← Vorlagen

210571 · Dringlichkeitsantrag

Schäden an den Archivalien des Stadtarchivs - hier: Einholung von wissenschaftlicher Expertise

Nummer
210571
Art
Dringlichkeitsantrag
Veröffentlicht
12.04.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 12.04.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 15.04.2021

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Kulturausschusses 15.04.2021 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 70 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 210571-01 ST Schäden an den Archivalien des Stadtarchivs - hier: Einholung von wissenschaftlicher Expertise

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (3.466 Zeichen)
Dringlichkeitsantrag
öffentlich
210571
Antragsteller/in:
Bernd Fesel
Prof. Dr. Wilfried Löbach
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
12.04.2021
Schäden an den Archivalien des Stadtarchivs - hier:
Einholung von wissenschaftlicher Expertise
Beratungsfolge
Kulturausschuss 15.04.2021 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Die Antworten in der Stellungnahme 210367-01 ST zu Ziffer 2 und Ziffer 3 der
großen Anfrage wegen Schäden an den Archivalien und den klimatischen
Bedingungen im Archiv zeigen einen überaus dringenden Handlungsbedarf für
eine evtl. Restaurierung bzw. archivgerechte Verpackung und Lagerung auf.
Jeder Monat, in der dieses Problem hinausgezögert wird, ist für die Archivalien
ein verlorener Monat.
Zur Auswahl der Gutachter wird vorgeschlagen, Personen mit ausgewiesener
Erfahrung auf dem Gebiet der Papier- und Fotorestaurierung anzusprechen.
So besteht aus Sicht der Antragssteller sehr große Erfahrung im CICS
(Cologne Institute of Conservation Sciences) an der Technischen Hochschule
Köln.
Der Erhalt von Kulturgut ist in Bonn gefährdet; das duldet gerade in der
Bundesstadt Bonn keinen Aufschub, zumal das BKM Kommunen und
Bundesländern für diese nationale Aufgabe Förderungen zur Verfügung stellt.
Die Stadt Bonn hat die Antragsfrist Ende Januar 2021 bereits verpasst. Es ist
daher höchst dringlich, dass der Erhalt von Kulturgut - z.B. im Stadtarchiv - in
einen systematischen und transparenten Prozess überführt wird - statt dem
Verfall von Kulturgut hinterherzulaufen. Dazu ist ein „Forum Kulturerbe Bonn“
ein geeignetes Format.
Zur nachhaltigen mehrjährigen Finanzierung verweist der Antragssteller auf
Förderprogramm des Bundes, z.B. das BKM-Sonderprogramm zur Erhaltung
des schriftlichen Kulturguts. (Auszug: „Feuchtigkeit, Säurefraß oder Schimmel:
Viele historische Handschriften und Bücher in Deutschlands Archiven und
Bibliotheken sind akut gefährdet. Um dieses national wertvolle Erbe für künftige
Generationen zu bewahren, stellt Kulturstaatsministerin Grütters auch 2021
Mittel für das Sonderprogramm zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts in
Deutschland bereit.“
https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-
medien/schriftliches-kulturerbe-sonderprogramm-316962)Seite 1 von 2

Seite 2
Inhalt des Dringlichkeitsantrags
Es wird beantragt:
a) Die Kulturverwaltung nimmt mit Restaurierungswissenschaftlern Kontakt auf,
um mit ihnen in Zusammenarbeit mit den städtischen Archivaren eine vertiefte
Begutachtung bereits eingetretener Schäden bzw. in naher Zukunft als ziemlich
sicher zu erwartender Schäden durchzuführen.
b) Weiterhin wird im Rahmen der Untersuchung um Empfehlungen für eine
Restaurierung von bereits geschädigtem Archivgut und konservatorischen
Maßnahmen für stark gefährdetes Archivgut gebeten.
c.) Weiterhin beherbergt das Stadtarchiv „oftmals wichtige und unersetzliche
Kulturgüter“ (siehe Koalitionsvertrag). Im Rahmen der Untersuchung für eine
Restaurierung wird gebeten, eine Liste solcher unersetzlicher Kulturgüter im
Stadtarchiv anzulegen, um diese dann prioritär und sachgerecht zu pflegen.
d.) Für diese Maßnahmen ist ein Kostenvoranschlag einzuholen
e.) ein „Forum Kulturerbe Bonn“ einzuberufen und mit Vereinen,
Geschichtskreisen und andere Privatinitiativen auf Augenhöhe mit öffentlichen
Instituten weitere Gefahren für Kulturgüter in Bonn zu identifizieren und
strategisch abzuwenden.
Begründung
Die Begründung erfolgt mündlich.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 17:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de