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210401 · Beschlussvorlage

Forschungsbau CSCP am Unicampus Poppelsdorf – Befreiung von den Regelungen des städtebaulichen Vertrages zum Bebauungsplan 7621-54

Nummer
210401
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
14.04.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 18.05.2021 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 27.04.2021 Empfehlung
  3. Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW 06.05.2021 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
210401
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Forschungsbau CSCP am Unicampus Poppelsdorf
– Befreiung von den Regelungen des
städtebaulichen Vertrages zum Bebauungsplan
7621-54
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 27.04.2021 Empfehlung
Rat 06.05.2021 Entscheidung
Bezirksvertretung Bonn 18.05.2021 Anhörung
Beschlussvorschlag
(vorbehaltlich der Anhörung der BV Bonn am 18.05.2021)
Dem Antrag der Universität Bonn auf Befreiung von der Verpflichtung zur
Durchführung eines Planungswettbewerbes für die Errichtung eines
Forschungsbaus „Zentrum für Nachhaltige Pflanzenproduktion / Centre for
Sustainable Crop Production (CSCP)“ am Campus Poppelsdorf sowie dem
Verfahrensvorschlag zur Sicherstellung der städtebaulich, architektonischen
Qualität wird zugestimmt.
Begründung
Bereits heute ist im Bereich des Campus Poppelsdorf das Exzellenzcluster
„PhenoRob“ der Universität Bonn untergebracht, welches sich mit Robotik und
Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion beschäftigt.
In diesem Zusammenhang beabsichtigen die Universität Bonn in
Zusammenarbeit mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als
Bauherrin die Errichtung eines Forschungsbaus „Zentrum für Nachhaltige
Pflanzenproduktion / Centre for Sustainable Crop Production (CSCP)“
(Forschungsprogrammatik siehe Anlage). Ein entsprechender Förderantrag für
die Förderphase 2024 wurde am 28.02.2021 bereits eingereicht. Die
Projektkosten werden mit ca. 71,5 Mio € beziffert; die Förderquote durch das
Land NRW beträgt 90 %.
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW als Fördergeberin weist in
diesem Zusammenhang darauf hin, dass Forschungsbauten in Gebieten mit
der Auflage zur Durchführung von Hochbauwettbewerben generell nicht
berücksichtigt werden können, da der mit der Abwicklung eines geförderten
Forschungsbaus verbundene enge Zeitplan in der Regel nicht mit den für einenSeite 1 von 6
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Planungswettbewerb erforderlichen Verfahrensschritten vereinbar ist.
Das durch die Universität und BLB identifizierte Baufeld für das o.g. Vorhaben
wurde im Bereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes 7621-54, zwischen
Katzenburgweg und Karlrobert-Kreiten-Straße identifiziert (siehe Anlage)
Dieses ist das letzte verbleibende Grundstück in ausreichender Größe am
Campus Poppelsdorf. Für die Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen der
Landwirtschaft, aber auch die übergreifende Zusammenarbeit mit weiteren
Instituten an dem Standort ist es optimal und alternativlos.
Gemäß den Regelungen des städtebaulichen Vertrages zu o.g. Bebauungsplan
zwischen Stadt Bonn, der Universität Bonn und dem BLB NRW sind jedoch
hochbauliche Qualifizierungsverfahren, d.h. Planungswettbewerbe im Rahmen
der baulichen Entwicklung der einzelnen Baufelder durchzuführen.
Eine Öffnungsklausel ermöglicht, dass von der Durchführung von
Architektenwettbewerben abgesehen werden kann, sofern schwerwiegende
und vor allem wirtschaftlich nicht vertretbare Auswirkungen absehbar sind.
Vor diesem Hintergrund und Blick auf die mit der Zuwendung von Fördermitteln
verbundenen Maßgaben hat die Universität am 11. März 2021 die Befreiung
von der Pflicht zur Durchführung eines Planungswettbewerbes für das
Bauvorhaben beantragt.
Zur Sicherstellung der für den Campus Poppelsdorf gewünschten
städtebaulichen und architektonischen Qualität schlagen Universität und BLB
NRW folgende Verfahrensweise vor:
Verhandlungsverfahren ohne vorgelagerten Planungswettbewerb, mit
Lösungsvorschlägen
1. Es wird durch den BLB NRW als Bauherr ein Verhandlungsverfahren für
Planungsleistungen angestrebt (VgV-Verfahren). Die Leistungen
werden an einen Generalplaner vergeben.
2. Nach einer Bewerbungsphase werden drei geeignete Bieter um
Erarbeitung von Konzepten aufgefordert. Diese Vorschläge sollen
Lösungen darstellen zu den Themen:
- Städtebauliche Einbindung
- Architektursprache (Fassadengestaltung)
- Innere Funktionalität bzw. Darstellung der Laborkonzeption
Es wird eine Planungstiefe gemäß der HOAI-Leistungsphase 2
(Vorentwurfsplanung) angestrebt.
3. Die Zuschlagskriterien und deren Gewichtung zu den
Lösungsvorschlägen kann entsprechend festgelegt werden, so dass die
architektonische Ausbildung einen höheren bzw. gleichen Stellenwert
als das Preiskriterium hat. Es ist daher möglich, dass aufgrund der
Gewichtung der Zuschlagskriterien der Zuschlag auf ein Angebot zu
erteilen ist, welches nicht das preislich wirtschaftlichste Angebot
beinhaltet.
4. VertreterInnen der Stadt Bonn (Stadtplanungsamt, Städtebau- und
Gestaltungsbeirat, Denkmalpflege) wird die Möglichkeit eingeräumt, ihre
Sichtweise auf die vorgelegten Entwurfsansätze im Rahmen des
Bewertungsgremiums einzubringen. Diese Anmerkungen werden durchSeite 2 von 6
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die Empfehlungskommission aufgenommen und berücksichtigt werden.
5. Die Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes sowie im
städtebaulichen Vertrag gesicherten gestalterischen und technischen
Vorgaben fließen als Maßgaben in die Aufgabenstellung ein. Zudem
werden im Vorfeld der Auslobung ggf. weitere Mindest- und
Gestaltungskriterien als Rahmenbedingungen für die vorzulegenden
Konzepte in Abstimmung zwischen Stadt Bonn und dem BLB NRW
festgelegt.
Das vorgeschlagene Verfahren wird dem Städtebau- und Gestaltungsbeirat am
27. April 2021 zur Beratung vorgelegt. Hierbei soll auch die Einbindung von
Vertreterinnen des Beirates in das Verfahren bestimmt werden.
Universität Bonn und BLB NRW sagen zu, der Verpflichtung zur Durchführung
von Architektenwettbewerben auf den verbleibenden Baufeldern
nachzukommen. Hierfür sind Planungswettbewerbe (Hochbau) gemäß den
Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW) vorgesehen.
Anlage/n
1 Beschreibung und Lage des Forschungsbaus (öffentlich)Seite 3 von 6
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Maßstab 11:: 22550000 Datum:: 2244..0033..22002211
110000 mSeite 6 von 6

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Datenstand: 02.11.2026, 19:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de