210106 · Mitteilungsvorlage
1. Bonner City-Konferenz
Kerndaten
- Nummer
- 210106
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 24.02.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
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Mitteilungsvorlage öffentlich 210106 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB 1. Bonner City-Konferenz Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 16.03.2021 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Verwaltung hat am 27.10.2020 die erste Bonner City-Konferenz durchgeführt. Ursprünglich war die Konferenz als Präsenzveranstaltung im Haus der Evangelischen Kirche mit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgesehen. Mitte Oktober entschied sich die Verwaltung aus Vorsichtsgründen im Rahmen der Corona-Pandemie, für die Veranstaltung nur noch die Diskutantinnen und Diskutanten zuzulassen und die Veranstaltung in das Internet zu übertragen mit der Möglichkeit, dass die Teilnehmenden sich über die „Chat“-Funktion beteiligen. Unter diesen Rahmenbedingungen hatten sich rund 160 Personen angemeldet, von denen dann im virtuellen Raum zwischen 120 bis 140 Personen über den Gesamtzeitraum von drei Stunden zugeschaltet waren, rund 25 Personen beteiligten sich aktiv am Chat. Behandelt wurden folgende Themenblöcke: Erreichbarkeit: Wie sollen die Menschen in die City kommen? Nutzungsmischung: Was folgt, wenn der Handel geht? Sicherheit: Nur wer sich sicher fühlt, kauft auch gerne ein! Sauberkeit: Verpackungen, Kippen, Kaugummies: Das muss nicht sein! Stadtklima: Wie kann auf die Erwärmung der Innenstadt reagiert werden? Die von der Wirtschaftsförderung erstellte Dokumentation der City-Konferenz ist als Anlage beigefügt Darin wurden die Präsentationen, die Diskussionen und die Beiträge aus dem Chat zusammengefasst. Die City-Konferenz hat wichtige Impulse für den weiteren Dialog gegeben und soll in Zukunft jährlich veranstaltet werden. Im Vortrag von Frau Appelbe ist auf Seite 17 der Dokumentation der Verlauf der Passantenzahlen in der Bonner Innenstadt bis Mitte Oktober 2020 dokumentiert. Die aktualisierte Graphik für das gesamte Jahr 2020 ist als weiteres Dokument ebenfalls beigefügt.Seite 1 von 38 Seite 2 Anlage/n 1 City-Konferenz Dokumentation (öffentlich) 2 Passantenfrequenzen in 3 Bonner Straßen 2019 bis Ende 2020 (öffentlich)Seite 2 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 1 Dokumentation Dokumentation der Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 im Haus der Evangelischen Kirche, Bonn und als Online-Veranstaltung Handel ist Wandel – oder: Wohin entwickelt sich die Bonner Innen Bonner City-Konferenz 27. Oktober 2020Seite 3 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 2 Dokumentation Ausgangslage Die Bonner Innenstadt ist mit rund 135.000 qm Verkaufsfläche das Oberzentrum der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Seit jeher ist das ihre hohe Bedeutung prägende Element der Ein- zelhandel. Der Einzelhandel ist bundesweit einem permanenten Strukturwandel unterworfen, er muss sich ständig neu erfinden! Bekannte Beispiele sind die Einführung neuer Handelsformate wie den Warenhäusern am Ende des neunzehnten Jahrhunderts (und ihrem Niedergang in den vergangenen 30 Jahren), das Aufkommen der Discounter in den Fachmarktzentren auf der „Grünen Wiese“ in den 1970er Jahren und das Erscheinen des internetgestützten Online-Han- dels seit rund 15 Jahren. Immer wieder haben auch die Einzelhändler in der Bonner Innenstadt auf diese Herausforde- rungen reagiert: Handel ist Wandel. Insgesamt hat die Bonner Innenstadt eine starke Position, was sich beispielsweise in der sehr niedrigen Leerstandsquote von nur rund 3 bis 5 Prozent niederschlägt, vergleichsweise hohe Mieten sind ein weiteres Indiz für die Stärke der Bonner City. Nach einer aktuellen Untersu- chung spielt sie in einer Liga mit Städten, die mehr als doppelt so groß sind wie Bonn. Einige bereits seit Jahren laufende Entwicklungen wurden durch die Corona-Pandemie aller- dings deutlich beschleunigt. Die Schließung des Warenhauses Karstadt auch in der Bonner In- nenstadt ist ein nach außen sichtbares Zeichen dafür. Diese dynamischen Entwicklungen führten im Amt für Wirtschaftsförderung zu der Überle- gung, den derzeitigen Zustand und die möglichen Zukunftsperspektiven der Innenstadt in ei- ner City-Konferenz zu diskutieren. Dabei ist die City-Konferenz als Meilenstein und Auftakt zu verstehen in einer ganzen Reihe von Aktivitäten, die die Stadtverwaltung bereits durchführt (z.B. Analyse der Passantenfrequenzen, Passantenbefragungen, Masterplan Innere Stadt) o- der noch durchführen wird (z.B. die Einrichtung eines ständigen Arbeitskreises Innenstadt, die Fortschreibung des Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes).Seite 4 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 3 Dokumentation Die Konferenz Ursprünglich war die Bonner City-Konferenz als Präsenzveranstaltung mit mehr als 200 Teil- nehmerinnen und Teilnehmern vorgesehen. Im Laufe der Vorbereitungen wurde deren Zahl bereits auf 80 Anwesende reduziert, um die Corona-bedingten AHA-Regeln einhalten zu kön- nen. Auf Grund der Mitte Oktober bereits absehbar deutlich zunehmenden Corona-Infekti- onszahlen erschien es allerdings nicht opportun, mit so vielen Menschen in einem Raum zu diskutieren. Daher hatte sich das Amt für Wirtschaftsförderung entschlossen, für die Veran- staltung nur noch die Diskutantinnen und Diskutanten zuzulassen und die Veranstaltung in das Internet zu übertragen. Unter diesen Rahmenbedingungen hatten sich rund 160 Personen angemeldet, von denen dann im virtuellen Raum zwischen 120 bis 140 Personen über den Gesamtzeitraum von drei Stunden zugeschaltet waren, rund 25 Personen beteiligten sich aktiv am Chat. Unter dem Motto „Kooperation: Gemeinsam den Wandel bewältigen!