210689 · Beschlussvorlage
Feststellung des Jahresabschlusses des Theater der Bundesstadt Bonn 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung der Betriebsleitung
Kerndaten
- Nummer
- 210689
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 17.05.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 210689 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Feststellung des Jahresabschlusses des Theater der Bundesstadt Bonn 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung der Betriebsleitung Beratungsfolge Kulturausschuss 08.06.2021 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung Rat 24.06.2021 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 wird ein Betrag in Höhe von 1.891.789,64 € in die satzungsmäßige Rücklage des Theater Bonn eingestellt. Der Jahresüberschuss, der sich zum großen Teil aus „nicht zu erstattenden Gebäudeabschreibungen“ erklärt, wird aus der hierfür vorgesehenen allgemeinen Rücklage gedeckt (Jahresüberschuss 874.593,64 € zzgl. Deckung aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 1.017.196,00 € ergibt eine Zuführung zur satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 1.891.789,64 €). 2. Der Rat der Bundesstadt Bonn nimmt von dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses der bestellten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Schumacher GmbH, Münster, Kenntnis und stellt den Jahresabschluss 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) - mit einer Bilanzsumme in Höhe von 39.658.800,56 € und einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.891.789,64 € - und den Lagebericht in der vorliegenden Fassung fest. 3. Den Betriebsleitern des Theater der Bundesstadt Bonn, dem Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich und dem Kaufmännischen Direktor Rüdiger Frings, wird gem. § 5 Abs.5 Satz 2 EigVO NRW Entlastung erteilt.Seite 1 von 64 Seite 2 Begründung Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Theater der Bundesstadt Bonn“ ist vom Rat der Bundesstadt Bonn gemäß §§ 4c (Zuständigkeit des Rates) und 26 Abs. 2 (Rechenschaft) der EigVO NRW vom 16.11.2004 und §§ 5 (Zuständigkeit des Rates) und 15 Nr. 3 (Jahresabschluss) der Satzung für das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11. Mai 1998 festzustellen. Der Wirtschaftsplan 2019/20 wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn am 04. Juli 2019 (DS-Nr.: 1911549) beschlossen. Gegenüber dem geplanten Verlust in Höhe von 1.477.479 € (nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen 1.017.100 € und einer Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 460.379 €) beträgt der tatsächliche Überschuss 874.593,64 € (Vorjahr: Fehlbetrag 1.437.640,15 €). Die nicht zu erstattende Gebäudeabschreibung in Höhe von 1.017.196 € werden diesem Jahresüberschuss hinzugerechnet, sodass der satzungsmäßigen Rücklage ein Betrag in Höhe von 1.891.789,64 € (Vorjahr: Entnahme 420.551,15 € aus der satzungsmäßigen Rücklage) zugeführt werden kann. Ausweislich des beigefügten Jahresabschlusses zum 31.07.2020 beträgt die „Allgemeine Rücklage“ 15.014.664,92 €. Der Stand der satzungsmäßigen Rücklage zum 31.07.2020 beträgt 3.858.502,15 €. Der Jahresüberschuss erklärt sich u.a. durch folgende Faktoren: Erhöhung des Landeszuschusses Der Landeszuschuss wurde erhöht, die Mittel wurden umsichtig verwendet. Einnahmen bis zum Lockdown im März 2020 Die Produktionen in der Spielzeit 2019/20 wurden sehr gut angenommen, die tatsächlichen Einnahmen lagen bis zum Lockdown im März 2020 über den Prognosen. Umgang mit der Pandemie, Ausgabenreduzierung Nach dem Lockdown hat das Theater Bonn sofort reagiert und in Bereichen, in denen dies möglich war, Kurzarbeit eingeführt. Zudem wurde produktionsbezogen gehandelt und damit Kosten, wie z.B. für Gäste, Hotels und Reisen reduziert. Personalrückstellungen in Folge der Kurzarbeit Vor Umsetzung der Kurzarbeit mussten Resturlaube und vorhandene Mehrarbeitsstunden abgebaut werden. Dies führte bei den bilanziell vorzunehmenden Personalrückstellungen zu einem den Jahresabschluss begünstigenden Betrag in Höhe von 679.200,00 €.Seite 2 von 64 Seite 3 Hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, der Buchführung und des Jahresabschlusses 2019/20 sowie des Lageberichts haben sich keine Beanstandungen ergeben, so dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Schumacher GmbH, Münster, unter dem 20.01.2021 für den Jahresabschluss und den Lagebericht des Eigenbetriebes „Theater der Bundesstadt Bonn“ folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers: An das Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn: Prüfungsurteile „Wir haben den Jahresabschluss des Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn, für das Wirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i. V. m. den einschlägigen deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Theaters zum 31. Juli 2020 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2020 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein- Westfalen und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW sowie unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. UnsereSeite 3 von 64 Seite 4 Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Theater der Bundesstadt Bonn unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Theaterleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Theaters vermittelt. Ferner ist die Theaterleitung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Theaterleitung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Theaters zur Fortführung der Unternehmens- tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens- tätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Theaterleitung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Theaterleitung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss, dessen Aufgaben der Kulturausschuss wahrnimmt, ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Theaters zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.Seite 4 von 64 Seite 5 Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks. Haushaltswirkung Das Theater der Bundesstadt Bonn ist gemäß § 56 Abs. 6 der KomHVO NRW mit der Eigenkapitalspiegelmethode zu bewerten. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass das Theater ein abweichendes Geschäftsjahr hat und insofern eine Fortschreibung bzw. Rückrechnung des Eigen-kapitals zum 31.12. eines Jahres erfolgen muss. Zu diesem Zweck stellt das Theater jährlich einen Zwischenabschluss zum 31.12. eines Jahres auf. Der Zwischenabschluss zum 31.12.2019 weist ein Eigenkapital von 30.323.841,97 € aus. Gemäß § 9 KomHVO NRW ergibt sich in Höhe der Differenz zum Buchwert des Theaters in der städtischen Bilanz (31.473.734,52 €) ein Abschreibungsbedarf des städtischen Buchwertes (1.149.892,55 €). Anlage/nSeite 5 von 64 Seite 6 1 Theater Bonn 31.07.2020_Testatsexemplar (öffentlich) 2 Zwischenbilanz - GuV 31.12.2019 (öffentlich) 3 Besucherstatistik 2019_20 (öffentlich) 4 Übersicht über die Vergaben des 2. Halbjahres 2019-20 (öffentlich)Seite 6 von 64 Testatsexemplar zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Juli 2020 und des Lageberichtes 2019/20 des Theater der Bundesstadt Bonn, BonnSeite 7 von 64 Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn Bilanz zum 31. Juli 2020 AKTIVA 31.07.2020 € 31.07.2019 € A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.535,00 7.835,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.281.124,17 29.372.329,17 2. Technische Anlagen und Maschinen 930.725,00 1.132.694,00 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.057.411,45 1.481.687,45 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.937,96 470.061,38 31.501.198,58 32.456.772,00 31.507.733,58 32.464.607,00 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 298.653,91 279.536,65 2. Theaterfundus 46.642,10 55.795,90 345.296,01 335.332,55 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen Bundesstadt Bonn und andere Eigenbetriebe 4.733.254,34 4.669.952,71 2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.811.965,58 1.694.703,70 7.545.219,92 6.364.656,41 III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 108.317,86 114.723,41 7.998.833,79 6.814.712,37 C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.233,19 198.214,59 39.658.800,56 39.477.533,96 PASSIVA 31.07.2020 € 31.07.2019 € A. Eigenkapital I. Stammkapital 12.800.000,00 12.800.000,00 II. Rücklagen 1. Allgemeine Rücklage 15.014.664,92 16.031.860,92 2. Satzungsmäßige Rücklage 3.858.502,15 1.966.712,51 3. Investitionsrücklage 40.007,98 40.007,98 18.913.175,05 18.038.581,41 31.713.175,05 30.838.581,41 B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.514.402,39 4.249.563,25 C. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 2.112.800,00 2.925.600,00 D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 374.477,35 264.622,14 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.960,24 61.104,12 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesstadt Bonn 157.005,54 429.017,98 4. Sonstige Verbindlichkeiten 647.156,34 428.714,80 - davon aus Steuern: € 239.647,87 (i.Vj.: € 265.420,38) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 119.356,78 (i.Vj.: € 123.520,43) 1.240.599,47 1.183.459,04 E. Rechnungsabgrenzungsposten 77.823,65 280.330,26 39.658.800,56 39.477.533,96Seite 8 von 64 Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn Gewinn- und Verlustrechnung 2019/20 2019/20 € 2018/19 € 1. Umsatzerlöse 3.408.754,87 4.462.310,23 2. Sonstige betriebliche Erträge 33.237.353,68 32.359.603,13 3. Materialaufwand (Produktionsaufwand) a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.346.745,62 -1.561.767,61 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.752.378,21 -6.215.655,17 c) Beschäftigungsentgelte -2.000.265,40 -2.157.854,11 -9.099.389,23 -9.935.276,89 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -16.754.563,47 -17.703.034,60 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.643.993,53 -4.755.095,95 - Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: € 1.280.825,26 (i.Vj. € 1.278.146,97) -21.398.557,00 -22.458.130,55 5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zur Finanzierung des Anlagevermögens 762.824,90 701.821,52 6. Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens -1.029.727,04 -840.062,49 7. Abschreibungen -1.780.020,90 -1.718.910,52 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.206.475,33 -3.988.403,62 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -67,22 10. Ergebnis nach Steuern 894.763,95 -1.417.116,41 11. Sonstige Steuern -20.170,31 -20.523,74 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 874.593,64 -1.437.640,15 13. Entnahmen aus Rücklagen a) aus der Allgemeinen Rücklage 1.017.196,00 1.017.089,00 b) aus der satzungsmäßigen Rücklage 0,00 420.551,15 1.017.196,00 1.437.640,15 14. Einstellungen in Rücklagen in die satzungsmäßige Rücklage -1.891.789,64 0,00 -1.891.789,64 0,00 15. Bilanzgewinn 0,00 0,00Seite 9 von 64 Anhang / Anlagenachweis I. Allgemeines 2 II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3 1. Erläuterungen zur Bilanz 3 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7 III. Sonstige Angaben 9 IV. Anlagennachweis 13Seite 10 von 64 I. Allgemeines Das Theater ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt Bonn mit Sitz in Bonn und den Spielstätten in der Oper Bonn und dem Schauspielhaus Bad Godesberg sowie den Werkstätten in Beuel. Nach dem Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom 01. Juni 1995 wurden die zuvor getrennten Sparten „Musiktheater und Ballett“ einerseits sowie „Schauspiel“ andererseits zum 01. August 1997 unter einer Generalintendanz zusammengeführt. Danach war das Theater entsprechend den Vorschriften über die Eigenbetriebe im Sinne von § 107 Abs. 2 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein - Westfalen, der Eigenbetriebsverordnung und nach den Vorschriften der für das bisher selbstständige Schauspiel geltenden Satzung vom 19. September 1985 in der Fassung vom 30. September 1994, zu führen. Die derzeit gültige Fassung der Satzung für das THEATER DER BUNDESSTADT BONN wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn in seiner Sitzung am 07. Mai 1998 beschlossen. Sie trat am 11. Mai 1998 in Kraft. Ab 01. August 2016 gilt eine neue Entgeltordnung (DS-Nr. 1610986). Gleichzeitig trat die vom Rat der Bundesstadt Bonn am 18. April 2013 beschlossene Entgeltordnung für das Theater der Bundesstadt Bonn außer Kraft. Für die Aufstellung des Anhanges für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (01. August 2019 bis 31. Juli 2020) wurde die EigVO für das Land Nordrhein - Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. November 2004 - zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 08. Juli 2016 (GV. NRW S. 559) - zugrunde gelegt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die allgemeinen Vorschriften, die Ansatzvorschriften, die Vorschriften über die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bewertungsvorschriften und die Vorschriften über den Anhang für den Jahresabschluss der großen Kapitalgesellschaften im Dritten Buch des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinien- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) gemäß § 21 EigVO NRW beachtet. Die Gliederungen der §§ 22 Abs. 1 (Bilanz) und 23 Abs. 1 (Gewinn- und Verlustrechnung) EigVO wurden angewandt. Dabei wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite der Bilanz unter Position B.I.2 der "Theaterfundus" und auf der Passivseite unter der Position B der „Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ ausgewiesen. Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Position "Materialaufwand" in "Produktionsaufwand" umbenannt und um die Position 3c "Beschäftigungsentgelte" (Personalaufwand und soziale Abgaben für produktionsbezogen beschäftigtes künstlerisches Personal) erweitert. Die Positionen „5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ und „6. Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ wurden im Zuge der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) für die Gemeinden im Land NRW ab dem Wirtschaftsjahr 2008/09 aufgenommen. Die Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater angewiesen, ab dem Berichtsjahr 2008/09 einen Sonderposten auszuweisen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr übernommen.Seite 11 von 64 II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterungen zur Bilanz Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das von der Bundesstadt Bonn eingebrachte Kapital wurde dem Theater der Bundesstadt Bonn als Sondervermögen übertragen. Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB, angesetzt. Soweit Gegenstände bereits vor der Einlage genutzt wurden (Betriebsvorrichtungen und Ausstattung Schauspielhalle Beuel) entspricht der Einlagewert dem Buchwert zum Zeitpunkt der Einlage (01.08.1996). Die planmäßigen Abschreibungen ergaben sich durch die Verteilung der Einlagewerte auf die unterschiedliche Restnutzungsdauer. Im Übrigen ist die Zusammensetzung des Anlagevermögens dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen (Anlage). Die Zugänge bei den "geringwertigen Wirtschaftsgütern" wurden in Anlehnung an die Vorschriften des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG (Sammelposten) abgeschrieben. Die Vorräte sind am Bilanzstichtag durch Inventur körperlich aufgenommen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Bilanzansätze im Bereich der Werkstätten Beuel bzw. in den verschiedenen Abteilungen des Schauspiels und der Oper wurden anhand der Zugänge der letzten drei Jahre als Durchschnittswerte ermittelt. Der Vorratswert der Theaterfundi wurde unter Berücksichtigung der Zugänge des Berichtsjahres und altersbedingter Gängigkeitsabschläge angesetzt. Dem strengen Niederstwertprinzip wurde Rechnung getragen. Die Forderungen werden zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen gegen Bundesstadt Bonn und andere Eigenbetriebe handelt es sich im Wesentlichen um den Rest-Zuschuss der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2020 in Höhe von 4.341.188,52 € (Vorjahr: 4.206.388,52 €). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit unter 1 Jahr. Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält gemäß der Satzung von der Bundesstadt Bonn einen zur Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der Verpflichtung eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 hat das Theater aufgrund der Regelungen im Intendantenvertrag einen Anspruch auf einen Gesamt-Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.675.092,00 €, davon 30.235.092,00 € Betriebskostenzuschuss und 440.000,00 € Investitionskostenzuschuss. In dem Betrag von 30.235.092 € sind 511.292,00 € aus einem Anspruch gegenüber der Stadt Bonn aus dem Jahr 2002 enthalten. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Stadt nicht geltend gemacht, bleibt aber als Forderung bestehen. Der Betriebskostenzuschuss beträgt somit 29.723.800,00 €. Die tatsächliche Tariferhöhung im Berichtsjahr beträgt 3.493.244,79 € und liegt um 99.855,21 € unter dem im Wirtschaftsplan berücksichtigten Betrag von 3.593.100,00 €. Um diesen Betrag verringert sich der Gesamtbetriebskostenzuschuss auf 29.623.944,79 €. Bei dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Zahlungen, die den Aufwand des Wirtschaftsjahres 2020/21 betreffen. 3Seite 12 von 64 Das Eigenkapital des THEATERS DER BUNDESSTADT BONN beläuft sich nach Abschluss des Wirtschaftsjahres 2019/20 unter Berücksichtigung des Zuschusses der Bundesstadt Bonn auf 31.713.175,05 € (Vorjahr: 30.838.581,41 €). Die Zusammensetzung des Eigenkapitals: Stammkapital des Bereiches Schauspiel 6.650.000,00 € Stammkapital des Bereiches Oper 6.150.000,00 € Rücklagen 18.913.175,05 € Bilanzgewinn/-verlust 0,00 € Stand: 31. Juli 2020 31.713.175,05 € Der Bilanzgewinn/-verlust entwickelt sich wie folgt: Jahresüberschuss 874.593,64 € Entnahme aus der allgemeinen Rücklage 1.017.196,00 € Zuführung zur satzungsmäßigen Rücklage 1.891.789,64 € Stand: 31. Juli 2020 0,00 € Die Entwicklung der Rücklagen: 1. Allgemeine Rücklage Stand: 01. August 2019 16.031.860,92 € Entnahme -1.017.196,00 € Stand 31. Juli 2020 15.014.664,92 €Seite 13 von 64 Bei der Entnahme handelt es sich um die nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen. Mit Schreiben vom 23. Januar 2002 hat die Kämmerei der Regelung zugestimmt, dass die nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen im Jahr des Anfalls aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden sollen. Durch die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage steht der Ausweis der allgemeinen Rücklage im Einklang mit der durch die Abschreibung bedingten Reduzierung der Buchwerte des durch die Bundesstadt eingebrachten Anlagevermögens. Einlagen der Bundesstadt Bonn 41.419.575,02 € Nicht erstattungsfähige Gebäude- Abschreibungen bis zum 31.07.2020 -22.701.767,68 € Umgliederung zur Bildung des Sonderpostens zur Finanzierung des Anlagevermögens zum 31. Juli 2008 -3.435.739,45 € Umgliederung zur Bildung einer Investitionsrücklage zum 31. Juli 2009 -249.700,00 € Entnahmen zur Kapitalerhöhung gemäß Ratsbeschluss vom 13. Dezember 2001 -17.702,97 € 15.014.664,92 € 2. Satzungsmäßige Rücklage Stand: 01. August 2019 1.966.712,51 € Zuführung 2019/20 1.891.789,64 € Stand: 31. Juli 2020 3.858.502,15 € 3. Investitionsrücklage Stand: 01. August 2019 40.007,98 € Stand: 31. Juli 2020 40.007,98 € Rücklagen Gesamt 18.913.175,05 € Zum 31. Juli 2009 hat das Theater eine zweckgebundene Investitionsrücklage für die im Wirtschaftsjahr 2008/09 nicht durchgeführten Investitionen ins Anlagevermögen durch Umgliederung aus der allgemeinen Rücklage gebildet. Diese Investitionen waren im Vermögensplan des Wirtschaftsjahres 2008/09 enthalten und wurden mit Zustimmung der Kämmerei der Bundesstadt Bonn vom 28. Januar 2010 als Planausgaben in die Vermögenspläne der nachfolgenden Wirtschaftsjahre übertragen. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der „Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ wurde erstmals im Berichtsjahr 2008/09 gebildet. In Anlehnung an die Anforderungen des NKF-Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn hat das Theater ab dem Berichtsjahr 2008/09 einen „Sonderposten für Investitionszuschüsse zumSeite 14 von 64 Anlagevermögen“ gebildet. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte im Zuge einer Umgliederung aus der „Allgemeinen Rücklage“. Zum 31.12.2010 musste die Stadt Bonn einen Gesamtabschluss vorlegen. Auf Wunsch der Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater bereits ab dem Berichtsjahr 2008/09 den Sonderposten errechnet und ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte entsprechend der Abschreibung der entsprechenden Anlagegüter. Es bestehen folgende Rückstellungen Rückstellungen Stand 01.08.2019 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Stand 31.07.2020 Nicht genommener Urlaub 1.202.900,00 € 1.202.900,00 € 670.300,00 € 670.300,00 € Jahressonderzahlung nach TVÖD 381.600,00 € 381.600,00 € 0,00 € 367.700,00 € 367.700,00 € Überstunden/ Mehrarbeit/ Zuschläge 186.400,00 € 186.400,00 € 0,00 € 53.700,00 € 53.700,00 € Jubiläumsgratifikationen 24.200,00 € 1.300,00 € 0,00 € 1.000,00 € 23.900,00 € Altersteilzeit 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € Sonstige Teilzeitmodelle (Sabbatjahr) 142.000,00 € 82.000,00 € 0,00 € 48.000,00 € 108.000,00 € Ausstehende Jahresprämie (LOB) 137.300,00 € 137.300,00 € 0,00 € 134.800,00 € 134.800,00 € Summe personalbezogene Rückstellungen 1.358.400,00€ Honorarrückstellungen 0,00 € 0,00 € 0.00 € 130.500,00 € 130.500,00 € Ausstehende Rechnungen 42.400,00 € 17.500,00 € 0,00 € 0,00 € 24.900,00 € Prozesskostenrückstellungen 200.000,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 200.000,00 € Aufstellung und Prüfung Jahresabschluss 59.500,00 € 34.500,00 € 0,00 € 23.800,00 € 48.800,00 € Nicht eingelöste Wahl-Abonnenten- Gutscheine 139.900,00 € 139.900,00 € 0,00 € 130.000,00 € 130.000,00 € Aktive Geschenk- und Wertgutscheine 141.300,00 € 0,00 € 0,00 € 45.500,00 € 186.800,00 € Unterlassene Instandhaltung 268.100,00 € 268.100,00 € 0,00 € 33.400,00 € 33.400,00 € 2.925.600,00 € 2.451.500,00 € 0,00 € 1.638.700,00 € 2.112.800,00 € Die „Rückstellungen“ wurden nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens Stand: 01. August 2019 4.249.563,25 € Zuführung des verwendeten investiven Zuschusses 2019/20 715.761,82 € Zuführung des nicht verwendeten investiven Zuschusses 2019/20 313.965,22 € Abgänge Investitionen 31.07.2020 -2.063,00 € Auflösung 2019/20 -762.824,90 € Stand: 31. Juli 2020 4.514.402,39 €Seite 15 von 64 Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen erfasst. Es handelt sich hier um Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr. Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um im Voraus gezahlte Abonnenten-Gelder und Einzelkartenkäufe für die Spielzeit 2019/20. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. b) Umsatzerlöse Die Tourismus- & Congress GmbH, Bonn, hat im Frühjahr 2010 das Kartenverkaufssystem „CTS- Eventim“ eingeführt. Die Sparte Ticketing (BonnTicket) wurde später verkauft. Das Theater hat nach erfolgter Ausschreibung der Bietergemeinschaft BONNTICKET/DERTICKETSERVICE ab der Spielzeit 2011/12 (ab 01.08.2011) einen Auftrag über die Bereitstellung des Ticket-Verkaufssystems „CTS“ erteilt. Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten Oper/Tanz Schauspiel Theater gesamt Opernhaus 2.059.077,15 € 0,00 € 2.059.077,15 € Kammerspiele 0,00 € 359.151,65 € 359.151,65 € Portal 36.240,40 € 0,00 € 36.240,40 € Werkstattbühne 0,00 € 47.608,45 € 47.608,45 € Autotheater 6.555,00 € 6.555,00 € Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten 2.101.872,55 € 406.760,10 € 2.508.632,65 Sonstige Einnahmen Oper/Tanz Schauspiel Theater Gesamt Erlöse aus Vermietung 447.715,08 € 153.420,00 € 601.135,08 € Einnahmen aus Programmheftverkauf 15.129,40 € 3.240,50 € 18.369,90 € Umtauschgebühren 0,00 € 3.542,30 € 3.542,30 € Vorverkaufsgebühren 120.270,20 € 73.505,11 € 193.775,31 € Sonstige Erlöse 46.207,86 € 37.091,77 € 83.299,63 € Summe der sonstigen Einnahmen 629.322,54 € 270.799,68 € 900.122,22 € Summe der Umsatzerlöse 2.731.195,09 € 677.559,78 € 3.408.754,87 € Die Darstellung entspricht internen Abrechnungsgrundlagen, nicht der handelsrechtlichen Gliederung.Seite 16 von 64 c) Sonstige betriebliche Erträge Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält satzungsgemäß von der Bundesstadt Bonn einen zur Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der Verpflichtung eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Für die Spielzeit 2019/20 teilt sich der Zuschuss der Bundesstadt Bonn wie folgt auf: Gesamt-Betriebskostenzuschuss lt. Wirtschaftsplan 30.675.092,00 € ./. Anspruch aus 2002 (bleibt als Forderung bestehen) 511.292,00 € + zusätzliche Investitionen 589.727,04 € ./. Rückzahlung an die Stadt Bonn aus endgültiger Berechnung der tatsächlichen Tarifsteigerung 2019/20 (unter Ansatz) 99.855,21 € Korrigierter Gesamtzuschuss 30.653.671,83 € ********** Bei den Zuwendungen des Landes NRW handelt es sich um einen Zuschuss zu den Gesamt-Personalkosten (Festangestellte + Gäste) vom Theater der Bundesstadt Bonn, die für das Haushaltsjahr 2019 auf einem Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidenten der Bezirksregierung, Köln, vom 01. September 2019 gewährt werden. Für das Haushaltsjahr 2020 liegt ein Zuwendungsbescheid des Landes NRW vom 15. August 2020. Die ausgewiesenen Zuwendungen des Landes NRW entsprechen den anteilig auf das Wirtschaftsjahr 2019/20 entfallenden Anteilen des Zuschusses für die Haushaltjahre 2019 und 2020. ********** Bei den sonstigen Zuschüssen handelt es sich um Zuschüsse verschiedener Fördermittelgeber, die unmittelbar für einzelne Produktionen gewährt werden. d) Personalaufwand Die „Stellenübersicht für das Theater der Bundesstadt Bonn Wirtschaftsjahr 2019/20“ (DS-Nr.: 1911548) wurde am 04. Juli 2019 vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossen. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die zahlenmäßige Entwicklung der Belegschaft 31.07.2020 31.07.2019 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (2019/20) Beschäftigte 397 391 402 Beamte 9 9 9 Summe 406 400 411 Auszubildende und Volontäre 9 13 11 Kassenaushilfen 7 10 8 Abendhilfen (festbeschäftigte) 60 59 59 Summe 76 82 78 Personal gesamt 482 482 489 Im Wirtschaftsjahr (01.08.2019 – 31.07.2020) wurden insgesamt 10 technische Aushilfen eingesetzt. In der Spielzeit 2019/20 waren insgesamt 237 weibliche Mitarbeiterinnen beschäftigt.Seite 17 von 64 Löhne, Gehälter und Vergütungen Löhne und Gehälter Theater Vergütung TVöD 16.144.665,01 € Beamtenbezüge 508.159,68 € Aushilfslöhne 101.738,78 € Summe Löhne und Gehälter 16.754.563,47 € Soziale Abgaben Gesetzlicher Sozialaufwand 3.201.833,85 € Berufsgenossenschaft 141.168,64 € 3.343.002,49 € Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung Versorgungskassen AN 1.004.861,52 € Beamtenversorgung 275.963,74 € 1.280.825,26 € Sonstige Soziale Aufwendungen Beihilfen 20.165,78 € Summe 20.165,78 € Summe Personalaufwand 21.398.557,00 € Die im Gesamtpersonalaufwand beinhalteten personalbezogenen Rückstellungen belaufen sich auf insgesamt 1.358.400,00 € - siehe auch „Rückstellungen“. III. Sonstige Angaben a) Angaben zu den Gesamtbezügen von Theaterleitung und Betriebsausschuss Der Generalintendant erhält Bezüge nach dem mit der Bundesstadt Bonn bestehenden Intendantenvertrag. Der Kaufmännische Direktor wird als Beamter der Bundesstadt Bonn nach der Landesbesoldungsordnung Nordrhein – Westfalen besoldet. Nach dem geänderten § 24 Abs. 1 EigVO NRW müssen die gewährten Gesamtbezüge an die Mitglieder der Betriebsleitung und des Betriebsausschusses als Summe und zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge und Leistungen für jedes einzelne Mitglied dieser Personengruppe angegeben werden.Seite 18 von 64 Die Gesamtpersonalkosten der Theaterleitung betragen im Berichtsjahr 2019/20 322.966,00 €, davon - Generalintendant Herr Dr. Helmich 226.891,52 € - Kaufmännischer Direktor Herr Frings 96.074,48 €. Bei Herrn Frings sind Zahlungen für Beihilfen in Höhe von 4.823,26 € enthalten; die Zuführung zur Pensionsrückstellung (Versorgungslasten der Bundesstadt Bonn für Beamte) beträgt im Berichtsjahr 48.267,86 €. Die Mitglieder des Kulturausschusses (= Betriebsausschuss) erhalten vom Theater der Bundesstadt Bonn keine finanziellen Zuwendungen. b) Angaben zu Abschreibungen des Wirtschaftsjahres Die Bundesstadt Bonn hat entschieden, dass die Abschreibungsbeträge für Gebäude- und Gebäudebestandteile, soweit sie auf Einlagen der Bundesstadt Bonn entfallen, nicht erstattet werden. Da somit die Abschreibungen für Gebäude und Gebäudebestandteile nicht über den Zuschuss abgedeckt werden, müssen die erforderlichen Erneuerungen und Ersatzinvestitionen für Gebäude und Gebäudebestandteile für das THEATER DER BUNDESSTADT BONN aus dem Vermögenshaushalt der Bundesstadt Bonn finanziert werden. c.) Angabe des Prüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB Der Kulturausschuss (= Betriebsausschuss) hat in der Sitzung am 05. Juni 2019 (DS-Nr.: 1911464) beschlossen, die Prüfung des Jahresabschlusses 2019/20 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „HLB Schumacher GmbH, Münster“ prüfen zu lassen. Das Jahresergebnis enthält Honorare für Abschlussprüferleistungen in Höhe von 20.000,00 € (ohne Umsatzsteuer). Hiervon entfallen - auf Abschlussprüfungsleistungen für das Berichtsjahr 2019/20 20.000,00 € (netto). d.) Geschäfte mit nahe stehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Das Theater der Bundesstadt Bonn hat im Wirtschaftsjahr 2019/20 folgende Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt: Bezug von Dienstleistungen Verkäufe in Tsd.€ Tsd.€ Bundesstadt Bonn 5.033,0 -430,6 (u.A. Erstattungen an das Beethoven-Orchester-Bonn, den diversen Ämter der Bundesstadt Bonn, etc.) Tochterunternehmungen/ Eigenbetriebe/ eigen- 992,7 -7,5 betriebsähnliche Einrichtungen der Bundesstadt Bonn (u.A. Gas-, Wasser-, Stromlieferungen der Stadtwerke Bonn; Nutzung des Rechenzentrums der Stadtwerke Bonn, etc.)Seite 19 von 64 e) Angabe der Mitglieder von Betriebsausschuss und Betriebsleitung im Sinne des § 5 EigVO ab 04. September 2014 (10. Wahlperiode), Stand: 31.07.2020 Kulturausschuss (Ausschuss im Sinne des § 5 EigVO) Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Helmut Redeker 1. Stellvertreter Rechtsanwalt Herbert Kaupert 2. Stellvertreter Diplom-Chemiker Prof. Dr. Wilfried Löbach Ordentliche Mitglieder Vorsitzender DRK Kreisverband Tagungsorganisatorin bei der Tagungsagentur Dirk Overmans Georg Fenninger Christiane Overmans MA Hausfrau Monika Krämer-Breuer Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der AKSB Markus Schuck Lehrerin Maria-Theresia van Schewick Psychotherapeut Heinz-Helmich van Schewick Ohne Angabe Dozentin und Projekt- Koordinatorin Martin Schulz Fenja Wittneven-Welter Mitarbeiter Bundesamt für zentrale Aufgaben und offene Vermögensfragen Wolfgang Leyer Dipl. Sozialpädagogin; ehem. Gleichstellungsbeauftragte Erika Coché Hausfrau Monika Heinzel Student Buchhändlerin Tim Achtermeyer Monika Maylahn Freiberufliche Kunsthistorikerin Dr. Roswitha Sachsse-Schadt Rechtsanwalt Elmar Conrads-Hassel Verlagskaufmann Jürgen Repschläger Mitarbeiter in einem Verlag Johannes Schott Jurist, Ltd. Verwaltungsdirektor Reinhard-Friedemann Schulz Werbewirt Felix KopinskiSeite 20 von 64 Theaterleitung f) Nachtragsbericht G eneralintendant Kaufmännischer Direktor Dr. Bernhard Helmich Rüdiger Frings Nach dem 31. Juli 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Theater Bonn bekannt geworden mit folgender Ausnahme: Aufgrund der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgte eine Schließung des Spielbetriebs ab dem 02. November 2020 zunächst bis zum 31. Januar 2021. Vor dem Hintergrund des Beschlusses vom 19. Januar 2021 zwischen Bund und Ländern wird die Schließung voraussichtlich bis zum 14. Februar 2021 verlängert werden. Auch in der Folgezeit wird mit Einschränkungen beim Spielbetrieb zu rechnen sein. Daraus ergeben sich erhebliche Einnahmeverluste aus Kartenverkäufen für das Theater. Gerade das Weihnachtsgeschäft stellt grundsätzlich eine gute Einnahmemöglichkeit dar,die jetzt entfällt. Es werden weiterhin Maßnahmen eingesetzt (z.B. Kurzarbeit, Reduzierung von Gästen etc.) um diese Einnahmeverluste teilweise auszugleichen. Zudem wurden Gelder über den Kulturstärkungsfond beantragt. Bonn,20.Januar 2021 1-[- Qj ___ ._ (Dr. Bernhard Helmich) Generalintendant \ (Li.1Kaufmännischer Direktor 1Seite 21 von 64 Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn Entwicklung des Anlagevermögens ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE 01.08.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.07.2020 01.08.2019 Zugänge Abgänge 31.07.2020 31.07.2020 31.07.2019 € € € € € € € € € € € I. Immaterielle Vermögensgegenstände 294.272,26 3.031,12 0,00 -4.868,08 292.435,30 286.437,26 4.331,12 -4.868,08 285.900,30 6.535,00 7.835,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.426.269,60 0,00 0,00 0,00 55.426.269,60 26.053.940,43 1.091.205,00 0,00 27.145.145,43 28.281.124,17 29.372.329,17 2. Technische Anlagen und Maschinen 6.112.760,18 0,00 0,00 0,00 6.112.760,18 4.980.066,18 201.969,00 0,00 5.182.035,18 930.725,00 1.132.694,00 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.713.669,50 744.376,00 315.926,78 -652.540,25 13.121.432,03 11.231.982,05 482.515,78 -650.477,25 11.064.020,58 2.057.411,45 1.481.687,45 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 470.061,38 77.803,36 -315.926,78 0,00 231.937,96 0,00 0,00 0,00 0,00 231.937,96 470.061,38 74.722.760,66 822.179,36 0,00 -652.540,25 74.892.399,77 42.265.988,66 1.775.689,78 -650.477,25 43.391.201,19 31.501.198,58 32.456.772,00 75.017.032,92 825.210,48 0,00 -657.408,33 75.184.835,07 42.552.425,92 1.780.020,90 -655.345,33 43.677.101,49 31.507.733,58 32.464.607,00Seite 22 von 64 Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) Theater der Bundesstadt Bonn Eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt BonnSeite 23 von 64 Lagebericht I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn 3 Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung 3 Die Spielzeit 2019/20 im Überblick 5 II. Wirtschaftsbericht 13 a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen 13 b) Die Ertragslage 15 Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Musiktheater 17 Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Schauspiel 21 III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht, Voraussichtliche Entwicklung 27 24 Prognosebericht 27 Chancen- und Risikobericht, voraussichtliche Entwicklung 27Seite 24 von 64 Lagebericht I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung Rechtliche Rahmenbedingungen Das Theater der Bundesstadt Bonn (nachfolgend auch „Theater Bonn“ oder „Theater“ genannt) wird nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) als selbststän- dige kommunale eigenbetriebsähnliche Einrichtung ohne eigene Rechtspersönlichkeit geführt. Weiterhin sind zu berücksichtigen: - die Satzung für das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11.05.1998 i.d.F. v. 01.01.2002, der Dienstvertrag des Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich für die Zeit vom 01.08.2013 bis 31.07.2018 sowie der Ergänzungsvertrag hierzu für die Zeit vom 01.08.2018 bis 31.07.2023, - die Dienstanweisung der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters über die Zusammen- ar-beit zwischen Generalintendant und Verwaltungsdirektor vom 13.05.1998, - die Geschäftsanweisung des Theaters vom 20.11.1998 sowie weitere