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210053 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Neugestaltung des Bonner Rheinufers zwischen Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse

Nummer
210053
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
16.02.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 16.02.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 18.05.2021

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 18.05.2021 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 210053-01 ST Bürgerantrag: Neugestaltung des Bonner Rheinufers zwischen Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
210053
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Amt der Oberbürgermeisterin und für strategische Projekte
Dezernat:
Dez. OB
05.02.2021
Bürgerantrag: Neugestaltung des Bonner
Rheinufers zwischen Beethovenhalle und Zweiter
Fährgasse
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag thematisiert die Neugestaltung des Bonner Rheinufers zwischen
Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse.
Einzelheiten zu den Antragsinhalten und zur Begründung ergeben sich aus
beigefügtem Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3

Bürgerantrag
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Bürgerantrag betrifft die geplante Neugestaltung des Bonner Rheinufers zwischen
Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse.
Anlass meines Bürgerantrags sind - neben dem Klimawandel:
• der Koalitionsvertrag mit der Vorgabe, sich bei der Gestaltung des Rheinufers am Vorbild
„Basel“ zu orientieren
• die anstehende Bürgerbeteiligung zur Ufergestaltung
und der Artikel des Bonner General-Anzeigers vom 26.01.2021 „Ein bisschen Schweiz für
Bonn“.
Ich beantrage:
1) Das (auch unter touristischen Aspekten) reiche - und in unmittelbarer Rheinnähe
befindliche - kulturelle/kurfürstliche Erbe der Stadt Bonn bei der Ufergestaltung nicht
auszuklammern - sondern vielmehr als Einheit/als Ensemble zu betrachten.
2) Lenné und dessen charakteristische Merkmale seiner - auch heute noch -
zukunftsweisenden Landschaftsgestaltung bei der geplanten Bürgerbeteiligung (zur
Neugestaltung des Bonner Rheinufers) zu berücksichtigen.
Peter Joseph Lenné wurde in Bonn geboren und gehört lt. Stadt Bonn (neben Beethoven) zur
„Bonner Prominenz“.
Siehe dieses ausführliche Porträt Lennés von Professor Gisbert Knopp: „Peter Joseph Lenné –
Der berühmte königlich-preußische Generalgartendirektor und seine vielgeliebte Vaterstadt
Bonn.“
https://www.bonn.de/medien-global/amt-41/stadtmuseum/Peter_Joseph_Lenn_.pdf
3) An der Hochschule Neu-Brandenburg ist das landschaftskünstlerische und planerische
Werk Lennés Bestandteil von Forschung und Lehre! Siehe den Dokumentarfilm über Peter
Joseph Lennés gestalterisches Wirken in den Parkanlagen Mecklenburgs und die Verbindung
zur modernen wissenschaftlichen Forschung und Lehre an der Hochschule Neubrandenburg:
https://m.youtube.com/watch?v=19iWkpzMvAA
Veröffentlicht 2017. Webseite der Hochschule: https://www.hs-nb.de
Das gesamte Planungsverfahren zur Neugestaltung des Bonner Rheinufers (incl. der
Erstellung von Entwürfen) bitte ich unter Begleitung eines Landschaftsarchitekten/-planers
mit einer Kernkompetenz im Bereich der Gartengestaltung nach Lenné durchzuführen.
Begründung:
Lenné statt Basel!
Hatten die Bonner Bürger es 1859 doch ihrem berühmten Mitbürger, dem
Generalgartendirektor von Preußen, Peter Joseph Lenné zu verdanken, dass der HofgartenSeite 2 von 3

nicht von der Universität veräußert und bebaut wurde, so verflüchtigt sich sein Andenken
abermals, wenn es um die Gestaltung der Bonner Rheinpromenade geht. Seine Porträtbüste
(im Lenné-Parterre am Brassertufer) schaut demnächst dann wohl auf das Bonner „Schweizer
Ufer“. Dabei lohnt es sich, den Blick Richtung Koblenz zu richten, wo ein Bonner
Landschaftsarchitekt und Lennéexperte die einst von Lenné geplanten Rheinanlagen in
seinem Sinne restaurierte. Auch der Rheinauenpark gilt als Hommage an den großen Lenné.
Lenné wurde 1789 im Gärtnerhaus am Bonner Kurfürstlichen Schloss geboren - heute ein
dem Verfall preisgegebenes und zweckentfremdetes Baudenkmal aus dem 18. Jh. Dabei
gehören Lennés Gartenkunstschöpfungen zum UNESCO-Welterbe. In Bonn war er u. a. an
der Gestaltung des Alten Friedhofs (nördl. Teil) beteiligt, er errichtete den Lennépark in
Endenich und verhinderte, dass die Eisenbahn die Bonner Innenstadt auf einem Damm
durchquerte.
Da ist einerseits das stiefmütterliche Verhältnis der Stadt Bonn zu ihrem Fluss und
andererseits das touristische Potenzial des reichen historischen Erbes in Ufernähe.
Lenné hätte kein zweites Basel geschaffen. Er war ein Meister der Wegeführung. Er schuf
einmalige Sichtachsen und Sichtbeziehungen. Aus Fragmenten hätte er ein Ensemble
geschaffen - eine Gartenreise für Bürger und Touristen durch das kulturhistorische Erbe der
Stadt Bonn. Er hätte an Klimaschutz, Artenvielfalt und eine sozialverträgliche Stadtplanung
gedacht. Straßen hätten sich in Alleen verwandelt - auch bis in den leider weitgehend
unbeachteten und vernachlässigten Bonner Norden hinein.
“Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Johann Wolfgang von
Goethe
Mit freundlichen GrüßenSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 19:43 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de