← Vorlagen

210848 · Mitteilungsvorlage

Öffnungsstrategien während der Corona-Pandemie

Nummer
210848
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
16.05.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 01.06.2021 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 73,2 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (6.959 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
210848
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Öffnungsstrategien während der Corona-Pandemie
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
01.06.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Diese Mitteilungsvorlage wurde erstellt, bevor die aktuelle Corona-
Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht worden ist,
sh. Link https://www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw.
Während der bisher drei „Lockdowns“ mussten zahlreiche Unternehmen auf
Grund des Infektionsschutzgesetzes geschlossen werden. Dies betraf vor allem
große Teile des Einzelhandels, die Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen
sowie die kulturellen Einrichtungen.
Mit sinkenden Inzidenzwerten – verursacht durch die getroffenen Maßnahmen
und seit einigen Wochen vor allem die fortschreitenden Impfungen – rückt die
Öffnung der geschlossenen Unternehmen in greifbare Nähe.
Über die zu entwickelnden Öffnungsstrategien steht die Verwaltung unter
Leitung der Oberbürgermeisterin mit den Institutionen der o.g. Branchen (IHK,
EHV, Dehoga, city-marketing bonn etc.) in regelmäßigem Kontakt. Bisher
haben zwei virtuelle Konferenzen stattgefunden, die dritte ist für den 18. Mai
terminiert. Dabei geht es vor allem – unter Berücksichtigung der jeweiligen
Infektionslage und den jeweils geltenden Coronaschutzverordnungen – um
Fragen nach click & collect, click & meet, die Rückverfolgbarkeit der
Kund*innen/Gäste durch Apps etc.
Zu digitalen Lösungen in der Kontaktverfolgung wird auf den am 12.05.2021
erschienenen Rats-Newsletter verwiesen.
Für einen Tourismus Restart in Bonn und Region benötigt es zunächst die
Beendigung des Lock-Downs mit Infektionszahlen auf einem dauerhaft
niedrigen Niveau. Gleichzeitig braucht es bundesweit klare Regelungen im
Übernachtungs- und Ausflugstourismus.
Urlaubsreisen besitzen weiterhin einen sehr hohen, gesellschaftlichen
Stellenwert und sind ein hohes Konsumgut. Im Vordergrund stehen Aspekte
wie Strand, Erholung, Familie, Städte und Natur. Bedenken der Reisenden
bestehen nach wie vor in Quarantäneregeln und ständigen
Regelungsänderungen. Wichtig an dieser Stelle sind aufgrund des aktuell
hohen Informationsbedarfs eine gute (digitale) Kommunikation zu den Themen
gesundheitliche Sicherheit, Kurzfristigkeit und Flexibilität. Die Bonn-Information
reagiert auf dieses Thema mit kleinen Gruppengrößen und klar formuliertenSeite 1 von 3
Seite 2
Regelungen zu notwendigen Hygienemaßnahmen.
Mit dem Restart im Bonner Tourismus wird auch eine Analyse zur
Marktsituation in Bonn und Region notwendig sein: Welche touristische
Leistungsträger, welche Übernachtungsbetriebe, Reiseveranstalter
Busbetriebe, Museen, stellen welche Angebote und welchen Konditionen,
Öffnungszeiten etc. zur Verfügung? Wenn möglich, sind diese Informationen
den Gästen und Reisenden tagesaktuell und eindeutig (digital) buchbar zur
Verfügung zu stellen. So belegen aktuelle Studien für das Jahr 2020
Onlinebuchungen im Tourismus mit einem Anteil von 49%. Das Thema
Digitalisierung wird für Betriebe mit diesem Trend essentiell!
Aktuell streben Gäste vermehrt zu Aktivitäten in freier Natur, wie z.B. auf Rad-
und Wanderwegen. Die Vermarktung von Angeboten in der Region bzw. im
Siebengebirge besitzen daher ebenso Vorteile für die Stadt Bonn und
