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210689 · Beschlussvorlage

Feststellung des Jahresabschlusses des Theater der Bundesstadt Bonn 2019/20 (01.08.2019 – 31.07.2020) Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung der Betriebsleitung

Nummer
210689
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
17.05.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Kulturausschusses 08.06.2021 Empfehlung
  2. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung
  3. Sitzung des Rates 28.06.2021 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 210693 Entlastung des Kulturausschusses für das Wirtschaftsjahr 2019/20 des Theater Bonn

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Beschlussvorlage
öffentlich
210689
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Feststellung des Jahresabschlusses des Theater
der Bundesstadt Bonn 2019/20 (01.08.2019 –
31.07.2020)
Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung
der Betriebsleitung
Beratungsfolge
Kulturausschuss 08.06.2021 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
09.06.2021 Empfehlung
Rat 24.06.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 wird ein Betrag in Höhe von
1.891.789,64 € in die satzungsmäßige Rücklage des Theater Bonn
eingestellt.
Der Jahresüberschuss, der sich zum großen Teil aus „nicht zu
erstattenden Gebäudeabschreibungen“ erklärt, wird aus der hierfür
vorgesehenen allgemeinen Rücklage gedeckt
(Jahresüberschuss 874.593,64 € zzgl. Deckung aus der allgemeinen
Rücklage in Höhe von 1.017.196,00 € ergibt eine Zuführung zur
satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 1.891.789,64 €).
2. Der Rat der Bundesstadt Bonn nimmt von dem Ergebnis der Prüfung
des Jahresabschlusses der bestellten Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft HLB Schumacher GmbH, Münster,
Kenntnis und stellt den Jahresabschluss 2019/20 (01.08.2019 –
31.07.2020) - mit einer Bilanzsumme in Höhe von 39.658.800,56 € und
einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.891.789,64 € - und den
Lagebericht in der vorliegenden Fassung fest.
3. Den Betriebsleitern des Theater der Bundesstadt Bonn, dem
Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich und dem Kaufmännischen
Direktor Rüdiger Frings, wird gem. § 5 Abs.5 Satz 2 EigVO NRW
Entlastung erteilt.Seite 1 von 64
Seite 2
Begründung
Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (01.08.2019 –
31.07.2020) der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Theater der Bundesstadt
Bonn“ ist vom Rat der Bundesstadt Bonn gemäß §§ 4c (Zuständigkeit des
Rates) und 26 Abs. 2 (Rechenschaft) der EigVO NRW vom 16.11.2004 und §§
5 (Zuständigkeit des Rates) und 15 Nr. 3 (Jahresabschluss) der Satzung für
das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11. Mai 1998 festzustellen.
Der Wirtschaftsplan 2019/20 wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn am
04. Juli 2019 (DS-Nr.: 1911549) beschlossen. Gegenüber dem geplanten
Verlust in Höhe von 1.477.479 € (nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen
1.017.100 € und einer Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe
von 460.379 €) beträgt der tatsächliche Überschuss 874.593,64 € (Vorjahr:
Fehlbetrag 1.437.640,15 €).
Die nicht zu erstattende Gebäudeabschreibung in Höhe von 1.017.196 €
werden diesem Jahresüberschuss hinzugerechnet, sodass der
satzungsmäßigen Rücklage ein Betrag in Höhe von 1.891.789,64 € (Vorjahr:
Entnahme 420.551,15 € aus der satzungsmäßigen Rücklage) zugeführt werden
kann. Ausweislich des beigefügten Jahresabschlusses zum 31.07.2020 beträgt
die „Allgemeine Rücklage“ 15.014.664,92 €. Der Stand der satzungsmäßigen
Rücklage zum 31.07.2020 beträgt 3.858.502,15 €.
Der Jahresüberschuss erklärt sich u.a. durch folgende Faktoren:
 Erhöhung des Landeszuschusses
Der Landeszuschuss wurde erhöht, die Mittel wurden umsichtig
verwendet.
 Einnahmen bis zum Lockdown im März 2020
Die Produktionen in der Spielzeit 2019/20 wurden sehr gut
angenommen, die tatsächlichen Einnahmen lagen bis zum Lockdown im
März 2020 über den Prognosen.
 Umgang mit der Pandemie, Ausgabenreduzierung
Nach dem Lockdown hat das Theater Bonn sofort reagiert und in
Bereichen, in denen dies möglich war, Kurzarbeit eingeführt. Zudem
wurde produktionsbezogen gehandelt und damit Kosten, wie z.B. für
Gäste, Hotels und Reisen reduziert.
 Personalrückstellungen in Folge der Kurzarbeit
Vor Umsetzung der Kurzarbeit mussten Resturlaube und vorhandene
Mehrarbeitsstunden abgebaut werden. Dies führte bei den bilanziell
vorzunehmenden Personalrückstellungen zu einem den
Jahresabschluss begünstigenden Betrag in Höhe von 679.200,00 €.Seite 2 von 64
Seite 3
Hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, der Buchführung
und des Jahresabschlusses 2019/20 sowie des Lageberichts haben sich keine
Beanstandungen ergeben, so dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB
Schumacher GmbH, Münster, unter dem 20.01.2021 für den Jahresabschluss
und den Lagebericht des Eigenbetriebes „Theater der Bundesstadt Bonn“
folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:
An das Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn:
Prüfungsurteile
„Wir haben den Jahresabschluss des Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn, -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2020 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli
2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des Theater der Bundesstadt
Bonn, Bonn, für das Wirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2020
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse
 entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i. V. m. den einschlägigen
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Theaters zum
31. Juli 2020 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1.
August 2019 bis zum 31. Juli 2020 und
 vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage des Theaters. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-
Westfalen und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW sowie unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. UnsereSeite 3 von 64
Seite 4
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Theater der Bundesstadt
Bonn unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Die Theaterleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses,
der den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes
Nordrhein-Westfalen in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Theaters vermittelt. Ferner ist die Theaterleitung verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben,
um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen
ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Theaterleitung dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Theaters zur Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung,
Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist die Theaterleitung verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in
Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Theaterleitung
verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der
Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Betriebsausschuss, dessen Aufgaben der Kulturausschuss wahrnimmt, ist
verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des
Theaters zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.Seite 4 von 64
Seite 5
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters vermittelt sowie in
allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in
Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Haushaltswirkung
Das Theater der Bundesstadt Bonn ist gemäß § 56 Abs. 6 der KomHVO NRW
mit der Eigenkapitalspiegelmethode zu bewerten. Zu beachten ist in diesem
Zusammenhang, dass das Theater ein abweichendes Geschäftsjahr hat und
insofern eine Fortschreibung bzw. Rückrechnung des Eigen-kapitals zum
31.12. eines Jahres erfolgen muss. Zu diesem Zweck stellt das Theater jährlich
einen Zwischenabschluss zum 31.12. eines Jahres auf.
Der Zwischenabschluss zum 31.12.2019 weist ein Eigenkapital von
30.323.841,97 € aus. Gemäß § 9 KomHVO NRW ergibt sich in Höhe der
Differenz zum Buchwert des Theaters in der städtischen Bilanz (31.473.734,52
€) ein Abschreibungsbedarf des städtischen Buchwertes (1.149.892,55 €).
Anlage/nSeite 5 von 64
Seite 6
1 Theater Bonn 31.07.2020_Testatsexemplar (öffentlich)
2 Zwischenbilanz - GuV 31.12.2019 (öffentlich)
3 Besucherstatistik 2019_20 (öffentlich)
4 Übersicht über die Vergaben des 2. Halbjahres 2019-20 (öffentlich)Seite 6 von 64
Testatsexemplar
zur
Prüfung des Jahresabschlusses
zum 31. Juli 2020
und des
Lageberichtes 2019/20
des
Theater der Bundesstadt Bonn,
BonnSeite 7 von 64
Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn
Bilanz zum 31. Juli 2020
AKTIVA
31.07.2020
€
31.07.2019
€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 6.535,00 7.835,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.281.124,17 29.372.329,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 930.725,00 1.132.694,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.057.411,45 1.481.687,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.937,96 470.061,38
31.501.198,58 32.456.772,00
31.507.733,58 32.464.607,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 298.653,91 279.536,65
2. Theaterfundus 46.642,10 55.795,90
345.296,01 335.332,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Bundesstadt Bonn und andere Eigenbetriebe 4.733.254,34 4.669.952,71
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.811.965,58 1.694.703,70
7.545.219,92 6.364.656,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 108.317,86 114.723,41
7.998.833,79 6.814.712,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.233,19 198.214,59
39.658.800,56 39.477.533,96
PASSIVA
31.07.2020
€
31.07.2019
€
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 12.800.000,00 12.800.000,00
II. Rücklagen
1. Allgemeine Rücklage 15.014.664,92 16.031.860,92
2. Satzungsmäßige Rücklage 3.858.502,15 1.966.712,51
3. Investitionsrücklage 40.007,98 40.007,98
18.913.175,05 18.038.581,41
31.713.175,05 30.838.581,41
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.514.402,39 4.249.563,25
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.112.800,00 2.925.600,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 374.477,35 264.622,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.960,24 61.104,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesstadt Bonn 157.005,54 429.017,98
4. Sonstige Verbindlichkeiten 647.156,34 428.714,80
- davon aus Steuern: € 239.647,87 (i.Vj.: € 265.420,38)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 119.356,78 (i.Vj.: € 123.520,43)
1.240.599,47 1.183.459,04
E. Rechnungsabgrenzungsposten 77.823,65 280.330,26
39.658.800,56 39.477.533,96Seite 8 von 64
Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn
Gewinn- und Verlustrechnung 2019/20
2019/20
€
2018/19
€
1. Umsatzerlöse 3.408.754,87 4.462.310,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 33.237.353,68 32.359.603,13
3. Materialaufwand (Produktionsaufwand)
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene
Waren -1.346.745,62 -1.561.767,61
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen -5.752.378,21 -6.215.655,17
c) Beschäftigungsentgelte -2.000.265,40 -2.157.854,11
-9.099.389,23 -9.935.276,89
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.754.563,47 -17.703.034,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung -4.643.993,53 -4.755.095,95
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung:
€ 1.280.825,26 (i.Vj. € 1.278.146,97)
-21.398.557,00 -22.458.130,55
5. Erträge aus der Auflösung des
Sonderpostens zur Finanzierung des
Anlagevermögens 762.824,90 701.821,52
6. Aufwendungen aus der Zuführung zum
Sonderposten zur Finanzierung des
Anlagevermögens -1.029.727,04 -840.062,49
7. Abschreibungen -1.780.020,90 -1.718.910,52
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.206.475,33 -3.988.403,62
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -67,22
10. Ergebnis nach Steuern 894.763,95 -1.417.116,41
11. Sonstige Steuern -20.170,31 -20.523,74
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 874.593,64 -1.437.640,15
13. Entnahmen aus Rücklagen
a) aus der Allgemeinen Rücklage 1.017.196,00 1.017.089,00
b) aus der satzungsmäßigen Rücklage 0,00 420.551,15
1.017.196,00 1.437.640,15
14. Einstellungen in Rücklagen
in die satzungsmäßige Rücklage -1.891.789,64 0,00
-1.891.789,64 0,00
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00Seite 9 von 64
Anhang / Anlagenachweis
I. Allgemeines 2
II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3
1. Erläuterungen zur Bilanz 3
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7
III. Sonstige Angaben 9
IV. Anlagennachweis 13Seite 10 von 64
I. Allgemeines
Das Theater ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt Bonn mit Sitz in Bonn und
den Spielstätten in der Oper Bonn und dem Schauspielhaus Bad Godesberg sowie den Werkstätten
in Beuel.
Nach dem Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom 01. Juni 1995 wurden die zuvor
getrennten Sparten „Musiktheater und Ballett“ einerseits sowie „Schauspiel“ andererseits zum 01.
August 1997 unter einer Generalintendanz zusammengeführt. Danach war das Theater entsprechend
den Vorschriften über die Eigenbetriebe im Sinne von § 107 Abs. 2 der Gemeindeordnung für das
Land Nordrhein - Westfalen, der Eigenbetriebsverordnung und nach den Vorschriften der für das
bisher selbstständige Schauspiel geltenden Satzung vom 19. September 1985 in der Fassung vom
30. September 1994, zu führen. Die derzeit gültige Fassung der Satzung für das THEATER DER
BUNDESSTADT BONN wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn in seiner Sitzung am 07. Mai 1998
beschlossen. Sie trat am 11. Mai 1998 in Kraft.
Ab 01. August 2016 gilt eine neue Entgeltordnung (DS-Nr. 1610986). Gleichzeitig trat die vom Rat der
Bundesstadt Bonn am 18. April 2013 beschlossene Entgeltordnung für das Theater der Bundesstadt
Bonn außer Kraft.
Für die Aufstellung des Anhanges für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (01. August 2019 bis 31. Juli 2020)
wurde die EigVO für das Land Nordrhein - Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 16.
November 2004 - zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 08. Juli 2016 (GV. NRW
S. 559) - zugrunde gelegt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die allgemeinen Vorschriften, die
Ansatzvorschriften, die Vorschriften über die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung, die
Bewertungsvorschriften und die Vorschriften über den Anhang für den Jahresabschluss der großen
Kapitalgesellschaften im Dritten Buch des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinien-
Umsetzungsgesetzes (BilRUG) gemäß § 21 EigVO NRW beachtet.
Die Gliederungen der §§ 22 Abs. 1 (Bilanz) und 23 Abs. 1 (Gewinn- und Verlustrechnung) EigVO
wurden angewandt.
Dabei wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite der Bilanz unter Position B.I.2 der
"Theaterfundus" und auf der Passivseite unter der Position B der „Sonderposten für
Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ ausgewiesen.
Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Position "Materialaufwand" in
"Produktionsaufwand" umbenannt und um die Position 3c "Beschäftigungsentgelte"
(Personalaufwand und soziale Abgaben für produktionsbezogen beschäftigtes künstlerisches
Personal) erweitert. Die Positionen „5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für
Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ und „6. Aufwendungen aus der Zuführung zum
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ wurden im Zuge der Einführung des
Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) für die Gemeinden im Land NRW ab dem
Wirtschaftsjahr 2008/09 aufgenommen. Die Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater
angewiesen, ab dem Berichtsjahr 2008/09 einen Sonderposten auszuweisen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr übernommen.Seite 11 von 64
II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Erläuterungen zur Bilanz
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das von der Bundesstadt Bonn eingebrachte Kapital wurde dem Theater der Bundesstadt Bonn als
Sondervermögen übertragen.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB,
angesetzt.
Soweit Gegenstände bereits vor der Einlage genutzt wurden (Betriebsvorrichtungen und Ausstattung
Schauspielhalle Beuel) entspricht der Einlagewert dem Buchwert zum Zeitpunkt der Einlage
(01.08.1996). Die planmäßigen Abschreibungen ergaben sich durch die Verteilung der Einlagewerte
auf die unterschiedliche Restnutzungsdauer. Im Übrigen ist die Zusammensetzung des
Anlagevermögens dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen (Anlage).
Die Zugänge bei den "geringwertigen Wirtschaftsgütern" wurden in Anlehnung an die Vorschriften
des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG (Sammelposten) abgeschrieben.
Die Vorräte sind am Bilanzstichtag durch Inventur körperlich aufgenommen und unter Beachtung des
Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Bilanzansätze im Bereich der Werkstätten Beuel bzw. in
den verschiedenen Abteilungen des Schauspiels und der Oper wurden anhand der Zugänge der
letzten drei Jahre als Durchschnittswerte ermittelt.
Der Vorratswert der Theaterfundi wurde unter Berücksichtigung der Zugänge des Berichtsjahres und
altersbedingter Gängigkeitsabschläge angesetzt. Dem strengen Niederstwertprinzip wurde Rechnung
getragen.
Die Forderungen werden zu Nennwerten bilanziert.
Bei den Forderungen gegen Bundesstadt Bonn und andere Eigenbetriebe handelt es sich im
Wesentlichen um den Rest-Zuschuss der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2020 in Höhe von
4.341.188,52 € (Vorjahr: 4.206.388,52 €). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit unter
1 Jahr.
Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält gemäß der Satzung von der Bundesstadt Bonn einen zur
Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der
Verpflichtung eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Im Wirtschaftsjahr
2019/20 hat das Theater aufgrund der Regelungen im Intendantenvertrag einen Anspruch auf einen
Gesamt-Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.675.092,00 €, davon 30.235.092,00 €
Betriebskostenzuschuss und 440.000,00 € Investitionskostenzuschuss. In dem Betrag von
30.235.092 € sind 511.292,00 € aus einem Anspruch gegenüber der Stadt Bonn aus dem Jahr 2002
enthalten. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Stadt nicht geltend gemacht, bleibt aber als
Forderung bestehen. Der Betriebskostenzuschuss beträgt somit 29.723.800,00 €.
Die tatsächliche Tariferhöhung im Berichtsjahr beträgt 3.493.244,79 € und liegt um 99.855,21 € unter
dem im Wirtschaftsplan berücksichtigten Betrag von 3.593.100,00 €. Um diesen Betrag verringert sich
der Gesamtbetriebskostenzuschuss auf 29.623.944,79 €.
Bei dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Zahlungen, die den Aufwand
des Wirtschaftsjahres 2020/21 betreffen. 3Seite 12 von 64
Das Eigenkapital des THEATERS DER BUNDESSTADT BONN beläuft sich nach Abschluss des
Wirtschaftsjahres 2019/20 unter Berücksichtigung des Zuschusses der Bundesstadt Bonn auf
31.713.175,05 € (Vorjahr: 30.838.581,41 €).
Die Zusammensetzung des Eigenkapitals:
Stammkapital des Bereiches Schauspiel 6.650.000,00 €
Stammkapital des Bereiches Oper 6.150.000,00 €
Rücklagen 18.913.175,05 €
Bilanzgewinn/-verlust 0,00 €
Stand: 31. Juli 2020 31.713.175,05 €
Der Bilanzgewinn/-verlust entwickelt sich wie
folgt:
Jahresüberschuss 874.593,64 €
Entnahme aus der allgemeinen Rücklage
1.017.196,00 €
Zuführung zur satzungsmäßigen Rücklage 1.891.789,64 €
Stand: 31. Juli 2020 0,00 €
Die Entwicklung der Rücklagen:
1. Allgemeine Rücklage
Stand: 01. August 2019 16.031.860,92 €
Entnahme -1.017.196,00 €
Stand 31. Juli 2020 15.014.664,92 €Seite 13 von 64
Bei der Entnahme handelt es sich um die nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen.
Mit Schreiben vom 23. Januar 2002 hat die Kämmerei der Regelung zugestimmt, dass die
nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen im Jahr des Anfalls aus der allgemeinen
Rücklage entnommen werden sollen. Durch die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage
steht der Ausweis der allgemeinen Rücklage im Einklang mit der durch die Abschreibung
bedingten Reduzierung der Buchwerte des durch die Bundesstadt eingebrachten
Anlagevermögens.
Einlagen der Bundesstadt Bonn 41.419.575,02 €
Nicht erstattungsfähige Gebäude-
Abschreibungen bis zum 31.07.2020 -22.701.767,68 €
Umgliederung zur Bildung des Sonderpostens
zur Finanzierung des Anlagevermögens
zum 31. Juli 2008 -3.435.739,45 €
Umgliederung zur Bildung einer
Investitionsrücklage zum 31. Juli 2009 -249.700,00 €
Entnahmen zur Kapitalerhöhung gemäß
Ratsbeschluss vom 13. Dezember 2001 -17.702,97 €
15.014.664,92 €
2. Satzungsmäßige Rücklage
Stand: 01. August 2019 1.966.712,51 €
Zuführung 2019/20 1.891.789,64 €
Stand: 31. Juli 2020 3.858.502,15 €
3. Investitionsrücklage
Stand: 01. August 2019 40.007,98 €
Stand: 31. Juli 2020 40.007,98 €
Rücklagen Gesamt 18.913.175,05 €
Zum 31. Juli 2009 hat das Theater eine zweckgebundene Investitionsrücklage für die im
Wirtschaftsjahr 2008/09 nicht durchgeführten Investitionen ins Anlagevermögen durch Umgliederung
aus der allgemeinen Rücklage gebildet. Diese Investitionen waren im Vermögensplan des
Wirtschaftsjahres 2008/09 enthalten und wurden mit Zustimmung der Kämmerei der Bundesstadt
Bonn vom 28. Januar 2010 als Planausgaben in die Vermögenspläne der nachfolgenden
Wirtschaftsjahre übertragen.
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Der „Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ wurde erstmals im Berichtsjahr
2008/09 gebildet.
In Anlehnung an die Anforderungen des NKF-Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn hat das
Theater ab dem Berichtsjahr 2008/09 einen „Sonderposten für Investitionszuschüsse zumSeite 14 von 64
Anlagevermögen“ gebildet. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte im Zuge einer Umgliederung aus
der „Allgemeinen Rücklage“.
Zum 31.12.2010 musste die Stadt Bonn einen Gesamtabschluss vorlegen.
Auf Wunsch der Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater bereits ab dem Berichtsjahr
2008/09 den Sonderposten errechnet und ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte
entsprechend der Abschreibung der entsprechenden Anlagegüter.
Es bestehen folgende Rückstellungen
Rückstellungen
Stand
01.08.2019
Inanspruch-
nahme Auflösung Zuführung
Stand
31.07.2020
Nicht genommener Urlaub 1.202.900,00 € 1.202.900,00 € 670.300,00 € 670.300,00 €
Jahressonderzahlung nach TVÖD 381.600,00 € 381.600,00 € 0,00 € 367.700,00 € 367.700,00 €
Überstunden/ Mehrarbeit/
Zuschläge 186.400,00 € 186.400,00 € 0,00 € 53.700,00 € 53.700,00 €
Jubiläumsgratifikationen 24.200,00 € 1.300,00 € 0,00 € 1.000,00 € 23.900,00 €
Altersteilzeit 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Sonstige Teilzeitmodelle (Sabbatjahr) 142.000,00 € 82.000,00 € 0,00 € 48.000,00 € 108.000,00 €
Ausstehende Jahresprämie (LOB) 137.300,00 € 137.300,00 € 0,00 € 134.800,00 € 134.800,00 €
Summe personalbezogene
Rückstellungen 1.358.400,00€
Honorarrückstellungen 0,00 € 0,00 € 0.00 € 130.500,00 € 130.500,00 €
Ausstehende Rechnungen 42.400,00 € 17.500,00 € 0,00 € 0,00 € 24.900,00 €
Prozesskostenrückstellungen 200.000,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 200.000,00 €
Aufstellung und Prüfung
Jahresabschluss 59.500,00 € 34.500,00 € 0,00 € 23.800,00 € 48.800,00 €
Nicht eingelöste Wahl-Abonnenten-
Gutscheine 139.900,00 € 139.900,00 € 0,00 € 130.000,00 € 130.000,00 €
Aktive Geschenk- und Wertgutscheine 141.300,00 € 0,00 € 0,00 € 45.500,00 € 186.800,00 €
Unterlassene Instandhaltung 268.100,00 € 268.100,00 € 0,00 € 33.400,00 € 33.400,00 €
2.925.600,00 € 2.451.500,00 € 0,00 € 1.638.700,00 € 2.112.800,00 €
Die „Rückstellungen“ wurden nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung in Höhe der
voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.
Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens
Stand: 01. August 2019 4.249.563,25 €
Zuführung des verwendeten investiven Zuschusses 2019/20 715.761,82 €
Zuführung des nicht verwendeten investiven Zuschusses 2019/20 313.965,22 €
Abgänge Investitionen 31.07.2020 -2.063,00 €
Auflösung 2019/20 -762.824,90 €
Stand: 31. Juli 2020 4.514.402,39 €Seite 15 von 64
Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen erfasst. Es handelt sich hier um
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr.
Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um im Voraus gezahlte
Abonnenten-Gelder und Einzelkartenkäufe für die Spielzeit 2019/20.
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
b) Umsatzerlöse
Die Tourismus- & Congress GmbH, Bonn, hat im Frühjahr 2010 das Kartenverkaufssystem „CTS-
Eventim“ eingeführt. Die Sparte Ticketing (BonnTicket) wurde später verkauft. Das Theater hat nach
erfolgter Ausschreibung der Bietergemeinschaft BONNTICKET/DERTICKETSERVICE ab der
Spielzeit 2011/12 (ab 01.08.2011) einen Auftrag über die Bereitstellung des Ticket-Verkaufssystems
„CTS“ erteilt.
Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten
Oper/Tanz Schauspiel Theater gesamt
Opernhaus 2.059.077,15 € 0,00 € 2.059.077,15 €
Kammerspiele 0,00 € 359.151,65 € 359.151,65 €
Portal 36.240,40 € 0,00 € 36.240,40 €
Werkstattbühne 0,00 € 47.608,45 € 47.608,45 €
Autotheater 6.555,00 € 6.555,00 €
Einnahmen aus dem Verkauf von
Eintrittskarten 2.101.872,55 € 406.760,10 € 2.508.632,65
Sonstige Einnahmen
Oper/Tanz Schauspiel Theater Gesamt
Erlöse aus Vermietung 447.715,08 € 153.420,00 € 601.135,08 €
Einnahmen aus
Programmheftverkauf 15.129,40 € 3.240,50 € 18.369,90 €
Umtauschgebühren 0,00 € 3.542,30 € 3.542,30 €
Vorverkaufsgebühren 120.270,20 € 73.505,11 € 193.775,31 €
Sonstige Erlöse 46.207,86 € 37.091,77 € 83.299,63 €
Summe der sonstigen
Einnahmen 629.322,54 € 270.799,68 € 900.122,22 €
Summe der Umsatzerlöse 2.731.195,09 € 677.559,78 € 3.408.754,87 €
Die Darstellung entspricht internen Abrechnungsgrundlagen, nicht der handelsrechtlichen Gliederung.Seite 16 von 64
c) Sonstige betriebliche Erträge
Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält satzungsgemäß von der Bundesstadt Bonn einen zur
Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der Verpflichtung
eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Für die Spielzeit 2019/20 teilt sich der
Zuschuss der Bundesstadt Bonn wie folgt auf:
Gesamt-Betriebskostenzuschuss lt. Wirtschaftsplan 30.675.092,00 €
./. Anspruch aus 2002 (bleibt als Forderung bestehen) 511.292,00 €
+ zusätzliche Investitionen 589.727,04 €
./. Rückzahlung an die Stadt Bonn aus endgültiger Berechnung
der tatsächlichen Tarifsteigerung 2019/20 (unter Ansatz) 99.855,21 €
Korrigierter Gesamtzuschuss 30.653.671,83 €
**********
Bei den Zuwendungen des Landes NRW handelt es sich um einen Zuschuss zu den Gesamt-Personalkosten
(Festangestellte + Gäste) vom Theater der Bundesstadt Bonn, die für das Haushaltsjahr 2019 auf einem
Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidenten der Bezirksregierung, Köln, vom 01. September 2019
gewährt werden.
Für das Haushaltsjahr 2020 liegt ein Zuwendungsbescheid des Landes NRW vom 15. August 2020.
Die ausgewiesenen Zuwendungen des Landes NRW entsprechen den anteilig auf das Wirtschaftsjahr 2019/20
entfallenden Anteilen des Zuschusses für die Haushaltjahre 2019 und 2020.
**********
Bei den sonstigen Zuschüssen handelt es sich um Zuschüsse verschiedener Fördermittelgeber, die unmittelbar
für einzelne Produktionen gewährt werden.
d) Personalaufwand
Die „Stellenübersicht für das Theater der Bundesstadt Bonn Wirtschaftsjahr 2019/20“ (DS-Nr.:
1911548) wurde am 04. Juli 2019 vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossen.
Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die zahlenmäßige
Entwicklung der Belegschaft 31.07.2020 31.07.2019
Durchschnittliche
Zahl der
Arbeitnehmer
(2019/20)
Beschäftigte 397 391 402
Beamte 9 9 9
Summe 406 400 411
Auszubildende und Volontäre 9 13 11
Kassenaushilfen 7 10 8
Abendhilfen (festbeschäftigte) 60 59 59
Summe 76 82 78
Personal gesamt 482 482 489
Im Wirtschaftsjahr (01.08.2019 – 31.07.2020) wurden insgesamt 10 technische Aushilfen eingesetzt. In der Spielzeit
2019/20 waren insgesamt 237 weibliche Mitarbeiterinnen beschäftigt.Seite 17 von 64
Löhne, Gehälter und Vergütungen
Löhne und Gehälter Theater
Vergütung TVöD 16.144.665,01 €
Beamtenbezüge 508.159,68 €
Aushilfslöhne 101.738,78 €
Summe Löhne und
Gehälter 16.754.563,47 €
Soziale Abgaben
Gesetzlicher
Sozialaufwand 3.201.833,85 €
Berufsgenossenschaft 141.168,64 €
3.343.002,49 €
Aufwendungen für
Altersversorgung und
Unterstützung
Versorgungskassen AN 1.004.861,52 €
Beamtenversorgung 275.963,74 €
1.280.825,26 €
Sonstige Soziale
Aufwendungen
Beihilfen 20.165,78 €
Summe 20.165,78 €
Summe Personalaufwand
21.398.557,00 €
Die im Gesamtpersonalaufwand beinhalteten personalbezogenen Rückstellungen belaufen sich auf
insgesamt 1.358.400,00 € - siehe auch „Rückstellungen“.
III. Sonstige Angaben
a) Angaben zu den Gesamtbezügen von Theaterleitung und Betriebsausschuss
Der Generalintendant erhält Bezüge nach dem mit der Bundesstadt Bonn bestehenden
Intendantenvertrag. Der Kaufmännische Direktor wird als Beamter der Bundesstadt Bonn nach der
Landesbesoldungsordnung Nordrhein – Westfalen besoldet. Nach dem geänderten § 24 Abs. 1
EigVO NRW müssen die gewährten Gesamtbezüge an die Mitglieder der Betriebsleitung und des
Betriebsausschusses als Summe und zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge und Leistungen
für jedes einzelne Mitglied dieser Personengruppe angegeben werden.Seite 18 von 64
Die Gesamtpersonalkosten der Theaterleitung betragen im Berichtsjahr 2019/20
322.966,00 €, davon
- Generalintendant Herr Dr. Helmich 226.891,52 €
- Kaufmännischer Direktor Herr Frings 96.074,48 €.
Bei Herrn Frings sind Zahlungen für Beihilfen in Höhe von 4.823,26 € enthalten; die Zuführung
zur Pensionsrückstellung (Versorgungslasten der Bundesstadt Bonn für Beamte) beträgt im
Berichtsjahr 48.267,86 €.
Die Mitglieder des Kulturausschusses (= Betriebsausschuss) erhalten vom Theater der
Bundesstadt Bonn keine finanziellen Zuwendungen.
b) Angaben zu Abschreibungen des Wirtschaftsjahres
Die Bundesstadt Bonn hat entschieden, dass die Abschreibungsbeträge für Gebäude- und
Gebäudebestandteile, soweit sie auf Einlagen der Bundesstadt Bonn entfallen, nicht erstattet werden.
Da somit die Abschreibungen für Gebäude und Gebäudebestandteile nicht über den Zuschuss
abgedeckt werden, müssen die erforderlichen Erneuerungen und Ersatzinvestitionen für Gebäude
und Gebäudebestandteile für das THEATER DER BUNDESSTADT BONN aus dem Vermögenshaushalt
der Bundesstadt Bonn finanziert werden.
c.) Angabe des Prüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB
Der Kulturausschuss (= Betriebsausschuss) hat in der Sitzung am 05. Juni 2019 (DS-Nr.: 1911464)
beschlossen, die Prüfung des Jahresabschlusses 2019/20 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
„HLB Schumacher GmbH, Münster“ prüfen zu lassen.
Das Jahresergebnis enthält Honorare für Abschlussprüferleistungen in Höhe von 20.000,00 € (ohne
Umsatzsteuer). Hiervon entfallen
- auf Abschlussprüfungsleistungen für das Berichtsjahr 2019/20 20.000,00 € (netto).
d.) Geschäfte mit nahe stehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)
Das Theater der Bundesstadt Bonn hat im Wirtschaftsjahr 2019/20 folgende Geschäfte mit nahe
stehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Bezug von
Dienstleistungen Verkäufe in
Tsd.€ Tsd.€
Bundesstadt Bonn 5.033,0 -430,6
(u.A. Erstattungen an das Beethoven-Orchester-Bonn,
den diversen Ämter der Bundesstadt Bonn, etc.)
Tochterunternehmungen/ Eigenbetriebe/ eigen- 992,7 -7,5
betriebsähnliche Einrichtungen der
Bundesstadt Bonn
(u.A. Gas-, Wasser-, Stromlieferungen der Stadtwerke Bonn;
Nutzung des Rechenzentrums der Stadtwerke Bonn, etc.)Seite 19 von 64
e) Angabe der Mitglieder von Betriebsausschuss und Betriebsleitung im Sinne des § 5 EigVO
ab 04. September 2014 (10. Wahlperiode), Stand: 31.07.2020
Kulturausschuss (Ausschuss im Sinne des § 5 EigVO)
Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Helmut Redeker
1. Stellvertreter Rechtsanwalt Herbert Kaupert
2. Stellvertreter Diplom-Chemiker Prof. Dr. Wilfried Löbach
Ordentliche Mitglieder Vorsitzender DRK Kreisverband
Tagungsorganisatorin bei der
Tagungsagentur Dirk
Overmans
Georg Fenninger
Christiane Overmans MA
Hausfrau Monika Krämer-Breuer
Referent für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit der AKSB Markus Schuck
Lehrerin Maria-Theresia van Schewick
Psychotherapeut Heinz-Helmich van Schewick
Ohne Angabe
Dozentin und Projekt-
Koordinatorin
Martin Schulz
Fenja Wittneven-Welter
Mitarbeiter Bundesamt für
zentrale Aufgaben und offene
Vermögensfragen
Wolfgang Leyer
Dipl. Sozialpädagogin; ehem.
Gleichstellungsbeauftragte
Erika Coché
Hausfrau Monika Heinzel
Student
Buchhändlerin
Tim Achtermeyer
Monika Maylahn
Freiberufliche Kunsthistorikerin Dr. Roswitha Sachsse-Schadt
Rechtsanwalt Elmar Conrads-Hassel
Verlagskaufmann Jürgen Repschläger
Mitarbeiter in einem Verlag Johannes Schott
Jurist, Ltd. Verwaltungsdirektor Reinhard-Friedemann Schulz
Werbewirt Felix KopinskiSeite 20 von 64
Theaterleitung
f) Nachtragsbericht
G eneralintendant
Kaufmännischer Direktor
Dr. Bernhard Helmich
Rüdiger Frings
Nach dem 31. Juli 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-,
Ertrags- und Finanzlage des Theater Bonn bekannt geworden mit folgender Ausnahme:
Aufgrund der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgte eine Schließung
des Spielbetriebs ab dem 02. November 2020 zunächst bis zum 31. Januar 2021. Vor dem
Hintergrund des Beschlusses vom 19. Januar 2021 zwischen Bund und Ländern wird die Schließung
voraussichtlich bis zum 14. Februar 2021 verlängert werden. Auch in der Folgezeit wird mit
Einschränkungen beim Spielbetrieb zu rechnen sein. Daraus ergeben sich erhebliche
Einnahmeverluste aus Kartenverkäufen für das Theater. Gerade das Weihnachtsgeschäft stellt
grundsätzlich eine gute Einnahmemöglichkeit dar,die jetzt entfällt.
Es werden weiterhin Maßnahmen eingesetzt (z.B. Kurzarbeit, Reduzierung von Gästen etc.) um diese
Einnahmeverluste teilweise auszugleichen. Zudem wurden Gelder über den Kulturstärkungsfond
beantragt.
Bonn,20.Januar 2021
1-[- Qj ___ ._
(Dr. Bernhard Helmich)
Generalintendant
\
(Li.1Kaufmännischer Direktor
1Seite 21 von 64
Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn
Entwicklung des Anlagevermögens
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
01.08.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.07.2020 01.08.2019 Zugänge Abgänge 31.07.2020 31.07.2020 31.07.2019
€ € € € € € € € € € €
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände 294.272,26 3.031,12 0,00 -4.868,08 292.435,30 286.437,26 4.331,12 -4.868,08 285.900,30 6.535,00 7.835,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken 55.426.269,60 0,00 0,00 0,00 55.426.269,60 26.053.940,43 1.091.205,00 0,00 27.145.145,43 28.281.124,17 29.372.329,17
2. Technische Anlagen und
Maschinen 6.112.760,18 0,00 0,00 0,00 6.112.760,18 4.980.066,18 201.969,00 0,00 5.182.035,18 930.725,00 1.132.694,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 12.713.669,50 744.376,00 315.926,78 -652.540,25 13.121.432,03 11.231.982,05 482.515,78 -650.477,25 11.064.020,58 2.057.411,45 1.481.687,45
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 470.061,38 77.803,36 -315.926,78 0,00 231.937,96 0,00 0,00 0,00 0,00 231.937,96 470.061,38
74.722.760,66 822.179,36 0,00 -652.540,25 74.892.399,77 42.265.988,66 1.775.689,78 -650.477,25 43.391.201,19 31.501.198,58 32.456.772,00
75.017.032,92 825.210,48 0,00 -657.408,33 75.184.835,07 42.552.425,92 1.780.020,90 -655.345,33 43.677.101,49 31.507.733,58 32.464.607,00Seite 22 von 64
Lagebericht
für das
Wirtschaftsjahr 2019/20
(01.08.2019 – 31.07.2020)
Theater der Bundesstadt Bonn
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt BonnSeite 23 von 64
Lagebericht
I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn 3
Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung 3
Die Spielzeit 2019/20 im Überblick 5
II. Wirtschaftsbericht 13
a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen 13
b) Die Ertragslage 15
Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Musiktheater 17
Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Schauspiel 21
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht, Voraussichtliche Entwicklung 27
24
Prognosebericht 27
Chancen- und Risikobericht, voraussichtliche Entwicklung 27Seite 24 von 64
Lagebericht
I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn
Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Das Theater der Bundesstadt Bonn (nachfolgend auch „Theater Bonn“ oder „Theater“ genannt) wird
nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) als selbststän-
dige kommunale eigenbetriebsähnliche Einrichtung ohne eigene Rechtspersönlichkeit geführt.
Weiterhin sind zu berücksichtigen:
- die Satzung für das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11.05.1998 i.d.F. v. 01.01.2002, der
Dienstvertrag des Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich für die Zeit vom 01.08.2013 bis
31.07.2018 sowie der Ergänzungsvertrag hierzu für die Zeit vom 01.08.2018 bis 31.07.2023,
- die Dienstanweisung der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters über die Zusammen-
ar-beit zwischen Generalintendant und Verwaltungsdirektor vom 13.05.1998,
- die Geschäftsanweisung des Theaters vom 20.11.1998 sowie weitere Dienstanweisungen zur
Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation.
**********
Die Leitung des Theaters lag in der Spielzeit 2019/20 bei Herrn Generalintendant Dr. Bernhard Helmich
und Herrn Kaufmännischen Direktor Rüdiger Frings.
**********
Grundlagen der Finanzierung
Der Wirtschaftsplan für 2019/20 wurde unter der DS-Nr.: 1911549 in der Sitzung des Rates der
Bundesstadt Bonn am 04. Juli 2019 beschlossen.
Der vorliegende Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr (= Spielzeit) 2019/20 berücksichtigt die
Ent-scheidung des Rates der Bundesstadt Bonn vom 30.06.2016 (DS-Nr.: 1611910), dem Theater
Bonn einen Gesamt-Betriebskostenzuschuss von 26.980.700 € zur Verfügung zu stellen,
abzüglich einer Kürzung von 260.000 € sowie der Anrechnung der Mieteinnahmen für die Halle
Beuel (Pantheon) in Höhe von 150.000 €. Die tatsächlichen Tariferhöhungen werden - zusätzlich -
von der Stadt Bonn über-nommen.
Entwicklung des städtischen Zuschusses zu den laufenden Ausgaben:
Gesamtbetriebskostenzuschuss 26.570.700,00 €
Tariferhöhung 3.593.100,00 €
Einmaliger Anspruch aus dem Jahr 2002 511.292,00 €
= angemeldeter städtischer Gesamt-Zuschuss 30.675.092,00 €
davon Betriebskostenzuschuss (BKZ) 30.235.092,00 €
und Investitionskostenzuschuss (IKZ) 440.000,00 €.
**********Seite 25 von 64
Der „Wirtschaftsplan für das Theater der Bundesstadt Bonn 2019/20“ (DS-Nr. 1911549) wurde am
4. Juli 2019 durch den Rat der Bundesstadt Bonn wie folgt beschlossen.
Nachfolgend „Auszug aus der Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Rates vom 4. Juli 2019“:
1.) Erfolgsplan
Gesamterträge 7.106.529,00 €
Betriebskostenzuschuss der Stadt 30.675.092,00 €
Gesamtaufwendungen -39.259.100,00 €
Jahresgewinn/-verlust -1.477.479,00 €
(Der Jahresverlust setzt sich zusammen aus den nicht zu erstattenden Gebäudeabschreibungen in
Höhe von 1.017.100,00 €, die der „Allgemeinen Rücklage“ entnommen werden und einer Entnahme
aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 460.379,00 €.)
