210638 · Beschlussvorlage
Bürgerdialog zum Haushalt 2021/2022, Stadtbezirk Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 210638
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 05.05.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 210638 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Bezirksverwaltungsstelle Bonn Dezernat: Dez. I Bürgerdialog zum Haushalt 2021/2022, Stadtbezirk Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 18.05.2021 Anhörung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.06.2021 Empfehlung Rat 24.06.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Aufgrund von verwaltungsinternem Abstimmungsbedarf konnte die Vorlage nicht fristgerecht vorgelegt werden. Da die Vorlage ein Bestandteil der Haushaltsberatungen ist und der Haushalt in den Sitzungen des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe am 9.6.2021 sowie des Rates am 24.06.2021 beschlossen werden sollen, kann die Vorlage nicht erst in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Bonn am 15.06.2021 beraten werden. Beschlussvorschlag Von dem im Rahmen des Bürger*innendialoges zum Haushalt 2021/2022 im Stadtbezirk Bonn zur Verfügung stehenden Gesamtbudget in Höhe von 102.520 EUR werden folgende Bürger*innenvorschläge aus der beigefügten Liste umgesetzt: 1. (Betrag: EUR) 2. (Betrag: EUR) 3. (Betrag: EUR) 4. (Betrag: EUR) 5. (Betrag: EUR) 6. (Betrag: EUR) Begründung Gemäß dem Konzept zur Durchführung des Bürger*innendialoges zum Haushalt 2021/2022 (vgl. DS-Nr. 200721) ist folgendes Verfahren vorgesehen: Den Bürgerinnen und Bürgern wird im Haushalt 2021/2022 je Stadtbezirk ein Budget zur Verfügung gestellt. Der Betrag beläuft sich auf insgesamt 220.000Seite 1 von 3 Seite 2 EUR und wird nach der Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner auf die vier Stadtbezirke aufgeteilt. Im Rahmen dieser Budgets können die Bürgerinnen und Bürger konkret auf den jeweiligen Stadtbezirk bezogene Maßnahmen zur Umsetzung vorschlagen und bewerten. Aus den Ergebnissen wird je Stadtbezirk eine Prioritätenliste von den im Verfahren positiv bestbewerteten Vorschlägen gebildet und zur Umsetzung vorgeschlagen. Die Entscheidung über die Umsetzung dieser Vorschläge trifft unter Berücksichtigung der von den Bürgerinnen und Bürgern getroffenen Prioritäten und unter Beteiligung der Bezirksvertretungen der Rat der Stadt Bonn. Das Budget teilt sich dabei wie folgt auf die vier Stadtbezirke auf: Bezirk Aufteilung Bonn 102.520 EUR Bad Godesberg 49.940 EUR Beuel 44.660 EUR Hardtberg 22.880 EUR Gesamtsumme 220.000 EUR Da die im Rahmen des Bürger*innendialogs beschlossenen Maßnahmen jeweils aus den Budgets der für die Umsetzung zuständigen Fachämter finanziert werden sollen, sind die Maßnahmen aus Sicht des Gesamthaushaltes kostenneutral. Fehlt Fachämtern das Budget zur Umsetzung wird dieses ggf. durch die Kämmerei zur Verfügung gestellt (siehe Protokollnotiz der StK*in Frau Heidler im Rahmen der Haushaltsberatung in der BV Bonn am 02.03.2021). In der Anlage sind die Bürger*innenvorschläge – sortiert nach der Anzahl der Stimmen – aufgeführt, bei denen eine Umsetzung im Rahmen der Vorgaben des Bürger*innendialoges möglich ist. Anlage/n 1 Ergebnis Bürgerdialog zum Haushalt 2021_2022 Bonn (öffentlich)Seite 2 von 3 Rang Stimmen finale Phase Titel Inhalt Kostenschätzung in Euro Stellungnahme 1 217 Tanzpavillon Die Stadt sollte einen Ort mit glattem Boden für Outdoor-Tanzveranstaltungen (Salsa, Zouk, West Coast Swing etc.) zur Verfügung stellen. 10.000 Die Verwaltung begrüßt den Vorschlag, eine Outdoor-Tanzfläche einzurichten, da dies dem Ziel der Sportentwicklungsplanung dient, die Bonnerinnen und Bonner in Bewegung zu bringen. So wird z.B. bei der Neugestaltung des Reuterparks die Fläche vor dem Haus der Jugend als Tanzfläche gestaltet. Mögliche weitere Standorte wären z.B. einer der Innenstadtplätze oder der Platz vor der Oper. Bei der Auswahl des Standortes müssten wegen der erforderlichen Musikbeschallung u.a. auch Fragen des Immissionsschutzes (Lärm) berücksichtigt werden.Für die Gestaltung der Tanzfläche ist mit Kosten von ca. 10.000 € zu rechnen. 