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210810-01 · Dringlichkeitsentscheidung BV

Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021

Nummer
210810-01
Art
Dringlichkeitsentscheidung BV
Veröffentlicht
16.07.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 31.08.2021 Genehmigung
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  1. 210810 Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021

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Dringlichkeitsentscheidung BV
öffentlich
210810-01
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember
2021
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 31.08.2021 Genehmigung
Begründung der Dringlichkeit
Die Vorlage wurde in der Sitzung der BV Bad Godesberg am 16.06.2021
vertagt. Der Rat hat hierüber in seiner Sitzung am 28.06.2021 ungeändert
beschlossen, aufgrund des von dort noch ausstehenden Ergebnisses
vorbehaltlich der Empfehlung der BV Bad Godesberg. Um die Empfehlung der
BV Bad Godesberg bei der Umsetzung der Maßnahmen zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2021 berücksichtigen zu können, muss diese noch vor der
Sommerpause vorliegen. Bei einer Beratung erst in der Sitzung der BV
Godesberg am 31.08.2021 könnte deren Empfehlung aufgrund der von
städtischer Seite nicht beeinflussbaren erheblichen Vorlaufzeit für
die Umsetzung nicht mehr für den Fahrplanwechsel im Dezember 2021
berücksichtigt werden. Eine Umsetzung würde dann erst zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2022 erfolgen können.
Um eine Empfehlung der Bezirksvertretung Bad Godesberg zum
Fahrplanwechsel im Dezember 2021 berücksichtigen zu können, ist daher eine
Dringlichkeitsentscheidung des Bezirksbürgermeisters notwendig. Gegenstand
einer Empfehlung der Bezirksvertretung Bad Godesberg ist die im
Beschlussvorschlag unter Zif. 1) aufgeführte Maßnahme, von der der
Stadtbezirk betroffen ist. Weil der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises und der Rat
der Stadt Köln bereits die Taktverdichtung auf 20 Minuten an Samstagen
beschlossen haben, würde ohne Dringlichkeitsentscheidung folgender Effekt
entstehen: Bahnen der Linie 16 würden auf Bonner Stadtgebiet im 20-Minuten-
Takt in Buschdorf enden, während von Köln aus kommend die Bahnen im 20-
Minuten-Takt in Bornheim-Hersel enden würden. Da von Bonn aus die Linie 16
nur jede halbe Stunde nach Köln durchfahren würde, ab Bornheim-Hersel bis
Köln jedoch bereits ein 20-Minuten-Takt beschlossen wurde, wären die beiden
„Taktfamilien“ nicht mehr kompatibel und somit ab dem Fahrplanwechsel 2021
kein durchgängiger gleichmäßiger Takt der Linie 16 zwischen Bonn und Köln
mehr möglich.
Beschlussvorschlag
Die nachstehende Dringlichkeitsentscheidung des Bezirksbürgermeisters wird
genehmigt.Seite 1 von 4
Seite 2
Dringlichkeitsentscheidung gem. § 36 Abs. 5 i.V.m. 60 Abs. 1 GO NRW
Die Bezirksvertretung Bad Godesberg erklärt nachträglich ihre positive
Empfehlung zu dem im Stadtrat am 28.06.2021 unter TOP Ö 5.41 / DS-Nr.
210810 einstimmig gefassten Beschluss soweit sie den Stadtbezirk Bad
Godesberg betreffen:
Die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) werden damit beauftragt, die
folgenden Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umzusetzen:
1) Die regionalen Stadtbahnlinien 16 und 18 werden samstags zwischen
ca. 9:30 und 20:30 Uhr auf einen 20-Minuten-Takt zwischen Bonn und
Köln umgestellt. Die Linie 63 ergänzt die Linie 16 auf einen 10-Minuten-
Takt auf Bonner Stadtgebiet, wie auch derzeit schon. Die Gesamtkosten
dieser Teilmaßnahme betragen etwa 160.000 €. In diesen Kosten sind
die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da
sie derzeit nicht ermittelt werden können.
