210810 · Beschlussvorlage
Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021
Kerndaten
- Nummer
- 210810
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 07.06.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 210810 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 02.06.2021 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 15.06.2021 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Empfehlung Bezirksvertretung Beuel 16.06.2021 Empfehlung Rat 24.06.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Vorlage konnte aufgrund des aufwändigen Abstimmungsprozesses leider nicht fristgerecht eingereicht werden. Um die Maßnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umsetzen zu können, ist eine Beschlussfassung jedoch noch vor der Sommerpause notwendig. Beschlussvorschlag Die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) werden damit beauftragt, die folgenden Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umzusetzen: 1) 1) 1) Die regionalen Stadtbahnlinien 16 und 18 werden samstags zwischen ca. 9:30 und 20:30 Uhr auf einen 20-Minuten-Takt zwischen Bonn und Köln umgestellt. Die Linie 63 ergänzt die Linie 16 auf einen 10-Minuten-Takt auf Bonner Stadtgebiet, wie auch derzeit schon. Die Gesamtkosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 160.000 €. In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. 2) 2) 2) Auf der Linie 601 wird montags bis freitags (außer feiertags) der Beginn des 10-Minuten-Taktes zwischen Bonn Hbf und Venusberg um etwa eine Stunde auf 5:30 Uhr vorgezogen. Die Rückfahrten vom Venusberg zum Hbf finden auf der Linie 602 statt. Die Gesamtkosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 90.000 €. In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. 3) 3) 3) Auf der Linie 66 wird montags bis freitags (außer feiertags) morgens eine zusätzliche Fahrt Richtung Siegburg Bahnhof und zurück stattfinden, um eine Taktlücke in Siegburg zu schließen. Die Gesamtkosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 120.000 €, dieseSeite 1 von 4 Seite 2 Kosten werden auf die beteiligten Aufgabenträger Rhein-Sieg-Kreis und Stadt Bonn aufgeteilt (ca. 70.000 € Anteil Stadt Bonn). In diesen Kosten sind die gegebenenfalls zu erzielenden Einnahmen noch nicht enthalten, da sie derzeit nicht ermittelt werden können. Begründung Zu 1) In Bonn wurde zum Fahrplanwechsel 2019 im Rahmen des Lead City- Förderprogramms an Samstagen zwischen ca. 9:30 und 20:30 Uhr der Grundtakt auf den meisten Stadt- und Straßenbahnlinien sowie auf den Hauptbuslinien auf einen 10- bzw. 20-Minuten-Takt verdichtet. Dem Rat der Stadt Bonn wird die Fortführung dieser Taktverdichtung aufgrund des hohen Erfolgs der Maßnahme über das Jahr 2021 hinaus zur Beschlussfassung vorgelegt. In der Stadt Köln wurde der Takt an Samstagen auf Beschluss des Rates zum Fahrplanwechsel 2020 ebenfalls verdichtet. Noch ausstehend ist diese Taktverdichtung auf den regionalen Stadtbahnlinien 16 und 18 zwischen Bonn und Köln, welche im Rahmen des 2019 vom Rat beschlossenen Stadtbahnangebots ab 2023 (vgl. DS 1911567) allerdings bereits vorgesehen ist. In Abstimmung aller beteiligten Aufgabenträger wird diese nun – auch unabhängig von der Fortführung der Taktverdichtungen auf anderen Linien in Bonn – für den Fahrplanwechsel im Dezember 2021 vorgeschlagen. Hintergrund der Taktverdichtungen an Samstagen war die bis zum Ausbruch der COVID-19-Pandemie sehr stark wachsende Bedeutung des Einkaufs- und Freizeitverkehrs im ÖPNV. Die Verwaltung nimmt an, dass sich die Verkehrsverhältnisse vor allem im Einkaufs- und Freizeitverkehr nach Abklingen der Pandemie wieder normalisieren werden. Besonders für den regionalen Kontext haben die Linien 16 und 18 im Einkaufs- und Freizeitverkehr einen hohen Stellenwert. Derzeit verkehrt die Linie 16 – ergänzt durch die Linie 63 – samstags zwischen ca. 9:30 und 20:30 Uhr bereits im 10-Minuten-Takt auf Bonner Stadtgebiet und im 