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210142 · Mitteilungsvorlage

Kennzahlen Bonner Büromarkt Kalenderjahr 2020

Nummer
210142
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
01.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 16.03.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
210142
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Kennzahlen Bonner Büromarkt Kalenderjahr 2020
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
16.03.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Wirtschaftsförderung (hier: der Immobilienservice des Service Center
Wirtschaft) hat für das Kalenderjahr 2020 den Bonner Büroimmobilienmarkt
beobachtet, aufgezeichnet und analysiert. Im Rahmen dessen steht die
Wirtschaftsförderung im stetigen Austausch mit Anbietern von Büroflächen wie
Maklerunternehmen, Projektentwicklern und Eigentümern.
Aufgrund der guten Kontakte zu den Anbietern von Büroflächen hat der
Immobilienservice nicht nur einen sehr guten Einblick in den Bonner Büromarkt,
sondern kann zugleich erweiterungs- und ansiedlungswilligen Unternehmen
aus einer Datenbank heraus aktuelle sowie deren Anforderungen
entsprechende Immobilienangebote filtern und einen direkten Kontakt zum
jeweiligen Anbieter herstellen. Mit dieser Serviceleistung entsteht sowohl für die
Wirtschaftsförderung als auch für die Anbieter sowie für die Nachfrager von
Büroflächen ein Mehrwert.
In 2021 hat sich die Verwaltung zum elften Mal an der Büromarkterhebung
(Erhebungszeitraum 01.01.2020 bis 31.12.2020) in Zusammenarbeit mit der
Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) beteiligt. Die gif
verfolgt das Ziel, die wichtigen deutschen Bürostandorte auf einer einheitlichen
Erhebungsbasis auszuwerten.
Insgesamt wurden im Jahr 2020 13 Immobilienmärkte von der gif untersucht; es
handelt sich um die Städte Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg,
Hannover Stadt, Köln, Leipzig, München, Stuttgart und der Metropolregion
Rhein-Neckar, bestehend aus Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim. Die
Untersuchung erfolgt anhand des Leitfadens zur Büromarktberichterstattung,
welcher von der gif herausgegeben und zuletzt im Juli 2015 überarbeitet wurde.
Dieser Leitfaden stellt auf dem Büroimmobilienmarkt eine anerkannte und
häufig genutzte Definitionssammlung dar, durch die eine gute Vergleichbarkeit
erreicht werden kann. Der Leitfaden steht kostenfrei auf der Internetseite der gif
unter https://www.gif-ev.de/ zum Abruf bereit.
Die Bonner Büromarktdaten zum Kalenderjahr 2020 wurden am 12. Januar
2021 im Rahmen einer Videokonferenz von der Wirtschaftsförderung und der
gif sowie mit lokalen Akteuren des Büroimmobilienmarktes ermittelt, bzw.Seite 1 von 5

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bereinigt und festgelegt. Für diese Datenerhebung dienen die umfassenden
Daten, welche durch den Immobilienservice im Laufe des Jahres aufgezeichnet
wurden, als wesentliche Grundlage.
Die festgestellten Kennzahlen zum Bonner Büroimmobilienmarkt für das
Kalenderjahr 2020 werden dem Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung
wie folgt zur Kenntnis gegeben:
1. Büroflächenumsatz 2020
Im Jahr 2020 wurden auf dem Bonner Büromarkt insgesamt 108
Büroflächenumsätze registriert. Dies sind sieben Vertragsabschlüsse weniger
als im Vorjahr (115).
Die kleinste Vermietung betrug 24 m² und erfolgte im Wirtschaftszweig
Erziehung und Unterricht. Die größte Vermietung lag bei 22.000 m² und erfolgte
im Wirtschaftszweig „Öffentliche Verwaltung“ im Bundesviertel, gefolgt von
einem weiteren Vertragsabschluss über 20.400 m² ebenfalls im Bundesviertel.
Mit 133.873 m² umgesetzter Bürofläche ist der Bonner Büromarkt zum Vorjahr
(108.595 m²) deutlich gestiegen, dies trotz der Coronakrise. Im Büroteilmarkt
Bundesviertel wurden die meisten Büroflächenumsätze mit insgesamt 81.298
m² verzeichnet.
Übersicht Büroflächenumsatz nach Jahren (auf volle Hundert gerundet):
Jahr umgesetzte Bürofläche in Bonn in Quadratmeter
2003 74.000
2004 70.000
2005 80.000
2006 84.000
2007 117.000
2008 90.300
2009 85.700
2010 89.500
2011 90.200
2012 98.700
2013 73.600
2014 88.900
2015 64.800
2016 126.200
2017 108.200
2018 137.500
2019 108.600
2020 133.900
Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Struktur des Büroflächenumsatzes in 2020.
Oberhalb von 5.000 Quadratmetern bleibt die Lage auf dem Bonner Büromarkt
weiterhin angespannt, da kaum sofort verfügbare Büroflächen in diesem
Größensegment vorzuweisen sind. Dies wird auch unter dem Punkt 2. der
Mitteilungsvorlage, zum Thema Leerstand, deutlich.Seite 2 von 5

