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210857 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Zukunftsfähiges Regenwassermanagement in Bonn

Nummer
210857
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
12.05.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 12.05.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 25.08.2021

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.08.2021 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 194 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 210857-01 ST Bürgerantrag: Zukunftsfähiges Regenwassermanagement in Bonn

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
210857
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Amt der Oberbürgermeisterin und für strategische Projekte
Dezernat:
Dez. OB
11.05.2021
Bürgerantrag: Zukunftsfähiges
Regenwassermanagement in Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
02.06.2021 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag ist auf ein zukunftsfähiges Regenwassermanagement in Bonn
gerichtet.
Einzelheiten zu den Antragsinhalten und zur Begründung ergeben sich aus
dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3
1
Grypstra, Sonja (01-1)
Von:
Gesendet: Dienstag, 11. Mai 2021 12:42
An: Dörner, Katja (Dez_OB); VL_01-1_buergerbuero_bonn
Cc:
Betreff: Bürgerantrag zum Regenwassermanagement in Bonn
Anlagen: ATT00001.txt
Kennzeichnung: Zur Nachverfolgung
Kennzeichnungsstatus: Gekennzeichnet
Kategorien: Rote Kategorie
Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn!
Guten Tag Frau Oberbürgermeisterin Dörner,
guten Tag Damen und Herren der Verwaltung,
aktuelle Meldungen und Warnungen veranlassen mich zu einem Bürgerantrag für ein Regenwassermanagement in
Bonn, den ich Ihnen als Anlage übersende.
Hier ist m.E. dringender Handlungsbedarf.
Es reicht nicht aus, dass sich Grundstückseigentümer sowie Bürgerinnen und Bürger vor Starkregen und den damit
verbundenen Auswirkungen – Überstauungen – schützen sollen. Hier ist in erste Linie die Stadt Bonn gefordert,
Maßnahmen für jetzt und in der Zukunft zu treffen.
Mein Antrag lautet:
Betreff: zukunftsfähiges Regenwassermanagement in Bonn
Hier: mein Bürgerantrag
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren,
Durch Umwelteinflüsse und den Klimawandel wird die Anzahl und Heftigkeit der Unwetter in und um Bonn
immer stärker. Große Mengen an Regenwasser (sog. Starkregen) prasseln auf Bonn nieder und überflutet
die Abwasserkanäle. Überflutungen von Straßen, Plätzen und Keller sind vorprogrammiert.
Bonn ist leider für diese Starkregen m.E. nicht richtig vorbereitet, denn, in Bonn gibt es kein getrenntes
Abwassersystem für Abwasser und Regenwasser, sondern nur ein Mischwassersystem, indem alles
zusammengeführt wird.
Das unverständliche an dieser Art von Kanalisation ist, dass in Bonn sauberes Regenwasser durch die
Mischung zu schmutzigem Abwasser gemacht wird und u.U. auch dadurch belastet wird. Dieses
Mischwasser wird dann mit großem Aufwand und hohem Kostenaufwand in den Kläranlagen wieder
gereinigt.
Ich schlage Ihnen und den zuständigen Gremien der Bundessstadt Bonn deshalb vor, diesen Missstand für
die Zukunft zu ändern. Ich beantrage daher, dass die Stadt Bonn ein zukunftsfähiges
Regenwassermanagement erarbeitet und ab sofort und für die Zukunft bei allen Projekten der
Stadtentwicklung berücksichtigt. Konkret bedeutet dies:Seite 2 von 3
2
1. Bei allen künftigen städtebaulichen Projekten und bei der Aufstellung von neuen Bebauungsplänen
sind getrennte Abwassersysteme vorzusehen und vorzuschreiben.
2. Regenrückhaltebecken, Pufferspeicher und offene Versickerungs- bzw. Verdunstungsflächen für
Oberflächenwasser sind in die Planungen einzubeziehen.
3. Durch entsprechende Maßnahmen soll zukünftig erreicht werden, dass aus höhergelegenen
Siedlungsgebieten das Regenwasser direkt in Wald und Feld geleitet werden kann.
4. Bei größeren Bauvorhaben – Mehrfamilienwohnanlagen – werden die Bauherren und
Projektentwickler verpflichtet, Maßnahmen zur gezielten und umweltverträglichen Behandlung des
Regenwassers zu berücksichtigen, um dies möglichst direkt dem Wasserkreislauf wieder zuzuführen.
Gründe für dieses Regenwassermanagement gibt es genug:
1. Sinkender Grundwasserspiegel und trockne Wälder und absterbende Bäume mit Schädlingsbefall
rechtfertigen nicht länger den Missbrauch von Regenwasser.
2. Felder, die bewässert werden müssen, um Obst- und Gemüseanbau zu ermöglichen.
3. Bäche und Flusszuläufe mit ihrer Vegetation und Artenvielfalt müssen versorgt und erhalten bleiben.
4. Verbesserung der Luftqualität durch Verdunstung vor allen bei großer Hitze.
Zusammengefasst heißt dies, dass die Stadt Bonn sich sowohl auf Starkregen besser vorbereiten muss und
auch mit dem Thema Regenwasserwirtschaft dringend beschäftigen muss.
In anderen Kommunen / Bundesländern (z.B. Hannover) ist schon seit vielen Jahren die
Regenwasserbewirtschaftung fester Bestandteil der städtebaulichen Planung.
Beispiele über die Bauleitplanung sind:
- Festsetzung von Regenwasserversickerung
- Festsetzung von technischen Zwischenspeichern zur Drosselung des Abflusses
- Anlage von Regenrückhaltebecken
Des Weiteren denkbar:
- Nutzung von Regenwasser als Betriebswasser
- Indirekte Förderung von Entsiegelung privater Flächen durch Gebührensplitting
- Renaturierung von Fließgewässern
Ich hoffe, dass mein Antrag bzw. mein Vorschlag schnellstmöglich in die laufenden und künftigen
Planungen Eingang finden.
Die aktuelle Warnung der Stadt, dass sich Bürgerinnen und Bürger auf Starkregen und die damit
verbundene Gefahr der Überstauung des Kanalnetzes einstellen sollen, wird zurzeit auch im Radio
verbreitet bzw. im Generalanzeiger veröffentlicht.
Ebenso der Bericht des GA über die Modernisierung der Kläranlage in Lessenich mit dem Hinweis, dass
diese Anlage große Probleme bei Starkregen bekommt, erfordern schnellstens planerische und
tatsächliche Maßnahmen.Seite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 17:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de