210564 · Beschlussvorlage
GGS Gotenschule, Neckarstraße 39, Bad Godesberg, Plittersdorf, Erweiterungsbau und Neubau Turnhalle
Kerndaten
- Nummer
- 210564
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 13.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
- Sitzung des Sportausschusses Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Empfehlung
- Sitzung des Schulausschusses Empfehlung
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Empfehlung
- Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 210564 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: GGS Gotenschule, Neckarstraße 39, Bad Godesberg, Plittersdorf, Erweiterungsbau und Neubau Turnhalle Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 13.04.2021 Anhörung Schulausschuss 14.04.2021 Empfehlung Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 15.04.2021 Empfehlung Sportausschuss 22.04.2021 Empfehlung Betriebsausschuss SGB 22.04.2021 Empfehlung Rat 06.05.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Auf Grund umfangreicher verwaltungsinterner Abstimmungen war eine frühere Einbringung der Vorlage nicht möglich. Der Schulerweiterungsbau muss zum Schuljahr 2023/24 bezugsfertig sein, um die GGS Gotenschule als durchgängige dreizügige Grundschule mit OGS- Betreuung in Betrieb zu nehmen. Bei einer Beratung in einer späteren Gremienfolge ist die Inbetriebnahme zum vorgesehen Zeitpunkt gefährdet. Hinzu kommt, dass eine spätere Inbetriebnahme eine Erhöhung der veranschlagten Kosten zur Folge haben würde. Beschlussvorschlag 1. Der Planung zu dem Turnhallenersatzbau an der Gotenschule wird zugestimmt. 2. Der Planung und Kostenschätzung zur Realisierung des Bauvorhabens „Gotenschule, Schulerweiterungsbau“ wird zugestimmt. Begründung Turnhalle Auf Grund des schlechten baulichen Zustandes hat die Verwaltung vorgeschlagen, die Turnhalle der GGS Gotenschule zeitnah abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat diesen Vorschlag in ihrer Sitzung am 31.10.2018 nach entsprechenden Empfehlungen des Schul-, Sport- und Betriebsausschusses SGB beschlossenSeite 1 von 6 Seite 2 (DS. Nr. 1812353). Die dafür erforderlichen Mittel waren für den Wirtschaftsplan SGB 2019 sowie 2020 angemeldet. Der Vorplanung und Kostenschätzung (5,2 Mio. €) des Neubaus der Turnhalle wurde in 2019 durch den Rat zugestimmt (vgl. 1911639). Beschreibung der Baumaßnahme: Die Turnhalle wird als nicht unterkellerte Einfeldturnhalle mit Geräteraum und einem dreigeschossigem Umkleiden-/Sanitärnebentrakt errichtet. Im EG und 1.OG befinden sich jeweils Umkleiden- und Sanitärräume (EG vorrangig Schulnutzung, 1.OG vorrangig Vereinsnutzung), Lehrerumkleiden (im EG in Kombination mit Sanitätsraum), Technikräume. Das Eingangsfoyers –verbindet die Turnhalle mit der Schulerweiterung, kann aber auch separat genutzt werden. Beide Nutzungseinheiten werden gemeinsam über Treppenräume, Flure und einen Aufzug erschlossen. Im EG befindet sich: behindertengerechte WC-Anlagen, ein Pflegeraum, sowie ein (Sportplatz-)Außenlager. Im 1.OG sind untergebracht: die Schiedsrichterumkleide, ein Aufenthaltsraum (Sportverein) sowie zwei Lehrmittelräume. Der im 1.OG verlaufende Flur ist als Empore mit Sicht auf die Turnhallensportfläche geplant. Das 2.OG bildet die Technikzentrale mit der Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlage. Fundamentierung, Bodenplatte und Wände aus feuer- und schallschutztechnischen Gründen in Stahlbeton und Mauerwerk, Treppenläufe in Stahlbeton. Die Fassaden erhalten vorgehängte Verkleidungen bestehend aus Faserzementplatten im EG, in den OG´s mit farblich behandelter Holzschalung aus zertifizierter Forstwirtschaft. Das Deckentragwerk besteht aus unbehandelten Brettschichtholzleimbindern mit bituminöser Abdichtung. Die Flachdächer über dem Schultrakt werden extensiv begrünt und erhalten Photovoltaikmodule. Die Fensteranlagen bestehen aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen und Lüftungsflügel. Der Sonnenschutz wird über einen außenliegenden Textilscreen gewährleistet. Die Bemessung der Wärmedämmung der einzelnen Bauteile erfolgt auf Grundlage der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) mit energetischen Verbesserungsmaßnahmen zur Erlangung der Anforderungen an den KfW55- Energiestandard. Die Turnhalle erhält einen beheizten Linoleum-Schwingboden, umlaufende textile Prallschutzwände und eine Akustik-Holz-leistenprofildecke. Umkleiden