210113 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule
Kerndaten
- Nummer
- 210113
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 02.03.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 210113 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Amt der Oberbürgermeisterin und für strategische Projekte Dezernat: Dez. OB 24.02.2021 Bürgerantrag: Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.03.2021 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag thematisiert das geplante Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule (Friesdorfer Straße). Einzelheiten zum Antragsinhalt und zur Begründung ergeben sich aus beigefügtem Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3 Von: Gesendet: Mittwoch, 24. Februar 2021 09:31 An: (BezVSt_Bad_Godesberg) Betreff: Bürgerantrag gemäß §24 der Gemeindeverordnung NRW Sehr geehrte wie soeben telefonisch besprochen, stelle ich hiermit für den Verein "WIR unter der Godesburg" einen Bürgerantrag gemäß §24 der Gemeindeverordnung NRW zum geplanten Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelsschule (Friesdorfer Str.) Der Verein begrüßt grundsätzlich die Entwicklung des brach liegenden Geländes der Michaelsschule. Allerdings beinhaltet das geplante Bauprojekt eine 100% Quote geförderten Wohnraums. Der Verein vertritt die Position, dass dies ein falscher Weg für die zukünftige Einwohnerstruktur im Bezirk 251 ist, der bereits jetzt schwierige soziale Verhältnisse und Wohnsituationen sieht. Einer gewünschten Durchmischung des Viertels wird das Bauprojekt, so wie es jetzt geplant ist, abträglich sein und bestehende Problemlagen verschärfen. Ausführliche Erläuterungen zum Bürgerantrag folgen zeitnah. Mit freundlichen Grüßen Vorsitzender des Vereins WIR unter der GodesburgSeite 2 von 3 Bürgerantrag des Vereins “WIR unter der Godesburg e.V.” zum geplanten Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule Der Verein begrüßt grundsätzlich die Entwicklung des brach liegenden Geländes der Michaelsschule. Allerdings beinhaltet das geplante Bauprojekt eine 100% Quote geförderten Wohnraums. Der Verein vertritt die Position, dass dies ein falscher Weg für die zukünftige Einwohnerstruktur im Bezirk 251 ist, der bereits jetzt schwierige soziale Verhältnisse und Wohnsituationen sieht. Einer gewünschten Durchmischung des Viertels wird das Bauprojekt, so wie es jetzt geplant ist, abträglich sein und bestehende Problemlagen verschärfen. Auf Grund einer hohen Dichte an Zweckentfremdung und gewerblicher Kurzzeit- bzw. Untervermietung sowie durch problematisch agierende Vermieter*innen in den anliegenden Straßenzügen haben sich an sehr vielen Stellen große Problemlagen ergeben. Diese äußern sich u.a. durch starke Vernachlässigung der Gebäude, große Müllprobleme, Ruhestörung und soziale Konflikte sowie Kleinkriminalität. Diese Problemlagen lassen sich am besten mit einer heterogenen Sozialstruktur begegnen. Aktuell sehen die Sozialstrukturdaten des Stadtteils (Bezirk 251) wie folgt aus: • Am dichtesten besiedelter Bezirk in Bad Godesberg (Platz 4 in Bonn) • Zweithöchster Zuwandereranteil (57,5%) und höchster Ausländeranteil (79,8%) in Bonn • SV-Beschäftigte je 1000 Einwohner: 414, für den Stimmbezirk Godesberg- Mitte 461 -> zweitniedrigster Wert aller Bonner Stimmbezirke • Arbeitslosenquote: 13,7 (8,3 im Stimmbezirk Platz 36 von 42) und SGBII Quote: 14,3 (10,7 im Stimmbezirk Platz 35 von 42) Vor diesem Hintergrund sehen wir die Errichtung eines großen Wohnblocks mit ausschließlich gefördertem Wohnraum durchaus kritisch. Es steht hernach zu befürchten, dass die wachsende Homogenisierung der Bevölkerungsstruktur die bereits vorhandenen Schwierigkeiten weiter verstärkt. Eine soziale Durchmischung, zum Beispiel mit einer 50 Prozent Quote für sozial geförderten Wohnraum, kann die bestehende Bevölkerungsstruktur diversifizieren und wäre sicherlich auch für das genossenschaftliche Wohnen selbst von Vorteil. Weitere Wege für das Ziel einer heterogenen Sozialstruktur sollten zwischen Bauherren, der Stadtverwaltung, Politik und Anwohnern erörtert werden. Diese könnten beinhalten: fest vorgesehene Quote für studentisches Wohnen, Verzicht der Stadt auf die Ausübung des Belegungsrechts, öffentliche Bekanntgabe und Bewerbung des Wohnraums sowie Transparenz bei der Wohnungsvergabe. Es wäre sinnvoll das Projekt als Quartiersentwicklungsprojekt zu behandeln. Weiterhin sollte sich das Engagement der Stadt nicht ausschließlich auf die ehemalige Michaelsschule beschränken, sondern weitere Problemfelder, die oben angesprochen wurden, erschließen. Hierzu wäre ein Quartiersmanagement der Stadt wünschenswert.Seite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de