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201524 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Grünstreifen entlang des Hochstadenrings

Nummer
201524
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
31.07.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 31.07.2020
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 06.10.2020

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sondersitzung der Bezirksvertretung Bonn 06.10.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 781,9 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 201524-1 ST Bürgerantrag: Grünstreifen entlang des Hochstadenrings
  2. 201524-2 AA Bürgerantrag: Grünstreifen entlang des Hochstadenrings Antrag zur Vorlage 201524

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
201524
Der Oberbürgermeister
Federführung:
Bürgerbüro/Bürgerbeteiligung/Ombudsstelle
Dezernat:
Dez. OB
30.07.2020
Bürgerantrag: Grünstreifen entlang des
Hochstadenrings
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Arbeitskreis „grünes Mackeviertel“ beantragt:
1. Der vorhandene Grünstreifen auf der nördlichen Seite des
Hochstadenrings zwischen dem Museum August Macke Haus und der
Kreuzung mit der Vorgebirgsstraße wird ökologisch und gestalterisch
durch Anpflanzen von insektenfreundlichen und hitzeresistenten
Stauden im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn
aufgewertet.
Die für den Radverkehr nicht mehr benötigten Flächen werden
entsiegelt und in die Neupflanzung mit einbezogen.
In den Grünstreifen werden Informationstafeln zu August Mackes
Gartenbildern integriert.
2. Die Bezirksvertretung Bonn stellt die erforderlichen Gelder aus dem
sogenannten „Feuerwehrtopf“ zur Verfügung.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 5

Arbeitskreis „grünes Mackeviertel“
Bürgerantrag
Grünstreifen entlang des Hochstadenrings
zwischen Museum August Macke Haus und Kreuzung Vorgebirgsstraße ökologisch und
gestalterisch aufwerten
Der Arbeitskreis „grünes Mackeviertel“ beantragt:
1. Der vorhandene Grünstreifen auf der nördlichen Seite des Hochstadenrings zwischen dem
Museum August Macke Haus und der Kreuzung mit der Vorgebirgsstraße wird ökologisch
und gestalterisch durch Anpflanzen von insektenfreundlichen und hitzeresistenten Stauden
im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn aufgewertet.
Die für den Radverkehr nicht mehr benötigten Flächen werden entsiegelt und in die
Neupflanzung mit einbezogen.
In den Grünstreifen werden Informationstafeln zu August Mackes Gartenbildern integriert.
2. Die Bezirksvertretung Bonn stellt die erforderlichen Gelder aus dem sogenannten
„Feuerwehrtopf“ zur Verfügung.
Begründung:
Der Arbeitskreis „grünes Mackeviertel“ hat sich im Zuge der Stadtteilkonferenz 2018 mit dem Ziel
gegründet, angesichts der Klimakrise einen eigenen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung sowie zur
Verbesserung des Erscheinungsbilds des Mackeviertels zu leisten. Unter dem Motto „Bäume
brauchen grüne Füße“ bepflanzt der Arbeitskreis Baumscheiben im Straßenraum und organisiert
die weitere Pflege und Bewässerung. Bis Ende 2020 werden es zwanzig Baumscheiben sein. Das
Projekt wird durch den Quartiersfonds Mackeviertel unterstützt.
Der Grünstreifen auf der Nordseite des Hochstadenrings beginnend am kulturellen und
touristischen Magneten August Macke Haus, über den August Macke Platz mit den Anrainern
Bonner Kunstverein, GKG und Künstlerforum bis zur Kreuzung mit der Vorgebirgsstraße macht
einen tristen vernachlässigten Eindruck. Dieser ungepflegte Zustand trägt mit dazu bei, dass sich
der Müll in dem Grünstreifen häuft. (siehe Fotos)Seite 2 von 5

Das ungepflegte Erscheinungsbild des öffentlichen Grüns steht im krassen Gegensatz zum
architektonischen und gartengestalterischen Highlight Museum August Macke Haus. Hier besteht
dringender Handlungsbedarf. Laut Kulturkonzept ist es Ziel der Stadt Bonn, das Mackeviertel in
seiner Funktion als zweite „kleine Museumsmeile“ zu stärken und weiter zu entwickeln sowie
städtebaulich aufzuwerten. Entsprechend des Masterplans Innere Stadt sollen „grünen Trittsteine“
ökologisch aufgewertet und miteinander vernetzt werden, um die Wohnfunktion in dem dicht
bebauten und mit Grünflächen unterversorgten Viertel zu stärken.
Mit der Umwandlung des ungepflegten Grünstreifens in ein farbenfroh blühendes
insektenfreundliches Staudenbeet könnte die Stadt Bonn entsprechend ihrer
Nachhaltigkeitsstrategie einen Beitrag zur ökologischen und gestalterischen Aufwertung dieser
auch von Gästen der Stadt häufig genutzten Wegeverbindung leisten. Damit würde die Stadt den
Künstler und Gartenfreund August Macke angemessen würdigen.
Zu August Mackes Lebzeiten erstreckte sich der zum Anwesen gehörende parkartig angelegte
Garten entlang des Hochstadenrings von der Bornheimer Straße bis ungefähr zur Einmündung der
Straße Am Frankenbad. Noch bis Ende des ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts blieb ein
großer, leider verwilderter Teil dieser Gartenanlage mit der geschützten Blutbuche erhalten. Mit der
erteilten Baugenehmigung für eine Wohnbebauung wurde die Chance der Rekonstruktion der
Gartenanlage, die August Macke außerordentlich schätzte, unwiederbringlich vertan. August
Mackes Briefe an seine Frau Elisabeth verdeutlichen, wie groß die Begeisterung des Künstlers für
diesen parkartigen Garten war: „In Bonn, in der Vorstadt, wenn die Sonne sinkt, ach wie muss das
jetzt schön sein. (......) am besten könnte ich in Eurem Garten arbeiten. Er scheint mir augenblicklich
das größte Ideal.“
Heute zeugen nur noch August Mackes Gemälde von der einstigen Harmonie und Schönheit des
großen parkartigen Gartens.
Eins der vielen Gartenbilder, das Gemälde „unser Garten in Bonn“ von 1909, kann im Macke Haus
besichtigt werden. Es zeigt einen Gartenausschnitt mit der Blutbuche, die im Vorfeld des
Wohnungsbaus gefällt wurde. In das Staudenbeet sollten Infotafeln mit Hinweisen auf August
Mackes weitere Gartenbilder integriert werden, um die Geschichte des Ortes erlebbar zu machen.
Der Fahrradweg wurde vor einigen Jahren auf die Fahrbahn des Hochstadenrings verlegt. Diese
Radwegeführung wurde vom ADFC als positives Beispiel bezeichnet. Eine doppelte
Radwegeführung ist aus Sicht der Antragsteller nicht erforderlich, so dass diese Flächen entsiegelt
und in die Grüngestaltung mit einbezogen werden könnten.
Für den Arbeitskreis „Grünes Mackeviertel“
Bonn, den 30.7.2020Seite 3 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 17:20 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de