2.) Vermögensplan
Baumaßnahmen (Stadt Bonn) 0,00 €
Eigene Baumaßnahmen 0,00 €
Beschaffungsmaßnahmen 440.000,00 €
3.) Investitions-Rücklage/ Sonderposten für nicht verwendete Zuschüsse (IKZ)
Die Theaterleitung darf über die „Investitionsrücklage“ und den „Sonderposten für nicht ver-
wendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn (IKZ)“ der Vorjahre für nicht geplante zusätzliche
Investitionen im laufenden Geschäftsjahr frei verfügen.
In der Spielzeit 2019/20 war die Beschaffung eines 27-t-Lkw mit ATL-Hakenliftaufbau
(Kulissen-Containerfahrzeug) in Höhe von 225.000 € vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt
aus dem Sonderposten für nicht bis zum 31. Juli 2018 verwendete Zuschüsse.
4.) Gesamtbetrag der Kredite
Das Theater wird ermächtigt, zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben des Wirtschaftsjahres
2019/20 Kassenkredite bis zu einem Höchstbetrag von 10.000.000,00 € aufzunehmen.
5.) Stellenübersicht
Eine Stellenübersicht für das Theater ist in der nach der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW)
vorgeschriebenen Form beigefügt.
6.) Finanzplan
Der Finanzplan wird, wie im Plan beigefügt, festgestellt (§ 14 Abs. 3 der Satzung für das Theater
der Bundesstadt Bonn).
**********Seite 26 von 64
Die Spielzeit 2019/20 im Überblick
MUSIKTHEATER
Die Oper Bonn eröffnete die Saison 2019/20 traditionsgemäß mit einem Musical, diesmal mit
Leonard Bernsteins Dauerbrenner WEST SIDE STORY in der Inszenierung von Erik Petersen und
der Ausstattung von Dirk Hofacker. Von Beginn an waren die Vorstellungen stets ausverkauft, so
dass sich die Leitung des Hauses zur Einrichtung von Zusatzvorstellungen gegen Ende der Saison
entschloss, die des ersten COVID-19-Lockdowns wegen nicht mehr stattfinden konnten. Besondere
Begeisterung löste die Choreographie der Österreicherin Sabine Arthold aus, die den
Vorstellungsbesuch zu einem ele-mentaren Erlebnis machte.
In Koproduktion mit der Volksoper in Wien entstand die Inszenierung von Strauss‘/Hofmannsthals
DER ROSENKAVALIER durch Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz,
Mün-chen. Das Bühnenbild stammte von Johannes Leiacker, die Kostüme von Dagmar Morell. Als
Ochs auf Lerchenau war mit Franz Hawlata ein Sänger zu erleben, der diese Partie weltweit (von
der Wiener Staatsoper über München und London bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera)
gesungen hat und als einer der fachkundigsten Experten für dieses Stück gelten darf. Als Octavian
stellte sich die junge schwedische Mezzosopranistin Emma Sventelius als neues Ensemblemitglied
vor. Die in der Tendenz klassische Produktion unter der musikalischen Leitung von
Generalmusikdirektor Dirk Kaftan fand vor allen Dingen beim Publikum lebhaften Anklang.
Gleichfalls in Koproduktion (mit der Seattle Opera, USA, und dem Theater Erfurt) kam im
November das unverwüstliche Doppelabend-Gespann CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI
unter der musi-kalischen Leitung des Ersten ständigen Gastdirigenten Will Humburg heraus. Der
hauseigene Tenor George Oniani war in den Partien des Turiddu und des Canio zu erleben und
riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin; es darf allerdings nicht verschwiegen werden,
dass das Einspielergebnis hinter den Erwartungen zurückblieb, was die allgemein zu machende
Beobachtung, dass einstmals sehr populäre Titel (z. B. etwa von Albert Lortzing) sich die
Wertschätzung des Publikums erst wieder erarbeiten müssen, bestätigt.
Im Rahmen von BTHVN2020 kam am 1. Januar 2020 eine spektakuläre und national wie
international vielbeachtete Neuinszenierung von Beethoven FIDELIO heraus. Volker Lösch war der
Regisseur, dem es in einer Fassung, die mit authentischen kurdischen bzw. türkischen Zeitzeugen die
Nähe des Werk-stoffes zur Realität in einem Unterdrückungssystem, hier die Türkei, herzustellen,
wirklich gelungen ist, das oftmals als problematisch angesehene Stück gewissermaßen
wiederzubeleben. Alle Vorstellungen waren ausverkauft und wurden vom Publikum und größtenteils
auch von der Presse enthusiastisch aufgenommen. Mehrere (auch internationale) Fernsehanstalten
berichteten über die Produktion. Gleichfalls als Beitrag zum Beethoven-Jahr kam nur einen guten
Monat später eine szenische Umset-zung des Oratorium CHRISTUS AM ÖLBERGE in Kopplung mit
Manfred Trojahns Auftragswerk EIN BRIEF (nach Hofmannsthals Chandos-Brief) heraus. In der
Inszenierung, Choreographie und dem Bühnenbild von Tanzlegende Reinhild Hoffmann wurde daraus
ein dicht gewobener Abend über die Unfä-higkeit, sich adäquat zu artikulieren, wenn die
Lebensverhältnisse es nicht mehr zulassen. Insbeson-dere der Bariton Holger Falk beeindruckte in
dem Trojahn-Monolog, aber auch der Chor der Oper Bonn in der Einstudierung von Marco Medved
beeindruckte, was bei einem Gastspiel am Theater an der Wien am 29. Februar auch von der
Fachpresse bestätigt wurde. Überschattet wurde dieses Gastspiel durch die kurzfristige Erkrankung
von Holger Falk, so dass die Oper sich lediglich mit dem Beethoven-Oratorium präsentieren konnte.
Es war dieses auch die coronabedingt letzte Vorstellung; sechs weitere geplante Aufführungen
mussten entfallen.
Die Produktion DIE FLEDERMAUS in der Inszenierung von Aron Stiehl und in der Ausstattung
von Timo Dentler und Okarina Peter stellt insofern ein Kuriosum dar, als sie (am 8. März 2020) zwar
noch Premiere hatte, alle Folgevorstellungen allerdings aufgrund des ersten Lockdowns abgesagt
werden mussten. Sowohl der Vorverkauf als auch die Reaktionen des Publikums an diesem
Premierenabend gaben zu den schönsten Hoffnungen Anlass. Eine Neubelebung des ersten
Operettenabends nach langer Zeit ist vorgesehen und wird, sobald realistisch möglich, auch direkt
anberaumt.
Mauricio Kagels STAATSTHEATER und Benjamin Britten DEATH IN VENICE waren als letzte
Neupro-duktionen für 2019/20 geplant, mussten allerdings aus den bekannten Gründen abgesagt
werden. Glücklicherweise ist es mit STAATSTHEATER gelungen, die Opernsaison 2020/21
erfolgreich zu eröffnen.Seite 27 von 64
HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES
Das hohe Niveau der Tanzgastspielreihe im Bonner Opernhaus HIGHLIGHTS DES
INTERNATIONALEN TANZES enttäuschte auch in der Spielzeit 2019/20 sein Publikum nicht. Die
Reihe ist weit über die Bundesstadt Bonn hinaus bekannt und beliebt und lockt regelmäßig auch aus-
wärtige Besucher an. Die über Jahre konstante Begeisterung bei Publikum und hohe Anerkennung bei
der Fachpresse verwundert. Nicht immer gehen die Meinungen so einher wie bei der nach wie vor von
Burkhard Nemitz seit 2008 kuratierten Gastspielreihe.
Ein besonderes Augenmerk lag in dieser Saison auf zwei Gastspielkooperationen zum 250. Geburtstag
des großen Sohnes der Bundesstadt Bonn Ludwig van Beethoven. In Kooperation zeigte das weltbe-
kannte MALANDAIN BALLET BIARRITZ eine Uraufführung und Auftragsarbeit des Theaters Bonn zum
Leitthema der Beethoven Jubiläumsgesellschaft für das Beethovenjahr, dem "Beethoven Pastoral Pro-
ject". Uraufführungen und Auftragsarbeiten innerhalb einer Gastspielreihe sind äußerst ungewöhnlich.
Eine Endprobenphase ist ja am Gastspielort meist - wie in Bonn - nicht durchführbar. Nur dank starker
weiterer Partner, in diesem Fall besonders des Pariser Nationaltanztheaters „Chaillot“, war dies zur
Ehre Beethovens möglich. Das „Chaillot Théatre national de la Danse“ übernahm die Idee des Bonner
Kurators, zum 250. Geburtstag des Komponisten eine Uraufführung von dem Leiter des Balletts aus
Biarritz Thierry Malandain zu einer Sinfonie Beethovens kreieren zu lassen, ebenso wie einen großen
Teil der Kosten und die Endprobenphase des MALANDAIN BALLETS. Neben der Uraufführung der
Auftragsarbeit zur „Pastorale“, der 6. Sinfonie, brachte die Gastspielreihe eine weitere Kooperation,
diesmal mit dem SAARLÄNDISCHEN STAATSBALLETT aus Saarbrücken u.a. zu Beethovens Ballett-
musik „Die Geschöpfe des Prometheus“. Beide Gastspiele wurden von der Jubiläumsgesellschaft
Beethoven 2020 unterstützt und gefördert.
Aber auch die anderen Gastspiele standen an Bedeutung und Erfolg den Beethoven-Gastspielen in
nichts nach. Auch wenn Gastspiele coronabedingt und aus religiösen Gründen ersatzlos ausfallen
mussten, bot die Reihe mit 13 Vorstellungen und 8 Compagnien bei einer Gesamtauslastung von mehr
als 94 % wiederum kritische Auseinandersetzung mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen Themen
auf außergewöhnlich hohem künstlerischen Niveau.
Die Gastspiele im Einzelnen:
Dass Philosophie und Tanztheater anspruchsvoll Spaß machen können, zeigten Marcia Barcellos, Karl
Biscuit und ihre ganz besondere Compagnie SYSTÈME CASTAFIORE aus der kleinen Stadt Grasse
im Süden Frankreichs. Ihre als Deutschland-Premiere gezeigte Arbeit THÉORIE DES
PRODIGES (THEORIE DER WUNDER) bewegt sich zwischen Physik und Metaphysik, bringt
Verrücktes und Barockes zusammen und schafft es die Parallelwelten zu durchkreuzen, um Reales
und Imaginäres zu verweben. Die in Deutschland völlig unbekannte Compagnie zeigte ein ganz
spezielles und sonderbares Spectaculum, dass weltweit keine Entsprechung findet. Mit nur knapp
64 % Auslastung hatte die Vorstellung viel zu wenig Besucher. Darin waren sich die Zuschauer und
die jubelnde Kritik einig. „Zwi-schen Videoprojektionen und 3D-Animationen wird der Blick irritiert.
Welche Figur bewegt sich wirklich live, welche ist ein künstliches, technisch erzeugte
Konstrukt? ... ein faszinierendes Gesamtkunst-werk!“ (Bonner Generalanzeiger)
Die israelische KIBBUTZ CONTEMPORARY DANCE COMPANY unter der künstlerischen Leitung
von Rami Be´er sagte ihr Gastspiel im Bonner Opernhaus am 8. Oktober 2019 äußerst kurzfristig ab.
Die Feierlichkeiten zum israelischen Yom Kippur (Versöhnungstag) am 8. Oktober, einem der
höchsten jüdischen Feiertage, ließe einen Gastauftritt nicht zu. Die Kibbutz Dance Company macht in
ihrer Ab-sage deutlich, dass ein Auftritt am 8. Oktober Förderungszusagen Israels in Frage stellen
würde. Zuvor waren jüdische Feiertage für die Kibbutz Dance Company kein Grund
Gastspieleinladungen abzusa-gen. Ein gleichwertiger Ersatz für die im Vorverkauf ausverkaufte
Vorstellung in Bonn konnte leider nicht gefunden werden.
Auch PIXEL der COMPAGNIE KÄFIG - CCN (Créteil, Frankreich) spielte im ausverkauften
Opernhaus mit der Wirklichkeit. Der Choreograf Mourad Merzouki und seine großartige Compagnie
Käfig haben ein Tanzkunstwerk geschaffen, in dem die synthetische Welt der Computeranimation
und die physische Wirklichkeit der Tänzerinnen und Tänzer eine eigene Dimension zu gründen
scheinen. Getragen von Armand Amars Musik wurde das Publikum eingeladen zu einer Traumreise
in unbekannte und sehrSeite 28 von 64
poetische Galaxien. Pixel, diese kleinen Bildpunkte der digitalen Rastergrafik, werden zu Wellen, zu
Kreisen, zu Sternenregen. Die Bühne öffnete sich dadurch in eine ungeahnte Weite, seine bisherigen
Grenzen wurden durchlässig. Elf Tänzerinnen, Hip-Hopper und Zirkusartisten bewegten sich in PIXEL
in einem digitalen Kosmos. Ihre Körper dirigierten die Projektionen, aber die Projektionen bewegten,
verhinderten und forderten auch sie heraus, sie wurden Teil der Illusion. Im restlos ausverkauften Haus
feierte die Truppe, die Hip-Hop von der Straße auf die großen Bühnen brachte, einen Riesenerfolg mit
einer Produktion für mehrere Generationen. Standing Ovations und tosender Beifall.
