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210174 · Mitteilungsvorlage

Sachstandsbericht „Bonn4Future – Wir fürs Klima“

Nummer
210174
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
05.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW 06.05.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 14.04.2021 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 26.03.2021 Kenntnisnahme
  4. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.06.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
210174
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Sachstandsbericht „Bonn4Future – Wir fürs Klima“
Beratungsfolge
Beirat Bürgerbeteiligung 26.03.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
14.04.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
21.04.2021 Kenntnisnahme
Rat 06.05.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Anfang 2020 haben „Bonn im Wandel“ und die „Klimawache Bonn“ einen
Bürgerantrag zur Beteiligung an der Zielerreichung der Klimaneutralität
eingereicht. Dieser wurde am 4. März 2020 beschlossen (DS 200292).
In der Folge wurde von den Initiatoren in Abstimmung mit der Stadtverwaltung
ein entsprechendes Mitwirkungskonzept erarbeitet (DS 201084). Dieses wurde
vom Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen und
die Verwaltung vom Rat beauftragt, mit „Bonn im Wandel“ einen
Kooperationsvertrag zur Koordination und Umsetzung des zweijährigen
Verfahrens abzuschließen. Dafür werden bis Ende 2022 Mittel in Höhe von bis
zu 719.000€ bereitgestellt.
Der Kooperationsvertrag wurde am 27.11.2020 unterzeichnet und am 1.
Dezember 2020 ist das Mitwirkungsverfahren Bonn4Future – Wir fürs Klima“
gestartet.
Als externes Dokument ist nun ein erster Sachstandsbericht zum Projekt
angehängt.
Anlage/n
1 Sachstandsbericht Bonn4Future (öffentlich)Seite 1 von 5

Sachstandsbericht „Bonn4Future – Wir fürs Klima“
Stand: 17.02.2021
Hintergrund
Ausgangspunkt für das Mitwirkungsverfahren „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ war ein
Bürgerantrag zur Beteiligung an der Zielerreichung der Klimaneutralität. Diesen hatten „Bonn im
Wandel e.V.“ und die „Klimawache Bonn“ Anfang 2020 eingebracht (DS 200292). Zuvor hatte der
Rat im November 2019 beschlossen, dass Bonn bis 2035 klimaneutral werden soll (DS 190232).
Der Bürgerausschuss stimmte dem Bürgerantrag zu. Bonn im Wandel hat daraufhin mit
Unterstützung von Experten für Bürgerbeteiligung ein Konzept für das mehrstufige Verfahren
erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung weiterentwickelt. Rund 50 Initiativen,
Unternehmen und Organisationen unterstützten das Konzept ideell. Das Konzept wurde im Juni
2020 im Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen.
Im September 2020 beauftragte der Rat die Verwaltung, mit Bonn im Wandel einen
Kooperationsvertrag zur Koordination und Umsetzung des zweijährigen Verfahrens abzuschließen
(DS 201084). Dafür werden bis Ende 2022 Mittel in Höhe von bis zu 719.000€ bereitgestellt. Die
Umsetzung des Projektes erfolgt in der Bonn4Future-Projektzentrale, welche bei Bonn im Wandel
e.V. angesiedelt ist. Von Seiten der Stadtverwaltung wird das Vorhaben durch eine halbe Stelle
koordiniert und begleitet. Es gibt außerdem eine enge Anbindung an die Koordinierungsstelle
Bürgerbeteiligung und das Bürgerbeteiligungsportal „Bonn macht mit“.
Aktueller Stand
Der Wandel zur klimaneutralen Stadt gelingt nur, wenn unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen
daran mitwirken. Das Beteiligungsverfahren „Bonn4Future - Wir fürs Klima“ bringt dafür sehr gute
Voraussetzungen mit: Die breite Unterstützung durch Politik und Zivilgesellschaft und die
Umsetzung durch den bürgerschaftlichen Verein Bonn im Wandel e. V. in Kooperation mit der
Stadtverwaltung – das ist für ein Beteiligungsverfahren außergewöhnlich.
Bonn4Future zieht daher jetzt schon überregionale Aufmerksamkeit von Städten, Netzwerken und
Forscherinnen und Forschern auf sich. Das Projektteam will zeigen, dass ein Mitwirkungsverfahren
Menschen erreichen, Mut machen, Zusammenhalt fördern und Potentiale nutzbar machen kann –
und dadurch wirksame Impulse für politische Maßnahmen und zivilgesellschaftliches Engagement
setzt.
Der folgende Statusbericht beschreibt den aktuellen Stand der einzelnen Projektelemente.Seite 2 von 5

