210790-04 · Mitteilungsvorlage
Kostenfreie Hygieneprodukte für Frauen/Mädchen in Schulen und anderen Einrichtungen
Kerndaten
- Nummer
- 210790-04
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 02.11.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 210790-04 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. V Kostenfreie Hygieneprodukte für Frauen/Mädchen in Schulen und anderen Einrichtungen Beratungsfolge Schulausschuss 23.11.2022 Kenntnisnahme Hauptausschuss 01.12.2022 Kenntnisnahme Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 24.01.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Hauptausschuss der Bundesstadt Bonn hat in seiner Sitzung am 02.06.2021 folgenden Beschluss gefasst: „Die Verwaltung wird beauftragt, 1. jeweils eine Pilotschule je Schulform an weiterführenden Schulen auszuwählen, an der in den Sanitäranlagen durch das SGB in angemessener Zahl Spender für Menstruationsprodukte montiert und entsprechend regelmäßig bestückt werden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen sind nach 6-12 Monaten zu evaluieren und können als Grundlage für die etwaige Ausweitung einer Ausstattung von Schulen mit entsprechenden Spendereinheiten dienen. 2. gemeinsam mit der Bezirksschüler/innenvertretung ein Pilotprojekt zu erarbeiten, wie über die bereits seitens der Verwaltung gemachten Angebote eine möglichst barrierearme und anonyme Zurverfügungstellung von Hygieneprodukten für Menstruierende in städtischen Schultoiletten erfolgen kann. 3. zu überprüfen, ob in städtischen Schultoiletten für Mädchen ausreichend Mülleimer in den Toilettenkabinen zur Verfügung stehen, damit Hygieneprodukte ordnungsgemäß entsorgt werden können. Sowie zu überprüfen, ob in städtischen Schultoiletten auf sämtlichen Toiletten Hinweise (ggf. in mehreren Sprachen) zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Hygieneprodukten vorhanden sind. 4. zu prüfen, inwieweit auch die Zurverfügungstellung auf öffentlichen Toiletten (z. B. im Stadthaus) möglich ist und dies testweise über einen Zeitraum von sechs Monaten durchzuführen. Nach einer Testphase von sechs Monaten wird über die Erfahrungen berichtet.“ Hierzu teilt die Verwaltung Folgendes mit:Seite 1 von 3 Seite 2 Auf Basis der Oktoberstatistik des Landes NRW vom Schuljahr 2020/2021 wurde für die Pilotphase eine Schule je Schulform ausgewählt (insgesamt 6 Schulen). Objektivierbares Kriterium war das prozentuale Verhältnis von Mädchen und Jungen sowie die tatsächliche Gesamtzahl der Mädchen innerhalb der Schulform. Neben der Bezirksschülervertretung wurden die jeweiligen Schulen im Herbst 2021 über das anstehende Pilotprojekt informiert, welches nach Beschaffung und Montage sowie Bestückung der Spendereinheiten zu Beginn des Jahres 2022 bzw. im Frühjahr 2022 tatsächlich in die praktische Umsetzung ging. Abhängig von der Größe und der Anzahl der Mädchentoiletten wurden Spendereinheiten ausgeliefert bzw. montiert: In der Bertolt-Brecht-Gesamtschule waren das 10 Stück Tampon- und Bindenspender, in der Siebengebirgsschule und in der Gertrud-Bäumer- Realschule jeweils 3 Stück Tampon- und Bindenspender, im Ludwig-Erhard- Berufskolleg 4 Stück, im Friedrich-Ebert-Gymnasium 6 Stück und in der Karl- Simrock-Schule ein Tampon- und Bindenspender. Dabei ist vorgesehen, die Nachbestellung der Hygieneprodukte nach Mitteilung der einzelnen Schulen durch das Schulamt vorzunehmen. Das Wiederbefüllen der Spender wird im Bedarfsfall durch die Hausmeisterinnen und Hausmeister vorgenommen. So wurde den Schulen eine bedarfsgerechte „Nachbestellung“ ermöglicht, die die Spezifika des jeweiligen Schulstandorts berücksichtigen kann. Die Schulen wurden im Rahmen der Information über das Projekt gebeten, nach einem Zeitraum von 6-12 Monaten ihre Erfahrungen zu evaluieren und dem Schulträger mitzuteilen, um daraus Rückschlüsse für eine evtl. Ausweitung auf andere Schulen in städtischer Trägerschaft ziehen zu können sowie mögliche Verbesserungsvorschläge prüfen zu können. Auf Nachfrage bei den Schulen haben zwischenzeitig 5 von 6 Schulen eine Rückmeldung zu ihren jeweiligen Erfahrungen gegeben: Grundsätzlich sind die Schulen bzw. deren Schülerschaft sehr zufrieden mit der Einführung des Projektes und begrüßen dies ausdrücklich. Mitunter bestehen Präferenzen bei den jeweiligen Produkten (Binden vs. Tampons), auf die im Rahmen der Nachbestellung durch die einzelnen Schulleitungen eingegangen werden kann. Die Anzahl an Spendereinheiten wurde von den Schulen grundsätzlich als auskömmlich bezeichnet, wobei je nach Schulstandort nicht alle zur Verfügung gestellten Spendereinheiten unmittelbar montiert wurden. Eine spezifische Entsorgungs- bzw. Vermüllungsproblematik in den Toiletten wurde von den Schulen bisher nicht artikuliert. Das Projekt hat sich innerhalb der Bonner Schullandschaft bereits herumgesprochen und ist dabei mitunter auch auf positive Resonanz beiSeite 2 von 3 Seite 3 Schulen gestoßen, die bisher nicht am Pilotprojekt teilgenommen haben. Von dort wurde der Wunsch geäußert, künftig auch berücksichtigt zu werden. Die Bezirksschülervertretung wurde gebeten, mögliche Ideen bzw. Anhaltspunkte zu Beschlusspunkt 2 mitzuteilen, damit diese im weiteren Verlauf im Hinblick auf eine ggf. mögliche Umsetzung durch die Verwaltung hätten geprüft werden können (eine intensivere Einbindung der Verwaltung war und ist aufgrund fehlender Personalressourcen nicht möglich!). Eine Rückmeldung erfolgte bisher nicht. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de