DANCE ME, Ende November 2018, von BJM - LES BALLETS JAZZ DE MONTRÉAL (Kanada), eben-
falls restlos ausverkauft, war eine Hommage an den 1934 in Montréal geborenen Singer-Songwriter,
Schriftsteller, Dichter und Maler Leonard Cohen, der 2016 in LA verstarb. Diese einzigartige Präsenta-
tion erzählt von der Suche nach Freiheit, Liebe, Religion und Spiritualität, von Poesie, Gesellschaft,
künstlichen Utopien, Inspiration und Kreation. Um der ikonischen Figur Cohens Tribut zu zollen, arbei-
tete der künstlerische Leiter von BJM Louis Robitaille mit drei international renommierten Choreografen
zusammen: Annabelle Lopez Ochoa, Andonis Foniadakis und Ihsan Rustem. Ihre unverwechselbaren
Stile und Persönlichkeiten ergänzten sich und folgten ganz den poetischen Einsichten in die menschli-
che Erfahrung Cohens und seiner unnachahmlichen Musik. Die Uraufführung fand im Rahmen der Fei-
erlichkeiten zum 375. Geburtstag Montréals statt. Das spektakuläre Multimedia-Werk erkundete
Cohens fruchtbares Werk mit einer Auswahl seiner beliebtesten Lieder. „... die Bilder und Projektionen
in DANCE ME erschienen technisch perfekt und effektvoll…und wurden mit einer Standing Ovation
bedacht.“ (Bonner Rundschau)
Klassisches Ballett in technischer Perfektion zeigte das BALLETT DER TATARISCHEN STAATSOPER
(Kasan, Russland) mit dem Orchester der TATARISCHEN STAATSORCHESTER an zwei Tagen in
drei Aufführungen im Bonner Opernhaus. Wer wiederholt wie das große Ballett aus Kasan ins Mos-
kauer Bolschoi eingeladen wird und dort begeistert, braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die Solistin-
nen und Solisten sind allesamt internationale Preisträger, das Corps de ballet tanzt auf höchstem Ni-
veau. 1 x SCHWANENSEE und in Doppelvorstellung „DER NUSSKNACKER am zweiten Gastspieltag
um 16 Uhr und 20 Uhr bildeten das Programm kurz vor dem 3. Adventssonntag. „Das altersmäßig und
sprachlich bunt gemischte Publikum im restlos ausverkauften Bonner Opernhaus genoss die Vorstel-
lungen freudig und belohnte die hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer mit langem, begeistertem
Applaus, Hurras und Bravos.“ (Bonner Generalanzeiger)
Kurz vor Heiligabend zeigte dann das MALANDAIN BALLET BIARRITZ die schon erwähnte Auftrags-
arbeit LA PASTORALE. Quasi als Vorspiel beschrieb der französische Starchoreograf zu Beethovens
DIE RUINEN VON ATHEN, op. 113 die Welt im „Hier und Jetzt“, bevor er Beethovens 6. Sinfonie als
„Ode an die Schönheit“ tanzen lässt. Die Tänzerinnen und Tänzer bewegten sich in bewundernswerter
Eleganz in Duos, Trios oder im ganzen 21-köpfigen Ensemble über die Bühne. Malandain mahnte nicht,
indem er die Zerstörung der Natur zeigte, sondern preist deren Schönheit und zeigt so die intakte Natur
als Utopie und Wunsch. Er beschloss sein Werk mit der Kantate MEERESSTILLE UND GLÜCKLICHE
FAHRT, op. 112. Die Choreografie und der Chorgesang wirkten wie eine Überhöhung der Pastorale
mit den Mitteln der 9. Sinfonie und stand so der weltberühmten Arbeit Maurice Béjarts zur 9. Sinfonie
in nichts nach, sondern nahmen geradezu die Absicht des Schlusschors der 9. Sinfonie auf. Begeister-
ter Applaus in zwei ausverkauften Vorstellungen. Die Arbeit Malandains war lange Zeit bei dem Fern-
sehsender Arte in der Mediathek zu sehen.
Dort war auch die 2. Kooperation der Tanzgastspielreihe zum Geburtstags Beethovens zu sehen. Der
saarländische Ballettdirektor und Chefchoreograf Stjin Celis und das SAARLÄNDISCHE
STAATSBALLETT folgten weitgehend der szenischen Ausrichtung der Uraufführungschoreografie der
„Geschöpfe des Prometheus“ des damaligen Wiener Ballettmeisters Salvatore Viganò aus dem Jahre
1801. Gleichzeitig fängt Celis aber auch etwas vom Geist der Aufklärung ein. Subtil überzeugte die
Compagnie durch Leichtigkeit und schlichte Eleganz sowie sehr präzisen Formationstanz. Die beiden
Vorstellungen im Bonner Opernhaus waren mit knapp 83 % ausgelastet.
Die US-amerikanische Compagnie AILEY II aus New York zeigte mit zwei ausverkauften Vorstellungen,
dass sie weit mehr ist als die Nachwuchs-Compagnie des New Yorker Alvin Ailey American Dance
Theatre. Mit vier großartigen Arbeiten in einer großartigen Show, zusammengefasst im Programm THE
NEXT GENERATION OF DANCE, entfachten die Tänzerinnen und Tänzer einen Riesenjubel im aus-
verkauften Opernhaus bei zwei Vorstellungen. Jede Choreografie war kraftvoll und elegant. Wie eineSeite 29 von 64
Urgewalt fegte die nächste Generation des Tanzes über die Bühne und entzündete ein Feuer, wie man
es nur selten erlebt.
Viel zu früh, am 1. März 2020 beschloss GROUPE ÉMILE DUBOIS/ COMPAGNIE JEAN-CLAUDE
GALLOTTA aus Grenoble mit MY LADIES ROCK die Tanzsaison 2019/20. Weitere angedachte
Gastspiele mussten wegen der COVID-19-Pandemie, die zeitlich gleich nach dem Gastspiel über
Deutschland hereinbrach, abgesagt werden. Vorher feierten aber Jean-Claude Gallotta und seine
Tänzerinnen und Tänzer einen fulminanten Erfolg im ausverkauften Haus mit MY LADIES ROCK,
dem 2. Teil der von Gallotta erdachten Rockchoreografiegeschichte, die den Frauen des Rocks
gewidmet war. Der erste Teil erlebte seine Deutschland-Premiere im Januar 2018 in Bonn. MY
LADIES ROCK stand dem Erfolg mit über 1.000 Besuchern in nichts nach. Stehende Ovationen.
QUATSCH KEINE OPER!
Auch die Veranstaltungsreihe QUATSCH KEINE OPER!, deren künstlerische Leitung bei der Rita
Baus Kulturproduktion GmbH lag, hatte in der Spielzeit 2019/20 wieder einen festen Platz im
Spielplan des Opernhauses.
Insgesamt 10 Vorstellungen mit Künstlern wie z.B. Hagen Rether, Gerburg Jahnke, Matthias Brandt
& Jens Thomas und Dennis aus Hürth, die von 8.380 Zuschauern besucht wurden, waren zu
erleben. Dies entspricht einer Auslastung von 84,89 %.
SCHAUSPIEL
Die Spielzeit 2019/20 war vornehmlich bestimmt durch den erzwungenen Spielabbruch im März
auf Grund der COVID-19-Pandemie, die es natürlich schwer macht, die vorhandenen Zahlen im
Vergleich zu den Vorjahren zu lesen.
Grundsätzlich bahnte sich eine durchaus erfolgreiche Saison an: Bis März lag die Gesamtauslastung
für das Schauspiel bei 68%, was der Zahl im Vorjahr in etwa entspricht. Die Einnahmen allerdings
lagen beim Abbruch der Spielzeit mit 425.532 € schon über dem Schnitt des Vergleichsmonats im
Vorjahr. Leider konnten in den beiden Hauptspielstätten in dieser Spielzeit nur 150 anstatt der
geplanten 270 Vorstellungen gespielt werden.
SCHAUSPIELHAUS
Die ersten beiden Produktion MINNA VON BARNHELM von Lessing unter der Regie der jungen Re-
gisseurin Charlotte Sprenger (46,5 % Auslastung) und VOR SONNENAUFGANG von
Hauptmann / Palmetshover (44,5 %) hatten es trotz hohem ästhetisch-künstlerischem Wert noch
relativ schwer, ein größeres Publikum zu finden.
Das gelang allerdings dann den Folgepremieren: DIE MARQUISE VON O von Heinrich von Kleist
unter der Regie von Martin Nimz (87,5% Auslastung), DER EINGEBILDETE KRANKE von Molière
unter der Regie von Simone Blattner (84%) und DIE RÄUBER von Friedrich Schiller unter der Regie
von Simon Solberg (98,6% Platzausnutzung). Diese sehr gut angenommenen Produktionen hätten
das Potential gehabt, den Zuschauerschnitt und die Einnahmen des Theaters am Ende der Saison
wesentlich über das Vorjahrsergebnis zu heben.
Die letzte Neuproduktion LEAR von W. Shakespeare unter der Regie von Luise Voigt konnte sogar
nur zwei Mal gespielt werden.
Weitere geplante Produktionen wie BABEL BONN, WIE IM HIMMEL, SZENEN EINER EHE
und UNTER DEM RAD konnten nicht mehr zur Premiere kommen.Seite 30 von 64
Vor allem die Produktion WIE IM HIMMEL, als Schauspielproduktion im Opernhaus geplant, hätte für
das Beethovenjahr und die Stadt Bonn einen enormen Symbolgehalt gewinnen können. Gefördert von
der Beethovengesellschaft hätte es zu einer großen Zusammenarbeit von Oper und Schauspiel, von
Theater Bonn und freier Szene kommen sollen, außerdem hätten an jedem Vorstellungsabend noch
weitere (auch nicht professionelle) Chöre aus der Stadt daran teilenehmen sollen.
WERKSTATT
Die Werkstattbühne in der Innenstadt von Bonn war durchgehend sehr gut ausgelastet und erreichte
bei insgesamt 67 Vorstellungen knapp 75 % Auslastung. Alle Neuproduktionen stießen auf großes
Zuschauerinteresse: IN STANIOLPAPIER von Björn Deigner unter der Regie von Matthias Köhler
67,6 %, INSTALLATION DER ANGST von Rui Zink in der Inszenierung von Clara Weide 95,34 %,
GOLD, ein Rechercheprojekt in Coproduktion mit dem Bonner FRINGE ENSEMBLE zum Thema
Gold, 65,7 % und MÄDCHEN WIE DIE von Evan Placey in der Inszenierung von Carina Eberle
91,74 %.
Leider fielen auch hier geplante Produktionen wie DAS ENDE VON IFFLINGEN von Wolfram
Lotz, MERCEDES von Thomas Brasch und NICHT FISCH NICHT FLEISCH von F.X. Kroetz
ersatzlos aus.
WEITERE VERANSTALTUNGEN:
Mit der Zusatzproduktion VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE unter der Regie von Nadine Schwitter
auf der Foyerbühne im Schauspielhaus ist es in dieser Spielzeit auf Anhieb gelungen, ein neues
Publikum für das Schauspiel zu gewinnen, nämlich die ganz Kleinen zwischen 4 und 6 Jahren.
Auslastung 81,6 %.
Während des Lockdowns entwickelte der Hausregisseur Simon Solberg mit den Spielern des Ensem-
bles ein digitales Projekt BONNDEMIE, das über zwei Monate zwei Mal wöchentlich im Serienformat
auf unserer Homepage veröffentlicht wurden.
Außerdem wurde während der Pandemie auf dem Werkstattgelände in Beuel vom Theater Bonn eine
Autotheaterbühne eingerichtet, die für diverse Aufführungen des Theaters, aber auch der freien
Thea-terszene in Bonn zur Verfügung gestellt wurde.
Fazit:
Die Saison lief bis März 2020 im Grunde so gut, dass man große Hoffnungen haben durfte, sowohl
die Zuschauerzahlen als auch vor allem die Einnahmen des Vorjahres erheblich steigern zu können,
doch dann kam der landesweite Lockdown …
PORTAL
Vermittlung:
SCHULEN
In der Spielzeit 2019/20 hat die Musik- und Theaterpädagogik des Theaters bis zum Lockdown im
März insgesamt 163 Workshops und Führungen angeboten und damit knapp 3.000 Schülerinnen,
Studie-rende und Familien erreicht. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet vor allem die Vermittlung an
Schulen mit inszenierungsbezogenen Angeboten für Oper und Schauspiel.
Schulklassen, die eine Aufführung besuchen, bekommen als Einführung einen kostenlosen
Workshop. In dieser Spielzeit waren in der Oper insbesondere MADAMA BUTTERFLY, FIGAROS
HOCHZEIT, FIDELIO und WEST SIDE STORY nachgefragt. Besonders über die Musicalproduktion
ist es uns gelungen, vermehrt Real- und Hauptschulen mit unseren Angeboten zu erreichen. Im
Schauspiel wurden verstärkt Workshops für EIN SOMMERNACHTSTRAUM, MINNA VON
BARNHELM, MARQUISE VON O., BOGEN UND EIN TEEHAUS, MÄDCHEN WE DIE und VIELE
GRÜSSE DEINE GIRAFFE gegeben.Seite 31 von 64
Nach dem Lockdown haben wir unsere Formate angepasst und konnten sowohl in der Musik- als auch
in der Theaterpädagogik Workshops für Schulklassen im virtuellen Klassenzimmer anbieten und Be-
gegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern im digitalen Austausch ermöglichen. Kulturelle Bildung hat
auch über Distanz weiterhin stattgefunden.
Längerfristig angelegte Vermittlungsformate, etwa WIE KLINGT DIE FREIHEIT? KLASSE
KOMPONIERT! oder das Festival Bonner Schulkultur, haben ebenfalls im digitalen Raum stattgefun-
den. Das Festival Bonner Schulkultur 2020 konnte coronabedingt nicht zur Aufführung kommen und
musste um ein Jahr verschoben werden.
Seit der Spielzeit 2019/20 sind ca. 15 Klassen Bildungspartner Portal: Beginnend in der 5. Klasse wird
diesen Klassen über drei Schuljahre das Kennenlernen einer Kunstsparte ermöglicht (Oper, Schauspiel
und Orchester). Neben einem Vorstellungs- bzw. Konzertbesuch gibt es jeweils ein begleitendes päda-
gogisches Format.