1. Projektkoordination
Für das Verfahren wurden durch Bonn im Wandel seit dem 01.12.2020 Voraussetzungen
geschaffen, um die Projektzentrale aufzubauen und arbeitsfähig zu machen:
 Besetzung der vier neu geschaffenen Projektstellen
 Aufbau von Teamstruktur, Einarbeitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
 Bezug eines vorläufigen Büros, Schaffung von Home Office-Umgebungen
 Entwicklung eines angepassten Zeit- und Projektplans
Die schnelle Umsetzung dieser Punkte wurde durch ehrenamtliche Leistungen im Umfang von rund
1.000 Stunden seit Ratsentscheid möglich (über die vertragliche Vereinbarung hinaus).
2. Zusammenarbeit zwischen Bonn im Wandel und Stadtverwaltung
Nachdem das Projekt am 02.09.2020 vom Stadtrat bewilligt wurde, konnte der
Kooperationsvertrag am 27.11.2020 unterschrieben werden. Gemeinsam mit der Leitstelle
Klimaschutz und der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung wurde eine Organisations- und
Kooperationsstruktur erarbeitet. Mit dem Marketingservice der Stadt erfolgt eine Abstimmung
bezüglich Design und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu wurden seit Projektbeginn folgende Arbeitstreffen
durchgeführt:
 Workshop zu Kernbotschaften auf www.bonn-macht-mit.de, 10.12.20
 Absprachen zur Finanzverwaltung (anlassbezogen)
 Kickoff Öffentlichkeitsarbeit, 18.01.21
 Kickoff zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit und Projektfeinplanung, 29.01.21
 Vorbereitung einer Geschäftsordnung des Beirats, 02.02.21
Darüber hinaus wurde zum 04.02.21 der erste Finanz- und Sachstandsbericht zum Jahresabschluss
2020 vorgelegt.Seite 3 von 5