2) Auf der Linie 601 wird montags bis freitags (außer feiertags) der Beginn
des 10-Minuten-Taktes zwischen Bonn Hbf und Venusberg um etwa
eine Stunde auf 5:30 Uhr vorgezogen. Die Rückfahrten vom Venusberg
zum Hbf finden auf der Linie 602 statt. Die Gesamtkosten dieser
Teilmaßnahme betragen etwa 90.000 €. In diesen Kosten sind die
gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie
derzeit nicht ermittelt werden können.
3) Auf der Linie 66 wird montags bis freitags (außer feiertags) morgens
eine zusätzliche Fahrt Richtung Siegburg Bahnhof und zurück
stattfinden, um eine Taktlücke in Siegburg zu schließen. Die
Gesamtkosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 120.000 €, diese
Kosten werden auf die beteiligten Aufgabenträger Rhein-Sieg-Kreis und
Stadt Bonn aufgeteilt (ca. 70.000 € Anteil Stadt Bonn). In diesen Kosten
sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht
enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können.
Begründung
Zu 1)
In Bonn wurde zum Fahrplanwechsel 2019 im Rahmen des Lead City-
Förderprogramms an Samstagen zwischen ca. 9:30 und 20:30 Uhr der
Grundtakt auf den meisten Stadt- und Straßenbahnlinien sowie auf den
Hauptbuslinien auf einen 10- bzw. 20-Minuten-Takt verdichtet. Dem Rat der
Stadt Bonn wird die Fortführung dieser Taktverdichtung aufgrund des hohen
Erfolgs der Maßnahme über das Jahr 2021 hinaus zur Beschlussfassung
vorgelegt. In der Stadt Köln wurde der Takt an Samstagen auf Beschluss des
Rates zum Fahrplanwechsel 2020 ebenfalls verdichtet.
Noch ausstehend ist diese Taktverdichtung auf den regionalen Stadtbahnlinien
16 und 18 zwischen Bonn und Köln, welche im Rahmen des 2019 vom Rat
beschlossenen Stadtbahnangebots ab 2023 (vgl. DS 1911567) allerdings
bereits vorgesehen ist. In Abstimmung aller beteiligten Aufgabenträger wird
diese nun – auch unabhängig von der Fortführung der Taktverdichtungen auf
anderen Linien in Bonn – für den Fahrplanwechsel im Dezember 2021
vorgeschlagen.
Hintergrund der Taktverdichtungen an Samstagen war die bis zum AusbruchSeite 2 von 4
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der COVID-19-Pandemie sehr stark wachsende Bedeutung des Einkaufs- und
Freizeitverkehrs im ÖPNV. Die Verwaltung nimmt an, dass sich die
Verkehrsverhältnisse vor allem im Einkaufs- und Freizeitverkehr nach
Abklingen der Pandemie wieder normalisieren werden. Besonders für den
regionalen Kontext haben die Linien 16 und 18 im Einkaufs- und Freizeitverkehr
einen hohen Stellenwert.
Derzeit verkehrt die Linie 16 – ergänzt durch die Linie 63 – samstags zwischen
ca. 9:30 und 20:30 Uhr bereits im 10-Minuten-Takt auf Bonner Stadtgebiet und
im 30-Minuten-Takt bis Köln. Nach der Umstellung soll die Linie 16 im 20-
Minuten-Takt bis Köln fahren, ergänzt auf einen 10-Minuten-Takt durch
Stadtbahnen der Linie 63 auf Bonner Stadtgebiet. Auf der Linie 16 entstehen
wenige Mehrkilometer im Jahr, da der Haltepunkt Buschdorf in ca. 500 Metern
Entfernung von der Stadtgrenze liegt.
Die Linie 18 hingegen verkehrt derzeit samstags lediglich im 30-Minuten-Takt.
Eine Verdichtung auf einen 20-Minuten-Takt erhöht nach Angaben der SWB die
jährlichen Betriebskosten um ca. 160.000 €, welche über die Regelungen der
MOD und somit letztlich über den Haushalt ausgeglichen werden müssen.
Allerdings sind in diesen Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen
nicht enthalten, weshalb sich die Kosten noch verringern werden.