“ wurde die City- Kon- ferenz durch die Herren Rainer Schmidt-Illguth und Jörg Lehnerdt von der BBE-Handelsbera- tung in Köln moderiert. Behandelt wurden folgende Themenblöcke: Erreichbarkeit: Wie sollen die Menschen in die City kommen? Nutzungsmischung: Was folgt, wenn der Handel geht? Sicherheit: Nur wer sich sicher fühlt, kauft auch gerne ein! Sauberkeit: Verpackungen, Kippen, Kaugummies: Das muss nicht sein! Stadtklima: Wie kann auf die Erwärmung der Innenstadt reagiert werden?Seite 5 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 4 Dokumentation Begrüßung Oberbürgermeister Ashok Sridharan Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, Sie heute bei der Bonner City- Konferenz zu begrüßen, ob Sie an Ihren End- geräten zuschauen oder als Podiumsteilneh- mende hier im Saal sind. Die Bonner Innenstadt spielt als das Ober- zentrum unserer Stadt und der Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler eine überaus wich- tige Rolle: Rund 460 Einzelhandelsgeschäfte und etwa 60 gastronomische Unternehmen sind hier ansässig. Dabei beschäftigen sie in der Innenstadt Tau- sende von Menschen. Die Innenstadt ist also auch ein wichtiger Arbeitgeber! Die Menschen aus Bonn und aus der Region, aber auch sehr viele Tourist*innen aus dem In- und Ausland kommen immer wieder gerne in unsere Innenstadt mit ihren vielfäl- tigen Angeboten. Mit der Bonner City-Konferenz möchten wir dazu beitragen, dass wir eine gemeinsame Positionsbestimmung der Innenstadt vor- nehmen und einen Dialog über ihre Entwick- lung führen. Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen im Einzelhandel und in der Gastronomie vor riesige Probleme gestellt. Die Schließung der Karstadt-Filiale hat den Wandel besonders verdeutlicht. Wir als Stadt versuchen zu helfen, wo wir können. Das Amt für Wirtschaftsförderung steht in permanentem Kontakt mit den Insti- tutionen des Einzelhandels. Auch für die Gastronomie haben wir beispielsweise un- bürokratisch die Flächen für die Außengast- ronomie deutlich vergrößert. Wir wollen heute nicht nur über die Stärken der Innenstadt sprechen, sondern auch über die Herausforderungen, darunter der Klima- wandel, die kontroverse Frage der Erreich- barkeit, wie auch Sauberkeit und Sicherheit. Das übergreifende Motto der Konferenz lau- tet jedoch „Kooperation“, denn nur im Mit- einander aller Akteure können wir erfolg- reich sein. Als eine konkrete Maßnahme ne- ben der heutigen City-Konferenz wird daher unter anderem ein ständiger Arbeitskreis City gegründet, in dem alle in der Innenstadt ansässigen Institutionen gemeinsam mit der Verwaltung Lösungen erarbeiten sollen. Viele Herausforderungen betreffen nicht nur Bonn, daher freue ich mich, dass Prof. Dr. Thomas Krüger von der HafenCityUniversität Hamburg den Keynote-Vortrag halten wird. Dem City-Management im Amt für Wirt- schaftsförderung danke ich für die Vorberei- tung und Durchführung der Konferenz.Seite 6 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 5 Dokumentation Innenstädte im Umbruch – Herausforderungen und Perspektiven Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger, HafenCityUniversität Hamburg Professor Krüger ist ein führender Wissen- schaftler mit großer praktischer Erfahrung im Spannungsfeld zwischen Einzelhandel und Stadtentwicklung. Er studierte an der TU Dort- mund Raumplanung und an der TU Hamburg- Harburg (TUHH) Städtebau/Stadtplanung. Nach seinem Abschluss als Dipl.-Ing. absol- vierte er das Referendariat Städtebau bei der Bezirksregierung Köln. Anschließend promo- vierte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet Stadt- und Regionalökonomie an der TUHH. Nach einem erneuten Sprung in die Praxis als Leiter des Fachbereichs Konzeptent- wicklung bei der LEG Landesentwicklungsge- sellschaft Schleswig-Holstein mbH in Kiel wurde er auf die Professur „Projektmanage- ment“ an der TUHH berufen und später auf die Professur „Projektentwicklung“ an der Hafen- CityUniversität Hamburg. Herr Professor Krüger beleuchtete in seinem Keynote-Vortrag die Themen Einzelhandel Büroarbeit Gastronomie und Kulturelles Leben Nach einem Zwischenresumee beantwortete er folgende Fragen: Wer sind die Akteure? Ein „Leitbild“? Was ist zu tun? Die Folien seines Vortrages sind auf den folgenden Seiten wiedergegeben.1 1 Einige Abbildungen wurden aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.Seite 7 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 6 DokumentationSeite 8 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 7 DokumentationSeite 9 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 8 DokumentationSeite 10 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 9 DokumentationSeite 11 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 10 DokumentationSeite 12 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 11 DokumentationSeite 13 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 12 Dokumentation Handel ist Wandel – oder: Wohin entwickelt sich die Bonner Innenstadt? Victoria Appelbe, Wirtschaftsförderin der Stadt Bonn Victoria Appelbe praktiziert seit über 20 Jahren Wirtschaftsförderung, zunächst in der Region Aachen bei der Wirtschaftsför- derungsagentur AGIT und seit 2008 als Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförde- rung der Stadt Bonn. An der RWTH Aachen hat sie 1994-1999 europäische Kooperationsprojekte mit Hochschulen in Osteuropa koordiniert, unter anderem im Bereich des Hochschul- managements, der Gründungsförderung und des Tourismus. Ihre wissenschaftliche Ausbildung hat sie in Großbritannien absolviert, mit einem MA-Abschluss der Englischen Literatur an der Universität Cambridge sowie einem MA-Ab- schluss der Universität Kent in Vergleichenden Literaturwissenschaften. Frau Appelbe stellte in ihrem Vortrag die Bonner Innenstadt vor: Eine der ältesten und größten Fußgängerzonen Deutschlands A-Zentrum der Stadt Bonn Öffentliche und kulturelle Einrichtungen Erreichbarkeit (Haltestellen des ÖPNV, Parkplätze für die MIV) Handel ist Wandel: Verschwundene und gekommene Unternehmen Corona-Krise Thesen zur und Herausforderungen/Notwendigkeiten für die Zukunft Die Folien ihres Vortrages sind auf den folgenden Seiten wiedergegeben.Seite 14 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 13 DokumentationSeite 15 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 14 DokumentationSeite 16 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 15 DokumentationSeite 17 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 16 Dokumentation div. Antiquariate (Rathausgasse, Martinsplatz, Am Hof) Blömer am Markt (Textilien) Universitätsbuchhandlung Bouvier (Bücher, Schallplat- ten) Carthaus (Schreibwaren, Büroartikel) Dahm (Eisenwaren) Deckers (Reitzubehör) Elpis (Schallplatten, CDs) Europa-Möbel (Möbel, Einrichtung) Gentrup (Bekleidung) Haack (Haushaltswaren, weiße Ware, Werkzeuge) Hartmann (Klaviere, Flügel) Karstadt (Warenhaus) Kempa (Spielwaren) König & Wolf (Bücher, Kunst) Lila Laden (Kunstgewerbe) Münsterladen (Religion) Musicland (Schallplatten, CDs) Puppenkönig (Spielwaren) Radio Uni (Unterhaltungselektronik, Schallplatten) Riesenkönig (Schreibwaren) Röhrscheid (Bücher) Stroemer & Emons (techn., künstl. Zeichenbedarf) Strohmann (Fahrräder) Wehmeyer (Bekleidung) Aldi (Nahversorgung) AppelrathCüpper (Mode, Umzug innerhalb der Innen- stadt) Café Extrablatt (Gastronomie) Calzedonia (Mode) Design Offices (Coworking-Space) Digital Hub Region Bonn (Coworking-Space) Five Guys (Gastronomie) Hema (Haushaltswaren) Intimissimi (Mode) Kentucky Fried Chicken (Gastronomie) La Strada (Mode) Lidl (Nahversorgung) Lindt (Schokolade) Mangal (Gastronomie) Primark (Mode) Rituals (Körperpflege) Scotch & Soda (Mode) Swapfiets (Fahrradverleih) The 9th (Coworking-Space) Xtrafit-Studio (Fitness)Seite 18 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 17 DokumentationSeite 19 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 18 DokumentationSeite 20 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 19 DokumentationSeite 21 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 20 DokumentationSeite 22 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 21 Dokumentation Der Chatverlauf Für die im Internet zugeschalteten Gäste der City-Konferenz bestand die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen im Chat nieder zu schreiben. Im Folgenden wird der Chat-Ver- lauf dokumentiert. Die Texte wurden ledig- lich aus Datenschutzgründen anonymisiert, offensichtliche Tippfehler wurden korrigiert. Ansonsten wurden die Texte nicht verän- dert. Gemeinsam mit Frau NN und Herrn NN ha- ben wir ein Modell entwickelt, wie das Kar- stadt Gebäude gestaltet werden kann. Nach unserer Vorstellung sollte im Dachbereich eine offene Gastronomie entstehen. Außer- dem schlagen wir vor, das Stadtmuseum in das Gebäude zu verlagern. Das könnte man mit einem Museumsshop und einem Muse- umscafé verbinden. Auf einer Ebene könnte ein Food Court entstehen. Dort könnte man auch die Touristik-Info ansiedeln. Im unteren Bereich könnten Aldi und DM angesiedelt bleiben. Auf diese Weise hätte man eine Mi- schung aus Kultur, Gastronomie und mög- licherweise auch Präsentationen von Firmen. Wir müssen weg kommen von der reinen Orientierung am Handel. Die Zukunft der In- nenstädte liegt gerade in der Mischung. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das Positionspapier des Deutschen Städte- und Gemeindebundes "Rettet unsere Innen- städte", das auf der Homepage www.dstgb.de zur Verfügung steht. Gerne sind wir bereit, die grafische Darstellung un- seres Projektes für die Karstadt Filiale zur Verfügung zu stellen. NN Bürger aus Bonn. *** Bonner Nachbarschaften entwickeln sich ge- genwärtig unterschiedlich schnell. Hervorzuheben ist hier das ehemalige Bun- desviertel, der Wachstumsmotor der Region. Wir alle sind heute Zeugen der Geburt einer zweiten, neuen Bonner Innenstadt. Offensichtlich fehlt hier jedoch die Einzel- handelskomponente. Ist damit zu rechnen, dass das Zentrenkonzept auf diese Entwick- lung reagieren wird, vielleicht sogar reagie- ren muss? *** Aber: wenn in der Bürofläche mehr Kommu- nikationszonen und Meetingflächen benö- tigt werden, sinkt die Flächennachfrage nicht, sondern steigt *** Für die Bonner Innenstadt steht mit dem Leerstand des Karstadt-Gebäudes die ersteSeite 23 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 22 Dokumentation große Herausforderung für einen Umbau / eine Umnutzung an. Wann und wie wird die Stadtverwaltung an diese Herausforderung herangehen? *** Wie sind die Pläne für das Stadtmuseum? wird es einen Neubau an der Pestaloz- zischule geben? Ich halte das Museum für Identitätsbildend für unsere Stadtbevölke- rung gerade auch für eine wachsende Stadt. Dass man auf die Dauer auch neue Muse- umskonzepte einarbeiten sollte, schmälert nicht die Bedeutung. Eine bessere Anbin- dung in der Innenstadt würde die Attraktivi- tät des Museums für Touristen natürlich er- höhen und damit die Attraktivität der Innen- stadt fördern wie die Musen in Köln es ja of- fensichtlich tun. *** Mit dem Leerstand des ehem. Karstadt- Ge- bäudes hat uns die Realität schon erreicht. Der Hinweis auf das Centre Pompidou von Herrn Prof. Krüger ist da ein gutes Stichwort. Ich unterstütze den Vorschlag von Frau NN und Herrn NN, das Karstadt-Gebäude multi- funktional zu nutzen und das Stadtmuseum, das wohlmöglich abgewickelt werden soll, als Anker dort anzusiedeln. In Verbindung mit Gastronomie und kleinteiligem Handel liegt hier eine große Chance die Innenstadt mit einem neuen lebendigen Identifikations- punkt zu stärken! *** Herr Prof. Krüger hat leider ausgerechnet die Kultur in der Innenstadt ausgelassen. Kann er das bitte noch nachholen? *** Die Stadterwärmung wird sich in den Som- mermonaten massiv auf die Passantenfre- quenz massiv negativ auswirken, wenn wir nicht schnell entgegenwirken - da hat Frau Appelbe völlig recht. *** Gibt es Beispiele dafür, wie Online-Shopping in innerstädtische Geschäfte integriert wer- den kann? *** Als Hamburgerin, die seit 10 Jahren in Bonn lebt, macht insbesondere die Autofreiheit die besondere Attraktivität der Bonner In- nenstadt aus. Bonn begreift sich als Nachhal- tigkeitsstadt und hat den Klimanotstand aus- gerufen. Dazu passt es nicht, weiterhin unbe- dingt den MIV zu fördern, sondern es müs- sen alternative attraktive Möglichkeiten für die Erreichbarkeit entwickelt werden (z.B. wesentlich billigerer ÖPNV, Bringservices für Einkäufe etc.). Für genau diese Ansätze ha- ben die Grünen im Stadtrat sowie die grüne OB die Kommunalwahl gewonnen. Die Bür- ger wollen also eine Neuausrichtung. Welche konstruktiven Vorstellungen haben dies- bezg. die Teilnehmer? *** Welche Vorstellungen gibt es, unattraktive Verkehrsflächen in der Innenstadt (Busbahn- hof, Rathausgasse, Belderberg, Bertha von Suttner Platz) zu gestalten, um Aufenthalts- qualitäten zu erhöhen? *** Welche Vorstellungen hat der neue Eigentü- mer im Viktoriakarree? *** Handel, Dienstleistungen, Gastro... im Endef- fekt ziehen Erlebnisse im 21. Jahrhundert Menschen in die Innenstadt, weniger die Waren (Online-Konkurrenz), daher bietet sich bspw. eine kommerzielle Therme im Be- reich der Fußgängerzone an. Nur dauerhafte