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210649 · Beschlussvorlage

Finanzierung der Gemeinwesenarbeit in Trägerschaft des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH (VfG) im Quartier "Am Nippenkreuz" in den Jahren 2021 und 2022

Nummer
210649
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
27.04.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 27.05.2021 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
210649
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Finanzierung der Gemeinwesenarbeit in
Trägerschaft des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-
GmbH (VfG) im Quartier "Am Nippenkreuz" in den
Jahren 2021 und 2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
27.05.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Im Jahr 2021 wird die Gemeinwesenarbeit des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-
GmbH (VfG) im Quartier „Am Nippenkreuz“ in einem Umfang von bis zu
186.700 EUR und im Jahr 2022 in einem Umfang von bis zu 202.000 EUR
finanziert. Mit dieser Finanzierung werden die angemessenen Personal- und
Sachkosten für 2,5 VZÄ (davon 1,5 VZÄ für Sozialarbeit incl. Leitung sowie 1
VZÄ für Hausmeistertätigkeiten) abgedeckt. Die Hausmeisterstelle wird von 0,5
VZÄ auf 1 VZÄ angehoben. Für diese Anhebung ist in 2021 ein Betrag von
11.400 € enthalten und für 2022 ein Betrag von 22.800 €.
Begründung
Bereits seit dem Jahr 2010 ist der VfG im Quartier „Am Nippenkreuz“ im
Stadteilcafé sozialarbeiterisch tätig. Er bietet für die Menschen im Quartier und
im unmittelbaren Wohnumfeld eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit
multiplen Problemlagen.
Das Stadtteilcafé mit seiner angeschlossenen Sozialberatungsstelle ist
mittlerweile zu einer festen Institution im Quartier geworden. Es bildet einen
wichtigen „Aufenthaltsraum“ für die oftmals alleine lebenden Menschen, in dem
sie sich aufhalten können ohne finanzielle Mittel zu benötigen. Die soziale
Teilhabe dieser Menschen wird somit ermöglicht. Gleichzeitig besteht durch die
dazu gehörige Sozialberatung die Chance, Problemsituationen frühzeitig
aufzugreifen und entsprechende Lösungsansätze mit dem Bewohner, der
Bewohnerin zu erarbeiten.
Auswirkungen der Corona-Pandemie
Besonders im ersten Lockdown der Corona-Pandemie wurde durch die
Schließung deutlich, dass das Stadtteilcafé nicht nur eine Anlaufstelle ist,Seite 1 von 22
Seite 2
sondern für viele Besucher-innen die Funktion eines Zuhauses hat. Viele
Besucher-innen haben unter dem Alleinsein und der Einsamkeit gelitten. Daher
hat sich die Einrichtungsleitung entschlossen, im zweiten Lockdown die
Einrichtung unter Beachtung der Corona-Schutzbestimmungen offen zu halten.
Aktueller Antrag
Der Träger hat einen Antrag auf Erweiterung des Personaltableaus um eine 0,5
VZÄ bei der Hausmeisterstelle gestellt. Der Aufgabenbereich umfasst sowohl
die Organisation des Cafébetriebes als auch Unterstützung der Bewohner im
Quartier bei handwerklichen Arbeiten und Nachbarschaftshilfe. Da die
Öffnungszeiten des Cafés 28 Stunden umfassen, kann die Sicherstellung nicht
durch den Stelleninhaber allein abgedeckt werden. Dies führt dazu, dass die
Fachberaterinnen die eigentliche Aufgabe der Beratung und der
Gemeinwesenarbeit nicht erfüllen können, insbesondere bei
Abwesenheitszeiten. Durch die Stellenerweiterung könne das pädagogische
Personal von organisatorischen Aufgaben entlastet werden. Nach
Ausführungen des Trägers hat sich die soziale Situation im Viertel
verschlechtert, was dazu führe, dass mehr Beratung und Unterstützung erbeten
werde.
Eine vorübergehende Unterstützung konnte durch einen Mitarbeiter über das
Programm „Integrieren und Rückhalt geben“ (IUR) (Kooperationsprojekt
Jobcenter Bonn und Bundesstadt Bonn -siehe DS-Nr. 1612460) geleistet
werden.
Die Verwaltung unterstützt diesen Antrag und möchte damit sicherstellen, dass
durch die Stellenerweiterung sowohl die Organisation des Cafébetriebs
geleistet werden kann als auch die Aufgaben der Gemeinwesenarbeit und der
Beratung für die Menschen in diesem Quartier ausreichend zur Verfügung
stehen.
Die nicht hervorsehbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen eine
sofortige Umsetzung der Stellenerweiterung nicht zu. Der VfG soll jedoch in die
Lage versetzt werden, die Stellenerweiterung bei Lockerungen umsetzen zu
können. Daher werden für das Jahr 2021 11.400 € und für das Jahr 2022
22.800 € geplant.
Aus den vorgenannten Gründen ist eine Fortführung der Finanzierung dieses
Angebotes mit städtischen Mitteln aus Sicht des Amtes für Soziales und
Wohnen zu befürworten. Eine ausführliche Darstellung der Arbeit und der
Situation im Quartier kann dem Jahresbericht 2019 entnommen werden, der als
Anlage beigefügt ist.
Die deutlichen Kostensteigerungen gegenüber den Vorjahren ergeben sich,
neben der Erweiterung der Hausmeisterstelle, aus der Vergütungsanpassung
des Trägers an den TVöD.Seite 2 von 22
Seite 3
Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt:
2019 2020
153.800 € 159.100 €
Der Träger ist aufgrund seiner Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen
geeignet, die geförderten Leistungen zu erbringen. Der Träger hat sich seit
vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung
verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages
sowie eines Verwendungsnachweises) wurden vom Träger bislang stets
ordnungsgemäß erfüllt.
