← Vorlagen

210400 · Mitteilungsvorlage

Regionales Übergangsmanagement in der Region Bonn / Rhein-Sieg – Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf NRW (KAoA)“ – Bericht zur Umsetzung, Stand Januar 2021

Nummer
210400
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
29.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Schulausschusses 14.04.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 15.04.2021 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 21.04.2021 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 1,4 MB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (33.224 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
210400
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
40 Schulamt
Dezernat:
Dez. V
Regionales Übergangsmanagement in der Region
Bonn / Rhein-Sieg – Landesvorhaben „Kein
Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule –
Beruf NRW (KAoA)“ – Bericht zur Umsetzung,
Stand Januar 2021
Beratungsfolge
Schulausschuss 14.04.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 15.04.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
21.04.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Stadt Bonn nimmt seit dem Jahr 2012 am Landesvorhaben „Kein
Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf NRW (KAoA)“ teil. Darin
wird die seit dem Jahr 2008 erfolgreich etablierte Zusammenarbeit mit dem
Rhein-Sieg-Kreis im Themenfeld „Regionales Übergangsmanagement
Bonn/Rhein-Sieg“ fortgesetzt und intensiviert. Das regionale Netzwerk pflegt in
seinen beiden Arbeitsebenen in Strategiegruppe und Regionalem
Steuerungsgremium eine zielorientierte und über mehr als 10 Jahre stabile,
gewachsene vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Aufgrund der pandemischen Lage durch Corona wurden in 2020 einige
Standardelemente der Landesinitiative landesweit ausgesetzt und konnten
dann unter veränderten Rahmenbedingungen (hier insbesondere durch digitale
Formate) teilweise wieder aufgegriffen werden.
An dieser Stelle der Hinweis auf das neue Handbuch des Ministeriums für
Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW zur Umsetzung der
Standardelemente und Angebote im Rahmen von KAoA; es steht kostenlos
zum Download bereit: https://www.mags.nrw/broschuerenservice (Suchbegriff
z.B. „Kein Abschluss ohne Anschluss“).
Für die Landesinitiative KAoA liegt eine Finanzierungszusage des Landes im
bisherigen Umfang bis 31.12.2021 vor.
Anlage/nSeite 1 von 15

Seite 2
1 Jahresbericht_2020 (öffentlich)Seite 2 von 15

Bericht zur Umsetzung der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“
in der Bundesstadt Bonn
Stand: Januar 2021Seite 3 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 1 von 12
1. Grundstruktur der Landesinitiative
Aufbauend auf dem im Jahr 2008 zwischen der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis sowie bedeutenden
Akteuren der Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung1 geschlossenen Vertrag zum „Regionalen
Übergangsmanagement Schule-Beruf“ hat sich die Stadt Bonn zusammen mit dem Rhein-Sieg-Kreis im
Jahr 2012 dem Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“
angeschlossen.
Die Umsetzung des landesweiten, verbindlichen Übergangssystems erfolgt in vier Handlungsfeldern:
 Systematisierung der Beruflichen Orientierung an Schulen
 Systematisierung des Übergangs von der Schule in den Beruf und/oder das Studium
 Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung
 Kommunale Koordinierung des Übergangssystems Schule-Beruf
Ziel ist es, mithilfe einer systematischen und geschlechtersensiblen Beruflichen Orientierung,
Jugendliche darin zu unterstützen, reflektierte Berufs- und Studienwahlentscheidungen zu treffen und
realistische Ausbildungsperspektiven zu entwickeln. Dazu wurden sogenannte Standardelemente der
Beruflichen Orientierung entwickelt, die beginnend mit dem Schuljahr 2013/2014 ab der Klasse 8 von
den ersten städtischen weiterführenden Schulen umgesetzt werden.
Teilnehmende Schulen
Seit dem Schuljahr 2016/2017 nehmen alle öffentlichen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend² an
der Landesinitiative teil. Schulen in privater Trägerschaft können sich der Initiative auf Antrag
anschließen. Zu den derzeit 37 teilnehmenden Schulen zählen alle 29 städtischen allgemeinbildenden
Schulen, vier Berufskollegs sowie drei Schulen in privater Trägerschaft und eine Schule in der
Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Auf Grund der Teilung einer Förderschule in zwei separate Förderschulen ergibt sich im Vergleich zum
Vorjahr eine höhere Anzahl der teilnehmenden Schulen.
Da Schulen in privater Trägerschaft nicht zur Teilnahme verpflichtet werden können, wird trotz einer
insgesamt breiten Beteiligung ein relativ großer Teil insbesondere der Bonner Gymnasialschüler*innen
nicht erreicht: Sieben von neun privaten Gymnasien nehmen nicht an KAoA teil. Perspektivisch hat ein
weiteres Gymnasium sein Interesse zur KAoA Teilnahme mitgeteilt.
