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210856 · Mitteilungsvorlage

Änderungen in der Förderung des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg

Nummer
210856
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
13.05.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 01.06.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
210856
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Änderungen in der Förderung des
Kompetenzzentrums Frau & Beruf Bonn/Rhein-
Sieg
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
01.06.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Im Folgenden möchte das Amt für Wirtschaftsförderung über die
veränderte Fördersituation des Kompetenzzentrums Frau & Beruf
Bonn/Rhein-Sieg informieren. Das Kompetenzzentrum ist ein
Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen der Stadt Bonn und des
Rhein-Sieg-Kreises und wird seit 2012 vom Land NRW und der
Europäischen Union gefördert (50 Prozent EU, 40 Prozent Land NRW,
10 Prozent Eigenanteil).
Übergeordnetes Ziel der für die Arbeitsmarktregion Bonn/Rhein-Sieg
bisher durchgeführten und geplanten Teilprojekte ist die Sicherung des
Fachkräftebedarfs für regionale kleine und mittlere Unternehmen (KMU=
bis 249 Beschäftigte; Umsatz nicht mehr als 50 Mio. Euro jährlich oder
Jahresbilanzsumme unter 43 Mio. Euro) durch die gezielte
Ausschöpfung der vorhandenen weiblichen Erwerbspotenziale. Eine
Kurzbeschreibung des Aufgabenspektrums liegt dieser Vorlage bei
(Anhang 1).
Der Durchführungszeitraum endet nun zum 30.04.2022. Nach dem
neuen, operationellen Programm EFRE 2021-27 scheint eine
Weiterförderung der 16 NRW Kompetenzzentren Frau und Beruf nicht
möglich. Seitens des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und
Gleichstellung (MHKBG) NRW ist eine weitere Förderung der Arbeit der
Kompetenzzentren Frau& Beruf nicht mehr vorgesehen. Über die
künftige Nichtförderung wurden alle 16 Kompetenzzentren in NRW im
Rahmen einer Videokonferenz vom MHKBG am 25.03.2021 informiert
und wurden aufgefordert, sich um die Abwicklung der Zentren mit ihrem
Personal zu kümmern.
Angekündigt wird vom Ministerium MHKBG NRW, dass andereSeite 1 von 7
Seite 2
Maßnahmen zur Fachkräfteförderung entwickelt werden, deren Inhalt
bislang unbekannt ist. Die Genehmigung des neuen operationellen
Programms durch die Europäische Kommission wird im Sommer 2021
erwartet. Anschließend sollen die Projektträger der Kompetenzzentren
Frau und Beruf benachrichtigt werden.
Im Rahmen der NRW-weiten Auswertung hat das Kompetenzzentrum
Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg den zweiten Platz von insgesamt 16
Kompetenzzentren belegt. Die Auswertung bezog sich auf die Erfüllung
der Meilensteinplanung, die erreichten Betriebe und die Nutzwertigkeit
für die KMU in der Region.
Sehr erfolgreich hat das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-
Sieg in unserer Region das Netzwerk familienbewusste Unternehmen
mit inzwischen 90 Mitgliedern aufgebaut und mehrere Mentoring-
Programme für angehende weibliche Führungskräfte durchgeführt.
Das Netzwerk FAMILIENBEWUSSTE UNTERNEHMEN Bonn/Rhein-
Sieg ist in dieser Qualität und Güte in NRW bisher einzigartig und ist
Vorbild für neu entstehende Netzwerke in anderen NRW-Regionen.
Das Kompetenzzentrum und seine Themen sind für den Arbeitsmarkt
der Region Bonn/Rhein-Sieg überaus wichtig. Gerade im Hinblick auf die
Corona-Pandemie haben die Themenfelder Frau und Beruf noch mehr
an Bedeutung gewonnen.
Die Oberbürgermeisterin Frau Dörner und der Landrat des Rhein-Sieg-
Kreises Herr Schuster haben bereits in einem gemeinsamen Schreiben
die Gleichstellungsministerin Frau Scharrenbach dazu aufgefordert, die
Region Bonn/Rhein-Sieg bei der Förderung der Frauenerwerbstätigkeit
und des weiblichen Fachkräftepotenzials weiterhin zu unterstützen.
Beide Wirtschaftsförderungen werden parallel eruieren, ob und wie
Aktivitäten des Kompetenzzentrums in reduzierter Form fortgeführt
werden können.
Die Verwaltung wird den Ausschuss über die weiteren aktuellen
Entwicklungen informieren.
Anlage/n
1 Kurzbeschreibung der Arbeit des Kompetenzzentrums Frau & Beruf
(öffentlich)
2 Bericht der Ministerin an den Landtag (öffentlich)Seite 2 von 7
KURZBESCHREIBUNG DER ARBEIT DES KOMPETENZZENTRUM FRAU &BERUF BONN/RHEIN-
SIEG
Ziel der Arbeit des Kompetenzzentrums Frau& Beruf Bonn/Rhein-Sieg ist die Unterstützung
des Mittelstandes bei der Fachkräftesicherung durch Nutzung des weiblichen Fach- und
Führungskräftepotentials.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden sensibilisiert und aktiv gewonnen durch
Erfolgsformate wie das Netzwerk familienbewusste Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg und das
Cross-Mentoring Programm „mentoring4women – Frauen in die Führung!“
Durch die Teilnahme können Unternehmen ihre Vorteile für Bewerberinnen und bereits
Beschäftigte erkennen und sichtbar machen. Mit dem gezielten Einsatz bisher unentdeckter
Beschäftigtenpotenziale, einer beschäftigtenfreundlichen Unternehmenskultur und der
besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familienaufgaben wird der regionale Mittelstand für
Frauen wie Männer attraktiver.
An dem Cross-Mentoring Programm 2020/2021 nehmen zurzeit 13 Unternehmen mit 14
