsasts angepasst, wobei allerdings die Möglichkeit eines direkten Umstiegs ohne Wartezeit zwischen den Linienästen entfällt (vgl. DS 201445). Der östliche Linienast erhält die Nummer 634. Die Umsetzung dieser Variante ist mit dem derzeitigen Fuhrpark der SWBV umsetzbar. Die Kosten betragen ca. 180.000 € jährlich, die Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD. Diese Kosten waren bei Beschlussfassung bekannt, jedoch enthalten sieSeite 2 von 9 Seite 3 die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen nicht, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. Somit werden die Gesamtkosten voraussichtlich noch sinken. Zu B (Trennung der Linie 630 im Dez. 2021, östlicher Teil im 60-Minuten- Takt) Der Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird zur Erreichung einer höheren Betriebsstabilität umgesetzt, der östliche Linienteil der 630 erhält die Liniennummer 634 und verkehrt auf einem veränderten Linienweg im 60- Minuten-Takt von montags bis freitags (vgl. Anlage 2). Gegenüber der bereits beschlossenen Linienführung hat diese Variante die folgenden Vorteile: 1. Bessere Anbindung Ippendorfs: Der Stadtteil Ippendorf ist mit den Linien 602 und 603 in einem überlagerten 10-Minuten-Takt an die Innenstadt angebunden. Weiterhin verbindet die Linie 630 im 30-Minuten-Takt (an Schultagen mit Verstärkerfahrten im 15-Minuten-Takt) Ippendorf mit den umliegenden Stadtteilen. Der Süden Ippendorfs ist durch die Linie 600 im 20-Minuten-Takt an die Innenstadt angebunden. Dennoch wurden in der Vergangenheit mehrere Wünsche nach einer besseren Anbindung Ippendorfs vor allem an das UKB geäußert. Die Einführung der Linie 634 würde das Angebot verbessern. 2. Anbindung des UKB sowie zwei Schulen: Der vorgeschlagene Linienverlauf gleicht zwischen den Haltestellen Saalestr. (Ippendorf) und Eduard-Otto- Str. (Kessenich) dem der heutigen Linie 630. Dabei bleibt das UKB wie derzeit über die Haltestellen Uniklinikum Nord und Kiefernweg angebunden. Ebenso bleiben die am Linienweg liegenden Schulen Emilie-Heyermann- Schule und Bonns Fünfte angebunden. Im Schuljahr 2020/21 wohnen ca. 450 Schüler*innen in den Stadtteilen Röttgen, Ippendorf, Venusberg, Dottendorf, Kessenich und Friesdorf, die potenzielle Nutzer*innen dieser Tangentiallinie sind. 3. Abbau Parallelverkehr zur Straßenbahn: In Kessenich folgt die neue Linie 634 nach der Eduard-Otto-Straße dem Verlauf der heutigen Linie 631. Derzeit verkehrt die Linie 630 parallel zur Straßenbahn. Dieser Parallelverkehr wird durch den Linienverlauf über die Markus- und Karl- Barth-Str. abgebaut. Eine Umsteigemöglichkeit zu den Straßenbahnlinien 61 und 62 bleibt an der Haltestelle Eduard-Otto-Straße erhalten. Zudem soll auf dem parallel zur Linie 631 verlaufenden Linienweg zwischen Graf- Stauffenberg-Str. und Robert-Schuman-Platz bzw. Rheinaue Hauptzugang ein überlagerter 15-Minuten-Takt entstehen. 4. Bessere Anbindung Friesdorfs sowie des gesamten Stadtbezirks Bad Godesberg: Der mehrfach geäußerte Wunsch einer besseren Anbindung Friesdorfs wird mit diesem Vorschlag umgesetzt, zudem entsteht eine Direktverbindung zwischen Friesdorf, Plittersdorf, Hochkreuz und UKB. Der Stadtbezirk Bad Godesberg wird insgesamt besser an das UKB angebunden, da zum UKB häufig nur noch ein Umstieg notwendig wäre. 5. Entfall Schienenquerung Ollenhauer Str.: Der Bahnübergang an der Ollenhauer Straße entfällt, welcher in der Vergangenheit aufgrund häufiger sowie gelegentlich langer Schrankenschließzeiten zu Unmut bei den Fahrgästen der jetzigen Linie 630 führte. Die Verwaltung hatte hierzu bereits Stellung bezogen, dass durch den längeren Linienweg durch dieSeite 3 von 9 Seite 4 Unterführung an der Martin-Luther-Allee ähnlich lange Fahrzeiten entstünden wie bei einem Warten vor der Schranke an der Ollenhauer Straße. Derzeit verkehren allerdings nur zur Hauptverkehrszeit Fahrten der Linie 630 zwischen der Fritz-Erler-Straße und dem UKB. Beim Ausbau der Verbindung zu einer im Halbstundentakt verkehrenden Linie wird die Führung über die Schienen mit unkalkulierbaren Wartezeiten aus Gründen der Betriebsstabilität trotz des kürzeren Linienwegs nicht weiter empfohlen. 