Die Zuschussgewährung ist zeitlich unaufschiebbar und sachlich notwendig,
um die Fortführung der Tätigkeit der VfG g B-GmbH „Am Nippenkreuz“ aufrecht
zu erhalten. Die Regelungen des § 82 GO werden eingehalten. Die Auszahlung
des Zuschusses erfolgt bis zur Genehmigung des Haushaltes 2021/2022 nur
bis zu einer Höhe von 80%.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg. 15000050601 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen / 2021: 150000506 / 2021: 177.700 2021: 9.000 € Die DeckungSeite 3 von 22
Seite 4
Aufwendungen 186.700 €
2022:
202.000 €
73.1000 €
2022: 181.300 €
2022: 20.700 €
erfolgt innerhalb
der gleichen
FIST/FIPO durch
Minderausgaben
bei anderen
Projekten
Einzahlungen /
Erträge
2021: 0 €
2022: 0 €
Haushaltsbelastung
jährlich
2021:
186.700 €
2022:
202.000 €
Anlage/n
1 Jahresbericht 2019-Stadtteilcafé am Nippenkreuz (öffentlich)Seite 4 von 22
VFG gemeinnützige Betriebs-GmbH
Jahresbericht 2019
Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung
Am Nippenkreuz
www.vfg-bonn.de
Bonn im Juni 2020Seite 5 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
INHALTSVERZEICHNIS
I. Träger .............................................................................................................. 3
II. Zielgruppe der Gemeinwesenarbeit und der Sozialberatung .......................... 3
III. Ziele und Arbeitsinhalt ..................................................................................... 4
IV. Rahmenbedingungen....................................................................................... 4
V. Leistungserfassung Sozialberatung und Gemeinwesenarbeit…………..………5
VI. Darstellung der Gemeinwesenarbeit ................................................................ 8
1. Das Stadtteilcafé
2. Beschäftigungsprojekt Mietergärten
3. Gemeinschaftsaktivitäten
4. Arbeit mit Migranten
5. Verbesserung der Wohnsituation
6. Kontakte zur Mehlemer Bevölkerung und Gruppen
VII. Kooperationen ............................................................................................... 15
VIII. Zusammenfassung und Ausblick ................................................................... 17Seite 6 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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I. Der Träger
Der gB-GmbH (VFG), Mitglied im Paritätischen, ist Träger des Angebots
„Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung Am Nippenkreuz“ in Bonn Mehlem.
Der Verein für Gefährdetenhilfe unterhält verschiedene Einrichtungen der
Wohnungslosen-, Arbeitslosen- und Suchtkrankenhilfe in Bonn und definiert sich
nach seinem Leitbild als „Interessenvertreter für Menschen die hilfebedürftig sind,
am Rande der Gesellschaft stehen und aus dem sozialen Netz heraus zu fallen
drohen“.
Die einzelnen Einrichtungen sind eng miteinander vernetzt, so dass ein Einstieg in
das umfangreiche Hilfesystem an jeder Stelle möglich ist. Die einzelnen
Hilfeangebote können je nach vorhandenem Bedarf genutzt und miteinander
kombiniert werden.
II. Zielgruppe der Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung
Der Arbeitsauftrag der „Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung Am Nippenkreuz“
richtet sich vorrangig an die Bewohner der Wohnanlage „Am Nippenkreuz“ sowie an
die Mieter, die in den umliegenden Sozialwohnungen in Bonn-Mehlem leben.
Dazu gehören auch Wohnungen auf der Mainzer Straße und am Severinsweg.
Die Wohnsiedlung am Severinsweg mit 114 Wohneinheiten befindet sich ca. 500 m
vom Stadtteilcafé entfernt in Richtung Ortszentrum. Darüber hinaus gibt es noch
mehrere Wohneinheiten auf der Brunhildstraße und auf der Rüdigerstraße.
Vermieter der sozial geförderten Wohnungen ist die Vereinigte Bonner
Wohnungsbau AG (VEBOWAG).
Bei den Häusern „Am Nippenkreuz“ und „Mainzer Straße 54-58“ mit insgesamt 101
Wohneinheiten, bewegt sich der Gesamtanteil von Menschen mit Transferleistungen
seit Jahren bei über 90 Prozent.
Vorrangig leben in der Siedlung Personen die Arbeitslosengeld II beziehen. Ebenso
leben in den Wohnungen viele Menschen mit Grundsicherungsleistungen nach dem
SGB XII (Sozialhilfe).
Ein Teil erhält SGB XII Leistungen aufgrund einer frühen Erwerbsminderung mit
keinem oder wenig Rentenanspruch. Andere beziehen eine Altersrente die so gering
ist, dass sie auf ergänzende Sozialhilfe angewiesen sind.
Aufgrund des geringen Einkommens besteht bei den meisten Mietern ein hoher
Bedarf an sozialarbeiterischer Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts.
Hinzu kommen auch besondere gesundheitliche Themen, wie Suchtmittel-
abhängigkeiten und psychische Erkrankungen, oft als Doppeldiagnosen.
Außer von den Nachbarn werden die Angebote des Stadtteilcafés auch von
Menschen aus dem näheren oder weiteren Umfeld der Einrichtung genutzt.
Es gibt Stammgäste, die wöchentlich zum Frühstück und/oder Mittagessen kommen,
ansonsten aber nicht vorbeikommen. Andere Gäste kommen regelmäßig, zum Teil
auch täglich auf einen Kaffee vorbei und halten sich dann länger bei uns auf. Dabei
nutzen sie die Kontaktmöglichkeiten zum Team, oder auch zu anderen Besuchern.Seite 7 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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Wieder Andere kommen ausschließlich in die Sozialberatung und würden nie aus
einem anderen Grund ihre Zeit im Café verbringen. Dabei handelt es sich vorrangig
um Menschen mit Migrationshintergrund.
Im Hinblick auf die bessere Integration der Zielgruppe in den Stadtteil stehen
ebenfalls Mehlemer Bürger und Vereine im Blickfeld der Arbeit.
Auch der regelmäßige Kontakt und Austausch mit den Ortvereinen der Bonner
Parteien gehört zur Vernetzungsarbeit.
III. Ziele und Arbeitsinhalte
Die Ziele, die aus dem Konzept der Einrichtung hervorgehen, orientieren sich an den
beiden Arbeitsschwerpunkten, der Gemeinwesenarbeit und der Sozialberatung.
Die Sozialberatung als Einzelfallhilfe ist Anlauf- und Clearingstelle für alle sozialen
Probleme, die die Menschen vor Ort mitbringen. Die Unterstützung bei der Sicherung
des Lebensunterhalts ist einer der Hauptthemen in der Sozialberatung.
Dabei wird der jeweilige Hilfebedarf erfasst, und versucht unmittelbare Hilfe zu
leisten. Bei Bedarf wird auch an zuständige Fachdienste weiter vermittelt.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Themen mit denen Menschen in die Sozial-
beratung kommen. Dazu gehören unter anderem die Einleitung von Maßnahmen zur
Schuldenregulierung, Hilfen zum Erhalt und zur Verbesserung vorhandenen Wohn-
raums, und auch die Sicherstellung einer angemessenen gesundheitlichen und
pflegerischen Versorgung.
Wir unterstützen beim Aufbau beruflicher Perspektiven, helfen bei Bewerbungen und
insgesamt bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Hinzu kommen häufig
Angelegenheiten aus dem Vertragsrecht wie Handy- und Internetverträge,
Haftpflicht- und Hausratversicherungen.
Geleistete Hilfen bei der Überwindung von Suchterkrankungen und psychischen
Erkrankungen sind auch ein wichtiger Teil der Arbeit.