Frauen teil. Das Netzwerk familienbewusste Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg hat aktuell 90
Mitglieder.
Die Aktivitäten:
 Sensibilisierung regionaler KMU für familienbewusste Unternehmenskultur und
Personalpolitik durch regelmäßige Netzwerktreffen (4x im Jahr) und unterschiedliche
Veranstaltungsformate (Workshops, Online-Seminare, Fachveranstaltungen),
bilaterale Informationsgespräche und Öffentlichkeitsarbeit
 Durchführung des Programms „mentoring4women – Frauen in die Führung!“ als
Personalentwicklungsinstrument für Frauen in KMU
 Durchführung von Workshops für KMU zu Themen wie z.B. female recruiting „Mit
Stellenanzeigen gezielt weibliche Fachkräfte gewinnen“ oder Führen in Teilzeit
 Entwicklung und Durchführung von Karriereworkshops für Frauen in KMU
 Weiterentwicklung der Internetplattform zu Maßnahmen, Nutzen und Angeboten
der familienbewussten Personalpolitik
 Netzwerk und Lobbyarbeit, um das Fachkräfte-und Führungspotenzial von Frauen
sichtbar zu machenSeite 3 von 7
Die Ministerin
Jürgensplatz 1
40219 Düsseldorf
(Anfahrt über Hubertusstraße)
Telefon +49 211 8618-4300
Telefax +49 211 8618-4550
ina.scharrenbach@mhkbg.nrw.de
Öffentliche Verkehrsmittel:
Rheinbahn Linien 706, 708
und 709 bis Haltestelle
Landtag/Kniebrücke
Für die Mitglieder des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen
des Landtags Nordrhein-Westfalen
43. Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung
und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen
am Donnerstag, 11. März 2021
Tagesordnungspunkt:
Kompetenzzentren Frau und Beruf – Sachstand und Ausblick
Sehr geehrter Herr Landtagspräsident,
in der Anlage übersende ich Ihnen den o. g. Bericht mit der Bitte um
Weiterleitung an die Mitglieder des Ausschusses für Gleichstellung und
Frauen.
Mit freundlichem Gruß
Ina Scharrenbach
MHKBG Nordrhein-Westfalen • 40190 Düsseldorf
An den Präsidenten des
Landtags Nordrhein-Westfalen
Herrn André Kuper MdL
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf
2. März 2021Seite 4 von 7
Seite 5 von 7
Seite 1
Bericht der Landesregierung an den
Ausschuss für Gleichstellung und Frauen
des Landtags Nordrhein-Westfalen
für die Sitzung am 11. März 2021
Kompetenzzentren Frau und Beruf
Im September 2020 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen den Mitgliedern des
Ausschusses für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen einen
Bericht zur Förderung der 16 regionalen Kompetenzzentren Frau und Beruf vorgelegt
(Vorlage 17/3794).
In diesem Zusammenhang wurde über den damaligen Sachstand des Prozesses zur
Erstellung des Operationellen Programms für die neue Förderphase des Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2021 bis 2027 informiert. Für die bis Ende
April des Jahres 2022 gesicherte laufende Förderung der Kompetenzzentren werden
Mittel des EFRE und des Landes Nordrhein-Westfalen eingesetzt.
Auch in der neuen Förderphase gilt für alle Ressorts, die aus dem EFRE finanzierte
Vorhaben planen, dass die beabsichtigten Projektinhalte mit den zukünftigen Schwer-
punkten dieses europäischen Fonds kompatibel sein müssen. Obgleich die Genehmi-
gung des neuen Operationellen Programms durch die Europäische Kommission erst
im Sommer 2021 erwartet wird, zeichnet sich inzwischen ab, dass auch für weiterent-
wickelte Kompetenzzentren Frau und Beruf die notwendige Passung zu den neuen
EFRE-Vorgaben nicht möglich sein wird.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nord-
rhein-Westfalen trägt jedoch unabhängig hiervon dafür Sorge, dass die inhaltliche Ar-
beit, die bislang schwerpunktmäßig in den Kompetenzzentren geleistet wurde, fortge-
setzt werden wird. Auch zukünftig soll eine lebensphasenorientierte und chancenge-
rechte Personalpolitik der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-
Westfalen mit praxisorientierten Beiträgen aus dem Ministerium unterstützt werden.
Hierfür wird unter Einbindung regional Verantwortlicher und durch Ergänzung mit zu-
sätzlicher Expertise aus Wirtschaft und Wissenschaft ein zeitgemäßes Konzept erar-
beitet, das auf stärkere überregionale Kooperationen der Projektbeteiligten in gemein-
samen Themen-Clustern setzt.
Durch eine entsprechende Neuausrichtung und den gezielten Einsatz digitaler Tools
sollen Ergebnisse zu einzelnen Themenfeldern in den Clustern gebündelt und über
eine digitale Kommunikations-Plattform sowohl kleinen und mittelständischen Unter-
nehmen als auch Einzelpersonen zugänglich gemacht werden.
Ziel wird dabei nach wie vor die bessere Erschließung und die Stärkung des nordrhein-
westfälischen Fachkräftepotenzials unter ausdrücklicher Berücksichtigung gleichstel-
lungsrelevanter, aber auch weiterer diverser Aspekte sein. Die konkreten Erfolge der
Projekte sollen durch ein begleitendes sachgerechtes Controlling nachverfolgt werden.Seite 6 von 7
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Über die weitere Ausgestaltung wird das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau
und Gleichstellung dem Ausschuss für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nord-
rhein-Westfalen nach Abschluss der Konzeptionsphase berichten.Seite 7 von 7

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Datenstand: 03.11.2026, 01:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de