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Struktur der Büroflächenumsätze in 2020:
Größe Anzahl der
Umsätze
Prozentualer Anteil Fläche in
Quadratmetern
< 500 m² 73 67,59% 12.663
< 1.000 m² 14 12,96% 9.310
< 2.500 m² 12 11,12% 19.522
< 5.000 m² 4 3,70% 14.718
< 10.000 m² 1 0,93% 5.803
> 10.000 m² 4 3,70% 71.857
Summe 108 100% 133.873
Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn
2. Leerstand 2020
Der Anteil an leerstehenden Büroflächen lag zum Stichtag 31. Dezember 2020
bei 2,09 % mit insgesamt 82.739 m². Der Gesamtbestand an Büroflächen
betrug zum vorgenannten Stichtag rund 3,95 Millionen m², inklusive 25.173 m³
neu geschaffener Büroflächen.
Leerstand der letzten Jahre im Überblick:
Jahr Leerstände in m² Leerstandsquote in %
2003 199.800 5,40 %
2004 277.500 7,50 %
2005 187.500 5,06 %
2006 177.400 4,78 %
2007 154.700 4,18 %
2008 142.200 3,85 %
2008 152.000 4,10 %
2010 164.800 4,45 %
2011 119.700 3,24 %
2012 125.000 3,38 %
2013 114.734 3,09 %
2014 115.393 3,06 %
2015 104.004 2,74 %
2016 83.239 2,17 %
2017 100.989 2,62 %
2018 59.651 1,54 %
2019 96.526 2,50 %
2020 82.739 2,09 %
Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn
3. Projektierte Bauvorhaben
Das Angebot an vermietbaren Bestandsflächen wird durch in Planung,
Entwicklung und im Bau befindliche Projekte ergänzt.
Im Jahr 2020 wurden 25.173 m² Bürofläche fertiggestellt und dem Bestand
zugeführt. Die größte Fertigstellung war mit 10.766 m² das Bürogebäude des
Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auf der Godesberger Allee 138
gefolgt von einem Objekt am Krähenhorst mit 6.200 m². Des Weiteren wurdenSeite 3 von 5