Steuerungsstruktur
Die bereits im Rahmen des „Regionalen Übergangsmanagements Schule-Beruf“ geschaffene
institutionenübergreifende Verantwortungsgemeinschaft der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises
wird mit der Umsetzung der Landesinitiative weiter ausgebaut. Kernelement ist das zweimal jährlich
tagende Regionale Steuerungsgremium sowie eine daraus gebildete kleinere Strategiegruppe.
1 IHK Bonn/Rhein-Sieg, Handwerkskammer zu Köln, Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, Jobcenter Bonn, Jobcenter Rhein-
Sieg, Deutscher Gewerkschaftsbund
² Auf Grund der Corona-Pandemie in 2020 wurde die verpflichtende Umsetzung der KAoA Standardelemente zeitweise
ausgesetzt.Seite 4 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 2 von 12
Kontinuierliche Abstimmungskontakte auf den Arbeits- und Leitungsebenen garantieren eine im
regionalen Konsens stattfindende Umsetzung von KAoA.
Aufgrund der Corona-Pandemie und der sich daraus ergebenden einschränkenden Maßnahmen hat
das Steuerungsgremium mit seinen über 40 Mitgliedern im Schuljahr 2019/2020 nur einmal
stattgefunden. Die Strategiegruppe traf sich in diesem Zeitraum mit weniger Teilnehmer*innen einmal
in Präsenzform und des Weiteren in einem Webmeeting. Das digitale Format wird bei der
Strategiegruppe im laufenden Jahr beibehalten.
Seit Juni 2018 ist die Stabstelle Integration im Steuerungsgremium vertreten und seit 2019 nehmen
auch die KAoA-Regionalkoordinatoren (von der Bezirksregierung benannte Lehrkräfte, die für die
curriculäre Umsetzung von KAoA zuständig sind) teil. Eine Übersicht aller beteiligten Institutionen ist
dem Bericht beigefügt.
2. Standardelemente der Beruflichen Orientierung
Potenzialanalyse
Die Potenzialanalyse ist der erste Baustein im schulischen Prozess der Beruflichen Orientierung. Sie ist
ein eintägiges stärken- und handlungsorientiertes Testverfahren in der Klasse 8, das schulische
Basiskompetenzen sowie methodische, personale und soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten der
Schüler*innen im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt ermittelt. Seit Beginn des Schuljahres
2018/2019 haben Schüler*innen mit festgestelltem Förderbedarf die Möglichkeit, an einem
zweitägigen Testverfahren teilzunehmen. Um die Qualität der Potenzialanalysen sicherzustellen,
findet jeweils zum Ende jedes Schuljahres neben der flächendeckenden Evaluation von Seiten des
Landes eine regionale Auswertung mit Beteiligung der Bildungsträger und Vertretern aller Schulformen
statt.Seite 5 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 3 von 12
Die Potenzialanalyse wird zu 100% aus Landesmitteln mit Unterstützung aus dem Europäischen
Sozialfonds finanziert. Im Rahmen eines zentralen Vergabeverfahrens durch die Landes-
Gewerbeförderungsstelle des NRW Handwerks e.V. (LGH) wurden für die Schuljahre 2019/2020 bis
2022/2023 zwei regionale Bildungsträger mit der Durchführung der Potenzialanalysen an Bonner
Schulen beauftragt.
Im Schuljahr 2019/20 fanden alle Durchführungszeiten für die Potenzialanalyse noch vor dem
Ausbruch der Covid-19 Pandemie in Deutschland statt, so dass es dahingehend keine Einschränkungen
gab und rund 2.750 Schüler*innen erreicht werden konnten.
Aber auch im laufenden Schuljahr nehmen in Bonn bis zu 2.800 Schüler*innen – unter Einhaltung aller
pandemiebedingten Schutzvorkehrungen – und mit angepassten Rahmenbedingungen in Präsenzform
teil.
Berufsfelderkundungen
Aufbauend auf den Ergebnissen der Potenzialanalyse erhalten die Schüler*innen der Klasse 8 die
Möglichkeit, im Rahmen von drei ganztägigen Betrieblichen Berufsfelderkundungen in Unternehmen
oder bei öffentlichen Arbeitgebern drei Berufsfelder praxisnah kennenzulernen, um eine realistische
Vorstellung von den Anforderungen im Betriebspraktikum, in der Ausbildung und im Berufsleben zu
entwickeln. Zur Vermittlung der Berufsfelderkundungsplätze wurde ein regionales Buchungsportal
entwickelt, welches im Schuljahr 2019/2020 insgesamt 664 Unternehmen und Institutionen
registrierte: https://berufsorientierung-bonn-rhein-sieg.ontavio.de/login.php.
