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202139 · Mitteilungsvorlage

Grüne Infrastruktur

Nummer
202139
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
15.01.2021
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.06.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
202139
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Grüne Infrastruktur
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz Kenntnisnahme
Mitteilung:
Das Amt für Umwelt und Stadtgrün arbeitet seit vielen Jahren auf vielfältige
Weise an der Verbesserung der Artenvielfalt und Naturnähe auf städtischen
Grünflächen, wie zum Beispiel mit dem Aktionsprogramm Biodiversität (vgl. DS
0912026, 1312015NV6). Für dieses Engagement hat die Bundesstadt Bonn
2019 im bundesweiten Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ (vgl. DS
190478) die Silbermedaille erhalten. Ziel dieses Labeling-Verfahrens ist es,
attraktive Lebensräume für Mensch und Natur zu schaffen (vgl. 1911819).
Im Rahmen des Konjunkturpaketes I des Landes NRW startete das Ministerium
für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
am 17.09.2020 den Förderaufruf ‚Grüne Infrastruktur‘. Ziele des
Förderprogrammes sind u.a die Steigerung der autochthonen (gebietseigenen)
Artenvielfalt, der Erhalt der grünen Infrastruktur, Naturerleben sowie
Entwicklung von Grün- und Freiräumen zur Steigerung ihrer
gesundheitsfördernden Wirkungen.
Das Förderprogramm ‚Grüne Infrastruktur‘ existiert bereits seit mehreren
Jahren und wurde bereits mehrfach wieder neu aufgelegt. So wurden bereits
2018 für das Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur (IHK GI)
Fördermittel beantragt (vgl. DS 1811383), welche damals jedoch im ersten
Anlauf nicht bewilligt wurden. Die Umsetzung einer Vielzahl der Projekte des
IHK GI konnte in Bonn anschließend jedoch unter Einbeziehung weiterer
Fördermöglichkeiten erfolgreich sichergestellt werden, z.B. im Grünzug Nord
(Basketballfeld und Blühwiesen) oder am Ortsrand von Schwarzrheindorf
(Obstwiese)
Die Förderhöhe des aktuellen Aufrufs beträgt 100% der förderfähigen Kosten.
Hierbei sollen die Gelder möglichst in 2020 verausgabt werden um die
Konjunktur anzukurbeln.
Aus diesem Grund waren die Förderanträge bis zum 14.10.2020 einzureichen.
In diesem äußerst kurzen Zeitraum wurden vom Amt für Umwelt- und Stadtgrün
acht Maßnahmen zu den o.g. Themen erarbeitet sowie die Förderanträge
eingereicht. Gem. telefonischer Auskunft des Fördermittelgebers wurden rund
50 Anträge eingesandt, von denen 25 anhand einer umfangreichen
Bewertungsmatrix einen Zuwendungsbescheid erhielten.
Die Bundesstadt Bonn erhielt sechs dieser Zuwendungsbescheide mit einer
Gesamtfördersumme von 177.360,25 €.Seite 1 von 2

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Die Maßnahmen sehen vor, eine Gesamtfläche von rund 22.000 qm (2,2 ha)
artenreich umzuwandeln und 55 Bäume zu pflanzen.
Sie teilen sich in folgende Einzelmaßnahmen auf:
Adelheidisplatz – Staudenmischpflanzung
Ein 45 qm großes artenarmes Beet aus niedrigen Gehölzen und Rasen wird in
eine Staudenmischpflanzung umgewandelt.
An der Dransdorfer Burg – Abmagerung und Kräutereinsaat
Ein 75 qm großer Wildkrautstreifen, auf dem vornehmlich Melde wächst, wird
abgemagert und eine Kräutereinsaat hergestellt.
Friedhof Poppelsdorf – Baumersatz im Urnenhain
Auf Grund von Borkenkäferbefall mussten ca. 160 Orientfichten gefällt werden
(vgl. DS 190402). Der unter Landschaftsschutz stehende Bereich ist durch
einen waldartigen Charakter geprägt. Als Teilmaßnahme ist die Pflanzung von
35 Bäumen vorgesehen. Im Vorfeld wurden bereits 56 Bäume gepflanzt (vgl.
DS 201427).
Friedhof Poppelsdorf, Lessenich, Kottenforst, Om Berg – Anlegen von
Blühwiesen und Pflanzung von Obstbäumen
Zur Vernetzung bereits vorhandener artenreicher Wiesen sollen an drei
Standtorten Wiesen angelegt und Obstbäume angepflanzt werden: Poppelsdorf
10.000 qm und 15 Obstbäume; Lessenich 800 qm und 5 Obstbäume;
Kottenforst und Om Berg 9.875 qm
Heiderhof - Abmagerung und Kräutereinsaat
Insg. 1.010 qm Einzelflächen aus Rasen sollen zur Biotopvernetzung
abgemagert und mit einer Kräutereinsaat hergestellt werden.
Wilhelmsplatz - Abmagerung und Kräutereinsaat, Zwiebelpflanzung
Die 260 qm große Rasenfläche soll zur Biotopvernetzung abgemagert und mit
einer Kräutereinsaat hergestellt werden. In den umliegenden Baumscheiben
werden Blumenzwiebeln eingebracht.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 10:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de