6. Anbindung UN Campus: Wichtig ist die Linienführung zur DB-Haltestelle UN Campus, die als alternative Verbindung zum UKB – vor allem aus dem Süden kommend – zu einer Verringerung des Verkehrs in der Innenstadt sowie Entlastung der Hauptlinien 600 und 601 beitragen kann. Eine nähere Anbindung an den Bahnhof ist westlich der DB-Trasse nicht möglich, da die Straßen dort aufgrund des geringen Querschnitts nicht für Bus-Pkw- Begegnungen geeignet sind. Eine Führung über den Rheinweg wird ausgeschlossen, weil wartende Busse der 634 die Linien 610 und 611 behindern würden sowie das Problem der langen und unkalkulierbaren Schrankenschließungen dort fortbestehen würde. Deswegen soll der Fußweg zwischen den Haltestellen UN Campus und Wichernstraße in beide Richtungen ausgeschildert werden sowie in den Bussen auf diese Möglichkeit (ca. 500 Meter Fußweg zum UN Campus) hingewiesen werden. 7. Bessere Anbindung Röttgens: Seit dem Bau des Neubaugebiets Röttgen- Hölder hat der Stadtteil eine Bevölkerungssteigerung um knapp 1.000 Menschen und somit mehr als 20 % erfahren, wodurch eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots angemessen ist. Derzeit wird Röttgen durch die im 20- Minuten-Takt verkehrende Buslinie 603, die Regionalbuslinie 843 sowie die im 30-Minuten-Takt (an Schultagen mit Verstärkerfahrten im 15-Minuten- Takt) verkehrende Buslinie 630 erschlossen. Röttgen ist über die Linie 603 direkt an die Innenstadt angebunden, während die Linie 630 den Stadtteil lediglich am nördlichen Rand tangiert. Durch die neue Tangentiallinie entstünde eine Direktverbindung zwischen dem Ortskern Röttgens, dem UKB und den Arbeitsplatzschwerpunkten im Bundesviertel. Die Stadtbahn wäre bei Umsetzung dieser Variante am Robert-Schuman-Platz statt an der Haltestelle Heussallee/Museumsmeile angebunden. Somit bestünde einerseits für Nutzer*innen der Linie 66 aus den rechtsrheinischen Stadtbezirken und südlich gelegenen Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg- Kreis eine bessere Verbindung in Richtung UKB, andererseits gäbe es für Arbeitnehmer*innen zusätzlich zur Linie 631 eine weitere Buslinie mit Anbindung des Arbeitsschwerpunkts in der Umgebung des Robert-Schuman- Platzes. Ein Nachteil dieser Variante ist, dass der Bahnhof UN Campus nicht direkt angebunden wäre. Dennoch sind nach Einschätzung der Verwaltung die meisten Fahrgäste eher zu einem Fußweg von 500 Metern bereit als zum Warten vor einer Schienenüberführung oder einem Umweg im Bus von etwa zwanzig Minuten. Ein weiterer Nachteil wäre die Reduzierung der Fahrtenhäufigkeit zwischen Venusberg und Kessenich/Dottendorf in den Hauptverkehrszeiten. Umsteigemöglichkeiten zum westlichen Teil der derzeitigen Linie 630 (zwischen Tannenbusch und Uniklinikum Süd) bestünden mit Wartezeit auf dem gesamten parallel befahrenen Abschnitt von Röttgen Abzweig bis Uniklinikum Nord.Seite 4 von 9 Seite 5 Die Umsetzung dieser Variante ist mit dem derzeitigen Fuhrpark der SWBV möglich. Die Kosten betragen ca. 100.000 € jährlich und liegen somit unter den Kosten der bereits beschlossenen Trennung der Linie 630. Außerdem enthalten diese Kosten die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht, da sie derzeit nicht ermittelt werden können, sodass die Kosten voraussichtlich noch sinken werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD. Ein dichterer Takt als ein 60-Minuten-Takt wäre nicht mit dem derzeitigen Fuhrpark der SWBV umzusetzen und würde deutlich höhere Betriebskosten