← Vorlagen

202210 · Beschlussvorlage

Trägerschaft über die neue viergruppige Kindertageseinrichtung in Bonn-Endenich im Quartier West-Side

Nummer
202210
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
11.01.2021
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 02.02.2021 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 11.03.2021 Empfehlung
  3. Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 2 GO NRW 18.03.2021 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 703,6 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (28.008 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
202210
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Trägerschaft über die neue viergruppige
Kindertageseinrichtung in Bonn-Endenich im
Quartier West-Side
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 26.01.2021 Anhörung
Rat 04.02.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Trägerschaft über die neue viergruppige Kindertageseinrichtung
„Quartier West-Side“ in Bonn-Endenich wird der Gemeinnützigen Gesellschaft
der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO) übertragen. Die Übertragung erfolgt
vorbehaltlich der Erteilung einer Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt.
2. Die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH erhält
ab Inbetriebnahme (Anm.: bauliche Fertigstellung frühestens im Oktober 2021)
einen gesetzlichen Zuschuss zu den Betriebskosten der Einrichtung auf
Grundlage des novellierten KiBiz NW, § 36 Abs. 3, in Höhe von 92,2%.
3. Die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH wird
die Kindertageseinrichtung als ökumenische Kindertagesstätte in enger
Kooperation mit der kath. Kirchengemeinde St. Maria Magdalena u. Christi
Auferstehung und der Evangelischen Trinitatiskirchengemeinde betreiben.
4. Die Liegenschaft wird im Rahmen einer Untervermietung durch das städt.
Gebäudemanagement an den Träger für die Zwecke des Betriebes einer
Kindertageseinrichtung auf Basis der gesetzlichen Fördermöglichkeiten des
KiBiz und der DVO KiBiz vermietet.
5. Die refinanzierbaren Betriebskosten nach KiBiz setzen sich zusammen aus
den Kindpauschalen sowie einer Mietpauschale nach DVO KiBiz, §§ 7 und 8.
6. Die Möblierung und Beschaffung sonstiger Einrichtungsgegenstände für die
4 Gruppen erfolgt in Eigenregie durch die Gemeinnützige Gesellschaft der
Franziskanerinnen zu Olpe mbH. Hierfür ist eine Weiterbewilligung von
investiven Zuschüssen zur Schaffung neuer U 6 Betreuungsplätze möglich.
7. Die erforderlichen Mittel zur Förderung der Betriebskosten sind im
Haushaltsplanentwurf 2021/2022 enthalten.Seite 1 von 19

Seite 2
Begründung
Die Verwaltung wurde durch Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom
30.03.2017 (DS-Nr.1710173) beauftragt, Gespräche mit der Vorhabenträgerin
(Instone Real Estate) bezüglich der Errichtung einer bis zu acht Gruppen
großen neuen Kindertageseinrichtung zu führen und die Trägerschaft im
Rahmen eines Interessenbekundungsverfahren zu vergeben. Insgesamt haben
sich acht Träger der freien Jugendhilfe beworben. Einzelheiten zu den
Bewertungen der eingereichten Bewerbungen können der beigefügten Matrix
entnommen werden.
Aktuell ist die bauliche Fertigstellung der viergruppigen Einrichtung für Oktober
2021 anvisiert. Hinweis: Bei Veränderung der örtlichen Bedarfssituation ist die
Errichtung einer zweiten viergruppigen Einrichtung zu klären. Eine Festlegung
der vorzuhaltenden Gruppenstruktur ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht
erfolgt. Diese wird - in Abstimmung mit der Jugendhilfeplanung – gemeinsamen
mit dem Träger der Einrichtung im Rahmen der Planungen für das
Kindergartenjahr 2021/2022 abgestimmt.
Mit Blick auf die Haushaltssituation der Stadt Bonn erschien es der Verwaltung
wichtig, zunächst die Frage zu klären, ob die Bewerber in der Lage sind, den
gesetzlichen Trägeranteil nach dem KiBiz zu leisten. Dies wird als notwendige
Voraussetzung (Ausschlusskriterium) sowohl im Sinne des gesellschaftlichen
Engagements als auch des Grundsatzes der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit
bezogen auf den städtischen Haushalt für die Übernahme der Trägerschaft
angenommen. Da weder die edduccare Bildungskindertagesstätten gGmbH,
der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH sowie die Step Kids KiTas
gGmbH die Übernahme des Trägeranteils vollumfänglich gewährleisten
können, kommen diese als Träger in der weiteren Auswahl nicht in Betracht.
Seitens der Verwaltung wird die GFO als Träger für die Kindertageseinrichtung
im „Quartier West-Side“ vorgeschlagen. Die GFO ist ein Trägerverbund, der
karikative Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen betreut. Dies sind
Seniorenzentren, Pflegedienste, Krankenhäuser und Jugendhilfeeinrichtungen,
die eng miteinander vernetzt sind. Seit fast 25 Jahren besitzt die
Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH die
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII und ist
über den Caritasverband einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege
angeschlossen. Die GFO haben rechtsverbindlich erklärt, den gesetzlich
normierten Trägeranteil i.H.v. 7,8 % zu leisten.
Aktuell werden an den verschiedenen Standorten acht
Kindertageseinrichtungen betrieben. Bis 2021 ist der Ausbau von bis zu sechs
weiteren Kindertageseinrichtungen geplant.
Die Bewerbung der GFO für die Übernahme der Trägerschaft geht auf das
Engagement der beiden ortsansässigen Kirchengemeinden in Endenich zurück,
die sich gegenüber den Menschen, die neu zuziehen werden, „in der PflichtSeite 2 von 19

