210658 · Mitteilungsvorlage
„Bonn Inklusiv“ - Weiterentwicklung des Behindertenpolitischen Teilhabeplans für die Bundesstadt Bonn - Information zum Sachstand
Kerndaten
- Nummer
- 210658
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 27.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 210658 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V „Bonn Inklusiv“ - Weiterentwicklung des Behindertenpolitischen Teilhabeplans für die Bundesstadt Bonn - Information zum Sachstand Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 27.05.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Das Kurzkonzept zur Weiterentwicklung des „Behindertenpolitischen Teilhabeplans für die Bundesstadt Bonn – Bonn Inklusiv“ wurde dem Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen in seiner Sitzung am 19.08.2020 vorgelegt (DS-Nr.: 201259). Vorab wurde es im „Projektbeirat Behindertenpolitischer Teilhabeplan“ am 18.02.2020 besprochen. Die aktuelle Vorlage dient der Information über den derzeitigen Sachstand im Prozess der Weiterentwicklung. Die bisher bestehende Orientierung an den bewährten Themenfeldern soll weitestgehend beibehalten werden: · „Familie, Kinder, (Weiter-)Bildung“ · „Arbeit“ · „Wohnen“ · „Teilhabe o am kulturellen/gesellschaftlichen Leben o politische Teilhabe/ Selbstvertretung“ · „Gesundheit, Pflege“ · „Barrierefreiheit im weitesten Sinn“ · „Behinderung und besondere Aspekte“Seite 1 von 4 Seite 2 Bewertung der aktuellen Handlungsempfehlungen Die insgesamt 111 Handlungsempfehlungen (HE) des aktuellen Plans werden derzeit von der „Stabsstelle für die Belange von Menschen mit Behinderung“ kritisch analysiert und beurteilt. In einem zweiten Schritt sollen die umsetzenden Stellen die Möglichkeit bekommen, ihre Erfahrungen und Sichtweisen auf die HE zu äußern. Dabei wird erfragt, wie die Umsetzung grundsätzlich funktioniert hat, welche Ressourcen nicht oder nur im bestimmten Umfang vorhanden waren und in welcher Zeitschiene die Realisierung der HE als realistisch bewertet wird. Des Weiteren werden Ideen und Verbesserungsvorschläge erfragt. Ziel dieses Prozesses ist es, die einzelnen HE auf ihre weitere Umsetzbarkeit durch die Stadt Bonn und ihre Relevanz für die Stadtgesellschaft hin zu überprüfen. Wir planen diese Befragung bis Sommer 2021 abzuschließen. Die Ergebnisse werden dem Projektbeirat und/oder den noch einzurichtenden Arbeitsgruppen anschließend als Arbeits- und Diskussionsgrundlage vorgelegt. Befragung der Stadtgesellschaft zu Teilhabeeinschränkungen und damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit Im letztjährigen Konzept wurden Überlegungen angestellt, die Stadtgesellschaft in Zusammenarbeit mit einer Hochschule zu bestehenden Teilhabeeinschränkungen zu befragen. Hierzu haben wir verschiedene Hochschulen und Universitäten angefragt und mit einer konkretere Gespräche geführt. Leider war das Ergebnis, dass eine repräsentative Umfrage und die damit gewonnenen Erkenntnisse nicht in einem vertretbaren Verhältnis zum Aufwand und den damit verbundenen, sehr hohen Kosten stehen. Erforderliche statistische Daten, z.B. zur Anzahl unterschiedlichster Behinderungsarten in Bonn, stellt der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) regelmäßig zur Verfügung und werden gemeinsam mit der Sozialplanung aufgearbeitet und für die örtlichen Belange ausgewertet. Daher hat sich die Verwaltung entschieden, die Abfrage zu den Teilhabeeinschränkungen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung zu erfragen und die Ergebnisse hieraus in den weiteren Prozess einfließen zu lassen. Eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist aufgrund der pandemischen Entwicklung leider nicht in Präsenzformaten durchführbar, wie es ursprünglich seitens der Stabsstelle vorgesehen war. Daher wird es keine Erlebnis- oder Mitmachaktionen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit geben können und eine breite