210757 · Dringlichkeitsantrag
Analyse des Covid19-Infektionsgeschehens in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 210757
- Art
- Dringlichkeitsantrag
- Veröffentlicht
- 29.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Empfehlung
- Sitzung des Hauptausschusses Entscheidung federführend
- Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW Entscheidung federführend
Dateien
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Dringlichkeitsantrag öffentlich 210757 Antragsteller/in: BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Marcel Schmitt 29.04.2021 Analyse des Covid19-Infektionsgeschehens in Bonn Beratungsfolge Hauptausschuss 29.04.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit Die kleinteilige Analyse des Infektionsgeschehens unterhalb der Postleitzahlenebene duldet keinen weiteren Aufschub, da sie erwiesenermaßen dazu beiträgt, das Infektionsgeschehen in Bonn besser als nur „diffus“ zu erfassen und geeignet ist, durch gezielte Maßnahmen die Ausbreitung des Virus einzudämmen und somit möglicherweise Menschenleben zu retten, zumindest aber den sozio-ökonomischen Schaden stärker zu begrenzen. Inhalt des Dringlichkeitsantrags Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, 1. nach dem Vorbild Kölns und anderer Städte die in Bonn vorhandenen Daten zum Covid19-Infektionsgeschehen seit 2020 durch eine anerkannte wissenschaftliche Einrichtung (z.B. Fraunhofer-Institut) auf Ortsteilebene auswerten zu lassen, 2. bei der Auswertung zu Ziffer 1 neben der statistischen Infektionslage auf Ortsteilebene auch so genannte "sozio-ökonomische Faktoren" wie Arbeitslosenquote, Mitspiegel und Migrationsanteil etc. und deren Einfluss auf die Ausbreitung des Virus untersuchen sowie überdurchschnittlich infektionsanfällige Bereiche so kleinteilig wie möglich ermitteln zu lassen, 3. die Ergebnisse zusammen mit einem geeigneten Maßnahmenpaket zur gezielten Bekämpfung der Infektionsausbreitung schnellstmöglich dem Hauptausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen. Begründung In einer Studie des Fraunhofer-Instituts gemeinsam mit dem Kölner Gesundheitsamt ist es durch Auswerten der Daten gelungen, Zusammenhänge zwischen so genannten "sozio-ökonomischen Faktoren" wie derSeite 1 von 2 Seite 2 Arbeitslosenquote, dem Mitspiegel und dem Migrationsanteil und der Ausbreitung des Virus herzustellen. So wurde erkannt, dass der Ausbreitungsanteil der Krankheit in Stadtteilen mit einer höheren Arbeitslosenquote, einem niedrigeren Mietspiegel und höherem Migrationsanteil höher war. Dafür konnten in diesen Stadtteilen die Ansteckungsquellen besser ermittelt werden. (Quelle: Bericht auf koeln.de vom 23.03.2021) Zwischenzeitlich liegen den Sozialwissenschaftlern des Marktforschungsinstituts infas360 aus Bonn neben Köln ( https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-armut-migration-koeln- studie-100.html ) auch entsprechende Auswertungen weiterer Städte und Gemeinden vor, wie den Nachrichten im ZDF zu entnehmen war. Die Antragsteller haben es schon länger für dringend notwendig erachtet, die vorliegenden Daten genauer auszuwerten, um über diesen Weg mögliche Ansteckungsmechanismen erkennen und diesen entgegen steuern zu können. Auf die von der BBB-Fraktion für die Ratssitzung am 10. Dezember 2021 mit Drucksache 202053 eingebrachte Fragestellung nach einer gezielten Auswertung der vorhandenen Daten zum Infektionsgeschehen antwortete die Oberbürgermeisterin noch lapidar, dass dies mit personellem Aufwand verbunden sei, der mit dem damit verbundenen Erkenntnisgewinn in keiner guten Relation stehe. Seit der Einbringung der Anfrage sind fast 5 Monate verstrichen, in denen spezifische Bonner Faktoren zum Ansteckungsgeschehen identifiziert und gezielte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung hätten ergriffen werden können. Die Antragsteller halten es ob der in Köln und anderen Gemeinden festgestellten Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischen Faktoren und der Ausbreitung des Virus für dringend geboten, eine solch kleinteilige Analyse auch für das Bonner Stadtgebiet schnellstmöglich durchzuführen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de