210599 · Große Anfrage
Gebäude Hotel Bristol
Kerndaten
- Nummer
- 210599
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 13.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 210599 Fragesteller/in: Angela Trinkert DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Roswitha Sachsse-Schadt Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN 13.04.2021 Gebäude Hotel Bristol Beratungsfolge Unterausschuss Denkmalschutz 05.05.2021 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Wurde eine mögliche Denkmaleigenschaft des Gebäudes „Hotel Bristol“ in der Vergangenheit, etwa im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans Zürich-Gelände, bereits einmal untersucht und mit welchem Ergebnis? 2. Sofern dies bislang nicht der Fall war: Gibt es aus Sicht der Verwaltung und darüber hinaus des LVR-Landesamts für Denkmalpflege (sofern bekannt) ausreichende Anhaltspunkte, die für eine fachliche Untersuchung einer möglichen Denkmaleigenschaft sprechen? Wenn ja, welche sind dies? 3. Liegen der Verwaltung über den Zustand des Gebäudes Kenntnisse vor, die eine (umgebaut veränderte) Weiternutzung über längere Dauer ausgeschlossen erscheinen lassen, z.B. in Form von Wohnungen? Begründung Das Gebäude des bisherigen Hotels Bristol wurde vom Bonner Architekten Ernst van Dorp entworfen und ist mittlerweile nahezu 50 Jahre alt (Eröffnung 1972). Es ist durchaus einer seiner eindrücklichsten Bauten in Bonn, mit konzeptionelle Anleihen an seinen Botschaftsbau (Generalkonsulat) in Rio de Janeiro (1956-1961). Der Bau zeigt eine für die damalige Zeit nicht typische Detailausprägung, etwa die geschrägten Betonelemente, und eine hochwertige Ausführung. Wenn es auch damals im Zuge des geplanten großflächigeren Südstadtabrisses durch den Herold ein sehr umstrittener Bau gewesen ist, so ist er doch stadtgeschichtlich in dieser Hinsicht und insbesondere für die Geschichte Bonns als Bundeshauptstadt ein bedeutender Bau (Staatsgäste, Empfänge, Bälle). Ungeachtet seiner umstrittenen Errichtung ist er mit den Jahren zu einer sich einfügenden Dominante geworden, die den „Eingang“ zur Südstadt via Prinz-Albert-Straße und die Poppelsdorfer Allee keinesfalls negativ prägt, sondern, ganz im Gegenteil, mit dem von der Straße zurückgesetzten Eingang, der Terrasse und den einstöckigen Seitenflügeln, eine Sicht in die genannten Straßen mit ihren denkmalgeschützten Gründerzeitbauten erlaubt.Seite 1 von 2 Seite 2 Es stellt sich deshalb die Frage, ob diese architektonische, städtebauliche und historische Bedeutung möglicherweise eine Unterschutzstellung rechtfertigen ggf. erfordern würde. Unabhängig davon ist - sofern der Grundzustand es zulässt - eine mögliche Umnutzung in jedem Fall die nachhaltigere Variante gegenüber einem vollständigen Abriss, wie er laut Presseberichten derzeit geplant ist. Nicht nur werden wertvolle und schwindende Ressourcen bei einem Abriss und Neubau verschwendet, sondern auch bedeutend mehr Energie. Im Allgemeinen ist eine Sanierung aus Klimaschutzgründen einem Abriss und Neubau vorzuziehen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de