Erlebnis-Magnete wie die VHS setzen sich von der Online-Welt ab ***Seite 24 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 23 Dokumentation Zur Wegebeziehung Innenstadt – Rhein, da bin ich pro Oper abreißen, denn diese blo- ckiert den einzigen Zugang der Fußgänger- zone zum Rhein. Neu ginge es von der Brü- dergasse über eine neue B9-Fußgängerbrü- cke, anstelle der Unterführung, zu einer freien Sicht auf den Rhein. Die Oper könnte auf dem gleichen Grundstück bündig zur Kennedybrücke wiedererrichtet werden. Auf dem Karstadt-Gebäude sollte man noch- mal zusätzlich 2-3 Etagen aufsetzen und dort dann eine Strandbar, Nachtclubs und v.a. et- was mit Aussicht über die Innenstadt reali- sieren - das gibt es in Bonn noch gar nicht *** Wo steht bei den strategischen, wie takti- schen Überlegungen zur Cityentwicklung die Integration des Bonner Wochenmarktes in diese Planungen? *** Nutzungsmischung und ein klares Innen- stadtkonzept sind wichtig. Aber welche kon- kreten Beiträge wollen die Immobilieneigen- tümer leisten? Besteht etwa die Bereit- schaft, z.B. frequenzabhängige Mietenstaffe- lungen vorzusehen? Auch "kleinere" Nutzer benötigen Chancen. PS: Spannende Hinweise im aktuellen DStGB- Positionspapier "Rettet unsere Innenstädte". *** Guten Tag, in Zusammenarbeit mit der IHK Bonn / Rhein Sieg hat meine Agentur ein Konzept entwickelt, dass bereits der Wirt- schaftsförderung und dem OB vorliegt. Die- ses Konzept würden wir gerne direkt mit Herrn Dr. Wenzel besprechen, da es seine Herausforderung der Nutzung der oberen Stockwerke der Karststadt Immobilie be- rücksichtigt. *** Ein Thema, das im Zusammenhang mit dem Funktionswandel von Innenstädten auch oft angesprochen wird, ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität bzw. die Schaffung von Angeboten im öffentlichen Raum ohne Kon- sumzwang. Können die Experten hierzu auch etwas beitragen? *** Wir könnten uns unsere Tanzschule in einer zentraleren Lage in der Innenstadt vorstel- len. Unsere Gäste und die Eltern der Kinder, die sich während der Kinderkurse in der Stadt aufhalten könnten, sind kaufkräftige Kunden für den Einzelhandel und die Gastro- nomie. *** Studentenleben und kulturelles Leben wäre wunderbar zu erweitern, wenn es nicht die Lärmschutz-Problematik gäbe (siehe Klang- welle). Wäre beispielsweise eine Nutzung ei- ner der oberen Karstadt Etagen denkbar, wenn dort insbesondere am Wochenende (sonntags) Publikumsverkehr stattfindet. Wie würde man die Anwohner mit ins Boot holen, um allgemein den Ausbau des kultu- rellen Angebots nicht mit einer Lärmschutz Debatte zu beginnen.Seite 25 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 24 Dokumentation Bonn hat diesbezüglich leider mittlerweile einen schwierigen Ruf *** Wie wichtig ist im Angesicht des Struktur- wandels künftig die Erreichbarkeit der Innen- städte mit dem Auto? *** Wie kann man Besucher auch bei schlechtem Wetter in die Bonner Innenstadt locken? Gibt es nicht zu wenig durchgängig über- dachte Einkaufsfläche (Einkaufszentren, "Malls"), die für sich eine Attraktion darstel- len können? *** Ist es nicht so, dass schon beim Einzelhandel unterschiedliches Engagement vorliegt. Filia- listen und inhabergeführte Geschäfte? Sorry Frau Appelbe, wir haben viel Kultur in der Innenstadt! Erinnere noch mal daran. Tourismus als Element, Menschen in die In- nenstadt zu bekommen. Ich habe die Abfallbehälter im Fußgängerzo- nenbereich mehrfach zwischen 14:30 und 16:30 beobachtet. Soweit ich weiß, gibt es zwei Entleerungszyklen. Der zweite müsste verändert werden, da dann die Abfallbehäl- ter überquellen. *** Welche Lösungen gibt es im Umgang mit Plätzen, die in hoher Zahl von Obdachlosen, Drogen- und Alkoholabhängigen aufgesucht werden? *** Ich hoffe die Stadt hat Mut und lässt auf dem Windeckbunker in vielen Stockwerken Wohnnutzung zu. Das könnte ein Wahrzei- chen für Bonn werden mit einem Museum im Bunker. Was ist mit einer Markthalle? *** Es geht doch auch um Gestaltung. Da macht jedes Amt was es will z.B. Videoscreens von Stroer, private Möblierung nach eigenem Geschmack. Grelle Mülleimer von Bonn- Orange *** Sauberkeit, schauen Sie sich mal die Maximi- lianstraße an! Bestes Negativbeispiel *** Grünfläche rechts vom Alten Rathaus an so prominenter Stelle ständig ungepflegt ... *** Stadtmuseum und Touristinfo im OG des Karstadtgebäudes - vielleicht auch eine Bibli- othek nur mit Bonn-Themen und Souvenirs- artikeln? Bonn-Themen würden die Leute vielleicht auch dahin ziehen. *** Thema Verkehr: Dann muss ÖPNV günstiger werden, sodass mehr Bürger diesen nutzen. *** Wir stimmen Herrn Wiesner vollkommen zu: Die Erreichbarkeit der Parkhäuser war stets gegeben. Allerdings war es eine "ungüns- tige" Planung, dass am Bahnhof auf einmal alle Parkplätze verschwunden waren, ohne dass es ein vernünftiges Parkleitsystem gab. Das ständige hin und her beim Cityring hat viel mehr Kunden von außerhalb gekostet, als die Sperrung an sich. Bei einer vernünfti- gen Verkehrsleitung (die ja jetzt kommen soll) ist eine Durchfahrt durch den Cityring vollkommen überflüssig. Der Mehrwert durch eine höhere Aufenthaltsqualität ist viel zukunftsweisender für die Innenstadt und auch für den Handel! Frage: Wird die Stiftsgarage in das neue Park- leitsystem einbezogen!? ***Seite 26 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 25 Dokumentation Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollte der MIV allerdings eher reduziert, statt gefördert werden. Die Erreichbarkeit sollte anders erzielt werden. Welche Konzepte existieren? Darüber sollte viel stärker disku- tiert werden. *** Bisher stehen die A Lagen in Bonn im Focus der Diskussion. Welche Lösungsansätze wer- den für B und C Lagen gesehen? Handel ist hier bereits heute schon reduziert bedeu- tend. Werden hier Leerstände steigen. Führt dies insgesamt zur Konzentration des Han- dels auf die A Lagen und unter investiven Ge- sichtspunkten zu einer Erhöhung der Boden- werte, so dass Kooperative Stadtentwick- lungsansätze auch in der A Lage durch wei- terhin steigende Käuferpreise verhindert werden könnten. Hohe Kaufpreise schließen Kulturnutzungen aus. Schade, dass der Chat nicht für die Teilnehmer einsehbar ist. *** Wie beschreibt die Stadt Bonn mit wenigen Worten Ihre USP- Europastadt? Bun- desstadt? Beethovenstadt? *** Wieso ist Bonn unsicher? Herr NN soll nicht sein