210413 · Beschlussvorlage
Neuausrichtung der Angebote des oneworld-Projektes in Bad Godesberg
Kerndaten
- Nummer
- 210413
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 29.03.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Beschlussvorlage öffentlich 210413 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Neuausrichtung der Angebote des oneworld- Projektes in Bad Godesberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 13.04.2021 Anhörung Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 15.04.2021 Empfehlung Rat 06.05.2021 Entscheidung Beschlussvorschlag In Abänderung des Beschlusses zum Freizeitstättenbedarfsplan (Ziffer 1.1.3 der DS-Nr.: 1513731EB22) werden die für den Einsatz im oneworld mobil vorgesehenen 1,0 Fachkraftstellen rückwirkend zum 01.01.2021 zusätzlich im oneworld café für hinausreichende Angebote eingesetzt. Die Fachkraftstellen im oneworld café betragen somit 3,0 Fachkraftstellen (2,0 Fachkraftstellen für den Einsatz im Café, 1,0 Fachkraftstelle für hinausreichende Arbeit). Das Angebot oneworld mobil wird nicht als eigenständige Einrichtung fortgeführt. Begründung Die inhaltliche Neuausrichtung der Angebote der Offenen Jugendarbeit des oneworld-Projektes in gemeinsamer Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH und der CJG Hermann-Josef-Haus aufgrund veränderter Bedarfe erfordert eine Änderung des Beschlusses zum Freizeitstättenbedarfsplan (DS-Nr: 1513731EB22). Dieser sah bislang die Förderung des oneworld cafés mit 2,0 Fachkraftstellen (davon 0,5 Fachkraftstellen für hinausreichende Arbeit) und von oneworld mobil eine Förderung von 1,0 Fachkraftstellen jeweils als eigenständige Einrichtungen der mobilen Jugendarbeit vor. Im Rahmen des Wirksamkeitsdialoges werden zwischen den Fachkräften des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, den pädagogischen Fachkräften und den Trägervertreterinnen des oneworld cafés und des oneworld mobils regelmäßige Gespräche zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit geführt. Hierbei wurde deutlich, dass die mobile Jugendarbeit der Einrichtung mit verlässlichen (d.h. über einen längeren Zeitraum festen Einsatzorten des Mobils) an den vorgegebenen und möglichen Standorten nur wenige Besucherinnen und Besucher erreichen konnte. Trotz verschiedenerSeite 1 von 2 Seite 2 konzeptioneller Anpassungen sowie Standortwechsel blieb der Erfolg im Wesentlichen aus. In einem Trägergespräch im März dieses Jahres wurde daher zwischen den Trägern und der Verwaltung abgestimmt, die hinausreichende Arbeit des Cafés auszuweiten und in diesem Zusammenhang die Arbeit von oneworld mobil einzustellen. Hinausreichende Jugendarbeit ist eine Angebotsform der Offenen Jugendarbeit. Sie erreicht Kinder und Jugendliche niederschwellig und unmittelbar an ihren (informellen) Treffpunkten im Lebens- und Sozialraum und somit früher als in der klassischen, stationären Offenen Jugendarbeit. Zentrale Aufgabe der hinausreichenden Jugendarbeit ist ein Kontaktaufbau zu Cliquen und Gruppen im Bezirk, die Angebote der stationären Jugendeinrichtungen aus unterschiedlichen Gründen nicht oder nur selten wahrnehmen. Gleichzeitig wird der Bezug zu dem bereits vorhandenen, offenen Angebot der Einrichtung der Offenen Jugendarbeit hergestellt, in dem die Jugendlichen ein breit gefächertes pädagogisches (Freizeit-)Angebot nutzen können. Mobile Jugendarbeit wie oneworld mobil dagegen ist eine Sonderform der stationären Offenen Jugendarbeit, die in einer mobilen Einrichtung (z.B. einem Wohnmobil, umgebauten Linienbus oder einem ausgebauten Anhänger) heraus angeboten wird. Nach einem festen „Fahrplan“ werden zuvor festgelegte Standorte zu festen Zeiten angefahren. Das Mobil ersetzt dabei das Gebäude einer stationären Einrichtung der Offenen Jugendarbeit. Für den in der Offenen Jugendarbeit wichtigen Beziehungsaufbau zur gewünschten Zielgruppe sind verlässliche Einsatzzeiten wichtig, so dass Standorte und Angebotszeiten über einen längeren Zeitraum konstant bleiben sollen. Das erweiterte Angebot der hinausreichenden Jugendarbeit bietet im konkreten Fall des oneworld-Projektes also, wie von den beiden Trägern gewünscht, eine größere Flexibilität und bessere Anpassbarkeit an sich schnell ändernde Bedarfe. Die pädagogischen Fachkräfte sollen sozialraumübergreifend in den Bereichen Rüngsdorf, Rheinaue, Rheinufer, Panoramapark, Kurpark aufsuchend tätig werden. Die inhaltliche Neugestaltung erfordert eine konzeptionelle Anpassung des Einrichtungskonzeptes des oneworld cafés gemäß den Regelungen des Rahmenkonzeptes für die Offene Jugendarbeit in Bonn. Die bedarfsorientierte, flexible hinausreichende Arbeit muss in diesem Zusammenhang beschrieben werden. Mit der konzeptionellen Neuausrichtung entspricht der Umfang der Fachkraftstellen für den Träger und für den Stadtbezirk Bad Godesberg auch weiterhin den Empfehlungen des Freizeitstättenbedarfsplanes. Beide Träger haben dem Vorschlag der Verwaltung im Vorfeld zugestimmt. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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