verursachen. Eine mögliche Taktverdichtung dieser Variante wird folgend als Variante C1 mit möglicher Umsetzung zum Fahrplanwechsel 2022 beschrieben. Zu C (Trennung Linie 630 im Dez. 2022, östlicher Teil mit attraktiverer Taktung) Der oben aufgeführte Beschluss zur Trennung der Linie 630 wird erst zum Fahrplanwechsel 2022 umgesetzt, wenn nach einer Beschaffung zusätzlicher Busse für den östlichen Teil der Linie eine attraktivere Taktung sowie Linienführung realisierbar sind. Die Ausschreibung und Beschaffung zusätzlicher Busse benötigt mindestens ein Jahr Vorlaufzeit. Die Umsetzung des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 könnte um ein Jahr verschoben werden, mit der Maßgabe, zum Fahrplanwechsel 2022 eine der folgenden Varianten unter der Liniennummer 634 einzurichten. Alternativ kann eine dieser Varianten auch als Folgeschritt zu Variante B zu einem der nächsten Fahrplanwechsel umgesetzt werden. Variante C1: Röttgen Schleife – Ippendorf – Uniklinikum Nord – Kessenich – Friesdorf – Robert-Schuman-Platz Variante C2: Röttgen Schleife – Ippendorf – Uniklinikum Nord – Kessenich – Friesdorf – UN Campus Bf – Fritz-Erler-Str. Variante C3: Ippendorf Altenheim – Uniklinikum Nord – Kessenich – Friesdorf – UN Campus Bf – Fritz-Erler-Str. Mit dieser Linienführung sollen die auf das Zentrum ausgerichteten hochfrequentierten Hauptlinien entlastet werden, insbesondere die zum Venusberg verkehrenden. Die neue Linie 634 soll sowohl aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen sowie aus Gründen der Merkbarkeit bzw. Kundenfreundlichkeit wie alle Tangentiallinien auf Bonner Stadtgebiet im 30-Minuten-Takt mit Standardbussen verkehren. Auf dem parallel zur Linie 631 verlaufenden Linienweg vom Robert-Schuman-Platz (Variante C1) bzw. Rheinaue Hauptzugang (Varianten C2 und C3) bis Graf-Stauffenberg-Str. soll ein überlagerter 15-Minuten-Takt zwischen der bestehenden Linie 631 und der geplanten Linie 634 entstehen, sodass sich für die Bevölkerung in diesem Abschnitt eine wesentlich bessere Erschließung ergibt. Die Betriebszeiten sollen analog zu denen der Linie 631 gestaltet sein: - Montag bis Freitag von Betriebsbeginn bis ca. 20:30 Uhr im 30-Minuten- Takt - Samstag von Betriebsbeginn bis ca. 9:00 Uhr im Stunden-, danach bis ca. 20:30 Uhr im 30-Minuten-TaktSeite 5 von 9 Seite 6 - Sonntag ca. 9:00 bis ca. 20:00 Uhr im Stundentakt Als mögliche Endhaltestellen wurden am westlichen Linienende die Haltestellen Röttgen Schleife und Ippendorf Altenheim sowie am östlichen Linienende die Haltestellen Fritz-Erler-Straße und Robert-Schuman-Platz untersucht. Voraussetzung für eine Endhaltestelle sind u.a. genügend freie Wartepositionen für eine mehrminütige Aufenthaltsdauer, weshalb aus mangelnden Kapazitätsgründen die Haltestellen Uniklinikum Süd sowie Bad Godesberg Bf/Löbestr. und andere als Endhaltestellen ausgeschlossen wurden. Grundsätzlich gelten für alle Varianten C1, C2 und C3 dieselben positiven Aspekte wie bei Variante B (oben aufgeführt). Für Variante C3 gilt zusätzlich: Eine Endhaltestelle Ippendorf Altenheim würde einerseits eine Direktverbindung zwischen Altenheim und dem größten Krankenhaus Bonns bedeuten. Andererseits würde dies den südlichen Teil des Haager Wegs wieder stärker belasten, der in der jüngeren Vergangenheit aufgrund mehrerer Beschwerden der Anwohner*innen vom Busverkehr entlastet wurde. Der unter Variante B aufgeführte Punkt 7 („bessere Anbindung Röttgens“) gilt für Variante C3 nicht. Das Thema Endhaltestelle betrifft alle Varianten: Variante C1 endet am Robert- Schuman-Platz, die Varianten C2 und C3 an der Fritz-Erler-Straße. Durch beide Linienführungen würden verschiedene Arbeitsplatzschwerpunkte zusätzlich erschlossen. Eine Führung der Linie bis zur Fritz-Erler-Straße würde eine direktere Anbindung der Haltestelle UN Campus