Bürgerbeteiligung muss daher im August/September 2021 in digitaler Form durchgeführt werden. „Bonn Inklusiv – Behindertenpolitischer Teilhabeplan“ ist für die Stadt Bonn ein wichtiges Projekt, welches mit der notwendigen Sensibilität angegangen werden und bei dem jeder Mensch die Möglichkeit zur Partizipation erhaltenSeite 2 von 4 Seite 3 soll. Da nicht alle Menschen gleichermaßen barrierefrei an einer digitalen Umfrage teilnehmen können, soll der Zugang zur Bürgerbeteiligung über das Portal „Bonn macht mit“ intensiv über die Mitgliedsverbände der Behinderten- Gemeinschaft Bonn e.V. beworben werden. Außerdem hoffen wir „Paten“ für die Menschen zu finden, die an der Befragung teilnehmen möchten, hierbei aber auf Unterstützung angewiesen sind. Die Videos, Texte, Anleitungen und Informationen sollen weitestgehend barrierefrei und (zusätzlich) in Leichter Sprache gestaltet, mit Audiodeskription, Gebärdensprache, etc. versehen werden. Wir möchten die Bürgerbeteiligung möglichst jedem zugänglich machen. Um im Vorfeld eine größtmögliche Resonanz zu gewährleisten und eine hohe Aufmerksamkeit für den Weiterentwicklungsprozess zu schaffen und für das Mitmachen zu werben, ist eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit für Anfang August 2021 vorgesehen. Hierfür plant die Verwaltung derzeit in sehr enger Kooperation mit dem Presseamt und der Behindertengemeinschaft Bonn e.V. sieben verschiedene Plakatmotive, eins für jeden o.g. Lebensbereich, die auch tlw. Leuchtturmprojekte und Erfolge der letzten 10 Jahre berücksichtigen sollen. Die Geschichten, die auf dem Plakat abgebildet sind, sollen sich auf dem Internetauftritt der Bürgerbeteiligung wiederfinden, sodass wir die Atmosphäre einer Geschichte schaffen, welche die vergangenen, aktuellen und zukünftigen Aspekte des Behindertenpolitischen Teilhabeplans aufgreift, Erfolge sichtbar macht und zum Mitmachen animieren soll. Dabei sollen Motive entwickelt werden, mit denen das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am Thema „Bonn Inklusiv“ nicht nur geweckt, sondern auch aufrechterhalten werden kann (auch noch nach dem Prozess der Weiterentwicklung). Das Vorhaben wurde im Beirat Bürgerbeteiligung am 26.03.2021 beraten (DS- Nr.: 210200). Aufgrund der positiven Empfehlung des Beirates hat der Ausschuss für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in seiner Sitzung am 14.04.2021 ebenfalls beraten und den positiven Beschluss gefasst, das Vorhaben in die Vorhabenliste der Bundesstadt Bonn aufzunehmen. Darüber hinaus steht die Verwaltung derzeit mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. im Gespräch bis zur Verabschiedung des Plans im kommenden Jahr in sieben Monaten einen jeden Lebensbereich als Motto zu nehmen und darüber zu berichten. Ob in einem Newsletter, in den sozialen Netzwerken, etc. Genauere Ideen werden dem Projektbeirat zu gegebener Zeit vorgelegt. Weitere Schritte Einer der nächsten Schritte im Prozess der Weiterentwicklung des Behinderten- politischen Teilhabeplans für die Bundesstadt Bonn ist die Schaffung von thematisch abgestimmten Arbeitsgruppen. Je zwei Vertretende folgender Personengruppen in Bonn sollen einbezogen werden:Seite 3 von 4 Seite 4 Bürgerinnen und Bürger (mit und ohne Beeinträchtigungen) die Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn (Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V.) Selbsthilfe-Organisationen Wohlfahrtsverbände Stadtverwaltung und ihre Organisationseinheiten Kommunalpolitik Bei Bedarf weitere Akteure sowie die Projektleitung Bürgerbeteiligung Das vorhandene Fachwissen der jeweiligen Bereiche soll bei der Vorbereitung der zukünftigen Handlungsempfehlungen genutzt werden. Der Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit wird regelmäßig über die weiteren Entwicklungen informiert. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:20 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de