Bedingt durch die Pandemie konnte im Schuljahr 2019/20 nur das erste Halbjahr für die Berufsfeld-
erkundungen (BFE) wahrgenommen werden. Die BFE-Zeiträume im April und Juni mussten abgesagt
werden, so dass keine Kennzahlen für dieses Schuljahr vorliegen.
Die betrieblichen Angebote werden durch eintägige Trägergestützte Berufsfelderkundungen und im
Schuljahr 2019/20 erstmals auch durch dreitägige Trägergestützte Berufsfelderkundungen in
Werkstätten überbetrieblicher Berufsbildungsstätten ergänzt. Im Schuljahr 2019/2020 wurden in der
Region Bonn/Rhein-Sieg bei drei unterschiedlichen Bildungsträgern Kurse in zwölf Berufsfeldern
angeboten. Bis zum 16.03.2020, dem Tag, an dem die Schulen NRW weit bedingt durch die Covid-19
Pandemie geschlossen wurden, nahmen insgesamt 68 Bonner Schüler*innen die dreitägigen
trägergestützten und sechs Schüler*innen die eintägigen Angebote wahr. Alle weiteren Kurse des
Schuljahres 2019/20 mussten abgesagt werden.
Betriebspraktika
Über ein in der Regel zwei- bis dreiwöchiges verbindlich durchgeführtes Betriebspraktikum in der
Klasse 9 oder 10 lernen die Schüler*innen die Berufswelt über einen längeren Zeitraum anhand von
definierten Aufgaben unmittelbar kennen. Neben den Vermittlungsangeboten der Kammern werden
Praktikumsplätze auch über das Regionale Berufsfelderkundungsportal angeboten. Viele Bonner
Schulen haben bereits im 1. Schulhalbjahr Praktika durchgeführt. Demzufolge betraf die Absage der
Praktika bedingt durch die Schulschließungen im Lockdown nur einen Teil der Bonner Schüler*innen.
Die Schüler*innen, die im Schuljahr 2019/20 kein Praktikum absolvieren konnten und sich noch nicht
in der Abgangsklasse befanden, dürfen im nächsten Schuljahr – sofern möglich – das Praktikum
absolvieren.Seite 6 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 4 von 12
Praxiskurse
Schüler*innen, die sich in einem Berufsfeld zusätzlich praktisch erproben möchten, können in der
Jahrgangsstufe 9 und 10 an Praxiskursen teilnehmen. Diese Praxiskurse vermitteln vertiefende
Einblicke in einzelne Berufsfelder bzw. berufliche Tätigkeiten. Sie finden in Gruppen von 8-15
Schüler*innen bei ausgewählten Bildungsträgern der Region statt. Im Schuljahr 2019/2020 wurden in
der Region insgesamt 33 Kurse in elf Berufsfeldern geplant. Bis zu den Schulschließungen im März
konnten jedoch nur 34 Schüler*innen vier Praxiskurse wahrnehmen.
Ein von den kommunalen Koordinierungen und den Bildungsträgern gemeinsam entwickelter Flyer zur
Bewerbung der abwechslungsreichen Praxiskurs-Angebote wurde in den Schulen verteilt und von den
Koordinator*innen für Berufliche Orientierung erfolgreich als Arbeitsmittel eingesetzt.
Langzeitpraktikum
Ergänzend zum Betriebspraktikum und zu den Praxiskursen bietet das Langzeitpraktikum
ausgewählten Schüler*innen im letzten Pflichtschuljahr die Möglichkeit, bei fachlichem und
individuellem Unterstützungsbedarf einen direkten Übergang von der Schule in eine Ausbildung zu
erreichen. In Form eines freiwilligen Praxistages pro Woche erhalten die Schüler*innen tiefgehende
Einblicke in ein Berufsfeld und die Chance, einen guten Kontakt zu einem Ausbildungsbetrieb zu
knüpfen. Das Langzeitpraktikum wird weiterhin an einer Hauptschule, einer Gesamtschule und zwei
Förderschulen umgesetzt.
Studienorientierung
Durch die Berufliche Orientierung in der Sekundarstufe II lernen die Schüler*innen mit dem Ziel der
Hochschulreife, akademische berufliche Tätigkeiten sowie die dafür notwendigen bzw. möglichen
Studienfächer exemplarisch und praxisnah kennen. Seit September 2018 stellt das Land in einem
Online Portal, dem „Sek II-Tool“, umfangreiche Workshop-Materialien für die schulische Berufliche
Orientierung zur Verfügung. Zu den weiteren Angeboten zählen Informationsveranstaltungen und
außerschulische Lernangebote der Hochschulen, Kooperationen von Schulen und Hochschulen zu
bestimmten Fachthemen, Beratungsangebote der Studienberatungsstellen der Hochschulen und der
Arbeitsagenturen sowie die Bereitstellung von Online-Self-Assessment-Tools.
Hierzu gehören beispielsweise der Studycheck der NRW Hochschulen sowie das Selbsterkundungstool
Check-U der Agentur für Arbeit.
