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210748 · Mitteilungsvorlage

Zentrenmanagements für die Stadtbezirkszentren Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg

Nummer
210748
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
06.05.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.08.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 29.06.2021 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 10.06.2021 Kenntnisnahme
  4. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 20.08.2021 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 01.06.2021 Kenntnisnahme
  6. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 16.06.2021 Kenntnisnahme
  7. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 01.09.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
210748
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Zentrenmanagements für die Stadtbezirkszentren
Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
01.06.2021 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 10.06.2021 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 16.06.2021 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Hardtberg 29.06.2021 Kenntnisnahme
Beirat Bürgerbeteiligung 20.08.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
25.08.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Zentrenmanagements für die drei Stadtbezirkszentren Bad Godesberg,
Beuel und Hardtberg starten im Mai 2021.
Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und
Zentren in NRW“ hatte die Verwaltung erfolgreich beim Land Nordrhein-
Westfalen Fördermittel für Zentrenmanagements eingeworben (vgl.
Drucksachen-Nr. 201911), die Bewilligungsbescheide liegen vor.
In Folge des Ausschreibungsverfahrens im ersten Quartal 2021 wurde nun der
Auftrag zur Durchführung der drei Zentrenmanagements an das Unternehmen
Stadtberatung Dr. Sven Fries mit Standorten in Ostfildern und Speyer
vergeben.
Das Unternehmen hat das Aufgabenverständnis wie folgt beschrieben:
„Die Zukunft von Versorgungszentren vor allem für den Einzelhandel und die
Gastronomie muss weiter (neu) gedacht werden. Es ist zum einen damit zu
rechnen, dass viele Menschen das Internet noch intensiver für den Kauf von
Waren nutzen als bisher. Wir erleben aber zum anderen auch, dass vielen
Menschen eben durch die Einschränkungen während der Pandemie die
Bedeutung der Stadt als Ort des Aufenthalts und Treffpunktes mit hoher
Aufenthaltsqualität bewusst wird und die Versorgung nahe dem Wohnort wieder
an Bedeutung gewinnt. Städte und Zentren werden längst nicht mehr nur für
das reine Erledigen von Einkäufen besucht, vielmehr sind sie Erlebnis- und
Aufenthaltsorte für „Alle“ geworden.“
Um einen Aufenthaltsort für „Alle“ zu schaffen, ist es aus unserer SichtSeite 1 von 4
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notwendig, gemeinsam mit den Menschen vor Ort herauszufinden, wie diese
Vitalität und Attraktivität gemeinsam geschaffen werden kann. Nur mit der
Unterstützung der Bewohnerschaft und einer Einbindung der kommunalen
Politik und Verwaltung können Einzelhändler und Gastronomen kurz- und
langfristig effektiv unterstützt werden. Für den Erfolg ausschlaggebend ist dabei
die Entwicklung von passgenauen Maßnahmen für den einzelnen Standort, da
sich jedes Zentrum in seiner Struktur und den äußeren Rahmenbedingungen
unterscheidet. Auch in Bonn ist dies der Fall: Während der Stadtteil Beuel
normalerweise durch einen hohen Anteil an kultureller und gastronomischer
Szene belebt wird, ist nun zu befürchten, dass die Einschränkungen durch die
Corona-Pandemie zu einem zunehmendem Attraktivitätsverlust führen werden.
Im Stadtteil Bad Godesberg hingegen leidet das Zentrum schon länger unter
Funktionsverlusten und Leerständen, die durch den Wegzug der Botschaften
aus Bonn in den letzten Jahren verschärft wurden. Auch der Strukturwandel im
Stadtteil Hardtberg wurde durch Veränderungen in der Bewohnerstruktur in
Folge der Ernennung Berlins als Hauptstadt ausgelöst. Aufgrund zunehmender
Mobilität verliert die Versorgungsfunktion des Zentrums in Hardtberg immer
mehr an Bedeutung.
