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210075 · Beschlussvorlage

Umgestaltung des Sportplatzes Heiderhof zu einem landschaftsgerechten Generationenpark für alle

Nummer
210075
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
15.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 28.04.2021 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Sportausschusses 22.04.2021 Anhörung
  3. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 21.04.2021 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
210075
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Umgestaltung des Sportplatzes Heiderhof zu einem
landschaftsgerechten Generationenpark für alle
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
21.04.2021 Empfehlung
Sportausschuss 22.04.2021 Anhörung
Bezirksvertretung Bad Godesberg 28.04.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Verwaltung wird ermächtigt, weitere Planungsleistungen und die
erforderlichen naturschutzfachlichen Gutachten für die
geplante Umgestaltung des Sportplatzes Heiderhof zu einem
Generationenpark für alle Bürger*innen in Auftag zu geben.
2. An den weiteren Planungsschritten werden die Bürger*innen des
Ortsteils Heiderhof beteiligt.
Begründung
Der Sportplatz Heiderhof wird schon seit einigen Jahren nicht mehr für den
Vereinssport genutzt. Deshalb ist am 27.06.2019 im Hauptausschuss
beschlossen worden, die zunächst geplante Umwandlung in einen
Kunstrasenplatz zurückzustellen und stattdessen unter Beteiligung der
Bürgerinnen und Bürger ein alternatives, sportliches Nutzungskonzept für diese
Sportanlage zu entwickeln (DS 1910931).
Im November 2019 hat daraufhin ein erster Bürgerworkshop stattgefunden.
Dieser ließ ein sehr breites Bild an unterschiedlichen Vorschlägen und Ideen für
die Zukunft des Sportplatzes Heiderhof erkennen.
Zur Umsetzung dieser Vorschläge und Ideen in konkrete Planungen hatte die
Verwaltung ein Objektplanungsbüro beauftragt, eine Planungswerkstatt zu
organisieren und eine Mehrfachbeauftragung von drei
Landschaftsplanungsbüros zu begleiten (siehe hierzu auch die Stellungnahme
DS 200995 zur Beschreibung des Verfahrens). Als Landschaftsplanungsbüros
wurden ein Büro aus Bonn und zwei überregional tätige Büros aus Bochum und
Frankfurt ausgewählt.Seite 1 von 11

Seite 2
Am 18. und 19. September 2020 fand eine Planungswerkstatt mit Bürgerinnen
und Bürgern und den beauftragten Planungsbüros in der Turnhalle der
Grundschule Heiderhof statt. Im Rahmen dieser Planungswerkstatt hatten die
Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, weitere Ideen und Vorstellungen zu
äußern. Die Vorschläge aus der Bürgerschaft wurden dann am Ende der
Planungswerkstatt von den Bürgern priorisiert. Bis Anfang November hatten die
Planungsbüros Zeit, Vorentwürfe zu erstellen.
Am 13.11.2020 fand die Sitzung der Empfehlungskommission in Form einer
Videokonferenz statt. Mitglieder der Empfehlungskommission waren die Sport-
und Kulturdezernentin der Bundesstadt Bonn, der Bezirksbürgermeister des
Stadtbezirks Bad Godesberg, die Vorsitzende des Bürgervereins Heiderhof, die
Vorsitzende des Stadtsportbundes Bonn, der Jugendpfleger für den Stadtbezirk
Bad Godesberg, eine Mitarbeiterin des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft
sowie zwei externe Landschaftsarchitekten.
Die drei Planungsbüros haben der Empfehlungskommission ihre Vorentwürfe
präsentiert. Im Anschluss an die Präsentationen und Rückfragen zu diesen hat
die Empfehlungskommission unter Berücksichtigung folgender Kriterien
beraten:
o Gestaltung
o Funktionalität und Gebrauchsqualität
o Wirtschaftlichkeit
o Nachhaltigkeit, Pflege und Unterhalt.
Ferner galt es zu prüfen, inwieweit die gemeinsam mit den Bürgern erstellte
Anforderungs- und Prioritätenliste in die Konzepte übernommen wurde.
Nach Abwägen aller Kriterien für die einzelnen Konzepte hat die
Empfehlungskommission den in der Anlage beigefügten Vorentwurf von Atelier
Grünplan ausgewählt.
Ausgewählter Vorentwurf
Der Vorentwurf des Bonner Büros Atelier Grünplan setzt auf einen „Neubeginn“
der Sportanlage, der mit Bedacht und Sorgfalt aus dem Bestand entwickelt
wird. Die aus der topografischen und räumlichen Abgeschiedenheit des Platzes
resultierenden Probleme fehlender Wahrnehmbarkeit, Sozialkontrolle und
schlechter Zugänglichkeit werden durch eine neue Modellierung des Areals
beseitigt. Über neu zu schaffende und im Bestand reaktivierte Wege wird die
Anlage gut mit der Umgebung vernetzt; Potentiale für Spiel, Sport und
Bewegung werden geweckt. Um eine zentrale Rasenfläche, die für alle Nutzer
offen steht, gruppieren sich verschiedene Angebote für unterschiedliche
Aktivitäten vom Skaten über Beachvolleyball bis zu Kardiotraining, Yoga und
kleine Veranstaltungen, ergänzt mit sparsam gesetzten Angeboten für kleinere
Kinder. Hier ist auch die Platzfläche mit Schaukel am Drachenbergblick und die
den Weg begleitende Schafherde zu erwähnen. Eine weitere Option für dieseSeite 2 von 11