Die Hochschulen der Region sind Mitglieder des Regionalen Steuerungsgremiums und damit
kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Umsetzung des Standardelements beteiligt.
Die im Schuljahr 2017/2018 erstmals erschienene Broschüre mit allen regionalen Angeboten zur
Beruflichen Orientierung für Schüler*innen der Sekundarstufe II wurde sehr gut angenommen. Zu
Beginn des Schuljahres 2019/20 wurden 3.100 Exemplare einer dritten, aktualisierten Auflage
bedarfsorientiert an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs verteilt. Die Broschüre steht allen
Interessierten darüber hinaus auf der Homepage unter https://www.berufsorientierung-bonn-rhein-
sieg.de/fileadmin/user_upload/Studienorientierung/Broschuere_Studieninfo_3._Auflage_15x15cm_
RZ_final.pdf zur Verfügung.Seite 7 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 5 von 12
Beratung an Schulen, Portfolioinstrument „Berufswahlpass NRW“
In Beratungsgesprächen der Agentur für Arbeit werden die Schüler*innen in Zusammenarbeit mit
Lehrkräften und Fachkräften der Schulsozialarbeit spätestens ab der Klasse 9 systematisch im Prozess
ihrer Beruflichen Orientierung unterstützt. Für allgemeinbildende Schulen werden darüber hinaus
mindestens zwei berufsorientierende Veranstaltungen verbindlich angeboten.
Begleitend verwenden alle Schüler*innen ab der Klasse 8 ein Portfolioinstrument: Die Stadt Bonn hat
sich für die einheitliche Verwendung des Berufswahlpasses NRW entschieden. Das Portfolioinstrument
bietet Schüler*innen die Möglichkeit, den Weg ihrer Beruflichen Orientierung zu dokumentieren und
zu reflektieren, Informationen zusammenzustellen und damit ihre Berufliche Orientierung zunehmend
selbstverantwortlich zu gestalten.
Für Schüler*innen mit entsprechendem Bedarf, insbesondere im Gemeinsamen Lernen und an
Förderschulen, werden außerdem der Berufswahlpass NRW in Leichter Sprache und für neu
zugewanderte Jugendliche der Berufswahlpass NRW in sprachentlasteter Form angeboten und auch
gerne genutzt.
Mit der Teilnahme an der Potenzialanalyse wird auch die Herausgabe des Berufswahlpasses NRW für
alle Schüler*innen über Landesmittel finanziert.
Im ersten Schulhalbjahr 2018/2019 fand ein regionaler Qualitätszirkel zum Thema „Schulische
Beratung in der Beruflichen Orientierung“ statt. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Rollen- und
Aufgabenverteilung der unterschiedlichen Beratungskräfte an Schulen. Hierzu wurde in der zweiten
Hälfte des Schuljahres 2019/2020 ein Reader zur schulischen Beratung zur Verfügung gestellt. Der
Reader dient einer praxisnahen Orientierung und der Unterstützung für Lehrkräfte ab der achten
Klasse und wurde sowohl postalisch als auch in digitaler Form auf www.bo-brs.de bereitgestellt. Eine
geplante Kick-Off Veranstaltung zur Bewerbung des Readers musste aufgrund der Pandemie abgesagt
werden. Alternativ wurden die Schulen und Lehrkräfte mithilfe einer detaillierten Power Point
Präsentation über die Inhalte informiert. Auch diese ist auf der regionalen Homepage abrufbar.
Koordinierte Übergangsgestaltung/Anschlussvereinbarung, Übergangsbegleitung
Die koordinierte Übergangsgestaltung ist ein Prozess, bei dem die Jugendlichen ihre bis dahin
vorliegenden Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Beruflichen Orientierung bilanzieren. In einer
Anschlussvereinbarung zwischen den Jugendlichen, Lehrkräften, der Berufsberatung und ggf. weiteren
Partnern (z.B. Jugendhilfe) werden die individuellen Entscheidungen und weiteren Schritte der
Jugendlichen dokumentiert, die zu der angestrebten, tragfähigen beruflichen Perspektive führen
sollen. Die Anschlussvereinbarung soll erstmals in der Vorabgangsklasse ausgefüllt (i.d.R. Jg. 9/2. HJ)
und bis zum Übergang in eine Ausbildung oder in ein Studium fortgeschrieben werden. Seit dem
Schuljahr 2017/2018 steht das Formular der Anschlussvereinbarung auch in leichter Sprache zur
Verfügung.
Zu Beginn des 10. Schulbesuchsjahres stehen der Kommunalen Koordinierung kumulierte Daten auf
Basis der Anschlussvereinbarungen in einer anonymisierten Übersicht im Eckdaten-Online-Portal
(EckO) zur Verfügung.Seite 8 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 6 von 12
Sie sollen künftig als Grundlage für die Steuerung ziel- und passgenauer Angebote im
Übergangsbereich dienen. Für den Sekundarbereich II sind die Eintragungen in das EckO-Portal seit
dem Schuljahr 2019/2020 nicht mehr verbindlich.