Seite 3
sehen“ aktiv mit den Kooperationspartnern im Bereich der Kinderbetreuung und
darüber hinaus ein Miteinander zu gestalten.
Die GFO ist als Partner der beiden Gemeinden sozusagen das ausführende
Organ, der „Partner der kath. Kirchengemeinde St. Maria Magdalena u. Christi
Auferstehung und der Evangelischen Trinitatiskirchengemeinde, der die
ökumenischen Werte und die Mitverantwortung für das gesellschaftliche Leben
verkörpert, …“ (Pfarrer Adelkamp, Pfarrer Gieser). Zwischenzeitlich haben die
drei Partner den Entwurf zu einer ökumenischen Partnerschaftsvereinbarung
vorgelegt, in der sie sich dazu bekennen, die „Bildung, Beratung, Betreuung
aller Menschen im Quartier“ sichern zu wollen. Dazu gehört die Armuts- und
Gesundheitsprävention ebenso wie die Beratung bei Trennung und/oder
Scheidung sowie Migration und/oder Flucht.
Insofern unterscheidet sich die Bewerbung um die Trägerschaft die
Kindertageseinrichtung „West-Side“ strukturell von den anderen Bewerbungen,
da hier - sozusagen im Hintergrund - ein Ansatz verfolgt wird, bei dem die
Einrichtung ein Baustein in einem breit aufgestellten Ansatz von Beteiligung
und Unterstützung im Stadtteil darstellt.
Insofern ist es nur folgerichtig, dass die GFO in ihrer Bewerbung betont, so
schnell wie möglich Familienzentrum werden zu wollen, weil dann nicht nur die
Kinder, sondern auch deren Familien und andere Menschen im Quartier
erreicht werden können.
In der Ausschreibung wurden Konzeptideen zu folgenden Schwerpunkten
erbeten:
• Ausrichtung der Einrichtung als Stadtteil-Kita für alle Kinder
• Orientierung an der Idee der Kita als Bildungseinrichtung mit dem
Auftrag zur Chancengerechtigkeit beizutragen
• und Vernetzung mit anderen Institutionen.
Alle drei Punkte können durch die Kooperation der beiden Kirchengemeinden
mit der GFO in besonderer Weise abgedeckt werden und werden in der
Bewerbung bzw. dem Entwurf zu einer Kooperationsvereinbarung aufgegriffen:
„Gleichzeitig werden wir uns nach der Eröffnung des Kindergartens zusammen
mit unseren Kooperationspartnern aktiv im Sozialraum des Stadtteils einbringen
und so ein gutes Miteinander gestalten“, heißt es im Bewerbungsschreiben der
GFO.Seite 3 von 19