umgekehrt. Vor diesem Hintergrund gilt es, mit einem Restart im Bonn-
Tourismus zusammenhängende, gegenseitig werbende Maßnahmen zu
ergreifen und gemeinsames Potential auszuschöpfen. Hierzu erarbeitet die
Tourismus und Congress GmbH in Kooperation mit ihren Gesellschaftern, u.a.
der Stadt Bonn, derzeit ein Marketingkonzept.
Das zum Restart für den Tourismus Gesagte gilt auch für die Kultur. Wie und
wann es hier wieder los und weitergeht, hängt vor allem von den rechtlichen
Regelungen ab. Aktuell sind die meisten kulturellen Angebote inkl. Outdoor-
Veranstaltungen aufgrund der Inzidenzzahlen nicht zugelassen.
Gemeinsame Öffnungsstrategien der privaten Kulturträger sind der Verwaltung
nicht bekannt. Die Bonner Theater befinden sich jedoch in regelmäßigem
Austausch.
Das Theater Bonn hat den Neustart aufgrund der planerischen Unwäg-
barkeiten auf die Zeit nach den Sommerferien Ende August 2021 verschoben.
Ähnliches gilt für die meisten privaten Theater und kulturellen Einrichtungen in
der Stadt.
Das Beethoven Orchester Bonn plant auf Bonner Open Air-Bühnen Konzerte
vor der Sommerpause. Nach der Sommerpause ist eine reguläre Spielzeit
geplant.
Die Wiederöffnung des Kunstmuseums Bonn ist abhängig von den
rechtlichen Regelungen und kann unter Berücksichtigung der bisherigen
Vorgaben (Buchungen, Nachverfolgbarkeit und Negativnachweis eines
Schnelltests) relativ kurzfristig erfolgen. Im Hinblick auf den mit
Wiederöffnungen und Schließungen verbundenen betrieblichen Aufwand sollte
allerdings bei Wiederöffnung von einer zumindest mittelfristig gesicherten
Perspektive für den weiteren Museumsbetrieb auszugehen sein.
Die Stadtbibliothek Bonn musste in den letzten Monaten nur für
vergleichsweise wenige Wochen vollständig schließen. Zwecks
Grundversorgung der Bevölkerung mit Literatur und Medien waren die
Medienausleihe und -rückgabe durch selbstständige Auswahl am Regal oder
nur durch Abholung bestellter Medien nach vorheriger Terminvereinbarung
sowie die kontaktlose Medienrückgabe meistens möglich.
Die Volkshochschule Bonn bietet im aktuellen Semester bislang rund 650
Veranstaltungen im Onlineverfahren an. Es wäre grundsätzlich möglich, in
diesem Semester noch von Onlinebetrieb auf Präsenzbetrieb umzustellen,Seite 2 von 3
Seite 3
sofern die Verordnungslage dies zulässt.
Die Ludwig-van-Beethoven-Musikschule macht die Öffnung für den
Präsenzunterricht neben den rechtlichen Regelungen von der Öffnung der
allgemeinbildenden Schule und den dort erfolgenden Testungen abhängig.
Das Stadtmuseum Bonn wird unabhängig von der Pandemielage aufgrund
des Wechsels in der Museumsleitung frühestens im Juni wieder für
Besucher*innen geöffnet.
Die Öffnung des Stadtarchivs richtet sich nach der jeweils aktuellen
Rechtslage.
Auch die Rückkehr zur Normalität im Sport, zur Öffnung der Sporthallen und
Freibäder ist abhängig von der Rechtslage.
Auch wenn die Notbremse des Infektionsschutzgesetzes aufgrund der unter
100 gesunkenen Inzidenzen nicht mehr gilt, ist derzeit nach der Corona-
Schutzverordnung NRW der Sport bis auf wenige Ausnahmen nur in
festgelegten Gruppen und im Freien möglich. Der Betrieb von Schwimmbädern
ist (noch) nicht erlaubt.
Öffnungen der Sportplätze und -hallen sind kurzfristig durch Informationen an
die nutzenden Vereine und die Öffentlichkeit umsetzbar.
Die Freibäder werden derzeit auf den Sommerbetrieb vorbereitet,
Hygienekonzepte und Einlassregulierungen sind vorhanden, so dass das
Hardtbergbad ab Mitte Mai, Friesdorf ab 22. Mai und die anderen (Römerbad,
Panoramabad Rüngsdorf und Ennertbad) ab Ende Mai/Anfang Juni öffnen
können.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 22:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de