30-Minuten-Takt bis Köln. Nach der Umstellung soll die Linie 16 im 20- Minuten-Takt bis Köln fahren, ergänzt auf einen 10-Minuten-Takt durch Stadtbahnen der Linie 63 auf Bonner Stadtgebiet. Auf der Linie 16 entstehen wenige Mehrkilometer im Jahr, da der Haltepunkt Buschdorf in ca. 500 Metern Entfernung von der Stadtgrenze liegt. Die Linie 18 hingegen verkehrt derzeit samstags lediglich im 30-Minuten-Takt. Eine Verdichtung auf einen 20-Minuten-Takt erhöht nach Angaben der SWB die jährlichen Betriebskosten um ca. 160.000 €, welche über die Regelungen der MOD und somit letztlich über den Haushalt ausgeglichen werden müssen. Allerdings sind in diesen Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen nicht enthalten, weshalb sich die Kosten noch verringern werden. Die Umsetzung ist nur vorbehaltlich entsprechender Beschlüsse der beteiligten Aufgabenträger Wesseling, Hürth und Brühl möglich. Bei den Aufgabenträgern Köln und Rhein-Sieg-Kreis ist eine entsprechende Beschlussfassung in den politischen Gremien bereits erfolgt.Seite 2 von 4 Seite 3 Zu 2) Aufgrund der hohen Nachfrage von und zum Uniklinikum Bonn soll der 10- Minuten Takt der Linien 601 zwischen Bonn Hbf und Venusberg montags bis freitags (ohne Feiertage) um eine Stunde auf ca. 5:30 Uhr vorgezogen werden. Derzeit setzt der 10-Minuten-Takt erst um etwa 6:30 Uhr ab Bonn Hbf ein, während davor ab ca. 5:15 Uhr im 30-Minuten-Takt gefahren wird. Die zusätzlichen Fahrten werden auf der Linie 601 ab Hbf Richtung Venusberg durchgeführt und fahren auf dem Linienweg der 602 zum Hbf zurück. Durch die stetig wachsenden Arbeitsplätze sowie den teilweise sehr frühen Arbeitsbeginn am Uniklinikum Bonn (UKB) hat sich besonders stark während der COVID-19-Pandemie gezeigt, dass eine weitere Ausweitung des Angebots notwendig ist. Die aktuelle durchschnittliche Auslastung der Linie 601 lag im Jahr 2020 trotz der COVID-19-Pandemie bei über 40 % in Richtung Venusberg zwischen 5:30 und 6:30 Uhr. Zudem gibt es regelmäßig an die SWBV bzw. die Verwaltung gerichtete Beschwerden bzgl. des Angebots vom und zum Venusberg. Die seit November 2020 zur Entlastung des Fahrgastaufkommens während der Pandemie eingesetzten Verstärkerfahrten zwischen Hbf und UKB wurden ebenfalls bereits ab ca. 5:15 Uhr ab Bonn Hbf eingesetzt und trugen zu einer besseren Fahrgastverteilung bei. Die zusätzlichen Betriebskosten betragen etwa 90.000 € jährlich. Allerdings sind in diesen Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen nicht enthalten, weshalb sich die Kosten noch verringern werden. Zu 3) Derzeit beginnt der 10-Minuten-Takt auf der Linie 66 montags bis freitags (ohne Feiertage) um ca. 6:00 Uhr in Siegburg, davor verkehrt die Linie im 20-Minuten- Takt. Die S-Bahnen fahren um diese Uhrzeit jedoch bereits im 10-Minuten-Takt und viele der regionalen Buslinien im Rhein-Sieg-Kreis beginnen mit ihrem dichteren Takt ebenfalls um ca. 5:30 Uhr. Bei den derzeitigen Abfahrten um 5:38 und 5:58 Uhr existiert dementsprechend eine Angebotslücke um 5:48 Uhr. Diese Lücke soll durch eine zusätzliche Fahrt geschlossen werden. Zudem soll die erste Fahrt aus Bonn (derzeit: 4:03 Uhr) um sechs Minuten vorverlegt werden, um eine Umsteigemöglichkeit in die S-Bahn in Siegburg zu gewährleisten sowie die Taktsprünge im Tagesverlauf auf dieser Linie weiter zu reduzieren. Die zusätzlichen Betriebskosten dieser Teilmaßnahme betragen etwa 120.000 €, diese Kosten werden auf die beteiligten Aufgabenträger Rhein-Sieg-Kreis und Stadt Bonn aufgeteilt (ca. 70.000 € Anteil Bonn). Allerdings sind in diesen Gesamtkosten die ggf. zu erzielenden Einnahmen nicht enthalten, weshalb sich die Kosten noch verringern werden. Wie bei allen Fahrplanänderungen im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplans (Ausnahme Lead-City-Angebote) soll dies, entsprechend der übrigen ÖPNV-Leistungen, über die MOD abgerechnet werden.Seite 3 von 4 Seite 4 Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de