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210198 · Beschlussvorlage

Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten"

Nummer
210198
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
11.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Integrationsrates 05.05.2021 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 04.05.2021 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
210198
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Stabsstelle Integration
Dezernat:
Dez. OB
Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des
Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen
und Migranten"
Beratungsfolge
Integrationsrat 05.05.2021 Anhörung
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
04.05.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
(vorbehaltlich der Anhörung im Integrationsrat)
Die Pro Familia Beratungsstelle Bonn erhält für das Jahr 2021 einen Zuschuss
von bis zu 42.174,00 € zu den nachgewiesenen und anerkannten Personal-
und Sachkosten für das Projekt "Gesundheitsförderung für Migrant*innen“.
Begründung
Seit rund 16 Jahren führt die Pro Familia Beratungsstelle Bonn das Projekt
„Gesundheitsförderung für Migrant*innen“ durch. Zunächst richtete sich das
Projekt an Frauen mit Einwanderungsgeschichte, zwischenzeitlich auch an
zugewanderte Männer (heute: gesondertes Projekt „Männergesundheit“),
inzwischen seit mehreren Jahren an sozial benachteiligte Menschen mit
Migrationsgeschichte und an Geflüchtete, insgesamt vor allem an Frauen und
Familien. Mit der niederschwelligen, aufsuchenden Arbeit des Projektes werden
diese Zielgruppen gut erreicht.
Oft führen migrationsbedingte und kulturelle Barrieren dazu, dass
Zugewanderte und Geflüchtete an wichtigen präventiven Angeboten im
psychosozialen und gesundheitlichen Bereich nicht teilnehmen. Dazu gehören
Belastungen durch Migration und Flucht, Verschlechterungen des sozialen
Status, Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung, unterschiedliche
Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Prävention, auch die Überforde-
rung, die hiesigen komplexen Strukturen und Möglichkeiten zu überblicken und
einzuordnen. Nicht zuletzt lösen alle diese Faktoren Stress aus, der weitere
familiäre Probleme nach sich zieht (Trennung, Scheidung, häusliche Gewalt
u.a.). Ziel des Projektes ist daher, die Integration belasteter Familien in das
Gesundheitssystem (Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft, U-Seite 1 von 3

Seite 2
Untersuchungen für Kinder u.a.) und in unterstützende Angebote (Kita, Eltern-
Kind-Gruppen, Sprachkurse etc.) zu fördern. Zugleich werden Informationen
zur Familienplanung als Teil der (auch beruflichen) Lebensplanung gegeben
sowie zum gesunden Aufwachsen der Kinder (Ernährung, Bewegung,
Medienverhalten). Auch Themen wie Geschlechterrollenbilder, Sexualität,
Sexualerziehung in der Schule sowie tabuisierte Themen wie Konflikte und
Gewalt in der Partnerschaft bzw. in der Kindererziehung aufgegriffen.
Pandemie-bedingt fanden 2020 viele Angebote und Beratungen telefonisch und
online oder soweit in der Pandemie möglich als „Beratungsspaziergang“ statt.
Auch Videoberatungen und -botschaften bewährten sich. So konnten auch
Paare und Familien in sehr schwierigen Situationen in Folge der Corona-
Einschränkungen (Erkrankungen, Krisen, Konflikte) beraten und ihnen geholfen
werden.
Pro Familia arbeitet hierzu seit langem eng und vernetzt mit Organisationen
und Einrichtungen in den Bereichen Migration/Integration, Gesundheit,
Soziales, Bildung zusammen.
Das Projekt wird von einer hauptamtlichen, mehrsprachigen, pädagogisch-
therapeutischen Fachkraft durchgeführt. Für weitere Sprachen gibt es einen
Pool von ehrenamtlichen Übersetzer:innen, die für die Themen und Vor-
gehensweisen des Projektes geschult und sensibilisiert werden.
Die Förderung des Projektes wird von der Verwaltung befürwortet. Die hierfür
erforderlichen Haushaltsmittel sind im Haushaltsplanentwurf 2021/2022
enthalten. Die Auszahlung des Zuschusses entspricht den Regelungen des §
82 GO NRW. Der Zuschuss wird während der vorläufigen Haushaltsführung nur
zu maximal 80 % ausgezahlt.
Im Jahr 2020 betrug der Zuschuss 40.132,00 €.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.01.04 Koordination Integration 1.01.04.01 Koordination Integration
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
FinanzsaldoSeite 2 von 3

Seite 3
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
42.174,00 190000104/
73.1000
2021
Einzahlungen /
Erträge
0,00
Haushaltsbelastung
jährlich
42.174,00
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 00:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de