Den zweiten Arbeitsschwerpunkt stellt die Gemeinwesenarbeit dar. Als eine Methode
der Sozialen Arbeit zielt sie auf die Verbesserung der Lebensqualität und des
Miteinanders in den Wohnsiedlungen ab.
Wesentlicher Bestandteil ist das Stadtteilcafé als Ort der Begegnung und Kommuni-
kation für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Bei Projekten und Veranstaltungen, durch Freizeitgestaltung und Feste sollen die
Anwohner zur Selbsthilfe und Übernahme von Verantwortung in der Siedlung
motiviert werden.
Darüber hinaus soll eine bessere Integration der Bewohner der Sozialsiedlungen in
den Stadtteil erreicht werden.
IV. Rahmenbedingungen
Das Stadtteilcafé „Am Nippenkreuz“ liegt am Eingang der Wohnsiedlung „Am
Nippenkreuz“ auf der Hauptstraße in Mehlem, zwischen dem Ortskern und dem
Bahnhof. Die Siedlung der VEBOWAG mit 101 Wohneinheiten ist umgeben von
Bürogebäuden und der Bundesstraße.Seite 8 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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An das Stadtteilcafé sind die Büroräume zur Sozialberatung angegliedert, die sowohl
vom Café aus, als auch durch einen separaten Hauseingang zugänglich sind.
Diese werden mit den MitarbeiterInnen des „Ambulant Betreuten Wohnen für sucht-
mittelabhängige Menschen“ (§53 ff SGB XII) geteilt.
Das Stadtteilcafé und auch die Sozialberatung sind an fünf Tagen in der Woche
geöffnet, täglich von 9-13 Uhr und zusätzlich Dienstag- und Donnerstagnachmittag.
An den anderen Nachmittagen ist Zeit für Hausbesuche, Begleitungen, Team-
sitzungen und für die Kontaktpflege zu verschiedenen Kooperationspartnern.
Für die Sozialberatung und die Gemeinwesenarbeit inklusive der Arbeit im Café
stehen 1,5 Stellen Sozialarbeit zur Verfügung. Eine weitere halbe Stelle ist mit einem
Kollegen aus dem handwerklichen Bereich besetzt.
Außer seiner Tätigkeit im Stadtteilcafé unterstützt dieser die Bewohner zum Beispiel
bei Reparaturen und Renovierungen der Wohnung und bei Freizeit- und
Beschäftigungsprojekten.
Eine weitere halbe Stelle war seit August 2017 mit einem Mitarbeiter aus dem
Förderprogramm „Integrieren und Rückhalt geben“ vom Jobcenter Bonn, besetzt.
Dies entlastete das gesamte Team, da mehr Zeit für andere Aufgaben blieben, und
die Cafédienste des Stammpersonals reduziert werden konnten.
Das Förderprogramm war auf zwei Jahre befristet und endete im Juli 2019.
Zusätzlich unterstützt uns durchschnittlich einmal in der Woche ehrenamtlich ein
Mehlemer Bürger bei der Arbeit im Stadtteilcafé.
V. Leistungserfassung Sozialberatung und Gemeinwesenarbeit
Die Sozialberatung und verschiedene Aktivitäten in der Gemeinwesenarbeit wurden
im letzten Jahr von insgesamt 276 Personen in Anspruch genommen. Davon waren
109 Personen weiblich und 167 Personen männlich.
Mit 72% wohnte der größte Teil der Klienten in Bonn - Mehlem.
Von den erfassten Personen aus Mehlem lebten 46% in den Wohnsiedlungen
„Am Nippenkreuz“, der „Mainzer Straße“ und dem „Severinsweg“.
Auch aus den angrenzenden Bad Godesberger Stadtteilen gab es immer wieder
Anfragen. So kamen im letzten Jahr 13% der Ratsuchenden aus Lannesdorf,
Pennenfeld und Rüngsdorf.
Aus den anderen Stadtteilen von Bad Godesberg nahmen insgesamt 7% die
Sozialberatung in Anspruch. Die verbleibenden 8% verteilten sich auf verschiedene
Bonner Stadtteile. Die Zahlen differieren nur geringfügig zu den Zahlen aus dem
Vorjahr.
Gemäß dem Auftrag kamen in die Sozialberatung hauptsächlich Personen, die
Transferleistungen erhielten. Das Arbeitslosengeld II nahm hier weiterhin den
größten prozentualen Anteil ein. Die Beratung zu Ansprüchen nach dem SGB XII
kam am zweithäufigsten vor.Seite 9 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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Auf die 276 erfassten Personen verteilten sich die Einkünfte wie folgt:
Art der Leistung Prozentualer Anteil
Arbeitslosengeld II (SGB II) 51 %
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
(SGB XII)
19 %
Altersrente 8 %
Eigenes Einkommen 4 %
Rente und ergänzende Grundsicherung 8 %
Eigenes Einkommen und ergänzendes ALG II 6 %
Arbeitslosengeld I (SGB III) 3 %
Arbeitslosengeld I und ergänzendes ALG II 1 %
Die Auswertung der Daten zur Haushaltsstruktur ergab für die Singlehaushalte einen
Anteil von 47%. Dies gilt für die absoluten Zahlen.
Bei der Siedlung „Am Nippenkreuz“ und der „Mainzer Straße“ gab es kaum noch
eine andere Haushaltsform. In den 101 Wohneinheiten lebten im letzten Jahr 90
Personen allein. Davon 75 Männer.
Die zweitgrößte Gruppe in der Gesamtauswertung waren Zwei Personen Haushalte
mit einem Anteil von 17%.
Familien mit einem bis zu drei Kindern wurden mit 18% erfasst. Familien mit vier
Kindern und mehr sind mit 7% eine relative hohe Zahl, die sich aus dem besonderem
Beratungsbedarf in großen Bedarfsgemeinschaften ergibt.
Bei den meisten kinderreichen Familien handelt es sich um Familien mit
Migrationshintergrund.
Alleinerziehende Mütter oder Väter mit einem oder mehreren Kindern wurden mit
8% dokumentiert.
Bei den verbleibenden 3% handelte es sich um Personen die bei Freunden und
Bekannten leben, ohne dort offiziell gemeldet zu sein.
Die Sozialberatung wurde auch in 2019 wieder von Menschen aus vielen
verschiedenen Nationen genutzt.
Der Anteil der Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag bei 58 Prozent.
Dabei sind aber auch viele Personen, die die deutsche Staatsbürgerschaft
angenommen haben.
Ein relativ großer Anteil an Beratungsanfragen kommt mit 11%, von Menschen aus
Marokko gefolgt von Tunesiern mit 7%.
