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202404 · Antrag

Pfandringe* für die Rochusstraße

Nummer
202404
Art
Antrag
Veröffentlicht
10.02.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 10.02.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 16.03.2021

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 16.03.2021 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 63 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 202404-04 Pfandringe* für die Rochusstraße
  2. 202404-03 Pfandringe* für die Rochusstraße
  3. 202404-01 ST Pfandringe* für die Rochusstraße
  4. 202404-05 Pfandringe in Duisdorf
  5. 202404-06 ST Pfandringe* für die Rochusstraße
  6. 202404-02 AA Pfandringe* für die Rochusstraße Antrag zur Vorlage 202404

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Text anzeigen (3.743 Zeichen)
Antrag
öffentlich
202404
Antragsteller/in:
Grüne Bezirksfraktion Hardtberg
Jutta Brodhäcker
SPD Bezirksfraktion Hardtberg
Dominik Loosen
09.02.2021 gez. Trützler
Pfandringe* für die Rochusstraße
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Hardtberg 02.03.2021 Entscheidung
Inhalt des Antrags
1. In Duisdorf werden in der Rochusstraße von Europaplatz bis zur Derlestraße
die öffentlichen Mülleimer mit Pfandringen versehen, damit Passanten ihr
pfandpflichtiges Leergut dort abstellen können.
2. Die Bürgerinnen und Bürger werden umfassend über Sinn und Zweck der
Pfandringe informiert.
3. Nach einer Testphase von zwei Jahren wird der Erfolg der Maßnahme
evaluiert.
Begründung
Auch in Bonn leben Menschen in Armut und sind von sozialer Ausgrenzung
bedroht. Sie bessern ihr Einkommen u.a. durch das Einsammeln
weggeworfener Pfandflaschen auf. Dafür müssen sie in Mülleimer zwischen
Essensresten, Hundekot und Scherben wühlen. Mit dem Anbringen von
Pfandringen kann diesen Menschen etwas Würde zurückgegeben werden, in
dem die Flaschen außen an der Mülltonne angebracht werden.
Pfandringe werden derzeit in ca. 70 deutschen Städten eingesetzt – in
manchen sind sie fest etabliert, in anderen befinden sie sich in der Pilotphase.
Einige Städte haben nach einer Testphase keine Pfandringe mehr installiert.
Die verschiedenen Erfahrungen zeigen, dass es erst nach eigener Testphase
mit Beobachtungsphase die Idee beurteilt werden kann. Ganz entscheidend ist
dabei, die Bürger*innen miteinzubeziehen.
Verschiedene Vorstöße in Bonn wurden seitens der Verwaltung und
Bonnorange in der Vergangenheit immer abgelehnt. Die Gründe waren
vielfältig, aber größtenteils nicht nachvollziehbar, weil sie sich auf Vermutungen
und Spekulationen beziehen:Seite 1 von 2

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 Darunter bspw., dass Menschen ihre Fahrräder an den Pfandringen
anschließen würden, und dass diese damit ihren Zweck verfehlten.
 Auch widersprüchliche Argumente sind vorhanden: Einerseits wird gesagt,
dass die Pfandringe meistens leer seien, was für eine geringe Nutzung
spreche, andererseits argumentiert Bonnorange damit, dass die Halterungen je
nach Stoßzeit voll sein könnten und somit das Ziel verfehlen würden.
 Das vorhandene Rücknahmesystem werde unterlaufen, da nicht die
Käufer*innen selbst die Flasche zurückgeben, sondern diesen werde
suggeriert, damit etwas Gutes zu tun. Sinn und Zweck des Rücknahmesystems
ist aber die Flaschen dem Recycling zuzuführen – wer das Pfand erhält ist nicht
von Bedeutung. Viele Menschen, die ihr Pfand „spenden“ möchten, stellen es
ohnehin neben die Mülleimer (Aktion: Pfand gehört daneben). Durch
Pfandringe wird jedoch die Verletzungsgefahr am Boden und die
Glasbruchgefahr reduziert.
 Der Pfandring sei nur für eine Flaschengröße ausgelegt: Mittlerweile gibt es
viele Modelle; die Stadt Niederkassel fertigt sogar eigene an.
 Der Pfandring verstoße gegen die Ästhetik des Stadtbildes. Aus Sicht der
Antragsteller*innen verstößt es vielmehr gegen die Ästhetik, wenn Menschen
einer Stadt auf Flaschensammeln angewiesen sind.
 Verschiedene Argumente bezüglich Armut, darunter: Pfandringe verstärken
das Bild einer Almosengesellschaft, in Deutschland sei niemand auf
Pfandsammeln angewiesen, usw. – In Deutschland waren im Jahr 2018 rund
18,7% der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Auf
dieses Problem aufmerksam zu machen ist richtig. Das Problem klein zu reden
oder schlichtweg als nicht vorhanden zu kennzeichnen, ist jedoch keine
Lösung.
 Flüssige Reste als Gefahr für Kinder – Die Flaschen können ganz einfach
umgekehrt in den Pfandring hineingestellt werden. Das wird in einigen Städten
auch so gehandhabt, muss aber kommuniziert werden.
*Pfandringe beinhaltet auch Pfandkörbe oder -kisten
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 20:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de