und Sanitärräume werden gefliest. Treppenläufe und Flure erhalten einen Betonwerksteinbelag. Technische Anlagen werden erforderlichenfalls einzeln vom Baukörper schallentkoppelt. Die Sportgeräteausstattung, die Sportfeldmarkierungen und die Anforderung an die Belichtung und Beleuchtung erfolgte nach Absprache mit und den Vorgaben des Sport- und Bäderamtes. Die Erzeugung von Wärme und Warmwasser erfolgt über zwei erdgasbetriebene Brennwertkessel, die Lüftungsanlage verfügt über eineSeite 2 von 6 Seite 3 Wärmerückgewinnung. Die Auswahl sämtlicher haustechnischen Armaturen und Ausstattungsgegenstände erfolgt aufgrund ressourcensparenden Aspekten. Die Unterstützung zur Warmwasserbereitung erfolgt über Vakuum- Röhren-Kollektoren. Auf der Flachdachfläche der Technikzentrale sind Photovoltaikmodule geplant, jeweils zur Eigennutzung des produzierten Stroms, bzw. zur Einspeisung des Überschusses in das öffentliche Stromnetz. Die Planung des Neubaus wurde mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e. V. abgestimmt. Sämtliche Zugänge werden barrierefrei ausgeführt, die Einrichtung erhält eine behindertengerechte Toilettenanlage. Die Barrierefreiheit der Obergeschosse wird durch einen Aufzug gewährleistet. An einer Wandfläche des Dachaufbaus der Technikzentrale sind Montageplätze für Nisthilfen vorgesehen. Eine Mischnutzung mit Wohnen ist nicht möglich, da die planungsrechtlichen Möglichkeiten der Grundstücksbebaubarkeit mit dem geplanten Bauvorhaben bereits ausgeschöpft sind. Schulerweiterungsbau Mit Beschluss des Rates vom 28.09.2017 (DS. Nr. 1610614EB19) wurde die Verwaltung beauftragt, eine Planung für den Ausbau der zweizügigen GGS Gotenschule um einen weiteren Zug zu erstellen. Durch Beschluss der Bezirksvertretung Bad Godesberg vom 11.12.2019 wurden Planungsmittel für den Schulerweiterungsbau in Höhe von 150.000 € für die LP 1 und 2 freigegeben (vgl. 190762) und die Zusammenführung der Maßnahmen ab LP 4 beschlossen. Da beide Maßnahmen auf dem gleichen Areal realisiert werden, lassen sich sowohl beim Planungsprozess, als auch bei der Umsetzung der bisher separat geplanten Maßnahmen erhebliche Synergieeffekte erzielen, wenn beide Einzelmaßnahmen als eine gemeinsame Maßnahme fortgeführt werden (Reduzierung des Planungsaufwands, der Gesamtbaukosten, schnellere Errichtung des Schulerweiterungsbaus etc.). Insbesondere vor dem Hintergrund der stetig steigenden Schülerzahlen an dieser Grundschule wurden daher die Leistungsphasen 1 bis 2 des Schulerweiterungsbaus beauftragt und beide Maßnahmen ab der Leistungsphase 3 zusammen fortgeführt, um den gesetzlichen Anspruch auf Bereitstellung erforderlicher Schulplätze schnellstmöglich entsprechen zu können. Beschreibung der Baumaßnahme: Die Schulerweiterung wird als nicht unterkellerter dreigeschossiger Anbau an die vorbeschriebene Turnhalle errichtet. Im EG befindet sich eine zentrale, über alle Geschosse reichende, Halle mit innenliegender zentraler Treppenanlage und einem Glasdach. Von der Halle aus werden Mensa, Küche mit ihren Nebenräumen, Hausmeisterloge, Stuhllager und WC-Anlagen erschlossen, die Obergeschosse über die Treppenanlage. Die Nutzung des Aufzuges der Turnhalle ist auch für diesen Bauteil gewährleistet. Im 1. OG befinden sich drei Tages- (Klassen-), zweiSeite 3 von 6 Seite 4 Diffenzierungsräume, ein Lehrmittelraum und WC-Anlagen. Das 2.OG umfasst die Schulverwaltungsräume (Sekretariat, Schulleitung, stellvertretende Schulleitung, OGS-Büro, Teamraum (Lehrerzimmer), Besprechungsraum, Sanitätsraum, Teeküche, Serverraum und WC-Anlagen. Als Dachaufbau befindet sich eine Einhausung für Lüftungskanäle. Wie bei der Turnhalle werden Fundamentierung, Bodenplatte und Wände aus feuer- und schallschutztechnischen Gründen in Stahlbeton und Mauerwerk, Treppenläufe in Stahlbeton erstellt. Die Fassaden erhalten vorgehängte Verkleidungen, Faserzementplatten im EG, und den OG´s farblich behandelter Holzschalung aus zertifizierter Forstwirtschaft. Das Flachdachtragwerk besteht aus Stahlbeton mit bituminöser Abdichtung. Das Flachdach wird extensiv begrünt und erhält Photovoltaikmodule. Tragende Innenwände werden aus Stahlbeton und Mauerwerk, nichttragende aus Mauerwerk und Trockenbauweise erstellt, Treppenläufe in Stahlbeton. Die Fensteranlagen bestehen aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen und Lüftungsflügel. Der Sonnenschutz wird über einen außenliegenden