Obwohl sich alle drei Stadtteile in derselben Stadt befinden, bedingen
unterschiedliche Rahmenbedingungen auch unterschiedliche
Herausforderungen vor Ort. In Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und
in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung wollen wir als Büro
Stadtberatung Dr. Sven Fries mit unserer fachlichen Expertise und Erfahrung
gerne daran mitarbeiten, die Zentren wieder zu dem zu machen, was sie sein
sollen: ein bunter und lebendiger Ort.“
Das Unternehmen hat ihr Umsetzungskonzept wie folgt beschrieben:
„In den drei Stadtteilen Beuel, Hardtberg und Bad Godesberg soll ein
Zentrenmanagement eingesetzt werden, um den dortigen Funktionsverlusten
entgegenzuwirken. Das Etablieren und die Arbeit eines Zentrenmanagements
funktioniert dann am besten, wenn sich alle Akteure vor Ort davon
angesprochen fühlen. Deshalb ist es zunächst notwendig, diese in den
Stadtteilen zu identifizieren, um sie in den Prozess der Zentrenentwicklung
einzubinden – denn wer kennt die Bedarfe vor Ort besser als die Menschen, die
dort leben und arbeiten? Wichtige Partner sind dabei für uns die
Gewerbetreibenden, die Werbegemeinschaften und Kunden, aber auch die
Wirtschaftsförderung, das Citymanagement der Stadt Bonn und die
verschiedenen Fachämter der Verwaltung. Als Zentrenmanagement sind wir
Ansprechpartner, Kümmerer und Ideengeber und arbeiten stets prozessorien-
tiert, strukturiert und in enger Abstimmung mit unseren Auftraggebern. Unserer
Erfahrung nach gibt es für kein Projekt eine Patentlösung in der
Schreibtischschublade, vielmehr erarbeiten wir passgenaue Maßnahmen für
unsere Projekte unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten vor
Ort. Bei der Umsetzung der Maßnahmen gehen wir stets pragmatisch vor und
arbeiten mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen – immer mit dem Ziel,
das Beste aus uns und den Akteuren herauszuholen. Durch ein
Zentrenmanagement, das in allen drei Stadtteilen aktiv ist, können dabei
Doppelstrukturen vermieden und Synergien genutzt werden.
Bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Belebung und Attraktivierung der
Zentren werden wir kreativ und können auf unsere langjährige Erfahrung inSeite 2 von 4
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verschiedenen Projekten der Städtebauförderung und unser erfahrenes,
interdisziplinäres Team zurückgreifen. Die Möglichkeiten zur Ansprache vor Ort
reichen von einem gemeinsamen Stadtspaziergang zu Beginn des Projekts, die
Organisation von Netzwerktreffen oder runden Tischen und Teilnahme an
Arbeitskreisen über gemeinsame Werbeaktionen und Straßenfeste bis hin zur
digitalen SchaufensterRallye für Kinder und Jugendliche.
Um die Funktionsverluste der Zentren in ihrer Dimension zu erfassen und in
einen lokalen Kontext setzen zu können, gilt es zunächst, in der ersten Phase
des Projekts in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung vor Ort eine
Leerstandsdatenbank zu erstellen. Diese dient als Basis zur Erstellung von
Quartiersprofilen, in denen die aktuelle Situation der einzelnen Zentren erfasst
und analysiert werden kann, um Handlungsempfehlungen auszusprechen und
Leerständen gezielt entgegenwirken zu können. Gleichzeitig erfolgt eine
aufsuchende Arbeit des Zentrenmanagements und die Vorstellung bei den
Akteuren vor Ort.
In der zweiten Projektphase kann auf Basis der Handlungsempfehlungen in
enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung vor Ort ein
Leerstandsmanagement etabliert werden, das gezielte Lösungsansätze für die
strukturellen Leerstände vor Ort entwerfen und initiieren kann (z. B. gezielte
Nutzerakquise, kreative Leerstandsbelebungen etc.). Zeitgleich kann sich das
„Gesicht vor Ort“ des Zentrenmanagements etablieren, indem die bereits
geknüpften Kontakte intensiviert werden. Ziel ist die Zusammenführung der
Akteure vor Ort in Netzwerktreffen, die dazu dienen, gemeinsame Aktionen zur
Stärkung und Steigerung der Attraktivität des bestehenden Einzelhandels und
der Gastronomie zu erarbeiten und umzusetzen. Erstrebenswert ist dabei auch
die Schaffung von Angeboten für die Gewerbetreibenden selbst, beispielsweise
durch die Einbettung von kleinen Fortbildungen in diese Netzwerktreffen, etwa
Gestaltungsworkshops für Schaufenster. Ein weiteres Ziel in dieser Phase ist
die Auswahl geeigneter Gremien zur Einführung eines Verfügungsfonds sowie
die Prüfung der Voraussetzung zur Bildung einer Interessens- und
Standortgemeinschaft (ISG) in den jeweiligen Zentren sowie der weiteren
Prozessbegleitung, falls eine ISG gegründet werden soll. Zudem unterstützen
wir bei der Erstellung von Richtlinien für die Verfügungsfonds, wobei wir von
unserer Erfahrung bei der inhaltlichen und fördertechnischen Abwicklung bei
Verfügungsfonds profitieren.
In der dritten und letzten Phase sollen die bisher erreichten Verbesserungen
verstetigt werden, indem sich durch die Vernetzung der Akteure starke
Strukturen etablieren, mit denen das Zentrenmanagement vor Ende der
Projektphase noch weitere Schritte erarbeitet, die dann selbstständig
umgesetzt werden können. Dazu gehört neben der strukturellen Arbeit auch die
langfristige Verantwortung für ein attraktives Erscheinungsbild der Zentren, die
bspw. durch die Gründung einer ISG erreicht werden kann.“
Nach der ersten Phase beabsichtigt die Verwaltung, erste Analysen und die
weiteren Maßnahmen gemeinsam mit dem Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries
in der jeweiligen Bezirksvertretung zur Diskussion vorzustellen.Seite 3 von 4
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Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 03.11.2026, 05:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de