Seite 4
Die Kooperationsvereinbarung hebt auf die ausdrücklich gewünschte
Partizipation der Bevölkerung und „die aktive Vernetzung mit weiteren
Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe“ ab.
Dieses „Mehr als Kita“, das durch das Zusammenführen unterschiedlicher
Kompetenzen, Aufträge und Zugänge zu den Menschen im Quartier zustande
kommt, macht das Innovative dieser Bewerbung aus. Hier wird aus Sicht der
Verwaltung ein Konzept vorgestellt, das angesichts immer komplexer
werdender gesellschaftlicher Strukturen und zugleich erhöhter
Unterstützungsbedarfe richtungsweisend sein könnte.
Mit diesem Surplus setzt sich der Ansatz von GFO - bei einer in sich
pädagogisch ausgereiften, stringenten Darstellung der Ziele und Methoden -
von den anderen Bewerbern ab. Die in der Anlage beigefügte Auswertung der
einzelnen Bewerbungen zeigt, dass es mehrere qualitativ gute Bewerbungen
gab. Diese tabellarische Auswertung bezieht sich ausschließlich auf die reinen
Bewerbungsunterlagen und lässt die Besonderheit der Bewerbung der GFO in
der Bewertung außer Acht. Hier ist zu erkennen, dass die GFO in besonderem
Maße die Anforderungen der Ausschreibung erfüllt. Im Zusammenspiel damit,
dass hier ein innovatives Kooperationskonzept vorlegt wird, überzeugt die
Verwaltung die GFO trotz ausgezeichneter Mitbewerber als Träger für die
Kindertageseinrichtung im Quartier „West-Side“ vorzuschlagen.
Zur Bewerbung selbst:
„Wir möchten ein zentraler Ort im Gebiet sein, der allen Menschen hilft, sich
zunächst an ihrem Wohnort zu orientieren, darüber hinaus dann aber auch
stets ein Ankerplatz für alle Hilfesuchenden ist, gleich welcher Religion oder
Herkunft.“ (A. Winterkohl, Regionalleiter GFO Kindertageseinrichtungen im
Rheinland)
Der Bewerber legt ein ausgereiftes Rahmenkonzept und eine Musterkonzeption
einer Einrichtung vor. Beides ist geprägt davon, das Kind mit seinen
Möglichkeiten und Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen. Als Ziel und
Aufgabe wird durchgängig die Mitwirkung der Kinder am Kindergartenalltag
entsprechend ihres Alters deutlich, wobei sich die Fachkräfte als Mitlernende
der Kinder verstehen. Basis allen pädagogischen Handelns ist ein christliches
Weltbild, in dem Kinder eine „Gemeinschaft erleben, die geprägt ist von
Vertrauen und Nächstenliebe“.
Die Bildungsbereiche sind im Rahmenkonzept mit nachvollziehbaren
Grundsätzen hinterlegt als auch in der Musterkonzeption mit Bespielen aus der
Praxis beschrieben. Ein Schwerpunkt wird im Bericht „Ökologie“ gesetzt: „Wir
begleiten alle Kinder im verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen
Ressourcen.“ In allen Bereichen steht die selbsttätige Aneignung der Kinder im
Mittelpunkt.Seite 4 von 19

Seite 5
Die Kindertageseinrichtungen der GFO verfügen über eine Fachberatung, ein
Qualitätsmanagement und ein Kinderschutzkonzept.
Begründung zu den finanziellen Auswirkungen:
Wie bereits erwähnt, ist die Abstimmung der Angebotsstruktur mit dem
zukünftigen Träger, die auch Auswirkungen auf die Betriebskostenförderung
hat, final noch nicht erfolgt. Gleichwohl wurden im Rahmen der Aufstellung des
Haushaltsplanentwurfes 2021/2022 bereits Haushaltsmittel für den Betrieb
einer viergruppigen Einrichtung eingeplant. Ausgehend von einem
Referenzwert i.H.v. 857.599,60 € (100 %) werden von dieser Summe
- 40 % Landeszuschüsse i.H.v. 343.039,84 €
- 16,40 % fiktive Elternbeiträge i.H.v. 140.646,33 € und
- 7,8 % Trägeranteil i.H.v.66.892,77 €
in Abzug gebracht werden, so dass sich die städt. Nettobelastung auf
307.020,66 € (bezogen auf das gesamte Kindergartenjahr) beläuft.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.06.02 Tageseinrichtungen für Kinder 1.51.10.06.02.07 Tageseinrichtungen freier
Träger
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
790.706,83 € 151000602/
73.1000
2021/2022
Einzahlungen /
Erträge 343.039,84 €
140.646,33 €
151000602/
61.1000
63.1000
2021/2022
2021/2022
HaushaltsbelastungSeite 5 von 19