Empfinden, sondern Fakten liefern. *** Bonn gehört allen Menschen. Auch den „Problemgruppen“. Man kann auch Situationen bewusst schlecht reden - und sich damit am Ende am meisten selbst schaden. „Innenstadt soll heller und videoüberwach- ter werden“ - Wo ist sie denn dunkel? Weg mit den historisierten Laternen und überall Fluter/Scheinwerfer? Wenn die Innenstadt noch aufgewertet wer- den soll, dann müsste a) zunächst der Autoverkehr minimiert b) die wichtigen Gebäude - Kurfürstliches Schloss/Uni-Hauptgebäude, Bahnhof - in die Fußgängerzone integriert werden Hatte NIE das Problem, die Innenstadt nicht erreichen zu können. Auch eine bewusste Schlechtrederei von EHV und IHK. Und immer wieder die Mär vom autofahren- den Kunden, der seine in der Innenstadt ge- kaufte Waschmaschine sonst nicht nach Hause transportieren kann. „Bonn in einer Dauerkrise, was die Erreich- barkeit mit dem PKW-Verkehr betrifft“?!?!?! Kritik(er) auf dem Stand der 1960er Jahre. „Straßen müssen ausgebaut werden“ (IHK- Wimmers) > Wer Straßen ausbaut, produ- ziert zusätzlichen Autoverkehr „Die freie Wahl des Verkehrsmittels ist für mich ein Grundrecht der Freiheit“ (Name) - So was von einer Person zu hören, die ernst genommen werden will... *** Hinweis zum Individualverkehr - gerade in diesen Zeiten hat sich gezeigt, dass insbeson- dere die älteren Menschen ein Bedürfnis ha- ben, den PKW zu nutzen, sofern Sie aktuell überhaupt in die Innenstadt fahren. Deswe- gen bleibt alleine die Erreichbarkeit und die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt für den Handel absolut notwendig. *** Werden die Präsentationen jeweils per E- Mail noch zugesendet? Gerne an *** Vielen Dank für die spannenden Diskussio- nen und Perspektiven. Zwei Fragen: Welche Rolle könnten temporäre Nutzungen spie- len? Und wäre es denkbar, Flächen gezielt für Bildungsaktivitäten zu nutzen? *** Guten Tag, ich freue mich, dass die Entwick- lung der Innenstadt als Ganzes nun endlichSeite 27 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 26 Dokumentation zum Thema in Bonn wird. Hier liegt aus mei- ner Sicht ein erhebliches ungeborenes Po- tenzial. *** Das Bild vom "Gesamtkonzert" gibt sehr gut wieder, dass die Attraktivität der Innenstadt an der bunten, lebendigen Mischung hängt. Der Handel als Leitbranche verliert an Be- deutung, deshalb müssen Kultur und Dienst- leistung deutlicher in den Vordergrund rü- cken. Dazu gehören Museen, Galerien, Kom- binationen wie Musik-Cafés und auch Frei- zeit- und Bildungseinrichtungen (z.B. Tanz- schule, Kreativräume, Musikschule, offene Proberäume, offene Atelierräume etc). Des- halb sollte die Stadt überlegen, wie sie An- siedlungen fördern kann (z.B. Stellplatzan- forderungen). Der Masterplan innere Stadt ist reine "Bau- planung", hier muss dringend und schnell er- gänz werden um eine Zukunftsplanung für die Nutzungen, die Funktionen in einer In- nenstadt, die attraktiv sein will. In einen City-marketing-Verein gehören nicht nur Händler! Es sollten auch Gastrono- men sowie kulturelle und öffentliche Einrich- tungen Mitglied werden. Z.B. die VHS, das Beethovenhaus oder auch die Universität. In anderen deutschen Städten gibt es solche Partnerschaften für die City. Ich bin überzeugt, dass auch obere Ge- schosse gerne von Kunden frequentiert wer- den, wenn es "oben" eine Attraktion gibt. Bsp. Kaufhaus Rinascente in Mailand mit ei- nem Café mit großer Terrasse im obersten Geschoss. Gleiche Situation im KaDeWe in Berlin. Oder Fondaco dei Tedeschi in Vene- dig, wie Menschen Schlange-stehen, um auf die Dachterrasse zu kommen. Wie wäre es mit einer Restaurant-Cafè- Dachterrasse auf dem Karstadt-Gebäude? Von da hätte man einen spektakulären Blick über die Stadt, insb. Münsterplatz, Beethoven-Denkmal. Frage an Herrn Wenzel: Können Sie sich vor- stellen, in den oberen Etagen das Stadtmu- seum zu beherbergen? Wir haben dazu als Bonner Bürger*innen schon mal eine Idee entwickelt. Frage an Herrn Wiesner: Müssen Bebau- ungspläne geändert werden, damit wir Woh- nen in den Obergeschossen der City bekom- men können? Z.B. In der Sternstraße stehen etliche OGs leer. Die bcsd hat schon 2016 in einem Fachbei- trag dargelegt, dass für ein gelungenes Stadt- marketing die Geschichte der Stadt und ihre Darstellung in Museen wichtig ist. Attraktivität hat auch mit der Identität einer Stadt viel zu tun. Ein Stadtmuseum ist genau die Chance, diese Identität in die Öffentlich- keit zu bringen für Bürger*innen, aber auch für Tourist*innen. Frage an Herrn Wiesner: Könnten Sie sich vorstellen, die zu beantragenden Städtebau- fördermittel für den Neubau des Stadtmuse- ums in die Renovierung eines bestehenden Gebäudes zu investieren? Z.B. in das Kar- stadt-Gebäude? Frage an Wiesner: Was kann die Stadt tun, um in der Innenstadt mehr Wohnen z.B. auch Senioren-Wohneinrichtungen zu för- dern? Bebauungsplan ändern? Stellplatzanforderungen senken? Sicherheit ist zuvorderst die "gefühlte" Si- cherheit. Und dieses Gefühl hat in der City, insbesondere abends viel mit Belebung und Beleuchtung zu tun. Geschlossene Geschäfte nach 20 Uhr und Schaufensterbeleuchtungen, die nach 22 Uhr ausgehen, vermitteln das Gefühl "Schluss, geh nach Hause, jetzt wird es gru- selig". Ich denke, wir sollten einmal im Jahr eine City-konferenz abhalten, das fördert die Kommunikation und hat heute ein wahres Ideenfeuerwerk gebracht. *** Dachterrassen - Nutzung für Cafés & Restau- rants sind in Bangkok & Singapur die touris- tischen Hotspots... Es wäre dem neuen Arbeitskreis zum Thema "Innenstadtentwicklung" zu empfehlen, eine "best practice" Studie zu erstellen, um welt- weit nach Vorbild - Regionen zu forschen! Die IHK könnte ihr Netz von weltweit vertre- tenden IHK Vertretungen hierzu einbezie- hen!Seite 28 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 27 Dokumentation Der Mangel an öffentlichen Toiletten ist ein brennendes Thema für Bonn - Besucher! Sehr interessante Veranstaltung! Bravo! *** Nicht Online sondern Lidl und Aldi ist das neue Kaufhaus :-) *** Verkehrssicherheit kein Thema, wenn Müt- ter mit Kindern mit dem Rad in die Innen- stadt wollen? 20.000 Einwohner hat die Bonner Innenstadt seit 1970 verloren! Zu viele Autos sind das Problem! Stau! Durch Autos! Mehr Radförderung = mehr Platz für Autos?!?! 