← Vorlagen

201515 · Beschlussvorlage

Bürgerversammlung zur Parkraumuntersuchung Hochkreuz und Plittersdorf

Nummer
201515
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
07.08.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.08.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 9,3 MB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (100.000 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
201515
Der Oberbürgermeister
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Bürgerversammlung zur Parkraumuntersuchung
Hochkreuz und Plittersdorf
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.08.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Parkraumuntersuchung in Hochkreuz/Plittersdorf des Ingenieurbüros
Runge IVP wird der Öffentlichkeit im Rahmen einer Bürgerversammlung
vorgestellt.
Die Veranstaltung bzw. das Veranstaltungsformat ist abhängig vom weiteren
Pandemie-Geschehen. Die Verwaltung wird die Bezirksvertretung Bad
Godesberg kurzfristig informieren, falls diesbezüglich besondere
Beteiligungsformate gewählt werden müssen.
Begründung
Der Hauptausschuss hatte u.a. auf Empfehlungen der Bezirksvertretungen
Bonn und Bad Godesberg die Erstellung von Parkraumkonzepten für Bonn-
Venusberg, Bonn-Nordstadt und in Teilbereichen von Hochkreuz/Plittersdorf
beschlossen (siehe DS-Nr. 1410522NV3). Die Verwaltung beauftragte
daraufhin für die Untersuchungen das Planungsbüro Runge IVP aus
Düsseldorf. Im Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz hielt das
Büro zum Auftakt der Untersuchungen im Jahr 2017 einen Grundsatzvortrag
über Regelungsmöglichkeiten und Potentiale der Parkraumbewirtschaftung.
Danach starteten die Untersuchungen am Venusberg. Nachfolgend wurde das
Parkraumkonzept für die Nordstadt und dann das für den Bereich
Hochkreuz/Plittersdorf erstellt.
Das Untersuchungsgebiet in Hochkreuz/Plittersdorf erstreckt sich von der
Heinemannstraße im Norden bis zur Gotenstraße im Süden und von der
Godesberger Allee (B9) bis zum Rhein. Der nördliche Teilbereich wird geprägt
von den Bundesbehörden und sonstigen Bürobauten. Im mittleren
Untersuchungsraum schließen sich neben Wohnnutzungen vor allem
Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie weitere Bürostandorte an.
Im südlichen Bereich befinden sich überwiegend Wohngebiete. Einige
Siedlungsstrukturen stammen aus den 1960er-Jahren (Zeilenbauten teilweise
ohne private Stellplätze). Es gibt darüber hinaus ein größeres Neubaugebiet
auf dem Gelände des ehemaligen Amerikanischen Depots. Im Süden gehenSeite 1 von 194