Jugendlichen, die einer besonderen Übergangsbegleitung bedürfen, stehen in Bonn unterschiedliche
Angebote zur Verfügung:
 Projekt „Förderung der Ausbildungsreife“ der Beratungsstelle der Jugendberufshilfe des
Amtes für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Schulamt an sieben Schulen
 Berufseinstiegsbegleitung in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit
und dem ausführenden Bildungsträger lernen fördern
 Angebote der Schulsozialarbeit
 Angebote des Integrationsfachdienstes Bonn/Rhein-Sieg sowie der Intra gGmbH
 Ehrenamtliche Patenmodelle, z.B. Senior Experten Service Bonn
Elternarbeit
Um Eltern für ihre unterstützende Rolle bei einer stärkenorientierten Beruflichen Orientierung zu
sensibilisieren und für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen, werden sie frühzeitig und systematisch in
den Prozess einbezogen. Beginnend mit dem Elterninformationsabend im Rahmen der
Potenzialanalysen sollen Eltern ab der Jahrgangsstufe 8 regelmäßig über die Angebote im Bereich der
Beruflichen Orientierung informiert werden und die Gelegenheit erhalten, an individuellen
Beratungsangeboten teilzunehmen (z.B. Auswertungsgespräche Potenzialanalyse, Ausfüllen der
Anschlussvereinbarungen, Berufsberatung der Agentur für Arbeit an der Schule).
Seit Juni 2018 haben Eltern die Möglichkeit, sich auf einer eigens für Eltern eingerichteten Seite der
regionalen Homepage für Berufliche Orientierung (www.bo-brs.de) über das vielfältige regionale
Angebot zu informieren. Darüber hinaus wird, angelehnt an das Kölner Modell, an der Entwicklung
einer Bonner Broschüre für Eltern gearbeitet. Bedingt durch die Pandemie ist eine Veröffentlichung
der begleitenden Broschüre für Eltern im Jahr 2021 geplant.
Qualitätsentwicklung, Erfahrungstransfer und Qualifizierung
Für die Koordinator*innen für Berufliche Orientierung der Schulen (StuBOs) werden regelmäßig
schulformbezogene Arbeitskreise sowie themenbezogene Informations- und Austausch-
veranstaltungen angeboten. Die Organisation und Durchführung erfolgt teilweise durch die
Kommunale Koordinierung, teilweise durch die Schulen selbst. In der zweiten Schuljahreshälfte
2019/20 haben pandemiebedingt keine Arbeitskreise stattgefunden. Erst ab der ersten
Schuljahreshälfte 2020/21 wurden Arbeitskreise in digitaler Form angeboten.
Fachliche Qualifizierungen der Koordinator*innen für Berufliche Orientierung werden regelmäßig von
den Kompetenzteams Bonn und Rhein-Sieg-Kreis durchgeführt. Darüber hinaus hat die Kommunale
Koordinierung Bonn einen Leitfaden für StuBOs entwickelt, der jedes Jahr überarbeitet und den
Schulen zur Verfügung gestellt wird. Ebenso ist er das ganze Jahr über auf der Homepage www.bo-
brs.de abrufbar.
Statt der jährlichen Informationsveranstaltung für Lehrkräfte der 8. Klasse zu KAoA musste in 2020
eine digitale Alternative kreiert werden. Eine eigens dafür eingerichtete Unterseite auf der KAoA
Homepage hat alle Lehrkräfte sowohl allgemein, aber auch spezifisch, wie z.B. zum Reader mithilfe vonSeite 9 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 7 von 12
Texten, Bildern und Präsentationen informiert. Zudem bestand ein intensiver Austausch mit StuBOs
und Lehrkräften, sowohl per Telefon als auch per E-Mail.
Um die bestehende Zusammenarbeit der beteiligten Akteure in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu stärken
und weiterzuentwickeln und die Qualität und Wirkungen der Angebote weiter zu verbessern, besteht
seit dem Jahr 2017 die Möglichkeit, Kooperations-Workshops für an der Umsetzung von KAoA
beteiligte Akteure durchzuführen. Inhaltlicher Schwerpunkt ist neben der Gestaltung des Übergangs
mit zielgerichteten Anschlussoptionen für Schüler*innen das Thema duale Ausbildung.
Eine von den Kommunalen Koordinierungen Bonn und Rhein-Sieg-Kreis gemeinsam entwickelte und
gepflegte Homepage bietet allen Beteiligten eine Übersicht sowie aktuelle Informationen zu den
Angeboten der Beruflichen Orientierung in der Region: www.bo-brs.de. Bereits im zweiten
Schulhalbjahr wurde an einer Ausschreibung für die Webpflege und -betreuung der Homepage
gearbeitet. Eine neue, umfassende Version inklusive neuem Homepagebetreiber ist für den Beginn des
Schuljahres 2021/22 geplant.