FAMILIEN
Wie in den vergangenen Spielzeiten haben wir neben den Produktionen für junges Publikum, die auch
von zahlreichen Familien besucht werden, regelmäßig Führungen durch das Opernhaus angeboten.
Da die Nachfrage danach sehr groß ist, bieten wir die Führung inzwischen zweimal statt einmal im
Monat an.
STUDIERENDE
In der Spielzeit 2019/20 wurden in der Oper vier Previews für Studierende angeboten. Die Nachfrage
danach steigt deutlich, sodass wir im Vergleich zum Vorjahr trotz des Abbruchs der Spielzeit, und dar-
aus folgend weniger Veranstaltungen, doppelt so viele Studierende erreichen konnten.
OPERNFÜHRER
Inzwischen arbeiten knapp 40 ehrenamtliche Opernführer für das Theater Bonn. Eine Stunde vor Vor-
stellungsbeginn übernehmen sie für das Publikum in kleinen Gesprächskreisen die Einführung in Werk
und Inszenierung. Ebenfalls geben sie auf Nachfrage auch Einführungen für Schulklassen.
FORTBILDUNGEN FÜR PÄDAGOGINNEN UND PÄDAGOGEN
Auch in dieser Spielzeit haben wir das THEATERLABOR, eine regelmäßig stattfindende
Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer, in Kooperation mit dem Theater Marabu zu
theaterpädagogischen Themen durchgeführt. Leider mussten coronabedingt zwei der fünf
geplanten Fortbildungen ausfallen.
Des Weiteren haben wir die bestehende Kooperation zwischen dem Schauspiel und der Deutsch
Didaktik der Universität Bonn im dritten Jahr fortgeführt und zur Produktion MÄDCHEN WIE DIE
eine gemeinsame Fortbildung zum Thema „Posten, teilen, mobben- Cybermobbing auf der Bühne“
gemacht. An unseren Fortbildungsangeboten haben in dieser Spielzeit insgesamt 95 Lehrerinnen
und Lehrer teilgenommen.
INKLUSION
Im Bereich Inklusion konnte die geplante Familienvorstellung von EIN SOMMERNACHTSTRAUM,
die in Gebärdensprache gedolmetscht werden sollte, leider aufgrund der COVID 19-Pandemie nicht
statt-finden. Dafür konnten wir unseren Kontakt zu Förderschulen ausbauen und uns ihren
Bedürfnissen mehr anpassen. Für eine Vorstellung von EIN SOMMERNACHTSTRAUM wurde
beispielsweise die erste Sitzreihe komplett herausgebaut, um einer Klasse, in der sehr viele auf
einen Rollstuhl angewie-sen sind, einen gemeinsamen Besuch zu ermöglichen. Außerdem haben
wir in einer Schule, deren Schülerinnen und Schüler nicht in der Lage sind, zu uns zu kommen, NILS
KARLSSON DÄUMLING in der Aula aufgeführt. In der Spielzeit 2019/20 hat auch die Kooperation
mit dem Bonner Verein für ge-meindenahe Psychiatrie e.V. begonnen, den wir nun regelmäßig zu
den Generalproben in die Oper einladen.
PRODUKTIONEN FÜR KINDER, JUGENDLICHE UND FAMILIEN Das Schulklassenabonnement
(15 € für drei Vorstellungen) haben in dieser Spielzeit 3868 Schülerinnen und Schüler
gekauft. Nicht einberechnet ist hier die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im
Klassenverband einzelne Inzenierungen des Theater Bonn besucht haben. Außerdem gab es wieder
zahlreiche Vormittagsauführungen für Schulklassen. Im Schauspiel waren das 33 BOGEN UND EINSeite 32 von 64
TEEHAUS, VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE; MÄDCHEN WIE DIE und EIN SOMMERNACHTS:
TRAUM. In der Oper gab es von NILS KARLSSON DÄUMLING, BRUNDIBÁR.
ÜBERLEBEN.MONOLOG und von WEST SIDE STORY Termine an Vormittagen, die
ausschließlich von Schulklassen besucht worden sind. Wie schon in der ver-
gangenen Spielzeit ist es uns auch in 2019/20 gelungen, ab einem Alter von vier Jahren in
Schauspiel und Oper ein reichhaltiges Programm für junges Publikum auf dem Spielplan zu
haben.
Premieren:
NILS KARLSSON DÄUMLING (4+)
In Kooperation mit Junge Opern Rhein-Ruhr ist zum ersten Mal eine Musiktheaterproduktion für
Kinder ab vier Jahren entstanden. Aufgeführt wurde sie im Foyer des Opernhauses und des
Schauspielhau-ses. Sie wurde insbesondere von Kindergärten, Grundschulen und Familien
besucht. In Kooperation mit der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn haben Gruppen der
musikalischen Früherziehung die Oper besucht und vorher an einem Workshop teilgenommen.
VIELE GRÜSSE DEINE GIRAFFE (5+)
Diese Uraufführung nach dem Kinderbuch von Megumi Iwasa wurde für Kinder ab 5 Jahren auf
die Bühne im Schauspielhaus Foyer gebracht. Mit einfachen ästhetischen Mitteln, die auf die
Phantasie der jungen Zuschauerinnen und Zuschauer setzen haben, zwei Schauspieler diese
Geschichte über das anders sein und eine große Freundschaft erzählt. Besucht wurden die
Vorstellungen von Kinder-gärten, Grundschulen und Familien. Neben einem für die Zielgruppe
gestalteten theaterpädagogischen Begleitmaterial haben viele Gruppen einen vorbereitenden
Workshop in Anspruch genommen.
MÄDCHEN WIE DIE (13+)
In diesem Stück von Evan Placey geht es um Gruppendynamik, Freundschaft, Emanzipation und
einen wahren Cybermobbingfall, der dieser Geschichte zu Grunde liegt. Diese Schauspielproduktion
ab 13 Jahren spielt auf der Werkstattbühne. Alle bis zum Sommer geplanten Schulvorstellungen waren
nach kurzer Zeit ausverkauft. Neben vorbereitenden Workshops findet im Anschluss an jede Vorstellung
ein Publikumsgespräch statt, in dem die Schauspielerinnen und eine Theaterpädagogin mit den
Jugendli-chen über das Gesehene ins Gespräch kommt.
Wiederaufnahmen:
In der Oper wurde die Produktion des Kinder- und Jugendchores des Theater Bonn
BRUNDIBÁR. ÜBERLEBEN.MONOLOG (12+) wiederaufgenommen. Im Schauspiel die Produktion
33 BOGEN UND EIN TEEHAUS (11+).
Partizipation:
Künstlerische Produktionen mit Kindern und Jugendlichen
Neben Vermittlung und Produktionen konnten wir auch in diesem Jahr wieder Projekte, in denen
Kinder und Jugendliche selbst künstlerisch auf der Bühne beteiligt sein konnten, durchführen.
Im Schauspiel hat in Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn das von BTHVN 2020
geförderte Projekt STARGATE PROHASKA stattgefunden. Eine Stückentwicklung nach Beethovens
Leonore Pro-haska. Aufgrund der COVID 19-Pandemie hat ein Großteil der Proben online
stattgefunden und die für Juni 2020 geplante Premiere ist auf Januar 2021 verlegt worden. Im
Musiktheater hat der Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn die DIE GÖTTEROLYMPIADE als
eigenes Projekt in der Werkstatt auf die Bühne gebracht.
**********Seite 33 von 64
In der Spielzeit 2019/20 wurde zusätzlich zu den 2 Spielstätten von Schauspiel Bonn (Schauspielhaus
und Werkstattbühne im Opernhaus) noch eine temporäre Bühne (nur im Juni 2020) auf dem Werkstät-
tengelände Beuel aufgebaut, das „Autotheater“. Hier konnten neben einigen Vorstellungen des Theater
Bonn auch andere Bonner Theater Vorstellungen durchführen. Auf den 3 Schauspielbühnen und den
Bühnen von Oper und Tanz (Opernhaus) wurden insgesamt 303 Vorstellungen gezeigt. Hierbei entfie-
len auf das Musiktheater einschließlich Tanz-Gastspiele 118 und auf das Schauspiel 185 Vorstellun-
gen. Hinzu kamen 4 Veranstaltungen mit freiem Eintritt sowie zwei eigene Gastspiele mit jeweils einer
Vorstellung.
Die Veranstaltungen des Musiktheaters wurden von 78.799 Besuchern (Vorjahr 118.786), die des
Schauspiels von 32.556 (Vorjahr 54.326) Besuchern gesehen.
Von den Besuchern des Musiktheaters entfielen 53.255 auf Oper, 12.560 auf die Tanzgastspiele und
9.559 auf sonstige Veranstaltungen im Großen Haus, wie Konzerte, Quatsch keine Oper, u.Ä. Weiterhin
wurden die Einführungsmatineen, weitere Veranstaltungen im Foyer der Oper, zum Teil mit freiem Ein-
tritt sowie die Gastspiele von 3.425 Besuchern aufgesucht.
Die Veranstaltungen des Schauspiels wurden von 32.265 Besuchern gesehen. Von den Besuchern
des Schauspiels entfielen 24.827 Besucher auf den Saal im Schauspielhaus und 1.172 auf das Foyer
des Schauspielhauses. 6.028 Besucher schauten Stücke auf der Werkstattbühne in der Oper und 238
die Produktionen auf der Bühne des Autotheater in Beuel. Zudem hatten wir zwei Veranstaltungen mit
freiem Eintritt mit 160 Besuchern und ein Gastspiel mit 131 Besuchern.
Das ergibt insgesamt 111.355 (Vorjahr: 173.112) Besucher in der Spielzeit 2019/20.
Die statistische Auslastung der Vorstellungen betrug im Schauspiel 67,91 %, in der Oper einschließlich
Tanzgastspiele 85,69 %.
*********
Das Ergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit, welches wir beeinflussen können (also ohne die Gebäude-
abschreibungen und die damit verbundene Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage, die zu einem
entsprechend auszuweisenden Fehlbetrag führt), fällt besser aus als prognostiziert. Der Überschuss in
Höhe von 1.891.789,64 € wird der satzungsmäßigen Rücklage zugeführt.
Begründung:
Die Produktionen in der Spielzeit 2019/20 sind bis zum Lockdown im März vom Publikum sehr gut
angenommen worden. Die Einnahmen lagen bis März über den Prognosen. Das Theater hat sehr
schnell auf die Veränderungen bzgl. der Pandemie reagiert. Es wurden insbesondere Kurzarbeit ein-
geführt, Urlaube und Überstunden abgebaut, der Einsatz von Gästen reduziert (was in der Folge auch
Hotel- und Reisekosten verringerte), Produktionen hinterfragt. Aus diesem Grunde sind die Ausgaben
in der Spielzeit heruntergefahren worden. Zusammen mit den hohen Einnahmen bis März ergibt sich
daher dieses gute Ergebnis.Seite 34 von 64
II. Wirtschaftsbericht
a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen
Übersicht
Mit Wirkung zum 01. August 1997 wurde das gesamte Anlagevermögen des Teilbereichs OPER einge-
bracht. Die Einbringungswerte des Grundvermögens sind im Ratsbeschluss vom 26. Juni 1997 „DS
9700740“ festgeschrieben.
Gemäß §§ 1 Abs. 3 und 13 Abs. 2 der Satzung des THEATER DER BUNDESSTADT BONN in der Fassung
vom 14.12.2001 ist zur Sicherung des Zwecks der Einrichtung eine satzungsmäßige Rücklage zu bil-
den, der nicht verbrauchte Zuschüsse und Mehreinnahmen zugeführt werden müssen und die zur
Deckung von Fehlbeträgen eingesetzt wird.
Im Wirtschaftsjahr 2019/20 wird der Jahresüberschuss in Höhe von 874.593,64 € (Vorjahr: Jahresfehl-
betrag 1.437.640,15 €) durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage für „nicht zu erstattende
Gebäude-Abschreibung“ in Höhe von 1.017.196,00 € (Vorjahr: 1.017.089,00 €) gedeckt. Daneben ist
eine Zuführung zur satzungsmäßige Rücklage in Höhe von 1.891.789,64 € (Vorjahr: Entnahme:
420.551,15 €) möglich.
Die Bilanzsumme des Theaters hat sich im Vergleich zum Vorjahr (VJ) um 181,3 Tsd. € erhöht. Die
immateriellen Vermögensgegenstände betragen 6,5 Tsd. € (VJ: 7,8 Tsd. €). Der Anteil des
Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 79,4 % (VJ: 82,2 %). Das Umlaufvermögen hat sich
auf 7.998,8 Tsd. € (VJ: 6.814,7 Tsd. €) erhöht. Sein Anteil an der Bilanzsumme liegt nun bei 20,2 %
(VJ: 17,3 %). Das Eigenkapital einschließlich Sonderposten stieg auf 36.227,6 Tsd. € (VJ:
35.088,1 Tsd. €). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 80,0 % (VJ: 78,1 %). Der
Anteil des Fremdkapitals (Verbindlichkeiten) liegt bei 1.240,6 Tsd. € bzw. 3,1% (VJ: 3,0 %).
Die Zahlungsfähigkeit des Theaters war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Investitionen und Finanzierung
Das Ausgabevolumen des Vermögensplanes des Wirtschaftsjahres 2019/20 beträgt 440.000,00 € (Vor-
jahr: 440.000,00 €).
Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in einer Gesamthöhe von 825.210,48 € (Vorjahr: 998.837,58
€) getätigt.
Die Summe der im Berichtsjahr beschafften „Geringwertigen Wirtschaftsgüter“, beträgt 80.750,19 €
(Vorjahr: 76.203,17 €).Seite 35 von 64
Zusammenfassung der getätigten Investitionen 2019/20
Softwarelizenzen 3.031,12€
Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00€
Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Bühnentechnik und techn.