Dienstanweisungen zur Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation. ********** Die Leitung des Theaters lag in der Spielzeit 2019/20 bei Herrn Generalintendant Dr. Bernhard Helmich und Herrn Kaufmännischen Direktor Rüdiger Frings. ********** Grundlagen der Finanzierung Der Wirtschaftsplan für 2019/20 wurde unter der DS-Nr.: 1911549 in der Sitzung des Rates der Bundesstadt Bonn am 04. Juli 2019 beschlossen. Der vorliegende Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr (= Spielzeit) 2019/20 berücksichtigt die Ent-scheidung des Rates der Bundesstadt Bonn vom 30.06.2016 (DS-Nr.: 1611910), dem Theater Bonn einen Gesamt-Betriebskostenzuschuss von 26.980.700 € zur Verfügung zu stellen, abzüglich einer Kürzung von 260.000 € sowie der Anrechnung der Mieteinnahmen für die Halle Beuel (Pantheon) in Höhe von 150.000 €. Die tatsächlichen Tariferhöhungen werden - zusätzlich - von der Stadt Bonn über-nommen. Entwicklung des städtischen Zuschusses zu den laufenden Ausgaben: Gesamtbetriebskostenzuschuss 26.570.700,00 € Tariferhöhung 3.593.100,00 € Einmaliger Anspruch aus dem Jahr 2002 511.292,00 € = angemeldeter städtischer Gesamt-Zuschuss 30.675.092,00 € davon Betriebskostenzuschuss (BKZ) 30.235.092,00 € und Investitionskostenzuschuss (IKZ) 440.000,00 €. **********Seite 25 von 64 Der „Wirtschaftsplan für das Theater der Bundesstadt Bonn 2019/20“ (DS-Nr. 1911549) wurde am 4. Juli 2019 durch den Rat der Bundesstadt Bonn wie folgt beschlossen. Nachfolgend „Auszug aus der Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Rates vom 4. Juli 2019“: 1.) Erfolgsplan Gesamterträge 7.106.529,00 € Betriebskostenzuschuss der Stadt 30.675.092,00 € Gesamtaufwendungen -39.259.100,00 € Jahresgewinn/-verlust -1.477.479,00 € (Der Jahresverlust setzt sich zusammen aus den nicht zu erstattenden Gebäudeabschreibungen in Höhe von 1.017.100,00 €, die der „Allgemeinen Rücklage“ entnommen werden und einer Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 460.379,00 €.) 2.) Vermögensplan Baumaßnahmen (Stadt Bonn) 0,00 € Eigene Baumaßnahmen 0,00 € Beschaffungsmaßnahmen 440.000,00 € 3.) Investitions-Rücklage/ Sonderposten für nicht verwendete Zuschüsse (IKZ) Die Theaterleitung darf über die „Investitionsrücklage“ und den „Sonderposten für nicht ver- wendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn (IKZ)“ der Vorjahre für nicht geplante zusätzliche Investitionen im laufenden Geschäftsjahr frei verfügen. In der Spielzeit 2019/20 war die Beschaffung eines 27-t-Lkw mit ATL-Hakenliftaufbau (Kulissen-Containerfahrzeug) in Höhe von 225.000 € vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderposten für nicht bis zum 31. Juli 2018 verwendete Zuschüsse. 4.) Gesamtbetrag der Kredite Das Theater wird ermächtigt, zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben des Wirtschaftsjahres 2019/20 Kassenkredite bis zu einem Höchstbetrag von 10.000.000,00 € aufzunehmen. 5.) Stellenübersicht Eine Stellenübersicht für das Theater ist in der nach der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW) vorgeschriebenen Form beigefügt. 6.) Finanzplan Der Finanzplan wird, wie im Plan beigefügt, festgestellt (§ 14 Abs. 3 der Satzung für das Theater der Bundesstadt Bonn). **********Seite 26 von 64 Die Spielzeit 2019/20 im Überblick MUSIKTHEATER Die Oper Bonn eröffnete die Saison 2019/20 traditionsgemäß mit einem Musical, diesmal mit Leonard Bernsteins Dauerbrenner WEST SIDE STORY in der Inszenierung von Erik Petersen und der Ausstattung von Dirk Hofacker. Von Beginn an waren die Vorstellungen stets ausverkauft, so dass sich die Leitung des Hauses zur Einrichtung von Zusatzvorstellungen gegen Ende der Saison entschloss, die des ersten COVID-19-Lockdowns wegen nicht mehr stattfinden konnten. Besondere Begeisterung löste die Choreographie der Österreicherin Sabine Arthold aus, die den Vorstellungsbesuch zu einem ele-mentaren Erlebnis machte. In Koproduktion mit der Volksoper in Wien entstand die Inszenierung von Strauss‘/Hofmannsthals DER ROSENKAVALIER durch Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Mün-chen. Das Bühnenbild stammte von Johannes Leiacker, die Kostüme von Dagmar Morell. Als Ochs auf Lerchenau war mit Franz Hawlata ein Sänger zu erleben, der diese Partie weltweit (von der Wiener Staatsoper über München und London bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera) gesungen hat und als einer der fachkundigsten Experten für dieses Stück gelten darf. Als Octavian stellte sich die junge schwedische Mezzosopranistin Emma Sventelius als neues Ensemblemitglied vor. Die in der Tendenz klassische Produktion unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan fand vor allen Dingen beim Publikum lebhaften Anklang. Gleichfalls in Koproduktion (mit der Seattle Opera, USA, und dem Theater Erfurt) kam im November das unverwüstliche Doppelabend-Gespann CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI unter der musi-kalischen Leitung des Ersten ständigen Gastdirigenten Will Humburg heraus. Der hauseigene Tenor George Oniani war in den Partien des Turiddu und des Canio zu erleben und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin; es darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass das Einspielergebnis hinter den Erwartungen zurückblieb, was die allgemein zu machende Beobachtung, dass einstmals sehr populäre Titel (z. B. etwa von Albert Lortzing) sich die Wertschätzung des Publikums erst wieder erarbeiten müssen, bestätigt. Im Rahmen von BTHVN2020 kam am 1. Januar 2020 eine spektakuläre und national wie international vielbeachtete Neuinszenierung von Beethoven FIDELIO heraus. Volker Lösch war der Regisseur, dem es in einer Fassung, die mit authentischen kurdischen bzw. türkischen Zeitzeugen die Nähe des Werk-stoffes zur Realität in einem Unterdrückungssystem, hier die Türkei, herzustellen, wirklich gelungen ist, das oftmals als problematisch angesehene Stück gewissermaßen wiederzubeleben. Alle Vorstellungen waren ausverkauft und wurden vom Publikum und größtenteils auch von der Presse enthusiastisch aufgenommen. Mehrere (auch internationale) Fernsehanstalten berichteten über die Produktion. Gleichfalls als Beitrag zum Beethoven-Jahr kam nur einen guten Monat später eine szenische Umset-zung des Oratorium CHRISTUS AM ÖLBERGE in Kopplung mit Manfred Trojahns Auftragswerk EIN BRIEF (nach Hofmannsthals Chandos-Brief) heraus. In der Inszenierung, Choreographie und dem Bühnenbild von Tanzlegende Reinhild Hoffmann wurde daraus ein dicht gewobener Abend über die Unfä-higkeit, sich adäquat zu artikulieren, wenn die Lebensverhältnisse es nicht mehr zulassen. Insbeson-dere der Bariton Holger Falk beeindruckte in dem Trojahn-Monolog, aber auch der Chor der Oper Bonn in der Einstudierung von Marco Medved beeindruckte, was bei einem Gastspiel am Theater an der Wien am 29. Februar auch von der Fachpresse bestätigt wurde. Überschattet wurde dieses Gastspiel durch die kurzfristige Erkrankung von Holger Falk, so dass die Oper sich lediglich mit dem Beethoven-Oratorium präsentieren konnte. Es war dieses auch die coronabedingt letzte Vorstellung; sechs weitere geplante Aufführungen mussten entfallen. Die Produktion DIE FLEDERMAUS in der Inszenierung von Aron Stiehl und in der Ausstattung von Timo Dentler und Okarina Peter stellt insofern ein Kuriosum dar, als sie (am 8. März 2020) zwar noch Premiere hatte, alle Folgevorstellungen allerdings aufgrund des ersten Lockdowns abgesagt werden mussten. Sowohl der Vorverkauf als auch die Reaktionen des Publikums an diesem Premierenabend gaben zu den schönsten Hoffnungen Anlass. Eine Neubelebung des ersten Operettenabends nach langer Zeit ist vorgesehen und wird, sobald realistisch möglich, auch direkt anberaumt. Mauricio Kagels STAATSTHEATER und Benjamin Britten DEATH IN VENICE waren als letzte Neupro-duktionen für 2019/20 geplant, mussten allerdings aus den bekannten Gründen abgesagt werden. Glücklicherweise ist es mit STAATSTHEATER gelungen, die Opernsaison 2020/21 erfolgreich zu eröffnen.Seite 27 von 64 HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES Das hohe Niveau der Tanzgastspielreihe im Bonner Opernhaus HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES enttäuschte auch in der Spielzeit 2019/20 sein Publikum nicht. Die Reihe ist weit über die Bundesstadt Bonn hinaus bekannt und beliebt und lockt regelmäßig auch aus- wärtige Besucher an. Die über Jahre konstante Begeisterung bei Publikum und hohe Anerkennung bei der Fachpresse verwundert. Nicht immer gehen die Meinungen so einher wie bei der nach wie vor von Burkhard Nemitz seit 2008 kuratierten Gastspielreihe. Ein besonderes Augenmerk lag in dieser Saison auf zwei Gastspielkooperationen zum 250. Geburtstag des großen Sohnes der Bundesstadt Bonn Ludwig van Beethoven. In Kooperation zeigte das weltbe- kannte MALANDAIN BALLET BIARRITZ eine Uraufführung und Auftragsarbeit des Theaters Bonn zum Leitthema der Beethoven Jubiläumsgesellschaft für das Beethovenjahr, dem "Beethoven Pastoral Pro- ject". Uraufführungen und Auftragsarbeiten innerhalb einer Gastspielreihe sind äußerst ungewöhnlich. Eine Endprobenphase ist ja am Gastspielort meist - wie in Bonn - nicht durchführbar. Nur dank starker weiterer Partner, in diesem Fall besonders des Pariser Nationaltanztheaters „Chaillot“, war dies zur Ehre Beethovens möglich. Das „Chaillot Théatre national de la Danse“ übernahm die Idee des Bonner Kurators, zum 250. Geburtstag des Komponisten eine Uraufführung von dem Leiter des Balletts aus Biarritz Thierry Malandain zu einer Sinfonie Beethovens kreieren zu lassen, ebenso wie einen großen Teil der Kosten und die Endprobenphase des MALANDAIN BALLETS. Neben der Uraufführung der Auftragsarbeit zur „Pastorale“, der 6. Sinfonie, brachte die Gastspielreihe eine weitere Kooperation, diesmal mit dem SAARLÄNDISCHEN STAATSBALLETT aus Saarbrücken u.a. zu Beethovens Ballett- musik „Die Geschöpfe des Prometheus“. Beide Gastspiele wurden von der Jubiläumsgesellschaft Beethoven 2020 unterstützt und gefördert. Aber auch die anderen Gastspiele standen an Bedeutung und Erfolg den Beethoven-Gastspielen in nichts nach. Auch wenn Gastspiele coronabedingt und aus religiösen Gründen ersatzlos ausfallen mussten, bot die Reihe mit 13 Vorstellungen und 8 Compagnien bei einer Gesamtauslastung von mehr als 94 % wiederum kritische Auseinandersetzung mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen Themen auf außergewöhnlich hohem künstlerischen Niveau. Die Gastspiele im Einzelnen: Dass Philosophie und Tanztheater anspruchsvoll Spaß machen können, zeigten Marcia Barcellos, Karl Biscuit und ihre ganz besondere Compagnie SYSTÈME CASTAFIORE aus der kleinen Stadt Grasse im Süden Frankreichs. Ihre als Deutschland-Premiere gezeigte Arbeit THÉORIE DES PRODIGES (THEORIE DER WUNDER) bewegt sich zwischen Physik und Metaphysik, bringt Verrücktes und Barockes zusammen und schafft es die Parallelwelten zu durchkreuzen, um Reales und Imaginäres zu verweben. Die in Deutschland völlig unbekannte Compagnie zeigte ein ganz spezielles und sonderbares Spectaculum, dass weltweit keine Entsprechung findet. Mit nur knapp 64 % Auslastung hatte die Vorstellung viel zu wenig Besucher. Darin waren sich die Zuschauer und die jubelnde Kritik einig. „Zwi-schen Videoprojektionen und 3D-Animationen wird der Blick irritiert. Welche Figur bewegt sich wirklich live, welche ist ein künstliches, technisch erzeugte Konstrukt? ... ein faszinierendes Gesamtkunst-werk!