210700 · Antrag
Der Hindenburgplatz wird umbenannt
Kerndaten
- Nummer
- 210700
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 27.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
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Antrag öffentlich 210700 Antragsteller/in: Grüne Bezirksfraktion Bonn Rolf Beu SPD Bezirksfraktion Bonn Sabrina Lipprandt DIE LINKE Bezirksfraktion Bonn Hanno von Raußendorf 27.04.2021 gez. Reeh-Schall Der Hindenburgplatz wird umbenannt Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 18.05.2021 Entscheidung Inhalt des Antrags Die unter der Anschrift „Hindenburgplatz“ gemeldeten Personen über 16 Jahre erhalten folgende Namensvorschläge zu Auswahl: Marie Juchacz (geborene Gohlke; * 15. März 1879 in Landsberg an der Warthe; † 28. Januar 1956 in Düsseldorf) war eine deutsche Sozialreformerin und Frauenrechtlerin. Unter ihrer Leitung wurde am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt gegründet. Nach der Einführung des passiven Wahlrechts für Frauen hielt sie am 19. Februar 1919 in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede. Lore Agnes, (geborene Benning; * 4. Juni 1876 in Bochum; † 9. Juni 1953 in Köln) war eine sozialdemokratische Politikerin und Frauenrechtlerin. Sie war Mitglied der Weimarer Nationalversammlung 1919/20 sowie des Reichstages von 1920 bis 1933. Dr. Louise Straus-Ernst (* 02.12.1893 in Köln; † Anfang Juli 1944 im KZ Auschwitz). Sie war eine deutsche Kunsthistorikerin, Journalistin und Künstlerin sowie die erste Ehefrau des surrealistischen Künstlers Max Ernst und Mutter von Jimmy Ernst. Sie hat als erste Frau an der Universität Bonn in Kunstgeschichte promoviert. Der Vorschlag, der die einfache Mehrheit der innerhalb von vier Wochen zurückgesandten Antworten bekommt, wird zur Umbenennung des Platzes ausgewählt. Begründung Die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach einer Person setzt eine Vorbildfunktion dieser voraus. Nun ist es durchaus üblich, dass sich im Laufe der Zeit diese Vorstellungen wandeln oder dass es neuere biographische und geschichtliche Erkenntnisse gibt. Sicherlich ist es nicht immer möglich Straßenbenennungen zu ändern. Der Name Hindenburg verdient dabei allerdings eine Sonderstellung. Über dessen Wirkung zur Zeit des Ersten Weltkrieges und während der Weimarer Republik lässt sich erheblich streiten.Seite 1 von 2 Seite 2 Zentraler Punkt und Grund für die Umbenennung ist jedoch dessen Rolle im Prozess der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933. Eine Straße oder einen Platz in Bonn, der Geburtsstadt der bundesrepublikanischen Demokratie, nach Hindenburg zu benennen, wird der Rolle der Bundesstadt nicht gerecht. Aus diesem Grund schlagen wir den Anwohner*innen drei Frauen zur Auswahl vor, die sich um Demokratie und Kultur eines weltoffenen Deutschlands verdient gemacht haben. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 05:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de