Direktion 50.299,83 €
- Theaterwerkstätten 2.709,93 €
- Beleuchtung 77.277,79 €
- Ton/ Elektroakustik 254.948,48 €
- Kostümabteilung/Maske 4.504,12 €
- Schauspielhaus 1.709,04 €
- Musik. Spielleitung 54.978,00 €
- Controlling und EDV 2.821,68 € 449.248,87€
Fahrzeuge 287.029,24€
Anlagen im Bau 5.151,06€
Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nicht im 80.750,19€
Vermögensplan enthalten sind
Summe der getätigten Investitionen 825.210,48€
In der Spielzeit 2019/20 wurde das Mischpult einschl. Peripherie mit einem Betrag von 315.926,78 €
aktiviert. Im Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2018/19 war ein Betrag von 510.000,00 € freigegeben
worden.
Im Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2019/20 wurde ein Betrag von 225.000,00 € für einen 27-t-LKW mit
ATL-Hakenliftaufbau freigegeben. Der LKW wurde im Juli 2020 geliefert und aktiviert.
Die Anschaffung des LKW wurde vom Land mit einem Zuschuss in Höhe von 216.781,11 € gefördert.
Dieser Betrag fließt in den Gesamthaushalt der Bundesstadt Bonn ein.
Bauvorhaben und Bauunterhaltung
Gemäß Entscheidung des Oberstadtdirektors der Stadt Bonn vom Januar 1988 (s. auch Zuschuss
durch die Bundesstadt Bonn) sind seit dem Wirtschaftsjahr 1989/90 erforderliche Ersatz- und Erweite-
rungsinvestitionen an den eingebrachten Gebäuden („Dach und Fach“) - soweit diese nicht theaterspe-
zifisch sind - aus dem Vermögenshaushalt der Bundesstadt Bonn zu finanzieren.
Auf Basis des Ratsbeschlusses vom 06.07.2017 ist das SGB zuständig, die laufenden Arbeiten für die
Bauunterhaltung im Theater Bonn zu gewährleisten.
Zuschuss durch die Bundesstadt Bonn
Aufgrund der Entscheidung des Oberstadtdirektors der Bundesstadt Bonn (Mitteilung des Dezernates
IV vom 12.01.1988 und Vermerk des Amtes 20 vom 05.01.1988) sind hinsichtlich des Umfangs der
Verlustübernahme durch die Bundesstadt Bonn folgende Regelungen getroffen worden:Seite 36 von 64
- Abschreibungen auf Gebäude und Gebäudebestandteile des Theaters werden nicht in den Zu-
schuss, der aus dem städtischen Haushalt finanziert wird, einbezogen. Erforderliche Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen sind ab dem Wirtschaftsjahr 1989/90 im städtischen Vermögenshaus-
halt zu veranschlagen. Eine Belastung des Theaters mit Zinsen und Tilgung entsteht nicht.
- Die Abschreibungen für Betriebseinrichtungen, die nicht Gebäudebestandteil sind, sowie für die
Betriebs- und Geschäftsausstattung werden dagegen in den Zuschuss einbezogen und ohne Be-
schränkung dem Theater der Bundesstadt Bonn erstattet.
- Nicht verausgabte Mittel des Vermögensplanes werden seit dem 01. August 2008 in der Bilanz in
einem „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn“ zu-
geführt.
- Im Rahmen der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements für Gemeinden im
Land NRW (NKF NRW) und im Hinblick auf die gemäß § 2 Abs. 1 NKFEG NRW bestehende
Verpflichtung der Bundesstadt Bonn, zum 31. Dezember eines Jahres einen NKF-
Gesamtabschluss aufstellen zu müssen, hat die Kämmerei der Bundesstadt Bonn im Wirtschafts-
jahr 2008/09 gewünscht, dass das Theater der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2008 eine Ände-
rung des Bilanzausweises vornimmt. In Anlehnung an die Anforderungen des NKF-
Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn, in dem das Theater Bonn voll zu konsolidieren ist,
hat das Theater daher zum 01. August 2008 erstmalig einen „Sonderposten zur Finanzierung des
Anlagevermögens“ gebildet und im Berichtsjahr weiter fortentwickelt.
- Die vorgenannten Regelungen wurden mit der Zusammenlegung der bis zum 31.07.1997 als kom-
munaler Regiebetrieb geführten Oper mit dem bestehenden Eigenbetrieb Schauspiel für das Ge-
samttheater als Eigenbetrieb übernommen.
- Der Gesamtbetriebskostenzuschuss wird ab dem Berichtsjahr 2009/10 in einen Zuschuss für lau-
fende Ausgaben (Betriebskostenzuschuss, BKZ) und einen Zuschuss für Investitionen (Inves-
titionskostenzuschuss, IKZ) aufgeteilt.
- Gemäß dem Wirtschaftsplan des Theaters für das Wirtschaftsjahr 2019/20 darf die Theaterleitung
über den verbleibenden „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der Bun-
desstadt Bonn(IKZ)“ wie auch über die „Investitionsrücklage“ für nicht geplante, zusätzliche Inves-
titionen frei verfügen.
b) Die Ertragslage
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung THEATER DER BUNDESSTADT BONN ist ein kommunaler Kulturbe-
trieb (ohne eigene Rechtspersönlichkeit), der nicht auf die Erzielung eines Gewinns, sondern auf die
Versorgung der Bevölkerung mit dem Kulturgut THEATER ausgerichtet ist.
Der Gesamt-Betriebskostenzuschuss für das Theater der Bundesstadt Bonn beträgt gemäß dem gel-
tenden Intendantenvertrag mit Herrn Dr. Bernhard Helmich insgesamt 27.081.992,00 €. Hinzuzurech-
nen ist noch die – geschätzte - Tariferhöhung für 2019/20 in Höhe von 3.593.100,00 €, sodass der
städtische Gesamt-Zuschussbetrag insgesamt 30.675.092,00 € beträgt; davon 30.235.092,00 € (BKZ)
und 440.000,00€ (IKZ). In dem Betrag von 30.235.092,00 € sind 511.292,00 € aus einem Anspruch
gegenüber der Stadt Bonn aus dem Jahr 2002 enthalten. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Stadt
nicht geltend gemacht, bleibt aber als Forderung bestehen. Der Betriebskostenzuschuss beträgt
29.723.800,00 €, der Investitionskostenzuschuss beträgt 440.000,00 €. Der Gesamt-Betriebskostenzu-
schuss 2019/20 beträgt somit 30.163.800,00 €.
Die tatsächlich anfallenden Tarifsteigerungen werden während der Laufzeit des Intendantenvertrages
mit Herrn Dr. Helmich von der Bundesstadt Bonn übernommen.
Im Wirtschaftsjahr 2019/20 beträgt die tatsächliche Tariferhöhung 3.493.244,79 € (VJ: 2.909.002,25 €).
Nach der Berücksichtigung der bereits veranschlagten Tariferhöhung von 3.593.100,00 € muss das
Theater Bonn an die Stadtverwaltung Bonn einen Betrag von 99.855,21 € erstatten. Der städtische
Gesamtzuschuss verringert sich somit auf 30.063.944,80 €.
************Seite 37 von 64
Das Land NRW hat mit dem Zuwendungsbescheid vom 01. September 2019 eine Zuwendung in Höhe
von 1.896.829,00 € für das Kalenderjahr 2019 bewilligt, von der ein Betrag in Höhe von 25.000,00 € für
theaterpädagogische Maßnahmen einzusetzen ist. Von der vorgenannten Zuwendung entfällt ein Be-
trag in Höhe von 790.329,00 € auf das Wirtschaftsjahr 2019/20.
Mit Zuwendungsbescheid für das Kalenderjahr 2020 wurde eine Zuwendung in Höhe von
2.108.926,00 € bewilligt, von der auf das Wirtschaftsjahr 2019/20 eine Zuwendung in Höhe von
1.230.200,00 € entfällt.
Von der Beethoven-Jubiläums GmbH haben wir für die Spielzeit 2019/20 einen Förderbetrag in Höhe
von insgesamt 180.755,00 € für verschiedene Produktionen empfangen.
Darüber hinaus haben wir vom Förderverein Musikalisches Kindertheater für den Kinderchor einen Zu-
schuss in Höhe von 2.000,00 € und für die Produktionen Faust und Brundibár jeweils eine Förderung
von 2.500,00 € erhalten. Außerdem werden wir vom Freundeskreis des Hauses bei einzelnen Produk-
tionen des Theaters finanziell unterstützt.
Ergebnis
Im Wirtschaftsplan 2019/20 ist eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von
1.017.196,00 € für „nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen“ veranschlagt.
Das Wirtschaftsjahr 2019/20 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von
874.593,64 € (Vorjahr: - 1.437.640,15 €) ab, so dass ein Betrag in Höhe von 1.891.789,64 €
(Vorjahr: Entnahme 420.551,15 €) der satzungsmäßigen Rücklage zugeführt wird.
Entwicklung der satzungsmäßigen Rücklage
Die satzungsmäßige Rücklage hat sich wie folgt entwickelt (Stand jeweils Ende des Wirtschaftsjahres):
2011/12 4.200.527,64 €
2012/13 2.186.532,00 €
2013/14 821.875,98 €
2014/15 854.812,62 €
2015/16 889.628,95 €
2016/17 1.600.070,12 €
2017/18 2.387.263,66 €
2018/19 1.966.712,51 €
2019/20 3.858.502,15 €Seite 38 von 64
Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn
Teilbereich: Musiktheater - Oper/Tanz
Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn
Teilbereich: Oper/Tanz
Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick")
1. Neuinszenierungen Oper im Großen Haus
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
West Side Story 15.09.2019 17 17.407 17.246 99,08%
Der Rosenkavalier 06.10.2019 12 12.279 10.073 82,03%
Cavalleria Rusticana/
Der Bajazzo
09.11.2019 11 11.257 7.857 69,80%
Fidelio 01.01.2020 7 7.162 7.139 99,68%
Ein Brief/
Christus am Ölberge
08.02.2020 2 2.046 1.416 69,21%
Die Fledermaus 08.03.2020 1 1.024 985 96,19%
Gesamtergebnis 50 51.175 44.716 87,38%
2. Wiederaufnahmen der Oper im Großen Haus
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Figaros Hochzeit 20.10.2019 5 5.115 3.968 77,58%
Madama Butterfly 23.11.2019 6 6.139 4.571 74,46%
Gesamtergebnis 11 11.254 8.539 75,88%
3. Sonstige Veranstaltungen der Oper im Foyer
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Führungen im Opernhaus 8 110 95 86,36%
Sitzkissenkonzerte 4 620 471 75,97%
Singender Advent 1 199 199 100,00%
Matineen 4 398 305 76,63%
Gesamtergebnis 17 1.327 1.070 80,63%
Opernproduktionen Gesamt 78 63.756 54.325 85,21%
4. Sonstige Veranstaltungen
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Quatsch keine Oper 10 9.872 8.380 84,89%
Singender Advent -
Jauchzet Frohlocket-
1 884 489 55,32%
Chinesisches Neujahrskonzert 1 1.024 690 67,38%
Gesamtergebnis 12 11.780 9.559 81,15%Seite 39 von 64
5. Tanzgastspiele im Großen Haus
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Tanzgastspiele 13 13.312 12.560 94,35%
Gesamtergebnis Tanz 13 13.312 12.560 94,35%
6. Neuinszenierungen Portal Oper
(im Foyer)
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Nils Karlssson
Däumling
(3 weitere VA im Foyer
Schauspielhaus)
17.11.2019 6 368 314 85,33%
Gesamtergebnis 6 368 314 85,33%
7. Wiederaufnahmen Portal Oper
(im Foyer)
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Brundibár 07.09.2019 9 1.791 1.227 68,51%
Gesamtergebnis 9 1.791 1.227 68,51%
8. Veranstaltungen mit freiem Eintritt
Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sonstige VA 2 325 323 99,38%
Gesamtergebnis 2 325 323 99,38%
9. Eigene Gastspiele in fremden Theatern
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Ein Brief (Wien) 29.02.2020 1 634 491 77,44%
Gesamtergebnis 1 634 491 77,44%
Gesamtergebnis Musiktheater 121 91.966 78.799 85,68%
(inkl. Besucher der Tanzgastspiele)Seite 40 von 64
Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten
Spielstätte Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher Auslastung
2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20
Opernhaus 140 86 143.117 87.521 113.837 75.374 79,54% 86,12%
Opernhaus, Foyer 53 32 4.673 3.486 3.171 2.611 67,86% 74,90%
Opernhaus, Werkstatt-
bühne 2 0 244 0 241 0 98,77% 0,00%
Sonderveranstaltungen 11 2 1.555 325 1.537 323 98,84% 99,38%
Eigene Gastspiele 0 1 0 634 0 491 0,00% 77,44%
Gesamt 206 121 149.589 91.966 118.786 78.799 79,41% 85,68%
Besucherstatistik
Im Berichtsjahr 2019/20 haben insgesamt 78.799 (Vorjahr 2018/19 118.786) Besucherinnen und Besucher die Vor-
stellungen des Musiktheaters und der Tanzgastspiele gesehen.Seite 41 von 64
Besucherstatistik - Teilbereich: Oper und Tanz
Opernhaus Opernhaus Foyer Opernhaus Werkstatt Gesamt
2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20
Abonnenten 17.925 11.119 155 269 4 0 18.084 11.388
Volksbühne Bonn/ 17.974 11.926 44 40 57 0 18.075 11.966
Theatergemeinde Bonn
Freier Verkauf (inkl. Personal- 72.841 51.402 2.857 2.284 164 0 75.862 53.686
und Gebührenkarten)
Freikarten 5.097 927 115 18 16 0 5.228 945
Gesamt 113.837 75.374 3.171 2.611 241 0 117.249 77.985
Eigene Gastspiele 0 491
Sonderveranstaltungen 1.537 323
Summe 118.786 78.799Seite 42 von 64
Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn
Teilbereich: Schauspiel
Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick")
1. Neuinszenierungen des Schauspiels im Schauspielhaus
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Minna von Barnhelm 12.09.2019 16 7.027 3.263 46,44%
Vor Sonnenaufgang 02.10.2019 11 4.829 2.155 44,63%
Die Marquise von O 08.11.2019 12 4.962 4.342 87,51%
Der eingebildete
Kranke
06.12.2019 8 3.513 2.956 84,14%
Die Räuber 31.01.2020 7 3.072 3.029 98,60%
König Lear 28.02.2020 2 878 630 71,75%
Gesamtergebnis 56 24.281 16.375 67,44%
2. Wiederaufnahmen des Schauspiels im Schauspielhaus
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Frau Müller muss
weg
05.10.2019 8 3.513 1.941 55,25%
Linie 16 08.10.2019 5 2.195 1.726 78,63%
Der Menschenfeind 19.12.2019 2 878 498 56,72%
Eines langen Tages
Reise
15.02.2020 1 439 122 27,79%
Gesamtergebnis 16 7.025 4.287 61,02%
3. Neuinszenierungen des Schauspiels im Foyer des Schauspielhauses
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Nils Karlsson Däum-
ling (siehe Portal
Oper unter Musikthe-
ater)
17.11.2019 3 210 203 95,71%
Gesamtergebnis 3 210 203 95,71%
4. Wiederaufnahmen des Schauspiels im Foyer des Schauspielhauses
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Die Ratte 30.10.2019 6 360 112 31,11%
Gesamtergebnis 6 360 112 31,11%
5. Gastspiele im Schauspielhaus
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Othello 2 878 506 57,63%
Gesamtergebnis
Gastspiele
2 878 506 57,63%Seite 43 von 64
6. Neuinszenierungen Werkstattbühne
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
In Stanniolpapier 13.09.2019 12 1.452 981 67,56%
Infinito Nero 26.09.2019 3 363 317 87,33%
Die Installation der
Angst
31.10.2019 11 1.331 1.269 95,34%
Lieber Gold im
Mund...