3. Kooperationen Schule-Wirtschaft
Im Sinne einer praxisorientierten Beruflichen Orientierung und einer Steigerung der Attraktivität der
dualen Ausbildung werden die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Schulen und Wirtschaft
durch verschiedene Angebote und Veranstaltungsformate gefördert. Die geplanten Veranstaltungen
konnten aufgrund der Corona-Pandemie im Kalenderjahr 2020 nicht durchgeführt werden.
Federführend organisiert durch die Kammern (IHK und HWK) findet ca. vier Mal jährlich der
Arbeitskreis Schule-Wirtschaft statt. Lokale Unternehmen erhalten hier die Gelegenheit, sich
interessierten Lehrkräften vorzustellen und auf die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in
ihrem Unternehmen hinzuweisen. Im Schuljahr 2019/20 war für den 11.03.2020 der Besuch bei rahm
– Zentrum für Gesundheit GmbH organisiert. Pandemiebedingt ist dieser Termin abgesagt worden und
es konnten in 2020 keine weiteren Unternehmen/ Betriebe im Rahmen des AK Schule-Wirtschaft
besucht werden.
Als Ausbildungsbotschafter vermitteln die Kammern Auszubildende im zweiten oder dritten Lehrjahr
an Schulen, die den Schüler*innen „auf Augenhöhe“ mit dem Peer-to-Peer Ansatz einen Einblick in die
duale Ausbildung vermitteln.
Die beruflichen Bildungslotsen werden seit diesem Schuljahr von der HWK und IHK als ergänzende
Beratungskräfte an den Schulen eingesetzt und informieren Schüler*innen über vielfältige
Ausbildungsberufe in Handwerk sowie Industrie und Handel. Zudem können die als
Ausbildungsbotschafter eingesetzten Auszubildenden für ihre Präsentationen in den Schulen von den
beruflichen Bildungslotsen vorbereitet werden.
Das Programm KURS (Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen), eine Initiative der
Bezirksregierung Köln und der Kammern (IHK und HWK), vermittelt und begleitet Lernpartnerschaften
zwischen Unternehmen und Schulen.
Zur Vertiefung wirtschaftlicher Themen ist die Kommunale Koordinierung Bonn seit dem Schuljahr
2017/2018 Mitglied im Regionalen Ausbildungskonsens.Seite 10 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 8 von 12
4. Berufswahlsiegel
Seit dem Jahr 2011 würdigen die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und die IHK Bonn/Rhein-Sieg mit
dem Berufswahlsiegel jährlich die besonderen Anstrengungen der Schulen, ihre Schüler*innen intensiv
auf ihren individuellen Start in die Ausbildung oder auf das Studium vorzubereiten. Insgesamt wurden
bisher 25 Schulen aller Schulformen in der Region Bonn/Rhein-Sieg mit dem Siegel ausgezeichnet bzw.
rezertifiziert. Aktuell haben 17 Schulen in Bonn/Rhein-Sieg ein gültiges Siegel.
Die Bewertungen und die Zuerkennung des Berufswahlsiegels obliegen einer Jury, die mit
Vertreter*innen aus Verwaltung, Schulaufsicht, Wirtschaft und Schulen besetzt ist. Zur Gewinnung
neuer Jurymitglieder wurde ein Steckbrief entwickelt, der auch auf der KAoA Homepage zu finden ist.
Das Berufswahlsiegel ergänzt die Landesinitiative KAoA.
5. Querschnittsaufgabe Inklusion
Die Angebote im Rahmen der Landesinitiative KAoA richten sich grundsätzlich an alle Schüler*innen.
Bei der Umsetzung der Standardelemente (z.B. der Potenzialanalyse) werden die besonderen
Bedürfnisse der verschiedenen Schülergruppen stets berücksichtigt. Mit trägergestützten
Berufsfelderkundungen und Praxiskursen sowie Angeboten der Übergangsbegleitung erhalten
Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf eine zusätzliche Begleitung im Prozess ihrer Beruflichen
Orientierung.
Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung,
Körperliche Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen sowie Sprache erhalten eine
systematische Berufliche Orientierung durch das Programm KAoA-STAR („Schule trifft Arbeitswelt“)
des Integrationsfachdienstes (IFD). STAR ist Teil der Landesinitiative KAoA und in seinem Aufbau an
den Standardelementen orientiert. Neben Schüler*innen der Förderschulen profitieren auch
Schüler*innen im Gemeinsamen Lernen von den STAR-Angeboten. Um Eltern von Schüler*innen im
Gemeinsamen Lernen bei der Entscheidung, an welchem Programm ihr Kind teilnehmen soll, zu
unterstützen, wird seit 2018 jährlich eine Informationsveranstaltung angeboten. In 2020 wurden die
Eltern pandemiebedingt in digitaler Weise informiert.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Akteuren (u.a. den Inklusionsbeauftragten der
Kammern und dem Netzwerk Bonn-Rhein-Sieg-FAIRBINDET), bemühen sich die Kommunalen
Koordinierungen um die Gewinnung „Inklusiver Unternehmen“, welche bereit sind, Schüler*innen mit
Unterstützungsbedarf betriebliche Berufsfelderkundungen zu ermöglichen.
6. Querschnittsaufgabe Integration
Die Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Bereich Integration ist weiterhin ein fester Bestandteil der
Landesinitiative. Insbesondere das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Bonn ist in die
Umsetzung eingebunden.Seite 11 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 9 von 12
7. „KAoA kompakt“
Für Schüler*innen, die eine Internationale Förderklasse (IFK) an einem Berufskolleg besuchen sowie
für Schüler*innen der Klasse 10, die bisher keine Erstberufsorientierung erhalten haben, wird „KAoA-
kompakt“ als eine Zusammenführung zentraler Bausteine der Landesinitiative umgesetzt. Die
Standardelemente Potenzialanalyse (zweitägig), Berufsfelderkundung und Praxiskurs werden dabei
innerhalb eines Schuljahres zusammen von einem Bildungsträger durchgeführt. Für das Schuljahr
2019/2020 meldeten drei Bonner SEK-I Schulen und drei Bonner BKs insgesamt einen Bedarf für 56
Schüler*innen. Zu einer Teilnahme an der zweitägigen Potenzialanalyse, die vom Bildungsinstitut der
Rheinischen Wirtschaft (BRW) noch bis zum 16.03.2020 durchgeführt wurde, kam es in Bonn
pandemiebedingt nicht. Daher konnten im Schuljahr 2019/20 keine Bonner Schüler*innen an den
Standardelementen von KAoA-kompakt teilnehmen.
8. Querschnittsaufgabe Gendersensibilität
Die Zeit des ersten Lockdowns im März/ April 2020 wurde von der Kommunalen Koordinierung
genutzt, um die Homepage sowie alle internen Dokumente genderneutral zu formulieren. Zudem
wurde zum Ende des Schuljahres 2019/20 Kontakt zur Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bonn
aufgenommen. Eine intensive Zusammenarbeit, auch mit regionalen Vereinen, ist für das 2. Halbjahr
im SJ 2020/21 geplant.
9. Kommunale Koordinierung KAoA
Die Kommunale Koordinierung steht mit allen für das Übergangssystem relevanten Akteuren in engem
Austausch und wird ihnen gegenüber initiativ, damit Zielsetzungen und Absprachen bezüglich der
Transparenz und Zusammenarbeit zwischen den Partnern getroffen, Schnittstellen verbessert und
Entwicklungsprozesse angestoßen werden. Gemeinsam mit den Partnern verabredet sie, wie und
durch wen die Umsetzung sowie die Qualitätsentwicklung und -sicherung der vereinbarten Prozesse
nachgehalten werden. Die Zuständigkeiten der Partner bleiben dabei bestehen.
Neues aus der Kommunalen Koordinierung:
Nach Jahren der erfolgreichen Implementierung und Umsetzung von KAoA in ganz Nordrhein-
Westfalen hat das Arbeitsministerium (MAGS) gemeinsam mit den Leitungen der Kommunalen
Koordinierungsstellen in 2020 mit einem Entwicklungs- und Strategieprozess begonnen. Dieses
Vorhaben dient einer besseren Sichtbarkeit der Kommunalen Koordinierungen vor Ort und auf
Landesebene mit einer gemeinsamen Profilbildung zur Unterstützung eines strategischen und
langfristigen Prozesses.
Auf kommunaler Ebene setzt sich die Koordinierungsstelle dafür ein, die Koordinator*innen der
Beruflichen Orientierung an Schulen in Ihrer Arbeit zu unterstützen, indem sie regelmäßig und in der
Pandemiezeit erweitert zu KAoA informiert. Die jährliche Vorstellung der KAoA-Präsentation für
Lehrkräfte wurde in 2020 digital und auch in Präsenz angeboten.
Zudem wurden die Schulen, die einen erhöhten Informationsbedarf zur Umsetzung der Praxisphasen
hatten, zusätzlich vom KAoA-Regionalkoordinator unterstützt.Seite 12 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 10 von 12
Um die Erreichbarkeit der Kolleginnen der Kommunalen Koordinierung zu optimieren, wurde eine
neue E-Mail-Adresse koko.kaoa@bonn.de eingerichtet.