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Objekte auf der Friesdorfer Straße (Ehemaliges Haribo Gelände) mit 6.000 m²,
auf der Rabinstraße/Hauptbahnhof mit 1.800 m² anteiliger Bürofläche, sowie
auf der Adenauerallee 210 mit knapp 407 m² fertiggestellt.
Die größeren sich im Bau befindlichen Projekte sind weiterhin der
Bundeskanzlerplatz von der Art Invest Real Estate Management GmbH, hier
wird in 2021 voraussichtlich eine Bürofläche von 30.000 m² von insgesamt
66.000 m² fertiggestellt und das Rhein-Palais am Bonner Bogen von der Ewald
Hohr Projektentwicklungen mit visionären technischen Konstruktionen im
Hochbau & Co.KG. Des Weiteren begann der Bau des Projekts GreenGate in
der Kurt-Schumacher-Straße von MAG - Grundbesitz Bonn mit einer Größe von
rund 18.600 m². Die Zeitspannen bis zur Realisierung der jeweiligen Projekte
sind unterschiedlich.
Derzeit befinden sich etwa 138.300 m² Bürofläche im Bau. Davon lässt sich
eine Größe von circa 43.400 m² als absehbare Fertigstellungen in 2021
beziffern.
4. Mietpreise 2020
Der höchste Mietpreis wurde im "Beuel-Zentrum" mit 31,31€/m² erzielt. Dies
stellt allerdings einen „Ausreißer“ nach oben dar. Im Schnitt werden die
höchsten Mieten weiterhin im Bundesviertel erreicht.
Im Rahmen der jährlich stattfindenden Datenerhebung wird ebenfalls die
realisierte Durchschnittsmiete sowie die realisierte Spitzenmiete für Bonn
erhoben. Als Berechnungsgrundlage wird ebenfalls die Definition des
Leitfadens zur Büromarktberichterstattung der gif herangezogen.
Im Jahr 2020 wurde als Durchschnittmiete je m² Bürofläche ein Wert in Höhe
von 14,85 € erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Mietpreis
damit um 1,64 €/m² gestiegen. Die für Bonn realisierte Spitzenmiete dagegen
ist um 5,22 €/m² auf 20,00 €/m² gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Bei einigen Büroimmobilien konnten in Spitzenlagen von Bonn mit besonderer
Ausstattung auch Höchstmieten erzielt werden. Die höchsten Mietpreise in
Bonn werden bei Büroimmobilien in den A-Lagen des Bundesviertels erzielt.
Die A-Lagen des Bundesviertels befinden sich entlang der Bundesstraße 9 und
im Bereich des Post-Towers. Die beobachteten Mietpreise sind Kaltmieten
ohne Mehrwertsteuer.
Die in der Tabelle aufgezeigten Mietpreisspannen geben die in den letzten
Jahren beobachteten Mietpreise in den unterschiedlichen Büroteilmärkten
wieder und sollen für Vermieter und Mietinteressenten als Anhaltspunkt zur
Mietpreisfindung dienen. Mietvertragsverlängerungen wurden nicht erfasst, das
Alter, die Qualität und der bauliche Zustand der Immobilien blieben
unberücksichtigt.Seite 4 von 5

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Büroflächenteilmarkt Mietpreis in Euro pro Quadratmeter
zzgl. MwSt. und
Nebenkosten
Bundesviertel 8,90 bis 24,20 EUR
Innenstadtring Nord 6,50 bis 17,10 EUR
Duisdorf/Hardtberg 5,00 bis 11,50 EUR
Innenstadtring Süd 8,50 bis 16,30 EUR
Bad Godesberg 6,60 bis 16,50 EUR
Bonn Zentrum 7,50 bis 20,00 EUR
Beuel Süd/Bonner Bogen 15,00 bis 18,50 EUR
Beuel 6,50 bis 12,00 EUR
Nord 5,00 bis 15,83 EUR
West 5,90 bis 15,50 EUR
Bad Godesberg Zentrum 7,90 bis 12,50 EUR
Beuel Zentrum 8,00 bis 31,31 EUR
Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn
Wie beschrieben steht der Immobilienservice der Bonner Wirtschaftsförderung
in engem Kontakt und Austausch mit der Bonner Immobilienwirtschaft und
verfügt daher über einen umfassenden Marktüberblick. Kernaufgabe ist dabei
die Kontaktvermittlung zwischen künftigen Nutzern und Vermietern. Eine
fortlaufend gepflegte Immobiliendatenbank liefert die Grundlage für eine
bedarfsgerechte und passgenaue Vermittlung. Anfragen von mietinteressierten
Firmen und Einrichtungen können so zielgerichtet beantwortet werden. Im Jahr
2020 wurden durch den Immobilienservice 206 Anfragen bearbeitet. Die
Ergebnisse aus der Analyse und Erhebung werden im jährlichem Rhythmus
auch in der Broschüre „Büroflächenmarkt Bonn“ veröffentlicht und sind über die
Bonner Homepage abrufbar.
Anlage/n
KeineSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 05:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de