Die Umsetzung ist nur vorbehaltlich entsprechender Beschlüsse der beteiligten
Aufgabenträger Wesseling, Hürth und Brühl möglich. Bei den Aufgabenträgern
Köln und Rhein-Sieg-Kreis ist eine entsprechende Beschlussfassung in den
politischen Gremien bereits erfolgt.
Zu 2)
Aufgrund der hohen Nachfrage von und zum Uniklinikum Bonn soll der 10-
Minuten Takt der Linien 601 zwischen Bonn Hbf und Venusberg montags bis
freitags (ohne Feiertage) um eine Stunde auf ca. 5:30 Uhr vorgezogen werden.
Derzeit setzt der 10-Minuten-Takt erst um etwa 6:30 Uhr ab Bonn Hbf ein,
während davor ab ca. 5:15 Uhr im 30-Minuten-Takt gefahren wird. Die
zusätzlichen Fahrten werden auf der Linie 601 ab Hbf Richtung Venusberg
durchgeführt und fahren auf dem Linienweg der 602 zum Hbf zurück.
Durch die stetig wachsenden Arbeitsplätze sowie den teilweise sehr frühen
Arbeitsbeginn am Uniklinikum Bonn (UKB) hat sich besonders stark während
der COVID-19-Pandemie gezeigt, dass eine weitere Ausweitung des Angebots
notwendig ist. Die aktuelle durchschnittliche Auslastung der Linie 601 lag im
Jahr 2020 trotz der COVID-19-Pandemie bei über 40 % in Richtung Venusberg
zwischen 5:30 und 6:30 Uhr. Zudem gibt es regelmäßig an die SWBV bzw. die
Verwaltung gerichtete Beschwerden bzgl. des Angebots vom und zum
Venusberg. Die seit November 2020 zur Entlastung des Fahrgastaufkommens
während der Pandemie eingesetzten Verstärkerfahrten zwischen Hbf und UKB
wurden ebenfalls bereits ab ca. 5:15 Uhr ab Bonn Hbf eingesetzt und trugen zu
einer besseren Fahrgastverteilung bei.
Die zusätzlichen Betriebskosten betragen etwa 90.000 € jährlich. Allerdings
sind in diesen Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen nicht
enthalten, weshalb sich die Kosten noch verringern werden.
Zu 3)Seite 3 von 4
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Derzeit beginnt der 10-Minuten-Takt auf der Linie 66 montags bis freitags (ohne
Feiertage) um ca. 6:00 Uhr in Siegburg, davor verkehrt die Linie im 20-Minuten-
Takt. Die S-Bahnen fahren um diese Uhrzeit jedoch bereits im 10-Minuten-Takt
und viele der regionalen Buslinien im Rhein-Sieg-Kreis beginnen mit ihrem
dichteren Takt ebenfalls um ca. 5:30 Uhr. Bei den derzeitigen Abfahrten um
5:38 und 5:58 Uhr existiert dementsprechend eine Angebotslücke um 5:48 Uhr.
Diese Lücke soll durch eine zusätzliche Fahrt geschlossen werden.
Zudem soll die erste Fahrt aus Bonn (derzeit: 4:03 Uhr) um sechs Minuten
vorverlegt werden, um eine Umsteigemöglichkeit in die S-Bahn in Siegburg zu
gewährleisten sowie die Taktsprünge im Tagesverlauf auf dieser Linie weiter zu
reduzieren.
Die zusätzlichen Betriebskosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 120.000
€, diese Kosten werden auf die beteiligten Aufgabenträger Rhein-Sieg-Kreis
und Stadt Bonn aufgeteilt (ca. 70.000 € Anteil Bonn). Allerdings sind in diesen
Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen nicht enthalten, weshalb sich
die Kosten noch verringern werden.
Wie bei allen Fahrplanänderungen im Zuge der Fortschreibung des
Nahverkehrsplans (Ausnahme Lead-City-Angebote) soll dies, entsprechend der
übrigen ÖPNV-Leistungen, über die MOD abgerechnet werden.
08.07.2021/16.07.2021 gez. Jansen gez. Dr. Barth
Datum Bezirksbürgermeister Bezirksverordneter
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 20:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de