10. Zusammenarbeit Schule - Jugendberufshilfe
Bereits seit Beginn der regionalen Kooperation zum Übergang Schule-Beruf besteht eine enge und
erfolgreiche Zusammenarbeit von Schulamt/Regionales Bildungsbüro und Beratungsstelle für
Jugendberufshilfe der Stadt Bonn. Ausgangspunkt dafür war insbesondere die Teilnahme Bonns an
dem damaligen Landesprogramm „EinTopf“, das von Beginn an mit dem regionalen Zusatz „Förderung
der Ausbildungsreife“ umgesetzt wurde.
Das Konzept zur Durchführung von „Förderung der Ausbildungsreife“ entstand in enger Kooperation
vom Regionalen Bildungsbüro und der Jugendberufshilfe. Das Projekt richtet sich an Schüler*innen von
Haupt- und Gesamtschulen, die auf eine verstärkte persönliche Beratung und Begleitung im
Übergangsprozess Schule-Beruf angewiesen sind. Es wird derzeit an vier Hauptschulen und drei
Gesamtschulen, sowie an den vier Berufskollegs von der Beratungsstelle für Jugendberufshilfe
koordiniert und durchgeführt. Auch in der Pandemiezeit wurde die persönliche Beratung angeboten.
Im Schuljahr 2019/2020 wurden insgesamt 179 Schüler*innen in den Klassen 8 bis 10 und weitere 65
Schüler*innen nach Schulentlassung betreut. 27 von insgesamt 79 begleiteten Schüler*innen, die im
Sommer 2020 aus der Schule entlassen wurden, erhielten einen Ausbildungsplatz, weitere 31
Schüler*innen werden künftig eine Fachklasse am Berufskolleg besuchen.
11. Finanzielle Förderung
Die vier Stellen der in „KAoA“ tätigen Mitarbeiter*innen werden als Pauschale pro Stelle inkl.
Sachkosten vom Land NRW (unter Nutzung des Europäischen Sozialfonds) zu 50% finanziert; die
andere Hälfte der Finanzierung obliegt der Stadt Bonn; diese umfasst zwei Vollzeitstellen. Wegen der
engen Vernetzung von Koordination zur Umsetzung der KAoA Standardelemente nach den Vorgaben
des Landes NRW durch das Regionale Bildungsbüro und gleichzeitiger Durchführung des Projektes
„Förderung der Ausbildungsreife“ durch die Jugendberufshilfe, stellt das Amt für Kinder, Jugend und
Familie bis zu 1,5 Fachkräftestellen für die Gegenfinanzierung zur Verfügung (siehe Projekt „Förderung
der Ausbildungsreife“). Eine Förderzusage des Landes liegt bis zum 31.12.2021 vor.Seite 13 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 11 von 12
Anlage
Übersicht der Mitglieder des Regionalen Steuerungsgremiums und der Strategiegruppe KAoA
Anlage zum Bericht zur Umsetzung der Landesinitiative
„Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA) in der Bundesstadt Bonn
Mitglieder des Regionalen Steuerungsgremiums (Stand 2020)
Mitglieder Steuerungsgremium KAoA Mitglieder Strategiegruppe KAoA
Stadt Bonn
Schulamt Bonn Schulamt Bonn
Wirtschaftsförderung Bonn
Amt für Kinder, Jugend und Familie Bonn
Stabsstelle Integration der Stadt Bonn
Regionalkoordinator KAoA Bonn (Karl-Simrock-
Hauptschule)
Friedrich-List-Berufskolleg, Bonn
Rhein-Sieg-Kreis
Amt für Schule und Bildungskoordinierung
Rhein-Sieg-Kreis
Amt für Schule und Bildungskoordinierung
Rhein-Sieg-Kreis
Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis
Kreisjugendamt Rhein-Sieg-Kreis
Kommunales Integrationszentrum Rhein-Sieg-Kreis
Stadt Rheinbach
Regionalkoordinator KAoA Rhein-Sieg-Kreis (Schule
am Hügel, FöS-Bonn)
Förderschule in der Geisbach, Hennef
Anno-Gymnasium, Siegburg
Carl-Reuther-Berufskolleg, Hennef
Kammern/DGB/Regionalagentur
Handwerkskammer zu Köln
Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Steuerberaterkammer Köln
Landwirtschaftskammer NRWSeite 14 von 15

Regionales Bildungsbüro
Kommunale Koordinierung KAoA
Seite 12 von 12
Zahnärztekammer NRW
Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg
Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg
DGB Region Köln-Bonn DGB Region Köln-Bonn
Arbeitsverwaltung
Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg
Jobcenter Rhein-Sieg-Kreis
Jobcenter Bonn
Hochschulen
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Universität Bonn
Bezirksregierung Köln, Obere Schulaufsicht Bezirksregierung Köln, Obere Schulaufsicht
Schulamt für die Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis Schulamt für Bonn und Rhein-Sieg-KreisSeite 15 von 15

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 21:20 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de