Seite 6
jährlich 307.020,66 €
Anlage/n
1 Anlage 1 - Auswertung der Konzepte (öffentlich)Seite 6 von 19

Gegenüberstellung der interessierten Träger für das Interessenbekundungsverfahren „West-Side“
Träger: KinderReich gGmbH
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation
 Unter der Überschrift „Motivation, Träger, Kooperationspartner“ finden
sich keine Angaben dazu, warum die Kita im Quartier West-Side
übernommen werden soll
Allgemeines
 Tochter der Fundation Areales, Madrid (betreibt international
Kindergärten und Schulen)
 „Zweck der Gesellschaft ist Förderung von Bildung und Erziehung auf
der Grundlage des christlichen Weltbildes.“
 Kinderschutzkonzept (LAG Freie Kinderarbeit Hessen e.V)
 Angebote von kollegialer Fallberatung und Supervison für die
Mitarbeiter
 Fortbildungsveranstaltungen über das Forum für Erziehung und Bildung
(FEB )
Kein expliziter Hinweis auf Fachberatung
Finanzierung Trägeranteil von 7,8 % wird übernommen
Profil
 „Wir tragen durch unser Leben was wir in unserer Kindheit
empfangen.“
 Ziel: exzellente und ganzheitliche Erziehung und Bildung: Entwicklung
kognitiver und emotionaler Fähigkeiten und „Förderung der
menschlichen Tugenden“
 Religiöse Erziehung der Kinder als „Angebot an alle Kinder, deren Eltern
dies wünschen.“
 Leitbild: Individuell, innovativ, integrativ und inklusiv, international
+Seite 7 von 19

 Schwerpunkt auf Elternberatung und Bildungsangebote für Eltern
Päd. Konzept  Grundhaltung basiert auf der Existentiellen Pädagogik
 Orientiert sich an Montessori
 Bildungsbereiche abgedeckt
 Christliche Wertorientierung: „Tugend des Monats“, kindgerechtes
Beten, religiöse Fest und Feiern, Geschichte aus der Bibel,
Gottesdienste
 Gleichzeitige Offenheit für Familien aller Religionen und
Weltanschauungen (sofern sie die Orientierung am christlichen
Glauben in der Pädagogik der Kita befürworten)
 Ökumenische Ausrichtung
 Billingualität vorgesehen
Inklusion
 Einbeziehung von Kindern „jeder Nationalität, Schicht und Herkunft“
 „Im Einzelfall bieten wir für Kinder mit Beeinträchtigung Inklusion an.“
Partizipation
 Im Rahmen des Beschwerdemanagements definiert: „Bereits den
Kindern werden die Möglichkeiten der Beschwerde im Kita-Alltag in
angemessener Form dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechend
angeboten und eingeräumt.“
 Zusätzlich Hinweis einen wöchentlichen Termin, an dem Kinder ihre
Wünsche und Vorstellungen einbringen können
 „Aufstellen von Regeln, die die Kinder selbst erstellt haben“
+
Besonderheiten  Religiöse Ausrichtung tritt im Vergleich zu der letzten Bewerbung
deutlich in den Hintergrund
 Vielfache Verweise auf gesetzliche Vorgaben und Verordnungen
 Konzept bleibt sehr im AllgemeinenSeite 8 von 19