Menschen die aus Syrien nach Deutschland gekommen sind, wurden mit 6%
erfasst.
Die verbleibenden 18 Prozent setzten sich aus vielen verschiedenen Nationalitäten
zusammen. Es kamen Menschen aus den EU-Ländern und Osteuropa, aber auch
aus vielen Staaten außerhalb Europas.Seite 10 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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Der Schwerpunkt in der Sozialberatung lag auch im letzten Jahr wieder bei
Beratungen nach dem SGB II.
Über fünfzig Prozent der Ratsuchenden waren in Jobcenter Leistungen und bei
vielen gab es regelmäßigen Unterstützungsbedarf.
Verschiedene Angelegenheiten wie z.B. Weiterbewilligungsanträge, die Einreichung
geforderter Unterlagen oder die Überprüfung der Leistungsbescheide, stellten das
reguläre Tagesgeschäft dar.
Die Beratungen waren und sind in ihrem Aufwand sehr unterschiedlich. In der Regel
sind Beratungen von allein lebenden Personen in ihrer Klärung am einfachsten.
Wenn es aber zum Beispiel zur Prüfung von Bescheiden einer größeren Familie
kommt, handelt es sich um eine sehr komplexe Angelegenheit. Daraus ergaben sich
oftmals langwierige und intensive Beratungen.
Bei der zweitgrößten Gruppe der Hilfesuchenden handelte es sich um Personen, die
Leistungen nach dem SGB XII erhielten. Die Gruppe der Sozialhilefempfänger setzte
sich aus Rentnern mit ergänzender Grundsicherung und Menschen die erwerbs-
gemindert sind, zusammen.
In Einzelfällen waren Personen ohne Unterstützung gar nicht in der Lage den
Anforderungen durch das Jobcenter oder dem Sozialamt nachzukommen.
Wir erlebten hier vielfach von Anwohnern und auch von Menschen mit schlechten
Deutsch Kenntnissen, eine hohe Überforderung mit den Unterlagen. Oft wurde Post
wochenlang nicht geöffnet und erst dann Beratung gesucht wenn die Probleme
schon recht groß waren.
Dann ging es oft auch um das Thema Schulden und Mietschulden. Leider konnten
wir nicht immer alle Dinge klären, weil es oft an der Mitwirkung der Ratsuchenden
scheiterte. In den meisten Fällen kam es aber zu einer Lösung der vorhandenen
Probleme.
Es zeigte sich schon länger eine Zunahme an Menschen aus der Nachbarschaft, die
am liebsten hier einfach ihre Papiere abladen würden, damit dann in ihrer
Abwesenheit alles erledigt wird. Dies entspräche allerdings einer rechtlichen
Betreuung und ist so nicht unser Auftrag.
In Einzelfällen ließen wir uns aber trotzdem umfangreiche Schweigepflichts-
entbindungen unterschreiben, um mit den Behörden oder auch mit Vermietern bei
verschiedenen Problemen Kontakt aufnehmen zu können.
Die Verhinderung von Wohnungsverlust und auch die Vermeidung von Sanktionen
wegen mangelnder Mitwirkung, hatten immer Priorität in der Beratungsarbeit.
Das Beratungsangebot wurde auch 2019 wieder gut angenommen und wir haben
1722 Termine dokumentiert. Es handelte sich bei der Erfassung sowohl um
klassische Sozialberatungstermine als auch um Angebote aus der Gemeinwesen-
arbeit.Seite 11 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
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In der nachfolgenden Tabelle findet sich eine prozentuale Darstellung der erbrachten
Leistungen
 Klärung von Rechtsansprüchen nach dem SGB II 22,2 %
 Hilfe bei Schriftverkehr / Papieren 11,3 %
 Beschäftigung / Freizeitangebot 10,3 %
 Klärung von Rechtsansprüchen nach dem SGB XII 8,2 %
 Allgemeine Sozialberatung 7,0 %
 Beratung in ausländerrechtlichen Angelegenheiten 5,4 %
 Krisenintervention/ Entlastendes Gespräch 5,2 %
 Schuldnerberatung / Entschuldung 5,0 %
 Wohnbezogene Hilfen 4,8 %
 Sonstige praktische Hilfe 4,6 %
 Mietrechtliche Angelegenheit 4,0 %
 Nachbarschaftshilfe und Schlichtung Streitigkeiten 3,9 %
 Begleitungen und Hausbesuche 3,1 %
Die verbleibenden 5 Prozent der Kontakte setzten sich aus verschiedenen
Themengebieten zusammen. Zum Beispiel Arbeitssuche, Vermittlung von Hilfen für
Kinder und Jugendliche, Klärung von Ansprüchen gegenüber verschiedenen
Versicherungen, oder auch andere vertragsrechtlichen Angelegenheiten. Auch das
Arbeitslosengeld I und Beratungen aus dem Rentenrecht kamen vereinzelt vor.
VI. Darstellung der Gemeinwesenarbeit
1. Das Stadtteilcafé
Das „Stadtteilcafé Am Nippenkreuz“ ist seit der Eröffnung ein zentraler Anlaufpunkt
für die nahen Anwohner aber auch für verschiedene Menschen aus der näheren oder
weiteren Nachbarschaft.
Das Café stellt damit den Mittelpunkt der Gemeinwesenarbeit dar.
Das Café ist an jedem Werktag geöffnet. Die Gäste können hier preiswert Kaffee
oder auch andere Getränke erhalten. Sie können aber auch ohne etwas zu
verzehren einfach nur verweilen. Die regelmäßigen Besucher des Stadtteilcafés
nutzen den Rahmen um Zeitung zu lesen, sich zu unterhalten und allgemein mit
anderen Menschen im Kontakt zu sein. Bei dem extrem hohen Anteil an allein
lebenden Menschen in der Siedlung kann dieser Ort der Vereinsamung wesentlich
entgegenwirken.
Die Stammgäste des Cafés kennen sich untereinander meist sehr gut und geben
sich Halt und Unterstützung bei den unterschiedlichsten Angelegenheiten der
Nachbarschaftshilfe. Es ist immer wieder bemerkenswert wie oft es zu gegenseitigen
Unterstützungsangeboten kommt.
Die Kontakte die im Café geknüpft werden, haben oft auch Bestand über die
Institution hinaus. Aus manchen Kontakten, die im Café geknüpft wurden, haben
sich Freundschaften und auch Partnerschaften entwickeltSeite 12 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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Neben den festen Terminen für die Beratung haben die Nachbarn und Besucher des
Cafés immer auch die Möglichkeit niederschwellig mit ihren Sorgen und Problemen
einen Ansprechpartner im Team zu finden.
