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201564 · Einwohnerfrage

Aufwertung des August-Macke-Haus Umfelds

Nummer
201564
Art
Einwohnerfrage
Veröffentlicht
05.08.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 24.11.2020 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 201564-1 ST Aufwertung des August-Macke-Haus Umfelds

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Einwohnerfrage
öffentlich
201564
Der Oberbürgermeister
Federführung:
Bezirksverwaltungsstelle Bonn
Dezernat:
Dez. I
04.08.2020 gez. Poppe-Reiners
Aufwertung des August-Macke-Haus Umfelds
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Kenntnisnahme
Der Arbeitskreis bittet um Beantwortung der folgenden Frage:
1. Aufgrund welcher neuen Erkenntnisse lehnt der Oberbürgermeister die
Umsetzung des seitens der Stadt Bonn finanziell und personell
unterstützten Wettbewerbs zur
Installierung des August Macke Spazierwegs im Rahmen des
Städtebauförderprojektes Bornheimer Straße/Masterplan Innere Stadt 2.0
ab?
Begründung:
Aus Anlass des 100. Todestags des Künstlers August Macke hatte der Verein
AMuBA e.V. unter Schirmherrschaft des Vizepräsidenten des Landtags NRW,
Herrn Oliver Keymis, einen Ideenwettbewerb zur Ausgestaltung des August
Macke Spazierwegs durchgeführt. In seinem Grußwort schrieb Oliver
Keymis: „Und darum geht es heute: den Geist des Ortes hier in Bonn
wiederzubeleben, den und der August Macke mit geprägt hat. Dem Quartier
von dieser träumerischen Qualität seiner Malerei etwas zu vermitteln,
gemeinsam einen Kultur-Spazierweg zu kreieren, der das Viertel rings um die
Bornheimer Straße auf eine neue, ganz andere Weise erleb- und begehbar
machen wird...... Dem international renommierten Maler wird hier eben nicht
ein Denkmal gesetzt, sondern die schon von ihm geschätzte Lebensqualität
dieses Wohnviertels bekommt eine neue Dimension.“
Der August Macke Spazierweg sollte einen Beitrag zur Umsetzung der Ziele
des städtischen Kulturkonzepts und Masterplans Innere Stadt leisten,
insbesondere zur weiteren Profilierung des August Macke Viertels als
zweitem bedeutsamen Standort der bildenden Kunst in Bonn (neben der
Museumsmeile). Im Jahre 2014 hatte die Stadt noch beabsichtigt, die
Bornheimer Straße als städtebauliches Rückgrat des August Macke Viertels
verkehrlich erheblich zu entlasten und gestalterisch aufzuwerten, so dass in
naher Zukunft Besucher des August Macke Hauses - wie einst August Macke
- aus der City in nur wenigen Minuten zum Museum durch einen attraktiven
Straßenraum entlang der Stationen des August Macke Spazierwegs
spazieren könnten. Die jeweiligen Stationen sollten jedermann „als Museum
unter freiem Himmel“ einen ersten Einblick in das vielschichtige Werk des
Künstlers ermöglichen und Touristen auf dem Weg aus der City zum AugustSeite 1 von 3

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Macke Haus „leiten“ und auf den Museumsbesuch einstimmen. Die
Ausgestaltung der Spazierwegstationen sollte zur Markenbildung für das
junge, aufstrebende Künstlerviertel sowie durch Verknüpfung von August
Mackes Werk mit der Stadt(teil)geschichte zur stärkeren Identifikation der
Bewohner*innen des Viertels und der Bonner Bürger*innen mit diesem
kulturhistorisch bedeutsamen, jedoch vernachlässigten Viertel beitragen.
Zur Durchführung des Ideenwettbewerbs wurden seitens der Stadt Bonn
Fördermittel aus dem Bereich Kultur bereitgestellt. Der Wettbewerbsjury
gehörten u.a. an: der Vorsitzende des Kulturausschusses, der Beigeordnete
für Kultur, eine Vertreterin des Kunstmuseums Bonn sowie die Direktorinnen
des August Macke Hauses und des Bonner Kunstvereins. Laut bisherigen
Informationen der Verwaltung ergaben Gespräche mit der Städtebau-
förderung, dass die Installierung des August Macke Spazierwegs im
Rahmen des verkehrsberuhigten Umbaus der Bornheimer Straße
grundsätzlich förderfähig wäre.
In der Stellungnahme 200640-2St- zum Bürgerantrag: „Wort halten - keine
weiteren Verzögerungen bei der Verkehrsentlastung und
Verkehrsberuhigung der Bornheimer Straße zwischen Ellerstraße und Alter
Friedhof“ reduziert der Oberbürgermeister die bislang mit der Installierung
des August Macke Spazierwegs verknüpften vielfältigen Ziele ausschließlich
auf den Aspekt der Wirtschaftsförderung und negiert Aspekte wie
Identifikationsbildung, Identitätsstiftung sowie erlebnisreiche Gestaltung der
zentralen Fußwegeverbindungen zum kulturellen und touristischen Highlight
August Macke Haus.
Elisabeth Macke klagte zu ihren Lebzeiten, dass die Stadt Bonn nur
Beethoven kenne und August Macke nicht die gebotene Wertschätzung
erbrachte. Die Fragesteller können nicht nachvollziehen, dass zu Ehren von
Beethoven im gesamten Stadtgebiet und im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis
Informationsstelen aufgestellt wurden, der Oberbürger- meister
andererseits, wenn es um die Pflege und lokale Verortung des kulturellen
Erbes August Mackes geht, die Aufstellung von Informationsstelen wegen
fortschreitender Digitalisierung als nicht mehr zeitgemäß und das räumlich
überschaubare Macke-Viertel mit einer Entfernung von ca. 5 Gehminuten
zwischen Altem Friedhof und August Macke Haus als zu weitläufig erklärt.
Der pauschalen Argumentation, dass mit erheblichen Folgekosten für die
Pflege zu rechnen sei, kann ebenfalls nicht gefolgt werden, wie die Bertha-
von-Suttner-Stele zeigt.
Mit den vom Oberbürgermeister favorisierten touristischen Video-Clips für
die schönsten Stationen des August-Macke-Spazierwegs können mangels
direkter Wahrnehmung vor Ort insbesondere die Ziele der
Identifikationsbildung und der Imagesteigerung des stark vernachlässigten
Macke-Viertels bei den Bonner Bürger*innen nicht erreicht werden.
Die Fragesteller halten eine Ergänzung der Informationsstelen mit QR-
Codes für zweck- dienlich.Seite 2 von 3

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Den Fragestellern gibt zu denken, dass der Oberbürgermeister selbst die
Finanzierung der von ihm favorisierten touristischen Video-Clips offen lässt.
Anlage/n
1 Einwohnerfrage Mackespazierweg (nichtöffentlich)Seite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 18:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de