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202250-03 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Bürgerantrag: Gründung einer Bonner Energiegenossenschaft

Nummer
202250-03 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
11.08.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.08.2021 Kenntnisnahme
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  1. 202250 Bürgerantrag: Gründung einer Bonner Energiegenossenschaft

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
202250-03 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
20 Stadtkämmerei
Dezernat:
Dez. II
Bürgerantrag: Gründung einer Bonner
Energiegenossenschaft
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
25.08.2021 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Der Antragsteller hat zum Antrag 202250 ergänzende Fragen gestellt, die von
den Stadtwerken wie folgt beantwortet wurden:
 Wie hoch ist der Energieverbrauch der Stadtgesellschaft in ganz
Bonn?
Im Jahr 2018 wurden in Bonn folgende Endenergiemengen, aufgeschlüsselt
nach Energieträgern verbraucht:
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Gesamt nach Energieträgern 2018
Stationär
Strom 1.476
Heizöl 428
Erdgas 2.120
Fernwärme 468
Flüssiggas 64
Festbrennstoffe, fossil 20
Biomasse, fest 52
Solarthermie 7
Klärgas 26Seite 1 von 3
Seite 2
Verkehr
Strom 73
Erdgas 3
Flüssiggas 13
Benzin incl. Beimengung Bioethanol 596
Diesel incl. Beimengung Biodiesel 1.058
Endenergie Gesamt 6.404
 Wieviel Energie wird in Bonn zur Zeit selbst produziert?
Mit dem modernisierten Heizkraftwerk produzieren die Stadtwerke Bonn bis zu
575.000MWh elektrisch und bis zu 500.000MWh thermisch. Hinzu kommt noch
die Menge Strom durch PV-Anlagen.
 Wie hoch wäre die Stromausbeute, wenn alle Bonner Dächer, die im
Solarkataster als geeignet gekennzeichnet sind, mit einer
PHOTOVOLTAIK-Anlage ausgerüstet wären?
Eine Ermittlung der Gesamt-Produktionsmenge der PV-Anlagen im Bonner
Netzgebiet ist uns leider nicht möglich. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist es
nicht notwendig jede PV-Anlage mit einem Produktionszähler auszustatten, da
überwiegend nur die eingespeiste Menge vergütet wird.
D.h., der in der Anschlussstelle des Anlagenbetreibers selbstverbrauchte Strom
wird nicht in jedem Fall (außer dieser erhält eine gesetzl. Vergütung für diese
Energiemengen) durch die Bonn-Netz ermittelt. Im Jahr 2020 wurden
insgesamt 12.013.761,228 kWh ins Netzgebiet eingespeist (kaufmännisch
abgenommen) und durch die beauftrage Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
testiert.
 Wie teuer würde die Ausrüstung für alle Dächer?
Die Kosten bei großen Anlagen (100kWp) reichen von 800 bis 1000 Euro/kWp
bei kleinen Anlagen ( 5-10 kWp) sind es auch 2000-3000 Euro/kWp. Da aber
viele Faktoren wie z.B. Größe, Dachart und -zustand, Anschlusskosten, etc…
die Berechnung beeinflussen, lässt sich eine Hochrechnung nicht seriös
anstellen.
 Wieviel könnte man in Bonn mit Wind produzieren, wenn viele
Kleinanlagen z. B. auf Dächern eingesetzt würden?
Die strengen Auflagen in Bezug auf Errichtung von Windkraft-Anlagen in dicht
bewohnten Gebieten, machen einen Einsatz dieser Technologie sehr schwer.
Darüber hinaus ist die Windqualität, als der Energiegehalt in städtischen
Gebieten zu gering das er sinnvoll technisch nutzbar wäre.
 Kann man die Strömung des Rheins zur Energiegewinnung nutzen?Seite 2 von 3
Seite 3
Theoretisch wäre eine Nutzung denkbar, eine Genehmigung in den
strömungsreichen und somit energierelevanten Flussbereichen war bisher nicht
möglich.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 12:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de