2 167 Leihbar - die Bibliothek der Dinge in Bonn Immer mehr Menschen wird bewusst, dass wir keine zweite Erde im Kofferraum haben. Wir haben nur diese eine. Und zu der sollten wir Sorge tragen. Ressourcen zu schonen, indem man Gegenstände teilt, macht deshalb Sinn. Es macht aber auch Freude, mit Gleichgesinnten ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Und nicht zuletzt schont es das eigene Portemonnaie, wenn man nicht immer alle Dinge kaufen muss, die man gerne haben möchte. Die Leihbar vereint all diese Gedanken in einem simplen und eigentlich uralten Konzept. Teilen ist nicht neu, es kommt dank der LeihBar nur im frischen Gewand daher. Die im entstehen begriffene "Leihbar" im Mackeviertel braucht finanzielle Unterstützung für die Anschaffung wertiger und robuster Gegenstände sowie das dazu im Aufbau befinde Onlineportal über welches die Gegenstände verwaltet werden können. 1.000 Die Verwaltung unterstützt durch das Quartiersmanagement (QM) Macke-Viertel bereits den Arbeitskreis Leihbar, der in den Quartiersmanagement-Räumen im Frühjahr 2021 eine "Bibliothek der Dinge" eröffnen möchte. So nutzt der Arbeitskreis zur Lagerung seiner Sachen bereits einen Kellerraum, der zu den Räumlichkeiten des QM gehört, unentgeltlich. Neben der mietfreien Überlassung des Kellerraumes hat das QM den Arbeitskreis zusätzlich mit Mitteln aus dem Quartiersfonds für die Anschaffung eines Regals unterstützt. Grundsätzlch können bei Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger 1.000 € gewährt werden. Darüber hinaus ist eine finanzielle Förderung im Rahmen des Quartiersfonds von bis zu 3.000 Euro unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Einzelheiten zu den Voraussetzungen, der Antragstellung sowie dem Verfahren sind der städtischen Website (https://www.bonn.de/themen-entdecken/soziales- gesellschaft/quartiersmana...) zu entnehmen. 3 161 Orte zum „Fairteilen“ von Lebensmitteln in der Bonner Innenstadt - Bonner*innen für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln! Wir schlagen vor, an einem geschützten Ort am Rande der Innenstadt, z.B. Richtung Hofgarten, ein Metallregal aufzustellen. Als offizieller foodsharing-Fairteiler kann dieses mit großen, leicht zu reinigenden und verschließbaren Plastikboxen, bestückt werden, um hier eine kontaktlose Weitergabe von Lebensmitteln, wie Backwaren, Obst und Gemüse, zu ermöglichen. Um die tägliche Reinigung und die Dokumentation ebendieser kümmern sich Freiwillige der Initiative foodsharing Bonn. Ein Hygienekonzept kann auf Anfrage vorgelegt werden. Eine Ausweitung auf andere Stadtteile wäre natürlich eine Option. Lebensmittelverschwendung ist ein weltweites Problem – denn das Wegwerfen von Lebensmitteln ist nicht nur vor dem Hintergrund von Armut und Hunger ein ethisches Problem, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf das Klima. Wäre die globale Lebensmittelverschwendung ein Land, hätte es den dritthöchsten CO2-Ausstoß! Aber: Wir alle können unseren Teil dazu beitragen, um so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen! 1.000 Die Bereitschaft zum Verteilen ungenutzten Lebensmitteln ist ein willkommener und wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit und des Miteinanders in einer Stadtgesellschaft. Bereits heute gibt es mehrere Anlaufstellen an die Lebensmittel gespendet werden können und verteilt werden können. Die Einrichtung eines offiziellen Ortes zur unbeaufsichtigten Weitergabe von Lebensmitteln kann allerdings mit weiteren, leider unerwünschten Nebeneffekten verbunden sein: Hier sind zu nennen Aspekte der Lebensmittelkontrolle und –aufsicht, verschiedene Hygieneaspekte (insbesondere mit zunehmenden Temperaturen spielt auch das Thema Verderblichkeit von frischen Lebensmitteln eine wichtige Rolle). Insofern sind bei solchen öffentlichen Orten diverse Problemfelder nicht außer Acht zu lassen. Träger der Wohlfahrtspflege, die Lebensmittel verteilen, müssen sich ebenso wie Gastronomie und Einzelhandel an Hygienevorschriften und die Vorgaben der Corona-Schutz-Verordnung halten. Gerade bei dieser Art des Angebots von kostenlosen Lebensmitteln, das unbegleitet und ohne weitere Vorkehrungen zur Verfügung gestellt wird, können gleichfalls auch Versammlungen von Menschen gefördert werden, die so nicht gewollt sind. Da konkrete bauliche Anforderungen sowie die Organisation von Kontrollen und Reinigung unklar sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine verlässliche Kostenschätzung vorgenommen werden. Es lässt sich jedoch abschätzen, dass die Umsetzungskosten grundsätzlich - wenn gewünscht - über den Bürgerhaushalt finanzierbar wären (maximal ein kleiner vierstelliger Betrag). Die Höhe der Folgekosten ist gleichzeitig nicht absehbar. 