210314-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Öffnungszeiten Wertstoffhöfe
Kerndaten
- Nummer
- 210314-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 21.06.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 210314-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III 18.03.2021 Öffnungszeiten Wertstoffhöfe Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Kenntnisnahme Hauptausschuss 07.09.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Der Antrag wurde zur Stellungnahme an die bonnorange AöR weitergeleitet. Von dort wird wie folgt Stellung genommen: Die bonnorange AöR möchte das Entsorgungsangebot für die Bürger*innen insgesamt weiter ausbauen. Gerne würden wir dem Beispiel vieler anderer Kommunen folgen und mehr als zwei Wertstoffhöfe als Anlaufstelle zur Verfügung stellen. Seit einigen Jahren versuchen wir vor allem rechtsrheinisch einen weiteren Wertstoffhof zu eröffnen. Leider findet unser Vorhaben bisher wenig Unterstützung. Viele Bürger*innen missverstehen einen neuen Wertstoffhof als „Mülldeponie“ und begegnen dem Vorhaben mit Ablehnung. Dem – auch bereits in der Kundenzufriedenheitsbefragung – geäußerten Wunsch auf eine Ausdehnung der Öffnungszeiten, auch an Samstagen, möchten wir entsprechen. Hierfür sind allerdings Änderungen der vorhandenen Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich; diese werden zurzeit erarbeitet. Die geplante Verlängerung der Öffnungszeiten an Samstagen bis 17 Uhr muss in Abstimmung mit den angrenzenden Kommunen erfolgen. Da aktuell die Wertstoffhöfe im Rhein-Sieg-Kreis samstags bis 13 Uhr (Troisdorf und Siegburg bis 15 Uhr) geöffnet sind, würde eine längere Öffnungszeit in Bonn unweigerlich dazu führen, dass auch Bürger*innen aus dem Rhein-Sieg-Kreis unsere Wertstoffhöfe nach 13:00/15:00 Uhr anfahren. Um hier eine praktikable und dem Gebührenrecht entsprechende Lösung zu finden erfolgt ein enger Austausch mit den Kolleg*innen der zuständigen Rhein-Sieg- Abfallwirtschaftsgesellschaft AöR. Die Anpassung der Öffnungszeiten soll möglichst kostenneutral erfolgen, um Gebührenerhöhungen zu vermeiden. Daher sollen die Öffnungszeiten über die Woche bedarfsabhängig angepasst werden. Dass die neuen Öffnungszeiten dann über die bestehenden Kanäle kommuniziert werden ist selbstverständlich. Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 wurde an den Sammelstellen eine Pauschalgebühr von 5,- EUR für eine sog. „Kofferraumanlieferung“ berechnet. Da sich die an den Sammelstellen angelieferten Mengen stetig erhöht haben,Seite 1 von 2 Seite 2 war die Pauschalgebühr bei weitem nicht mehr kostendeckend, so dass letztendlich die Gesamtheit der Bonner Abfallgebührenzahler die Mehrkosten tragen mussten. Aus Gründen der Gebührengerechtigkeit war eine Anpassung der Pauschalen zum 1.1.2017 geboten. Mit den neuen Gebührensätzen können die Entsorgungskosten nun gedeckt werden, so dass nur derjenige, von dem die Abfälle stammen, auch die Kosten trägt. Durch die gleichzeitige Senkung der Gebühren für die Beistellsäcke sollte erreicht werden, dass man für gelegentlich anfallende Kleinmengen nicht extra die Sammelstellen anfährt, sondern diese einfach zu den Terminen der Restmüllabfuhr neben das Restmüllgefäß stellt. Beide Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Anzahl der Anlieferungen auf den Wertstoffhöfen um fast 40 % zurückgegangen ist. Von ca. 80.000 in 2016 konnten wir in 2020 noch ca. 50.000 einzelne Anlieferungen verzeichnen. Die Menge an Sperrmüll und Restmüll, die auf den Wertstoffhöfen gebührenpflichtig angeliefert wurde, ist zwar von rund 11.500 t in 2016 auf rund 9.900 t in 2020 zurückgegangen, jedoch damit nicht in dem Maße, wie sich die Anlieferungen reduziert haben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Bürger*innen nun das Volumen ausschöpfen und die Wertstoffhöfe erst anfahren, wenn das zugelassene Volumen von 1 m³ bzw. 2 m³ erreicht ist, während bis Ende 2016 die Anfahrt auch schon einmal für kleinere Mengen erfolgte. Diese Kleinmengen werden aber nun offensichtlich über die Beistellsäcke entsorgt, so wie es auch ein Ziel dieser Maßnahme war. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de