Träger: Deutsches Rotes Kreuz
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation
 Da der Stammsitz des DRK in Endenich liegt, soll neue Kita in die bereits
vorhandenen engen Verbindung mit dem Viertel einbezogen werden
+
Allgemeines
 DRK-Kinderschutzkonzept
 Qualitätsmanagement
 Fachberatung über DRK-Landesverband Nordrhein
 Eigene Entwicklungsbögen zur Dokumentation
 Kinderschutzfachkräfte (Präventionsbeauftragte)

++
Finanzierung Trägeranteil von 7,8 % wird übernommen
Profil
 „Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns ein für das Leben, die
Würde, die Gesundheit, das Wohlergehen und die Rechte der Kinder
und der am Entwicklungsprozess Beteiligten Personen.“
 Orientierung an den Grundsätzen des DRK: Menschlichkeit,
Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit,
Universalität
+
Päd. Konzept
 Die Stärken der Kinder stärken und die Schwächen der Kinder
schwächen“
 Familienergänzend, jedes Kind individuell fördern
 Ganzheitliches Lernen
 „Unser Bildungsansatz beruht auf Erfahrungslernen“
 Vom Kind gedacht (z.B. Kind bestimmt die Zeit, die es zur
Eingewöhnung braucht)
 Bildungsbereiche benannt, nicht beschrieben
Hier erfolgt wenig KonkretisierungSeite 9 von 19

 Teiloffenen Arbeit (gruppenübergreifende Angebote)
 Sexualpädagogisches Konzept
Inklusion
 Erfahrung durch „heilpädagogisch-inklusiven“ Kindergarten
 „Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Teilhabe“: „unabhängig von
Religion, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, besonderen
Talente oder Einschränkungen, sozioökonomischer Lage“.
 Offenheit und Toleranz als Grundpfeiler der Arbeit
++
Partizipation
 Wir arbeiten partizipativ: Die Meinungen der Kinder werden
wertgeschätzt und in unsere pädagogische Arbeit einbezogen.
 Gefühle, Persönlichkeiten, Meinungen und spezifische Situationen
werden berücksichtigt.“
 Verantwortliche Teilhabe
 Möglichkeit, Selbstwirksamkeit zu erleben
 Bezug auf UN-Kinderrechtskonvention
++
Besonderheiten  Verbundleitung (3. Einrichtung) plus Hausleitung mit teilweiser
Freistellung
 „CareApp“ zur direkten Kommunikation mit den Eltern
Keine eigene Leitung mit FreistellungSeite 10 von 19

Träger: GFO (Franziskanerinnen zu Olpe gGmbH)
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation
 Kooperation im Stadtteil für Kinder aller Kulturen und Konfessionen
austariertes ökumenisches Angebot durch
Kooperationsvereinbarung mit der Kath.
KG St. Maria Magdalena u. Christi
Auferstehung und der Ev.
Trinitatiskirchengemeinde
++
Allgemeines
 Trägerverbund karitativer Einrichtungen in NRW
 in Olpe als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt;
 45 Einrichtungen (derzeit 8 Kitas), die eng miteinander vernetzt sind
 Eigenes QM-System
 Schutzkonzept vorhanden
 Zusammenarbeit der Kitas über Leitungskonferenzen
 Fachberatung
+
Finanzierung Trägeranteil von 7,8 % wird übernommen
Profil
 Es gibt ein Rahmenkonzept für alle Einrichtungen, ein Schwerpunkt:
 Familienergänzende Erziehung auf der Grundlage „jedes Kind in seiner
Entwicklung individuell, ganzheitlich und ressourcenorientiert
herausfordern und fördern“
 Getragen von franziskanischen Idealen
 Kita als Familienzentrum gedacht, die Kita als Möglichkeit, alle
Menschen im Stadtteil zu erreichen
++
Päd. Konzept
 Alle Bildungsbereiche abgedeckt, mit Zielen belegt und konkret
beschrieben
 „Christliche Rituale prägen unseren Kita-Alltag“ (Singen religiöser
Lieder, Beten nach dem Mittagessen)
 „Kinder aller Kulturen und Konfessionen betreuen“
 Erzieherin als Mitlernende verstanden
ausdrücklich der Bereich „Ökologie“ betont ++Seite 11 von 19