Seite 2
diese Wohngebiete in das historisch-geprägte Kerngebiet von Plittersdorf über.
In diesem Teilgebiet liegt auch das kleine Ortsteilzentrum.
Die ersten Parkstandserhebungen in Hochkreuz/Plittersdorf fanden 2016 nach
den Bestandsanalysen in den anderen Untersuchungsgebieten im Stadtbezirk
Bonn statt. Die jeweilige Konzeptbearbeitung (Venusberg 2017/2018 und
Nordstadt 2018/2019) wurde dann sukzessive vom Büro Runge IVP
vorgenommen. Aufgrund der baulichen und verkehrlichen Entwicklungen in
Hochkreuz/Plittersdorf (u.a. Abschluss der Bautätigkeiten im Bereich des ehem.
amerikanischen Depots) und Kanalbautätigkeiten im Umfeld der Turmstraße in
2016 mit entsprechenden Einschränkungen im öffentlichen Parkraum wurde im
Jahr 2019 eine weitere Erhebung durchgeführt. Somit basiert das Konzept auf
einer größeren und aktuelleren Datengrundlage. Es können überdies auch
Entwicklungen bei der Auslastung der öffentlichen Parkplätze beurteilt werden.
Im Untersuchungsraum stehen rund 3700 Parkplätze auf öffentlichen
Verkehrsflächen zur Verfügung. Überdies gibt es schätzungsweise 3300
oberirdische Stellplätze auf Privatgrundstücken (teilweise öffentlich nutzbar)
und rund 4000 Stellplätze in Tiefgaragen. Die Parkplätze im öffentlichen
Straßenraum sind heute fast alle unbewirtschaftet. Nur vereinzelt findet eine
Bewirtschaftung in Form einer Parkscheibenregelung (für bestimmte Stunden)
statt (u.a. in der Plittersdorfer Straße, Ahrstraße und Ludwig-Erhard-Allee).
Der Untersuchungsraum wurde in 11 Teilbereiche untergliedert. In allen
Teilbereichen wurde zunächst die tatsächlich vorhandene Anzahl an legalen
Parkständen im öffentlichen Straßenraum erfasst. Die Parkraumerhebungen
fanden in den Intervallen um 3.00 Uhr in der Nacht und dann stündlich von 6.00
bis 20 Uhr statt. Aufgrund der Vielzahl der Erhebungen in den Straßenzügen
kann das Parkverhalten (Parkdauer, Umschlag, etc.) relativ gut nachvollzogen
bzw. analysiert werden und mit Hilfe der Standzeiten der Fahrzeuge und der
jeweiligen An- und Abfahrtszeiten einer bestimmten Nutzergruppe zugeordnet
werden. Fahrzeuge, die über die gesamte Nacht im Straßenraum stehen,
können z.B. „Bewohnern“ zugeordnet werden. Fahrzeuge, die tagsüber den
Straßenraum länger belegen (z.B. zwischen 8.00 bis 16.00 Uhr), deuten auf die
Nutzergruppe „Beschäftigte“ hin. Fahrzeuge, welche kürzer - für rund ein bis
drei Stunden - parken, können als „Besucher“ eingestuft werden.
Bei den Erhebungen wurden so in den jeweiligen Teilgebieten die
Gesamtauslastung zu den verschiedenen Uhrzeiten und der Anteil der
einzelnen Nutzergruppen (Bewohner, Beschäftigte und Besucher) ermittelt.
Das Ergebnis stellt sich in den einzelnen Teilräumen (Verkehrszellen) und je
nach Uhrzeit relativ unterschiedlich dar. Das war auch zu erwarten, da die
Bereiche durch die beschriebenen unterschiedlichen Nutzungsstrukturen
geprägt sind. Relativ anschaulich stellt sich das z.B. in Verkehrszelle 9
(Heinemannstraße/Mildred-Scheel-Straße/Ludwig-Erhard-Allee) dar. Die
Parkstände in den Straßenzügen werden tagsüber zu rund 2/3 von
Beschäftigten genutzt. Die Auslastung ist tagsüber in vielen Bereichen bei 100
Prozent oder mehr (Falschparker eingeschlossen). Ab den Abendstunden bis in
die frühen Morgenstunden sind hingegen rund 80 Prozent des Parkraums nicht
belegt.
In den Verkehrszellen 2 (zwischen Leonardusstraße und Plittersdorfer Straße)
stellt sich ein gegenläufiges Bild dar. Tagsüber sind die Parkplätze in einigen
Wohnstraßen nur rund zur Hälfte belegt. Ab nachmittags füllen sich die
Parkstände in den meisten Straßen merklich und sind in der Nacht teilweise zuSeite 2 von 194