4 104 Mehr Unterstützung lokaler Kulturveranstaltungen und Konzerte In Bonn gibt es mehr als nur Beethoven und das JazzFest. Gerade wenn Veranstaltungen wieder möglich werden müssen auch kleinere lokalere Bands und Musiker lukrative Auftrittsmöglichkeiten bekommen. Durch Förderung und Unterstützung der kleineren lokalen Veranstalter und Spielstätten würde das kulturelle Angebot vergrößert und neben den etablierten schon mehr als ausreichend subventionierten Veranstaltern und Festivals muss eine ausgeglichenere breiter Unterstützung auch von kleineren Veranstaltungen, abseits vom Mainstream stattfinden. Auch das ist Kultur (Pantheon Konzerte, JazzNacht Dottendorf, JazzInConcert, etc.) 25.000 Neben den bereits vorhandenen Möglichkeiten im Rahmen der kulturellen Projektförderung und der institutionellen Förderung wäre eine Förderung "kleinerer" Konzertreihen bei Bereitstellung entsprechender Mittel denkbar. Dies wäre eine Ergänzung der städtischen Angebote der Stadtgartenkonzerte und der Stadtmusik, die einen Fokus auf die Förderung lokaler Künstler und die Kooperation mit lokalen Veranstaltern legen. Um eine angemessene zusätzliche Förderung gewähren zu können, sollte das Budget jedoch nicht zu klein sein (20.000-30.000 EUR), damit entsprechende Veranstaltungsreihen zusätzlich gefördert werden können. Über die Vergabe der Mittel sollte der Kulturausschuss entscheiden 5 71 Poppelsdorfer Allee Die Parkbänke an der Poppelsdorfer Allee sollten wieder aufgebaut und betreut werden. Ebenso die Abfallkörbe. Regelmäßige und engmaschige Kontrollen bzw. Reinigungen. 15.000 Die Bänke können wieder aufgestellt werden. Die Bänke sind relativ reparaturanfällig und wartungsaufwändig, daher befinden sich immer einzelne Exemplare in der Reparatur. Zu den Abfallkörben: In der Poppelsdorfer Allee sind über 50 Papierkörbe – verteilt an unterschiedlichen Standorten – in den dortigen Grünanlagen aufgestellt. Die Mediterranisierung und der Klimawandel haben auch in Bonn zu einer stärkeren Vermüllung geführt. Hierauf hat die bonnorange AöR bereits reagiert und die reguläre Reinigungshäufigkeit der Grünanlagen inklusive der Leerung der Papierkörbe in den Wintermonaten auf 3x/Woche erhöht. In den wärmeren Monaten erfolgt regulär eine tägliche Reinigung. Die von der bonnorange AöR praktizierte bedarfsgerechte Reinigung erlaubt eine kurzfristige Anpassung der Reinigungshäufigkeiten. Defekte Abfallbehälter werden routinemäßig instandgesetzt oder ausgewechselt. 6 59 Tipps und Infos über regionale und saisonale Lebensmittel Erdbeeren wachsen im Sommer und Kohl im Winter, so viel ist uns meisten noch bekannt. Darüber hinaus wird es schwierig. Tatsächlich reist manche Tomate oder Apfel je nach Jahreszeit um die halbe Welt und verursacht durch den Transport erhebliche klimaschädliche Emissionen bevor sie bei uns im Supermarkt eintreffen. Dabei ist die Auswahl an regionalem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit vielseitig – und wer sich saisonal ernährt, isst gesund und umweltfreundlich. Wir haben die Idee mittels Plakaten (oder anderen Medien) an öffentlichen Plätzen, Bushaltestellen oder in Bürgerbüros jeden Monat über saisonale Gemüse- und Obstsorten zu informieren. Die Projektförderung würde somit die Gestaltung und Entwicklung von 12-Monatsplakaten finanzieren, die man jedes Jahr erneut aufhängen kann. Außerdem könnten die Infotafeln auch Tipps zur Resteverwertung beinhalten. Um die inhaltliche Vorbereitung der Plakate kümmern sich Freiwillige der Initiative foodsharing Bonn sehr gerne. 30.000 Die Idee kann grundsätzlich aufgenommen werden. Die mögliche Zusammenarbeit mit Foodsharing Bonn ist noch inhaltlich zu prüfen. Die Idee für eine Werbung für regionale ökologische Lebensmittel wird sehr positiv gesehen. Sie sollte aber in eine bestehende Kampagne oder einen inhaltlichen Zusammenhang auf anderer Ebene mit einbezogen werden. Dies könnten z.B. die Aktivitäten zur Bio-Stadt sein. Die Kosten hängen von einigen Faktoren (Zahl der Schaltungen, Verfügbarkeit von Freikontingenten etc. ab) und sind daher nur eine grobe Schätzung, die sich bei Konkretisierung auch noch deutlich verändern kann. Stadtbezirk BonnSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:26 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de