210386 · Antrag
Maßnahmen zur Realisierung und Finanzierung einer öffentlichen Toilette mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten am Frankenbad
Kerndaten
- Nummer
- 210386
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 29.03.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Antrag öffentlich 210386 Antragsteller/in: Grüne Bezirksfraktion Bonn Jakob Kraasch SPD Bezirksfraktion Bonn Sabrina Lipprandt DIE LINKE Bezirksfraktion Bonn Hanno von Raußendorf Rolf Beu, Grüne-Stadtratsfraktion 23.03.2021 gez. Reeh-Schall Maßnahmen zur Realisierung und Finanzierung einer öffentlichen Toilette mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten am Frankenbad Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Anhörung Rat 06.05.2021 Entscheidung Inhalt des Antrags Die Verwaltung wird beauftragt, 1. die im Foyer des Frankenbades befindlichen Toiletten ganzjährig für die Öffentlichkeit in den Nachmittags- und Abendstunden, mindestens zwischen 14 Uhr und 22 Uhr, anzubieten. Zu diesem Zwecke wird ergänzend zu den bisherigen Nutzungszeiten, die bisher nur im Zeitfenster des Schwimmbadbetriebes lagen, mit Hilfe einer Aufsicht im Foyer die Nutzungsmöglichkeit ganzjährig angeboten. Die ganzjährige Nutzung wird so schnell wie möglich realisiert. 2. zum Zwecke der Finanzierung den Besucherparkplatz des Frankenbades mit Parkgebühren zu bewirtschaften. Dabei werden weiterhin Parkplätze für Menschen mit Behinderungen kostenfrei angeboten. Besucherinnen und Besucher des Schwimmbades Frankenbades können die Parkgebühr auf dem Schwimmbadparkplatz für die Dauer von zwei Stunden auf den Schwimmbadeintrittspreis in voller Höhe anrechnen lassen. Die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung sind zweckgebunden und gehen dem Betriebsergebnis des Frankenbades bzw. dem Bäderamt zu, um Mehrkosten aus Punkt 1.) sowie den Frankenbadbetrieb mit zu finanzieren. Begründung Nicht nur der Rat der Stadt Bonn und die Verwaltung haben sich in der Vergangenheit mit dem Angebot von öffentlichen Toiletten im Bonner Stadtgebiet beschäftigt. Auch eine Masterarbeit der Bonnerin Martine Kayser macht dies und kommt zu dem Schluss, dass die in Bonn vorhandenen öffentlichen Toiletten bei weitem nicht ausreichen.Seite 1 von 3 Seite 2 Insbesondere die Innere Nordstadt mit dem zentralen, gut besuchten Frankenbadplatz weist kein öffentliches Toilettenangebot auf Straßen oder Plätzen aus, von der öffentlichen Toilette im Stadthaus abgesehen. Der Bedarf ist in diesem Berreich offensichtlich: Schon seit vielen Jahren ist die Toilettensituation am Frankenbadplatz problematisch. Während im Winter zu den Öffnungszeiten des Frankenbades auch die Foyertoiletten der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stehen, gibt es außerhalb der Badesaison kein solches Angebot. Insbesondere Besucher des Platzes haben keine Möglichkeit, ein adäquates Angebot in unmittelbarer Nähe zu nutzen. Gerade der Neubau von öffentlichen Toiletten ist aber kostenintensiv, wie bspw. die Diskussion um den Neubau einer solchen Anlage in Bad Godesberg zeigt. Naheliegend wäre daher, das bestehende Angebot im Frankenbad bedarfsgerecht auszuweiten. Der jetzige Vorschlag kombiniert Ideen zur Schaffung öffentlicher Toilettenangebote mit Konzepten der Bürgerinitiative „Frankenbad bleibt Schwimmbad“, die bereits vor einigen Jahren die Bewirtschaftung des Schwimmbadparkplatzes vorgeschlagen hat, um mithilfe von Einnahmen und Besucherregeln die Situation von Schwimmbadbesuchern und Nutzern des Platzes zu verbessern. Dabei fallen keine Kosten für die Errichtung einer Toilettenanlage, sondern lediglich für den Betrieb an. Denn die Toilettenanlage im Foyer des Frankenbades ist betriebsbereit und auch erst kürzlich saniert worden. Die Realisierung kann über eine Servicekraft erfolgen, die ganzjährig das Foyer beaufsichtigt. Ein solches Angebot ist aufgrund verschiedener Faktoren nur mit konstanter Aufsicht und angepassten Reinigungsintervallen realisierbar. Für die Öffnung wird entsprechend dem Bedarf eine Öffnung von mindestens 14:00 Uhr bis 22:00 empfohlen. Zu dieser Zeit halten sich vor allem an Tagen mit guter Witterung und sommerlichen Temperaturen viele Menschen auf dem Frankenbadplatz auf und verweilen dort. Die Kosten für die Öffnung können über Einnahmen aus der Bewirtschaftung des schwimmbadeigenen Parkplatzes gegenfinanziert werden. Der öffentliche Schwimmbadparkplatz des Frankenbades wird lt. Gutachten „Parkraumuntersuchung Bonn-Nordstadt August 2019“ des „Ingenieursbüro für Integrierte Verkehrsplanung Runge IVP“ überwiegend nicht von Schwimmern genutzt. Nach aktuellen Zählungen von Anwohnern liegt die Auslastung der bis zu 56 angebotenen Parkplätze mittlerweile über dem im Gutachten genannten Auslastungswert. Nahezu alle Parkplätze dort sind ganzjährig tagsüber belegt, auch die Nachtauslastung ist hoch. Aus diesem Grunde bietet sich eine gebührenbelegte Bewirtschaftung des Parkplatzes an. Für Menschen mit einer Behinderung sowie für Besucherinnen und Besucher des Schwimmbades, die mit dem Auto anreisen, sind Ausnahmen zu definieren. Neben den schon jetzt vorhanden, kostenlosen Parkplätzen für Menschen mit Behinderung wird für Schwimmbadbesucher die Parkgebühr auf dem Schwimmbadparkplatz für die Dauer von bis zu zwei Stunden auf den Eintrittspreis angerechnet. Für Betriebsangehörige des Frankenbades stehen weiterhin die nichtöffentlichen Parkkplätze zu den aktuellen Regeln zur Verfügung. SonstigeSeite 2 von 3 Seite 3 Mitarbeiter der Stadt parken gemäß der städt. Praxis zur Nutzung gebührenpflichtigen, öffentlichen Parkraums. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit empfiehlt sich eine Realisierung mit zwei Parkscheinautomaten. Eine weitergehende technische Installation bspw. von Schranken scheint nicht sinnvoll, da das Ausfallrisiko bspw. durch unsachgemäßen Gebrauch oder Vandalismus sich gegenüber einer einfachen Ticketstation erhöhen würde. Die Einhaltung der Gebührenordnung und Parkzeiten kann zukünftig weiterhin - in Fortführung der derzeitigen Praxis - durch Amt 33 erfolgen. Im Ergebnis erhält die Stadt Bonn an einem hochfrequentierten, belebten und beliebten Platz im inneren Stadtgebiet eine öffentliche Toilette, ohne dass aufwändige Baumaßnahmen erforderlich sind. Für zusätzliche Öffnungszeiten und Reinigung müsste lediglich mehr Arbeitszeit eingeplant werden, die über die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschung auf dem Gelände ohne weiteres finanziert werden kann. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de