201559-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Sicherstellung von Servicediensten der Banken und Sparkasse im Stadtbezirk Hardtberg
Kerndaten
- Nummer
- 201559-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 21.08.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (3.328 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 201559-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Sicherstellung von Servicediensten der Banken und Sparkasse im Stadtbezirk Hardtberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 25.08.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung empfiehlt, dem Antrag nicht zu folgen. Die in der Begründung genannte Idee eines Servicepunktes in öffentlichen Räumen (z.B. Rathaus Hardtberg) wäre zu prüfen. - - - Die Verwaltung hat keinen Einfluss auf die betriebswirtschaftlichen Ent- scheidungen von Unternehmen, wozu auch Sparkassen und andere Banken gehören. Die Schließung von Bank-Filialen ist ein bundesweit zu beobachtender Trend. In einer Mitteilung vom 4.7.2019 erläuterte die Deutsche Bundesbank die strukturellen Veränderungen des Bankensektors. Die Gründe sind „vor allem - das Niedrigzinsumfeld, - die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie die - Digitalisierung, die hohe Investitionen und Anpassungen von den Banken erfordert.“ Es sei „ein gutes Zeichen, dass sich die Banken angesichts rückläufiger Erträge aus eigenem Antrieb um effiziente Strukturen bemühen“, so Bundesbank- vorstand Joachim Wuermeling. Im Jahr 2018 hatte die Bundesbank „71 Abgänge von Kreditinstituten verzeichnet. Von den Abgängen waren allein 40 (2017: 57) auf Fusionen im genossenschaftlichen Sektor zurückzuführen. Die Zahl der Institute des Genossenschaftsbereichs sank damit auf 864, was einem Rückgang von 4,4 % entspricht. Im Sparkassensektor schlossen sich fünf (2017: 13) Sparkassen zusammen, zwei Landesbanken wurden anderen Bankengruppen zugeordnet. Somit verbleiben 386 Sparkassen und sechs Landesbanken.“ Die Kreditinstitute sind daher gezwungen, auch Filialen zu schließen: „Die Zahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich 2018 sehr deutlich um 2.239 bzw. 7,4 % auf 27.887, nach einem Abbau von 1.900 Zweigstellen im Vorjahr. Diese Größe umfasst klassische Filialen sowie Stellen mit Selbstbedienungs- Terminals und zusätzlicher Beratungsmöglichkeit. (…) In der EntwicklungSeite 1 von 2 Seite 2 spiegelt sich der Einfluss der Digitalisierung auf die Vertriebswege aufgrund einer verstärkten Nutzung von Online-Zugängen wider,“ hieß es weiter. Aber auch die Anzahl von Geldautomaten geht derzeit zurück, da diese dem großen Risiko ausgesetzt sind, gesprengt zu werden. Erst vor kurzer Zeit wurde ein Geldautomat an der Kennedyallee gesprengt, was zu schweren Schäden am Gebäude und in einer Wohnung führte. Für die Banken wird es zunehmend schwer, Vermieter für ihre Automaten zu finden. Gemeinsame Lösungsmöglichkeiten können ausgeschlossen werden, da die Unternehmen im Wettbewerb stehen. So verdient beispielsweise eine Bank mit einem Bargeldautomaten nur dann Geld, wenn von diesem Fremdabhebungen anderer Banken getätigt werden. In Bezug auf die Schließung der Sparkassen-Filiale im Heiderhof-Center – also vergleichbar - hatte die Verwaltung für die Bezirksvertretung Bad Godesberg die Mitteilungsvorlage (Drucksachen-Nr. 1612861) formuliert, dass neue Servicelösungen für die Bargeldversorgung angeboten werden sollen, u.a. den Ausbau von Geldautomaten oder das Angebot eines BargeldBringservices. Aus den vorgenannten Gründen hält die Verwaltung solche Gespräche nicht für erfolgversprechend. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:08 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de