Da die Situation auf dem Gelände „Am Nippenkreuz“ zusehends schwieriger wird
und es aus verschiedenen Gründen immer wieder zu Polizeieinsätzen kommt, gibt es
an vielen Tagen Redebedarf über Dinge, die sich in der Siedlung abgespielt haben.
Oft können wir nur Zuhören und wenig tun. Aber auch das kann einzelnen Personen
schon helfen.
Bei konkreten Nachbarschaftsstreitigkeiten kam es aber immer wieder zu Klärungen
und Interventionen. Bei verhärteten Fronten ist eine dritte Person als Vermittler oft
hilfreich.
Das Stadtteilcafé hat verschiedene feste Angebote, die auch im letzten Jahr gerne
und viel genutzt wurden.
Jeden Dienstag findet ein Frühstück bis zur Mittagszeit statt.
Dort können die Nachbarn ohne vorherige Anmeldung und gegen einen Unkosten-
beitrag ein reichhaltiges Frühstück zu sich nehmen. So kam im letzten Jahr fast
jeden Dienstag eine feste Stammgruppe zusammen. Zusätzlich tauchten immer
wieder neue Gesichter auf und in angenehmer Atmosphäre wurde miteinander
gefrühstückt.
Durch die Ausdehnung der Frühstückszeit bis zum Mittag, gab es ein Kommen und
Gehen und auch die Spätaufsteher konnten noch daran teilnehmen.
Ebenfalls einmal in der Woche wird im Stadtteilcafé gekocht.
Die ursprüngliche Idee „Nachbarn kochen für Nachbarn“, die jahrelang gut
funktionierte, ist heute kaum noch realisierbar. Es gibt immer weniger Nachbarn die
in der Lage sind, und auch Lust haben, für bis zu 15 Personen zu kochen.
So haben im letzten Jahr fast ausschließlich Teammitglieder gekocht. Bis zum
Sommer 2019 kochte vorrangig die halbe Kraft, die wir vom Jobcenter finanziert
bekommen hatten. Danach haben wir uns als Team abgewechselt, was mit der
engen Personaldecke oft schwierig umzusetzen war.
Da das Angebot für die Anwohner aber sehr wichtig und gewünscht ist, haben wir
erstmal entschieden es so aufrecht zu erhalten.
Ein weiterer fester Termin war die monatlich stattfindende Kaffeetafel.
Jeweils am letzten Dienstag im Monat bieten wir eine Kaffeerunde an, die seit 2016
durchweg gut angenommen wird.
Auch hier kamen viele Gäste regelmäßig. Eine Gruppe von älteren Damen aus der
Umgebung traf hier immer wieder auf die meist männlichen Nachbarn und bildete so
eine besonders interessante und bunte Gruppe. Es war immer wieder überraschend
mit welcher Fürsorge und Rücksichtnahme hier mit älteren Personen umgegangen
wurde.
Die regelmäßigen Angebote sind für die viele Besucher verlässliche Termine in ihren
Wochenplanungen und geben Struktur und Halt, und haben eine besondere
Bedeutung für die Menschen.Seite 13 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
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Das Stadtteilcafé und auch die Büroräume wurden im Jahr 2019 vollständig
renoviert. Ermöglicht wurde dies durch einen Sonderzuschuss der Stadt Bonn.
Nach neun Jahren war dies sicherlich nötig und die frisch renovierten Räume
erstrahlen im neuen Glanz und vermitteln eine angenehme Atmosphäre.
2. Gemeinschaftsaktivitäten
Auch im Jahr 2019 fanden unterschiedliche Freizeitaktivitäten und jahreszeitliche
Feiern statt.
Dies ist schon lange ein fester Bestandteil der Gemeinwesenarbeit und gehört zu
jeder Jahresplanung.
Im Februar nahmen wir gemeinsam mit AnwohnerInnen und UnterstützerInnen zum
neunten Mal am Mehlemer Karnevalszug teil.
Die Vorbereitungen dazu begannen bereits im November 2018.
Wie auch in den Jahren zuvor wurden die Kostüme zum Großteil selber genäht.
Auch wenn am Beginn der Planung einige Teilnehmer zunächst hoch motiviert
waren, hatte dies leider keinen längeren Bestand. Sowohl die Zuverlässigkeit, als
auch die Konzentration und Ausdauer reichte bei keinem aus, um stabil an den
Vorbereitungen teilzunehmen.
Die Herstellung der Kostüme und die Organisation für den Ablauf erledigte dann am
Ende das Team ohne die Unterstützung von den Teilnehmern.
Am Vormittag des Umzugs trafen sich TeilnehmerInnen, KollegInnen aus dem Verein
und das Team des Stadtteilcafés zu den abschließenden Vorbereitungen für die
Zugteilnahme.
Es wurde sich gegenseitig geschminkt und kostümiert und am Mittag erfolgte der
Aufbruch zum Mehlemer Dorfplatz, wo der Umzug traditionell startet.
Die gute Stimmung bei den Teilnehmern und auch dem zahlreichen Publikum am
Wegesrand, belohnte die aufwändigen Vorbereitungen und hinterließ bei allen
Beteiligten ein besonderes Gefühl am Leben im Ort teilgenommen zu haben.
Nach dem Zug haben wir zu einer Kaffeerunde mit Berlinern eingeladen. Außer den
Teilnehmern kamen auch verschiedene andere Gäste und der Tag fand damit einen
schönen Ausklang.Seite 14 von 22
Jahresbericht 2019 – Gemeinwesenarbeit / Sozialberatung Am Nippenkreuz
des Vereins für Gefährdetenhilfe gB-GmbH
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Karnevalsgruppe 2019
Traditionelle haben wir am Dienstag nach Ostern zu einem ausgedehnten Oster-
frühstück eingeladen. Viele Anwohner und Gäste nahmen die Einladung gerne an.
Das Sommerfest in und um das Stadtteilcafé am Nippenkreuz war wieder ein
Highlight des Jahres.
Im Juli 2019 richteten wir mit Unterstützung einiger Anwohner und unseren
Kolleginnen von der Öffentlichkeitsarbeit vom „Verein für Gefährdetenhilfe“ das
Sommerfest aus.
Zu der Feier kamen viele Nachbarn und Stammgäste des Café. Es wurde gegrillt und
Kaffee und Kuchen angeboten. Für die weitere Unterhaltung sorgte ein Entertainer
mit Musik und Gesang.
Der Besuch von Vertretern verschiedener politischer Parteien, Mitgliedern vom
Mehlemer Ortsausschuss und anderen Interessierten, bot die Möglichkeit Kontakte
zu pflegen und unsere Arbeit darzustellen.
Anfang Dezember nahmen wir am Mehlemer Weihnachtsmarkt teil.
