210678 · Dringlichkeitsantrag
COVID-19-Pandemie: Appell an die Bonner Stadtbevölkerung und mehrsprachige Aufklärungskampagne in besonders stark betroffenen Stadtteilen
Kerndaten
- Nummer
- 210678
- Art
- Dringlichkeitsantrag
- Veröffentlicht
- 28.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anregung
Dateien
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Dringlichkeitsantrag öffentlich 210678 Antragsteller/in: Herr Acharki (DiverCityBonn), Herr Fahrenholtz (parteilos), Frau Mamozei (CDU- Liste), Herr El Bayari (BIG) 26.04.2021 COVID-19-Pandemie: Appell an die Bonner Stadtbevölkerung und mehrsprachige Aufklärungskampagne in besonders stark betroffenen Stadtteilen Beratungsfolge Integrationsrat 05.05.2021 Anregung Begründung der Dringlichkeit: Die grafische Darstellung der mit dem Coronavirus infizierten BürgerInnen auf dem Bonner Stadtgebiet wurde am 14.04.2021 veröffentlicht. Die dramatische Ausweitung des Virus führt zur Überlastung der medizinischen Versorgung und letztendlich zum Tod vieler weiterer MitbürgerInnen. Einer Gefahr steigender Ressentiments gegen MigrantInnen ist sofort zu begegnen. Ein sofortiges Handeln ist daher unabdingbar. Inhalt des Dringlichkeitsantrags Der Stadtrat und der Integrationsrat der Stadt Bonn rufen alle Bonnerinnen und Bonner auf, weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten und Infektionsgefahren bestmöglich zu vermeiden. Schützen Sie sich selbst, dann schützen Sie auch Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Wir sehnen uns alle nach einer Zeit mit unbesorgtem und persönlichem Austausch in der Gemeinschaft, aber gerade jetzt sind Solidarität und besondere Rücksicht auf diejenigen lebensnotwendig, die einen schweren Krankheitsverlauf befürchten müssen. Je schneller die Infektionszahlen sinken, desto schneller können der wirtschaftlich bedrohte Einzelhandel, der Hotel- und Gaststättenbereich, die Kulturschaffenden, die SchülerInnen sowie viele weitere besonders unter der Situationen leidende Mitmenschen wieder in einen normalen Alltag zurückkehren. Mit großer Sorge werden die kontinuierlich steigenden Fallzahlen beobachtet, von der manche Stadtteile besonders betroffen sind. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, mit einer spezifischen Aufklärungskampagne schnellstmöglich in besonders stark betroffenen Stadtteilen aktiv zu werden, um über Ansteckungsgefahren, Präventionsmaßnahmen und Impfvorteile zu informieren.Seite 1 von 3 Seite 2 Die Aufklärungskampagne beinhaltet u.a. die Verteilung mehrsprachiger Informationsmaterialien über Multiplikatoren und vor Ort, die Platzierung von Plakaten und die Einrichtung von Infoständen. Die Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete werden in die Kampagne speziell mit integriert. Ein weiterer Baustein der Kommunikationskampagne ist die Aufklärung über die Situation, warum manche Stadtteile mit einem hohen Migrationsanteil besonders stark von der Ausbreitung betroffen sind, mit dem Ziel, kulturelle Stigmatisierungen zu vermeiden, Ursachen für die räumliche Konzentration zu erläutern, Ängste vor Migration abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Begründung Die Corona-Pandemie fordert die Bevölkerung in besonderem Maße, und das bereits seit vielen Monaten. Mit einer direkten Ansprache der BürgerInnen durch Stadtrat und Integrationsrat sollen möglichst viele BonnerInnen erreicht werden. Durch den Appell wird die Anteilnahme an der herausfordernden Lebenszeit verdeutlicht, aber auch für besondere Achtsamkeit und Rücksichtnahme geworben. In der Lokalpresse wurde über signifikante Korrelationen zwischen Infektionsgeschehen und Migrationsanteil berichtet (General-Anzeiger: „So verteilen sich die Corona-Fälle auf dem Bonner Stadtgebiet“, 14.04.2021; zum Artikel). Der Abgleich der entsprechenden Grafik mit der Bevölkerungsstatistik veranschaulicht, dass es in Bonn auch Stadtteile mit hohem Migrationsanteil und einer verhältnismäßig geringen Infektionsrate gibt („Anteil der ausländischen Bevölkerung am 31.12.2020“, zu den Statistiken). Dennoch sind MigrantInnen in besonderer Weise von einer Ansteckung und einem gefährlichen Krankheitsverlauf bedroht. MigrantInnen arbeiten häufiger in systemrelevanten Berufen mit erhöhtem Infektionsrisiko und verfügen über weniger Möglichkeiten Home-Office zu nutzen (Mediendienst Integration: „Corona trifft Minderheiten besonders hart“, 03.03.2021; zum Artikel). Eine weitere Gefahr stellen „Sprachbarrieren und der unterschiedliche Zugang zu Gesundheitsinformationen“ dar (Deutsche Welle: „Corona: Der soziale Status zählt, nicht die Herkunft“, 13.03.2021; zum Artikel). Eine geringe deutsche Sprachkompetenz und fehlende mehrsprachige Informationsmaterialien können gerade in der internationalen Stadt Bonn bei großen Teilen der Bevölkerung dazu führen, dass fundierte und sachgerechte deutschsprachige Informationen nicht vermittelt werden. Aus Sicht der Antragsteller besteht hier dringender Handlungsbedarf. Online stehen bereits unterschiedlichste Informationsmaterialien in zahlreichen Sprachen zur Verfügung, so dass bei diesem wesentlichen Baustein (falls keine Printexemplare bestellt werden können) lediglich Kosten für Druck und Verteilung entstehen, die insbesondere in Hinblick auf das Ziel, eine Senkung der Infektionen und abnehmende Todeszahlen, angemessen sind (abrufbar u.a. auf https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/staatsministerin/corona).Seite 2 von 3 Seite 3 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de