ermöglichen, eine Führung der Linie zum Robert-Schuman-Platz hingegen eine direktere Umsteigemöglichkeit zur Linie 66 und somit eine bessere Verbindung zwischen dem UKB und den Stadtteilen Ramersdorf sowie Oberkassel und den südlich gelegenen Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis. Umsteigemöglichkeiten zum westlichen Teil der derzeitigen Linie 630 (zwischen Tannenbusch und Uniklinikum Süd) bestünden mit Wartezeit auf dem gesamten parallel befahrenen Abschnitt von Röttgen Abzweig bis Uniklinikum Nord. Die verschiedenen Varianten der neuen Tangentiallinie 634 würden die in der Tabelle aufgeführten Kosten im Betrieb verursachen, wobei die Ersparnis durch den zukünftigen Wegfall der derzeit auf der Linie 630 anfallenden Kosten zwischen dem UKB und Fritz-Erler-Straße bereits eingerechnet ist. In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können, sodass die Kosten voraussichtlich noch sinken werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD. Variante Kosten pro Jahr Zusätzlich benötigte Busse C1: Röttgen – UKB – Robert-Schuman-Platz Ca. 970.000 € 3 C2: Röttgen – UKB – Fritz-Erler-Str. Ca. 1.220.000 € 4 C3: Ippendorf – UKB – Fritz-Erler-Str. Ca. 910.000 € 3Seite 6 von 9 Seite 7 Von diesen drei Untervarianten sprechen sich die Verwaltung sowie SWBV nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für die Umsetzung von Variante C1 aus, weil diese den Stadtteil Röttgen zusätzlich erschließt und eine direkte Umsteigemöglichkeit am Robert-Schuman-Platz zur Stadtbahn bietet. Der einzige Nachteil dieser Variante ist, dass der Bahnhof UN Campus nicht direkt angebunden wäre. Dennoch sind nach Einschätzung der Verwaltung die meisten Fahrgäste eher zu einem Fußweg von 500 Metern bereit als zum Warten vor einer Schienenüberführung oder einem Umweg im Bus von ca. 20 Minuten. Auch aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen empfehlen Verwaltung und SWBV von diesen drei Untervarianten die Variante C1. Zusätzlich wäre durch eine Einschränkung der Betriebszeiten auf montags bis freitags eine Einsparung von ca. 270.000 € bei Variante C1 möglich (Gesamtkosten ca. 700.000 €). In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können, sodass die Kosten voraussichtlich noch sinken werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über die MoD. Zu D (Keine Trennung 630) Durch Rücknahme des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 (DS 201445) würden die oben aufgeführten Kosten nicht entstehen. Wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind die zukünftigen Fahrgastzahlen sowie die dadurch möglicherweise negativen finanziellen Auswirkungen derzeit nicht abzuschätzen. Es wird darauf hingewiesen, dass durch die Rücknahme des Beschlusses zur Trennung der Linie 630 das Ziel eines stabileren Betriebs der Linie derzeit nicht erreicht werden könnte. Anlage/n 1 Liniennetzplan nach Umsetzung der Variante B (öffentlich) 2 Liniennetzplan nach Umsetzung der Variante C1, C2 oder C3 (öffentlich)Seite 7 von 9 Variante B: eingezeichnet ist dieGrün vorgeschlagene neue Linienführung einer Linie 634 im 60-Minuten-Takt zwischen Röttgen Schleife und Robert-Schuman-Platz. Diese ersetzt den Linienast der 630 zwischen Fritz-Erler-Str. und Uniklinikum Süd. Endhaltestelle Röttgen Schleife Endhaltestelle Robert- Schuman- PlatzSeite 8 von 9 Endhaltestelle Varianten C1 u. C2: Röttgen Schleife Variante C2: Röttgen - UKB - Fritz-Erler-Str. ( und eingezeichnet)grün blau Variante C3: Ippendorf - UKB - Fritz-Erler-Str. ( und eingezeichnet)grün gelb Variante C1: Röttgen - UKB - Robert- Schuman-Platz ( eingezeichnet)grün Endhaltestelle Variante C3: Ippendorf Altenheim Endhaltestelle Varianten C2 u. C3: Fritz-Erler-Str. Endhaltestelle Variante C1: Robert-Schuman-PlatzSeite 9 von 9
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de