202033-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Forschungszentrum Caesar
Kerndaten
- Nummer
- 202033-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 01.12.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 202033-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsstelle Bonn/Berlin Dezernat: Dez. OB Forschungszentrum Caesar Beratungsfolge Rat 10.12.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung empfiehlt, dem Antrag nicht zu folgen. Mit der zum 01.01.2022 geplanten Umwandlung der bisherigen Stiftung caesar in ein Max-Planck-Institut (MPI) und der damit verbundenen vollständigen Integration in die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) fließen der Stadt Bonn keine Mittel zu und werden keine Mittel frei, die an anderer Stelle für den Wissenschaftsstandort Bonn eingesetzt werden könnten. Auf der Grundlage der Ausgleichsvereinbarung von 1994, mit der die Folgen des Bonn/Berlin-Umzuges für die Region kompensiert werden sollten, wurde 1995 vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen die Stiftung caesar (Center of Advanced European Studies and Research) gegründet. Aus dem Bonn/Berlin-Ausgleich wurden für das größte und bedeutsamste Ausgleichsprojekt vom Bund rd. 350 Mio. EUR und vom Land NRW zusätzlich rd. 33 Mio. EUR für das Stiftungskapital und die Errichtung des Bonner Forschungsinstituts caesar zur Verfügung gestellt. 1998 hat das Institut seine Arbeit zunächst in provisorischen Räumen aufgenommen. 1999 hat die Stadt Bonn der Stiftung caesar ein Grundstück an der Ludwig-Erhard-Allee, Bad Godesberg, zum Gesamtpreis von damals 25,0 Mio. DM (rd. 12,8 Mio. EUR) veräußert (DS-Nr.: 9900505). Die Stiftung caesar hat davon 6,4 Mio. EUR als Kaufpreis an die Stadt entrichtet; die weiteren 6,4 Mio. EUR wurden der Stiftung caesar als Zustiftung der Stadt Bonn belassen. Die Stiftung finanziert das Forschungsinstitut bisher aus Kapitalerträgen. Wie viele andere Stiftungen ist caesar seit einigen Jahren mit einer gegenüber ihrer Gründungsphase deutlich schwierigeren Kapitalmarktsituation („Niedrigzins-Ära“) konfrontiert. Bund, Land NRW und die Stadt Bonn haben daher Gespräche aufgenommen, um caesar zu unterstützen und eine verlässliche Zukunft für das Forschungsinstitut in Bonn zu schaffen (s. auch Ratsnewsletter Nr. 166 vom 04.09.2020).Seite 1 von 2 Seite 2 Gemeinsames Ziel ist dabei, die Verbindung von caesar zur MPG zu stärken und das seit 2006 assoziierte Forschungsinstitut in ein vollwertiges Max-Planck-Institut umzuwandeln. Daraus folgt aber nicht, dass Stiftungsmittel an den Bund oder an das Land NRW zurückfließen. Und auch der Stadt Bonn werden aus dem damaligen Grundstücksverkauf keine Mittel mehr zufließen. Ein derartiger Anspruch ergibt sich weder aus dem damaligen Beschluss des Rates vom 29.04.1999 noch aus dem Grundstückskaufvertrag vom 28.10.1999. Infolge ihrer Zustiftung hat die Stadt Bonn 1999 die Hälfte des Grundstückskaufpreises der Stiftung erlassen; darüber hinaus hat sie keine weiteren Leistungen an die Stiftung gewährt. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de