Neben einem Waffelverkauf haben wir auch selbstgebackene Plätzchen anbieten
können.
Mehrere MitarbeiterInnen der Stadt Bonn hatten zwei Tage zuvor ehrenamtlich, mit
Teammitgliedern und Anwohnern, einen Backnachmittag bei uns in der Einrichtung
veranstaltet.
Viele Bleche mit Weihnachtsgebäck wurden zubereitet und später für den
Weihnachtsmarkt verpackt.
Am Tag des Weihnachtsmarktes halfen uns Anwohner beim Aufbau des Standes
und unterstützen uns beim der Zubereitung der Waffeln und dem Verkauf der
Plätzchen.Seite 15 von 22
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Im Dezember 2019 richteten wir abermals einen Adventskaffee für Anwohner und
andere Gäste aus.
Zu einer weihnachtlich dekorierten Tafel kam eine große Gruppe an Teilnehmenden
zusammen und das Team und ein Ehrenamtler bediente die Besucher, die in
geselliger Runde und in weihnachtlicher Stimmung bei Kaffee und Weihnachts-
leckereien zusammen saßen.
Durch die hohe Zahl an alleinstehenden Menschen im Umfeld unserer Einrichtung,
war das ausgerichtete Essen an Heiligabend für viele ein Höhepunkt der
Weihnachtszeit.
Die Teilnehmerzahl war wie immer begrenzt und bereits im Herbst erkundigten sich
die ersten Interessenten nach der Teilnahmemöglichkeit, aus Sorge nicht dabei sein
zu können.
Mit Hilfe einer großzügigen Spende der VEBOWAG konnte im Vorfeld umfangreich
eingekauft werden und es wurde ab Mittags in der Einrichtung gekocht und dekoriert.
Ab spätem Nachmittag trudelten die ersten Gäste ein und ab 18 Uhr wurde ein drei
Gänge Menü serviert.
Bei Weihnachtsmusik erfreuten sich die Gäste am Essen und an der weihnachtlichen
Atmosphäre.
Durch Sachspenden vom Verein konnte jeder auch noch ein Geschenk mit nach
Hause nehmen.
Außer den jahreszeitlich ausgerichteten Angeboten fanden über das Jahr verteilt
auch einige wenige Freizeitaktivitäten statt.
Im August 2019 hatten wir über unsere Öffentlichkeitsarbeit Freikarten für den
Kunstrasen erhalten. Damit konnten 6 Personen in Begleitung eines Teammitglieds
zu einem großen Konzert gehen, was sich normalerweise keiner dieser Menschen
leisten könnte. Mit viel Begeisterung und auch Dankbarkeit wurde im Nachhinein
davon berichtet.
Ein Besuch im Phantasialand stellt auch immer wieder eine Besonderheit dar.
Wir hatten zum wiederholten Mal Freikarten angeboten bekommen. Im September
fuhren dann zwei Teammitglieder mit 12 Personen nach Brühl und verbrachten dort
einen besonderen Tag.
Da sowohl der Weg, als auch der relativ lange Aufenthalt im Phantasialand für viele
nicht in Frage kam, haben wir im selben Monat noch einen Ausflug zum Minigolfplatz
angeboten.
Bei diesem Ausflug konnten auch Menschen teilnehmen, die gesundheitlich nicht so
stabil waren.Seite 16 von 22
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3. Beschäftigungsprojekt Mietergärten
Nachdem das Gartenprojekt viele Jahre kaum noch Zuspruch erlebte, hatte sich
dies ab 2018 etwas geändert. Als die erste Nachbarin den Garten wieder bepflanzte
und erfolgreich ihre Aussaat ernten konnte, hatte die Situation andere Nachbarn
inspiriert auch wieder einen kleinen Teil des Gartens zu bewirtschaften.
In der Tendenz ist auch durch neue Mieter ein aufkeimendes Interesse vorhanden,
was wir als positive Entwicklung einschätzen.
Da die meisten Menschen keinerlei Tagesstruktur haben, und oft auch darunter
leiden, kann die Bewirtschaftung eines Gartenteils durchaus stabilisierend sein.
4. Arbeit mit Migranten
Der Anteil der erfassten Menschen mit Migrationshintergrund betrug im letzten Jahr
42% und war ähnlich hoch wie im Vorjahr.
Die meisten Personen nutzten bei uns lediglich die Sozialberatung. Der Bedarf an
Beratung ist auch wegen Sprachbarrieren hier oft sehr hoch. Sie benötigten
entsprechend mehr Unterstützung bei den unterschiedlichsten Angelegenheiten.
Die anderen Angebote des Stadtteilcafés nutzte dieser Personenkreis in der Regel
nicht.
5. Verbesserung der Wohnsituation
Die Verbesserung der Wohnsituation wurde im letzten Jahr durch viele Einzel-
fallhilfen erbracht.
Die Unterstützungsanfragen sind hoch und manchmal personell schwierig abzu-
decken.
Soweit wir konnten haben wir die Nachbarn aber bei vielen Angelegenheiten
unterstützt.
Wir haben bei Einkäufen in Baumärkten und bei Möbelbeschaffungen geholfen, und
den Dienstwagen für entsprechende Transporte genutzt. Kleinere Reparaturen
wurden von einem Kollegen durchgeführt, und bei größeren Problemen ein
Handwerker vermittelt.
Fast täglich Verliehen wir Werkzeuge, damit kleine Dinge auch selbstständig erledigt
werden konnten. Auch der zuständige Hausmeister wurde regelmäßig von uns
kontaktiert, um kleinere Schäden an den Häusern oder in den Wohnungen zu
melden.
Aus verschiedenen Spenden haben wir im Vorjahr immer wieder diverses
Renovierungsmaterial gekauft, welches bei Bedarf zur Verfügung gestellt wurde.
Einzelne Personen erhielten einen finanziellen Zuschuss speziell für einen
Herdanschluss, damit nicht unprofessionell mit Starkstrom agiert wird.
Der Bedarf an Unterstützung war deutlich höher als die Möglichkeiten, die wir
anbieten konnten.
Um die Wohnsituation zu verbessern, oder zumindest den Status Quo zu erhalten
waren wir regelmäßig im Kontakt mit der VEBOWAG, der als Vermieter über
verschiedene Zustände in oder um die Häuser informiert wurde.Seite 17 von 22
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Im letzten Jahr fand auch eine gemeinsame Begehung des Geländes statt um
verschiedene Sperrmüllansammlungen, abgestellte Fahrzeuge, Elektroschrott
gemeinsam zu dokumentieren und Absprachen für die Entsorgung zu treffen.
Wir unterstützten viele Nachbarn bei Problemen mit anderen Hausbewohnern.