19.12.2019 5 605 386 63,80%
Apeiron 24.01.2020 5 605 368 60,83%
Gesamtergebnis 36 4.356 3.321 76,24%
7. Wiederaufnahmen Werkstattbühne
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Oh wie schön ist
Malta
01.10.2019 5 605 358 59,17%
Warten auf Godot 05.10.2019 5 605 479 79,17%
Jakob der Lügner 05.11.2019 5 605 367 60,66%
In and out Hannah
Arendt
12.11.2019 4 484 384 79,34%
Die Nase 04.02.2020 1 121 35 28,93%
Gesamtergebnis 20 2.420 1.623 67,07%
8. Neuinszenierungen Portal Schauspiel
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Viele Grüße, deine
Giraffe
28.09.2019 15 1.050 857 81,62%
Die Götterolympiade 27.11.2019 4 484 465 96,07%
Mädchen wie die 29.02.2020 2 242 222 91,74%
Gesamtergebnis 21 1.776 1.544 86,94%
9. Wiederaufnahmen Portal Schauspiel
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Ein Sommernachts-
traum
12.10.2019 12 5.270 3.659 69,43%
33 Bogen und ein
Teehaus
19.11.2019 5 605 397 65,62%
Gesamtergebnis 17 5.875 4.056 69,04%
10. Eigene Gastspiele in auswärtigen Theatern
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Eines langen Tages
Reise (Liechten-
stein)
10.03.2020 1 295 131 44,41%
Gesamtergebnis Eigene Gast-
spiele
1 295 131 44,41%Seite 44 von 64
11. Veranstaltungen mit freiem Eintritt
Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sonstige VA 2 160 160 100,00%
Gesamtergebnis 2 160 160 100,00%
12. Außenspielstätte -Autotheater-
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Linie 16 6 246 207 84,15%
Sitzkissenkonzerte 2 82 31 37,80%
Gesamtergebnis Autotheater 8 328 238 72,56%
Gesamtergebnis Schauspiel 188 47.964 32.556 67,88%Seite 45 von 64
Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten
Spielstätte Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher Auslastung
2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20
Schauspielhaus 150 84 65.349 36.576 44.764 24.321 68,50% 66,49%
Foyer Schauspielhaus 21 26 1.583 2.498 1.049 1.678 66,27% 67,17%
Werkstattbühne 94 67 11.375 8.107 7.906 6.028 69,50% 74,36%
Außenspielstätten 8 8 231 328 187 238 80,95% 72,56%
Eigene Gastspiele 4 1 120 295 120 131 100,00% 44,41%
Sonderveranstaltungen 1 2 300 160 300 160 100,00% 100,00%
Gesamt 278 188 78.958 47.964 54.326 32.556 68,80% 67,88%
Besucherstatistik
Im Berichtsjahr 2019/20 haben insgesamt 32.556 (Vorjahr 2018/19 54.326) Besucherinnen und Besucher die Vor-
stellungen des Schauspiels Bonn gesehen.Seite 46 von 64
Besucherstatistik - Teilbereich: Schauspiel
Schauspielhaus Foyer Schauspielhaus Werkstattbühne Außenspielstätten Gesamt
2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20 2018/19 2019/20
Abonnenten 9.106 5.311 58 18 909 613 54 0 10.127 5.942
Volksbühne Bonn/ 6.455 3.310 0 4 910 469 0 0 7.365 3.783
Theatergemeinde Bonn
Freier Verkauf (inkl. Personal- 26.628 15.300 929 1.622 5.309 4.585 128 238 32.994 21.745
und Gebührenkarten)
Freikarten 2.575 400 62 34 778 361 5 0 3.420 795
Gesamt 44.764 24.321 1.049 1.678 7.906 6.028 187 238 53.906 32.265
Eigene Gastspiele 120 131
Sonderveranstaltungen 300 160
Summe 54.326 32.556Seite 47 von 64
Abonnementsstruktur
Für die Spielzeit 2019/20 wurden insgesamt folgende Abonnements verkauft:
Abonnement 2019/20 2020/21
(Stand:11.01.2020)
Premieren – Abonnement Oper 232 -
Abonnement Oper MIDO 90 -
Abonnement Oper Fr 79 -
Abonnement Oper SA 69 -
Abonnement Oper SO 80 -
Abonnement Oper SON (Sonntagnachmittag Oper) 74 -
Abonnement OK (Oper-Konzert) 9 -
Ballett/Tanz Groß 158 301
Ballett/Tanz Klein 192 -
Ballett/Tanz Int. Tanz (4 Gutscheine) 0 -
Premieren-Abonnement Schauspiel 54 -
Abonnement Schauspiel FR 44 -
Abonnement Schauspiel SA 31 -
Abonnement Schauspiel SO 62 -
Abonnement Schauspiel Klassik nur 2018/19 0 -
Abonnement PREM WB ab 2015/16 38 -
Abonnement Schauspiel DO ab 2015/16 60 -
Abonnement Schauspiel Mi ab 2015/16 31 -
Wahlabonnement O (4 Gutscheine) 130 6
Wahlabonnement O (6 Gutscheine) 176 3
Wahlabonnement O (8 Gutscheine) 296 6
Wahlabonnement OS (Oper-Schauspiel) 231 14
Wahlabonnement S (4 Gutscheine) 41 6
Wahlabonnement S (6 Gutscheine) 90 10
Wahlabonnement S (8 Gutscheine) 133 13
Schulklassenabonnement 3.851 227
Young & More-Card (einmaliger Neuerwerb) 2.676 2.676
TheaterCard 1 + 2 9 1
TheaterCard 2 + 2 22 9
SONDER-ABO - Wahlabo O+S (Theaterfest) 118 -
Weihnachts-Abo O+S (2+2) 27 2
Summe 9.103 3.274
Einnahmen 491.177,00 € 93.582,00 €
Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden in der Spielzeit 2020/21 nur wenige Abonnements angeboten.Seite 48 von 64
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht / Voraussichtliche Entwicklung
Prognosebericht
Künftige Entwicklung des Theaters
Für die Laufzeit des Vertrages mit Herrn Dr. Helmich besteht bis Juli 2023 weiter finanzielle Planungs-
sicherheit bezüglich des städtischen Betriebskostenzuschusses. Wegen der ab der Spielzeit 2018/19
damit verbundenen Kürzungen (in der Spielzeit 2019/20 410.000 €) ist die gleichzeitige Erhöhung der
Landeszuwendung für das Theater besonders wichtig. Hierfür besteht Sicherheit bis Dezember 2022.
Gegenüber der Spielzeit 2017/18 ist die Landeszuwendung in der Spielzeit 2019/20 um ca. 488.000 €
gestiegen. Insbesondere der sorgfältige Umgang mit diesen Mitteln hilft dem Theater, die finanziellen
Herausforderungen zu meistern und auch notwendige, insbesondere im Personalbereich erforderliche
Korrekturen der früheren intensiven Kürzungen des Theateretats vorzunehmen.
Bestandsgefährdende Risiken traten im Berichtszeitraum nicht auf, neben dem enormen Reparaturstau
und der ausstehenden, aber dringend erforderlichen politischen Entscheidung zur Zukunft der Theater-
liegenschaften, sind derzeit und sicherlich auch in den nächsten Jahren die COVID-19-Pandemie und
deren Folgen beherrschendes Thema. Die finanziellen Auswirkungen sind derzeit nicht konkret abseh-
bar.
Zu einzelnen Punkten werden im Rahmen des folgenden Chancen- und Risikoberichts und bei der
voraussichtlichen Entwicklung Aussagen getroffen.
Chancen- und Risikobericht, voraussichtliche Entwicklung
Umgang mit der COVID-19-Pandemie
Zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie hat sich die Theaterleitung von Beginn an folgende Ziele
gesetzt:
 Sorgfältige und den aktuellen Anforderungen angepasste Planung des künstlerischen Betrie-
bes,
 Fürsorge für die Mitarbeitenden, die gastverpflichteten Künstlerinnen und Künstler (einschl.
Agenturen und Verlage) und unser Publikum,
 Nutzung von Möglichkeiten zur Kostenreduzierung im Rahmen der Gesamtverantwortung für
den Theaterbetrieb und die finanzielle Gesamtsituation der Stadt Bonn, Spätfolgen wie voraus-
sichtlich länger anhaltende Zurückhaltung beim Publikum und damit einhergehende Einnahme-
verluste einplanen, so weit möglich,
 Perspektiven des Theaters und der Bonner Kulturszene während und auch nach der Pandemie
entwickeln, Imagekampagne für Bonner Kulturszene gemeinsam initiieren.
Erläuterung der Zielsetzungen:
Vom gewohnten Programm für eine gesamte Spielzeit haben wir uns sehr früh verabschiedet und For-
mate entwickelt, die „coronagerecht“ aufgeführt werden und die wir grundsätzlich mit unseren festen
Ensembles realisieren können. Planungen für einige ursprünglich vorgesehene Produktionen konnten
so früh gestoppt werden, dass Kostenreduzierungen möglich sind. Die Theaterleitung hat hierbei auch
mit schmerzhaften Einschnitten in künstlerische Prozesse reagiert, hierzu gab es intensive Austausche
auf Leitungsebene und ständige Informationen an die Kolleginnen und Kollegen, um die notwendigen
Entscheidungen transparent zu machen.
Die ständig notwendigen Änderungen der Disposition stellen dabei eine enorme Herausforderung für
alle Gewerke des Theaters dar.
Zu den Auswirkungen der Schließung des Theaters aufgrund der Coronaschutzverordnung wird auf die
Ausführungen im Anhang (Nachtragsbericht) verwiesen.Seite 49 von 64
Verkürzte Spielzeit und daraus resultierende Einnahmeverluste
Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten alle Veranstaltungen seit 11. März 2020 bis zum Spielzeit-
ende abgesagt werden. Die Ticketerstattung lief zum Teil über die Theaterkassen, zum Großteil jedoch
per Rücküberweisung über Bonnticket und Eventim. Die Rückerstattung war in großen Teilen im August
2020 abgeschlossen, einige Einzelfälle tauchen jedoch noch auf.
Geplant waren Einnahmen aus Kartenverkäufen in Höhe von 3.750.000 €. Tatsächlich eingenommen
wurden 2.495.526,15 €. Dies führt zu einem Einnahmeverlust in Höhe von 1.254.473,85 €.
Dies ist besonders schmerzlich, da die Spielzeit bis einschließlich Februar so fantastisch lief, dass die
Einnahmeerwartungen zu diesem Zeitpunkt bereits überschritten wurden.
Kurzarbeit
Bereits ab 16.03.2020 konnte der überwiegende Teil des künstlerischen Personals nicht mehr in vollem
Umfang eingesetzt werden. Auch Zugehörige zu Risikogruppen und Mitarbeitende des TVöD wurden
nach und nach, teilweise bis zu 100 %, von der Arbeit freigestellt, um der Fürsorgepflicht gerecht zu
werden oder weil keine Möglichkeit der Beschäftigung mehr bestand. Kostümabteilung und Maske
kümmerten sich bis Mai 2020 noch um die Herstellung von Behelfsmasken bzw. die Werkstätten schnit-
ten Plexiglasscheiben für publikumsintensive Bereiche zu und stellten diese der Stadt Bonn für ent-
sprechende Einrichtungen zur Verfügung.
Durch den Abschluss des TV COVID TVöD bzw. TV COVID NV Bühne konnten viele Mitarbeitende
sowie Gäste ab Mai 2020, soweit erforderlich, über Kurzarbeit abgerechnet werden, um so die Perso-
nalkosten zu reduzieren und betriebsbedingte Kündigungen ausschließen zu können.
Gäste
Bei den Selbstständigen wurden entsprechend den erbrachten Leistungen unabhängi

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Datenstand: 02.11.2026, 20:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de