Seite 3
über 100 Prozent ausgelastet (z.B. Wurzerstraße und Leonardusstraße). Das
Parkverhalten wird überwiegend von Bewohnern geprägt. Beschäftigte und
Besucher füllen zwar teilweise die Parkplätze mit ihren Fahrzeugen tagsüber
auf; sie sind allerdings untergeordnet. In den meisten Straßen sind vor- bis
nachmittags rund 30 Prozent der Parkstände frei.
In anderen Verkehrszellen ist das Bild differenzierter zu sehen. In den
Verkehrszellen 6 und 7 (südlich der Kennedyallee, östlich der Mittelstraße)
halten sich Beschäftigte und Bewohner über dem Tagesmittel ungefähr die
Waage. Hier kommt es aber nur in einzelnen Straßenabschnitten zu einer
direkten Konkurrenz zwischen den Nutzergruppen.
Grundsätzlich ist nach den Untersuchungsergebnissen der Parkraum
insgesamt – also über alle Straßen gesehen - in den jeweiligen Zellen
grundsätzlich ausreichend. In Verkehrszelle 4 (Donatusstraße) ist die
Auslastung der Parkstände mit knapp 90 Prozent über 24 Stunden betrachtet
am höchsten. Aber auch in dieser Zelle ist grundsätzlich zu jeder Zeit ein
Parkplatz zu bekommen.
Die Nacherhebung im letzten Jahr hat die Ergebnisse aus 2016 weitgehend
bestätigt. Die Parkraumnachfrage blieb im frühmorgendlichen Zeitraum relativ
unverändert gegenüber 2016. Lediglich im Umfeld der Andreas-Hermes-Straße
wurden 2019 mehr Fahrzeuge erfasst. Es ist zu vermuten, dass diese
Fahrzeuge den Beschäftigten der dortigen Behörden/Firmen zugeordnet
werden können. Die Ferdinand-Lassalle-Straße, in der bei der
Parkraumuntersuchung 2016 Nutzungskonkurrenzen festgestellt wurden, ist
auch 2019 weiterhin überlastet.
In den weiteren untersuchten Zeiträumen wurden während der Nacherhebung
2019 im gesamten Untersuchungsraum allerdings insgesamt weniger
Fahrzeuge als 2016 registriert.
Im Ergebnis hat das Büro Runge IVP dementsprechend Folgendes festgestellt:
Die Ziele eines Parkraumkonzepts sind zum einen die Ordnung des Verkehrs
und die Reduzierung von Behinderungen und illegaler Inanspruchnahme
öffentlicher Flächen sowie zum anderen die räumliche und zeitliche Zuordnung
des Parkraumangebotes nach Verkehrszwecken und Nutzergruppen bei
vorherrschenden Nutzungskonkurrenzen.
Im Teilgebiet Plittersdorf werden nur geringfügige Parkraumdefizite festgestellt.
Im Süden des Gebiets übersteigt die Parkraumnachfrage das
Parkraumangebot in einigen Straßenzügen. Über die einzelnen Verkehrszellen
sind allerdings im gesamten Gebiet ausreichend Parkstände vorhanden. Im
Bereich der nördlichen Donatusstraße, der Kennedyallee zwischen Mittelstraße
und Donatusstraße, der nördlichen Mittelstraße und der Ostseestraße sind
Auswirkungen des benachbarten Bürostandorts Hochkreuz durch vermehrte
Beschäftigtenparker spürbar. Allerdings sind dort weiterhin freie Parkstände
verfügbar, sodass keine größeren Nutzungskonkurrenzen zwischen Bewohnern
und Beschäftigten bestehen.
In Hochkreuz bestehen ebenfalls nur geringfügige Parkraumprobleme. Das
Bewohnerparkbedürfnis ist aufgrund der geringeren Wohnbebauung und
vermehrten Büronutzung geringer als im Teilgebiet Plittersdorf. Nachts sind in
sämtlichen Straßen ausreichend freie Parkstände vorhanden. Die Beschäftigten
stellen in diesem Gebiet die Hauptnutzergruppe dar. Auch während der
typischen Arbeitszeiten sind in den meisten Straßen freie Parkstände
vorhanden. In wenigen Straßenzügen wird zeitweise regelwidrig geparkt. DieseSeite 3 von 194