Hauptsächlich ging es um nächtliche Ruhestörungen verursacht durch Musik, oder
laute Zusammentreffen mehrere Menschen, manchmal auch um eskalierende
Streitereien. Vereinzelt kam es zu Schlichtungsversuchen, aber meistens fand eine
Beratung und Unterstützung bei der Erstellung und Weiterleitung von
Lärmprotokollen statt.
Gut dokumentierte Lärmprotokolle führten in der Regel zu einer Abmahnung des
Mieters. Meist entspannte sich die Lage nach der Abmahnung.
6. Kontakte zur Mehlemer Bevölkerung und Gruppen
Durch die unterschiedlichsten Veranstaltungen im Ort und auch im Stadtteilcafé sind
über die Jahre stabile Kontakte zu verschiedenen Gruppierungen entstanden.
Grundsätzlich ist eine gute Kontaktpflege zu verschiedenen örtlichen Institutionen
und zur Mehlemer Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil der Gemeinwesenarbeit.
Seit 2016 ist der „Verein für Gefährdetenhilfe“ mit dem Stadtteilcafé offizielles
Mitglied im Mehlemer Ortsausschuss. Dadurch nahmen wir auch im letzten Jahr
wieder an der Mitgliederversammlung teil und standen im kontinuierlichen
Austausch mit verschiedenen Mitgliedern. Bei den Mitgliedern handelt es sich um
mehrere Vereine und auch um Einzelpersonen, die sich im Ort engagieren.
Seit vielen Jahren nehmen wir am Mehlemer Karnevalszug teil und haben alljährlich
einen Stand auf dem Mehlemer Weihnachtsmarkt.
Der Weihnachtsmarktstand auf dem Mehlemer Dorfplatz, bietet immer wieder einen
guten Rahmen, um über die Angebote der Einrichtung und über den Verein für
Gefährdetenhilfe als Träger zu informieren, und sich der Mehlemer Bevölkerung zu
präsentieren.
Die jahrelange Mitwirkung bei den Veranstaltungen bewirkt eine Integration und
Akzeptanz der Einrichtung und der hier lebenden Menschen.
Der Einladung zum Sommerfest 2019 sind im letzten Jahr wieder viele Menschen
aus Politik und Vereinen gefolgt. Auch Mehlemer Bürger fanden sich ein, um sich
über das Angebot zu informieren und einen Eindruck der Arbeit vor Ort zu
bekommen.
Mit den Kolleginnen vom Quartiersmanagement der Bad Godesberger Stadtteile
Pennenfeld und Lannesdorf/Obermehlem war der Austausch unregelmäßig.
Ab dem Zeitpunkt der Planung der Stadtteilkonferenz vom Quartiermanagement
Lannesdorf/ Obermehlem gab es einen konstanten Kontakt mit den Mitarbeiterinnen
der Frauenhilfe. Ich habe an einigen Vorbereitungstreffen teilgenommen und an dem
Tag der Konferenz beim Aufbau und mit einem Info Stand unterstützt.Seite 18 von 22
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Die Akzeptanz durch die Mehlemer Bürgern drückt sich auch über eine konstante
Spendenbereitschaft aus. Viele Bürger melden sich bei uns wegen Sachspenden
oder kommen auch unmittelbar vorbei und bringen Kleidung, Bücher und Spiele, die
meist einen dankbaren Abnehmer finden.
VII. Kooperationen
Der definierte Auftrag unserer Einrichtung hat ein umfangreiches Spektrum an
Themen, sodass wir an vielen Stellen mit den unterschiedlichsten Personen und
Institutionen kooperieren. Ein gutes Netzwerk ist sowohl in der Einzelfallhilfe, als
auch in der Gemeinwesenarbeit ein wichtiger Aspekt der professionellen Arbeit.
Die engste Kooperation innerhalb der Einrichtung stellt die Zusammenarbeit mit den
KollegInnen aus dem „Ambulant Betreuten Wohnen für suchtmittelabhängige
Menschen“ (BeWo) nach § 53 ff. SGB XII dar.
Wir sind nicht nur eine Bürogemeinschaft sondern bilden ein gemeinsames Team.
Diese Konstellation stellt für alle Teammitglieder, aber vor allen Dingen auch für die
Besucher und Klienten, einen großen Vorteil dar.
In gemeinsamen Teamsitzungen werden organisatorische Dinge besprochen und
auch Fallbesprechungen durchgeführt. Wir planen Freizeitaktivitäten und
Festivitäten gemeinsam und führen sie auch zusammen durch.
Darüber hinaus reflektieren wir immer wieder als Gesamtteam die Entwicklungen auf
dem Gelände und versuchen Strategien zu entwickeln mit den Besonderheiten des
Umfeldes konstruktiv umzugehen.
Der regelmäßige Austausch dient der Reflektion des eigenen Handelns und damit
dem professionellen Arbeiten und der Qualitätssicherung. Regelmäßige gemeinsame
Supervisionen unterstützen dieses Bestreben.
Die Bildung eines größeren Teams ermöglicht die vorhandenen Öffnungszeiten des
Cafés, und auch die vielen Beratungsanfragen, kontinuierlich anzubieten, da wir uns
auch untereinander vertreten.
Die KollegInnen des Ambulant Betreuten Wohnens betreuten im letzten Jahr im
Durchschnitt 23 Personen gleichzeitig
Davon wohnten 16 Personen in den Wohnungen der VEBOWAG in näherer
Umgebung des Stadtteilcafés. Die verbleibenden 7 Klienten lebten verteilt über das
Bonner Stadtgebiet.
Die BeWo Klienten die in der Nähe wohnen, nutzten die Möglichkeiten des
Stadtteilcafés fast alle regelmäßig. Für die Klienten ist die Anbindung an die
ambulante Hilfe in Kombination mit den Angeboten des Stadtteilcafés, eine große
Unterstützung zur Integration in das Wohnumfeld.
Wenn Klienten nicht mehr im BeWo angemeldet waren, nutzten die meisten unsere
Angebote weiter. Die vorher entstandenen Beziehungen zu einigen Teammitgliedern
ermöglichten den ehemaligen Klienten ohne Scheu nach Hilfe zu fragen und
entsprechende Unterstützung zu erfahren.Seite 19 von 22
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Ein weiterer enger Partner bei der Arbeit vor Ort ist die „Vereinigte Bonner
Wohnungsbau AG“ (VEBOWAG) als Vermieter der Wohnungen am Nippenkreuz und
auch von vielen weiteren Wohnungen in Mehlem.
Wir waren auch im letzten Jahr wieder beständig mit den jeweiligen Wohnungs-
verwaltern und auch mit der zuständigen Sozialarbeiterin der VEBOWAG im
Austausch.