“ (Bonner Generalanzeiger) Die israelische KIBBUTZ CONTEMPORARY DANCE COMPANY unter der künstlerischen Leitung von Rami Be´er sagte ihr Gastspiel im Bonner Opernhaus am 8. Oktober 2019 äußerst kurzfristig ab. Die Feierlichkeiten zum israelischen Yom Kippur (Versöhnungstag) am 8. Oktober, einem der höchsten jüdischen Feiertage, ließe einen Gastauftritt nicht zu. Die Kibbutz Dance Company macht in ihrer Ab-sage deutlich, dass ein Auftritt am 8. Oktober Förderungszusagen Israels in Frage stellen würde. Zuvor waren jüdische Feiertage für die Kibbutz Dance Company kein Grund Gastspieleinladungen abzusa-gen. Ein gleichwertiger Ersatz für die im Vorverkauf ausverkaufte Vorstellung in Bonn konnte leider nicht gefunden werden. Auch PIXEL der COMPAGNIE KÄFIG - CCN (Créteil, Frankreich) spielte im ausverkauften Opernhaus mit der Wirklichkeit. Der Choreograf Mourad Merzouki und seine großartige Compagnie Käfig haben ein Tanzkunstwerk geschaffen, in dem die synthetische Welt der Computeranimation und die physische Wirklichkeit der Tänzerinnen und Tänzer eine eigene Dimension zu gründen scheinen. Getragen von Armand Amars Musik wurde das Publikum eingeladen zu einer Traumreise in unbekannte und sehrSeite 28 von 64 poetische Galaxien. Pixel, diese kleinen Bildpunkte der digitalen Rastergrafik, werden zu Wellen, zu Kreisen, zu Sternenregen. Die Bühne öffnete sich dadurch in eine ungeahnte Weite, seine bisherigen Grenzen wurden durchlässig. Elf Tänzerinnen, Hip-Hopper und Zirkusartisten bewegten sich in PIXEL in einem digitalen Kosmos. Ihre Körper dirigierten die Projektionen, aber die Projektionen bewegten, verhinderten und forderten auch sie heraus, sie wurden Teil der Illusion. Im restlos ausverkauften Haus feierte die Truppe, die Hip-Hop von der Straße auf die großen Bühnen brachte, einen Riesenerfolg mit einer Produktion für mehrere Generationen. Standing Ovations und tosender Beifall. DANCE ME, Ende November 2018, von BJM - LES BALLETS JAZZ DE MONTRÉAL (Kanada), eben- falls restlos ausverkauft, war eine Hommage an den 1934 in Montréal geborenen Singer-Songwriter, Schriftsteller, Dichter und Maler Leonard Cohen, der 2016 in LA verstarb. Diese einzigartige Präsenta- tion erzählt von der Suche nach Freiheit, Liebe, Religion und Spiritualität, von Poesie, Gesellschaft, künstlichen Utopien, Inspiration und Kreation. Um der ikonischen Figur Cohens Tribut zu zollen, arbei- tete der künstlerische Leiter von BJM Louis Robitaille mit drei international renommierten Choreografen zusammen: Annabelle Lopez Ochoa, Andonis Foniadakis und Ihsan Rustem. Ihre unverwechselbaren Stile und Persönlichkeiten ergänzten sich und folgten ganz den poetischen Einsichten in die menschli- che Erfahrung Cohens und seiner unnachahmlichen Musik. Die Uraufführung fand im Rahmen der Fei- erlichkeiten zum 375. Geburtstag Montréals statt. Das spektakuläre Multimedia-Werk erkundete Cohens fruchtbares Werk mit einer Auswahl seiner beliebtesten Lieder. „... die Bilder und Projektionen in DANCE ME erschienen technisch perfekt und effektvoll…und wurden mit einer Standing Ovation bedacht.“ (Bonner Rundschau) Klassisches Ballett in technischer Perfektion zeigte das BALLETT DER TATARISCHEN STAATSOPER (Kasan, Russland) mit dem Orchester der TATARISCHEN STAATSORCHESTER an zwei Tagen in drei Aufführungen im Bonner Opernhaus. Wer wiederholt wie das große Ballett aus Kasan ins Mos- kauer Bolschoi eingeladen wird und dort begeistert, braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die Solistin- nen und Solisten sind allesamt internationale Preisträger, das Corps de ballet tanzt auf höchstem Ni- veau. 1 x SCHWANENSEE und in Doppelvorstellung „DER NUSSKNACKER am zweiten Gastspieltag um 16 Uhr und 20 Uhr bildeten das Programm kurz vor dem 3. Adventssonntag. „Das altersmäßig und sprachlich bunt gemischte Publikum im restlos ausverkauften Bonner Opernhaus genoss die Vorstel- lungen freudig und belohnte die hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer mit langem, begeistertem Applaus, Hurras und Bravos.“ (Bonner Generalanzeiger) Kurz vor Heiligabend zeigte dann das MALANDAIN BALLET BIARRITZ die schon erwähnte Auftrags- arbeit LA PASTORALE. Quasi als Vorspiel beschrieb der französische Starchoreograf zu Beethovens DIE RUINEN VON ATHEN, op. 113 die Welt im „Hier und Jetzt“, bevor er Beethovens 6. Sinfonie als „Ode an die Schönheit“ tanzen lässt. Die Tänzerinnen und Tänzer bewegten sich in bewundernswerter Eleganz in Duos, Trios oder im ganzen 21-köpfigen Ensemble über die Bühne. Malandain mahnte nicht, indem er die Zerstörung der Natur zeigte, sondern preist deren Schönheit und zeigt so die intakte Natur als Utopie und Wunsch. Er beschloss sein Werk mit der Kantate MEERESSTILLE UND GLÜCKLICHE FAHRT, op. 112. Die Choreografie und der Chorgesang wirkten wie eine Überhöhung der Pastorale mit den Mitteln der 9. Sinfonie und stand so der weltberühmten Arbeit Maurice Béjarts zur 9. Sinfonie in nichts nach, sondern nahmen geradezu die Absicht des Schlusschors der 9. Sinfonie auf. Begeister- ter Applaus in zwei ausverkauften Vorstellungen. Die Arbeit Malandains war lange Zeit bei dem Fern- sehsender Arte in der Mediathek zu sehen. Dort war auch die 2. Kooperation der Tanzgastspielreihe zum Geburtstags Beethovens zu sehen. Der saarländische Ballettdirektor und Chefchoreograf Stjin Celis und das SAARLÄNDISCHE STAATSBALLETT folgten weitgehend der szenischen Ausrichtung der Uraufführungschoreografie der „Geschöpfe des Prometheus“ des damaligen Wiener Ballettmeisters Salvatore Viganò aus dem Jahre 1801. Gleichzeitig fängt Celis aber auch etwas vom Geist der Aufklärung ein. Subtil überzeugte die Compagnie durch Leichtigkeit und schlichte Eleganz sowie sehr präzisen Formationstanz. Die beiden Vorstellungen im Bonner Opernhaus waren mit knapp 83 % ausgelastet. Die US-amerikanische Compagnie AILEY II aus New York zeigte mit zwei ausverkauften Vorstellungen, dass sie weit mehr ist als die Nachwuchs-Compagnie des New Yorker Alvin Ailey American Dance Theatre. Mit vier großartigen Arbeiten in einer großartigen Show, zusammengefasst im Programm THE NEXT GENERATION OF DANCE, entfachten die Tänzerinnen und Tänzer einen Riesenjubel im aus- verkauften Opernhaus bei zwei Vorstellungen. Jede Choreografie war kraftvoll und elegant. Wie eineSeite 29 von 64 Urgewalt fegte die nächste Generation des Tanzes über die Bühne und entzündete ein Feuer, wie man es nur selten erlebt. Viel zu früh, am 1. März 2020 beschloss GROUPE ÉMILE DUBOIS/ COMPAGNIE JEAN-CLAUDE GALLOTTA aus Grenoble mit MY LADIES ROCK die Tanzsaison 2019/20. Weitere angedachte Gastspiele mussten wegen der COVID-19-Pandemie, die zeitlich gleich nach dem Gastspiel über Deutschland hereinbrach, abgesagt werden. Vorher feierten aber Jean-Claude Gallotta und seine Tänzerinnen und Tänzer einen fulminanten Erfolg im ausverkauften Haus mit MY LADIES ROCK, dem 2. Teil der von Gallotta erdachten Rockchoreografiegeschichte, die den Frauen des Rocks gewidmet war. Der erste Teil erlebte seine Deutschland-Premiere im Januar 2018 in Bonn. MY LADIES ROCK stand dem Erfolg mit über 1.000 Besuchern in nichts nach. Stehende Ovationen. QUATSCH KEINE OPER! Auch die Veranstaltungsreihe QUATSCH KEINE OPER!, deren künstlerische Leitung bei der Rita Baus Kulturproduktion GmbH lag, hatte in der Spielzeit 2019/20 wieder einen festen Platz im Spielplan des Opernhauses. Insgesamt 10 Vorstellungen mit Künstlern wie z.B. Hagen Rether, Gerburg Jahnke, Matthias Brandt & Jens Thomas und Dennis aus Hürth, die von 8.380 Zuschauern besucht wurden, waren zu erleben. Dies entspricht einer Auslastung von 84,89 %. SCHAUSPIEL Die Spielzeit 2019/20 war vornehmlich bestimmt durch den erzwungenen Spielabbruch im März auf Grund der COVID-19-Pandemie, die es natürlich schwer macht, die vorhandenen Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren zu lesen. Grundsätzlich bahnte sich eine durchaus erfolgreiche Saison an: Bis März lag die Gesamtauslastung für das Schauspiel bei 68%, was der Zahl im Vorjahr in etwa entspricht. Die Einnahmen allerdings lagen beim Abbruch der Spielzeit mit 425.532 € schon über dem Schnitt des Vergleichsmonats im Vorjahr. Leider konnten in den beiden Hauptspielstätten in dieser Spielzeit nur 150 anstatt der geplanten 270 Vorstellungen gespielt werden. SCHAUSPIELHAUS Die ersten beiden Produktion MINNA VON BARNHELM von Lessing unter der Regie der jungen Re- gisseurin Charlotte Sprenger (46,5 % Auslastung) und VOR SONNENAUFGANG von Hauptmann / Palmetshover (44,5 %) hatten es trotz hohem ästhetisch-künstlerischem Wert noch relativ schwer, ein größeres Publikum zu finden. Das gelang allerdings dann den Folgepremieren: DIE MARQUISE VON O von Heinrich von Kleist unter der Regie von Martin Nimz (87,5% Auslastung), DER EINGEBILDETE KRANKE von Molière unter der Regie von Simone Blattner (84%) und DIE RÄUBER von Friedrich Schiller unter der Regie von Simon Solberg (98,6% Platzausnutzung). Diese sehr gut angenommenen Produktionen hätten das Potential gehabt, den Zuschauerschnitt und die Einnahmen des Theaters am Ende der Saison wesentlich über das Vorjahrsergebnis zu heben. Die letzte Neuproduktion LEAR von W. Shakespeare unter der Regie von Luise Voigt konnte sogar nur zwei Mal gespielt werden. Weitere geplante Produktionen wie BABEL BONN, WIE IM HIMMEL, SZENEN EINER EHE und UNTER DEM RAD konnten nicht mehr zur Premiere kommen.Seite 30 von 64 Vor allem die Produktion WIE IM HIMMEL, als Schauspielproduktion im Opernhaus geplant, hätte für das Beethovenjahr und die Stadt Bonn einen enormen Symbolgehalt gewinnen können. Gefördert von der Beethovengesellschaft hätte es zu einer großen Zusammenarbeit von Oper und Schauspiel, von Theater Bonn und freier Szene kommen sollen, außerdem hätten an jedem Vorstellungsabend noch weitere (auch nicht professionelle) Chöre aus der Stadt daran teilenehmen sollen. WERKSTATT Die Werkstattbühne in der Innenstadt von Bonn war durchgehend sehr gut ausgelastet und erreichte bei insgesamt 67 Vorstellungen knapp 75 % Auslastung. Alle Neuproduktionen stießen auf großes Zuschauerinteresse: IN STANIOLPAPIER von Björn Deigner unter der Regie von Matthias Köhler 67,6 %, INSTALLATION DER ANGST von Rui Zink in der Inszenierung von Clara Weide 95,34 %, GOLD, ein Rechercheprojekt in Coproduktion mit dem Bonner FRINGE ENSEMBLE zum Thema Gold, 65,7 % und MÄDCHEN WIE DIE von Evan Placey in der Inszenierung von Carina Eberle 91,74 %. Leider fielen auch hier geplante Produktionen wie DAS ENDE VON IFFLINGEN von Wolfram Lotz, MERCEDES von Thomas Brasch und NICHT FISCH NICHT FLEISCH von F.X. Kroetz ersatzlos aus. WEITERE VERANSTALTUNGEN: Mit der Zusatzproduktion VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE unter der Regie von Nadine Schwitter auf der Foyerbühne im Schauspielhaus ist es in dieser Spielzeit auf Anhieb gelungen, ein neues Publikum für das Schauspiel zu gewinnen, nämlich die ganz Kleinen zwischen 4 und 6 Jahren. Auslastung 81,6 %. Während des Lockdowns entwickelte der Hausregisseur Simon Solberg mit den Spielern des Ensem- bles ein digitales Projekt BONNDEMIE, das über zwei Monate zwei Mal wöchentlich im Serienformat auf unserer Homepage veröffentlicht wurden. Außerdem wurde während der Pandemie auf dem Werkstattgelände in Beuel vom Theater Bonn eine Autotheaterbühne eingerichtet, die für diverse Aufführungen des Theaters, aber auch der freien Thea-terszene in Bonn zur Verfügung gestellt wurde. Fazit: Die Saison lief bis März 2020 im Grunde so gut, dass man große Hoffnungen haben durfte, sowohl die Zuschauerzahlen als auch vor allem die Einnahmen des Vorjahres erheblich steigern zu können, doch dann kam der landesweite Lockdown … PORTAL Vermittlung: SCHULEN In der Spielzeit 2019/20 hat die Musik- und Theaterpädagogik des Theaters bis zum Lockdown im März insgesamt 163 Workshops und Führungen angeboten und damit knapp 3.000 Schülerinnen, Studie-rende und Familien erreicht. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet vor allem die Vermittlung an Schulen mit inszenierungsbezogenen Angeboten für Oper und Schauspiel. Schulklassen, die eine Aufführung besuchen, bekommen als Einführung einen kostenlosen Workshop. In dieser Spielzeit waren in der Oper insbesondere MADAMA BUTTERFLY, FIGAROS HOCHZEIT, FIDELIO und WEST SIDE STORY nachgefragt. Besonders über die Musicalproduktion ist es uns gelungen, vermehrt Real- und Hauptschulen mit unseren Angeboten zu erreichen. Im Schauspiel wurden verstärkt Workshops für EIN SOMMERNACHTSTRAUM, MINNA VON BARNHELM, MARQUISE VON O., BOGEN UND EIN TEEHAUS, MÄDCHEN WE DIE und VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE gegeben.Seite 31 von 64 Nach dem Lockdown haben wir unsere Formate angepasst und konnten sowohl in der Musik- als auch in der Theaterpädagogik Workshops für Schulklassen im virtuellen Klassenzimmer anbieten und Be- gegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern im digitalen Austausch ermöglichen. Kulturelle Bildung hat auch über Distanz weiterhin stattgefunden. Längerfristig angelegte Vermittlungsformate, etwa WIE KLINGT DIE FREIHEIT? KLASSE KOMPONIERT! oder das Festival Bonner Schulkultur, haben ebenfalls im digitalen Raum stattgefun- den. Das Festival Bonner Schulkultur 2020 konnte coronabedingt nicht zur Aufführung kommen und musste um ein Jahr verschoben werden. Seit der Spielzeit 2019/20 sind ca. 15 Klassen Bildungspartner Portal: Beginnend in der 5. Klasse wird diesen Klassen über drei Schuljahre das Kennenlernen einer Kunstsparte ermöglicht (Oper, Schauspiel und Orchester). Neben einem Vorstellungs- bzw. Konzertbesuch gibt es jeweils ein begleitendes päda- gogisches Format. FAMILIEN Wie in den vergangenen Spielzeiten haben wir neben den Produktionen für junges Publikum, die auch von zahlreichen Familien besucht werden, regelmäßig Führungen durch das Opernhaus angeboten. Da die Nachfrage danach sehr groß ist, bieten wir die Führung inzwischen zweimal statt einmal im Monat an. STUDIERENDE In der Spielzeit 2019/20 wurden in der Oper vier Previews für Studierende angeboten. Die Nachfrage danach steigt deutlich, sodass wir im Vergleich zum Vorjahr trotz des Abbruchs der Spielzeit, und dar- aus folgend weniger Veranstaltungen, doppelt so viele Studierende erreichen konnten. OPERNFÜHRER Inzwischen arbeiten knapp 40 ehrenamtliche Opernführer für das Theater Bonn. Eine Stunde vor Vor- stellungsbeginn übernehmen sie für das Publikum in kleinen Gesprächskreisen die Einführung in Werk und Inszenierung. Ebenfalls geben sie auf Nachfrage auch Einführungen für Schulklassen. FORTBILDUNGEN FÜR PÄDAGOGINNEN UND PÄDAGOGEN Auch in dieser Spielzeit haben wir das THEATERLABOR, eine regelmäßig stattfindende Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer, in Kooperation mit dem Theater Marabu zu theaterpädagogischen Themen durchgeführt. Leider mussten coronabedingt zwei der fünf geplanten Fortbildungen ausfallen. Des Weiteren haben wir die bestehende Kooperation zwischen dem Schauspiel und der Deutsch Didaktik der Universität Bonn im dritten Jahr fortgeführt und zur Produktion MÄDCHEN WIE DIE eine gemeinsame Fortbildung zum Thema „Posten, teilen, mobben- Cybermobbing auf der Bühne“ gemacht. An unseren Fortbildungsangeboten haben in dieser Spielzeit insgesamt 95 Lehrerinnen und Lehrer teilgenommen. INKLUSION Im Bereich Inklusion konnte die geplante Familienvorstellung von EIN SOMMERNACHTSTRAUM, die in Gebärdensprache gedolmetscht werden sollte, leider aufgrund der COVID 19-Pandemie nicht statt-finden. Dafür konnten wir unseren Kontakt zu Förderschulen ausbauen und uns ihren Bedürfnissen mehr anpassen. Für eine Vorstellung von EIN SOMMERNACHTSTRAUM wurde beispielsweise die erste Sitzreihe komplett herausgebaut, um einer Klasse, in der sehr viele auf einen Rollstuhl angewie-sen sind, einen gemeinsamen Besuch zu ermöglichen. Außerdem haben wir in einer Schule, deren Schülerinnen und Schüler nicht in der Lage sind, zu uns zu kommen, NILS KARLSSON DÄUMLING in der Aula aufgeführt. In der Spielzeit 2019/20 hat auch die Kooperation mit dem Bonner Verein für ge-meindenahe Psychiatrie e.V. begonnen, den wir nun regelmäßig zu den Generalproben in die Oper einladen. PRODUKTIONEN FÜR KINDER, JUGENDLICHE UND FAMILIEN Das Schulklassenabonnement (15 € für drei Vorstellungen) haben in dieser Spielzeit 3868 Schülerinnen und Schüler gekauft. Nicht einberechnet ist hier die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im Klassenverband einzelne Inzenierungen des Theater Bonn besucht haben. Außerdem gab es wieder zahlreiche Vormittagsauführungen für Schulklassen. Im Schauspiel waren das 33 BOGEN UND EINSeite 32 von 64 TEEHAUS, VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE; MÄDCHEN WIE DIE und EIN SOMMERNACHTS: TRAUM. In der Oper gab es von NILS KARLSSON DÄUMLING, BRUNDIBÁR. ÜBERLEBEN.MONOLOG und von WEST SIDE STORY Termine an Vormittagen, die ausschließlich von Schulklassen besucht worden sind. Wie schon in der ver- gangenen Spielzeit ist es uns auch in 2019/20 gelungen, ab einem Alter von vier Jahren in Schauspiel und Oper ein reichhaltiges Programm für junges Publikum auf dem Spielplan zu haben. Premieren: NILS KARLSSON DÄUMLING (4+) In Kooperation mit Junge Opern Rhein-Ruhr ist zum ersten Mal eine Musiktheaterproduktion für Kinder ab vier Jahren entstanden. Aufgeführt wurde sie im Foyer des Opernhauses und des Schauspielhau-ses. Sie wurde insbesondere von Kindergärten, Grundschulen und Familien besucht. In Kooperation mit der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn haben Gruppen der musikalischen Früherziehung die Oper besucht und vorher an einem Workshop teilgenommen. VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE (5+) Diese Uraufführung nach dem Kinderbuch von Megumi Iwasa wurde für Kinder ab 5 Jahren auf die Bühne im Schauspielhaus Foyer gebracht. Mit einfachen ästhetischen Mitteln, die auf die Phantasie der jungen Zuschauerinnen und Zuschauer setzen haben, zwei Schauspieler diese Geschichte über das anders sein und eine große Freundschaft erzählt. Besucht wurden die Vorstellungen von Kinder-gärten, Grundschulen und Familien. Neben einem für die Zielgruppe gestalteten theaterpädagogischen Begleitmaterial haben viele Gruppen einen vorbereitenden Workshop in Anspruch genommen. MÄDCHEN WIE DIE (13+) In diesem Stück von Evan Placey geht es um Gruppendynamik, Freundschaft, Emanzipation und einen wahren Cybermobbingfall, der dieser Geschichte zu Grunde liegt. Diese Schauspielproduktion ab 13 Jahren spielt auf der Werkstattbühne. Alle bis zum Sommer geplanten Schulvorstellungen waren nach kurzer Zeit ausverkauft. Neben vorbereitenden Workshops findet im Anschluss an jede Vorstellung ein Publikumsgespräch statt, in dem die Schauspielerinnen und eine Theaterpädagogin mit den Jugendli-chen über das Gesehene ins Gespräch kommt. Wiederaufnahmen: In der Oper wurde die Produktion des Kinder- und Jugendchores des Theater Bonn BRUNDIBÁR. ÜBERLEBEN.MONOLOG (12+) wiederaufgenommen. Im Schauspiel die Produktion 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS (11+). Partizipation: Künstlerische Produktionen mit Kindern und Jugendlichen Neben Vermittlung und Produktionen konnten wir auch in diesem Jahr wieder Projekte, in denen Kinder und Jugendliche selbst künstlerisch auf der Bühne beteiligt sein konnten, durchführen. Im Schauspiel hat in Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn das von BTHVN 2020 geförderte Projekt STARGATE PROHASKA stattgefunden. Eine Stückentwicklung nach Beethovens Leonore Pro-haska. Aufgrund der COVID 19-Pandemie hat ein Großteil der Proben online stattgefunden und die für Juni 2020 geplante Premiere ist auf Januar 2021 verlegt worden. Im Musiktheater hat der Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn die DIE GÖTTEROLYMPIADE als eigenes Projekt in der Werkstatt auf die Bühne gebracht. **********Seite 33 von 64 In der Spielzeit 2019/20 wurde zusätzlich zu den 2 Spielstätten von Schauspiel Bonn (Schauspielhaus und Werkstattbühne im Opernhaus) noch eine temporäre Bühne (nur im Juni 2020) auf dem Werkstät- tengelände Beuel aufgebaut, das „Autotheater“. Hier konnten neben einigen Vorstellungen des Theater Bonn auch andere Bonner Theater Vorstellungen durchführen. Auf den 3 Schauspielbühnen und den Bühnen von Oper und Tanz (Opernhaus) wurden insgesamt 303 Vorstellungen gezeigt. Hierbei entfie- len auf das Musiktheater einschließlich Tanz-Gastspiele 118 und auf das Schauspiel 185 Vorstellun- gen. Hinzu kamen 4 Veranstaltungen mit freiem Eintritt sowie zwei eigene Gastspiele mit jeweils einer Vorstellung. Die Veranstaltungen des Musiktheaters wurden von 78.799 Besuchern (Vorjahr 118.786), die des Schauspiels von 32.556 (Vorjahr 54.326) Besuchern gesehen. Von den Besuchern des Musiktheaters entfielen 53.255 auf Oper, 12.560 auf die Tanzgastspiele und 9.559 auf sonstige Veranstaltungen im Großen Haus, wie Konzerte, Quatsch keine Oper, u.Ä. Weiterhin wurden die Einführungsmatineen, weitere Veranstaltungen im Foyer der Oper, zum Teil mit freiem Ein- tritt sowie die Gastspiele von 3.425 Besuchern aufgesucht. Die Veranstaltungen des Schauspiels wurden von 32.265 Besuchern gesehen. Von den Besuchern des Schauspiels entfielen 24.827 Besucher auf den Saal im Schauspielhaus und 1.172 auf das Foyer des Schauspielhauses. 6.028 Besucher schauten Stücke auf der Werkstattbühne in der Oper und 238 die Produktionen auf der Bühne des Autotheater in Beuel. Zudem hatten wir zwei Veranstaltungen mit freiem Eintritt mit 160 Besuchern und ein Gastspiel mit 131 Besuchern. Das ergibt insgesamt 111.355 (Vorjahr: 173.112) Besucher in der Spielzeit 2019/20. Die statistische Auslastung der Vorstellungen betrug im Schauspiel 67,91 %, in der Oper einschließlich Tanzgastspiele 85,69 %. ********* Das Ergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit, welches wir beeinflussen können (also ohne die Gebäude- abschreibungen und die damit verbundene Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage, die zu einem entsprechend auszuweisenden Fehlbetrag führt), fällt besser aus als prognostiziert. Der Überschuss in Höhe von 1.891.789,64 € wird der satzungsmäßigen Rücklage zugeführt. Begründung: Die Produktionen in der Spielzeit 2019/20 sind bis zum Lockdown im März vom Publikum sehr gut angenommen worden. Die Einnahmen lagen bis März über den Prognosen. Das Theater hat sehr schnell auf die Veränderungen bzgl. der Pandemie reagiert. Es wurden insbesondere Kurzarbeit ein- geführt, Urlaube und Überstunden abgebaut, der Einsatz von Gästen reduziert (was in der Folge auch Hotel- und Reisekosten verringerte), Produktionen hinterfragt. Aus diesem Grunde sind die Ausgaben in der Spielzeit heruntergefahren worden. Zusammen mit den hohen Einnahmen bis März ergibt sich daher dieses gute Ergebnis.Seite 34 von 64 II. Wirtschaftsbericht a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen Übersicht Mit Wirkung zum 01. August 1997 wurde das gesamte Anlagevermögen des Teilbereichs OPER einge- bracht. Die Einbringungswerte des Grundvermögens sind im Ratsbeschluss vom 26. Juni 1997 „DS 9700740“ festgeschrieben. Gemäß §§ 1 Abs. 3 und 13 Abs. 2 der Satzung des THEATER DER BUNDESSTADT BONN in der Fassung vom 14.12.2001 ist zur Sicherung des Zwecks der Einrichtung eine satzungsmäßige Rücklage zu bil- den, der nicht verbrauchte Zuschüsse und Mehreinnahmen zugeführt werden müssen und die zur Deckung von Fehlbeträgen eingesetzt wird. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 wird der Jahresüberschuss in Höhe von 874.593,64 € (Vorjahr: Jahresfehl- betrag 1.437.640,15 €) durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage für „nicht zu erstattende Gebäude-Abschreibung“ in Höhe von 1.017.196,00 € (Vorjahr: 1.017.089,00 €) gedeckt. Daneben ist eine Zuführung zur satzungsmäßige Rücklage in Höhe von 1.891.789,64 € (Vorjahr: Entnahme: 420.551,15 €) möglich. Die Bilanzsumme des Theaters hat sich im Vergleich zum Vorjahr (VJ) um 181,3 Tsd. € erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen 6,5 Tsd. € (VJ: 7,8 Tsd. €). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 79,4 % (VJ: 82,2 %). Das Umlaufvermögen hat sich auf 7.998,8 Tsd. € (VJ: 6.814,7 Tsd. €) erhöht. Sein Anteil an der Bilanzsumme liegt nun bei 20,2 % (VJ: 17,3 %). Das Eigenkapital einschließlich Sonderposten stieg auf 36.227,6 Tsd. € (VJ: 35.088,1 Tsd. €). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 80,0 % (VJ: 78,1 %). Der Anteil des Fremdkapitals (Verbindlichkeiten) liegt bei 1.240,6 Tsd. € bzw. 3,1% (VJ: 3,0 %). Die Zahlungsfähigkeit des Theaters war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Investitionen und Finanzierung Das Ausgabevolumen des Vermögensplanes des Wirtschaftsjahres 2019/20 beträgt 440.000,00 € (Vor- jahr: 440.000,00 €). Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in einer Gesamthöhe von 825.210,48 € (Vorjahr: 998.837,58 €) getätigt. Die Summe der im Berichtsjahr beschafften „Geringwertigen Wirtschaftsgüter“, beträgt 80.750,19 € (Vorjahr: 76.203,17 €).Seite 35 von 64 Zusammenfassung der getätigten Investitionen 2019/20 Softwarelizenzen 3.031,12€ Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00€ Betriebs- und Geschäftsausstattung - Bühnentechnik und techn. Direktion 50.299,83 € - Theaterwerkstätten 2.709,93 € - Beleuchtung 77.277,79 € - Ton/ Elektroakustik 254.948,48 € - Kostümabteilung/Maske 4.504,12 € - Schauspielhaus 1.709,04 € - Musik. Spielleitung 54.978,00 € - Controlling und EDV 2.821,68 € 449.248,87€ Fahrzeuge 287.029,24€ Anlagen im Bau 5.151,06€ Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nicht im 80.750,19€ Vermögensplan enthalten sind Summe der getätigten Investitionen 825.210,48€ In der Spielzeit 2019/20 wurde das Mischpult einschl. Peripherie mit einem Betrag von 315.926,78 € aktiviert. Im Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2018/19 war ein Betrag von 510.000,00 € freigegeben worden. Im Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2019/20 wurde ein Betrag von 225.000,00 € für einen 27-t-LKW mit ATL-Hakenliftaufbau freigegeben. Der LKW wurde im Juli 2020 geliefert und aktiviert. Die Anschaffung des LKW wurde vom Land mit einem Zuschuss in Höhe von 216.781,11 € gefördert. Dieser Betrag fließt in den Gesamthaushalt der Bundesstadt Bonn ein. Bauvorhaben und Bauunterhaltung Gemäß Entscheidung des Oberstadtdirektors der Stadt Bonn vom Januar 1988 (s. auch Zuschuss durch die Bundesstadt Bonn) sind seit dem Wirtschaftsjahr 1989/90 erforderliche Ersatz- und Erweite- rungsinvestitionen an den eingebrachten Gebäuden („Dach und Fach“) - soweit diese nicht theaterspe- zifisch sind - aus dem Vermögenshaushalt der Bundesstadt Bonn zu finanzieren. Auf Basis des Ratsbeschlusses vom 06.07.2017 ist das SGB zuständig, die laufenden Arbeiten für die Bauunterhaltung im Theater Bonn zu gewährleisten. Zuschuss durch die Bundesstadt Bonn Aufgrund der Entscheidung des Oberstadtdirektors der Bundesstadt Bonn (Mitteilung des Dezernates IV vom 12.01.1988 und Vermerk des Amtes 20 vom 05.01.1988) sind hinsichtlich des Umfangs der Verlustübernahme durch die Bundesstadt Bonn folgende Regelungen getroffen worden:Seite 36 von 64 - Abschreibungen auf Gebäude und Gebäudebestandteile des Theaters werden nicht in den Zu- schuss, der aus dem städtischen Haushalt finanziert wird, einbezogen. Erforderliche Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sind ab dem Wirtschaftsjahr 1989/90 im städtischen Vermögenshaus- halt zu veranschlagen. Eine Belastung des Theaters mit Zinsen und Tilgung entsteht nicht. - Die Abschreibungen für Betriebseinrichtungen, die nicht Gebäudebestandteil sind, sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden dagegen in den Zuschuss einbezogen und ohne Be- schränkung dem Theater der Bundesstadt Bonn erstattet. - Nicht verausgabte Mittel des Vermögensplanes werden seit dem 01. August 2008 in der Bilanz in einem „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn“ zu- geführt. - Im Rahmen der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements für Gemeinden im Land NRW (NKF NRW) und im Hinblick auf die gemäß § 2 Abs. 1 NKFEG NRW bestehende Verpflichtung der Bundesstadt Bonn, zum 31. Dezember eines Jahres einen NKF- Gesamtabschluss aufstellen zu müssen, hat die Kämmerei der Bundesstadt Bonn im Wirtschafts- jahr 2008/09 gewünscht, dass das Theater der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2008 eine Ände- rung des Bilanzausweises vornimmt. In Anlehnung an die Anforderungen des NKF- Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn, in dem das Theater Bonn voll zu konsolidieren ist, hat das Theater daher zum 01. August 2008 erstmalig einen „Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens“ gebildet und im Berichtsjahr weiter fortentwickelt. - Die vorgenannten Regelungen wurden mit der Zusammenlegung der bis zum 31.07.1997 als kom- munaler Regiebetrieb geführten Oper mit dem bestehenden Eigenbetrieb Schauspiel für das Ge- samttheater als Eigenbetrieb übernommen. - Der Gesamtbetriebskostenzuschuss wird ab dem Berichtsjahr 2009/10 in einen Zuschuss für lau- fende Ausgaben (Betriebskostenzuschuss, BKZ) und einen Zuschuss für Investitionen (Inves- titionskostenzuschuss, IKZ) aufgeteilt. - Gemäß dem Wirtschaftsplan des Theaters für das Wirtschaftsjahr 2019/20 darf die Theaterleitung über den verbleibenden „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der Bun- desstadt Bonn(IKZ)“ wie auch über die „Investitionsrücklage“ für nicht geplante, zusätzliche Inves- titionen frei verfügen. b) Die Ertragslage Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung THEATER DER BUNDESSTADT BONN ist ein kommunaler Kulturbe- trieb (ohne eigene Rechtspersönlichkeit), der nicht auf die Erzielung eines Gewinns, sondern auf die Versorgung der Bevölkerung mit dem Kulturgut THEATER ausgerichtet ist. Der Gesamt-Betriebskostenzuschuss für das Theater der Bundesstadt Bonn beträgt gemäß dem gel- tenden Intendantenvertrag mit Herrn Dr. Bernhard Helmich insgesamt 27.081.992,00 €. Hinzuzurech- nen ist noch die – geschätzte - Tariferhöhung für 2019/20 in Höhe von 3.593.100,00 €, sodass der städtische Gesamt-Zuschussbetrag insgesamt 30.675.092,00 € beträgt; davon 30.235.092,00 € (BKZ) und 440.000,00€ (IKZ). In dem Betrag von 30.235.092,00 € sind 511.292,00 € aus einem Anspruch gegenüber der Stadt Bonn aus dem Jahr 2002 enthalten. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Stadt nicht geltend gemacht, bleibt aber als Forderung bestehen. Der Betriebskostenzuschuss beträgt 29.723.800,00 €, der Investitionskostenzuschuss beträgt 440.000,00 €. Der Gesamt-Betriebskostenzu- schuss 2019/20 beträgt somit 30.163.800,00 €. Die tatsächlich anfallenden Tarifsteigerungen werden während der Laufzeit des Intendantenvertrages mit Herrn Dr. Helmich von der Bundesstadt Bonn übernommen. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 beträgt die tatsächliche Tariferhöhung 3.493.244,79 € (VJ: 2.909.002,25 €). Nach der Berücksichtigung der bereits veranschlagten Tariferhöhung von 3.593.100,00 € muss das Theater Bonn an die Stadtverwaltung Bonn einen Betrag von 99.855,21 € erstatten. Der städtische Gesamtzuschuss verringert sich somit auf 30.063.944,80 €. ************Seite 37 von 64 Das Land NRW hat mit dem Zuwendungsbescheid vom 01. September 2019 eine Zuwendung in Höhe von 1.896.829,00 € für das Kalenderjahr 2019 bewilligt, von der ein Betrag in Höhe von 25.000,00 € für theaterpädagogische Maßnahmen einzusetzen ist. Von der vorgenannten Zuwendung entfällt ein Be- trag in Höhe von 790.329,00 € auf das Wirtschaftsjahr 2019/20. Mit Zuwendungsbescheid für das Kalenderjahr 2020 wurde eine Zuwendung in Höhe von 2.108.926,00 € bewilligt, von der auf das Wirtschaftsjahr 2019/20 eine Zuwendung in Höhe von 1.230.200,00 € entfällt. Von der Beethoven-Jubiläums GmbH haben wir für die Spielzeit 2019/20 einen Förderbetrag in Höhe von insgesamt 180.755,00 € für verschiedene Produktionen empfangen. Darüber hinaus haben wir vom Förderverein Musikalisches Kindertheater für den Kinderchor einen Zu- schuss in Höhe von 2.000,00 € und für die Produktionen Faust und Brundibár jeweils eine Förderung von 2.500,00 € erhalten. Außerdem werden wir vom Freundeskreis des Hauses bei einzelnen Produk- tionen des Theaters finanziell unterstützt. Ergebnis Im Wirtschaftsplan 2019/20 ist eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 1.017.196,00 € für „nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen“ veranschlagt. Das Wirtschaftsjahr 2019/20 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 874.593,64 € (Vorjahr: - 1.437.640,15 €) ab, so dass ein Betrag in Höhe von 1.891.789,64 € (Vorjahr: Entnahme 420.551,15 €) der satzungsmäßigen Rücklage zugeführt wird. Entwicklung der satzungsmäßigen Rücklage Die satzungsmäßige Rücklage hat sich wie folgt entwickelt (Stand jeweils Ende des Wirtschaftsjahres): 2011/12 4.200.527,64 € 2012/13 2.186.532,00 € 2013/14 821.875,98 € 2014/15 854.812,62 € 2015/16 889.628,95 € 2016/17 1.600.070,12 € 2017/18 2.387.263,66 € 2018/19 1.966.712,51 € 2019/20 3.858.502,15 €Seite 38 von 64 Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn Teilbereich: Musiktheater - Oper/Tanz Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn Teilbereich: Oper/Tanz Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick") 1. Neuinszenierungen Oper im Großen Haus Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung West Side Story 15.09.2019 17 17.407 17.246 99,08% Der Rosenkavalier 06.10.2019 12 12.279 10.073 82,03% Cavalleria Rusticana/ Der Bajazzo 09.11.2019 11 11.257 7.857 69,80% Fidelio 01.01.2020 7 7.162 7.139 99,68% Ein Brief/ Christus am Ölberge 08.02.2020 2 2.046 1.416 69,21% Die Fledermaus 08.03.2020 1 1.024 985 96,19% Gesamtergebnis 50 51.175 44.716 87,38% 2. Wiederaufnahmen der Oper im Großen Haus Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Figaros Hochzeit 20.10.2019 5 5.115 3.968 77,58% Madama Butterfly 23.11.2019 6 6.139 4.571 74,46% Gesamtergebnis 11 11.254 8.539 75,88% 3. Sonstige Veranstaltungen der Oper im Foyer Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Führungen im Opernhaus 8 110 95 86,36% Sitzkissenkonzerte 4 620 471 75,97% Singender Advent 1 199 199 100,00% Matineen 4 398 305 76,63% Gesamtergebnis 17 1.327 1.070 80,63% Opernproduktionen Gesamt 78 63.756 54.325 85,21% 4. Sonstige Veranstaltungen Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Quatsch keine Oper 10 9.872 8.380 84,89% Singender Advent - Jauchzet Frohlocket- 1 884 489 55,32% Chinesisches Neujahrskonzert 1 1.024 690 67,38% Gesamtergebnis 12 11.780 9.559 81,15%Seite 39 von 64 5. Tanzgastspiele im Großen Haus Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Tanzgastspiele 13 13.312 12.560 94,35% Gesamtergebnis Tanz 13 13.312 12.560 94,35% 6. Neuinszenierungen Portal Oper (im Foyer) Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung Nils Karlssson Däumling (3 weitere VA im Foyer Schauspielhaus) 17.11.2019 6 368 314 85,33% Gesamtergebnis 6 368 314 85,33% 7. Wiederaufnahmen Portal Oper (im Foyer) Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Brundibár 07.09.2019 9 1.791 1.227 68,51% Gesamtergebnis 9 1.791 1.227 68,51% 8. Veranstaltungen mit freiem Eintritt Anzahl Angebot Besucher Nutzung Sonstige VA 2 325 323 99,38% Gesamtergebnis 2 325 323 99,38% 9. Eigene Gastspiele in fremden Theatern Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Ein Brief (Wien) 29.02.2020 1 634 491 77,44% Gesamtergebnis 1 634 491 77,44% Gesamtergebnis Musiktheater 121 91.966 78.799 85,68% (inkl. Besucher der Tanzgastspiele)Seite 40 von 64 Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten Spielstätte Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher Auslastung 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 Opernhaus 140 86 143.117 87.521 113.837 75.374 79,54% 86,12% Opernhaus, Foyer 53 32 4.673 3.486 3.171 2.611 67,86% 74,90% Opernhaus, Werkstatt- bühne 2 0 244 0 241 0 98,77% 0,00% Sonderveranstaltungen 11 2 1.555 325 1.537 323 98,84% 99,38% Eigene Gastspiele 0 1 0 634 0 491 0,00% 77,44% Gesamt 206 121 149.589 91.966 118.786 78.799 79,41% 85,68% Besucherstatistik Im Berichtsjahr 2019/20 haben insgesamt 78.799 (Vorjahr 2018/19 118.786) Besucherinnen und Besucher die Vor- stellungen des Musiktheaters und der Tanzgastspiele gesehen.Seite 41 von 64 Besucherstatistik - Teilbereich: Oper und Tanz Opernhaus Opernhaus Foyer Opernhaus Werkstatt Gesamt 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 Abonnenten 17.925 11.119 155 269 4 0 18.084 11.388 Volksbühne Bonn/ 17.974 11.926 44 40 57 0 18.075 11.966 Theatergemeinde Bonn Freier Verkauf (inkl. Personal- 72.841 51.402 2.857 2.284 164 0 75.862 53.686 und Gebührenkarten) Freikarten 5.097 927 115 18 16 0 5.228 945 Gesamt 113.837 75.374 3.171 2.611 241 0 117.249 77.985 Eigene Gastspiele 0 491 Sonderveranstaltungen 1.537 323 Summe 118.786 78.799Seite 42 von 64 Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn Teilbereich: Schauspiel Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick") 1. Neuinszenierungen des Schauspiels im Schauspielhaus Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung Minna von Barnhelm 12.09.2019 16 7.027 3.263 46,44% Vor Sonnenaufgang 02.10.2019 11 4.829 2.155 44,63% Die Marquise von O 08.11.2019 12 4.962 4.342 87,51% Der eingebildete Kranke 06.12.2019 8 3.513 2.956 84,14% Die Räuber 31.01.2020 7 3.072 3.029 98,60% König Lear 28.02.2020 2 878 630 71,75% Gesamtergebnis 56 24.281 16.375 67,44% 2. Wiederaufnahmen des Schauspiels im Schauspielhaus Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Frau Müller muss weg 05.10.2019 8 3.513 1.941 55,25% Linie 16 08.10.2019 5 2.195 1.726 78,63% Der Menschenfeind 19.12.2019 2 878 498 56,72% Eines langen Tages Reise 15.02.2020 1 439 122 27,79% Gesamtergebnis 16 7.025 4.287 61,02% 3. Neuinszenierungen des Schauspiels im Foyer des Schauspielhauses Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Nils Karlsson Däum- ling (siehe Portal Oper unter Musikthe- ater) 17.11.2019 3 210 203 95,71% Gesamtergebnis 3 210 203 95,71% 4. Wiederaufnahmen des Schauspiels im Foyer des Schauspielhauses Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Die Ratte 30.10.2019 6 360 112 31,11% Gesamtergebnis 6 360 112 31,11% 5. Gastspiele im Schauspielhaus Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Othello 2 878 506 57,63% Gesamtergebnis Gastspiele 2 878 506 57,63%Seite 43 von 64 6. Neuinszenierungen Werkstattbühne Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung In Stanniolpapier 13.09.2019 12 1.452 981 67,56% Infinito Nero 26.09.2019 3 363 317 87,33% Die Installation der Angst 31.10.2019 11 1.331 1.269 95,34% Lieber Gold im Mund... 19.12.2019 5 605 386 63,80% Apeiron 24.01.2020 5 605 368 60,83% Gesamtergebnis 36 4.356 3.321 76,24% 7. Wiederaufnahmen Werkstattbühne Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung Oh wie schön ist Malta 01.10.2019 5 605 358 59,17% Warten auf Godot 05.10.2019 5 605 479 79,17% Jakob der Lügner 05.11.2019 5 605 367 60,66% In and out Hannah Arendt 12.11.2019 4 484 384 79,34% Die Nase 04.02.2020 1 121 35 28,93% Gesamtergebnis 20 2.420 1.623 67,07% 8. Neuinszenierungen Portal Schauspiel Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung Viele Grüße, deine Giraffe 28.09.2019 15 1.050 857 81,62% Die Götterolympiade 27.11.2019 4 484 465 96,07% Mädchen wie die 29.02.2020 2 242 222 91,74% Gesamtergebnis 21 1.776 1.544 86,94% 9. Wiederaufnahmen Portal Schauspiel Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung Ein Sommernachts- traum 12.10.2019 12 5.270 3.659 69,43% 33 Bogen und ein Teehaus 19.11.2019 5 605 397 65,62% Gesamtergebnis 17 5.875 4.056 69,04% 10. Eigene Gastspiele in auswärtigen Theatern Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Eines langen Tages Reise (Liechten- stein) 10.03.2020 1 295 131 44,41% Gesamtergebnis Eigene Gast- spiele 1 295 131 44,41%Seite 44 von 64 11. Veranstaltungen mit freiem Eintritt Anzahl Angebot Besucher Nutzung Sonstige VA 2 160 160 100,00% Gesamtergebnis 2 160 160 100,00% 12. Außenspielstätte -Autotheater- Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung Linie 16 6 246 207 84,15% Sitzkissenkonzerte 2 82 31 37,80% Gesamtergebnis Autotheater 8 328 238 72,56% Gesamtergebnis Schauspiel 188 47.964 32.556 67,88%Seite 45 von 64 Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten Spielstätte Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher Auslastung 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 Schauspielhaus 150 84 65.349 36.576 44.764 24.321 68,50% 66,49% Foyer Schauspielhaus 21 26 1.583 2.498 1.049 1.678 66,27% 67,17% Werkstattbühne 94 67 11.375 8.107 7.906 6.028 69,50% 74,36% Außenspielstätten 8 8 231 328 187 238 80,95% 72,56% Eigene Gastspiele 4 1 120 295 120 131 100,00% 44,41% Sonderveranstaltungen 1 2 300 160 300 160 100,00% 100,00% Gesamt 278 188 78.958 47.964 54.326 32.556 68,80% 67,88% Besucherstatistik Im Berichtsjahr 2019/20 haben insgesamt 32.556 (Vorjahr 2018/19 54.326) Besucherinnen und Besucher die Vor- stellungen des Schauspiels Bonn gesehen.Seite 46 von 64 Besucherstatistik - Teilbereich: Schauspiel Schauspielhaus Foyer Schauspielhaus Werkstattbühne Außenspielstätten Gesamt 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 Abonnenten 9.106 5.311 58 18 909 613 54 0 10.127 5.942 Volksbühne Bonn/ 6.455 3.310 0 4 910 469 0 0 7.365 3.783 Theatergemeinde Bonn Freier Verkauf (inkl. Personal- 26.628 15.300 929 1.622 5.309 4.585 128 238 32.994 21.745 und Gebührenkarten) Freikarten 2.575 400 62 34 778 361 5 0 3.420 795 Gesamt 44.764 24.321 1.049 1.678 7.906 6.028 187 238 53.906 32.265 Eigene Gastspiele 120 131 Sonderveranstaltungen 300 160 Summe 54.326 32.556Seite 47 von 64 Abonnementsstruktur Für die Spielzeit 2019/20 wurden insgesamt folgende Abonnements verkauft: Abonnement 2019/20 2020/21 (Stand:11.01.2020) Premieren – Abonnement Oper 232 - Abonnement Oper MIDO 90 - Abonnement Oper Fr 79 - Abonnement Oper SA 69 - Abonnement Oper SO 80 - Abonnement Oper SON (Sonntagnachmittag Oper) 74 - Abonnement OK (Oper-Konzert) 9 - Ballett/Tanz Groß 158 301 Ballett/Tanz Klein 192 - Ballett/Tanz Int. Tanz (4 Gutscheine) 0 - Premieren-Abonnement Schauspiel 54 - Abonnement Schauspiel FR 44 - Abonnement Schauspiel SA 31 - Abonnement Schauspiel SO 62 - Abonnement Schauspiel Klassik nur 2018/19 0 - Abonnement PREM WB ab 2015/16 38 - Abonnement Schauspiel DO ab 2015/16 60 - Abonnement Schauspiel Mi ab 2015/16 31 - Wahlabonnement O (4 Gutscheine) 130 6 Wahlabonnement O (6 Gutscheine) 176 3 Wahlabonnement O (8 Gutscheine) 296 6 Wahlabonnement OS (Oper-Schauspiel) 231 14 Wahlabonnement S (4 Gutscheine) 41 6 Wahlabonnement S (6 Gutscheine) 90 10 Wahlabonnement S (8 Gutscheine) 133 13 Schulklassenabonnement 3.851 227 Young & More-Card (einmaliger Neuerwerb) 2.676 2.676 TheaterCard 1 + 2 9 1 TheaterCard 2 + 2 22 9 SONDER-ABO - Wahlabo O+S (Theaterfest) 118 - Weihnachts-Abo O+S (2+2) 27 2 Summe 9.103 3.274 Einnahmen 491.177,00 € 93.582,00 € Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden in der Spielzeit 2020/21 nur wenige Abonnements angeboten.Seite 48 von 64 III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht / Voraussichtliche Entwicklung Prognosebericht Künftige Entwicklung des Theaters Für die Laufzeit des Vertrages mit Herrn Dr. Helmich besteht bis Juli 2023 weiter finanzielle Planungs- sicherheit bezüglich des städtischen Betriebskostenzuschusses. Wegen der ab der Spielzeit 2018/19 damit verbundenen Kürzungen (in der Spielzeit 2019/20 410.000 €) ist die gleichzeitige Erhöhung der Landeszuwendung für das Theater besonders wichtig. Hierfür besteht Sicherheit bis Dezember 2022. Gegenüber der Spielzeit 2017/18 ist die Landeszuwendung in der Spielzeit 2019/20 um ca. 488.000 € gestiegen. Insbesondere der sorgfältige Umgang mit diesen Mitteln hilft dem Theater, die finanziellen Herausforderungen zu meistern und auch notwendige, insbesondere im Personalbereich erforderliche Korrekturen der früheren intensiven Kürzungen des Theateretats vorzunehmen. Bestandsgefährdende Risiken traten im Berichtszeitraum nicht auf, neben dem enormen Reparaturstau und der ausstehenden, aber dringend erforderlichen politischen Entscheidung zur Zukunft der Theater- liegenschaften, sind derzeit und sicherlich auch in den nächsten Jahren die COVID-19-Pandemie und deren Folgen beherrschendes Thema. Die finanziellen Auswirkungen sind derzeit nicht konkret abseh- bar. Zu einzelnen Punkten werden im Rahmen des folgenden Chancen- und Risikoberichts und bei der voraussichtlichen Entwicklung Aussagen getroffen. Chancen- und Risikobericht, voraussichtliche Entwicklung Umgang mit der COVID-19-Pandemie Zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie hat sich die Theaterleitung von Beginn an folgende Ziele gesetzt: Sorgfältige und den aktuellen Anforderungen angepasste Planung des künstlerischen Betrie- bes, Fürsorge für die Mitarbeitenden, die gastverpflichteten Künstlerinnen und Künstler (einschl. Agenturen und Verlage) und unser Publikum, Nutzung von Möglichkeiten zur Kostenreduzierung im Rahmen der Gesamtverantwortung für den Theaterbetrieb und die finanzielle Gesamtsituation der Stadt Bonn, Spätfolgen wie voraus- sichtlich länger anhaltende Zurückhaltung beim Publikum und damit einhergehende Einnahme- verluste einplanen, so weit möglich, Perspektiven des Theaters und der Bonner Kulturszene während und auch nach der Pandemie entwickeln, Imagekampagne für Bonner Kulturszene gemeinsam initiieren. Erläuterung der Zielsetzungen: Vom gewohnten Programm für eine gesamte Spielzeit haben wir uns sehr früh verabschiedet und For- mate entwickelt, die „coronagerecht“ aufgeführt werden und die wir grundsätzlich mit unseren festen Ensembles realisieren können. Planungen für einige ursprünglich vorgesehene Produktionen konnten so früh gestoppt werden, dass Kostenreduzierungen möglich sind. Die Theaterleitung hat hierbei auch mit schmerzhaften Einschnitten in künstlerische Prozesse reagiert, hierzu gab es intensive Austausche auf Leitungsebene und ständige Informationen an die Kolleginnen und Kollegen, um die notwendigen Entscheidungen transparent zu machen. Die ständig notwendigen Änderungen der Disposition stellen dabei eine enorme Herausforderung für alle Gewerke des Theaters dar. Zu den Auswirkungen der Schließung des Theaters aufgrund der Coronaschutzverordnung wird auf die Ausführungen im Anhang (Nachtragsbericht) verwiesen.Seite 49 von 64 Verkürzte Spielzeit und daraus resultierende Einnahmeverluste Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten alle Veranstaltungen seit 11. März 2020 bis zum Spielzeit- ende abgesagt werden. Die Ticketerstattung lief zum Teil über die Theaterkassen, zum Großteil jedoch per Rücküberweisung über Bonnticket und Eventim. Die Rückerstattung war in großen Teilen im August 2020 abgeschlossen, einige Einzelfälle tauchen jedoch noch auf. Geplant waren Einnahmen aus Kartenverkäufen in Höhe von 3.750.000 €. Tatsächlich eingenommen wurden 2.495.526,15 €. Dies führt zu einem Einnahmeverlust in Höhe von 1.254.473,85 €. Dies ist besonders schmerzlich, da die Spielzeit bis einschließlich Februar so fantastisch lief, dass die Einnahmeerwartungen zu diesem Zeitpunkt bereits überschritten wurden. Kurzarbeit Bereits ab 16.03.2020 konnte der überwiegende Teil des künstlerischen Personals nicht mehr in vollem Umfang eingesetzt werden. Auch Zugehörige zu Risikogruppen und Mitarbeitende des TVöD wurden nach und nach, teilweise bis zu 100 %, von der Arbeit freigestellt, um der Fürsorgepflicht gerecht zu werden oder weil keine Möglichkeit der Beschäftigung mehr bestand. Kostümabteilung und Maske kümmerten sich bis Mai 2020 noch um die Herstellung von Behelfsmasken bzw. die Werkstätten schnit- ten Plexiglasscheiben für publikumsintensive Bereiche zu und stellten diese der Stadt Bonn für ent- sprechende Einrichtungen zur Verfügung. Durch den Abschluss des TV COVID TVöD bzw. TV COVID NV Bühne konnten viele Mitarbeitende sowie Gäste ab Mai 2020, soweit erforderlich, über Kurzarbeit abgerechnet werden, um so die Perso- nalkosten zu reduzieren und betriebsbedingte Kündigungen ausschließen zu können. Gäste Bei den Selbstständigen wurden entsprechend den erbrachten Leistungen unabhängi
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de