Seite 3
Altersgruppe wird als „Grassland“, ein Spielplatz am Hang in der Nähe des
bestehenden Basketballfeldes vorgeschlagen.
Von entscheidendem Vorteil ist die durchgehend barrierefreie Erschließung
aller Bereiche, ergänzt durch inklusive Geräte.
Im Vorentwurf berücksichtigt ist auch eine Fläche für einen BMX-Pumptrack.
Die Einrichtung eines Pumptracks war Gegenstand eines Prüfauftrages der
Bezirksvertretung Bad Godesberg (DS 201006).
Der Vorentwurf sieht den teilweisen Erhalt des Umkleidegebäudes zur
Ergänzung des freiräumlichen Konzeptes vor. Dieses ist im weiteren Verfahren
noch auf Machbarkeit zu untersuchen. Außerdem ist im Vorentwurf
vorgesehen, die Grillhütte aufzugeben und stattdessen einen neuen Grillstein
am zentralen Treffpunkt anzubieten. Dieses ist ebenfalls im weiteren Verfahren
zu prüfen und insbesondere mit den Aktivitäten der Jugendlichen vor Ort und
den bewilligten Fördermitteln in Einklang zu bringen.
Mit der Anlage großer Rasenflächen geht eine erhebliche Entsiegelung einher,
sodass die vorliegende Entwässerungsproblematik lösbar erscheint.
Natur-, Landschafts- und Artenschutz
Der Sportplatz Heiderhof liegt im Landschaftsschutzgebiet “Waldgebiete
Lyngsberg, Cäcilienhöhe und Heiderhof Süd“, an welches sich das
Naturschutzgebiet Lyngsberg unmittelbar anschließt. Die besondere Bedeutung
und Unterschutzstellung erfolgte u.a. aufgrund wertvoller
Pflanzengesellschaften, seltener Tierarten und der besonderen Bedeutung für
den Biotopverbund.
Zur Berücksichtigung der Belange Natur-, Landschafts- und Artenschutz wird
im weiteren Verfahren ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) mit
Abhandlung der Eingriffsregelung erarbeitet. Besonderes Augenmerk liegt
hierbei auf der Vermeidung und Minderung von Eingriffen in Natur und
Landschaft sowie einer Planung die mit den Zielen von Natur-, Landschafts-
und Artenschutz vereinbar ist.
Aufgrund der Habitatausstattung des Plangebietes kann das Vorkommen
planungsrelevanter Arten nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund
wird im weiteren Verfahren eine Artenschutzprüfung (ASP) durchgeführt. Die
Ergebnisse der ASP und ggf. notwendige artenschutzrechtliche Maßnahmen
werden in den weiteren Planungsprozess einbezogen.
Da das Plangebiet im Geltungsbereich eines Landschaftsschutzgebietes liegt,
ist eine Befreiung von den Ge- und Verboten des Landschaftsschutzes (gem. §
67 BNatSchG) durch die Untere Naturschutzbehörde mit Zustimmung des
Naturschutzbeirates erforderlich.
Im weiteren Planungsprozess wird die Untere Naturschutzbehörde
eingebunden.Seite 3 von 11

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Seite 5
Bürgerbeteiligung
Die Verwaltung beabsichtigt, auf der Grundlage der Vorentwurfsplanung sowie
der Ergebnisse der naturschutzfachlichen Gutachten eine weitere
Bürgerbeteiligung durchzuführen. Damit soll den Bürgerinnen und Bürgern die
Möglichkeit gegeben werden, ein Feedback zur Umsetzung der Wünsche und
Anforderungen zu bekommen und sich an der weiteren Ausgestaltung der
Planung aktiv zu beteiligen. Diese weitere Bürgerbeteiligung soll das
Planungsbüro in die Lage versetzen, zusammen mit den Ergebnissen der
naturschutzfachlichen Gutachten einen tragfähigen Planentwurf zu erstellen.
Dieser wird der Bezirksvertretung Bad Godesberg als zuständigem Gremium
dann zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.
Kosten zur Beschlussvorlage
Den teilnehmenden Büros wurde ein Kostenrahmen für die Baukosten i.H.v.
850.000 € (netto) vorgegeben. Der Vorentwurf des Ateliers Grünplan hält
diesen Kostenrahmen ein.
Die aktuell zur Beschlussfassung anstehenden Kosten setzen sich wie folgt
zusammen:
Planungskosten 173.000 Euro (brutto)
Baunebenkosten 20.000 Euro (brutto)
Gesamt. 193.000 Euro (brutto)
Die Durchführung der gesamten Maßnahme hat die Verwaltung zum
Doppelhaushalt 2021/2022 angemeldet. Aufgrund der vorläufigen
Haushaltsführung wird mit der Umsetzung erst nach Genehmigung des
Haushaltes durch die Bezirksregierung Köln begonnen.
Fördermittel
Die Verwaltung beabsichtigt, für diese Maßnahme zu gegebener Zeit
Fördermittel des Landes NRW aus dem Sonderinvestitionsprogramm zur
Förderung der Sportinfrastruktur für Städte und Gemeinden zu beantragen. Die
Verwaltung geht davon aus, dass im Verlauf des Jahres ein Fördermittelaufruf
veröffentlicht wird.Seite 5 von 11

Seite 6
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.08.01 Bereitstellung und Betrieb von
Sportanlagen
1.52.00.08.01.02 Sportplätze und -aussenanlagen
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt
in
Noch
bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 193.000 € 5520708013110/78.5300 193.000 € Haushaltsanmeldung
2021/22
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
1 Generationenpark Heiderhof Plan 1 (öffentlich)
2 Generationenpark Heiderhof Plan 2 (öffentlich)
3 Heiderhof Erläuterungsbericht (öffentlich)Seite 6 von 11

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Datenstand: 03.11.2026, 02:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de