Inklusion
 Orientierung an Leitgedanke des LVR
 Betont Vielfalt kulturell sowie individuell
 bedeutet aber auch Teilhabe aller Menschen am Leben in der
Gesellschaft
 „Wir blicken auf die gesamte Persönlichkeit des Kindes und nicht auf
die defizitäre Seite.“
++
Partizipation  Partizipation sowohl im Rahmenkonzept als auch im Beispielskonzept
hinterlegt (alltagsbezogen, Kinderkonferenzen, Abstimmungen)
 „Alle Kinder wirken entsprechend ihrem Alter und Entwicklungsstand
an der Gestaltung des Kindergartenalltags mit.“
++
Besonderheiten  Kooperation mit den beiden Kirchengemeinden
 Ziel: „Bildung, Beratung aller Menschen im Quartier“
++Seite 12 von 19

Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation
 Gründung im Jahr 2006
 Bundesweit tätig, in NRW: Köln, Essen, Düsseldorf,
 „Wir sind sehr bestrebt daran weitere Standorte zu übernehmen, so
dass eine noch bessere Vernetzung zwischen den einzelnen
Einrichtungen stattfinden kann“
 Vertrauensvolle und zielgerichtete Kooperation mit der Stadt Bonn
 Kein Bezug zum Standort
hergestellt (bei mögl.
Kooperationen mit Grundschulen
werden Schulen in anderen
Stadtteilen genannt)
Allgemeines
 Eigenes Qualitätsmanagement
 Fachberatung intern wie extern
 Mehrere Fachkräfte nach § 8a, SGB VIII im Unternehmen
 Beschwerdemanagement
 Schutzkonzept
 sexualpädagogische Konzeption
++
Finanzierung  Trägeranteil von 7,8 % wird übernommen
Profil
 Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und
individuell unterstützen
 „Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und
Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und Familie zu vereinbaren“
 Im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention: Kinder haben ein Recht auf
Erziehung und Bildung, Teilhabe und Beteiligung, auf Gesundheit,
Schutz vor Gewalt und Diskriminierung
+
Päd. Konzept  Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum
 Jedes Kind wird bei der Entwicklung unterstützt
 Bildung als lebenslanger Prozess
 Kontinuierliche, individuelle Betreuung in keinen Gruppen
++Seite 13 von 19

 Betreuer als Mentoren
 Bildungsbereiche abgedeckt
Inklusion  Diversität wird begrüßt
 Kinder mit unterschiedlicher Herkunft sind erwünscht
 Es wird ein vorurteilsfreies zusammenleben angestrebt
 Es findet eine interdisziplinäre Vernetzung zwischen den
Tageseinrichtungen, Eltern und externe Fördermaßnahmen statt
Bedingungslose Anerkennung der Individualität eines jeden Kindes
 Ausdrücklicher Hinweis auf
Integration von Kinder von
Geflüchteten
 Gender Mainstreaming als
bewusstes Thema (Diversität im
Team)
++
Partizipation  „Wir betrachten Partizipation nicht nur als ein wichtiges Element
unseres Konzepts, sondern auch von zentraler Bedeutung für die
demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.“
 Kinder werden an demokratische Entscheidungsprozesse herangeführt
(Kinderkonferenzen)
++
Besonderheiten  Jährliche Elternbefragung
 Flexible, den Bedürfnissen der Eltern angepasst Öffnungszeiten
 Entwicklungsprofil der Kinder standardisiert
 Kooperation mit Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisationen
im Stadtteil
 Aktuelle Themen im Konzept
aufgegriffen (innovativ,
zukunftweisend), zugleich Hinweis
darauf, dass man kein
„Babysitterservice“ sei
 In Verbindung mit der Aussage,
sich als Dienstleister für die Eltern
zu verstehen, entsteht eine
gewisse Unsicherheit, welches
Bildungsverständnis dem Konzept
zugrunde liegtSeite 14 von 19