Textilscreen gewährleistet. Die Bemessung der Wärmedämmung der einzelnen Bauteile erfolgt auf Grundlage der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) mit energetischen Verbesserungsmaßnahmen zur Erlangung der Anforderungen an den KfW55- Energiestandard. Halle, Treppenläufe, Flure und Mensa erhalten einen Betonwerksteinboden, im Mensabereich beheizt, Stuhllager, Hausmeisterloge, Küche, Neben- und Sanitärräume erhalten einen Fliesenbodenbelag. Im 1. und 2.OG sind in den Tages-, Differenzierungs- und Verwaltungsräumen Kautschukbeläge, in Sanitärräumen Fliesen vorgesehen. Die glatten Wandoberflächen wie Sichtbeton, Mauerwerk und Trockenbauwände werden teilweise farbig beschichtet. Die Decken werden als reversierbare Rasterdecke mit glattem Randfries abgehängt. Die Erzeugung von Wärme und Warmwasser erfolgt über Anlage der Turnhalle, Lüftungsanlagen verfügen über eine Wärmerückgewinnung. Die Auswahl sämtlicher haustechnischen Armaturen und Ausstattungsgegenstände erfolgt unter Berücksichtigung energie- und ressourcensparenden Aspekten. Das Regenwasser der Turnhalle, der Erweiterung und der Bestandsgebäude werden auf dem eigenen Grundstück über eine Rigole versickert und dem Grundwasser zugeführt. Auf der Flachdachfläche sind Photovoltaikmodule geplant, jeweils zur Eigennutzung des produzierten Stroms, bzw. zur Einspeisung des Überschusses in das öffentliche Stromnetz. Die Planung des Schulanbaus wurde auch hier mit der Behinderten- Gemeinschaft Bonn e. V. abgestimmt und entsprechend beplant, Zugänge barrierefrei mehrere behindertenfreundliche Toilettenanlagen und der Aufzug, der die Obergeschosse anfährt.Seite 4 von 6 Seite 5 Der Mensa vorlagert, und von dieser direkt zugänglich, ist eine Außenterrasse geplant. Die Außenanlagen werden naturnah mit einheimischen Bäumen, Sträuchern und Stauden angelegt. Die vorhandenen Spielgeräte werden mit zusätzlichen ergänzt. Eine Mischnutzung mit Wohnen ist nicht möglich, da die planungsrechtlichen Möglichkeiten der Grundstücksbebaubarkeit mit dem geplanten Bauvorhaben bereits ausgeschöpft sind. Der Baubeginn ist in der 26. KW mit der Ausführung der Rigole geplant. Die Erdarbeiten sollen mit der 33. KW, die Rohbauarbeiten mit der 36. KW 2021 starten. Finanzierung Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 11,709 Mio. €. In den Gesamtkosten ist ein Risikozuschlag in Höhe von 10% und die Baukostensteigerung von 4% pro Jahr berücksichtigt. Der Finanzbedarf in Höhe von 11,709 Mio. € soll über ein Förderdarlehen der KFW-Bank sowie den Programmen „Kommunal Invest“ und „Kommunal Invest Plus“ der NRW-Bank finanziert werden. Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude der KFW-Bank (ab 01.07.2021) sieht bei Neubauten im KWF-55 Standard ein Tilgungszuschuss in Höhe von 15% vor. Der Zinssatz für das Förderdarlehen wird voraussichtlich negativ sein. Die Finanzierungssumme ist auf 2.000 Euro pro m2 Nettogrundfläche begrenzt. Somit können 5,418 Mio. € über dieses Programm finanziert werden. Der weitere Finanzbedarf in Höhe von 6,291 Mio. € wird voraussichtlich jeweils zur Hälfte aus den Programmen „Kommunal Invest“ und „Kommunal Invest Plus“ der NRW-Bank finanziert. Aufgrund der vorläufigen Haushalsführung im Jahr 2021 gemäß § 22 GO NRW erfolgt der bauliche Beginn der Maßnahme frühestens nach Genehmigung des Haushalts 2021/2022. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.01 Innere Verwaltung 1.01.29 Gebäudemanagement Bonn Investive Kosten der Maßnahme (Investitionskosten im Vermögensplan) Auszahlungen Betrag Projektauftrag / Sachkonto Veranschlagt im WPL Davon noch bereitzustellen Deckung Gotenschule 3.696.000 604300 2021 4.892.000 604300 2022 3.121.000 604300 2023 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo 11.709.000 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich kalkulatorische Kosten XSeite 5 von 6 Seite 6 (Folgekosten) Konsumtive Kosten der Maßnahme (Aufwandskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung) X Auszahlungen/Aufwendungen Betrag Projektauftrag / Sachkonto Veranschlagt im WPL Davon noch bereitzustellen Deckung Bauunterhaltung(1,2%) 140.508 604400 Betriebskosten (Strom,…) 59.892 600100 Abschreibungen(80Jahre) 146.361 650000 Zinsen(1,5%) 175.633 660000 Einzahlungen/Erträge 0 Haushaltsbelastung jährlich 522.393 Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:48 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de