Das Thema Mietschulden nimmt hier einen wesentlichen Teil des inhaltlichen
Austausches ein.
Die Mietschulden entstehen aus verschiedenen Gründen.
Oft wurde von den Mietern versäumt ihre Mietanpassungen an die zuständigen
Behörden weiterleiten. So wurde über lange Zeiträume eine zu geringe Mietzahlung
geleistet. Wenn die Mieter dann immer mehr Mahnungen erhielten, kamen sie oft in
die Sozialberatung um sich Hilfe zu holen. In fast allen Fällen ließ sich dies dann
durch Nachreichung der Unterlagen an das Jobcenter oder an das Sozialamt wieder
regulieren und größerer Schaden konnte abgewendet werden.
In anderen Fällen wurde aber auch einfach gar keine Miete bezahlt, auf Schreiben
nicht reagiert und die VEBOWAG hat dann die rechtlichen Mittel genutzt, zum Teil
bis zur Räumungsklage. Auch hier konnte in manchen Fällen noch geholfen werden.
Auch bei verschiedenen Problemen in den Häusern, Ansammlungen von Sperrmüll
im Außenbereich und vielem mehr, gab es immer wieder Kontakt um gemeinsame
Lösungen zu finden.
Mit der Bad Godesberger Polizeiwache standen wir im regelmäßigen Austausch.
Es gibt zwei feste Ansprechpartner für das Viertel, die auch ohne besonderen Grund
vorbeikamen und mit uns und den Nachbarn das Gespräch suchten.
Die Polizisten sind bei vielen Bewohnern bekannt und es ist ein unproblematischer
Umgang.
Im Krankheitsfall waren es vielfach Sozialdienste verschiedener Krankenhäuser,
Pflege- und Betreuungsdienste, mit denen wir in Kontakt standen, oder mit denen wir
gemeinsam Hilfen organisiert haben. Bei Menschen mit einer Suchtproblematik
oder auch psychiatrischen Diagnosen kam es immer zu einem Austausch mit
Fachkliniken, behandelnden Ärzten und auch mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst
der Stadt Bonn.
Ein kontinuierlicher Austausch mit den KollegInnen des Vereins für Gefährdetenhilfe,
vorrangig mit den SozialarbeiteriInnen und der Suchtambulanz, war selbstver-
ständlich.
In Einzelfällen suchten rechtliche Betreuer den Kontakt zu uns, da innerhalb der
Siedlung einige Menschen leben die zum Teil einen umfangreichen
Betreuungsbeschluss haben, und wir als erste Ansprechpartner vor Ort gelten.
Auch mit Bewährungshelfern gab es immer wieder Kontakt und Austausch.Seite 20 von 22
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VIII. Zusammenfassung und Ausblick
Die Angebote des Stadtteilcafés haben sich sowohl in der Gemeinde, als auch im
gesamten Wohnumfeld, seit der Eröffnung immer weiter etabliert.
Für viele Besucher ist das Stadtteilcafé ein zentraler Bestandteil ihres Lebens und
stellt durch einen regelmäßigen Besuch auch eine Tagesstruktur dar.
Hier kann man sowohl mit anderen Besuchern und Nachbarn die Kontakte pflegen,
und auch mit uns als Team im Austausch sein. Im alltäglichen Cafébetrieb sind wir
oftmals Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Sorgen und Nöten. Es finden
viele Gespräche statt, in der sich Menschen einfach mal mitteilen möchten, da sie
sonst keinen haben.
Dies dient der sozialen Teilhabe und ist ein relevanter Bestandteil der Gemein-
wesenarbeit.
Unsere Institution vermindert damit auch die Gefahr der Vereinsamung, in einer
Siedlung in der fast nur noch Singles leben.
Die festen Termine für das wöchentliche Frühstück und das Mittagessen und die
monatliche stattfindende Kaffeerunde, trugen auch im letzten Jahr wieder zu einem
guten Austausch unter den Nachbarn bei und wurden gerne angenommen.
Auch die jahreszeitlichen Angebote erfreuten sich hoher Beliebtheit.
Die wiederkehrenden Veranstaltungen sind ein fester Bestandteil der Jahresplanung
und werden von den Besuchern auch erwartet.
Die weitere Kontaktpflege zu Mehlemer Bürgern, Vereinen und Institutionen ist eine
fortwährende Aufgabe in der Gemeinwesenarbeit und unterstützt die Anerkennung
und Integration in den Ort.
Wie bereits im Jahresbericht 2018 geschildert, erlebt die Siedlung am Nippenkreuz
leider sukzessive einen unguten Wandel. Durch eine relativ hohe Fluktuation, dem
Auszug oder auch dem Versterben von langjährigen und engagierten Mietern,
verändert sich insgesamt die Bewohnerstruktur.
Die Mieter, die neu einziehen sind oft gesundheitlich sehr eingeschränkt und nur
geringfügig in der Lage ihre eigenen Dinge selbstständig zu klären, geschweige
denn Verantwortung für die Zustände im Haus zu übernehmen.
Insgesamt lässt das Gefühl der Verantwortung für die Gemeinschaftsbereiche der
Häuser, wie Flure und Keller, nach. Das gleiche gilt für Teile der Außenbereiche.
Viele beachten nur ihre persönlichen Belange und interessieren sich nicht weiter für
ihr Wohnumfeld und die gemeinsamen Interessen in der Nachbarschaft.
Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern versuchen wir stetig mit Unterstützung
der VEBOWAG die Zustände in den Häusern stabil zu halten und mit möglichst
vielen Mietern im Kontakt zu stehen und sie in unsere Angebote einzubinden.
Für die Zukunft lässt sich sicherlich sagen, dass alle Angebote des Stadtteilcafés
einer hohen Nachfrage unterliegen und für die Anwohner und anderen Rat-
suchenden eine große Unterstützung in vielen verschiedenen Bereichen darstellen.Seite 21 von 22
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Die Möglichkeit in der Sozialberatung alle behördlichen Angelegenheiten zu
erledigen wird auch zukünftig verhindern, dass Menschen durch das soziale Netz
fallen. Die Unterstützung bei der Klärung von Mietschulden bleibt ein wichtiger
Bereich der Beratung um einen Wohnungsverlust zu verhindern.
Unser Angebot in unmittelbarer Nachbarschaft dieser schwierigen Siedlung aufrecht
zu erhalten dient der Verhinderung einer weiteren Verschlechterung der Situation vor
Ort, und bietet für alle Nachbarn die Sicherheit bei Problemen einen direkten
Ansprechpartner zu haben.
Bonn im Juni 2020
Susanne BrüggenSeite 22 von 22

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Datenstand: 03.11.2026, 02:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de