202214-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet
Kerndaten
- Nummer
- 202214-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 01.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 202214-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Kenntnisnahme Hauptausschuss 29.04.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Düne Tannenbusch ist im Landschaftsplan Kottenforst als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Nutzung der Düne für die Naherholung ist durch die dort aufgeführten Ge- und Verbote eindeutig geregelt. So ist es dort unter anderem verboten: Einrichtungen für Erholungszwecke anzulegen, zu erweitern oder zu ändern. Flächen außerhalb der befestigten oder gekennzeichneten Straßen und Wege sowie außerhalb von Park- bzw. Stellplätzen zu betreten, zu befahren oder auf ihnen zu reiten. zu zelten, zu campen oder zu lagern; Feuer zu entfachen oder zu unterhalten; Hunde unangeleint mit sich zu führen oder außerhalb von Wegen laufen zu lassen sowie Hundekot absetzen oder diesen liegen zu lassen; Veranstaltungen aller Art ohne Einvernehmen mit der Unteren Naturschutzbehörde durchzuführen Den Anforderungen des Naturschutzes wird durch einen existierenden Pflegeplan Rechnung getragen, der als Grundlage für die Pflege und Biotopentwicklung dient. Die Problematik im Gebiet durch die intensive Nutzung und die damit verbundenen Probleme wie Vandalismus und Müllablagerungen sind der Unteren Naturschutzbehörde durch Meldungen aus der Bürgerschaft bekannt. Die Möglichkeiten für die Naherholung sind durch den Status als Schutzgebiet stark eingeschränkt. Die Düne Tannenbusch wurde aufgrund ihrer Einzigartigkeit als Relikt einer Binnendüne mit Lebensräumen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ein Ausbau über das existierende Angebot, also über die Nutzung des vorhandenen Wegenetzes hinaus, ist mit der Schutzgebietsausweisung nicht zu vereinen.Seite 1 von 3 Seite 2 Dadurch sind im Antrag genannte Ziele des Konzeptes, wie die Berücksichtigung von "geschützten Rückzugsmöglichkeiten für verschiedene Bevölkerungsschichten" nicht umsetzbar. Eine Lösung der bestehenden Konflikte in der Düne Tannenbusch (Ablagerung von Müll, Vandalismus, starke Nutzung durch Besuchende) wird auch aus Sicht des Naturschutzes eindeutig als sinnvoll angesehen. Der Ordnungsaußendienst der Bundesstadt Bonn fährt im Rahmen der personellen Möglichkeiten regelmäßig die Örtlichkeit an und führt Kontrollen durch. Das Naturschutzgebiet Düne Tannenbusch bildet einen starken Kontrast zur massiven Wohnbebauung und die Möglichkeit Natur zu erleben, fördert die Attraktivität der Düne für alle Generationen. Kindern und Jugendlichen wird durch den direkten Zugang zur Düne eine Vielzahl von Handlungs- und Betätigungsmöglichkeiten geboten, die ihren Nutzungsmustern entspricht und ihnen die Möglichkeit gibt, sich auch an ungewöhnlichen und wenig strukturierten Orten aufzuhalten. Sie setzen sich selbsttätig mit der Umwelt auseinander und eignen sich das Gebiet als solches an. Um hier eine „intrinsische“ Motivation zum Erhalt und Schutz des Gebiets zu fördern, ist es aus Sicht des Amtes für Kinder, Jugend und Familie unabdingbar, die Nutzerinnen und Nutzer über das Gebiet zu informieren und Wissen und Verständnis für das Ökosystem Düne individuell zu vermitteln. Hier ist die Nutzung formaler Bildungssettings zu empfehlen. Entsprechend ist hier der Kontakt zu den Grundschulen vor Ort zu suchen. Die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Tannenbusch (das Jugendhaus Brücke und das Spielhaus KBE Dreieck) bieten als informelle Bildungsräume allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft einen gestaltbaren und erwartungsfreien Freizeitraum. Die Angebote sind partizipativ gestaltet und an der Lebenswelt junger Menschen orientiert. Deren Themen, Probleme und Wünsche werden aufgegriffen. Politische und soziale Fragen werden von den Fachkräften wahrgenommen, thematisiert und bei Bedarf in spezialisierten Angeboten bearbeitet. In diesen Bildungsraum bietet sich ebenfalls eine Beschäftigung mit der Thematik an, eine formelle Auseinandersetzung in Form von Workshops usw. ist aber kaum umsetzbar, die Teilnahme beruht hier immer auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Dennoch kann das Thema gesetzt werden, indem beispielsweise mit Infotafeln informiert wird und die pädagogischen Fachkräfte im Bereich sensibilisiert werden. Wird das Thema von den Besucherinnen und Besuchern aufgegriffen, sind auch andere Bildungsformen denkbar. Eine Kooperation mit dem Verein Dünenfüchse e.V. als Wissensvermittler in Schule und Offener Jugendarbeit ist wünschenswert. Zielführend kann ebenfalls eine Vorstellung der Problematik im Stadtteilarbeitskreis sein. Hier können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gewonnen werden, die am Thema mit der Zielgruppe direkt arbeiten können. Von Seiten der Fachkräfte des Kooperationsprojektes Streetwork wird der Mehrwert der Düne für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen betont. Eine Verdrängung der Drogenproblematik aus Tannenbusch Mitte sehen beide Akteure nicht. Wie bereits zuvor geschildert kontrolliert der StadtordnungsdienstSeite 2 von 3 Seite 3 im Naturschutzgebiet Düne in unregelmäßigen Abständen im Rahmen der Streifeneinsätze. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 07:43 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de