Träger: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation  Möchte grundsätzlich in Bonn tätig zu sein
 und. die Erfahrungswerte aus gleichgelagerten Einrichtungen in Bonn
für Familien und für die Stadt einzubringen
Allgemeines  Gegründet 2002
 „Unterstützt Kommunen in der Region im Rahmen von Projekten bei
der weiteren Verbesserung der frühkindlichen Bildung“
 Bislang 40 Bildungskitas deutschlandweit
Finanzierung  Übernahme gesetzlicher Träger i.H.v. 7,8 % wird nicht garantiert.
Angebot von 1% der Betriebskosten nach KiBiz
Ausschlusskriterium
Profil  Auch im Bereich „Bildungsberatung“ tätig
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
 Situationsorientierter Ansatz, Reggio-Pädagogik, Montessori-Pädagogik
Päd. Konzept  Bildungsbereiche abgedeckt
 „Eigensinnige Selbstbildung“ als Ziel
 Eigenes Beobachtungs- und Dokumentationssystem
 Bilingual
+
Inklusion  Umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung
Interkulturelle Bildung und Lernen Erziehung zu internationaler
Verständigung und Zusammenarbeit“ – Interkulturelle Kompetenz
hat eine hohe Bedeutung
 Es fällt ein Widerspruch auf, wenn
zugleich davon gesprochen wird,
dass es in zwei Kitas
„Inklusionsplätze“ gibt
Partizipation  Wird als „unabdingbar“ vorausgesetzt
 Einüben demokratischer Prozesse
+
Besonderheiten  Halbjährliche Elternbefragung zur Qualität
 Bilingualer Alltag ist Teil der educcare Konzeption
 Konzept vergleichsweise allgemein
 Finanzielle Zusatzbeiträge von
Eltern scheinen nicht
ausgeschlossen zu werdenSeite 15 von 19

Träger: Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation  Grundsätzlich in Bonn tätig zu sein, um die Synergieeffekte aus anderen
Jugendhilfebereichen zu realisieren
 Schwerpunkt des Trägers in Bonn liegt in dem Tätigkeitsfeld ambulante
Hilfen zur Erziehung
+
Allgemeines  Der Sommerberg ist aktuell Träger von 4 Kindertageseinrichtungen in
anderen Kommunen
 Fachberatung vorhanden
Finanzierung  Übernahme gesetzlicher Träger i.H.v. 7,8 % wird nicht garantiert.
 100%-ige Förderung der Betriebskosten nach KiBiz wünschenswert
Ausschlusskriterium
Profil  Orientiert am Leitbild der AWO
 Erziehung zu Respekt und Toleranz
 „individuelle und ganzheitliche Entwicklung in allen Belangen des
Kindes“
Päd. Konzept Exemplarisches Konzept einer Kita in Hürth vorgelegt:
 Situationsorientierter Ansatz
 „Das Kind steht in seiner Bildung und Entwicklung im Mittelpunkt.“
 Bezogen auf die Bildungsbereiche die Schwerpunkte Sprache,
Gesundheit und Bewegung dargestellt
+
Inklusion  „Eine gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung
(…) ist für uns selbstverständlich.“
 Keine weiteren Ausführungen
Partizipation  Als „aktive Beteiligung der Kinder“ verstanden
Keine weiteren Ausführungen
Besonderheiten  Da die allgemeinen Aussagen sehr knapp sind und ansonsten das
Konzept einer bestehenden Kita beigefügt ist, ist es schwierig zu einer
ausgewogenen Beurteilung zu kommenSeite 16 von 19