103.000 sind Binnenpendler nur Bonner, keine von außen!! Wo parken Fahrräder? Welches Parkhaus hat Radparkplätze??? Umsätze rückläufig wegen Dauer-Sale!?? Wieviele Gewerbesteuern bezahlt denn Pri- mark, wo das T-Shirt nur wenige EUR kostet? Woher soll die Steuer kommen? Nie Thema leider: Erreichbarkeit für Fußgän- ger auf zugeparkten Gehwegen in die Innen- stadt! Auch Autofahrer sind Fußgänger :-) Zahlen lokale Händler nicht mehr Steuern, als Konzerne wie Zara? Aldi und Lidl ist der Tod von Kaufhäusern! Drogeriemärkte und Baumärkte auch, die al- les bieten für den Haushalt! Vielen Schulen fehlen Turnhallen! Karstadt könnte Schulen was bieten! KARSTADT WIRD STADTMUSEUM!!!!!! 2 Stockwerke! INKL STADTARCHIV! Auf vielen Parkplätzen der Supermärkte in den Stadtvierteln ist Platz für Wohnraum! Uni Bonn braucht Karstadt-Flächen für ihre Bibliothek!! City-Ikea in B-Lagen, wenn gut erreichbar! Netz von Orten verknüpft mit Netz von Rad- wegen, wäre das was für die IHK??? Oxfordstraße ist B-Lage wegen Lärm und Ab- gase Kunden wollen sicher in die Stadt, was sorgt für Sicherheit???? Was sorgt für Stau??? Sauberkeit und Sicherheit eher eine Frage von Fahrverbote/Diesel und Unfälle/Que- rungsmöglichkeit. Problem sind Autofahrer: Statt in ein leeres Parkhaus zu fahren, stehen sie im Stau vor dem Friedensplatz! Und Handel klagt: Nicht erreichbar :-) Wiesner hat recht! Es wollen viele Autofahrer auf eine sichere Radstrecke, daher ist es gut für Wirtschaft, wenn IHK das erkennt und Wirtschaftsver- kehr fahren kann, wenn weniger Autostau!! Auch ohne Unigarage und Rabinparkhaus gab es keine Probleme!!! Herr Wimmers, durch weniger Autos sind Ihre Gebiete besser erreichbar!! Sie sind ge- gen Radverkehrsnetze, die Ihre Probleme lö- sen könnten! Freie Wahl, wenn 2 Spuren Pkw und schlech- tem Radweg?? Tolle Wahl!! Wegen dem Klimawandel kaufen Kunden auch keine "Übergangskleidung" mehr! Es ist also nicht immer Onlinehandel schuld! (On- line ist eh nur 10% das Handels!!) Mit schönen Fassaden laufen die Käufer langsamer, dann sehen sie mehr Schaufens- ter! Beim Arbeitskreis ist es wichtig, dass nicht zu viele am Ende nichts bewirken :-( weil letzt- lich keiner verantwortlich ist!??! DANKE an ALLE!! Hat super geklappt!!! Auch Ihnen einen guten Nachhauseweg!Seite 29 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 28 Dokumentation Im Anschluss an die beiden Vorträge diskutierten2: unter der Moderation von Rainer Schmidt- Illguth und Jörg Lehnerdt: Victoria Appelbe, Wirtschaftsförderin der Stadt Bonn Philipp Blömer, Geschäftsführer Blömer am Markt Prof. Dr. Thomas Krüger, HafenCityUniversität Hamburg Jannis Vassiliou, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Bonn Rhein-Sieg Euskirchen Dr. Frank Wenzel, Geschäftsführer Aachener Grundvermögen Helmut Wiesner, Stadtbaurat der Stadt Bonn Prof Dr. Stephan Wimmers, Geschäftsführer Handel der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg 2 Die eingeladene Vertreterin des city-marketing bonn e.V. hatte leider kurzfristig absagen müssen.Seite 30 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 29 Dokumentation Rahmenbedingungen Auf Grund des Einkommensniveaus der Bon- ner Bevölkerung und des Einzugsgebietes im Rhein-Sieg-Kreis ist das Oberzentrum „Bon- ner Innenstadt“ in einer vergleichsweise starken Position. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das Einzelhandels- und Zentrenkonzept, das Konkurrenz in der Nähe verhindert hat. Dies zeigt sich auch in den A-Lagen, wie der Poststraße, die überwiegend mit Einzelhan- del belegt ist, die Leerstandsquote ist insge- samt sehr niedrig. Der Funktionsverlust der Warenhäuser ist – davon unabhängig – end- gültig. Nutzungsmischung Die Trennung der Funktionen Wohnen / Ar- beiten / Versorgen / Freizeit ist eine Erfin- dung der Mitte des 20. Jahrhunderts. Jedoch wird es künftig zu einer größeren Vermi- schung dieser Funktionen auch in der Bonner Innenstadt kommen. Die Diskutanten waren sich einig, dass der Einzelhandel weiterhin die Leitfunktion für die Bonner Innenstadt wahrnehmen würde, jedoch andere Nutzungen hinzukämen. Diese vermehrte Mischung von Nutzungen wird sich nicht nur zwischen den Straßen und Gebäuden ergeben, sondern auch innerhalb der Gebäude: Die oberen Etagen werden in den Einzelhandelsunternehmen von den Kund*innen nicht mehr angelaufen. Der Ein- zelhandel wird sich vor allem auf die Erdge- schosszone, aber auch das Basement und das 1. Obergeschoss konzentrieren. Die Flächen in den darüber liegenden Ge- schossen werden künftig vornehmlich durch Dienstleistungen, öffentliche Institutionen, Büros, Fitnessstudios sowie – wo es möglich ist – vermehr durch Wohnen genutzt wer- den. Allerdings benötigen die Gebäude für diese Nutzungsmischung eine andere in- terne Erschließung. Dabei müssen die Funk- tionen entkoppelt werden, gleichzeitig aber auch nach außen hin erkennbar sein. Auch die Nahversorgung, die es lange nicht mehr in Bonn gegeben hat, hat bereits ihren Weg in die City zurückgefunden. Planungsrechtlich ist die Nutzungsmischung möglich, Bauanträge auf Nutzungsänderung können unter Berücksichtigung der rechtli- chen Rahmenbedingungen rasch genehmigt werden. Jedoch gibt es auch Rahmenbedin- gungen, auf die die Stadt nur bedingt Einfluss hat, wie die Stellplatzablöse. Für Immobilien-Eigentümer wird die Situa- tion komplexer. Der stationäre Einzelhandel leidet unter der Digitalisierung und den Aus- wirkungen der Corona-Pandemie bedingten Lockdowns. Geschäfte und Restaurants schließen und Arbeitsplätze gehen verloren, die im Online-Sektor nicht immer in Deutsch- land ersetzt werden. Das gleiche gilt für die Steuereinnahmen. Auch helfen viele Vermie- ter ihren Mietern mit Mietnachlässen und flexibleren Mietvertragslaufzeiten, sofernSeite 31 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 30 Dokumentation ihnen dies bei den bestehenden Finanzierun- gen möglich ist. Hinzu kommen immer hö- here Auflagen an Immobilien bzgl. der Ge- bäude-Energie-Effizienz (Dämmung, GEG) und des Brandschutzes.. Eventuell ergibt sich daraus aber auch eine Chance für Veränderung: Bonn spielt im Städtevergleich in einer Liga mit zum Teil deutlich größeren Städten, wie Dortmund, o- der mit Städten, die als Solitäre in einem ländlichen Umfeld liegen, wie Münster. Den- noch wäre es wichtige, zukunftsweisende neue Handels- und Dienstleistungsformate nach Bonn zu holen. Durch andere Nutzungen können auch die Passantenfrequenzen