Die Stadtverwaltung unterstützt das Verfahren durch eine eigene Projektkoordination (0,5 Stelle),
die bei der Leitstelle Klimaschutz angesiedelt ist. Die Aufgaben liegen u.a. in der
verwaltungsseitigen Koordination des Verfahrens, der Organisation des Beirates, der inhaltlichen
Mitarbeit und der Kontrolle der Einhaltung des Vertrages. Nach dem jetzt abgeschlossenen
Bewerbungsverfahren wird die Stelle voraussichtlich im April/Mai besetzt.
3. Veranstaltungen
Die Planung der Veranstaltungen wurde an die aktuelle Covid-19-Situation angepasst (siehe
Schaubild). Eine sichere Planung für 2021 ist weiterhin nicht möglich und ist als aktuelle Annahme
zu verstehen. Der Klimatag für engagierte Bürgerinnen und Bürger wird als Open-Air-Veranstaltung
durchgeführt. Für das Klimaforum mit 100 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und bürger und
Stakeholdern erscheint dieser Rahmen ungeeignet. Wir prüfen daher die Möglichkeiten einer
digitalen Umsetzung, alternativ eine Kombination aus digitalen mit Präsenz-Elementen oder eine
Umsetzung in mehreren kleiner besetzten Einheiten.
Im Jahr 2022 folgen drei weitere Klimaforen und ein abschließender/ausblickender Klimatag. Die
Ausgestaltung richtet sich nach den Ergebnissen und Erfahrungen der Veranstaltungen in 2021 und
findet daher im Verfahrensverlauf statt.
4. Kommunikation und Bildung
Eine erste Ankündigung zum Projektstart wurde am 16.12.20 als städtische Pressemitteilung
(https://www.bonn.de/pressemitteilungen/dezember/bonn4future-stadt-und-bonn-im-wandel-
unterzeichnen-kooperationsvertrag.php), in den Social Media-Kanälen, über den Newsletter von
Bonn im Wandel und auf den Webseiten www.bonn4future.de bzw. www.bonnimwandel.de
veröffentlicht. Auf www.bonn-macht-mit.de findet sich ein erster Gedankenaustausch von
Bürgerinnen und Bürgern. Das Projekt wurde außerdem im Rahmen der digitalen Vortragsserie
„BrRENNglas Corona“ von RennWest/Germanwatch präsentiert.
Um die Reichweite des Verfahrens zu erhöhen, wird im Frühjahr ein Kommunikationsnetzwerk
aufgebaut. Vorgespräche mit bürgerschaftlichen Klimaschutz-Initiativen und Beteiligungs-
/Kommunikations-Expertinnen und -Experten haben bereits begonnen.
Mit dem Netzwerk findet bis Ende 2021 die partizipative Entwicklung eines
Kommunikationskonzeptes statt. Ziel ist, in einer zweiten Projektphase ab 2022 gemeinsam
möglichst viele Bonner Bürgerinnen und Bürgern zu ermutigen, an einer klimaneutralen Stadt
Bonn mitzuwirken. Ein erstes von vier Kommunikationstrainings ist in Planung.
5. Online-Plattform
Noch im Frühjahr beginnt mit ausgewählten Nutzerinnen und Nutzern eine Life-Testphase der
digitalen Bonner Nachhaltigkeitsplattform. In Abstimmung zwischen Bonn im Wandel und
Stadtverwaltung werden für die Übersichtskarte von Initiativen und Organisationen
Aufnahmekriterien festgelegt. Schrittweise wird der Funktionsumfang der Plattform erweitert
(bspw. Veranstaltungskalender, redaktionelle Inhalte).
6. Beirat
Der Beirat begleitet das Verfahren und hat eine beratende Funktion hinsichtlich der Durchführung
des Verfahrens. Die fachliche Bewertung der erarbeiteten Ergebnisse der Bürgerveranstaltungen ist
nicht Aufgabe des Beirates. Durch seine vielfältige Zusammensetzung wird der Beirat in die LageSeite 4 von 5

versetzt, durch Beratung dazu beizutragen, dass das Verfahren seinen Zielen entspricht. Aktuell
erfolgen Abstimmungen zur Besetzung des Beirates; ein Entwurf für eine Geschäftsordnung wird
erarbeitet. Die Verwaltung wird in Kürze auf die Fraktionsgeschäftsführungen bezüglich der
Benennung politischer Mitglieder für den Beirat zukommen.
7. Evaluation
Der Beirat vergibt nach Gründung den Auftrag zur Evaluation des Projektes. Es wurden bereits
Vorgespräche mit Universität Bonn und Alanus Hochschule Alfter geführt.
8. Austausch mit der Politik
Das Projektteam ist auch über die Berichterstattung im Ausschuss hinaus an einem Austausch zum
aktuellen Planungsstand mit den Fraktionen interessiert und wird zu diesem Zwecke auf die
einzelnen Fraktionen zukommen.
Weitere Informationen unter:
www.bonn4future.de www.bonn-macht-mit.de/node/4905#uip-1
Das Bonn4Future-Projektteam beim Bonn im Wandel e.V. ist zu erreichen über:
kontakt@bonn4future.deSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 10:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de