210113-02 AA · Änderungsantrag
Bürgerantrag: Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule Antrag zur Vorlage 210113
Kerndaten
- Nummer
- 210113-02 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 13.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 210113-02 AA Antragsteller/in: Jens Röskens CDU Bezirksfraktion Bad Godesberg Dr. Uli Barth SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg Nicole Unterseh Grüne Bezirksfraktion Bad Godesberg Ralf Jochen Ehresmann DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Wolfgang Heedt 13.04.2021 gez. Jansen Bürgerantrag: Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule Antrag zur Vorlage 210113 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 13.04.2021 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags 1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Einrichtung eines Quartiersmanagements für das Quartier Alt Godesberg/Bendel – bestehend aus dem städtischen Statistik-Bezirk 251 (Bad Godesberg-Zentrum), ergänzbar um Teile des statistischen Bezirks 254 (Bad Godesberg-Nord) – zu prüfen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, der Bezirksvertretung sowie der Öffentlichkeit das ausgehandelte Belegungsverfahren für das Bauvorhaben von Deutschem Mieterbund sowie Haus & Grund auf dem Gelände der Michaelsschule ungekürzt und im Wortlaut als Mitteilungsvorlage zur Kenntnis zu geben. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, im weiteren Verfahren darauf hinzuwirken, dass der Verein „WIR unter der Godesburg e.V.“ sowie interessierte Anwohner*innen über die weitere Entwicklung des genossenschaftlichen Projekts, insbesondere hinsichtlich der Nutzung von Versammlungsräumen u. ä., informiert und daran beteiligt werden. 4. Das Quartiersmanagement soll für mindestens fünf Jahre finanziert werden. Sofern es nicht gelingt, ausreichende Fördermittel für das Quartiersmanagement zu akquirieren, sollen dafür die Veräußerungserlöse für das Grundstück der ehemaligen Michaelsschule dafür verwendet werden. 5. Im Übrigen wird der Bürgerantrag abgelehnt. Der Antragstellende wird entsprechend informiert. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren zum Abschluss gelangt.Seite 1 von 3 Seite 2 Begründung Zu 1 – Einrichtung eines Quartiersmanagements Der statistische Bezirk Bad Godesberg-Zentrum (251) ist mit 5.672 Einwohnern (Stand 31.12.2020) einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Bonns (9.003 Einwohner je Quadratkilometer), der aufgrund aktueller Bauvorhaben weiter wachsen wird. Es handelt sich um einen kulturell diversen Bezirk, in dem Menschen aus 117 Nationen leben, 3.260 Personen haben einen Migrationshintergrund (57,5 Prozent). Die Zahl der Empfänger von SGB II-Leistungen, bezogen auf 1.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter liegt mit 185,3 (Godesberg-Nord: 125,9) erheblich über dem gesamtstädtischen Durchschnitt von 92,4. Die Arbeitslosenquote liegt mit 14,3 (Godesberg-Nord: 11,9) Prozent deutlich über der der gesamten Stadt Bonn von 8,2 Prozent im Jahr 2020. Bad Godesberg-Zentrum ist ein stellenweise hochverdichtetes Quartier mit einer heterogenen Bebauungsstruktur unterschiedlichen Baualters, aufgrund dessen infrastrukturelle Defizite im Bezirk vorliegen. Die Bevölkerungsstruktur verteilt sich dabei nicht gleichmäßig im gesamten Gebiet des statistischen Bezirks. Insbesondere die Bonner Straße und Teile der Innenstadt (Koblenzer Straße, Villichgasse und Pfarrer-Minartz-Straße), aber auch im Bereich der Ecke Friesdorfer Straße und Ännchenstraße dürften bei den oben genannten Kennzahlen deutlich höhere Werte aufweisen. Die teilweise ebenfalls im statistischen Bezirk gelegenen Wohnanlagen der 1970er und 1980er Jahre befinden sich in unterschiedlichem baulichem Zustand und weisen eine heterogene Bewohnerstruktur auf. Während in der Villichgasse und der Pfarrer- Minartz-Straße Verbesserungspotential besteht, befinden sich die Gebäude im Bereich der Burgstraße in einem guten Erhaltungszustand mit einer entsprechenden Einwohnerstruktur. Auch der angrenzende statistische Bezirk Bad Godesberg Nord weist ähnliche Problemlagen auf. Die oben genannten Kennzahlen sind im Durchschnitt etwas niedriger, was aber an den zahlreichen Einfamilienhäusern in diesem statistischen Bezirk liegen dürfte. In Teilen dieses statistischen Bezirks, insbesondere im Bereich Im Bendel, dürften sich ebenfalls deutlich erhöhte Kennzahlen zeigen. Seine volle Wirksamkeit würde das Quartiersmanagement erreichen, wenn das Tätigkeitsgebiet nicht streng an den Grenzen des statistischen Bezirks orientiert wäre, sondern auf die Bereiche mit besonders hohem Entwicklungspotential aus den statistischen Bezirken Bad Godesberg Zentrum und Bad Godesberg Nord fokussiert würde.Seite 2 von 3 Seite 3 Auf der anderen Seite bietet der Bezirk mit seinen vorhandenen Ressourcen, wie z.B.: dem engagierten Bürgerverein „WIR unter der Godesburg“ dem Engagement verschiedener Akteure (Wohlfahrtsverbände, Gemeinden) im Bereich der sozialen Arbeit (Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe), gute Ansatzpunkte, die eine nachhaltige und erfolgreiche Quartiersentwicklung begünstigen können. Aus Sicht der Antragsteller hat das Gebiet einen erhöhten Bedarf an sozialen und strukturellen Veränderungen, bietet jedoch auch gute Anknüpfungspunkte, um diesen Bedarfen erfolgversprechend zu begegnen. Das geplante Bauvorhaben von Deutschem Mieterbund sowie Haus + Grund kann die positive Entwicklung dabei unterstützen, indem die genossenschaftliche Struktur und die Gemeinschaftsräume des Gebäudes einen Kristallisationspunkt für das bürgerschaftliche Engagement im Quartier bilden können. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 08:29 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de