Träger: Pi-Casa Kindertagesstätten gGmbH
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation  Grundsätzlich in Bonn tätig zu sein
 Bedarfsgerechte Betreuung von Kindern bis zur Einschulung
Allgemeines  Gegründet 2009, seit 2010 anerkannter Träger der freien Jugendhilfe
 Betreiber von 3 Kindertageseinrichtungen und 4 Großtagespflegestellen
 „Wir verstehen uns als Träger, der eine städtische Aufgabe übernimmt
und somit Jugendamt und Eltern bzw. Familien als unsere Zielgruppe
ansieht.“
Finanzierung  Trägeranteil von 7,8 % wird übernommen
 Verpflegungspauschale: 100 Euro pro Monat
Profil  „Wir sehen jedes Kind als Individuum, mit eigenem Lern- und
Entwicklungstempo“
 „Lehre mich, selbst zu lernen“
+
Päd. Konzept  Teiloffene Arbeit
 Projektorientier und situationsorientierter Ansatz
 Fachkräfte = Lernbegleiter
 Alltagsintegrierte Sprachförderung
 Geschlechtsdifferenzierte Arbeitsweise
 Interkulturelle Erziehung
 Bildungsbereiche abgedeckt
Inklusion  rudimentär beschrieben
 „Kinder mit leichtem und erhöhten Förderbedarf, werden natürlich und
selbstverständlich in unseren Alltag einbezogen“
Partizipation  Kinderparlament als Instrument genannt
 „Teilhabe der Kinder an verschiedenen Entscheidungen im Kitaalltag“
 Wertschätzung der Standpunkte der Kinder
+
Besonderheiten  Randzeitenbelegungen können angeboten werden
 Die Konzeptüberlegungen wirken in Teilen etwas beliebig und wenig
fundiertSeite 17 von 19

Träger: Step Kids KiTas gGmbh (Stepke)
Inhalte Bemerkungen Bewertung
Motivation
 Möchten „in Bonn aktiv werden“ und zur Deckung des
Betreuungsbedarfs
 Und zur familienfreundlichen Stadtentwicklung beitragen
Allgemeines
 Gehört zu AcadeMedia Gruppe
 In Schweden, Norwegen u. Deutschland aktiv
 15 Kitas in NRW
 „Dienstleistungsunternehmen für Familien und ihre Kinder“
 In NRW als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt
 Kinderschutzkonzept
 Eigene Fachberatung
 Eigene Fortbildungsakademie
+
Finanzierung
 Trägeranteil von 2% soll übernommen werden
 Verpflegungspauschale von 90 Euro pro Monat
Ausschlusskriterium
Profil
 Kitas als Stepke-Wohlfühlorte
 Sechs Säulen die „richtig gute KITas“ ausmachen: Räume, Ernährung,
Englisch, Natur, Schwimmen, Qualität
 Kita für alle Kinder, unabhängig von Nationalität, Konfession und
sozialer Herkunft
 Kinder als „aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung“
 Überkonfessionell
 Gender, Integration und Inklusion als Querschnittaufgaben
 Kinderschutzkonzept
 Deutlich betriebswirtschaftliche Ausrichtung
+Seite 18 von 19

Päd. Konzept  „Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, deren
Selbstgestaltungsprozess von unseren pädagogischen Fachkräften
begleitet und unterstützt wird“
 Bildungsbereiche abgedeckt
 Situations- und stärkenorientierte pädagogische Arbeit
 Elemente der Reggio Pädagogik
 Hoher Stellenwert von Partizipation
 Naturerfahrung, Ernährung (Gesundheit) und Bewegung
(Wassergewöhnung) als Schwerpunkte
 Definition des gesamten Elementarbereichs als „vor der Schule“
(eigenständiger Bildungsauftrag)
 Wöchentliche Wald- und Wiesentage
 Bilingual (englisch)
 Sexualerziehung als eigener Bildungsbereich
 Alltagsintegrierte Sprachbildung
Sowohl allgemeines pädagogisches
Konzept als auch konkrete Konzeptideen
für den Standort dargestellt (Vernetzung
im Stadtteil etc.)
++
Inklusion  „Vielfalt als Bereicherung“
 Im Rahmen der Wertevermittlung zentrales Thema
 Erziehungsverantwortung für Kinder mit und ohne (drohende)
Behinderung
 Inklusion soll Selbstverständlichkeit werden
++
Partizipation
 „Die Partizipation ist Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit“
 Wird über möglichst weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten der
Kinder im Kita-Alltag und einem entsprechenden Umgang
untereinander realisiert
++
Besonderheiten  „Blick über den Tellerrand“ durch Einrichtungen in Skandinavien
 Maximale tägliche Öffnungszeit 9 Stunden plus ergänzende Angebote,
Notfallbetreuung nach BedarfSeite 19 von 19

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 18:00 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de