angeglichen werden: Mehr Nutzungen an Wochenenden z.B. durch Kultur. Das studentische Leben ist derzeit in der City nicht sichtbar, obwohl die Bonner Universi- tät rund 38.000 Studierende zählt. Die Po- tentiale der Universität und ihrer Studieren- den sollten für die Innenstadt genutzt wer- den. Die Innenstadt ist ein Netz von Orten! Daher gehört zur Nutzungsmischung auch, dass die B-Lagen Raum für Experimente, kürzere Mietverträge etc. bieten. Daher sollten die B- Lagen immer mitgedacht werden: Durch dor- tige neue Nutzungen kann die Innenstadt insgesamt attraktiver werden (Beispiel Fried- richstraße). Um die Entwicklung dort zu be- gleiten, wird ein Zentrenmanagement vorge- schlagen. Exkurs: Karstadt-Gebäude Dr. Wenzel berichtet, dass im Basement mit Aldi und dm zwei feste Mieter bleiben wer- den. Für das EG und das 1. OG (evtl. 2. OG für Technik, Lager, Sozialräume) verhandelt die Aachener Grundvermögen mit einem Han- delsunternehmen. Die beiden Geschosse darüber werden nicht mehr mit Einzelhandel belegt werden kön- nen. Vorschläge für deren Nutzung wurden auch im Chat gestellt: Bunte Mischung, Kre- ativ-Räume, Museen, Tanzschule, Tanz-Seite 32 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 31 Dokumentation schule, Stadtmuseum, Top-Roof-Café mit ei- nem „sensationellen Blick aus den oberen Etagen“ (Dr. Wenzel) etc. Darüber sollte ein Dialog mit der Stadt und möglichen Nutzern geführt werden. Exkurs Viktoriakarree Der Standort Bonn ist mit seiner schönen und attraktiven Innenstadt (Prof. Krüger: „Bonn ist eine Perle“) beliebt für Nutzungen wie Wohnen, Büros, Einkaufen. Auf Grund der ständig wachsenden Bevölke- rungszahl sind im Bereich Wohnen Verdich- tungsprozesse notwendig. Es geht dabei um die aktive Füllung von leeren Flächen/Grund- stücken Wohnen in Sternstraße schwierig, Windeck- bunker interessant, Für das Viktoriakarree wurde ein Struktur- konzept verabschiedet, auf dessen Grund- lage ein Bebauungsplan entwickelt werden soll mit einer deutlichen Nutzungsmischung: Belebte EG-zone, Wohnen oben. Sicherheit Nur Menschen, die sich sicher und wohl füh- len, kommen auch gerne in die Stadt, um hier einzukaufen oder die Gastronomie zu besuchen. Laut Polizei ist die Kriminalitätsrate in der Bonner Innenstadt rückläufig, dennoch gibt es bei vielen Menschen (ältere Menschen und Kinder/Jugendliche, Tourist*innen) im- mer wieder ein Gefühl der Unsicherheit. Angsträume, in denen gerade im Winter zu wenig Licht ist, sind ein erster Grund. Daher haben Einzelhandel und Stadt verschiedene Beleuchtungskonzepte umgesetzt. Ein wei- terer Grund sind Ansammlungen von Men- schen, die für einzelne bedrohlich wirken (ohne dies tatsächlich sein zu müssen), wie Betrunkene, Obdachlose, junge Männer. Aber auch offenes Dealen ist an einigen Stel- len der Innenstadt ein Problem. Hinzu kom- men z.T. aggressive Bettler. Die Ordnungsbe- hörde und die Polizei bestreifen daher von der Wache GABI aus gemeinsam die Innen- stadt. Bei deren personeller Ausstattung und der der Straßensozialarbeit besteht al- lerdings noch „Luft nach oben“. Die Stadt hat, sofern sie Eigentümerin einer Handelsfläche ist, den Verkauf von „Billig- Bier“ untersagt. Jedoch hat der Betreiber des Kiosks auf dem freien Markt eine neue Bleibe gefunden. Hier sind also auch die privaten Ei- gentümer gefragt. Ein Schritt in diese Rich- tung könnte die Gründung von Immobilien- und Standortgemeinschaften sein, die sich um die öffentlichen und auch angrenzenden privaten Räume kümmern. Der AK Innen- stadt wäre ein gutes Gremium, um Dinge ab- zusprechen (Eigentümer, Betreiber, Stadt). Im Übrigen hilft Nutzungsmischung (s.o. auch bei der Sicherheit.Seite 33 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 32 Dokumentation Sauberkeit Es werden mehr öffentliche Toiletten benö- tigt, da deren Anzahl für eine Stadt auf unse- rem Niveau nicht ausreichend ist: Sowohl Bürger*innen als auch Tourist*innen sehen dies häufig als Mangel. Die Verwaltung hat auch bereits den Auftrag übernommen, sich des Problems anzunehmen. Der Reinigungszyklus von BonnOrange ist be- reits erhöht worden. Dennoch hat gerade durch die Corona-Pandemie die Menge an Wegwerfprodukten (Fastfood, Masken) deutlich zugenommen, was zu überquellen- den Abfallbehältern führt. Durch eine innovative Methode wurden kürzlich Kaugummis auf der Sternstraße ent- fernt. Auf Grund des guten Erfolgs soll dies in Abständen wiederholt werden. Aber: Man könne besser werden, nur müss- ten die Konsument*innen auch mitmachen. Erreichbarkeit Die bundesdeutsche Gesellschaft insgesamt steht vor einer Verkehrswende, es wird eine Verschiebung innerhalb des Modal Split ge- ben. Für Bonn gibt es den Klimanotstandsbe- schluss, nach dem der PKW-Anteil im Modal Split auf 25% gesenkt werden soll. Auch wenn Menschen weiterhin auf PKW-Mobili- tät angewiesen sind, wird es kein grundsätz- liches Verbot des PKW geben. Daher sind neue Lösungen sinnvoll, sie müs- sen jedoch gut durchdacht sein und kommu- niziert werden. Nichtentscheiden ist die schlechteste Lösung. Die Stadt Bonn hat 2012 den „Masterplan in- nere Stadt“ als städtebauliches Konzept ver- abschiedet. Darin wurde als verkehrsplaneri- sche Idee bereits auch beschlossen, den City- Ring aufzulösen und durch einen City-Bogen zu ersetzen. Ziel ist die städtebauliche Anbin- dung und Aufwertung des Uni-Hauptgebäu- des. Auch bei der Lösung des City-Bogens bleiben alle Parkhäuser und Hochgaragen grundsätzlich erreichbar. Erfreulich ist, dass die Uni-Tiefgarage nach mehreren Jahren Bauphase wieder für die Besucher*innen aus dem Süden geöffnet ist und mit dem Park- haus Rabinstraße erstmals eine aus Norden anfahrbare Parkmöglichkeit besteht, die über die neue Viktoriabrücke gut angebun- den sein wird. In den vergangenen Jahren wurden durch politische Entscheidungen Testphasen (Ver- such erweiterter City-Ring, Kappung des Ringverkehrs). Dies führte zu Verwirrung bei allen Verkehrsteilnehmern. Die Bonner Innenstadt ist grundsätzlich auch mit dem PKW erreichbar, die innerstädti- schen Parkplatzkapazitäten werden lediglich an den Wochenenden vor Weihnachten überschritten. Dies ist jedoch kein Bonner Phänomen allein. Vielmehr handelt es sich bei den Staus um die Pendlerspitzen, welche die Innenstadt- straßen verstopfen. Mit Hilfe des Lead-City- Programms (ausgestattet mit 35 Mio. €) ver- sucht die Stadt gemeinsam mit dem Rhein-Seite 34 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 33 Dokumentation Sieg-Kreis das hohe Pendleraufkommen im MIV zu senken. Die Pendler benötigen jedoch Alternativen. Eine wesentliche Maßnahme ist die Einfüh- rung eines betrieblichen Mobilitätsmanage- ments bei wichtigen großen Unternehmen. Ziel ist es, die Arbeitnehmer*innen alternativ an ihre Arbeitsplätze zu bringen (Beispiel Projekt Jobwärts). Die Corona-Pandemie hat wie ein „nicht be- schlossener Verkehrsversuch“ (Wiesner) ge- zeigt, dass auf Grund von zahlreichen Home- Office-Arbeitsplätzen weniger Autoverkehr in Stoßzeiten Staus vermeidet (Beispiel Reu- terstraße -70%). Auf der B56 in Richtung Westen zeigte sich, dass bereits eine Redu- zierung des Autoverkehrs um zehn Prozent Staus vermeidet. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Ausbau in Abstimmung mit den Kommunen im Rhein- Sieg-Kreis der Infrastruktur (P&R-Parkplätze, Shuttlebusse) notwendig. Aber auch in Bonn sollten mehr P&Bike-Parkplätze entstehen. Mobilstationen müssen ertüchtigt werden, der ÖPNV muss besser werden. Beispiele für bereits umgesetzte oder in Pla- nung befindliche Projekte sind: Taktverdichtungen im Netz (15min Takt in Straßenbahnen auch Samstags, Kos- ten: 8,5 Mio. € aus dem Lead-City-Pro- gramm) Auf der Stadtbahnlinie 66 soll ab 2023 ebenfalls der Takt verdichtet werden, so dass ein 5-Minuten-Takt entsteht zwi- schen Bundesviertel und City Planung und Machbarkeitsstudie der Westbahn Planung und Machbarkeitsstudie für eine Verlängerung der 61 in Richtung Busch- dorf Aber auch kleine Maßnahmen können posi- tive Effekte erbringen. So wird der Einzelhan- delsverband ab Mitte November ein Lasten- rad für die Handelsunternehmen der Innen- stadt zur Auslieferung von Waren an die Kund*innen in Betrieb nehmen. Stadtklima Städte, namentlich die Innenstädte, sind Hit- zeinseln, deren Temperaturen vor allem im Sommer um bis zu zehn Grad über den Tem- peraturen der Stadtränder liegen. Dies führt zu gesundheitlich belastenden Situationen sowohl für die Bewohne*innen als auch die Gäste der Innenstädte: Die Aufenthaltsquali- tät sinkt! Frau Appelbe hatte in ihrem Vor- trag auf den Rückgang der Passantenfre- quenzen während der Hitzeperiode im Som- mer 2019 hingewiesen. Es müssen daher Konzepte erarbeitet und umgesetzt werden, die die Temperaturen vor allem in den Sommermonaten senken. Mehr Pflanzen bieten Schatten und führen zur Verdunstungskühle (Fassaden-/Dachbe- grünung). Beispiel Düsseldorfer Kö-Bogen II der Aache- ner Grundvermögen: Auf Dach und der Stu- fenfassade wurden 30.000 (!) Hain-BuchenSeite 35 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 34 Dokumentation gepflanzt, die aneinander gereiht eine Länge von acht Kilometer erreichten. Das Zurückbringen von Grün in die Stadt kann auch zur Auflösung der Funktionstren- nung zwischen Arbeiten, Versorgen und Wohnen beitragen. Dazu ist es notwendig, Potentiale an Gebäuden zu heben (evtl. Sta- tik-Probleme bei Bestandsgebäuden). Die Ei- gentümer müssten sich im Rahmen der eige- nen Möglichkeiten um Änderungen bemü- hen. Die Stadt kann beratend zur Seite ste- hen. Fazit Zum Schluss fasste Frau Appelbe die City- Konferenz in einigen Stichworten zusam- men: Bei der Nutzungsmischung müssen neue Konzepte und Stadtentwicklung gleich- zeitig gedacht werden. Die bestehende Substanz soll weiterent- wickelt werden. Appell: Stadtverwaltung soll schneller werden bei Änderungsmaßnahmen Die Sauberkeit ist objektiv und subjektiv im Großen und Ganzen nicht sehr akut Bei der Sicherheit ist ein laufendes Moni- toring notwendig. Eine Maßnahme ist mehr Licht auf den Straßen und Plätzen. Die Anpassung der City an den Klimawan- del bedarf einer vertieften Betrachtung. Bei der Erreichbarkeit gingen die Mei- nungen gingen am meisten auseinander, auch wenn es durchaus Übereinstim- mungen gab. Es bedarf hier einer prag- matischen, ideologiebefreiten Diskus- sion. Die Stadt Bonn wird den City-AK und eine verwaltungsinterne Task Force ins Leben rufen. Die City-Konferenz sollte regelmäßig ein- mal im Jahr stattfinden.Seite 36 von 38 Bonner City-Konferenz am 27.10.2020 35 Dokumentation Für Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an Dipl.-Geogr. Arnulf Marquardt-Kuron City-Management im Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn Thomas-Mann-Straße 2-4 53103 Bonn arnulf.marquardt-kuron@bonn.de 0228 / 77-2053 Impressum Bundesstadt Bonn Amt für Wirtschaftsförderung Thomas-Mann-Straße 2-4 53103 Bonn wirtschaftsfoerderung@bonn.de © Fotos: Arnulf Marquardt-Kuron © Folien I: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger © Folien II: Stadt Bonn, Amt für WirtschaftsförderungSeite 37 von 38 y = -1E-08x6 + 1E-05x5 - 0,005x4 + 0,9541x3 - 78,064x2 + 1629,1x + 2858,2 R² = 0,427 -250.000 -200.000 -150.000 -100.000 -50.000 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 Januar ------------------ 2. KW 3. KW 4. KW Februar ------------------ 5. KW 6. KW 7. KW 8. KW März ------------------9. KW 10. KW 11. KW ---------- Lockdown ------------------ 12. KW 13. KW April ------- 14. KW 15. KW 16. KW 17. KW ---------- Maskenpflicht ------------- Mai -------------------------------------- 18. KW 19. KW - gesamter Einzelhandel öffnet --- 20. KW 21. KW 22. KW Juni ------------------------ 23. KW 24. KW 25. KW 26. KW Juli ------------------ 27. KW 28. KW 29. KW 30. KW August ------------------ 31. KW 32. KW 33. KW 34. KW 35. KW September ------------------ 36. KW 37. KW 38. KW 39. KW Oktober ------------------ 40. KW 41. KW 42. KW 43. KW November ------------------44. KW 45. KW 46. KW 47. KW 48. KW Dezember ------------------ 49. KW 50. KW 51. KW 52. KW Summe der Passanten in drei Straßen pro Tag Wochentage vom ersten Montag im Januar bis Ende Dezember (Angabe der Kalenderwochen für das Jahr 2020) Summe der täglichen Passantenfrequenzen in Post-, Remigius-, Sternstraße: Vergleich 2019/2020 Quelle: Daten von www.Hystreet.com, Berechnungen des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn (A. Marquardt-Kuron 4.1.2021) Tagessumme 2019 Tagessumme 2020 Differenz 2019/2020 7 Periode gleit. Mittelw. (Tagessumme 2019) 7 Periode gleit. Mittelw. (Tagessumme 2020) 7 Periode gleit. Mittelw. (Differenz 2019/2020) Poly. (Differenz 2019/2020)Seite 38 von 38
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