Seite 4
Parkverstöße können mit vermehrten Kontrollen reduziert werden, da in den
benachbarten Straßenräumen zumeist eine ausreichende Anzahl an freien
Parkständen zur Verfügung steht. Die Beschäftigtenparker weichen nur in
seltenen Fällen auf Wohnstraßen aus, sodass kaum Nutzungskonkurrenzen
festzustellen sind. Lediglich an der Ferdinand-Lassalle-Straße, an der im Osten
ein Bürostandort und im Westen Wohnbebauung angrenzt, treten
unverträgliche Probleme auf. Im Tageszeitraum wird dort vielfach regelwidrig
geparkt (Parkraumauslastung 160 %). Auf der Ferdinand-Lassalle-Straße sind
die Anwohner daher zu schützen.
Die Verwaltung schlägt aufgrund der vorliegenden Untersuchung und der
weiteren relevanten Rahmenbedingungen für den Untersuchungsraum nun
folgende Handlungsschritte vor:
1.) Die Bürger sollen über die Ergebnisse der Untersuchung informiert
werden und die Möglichkeit bekommen, mit dem Gutachter und der
Verwaltung über das Parkraummanagement im Allgemeinen, die
Regelungsmöglichkeiten und mögliche Neuausweisungen von
Bewohnerparkzonen/bewirtschafteten Zonen im Plangebiet zu
sprechen.
Neben dem Umgang mit den aktuellen Verkehrsverhältnissen sollen auf der
Versammlung auch die möglichen Auswirkungen der absehbaren
baulichen Entwicklungen – insbesondere rund um die Kennedyallee –
besprochen werden.
2.) Eine Parkraumbewirtschaftung/Bewohnerparkzone sollte – wie vom
Gutachter empfohlen - im Bereich Ferdinand-Lassalle-Straße/Mildred-
Scheel-Straße eingerichtet werden. Dort sieht das Büro bereits heute
einen Handlungsbedarf. Dieser ist u.a. auch im
Bebauungsplanverfahren Nr. 6918-1 „Johanna-Kinkel-Straße“ von den
Bürgern zum Ausdruck gebracht worden.
3.) Insbesondere im Zusammenhang mit der Rahmenplanung
Bundesviertel sieht die Verwaltung mittelfristig einen weitergehenden
Handlungsbedarf. Grundsätzlich wird das Ziel verfolgt, eine
großräumige Parkraumbewirtschaftung in Hochkreuz und ggf.
Teilbereichen von Plittersdorf einzuführen, um die verkehrlichen
Auswirkungen auf den ruhenden und damit auch fließenden Verkehr zu
begrenzen (siehe auch DS-Nr. 190851, Verkehrliche Beurteilung der
Rahmenplanung Bundesviertel).
Anlage/n
1 IVP-Bericht Hochkreuz/Plittersdorf (öffentlich)Seite 4 von 194

Runge IVP
Runge IVP
Ingenieurbüro für
Integrierte Verkehrsplanung
Parkraumuntersuchung
Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
August 2019Seite 5 von 194

Parkraumuntersuchung
Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
August 2019
Bearbeitung:
M. Sc. Manuel Dominitz
M. Sc. Thomas Schellenberg
Dipl.-Ing. Hans-Rainer Runge
Runge IVP
Ingenieurbüro für Integrierte
Verkehrsplanung
Düsseldorfer Straße 132
D-40545 Düsseldorf
Tel. 0211-553350
Fax 0211-553558
Mail info@runge-ivp.de
Runge IVPSeite 6 von 194

Runge IVP
I N H A L T
1
1.1
1.2
Allgemeines
Aufgabenstellung
Begriffe
1
1
2
2
2.1
2.2
2.2.1
2.2.2
2.2.3
2.3
Struktur des Untersuchungsgebietes
Nutzungsstruktur
Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeiten
Kfz-Verkehr
ÖPNV
Radverkehr
Mängel und Konflikte
2
2
4
4
4
5
5
3
3.1
3.2
Parkraumangebot
Parken im öffentlichen Straßenraum
Stellplatzangebot
6
6
9
4
4.1
4.2
4.2.1
4.2.2
Parkraumnachfrage
Parkraumnachfrageerhebung
Parkraumbelegung im Untersuchungsgebiet
Parkraumnachfrage Plittersdorf
Parkraumnachfrage Hochkreuz
10
10
10
10
14
5
5.1
5.2
5.2.1
5.2.2
5.3
5.4
5.5
Parkraumbilanzen
Parkverhalten der Nutzergruppen
Parkraumbilanz der Teilgebiete
Parkraumbilanz Plittersdorf
Parkraumbilanz Hochkreut
Parksuchverkehr
Parkraumbilanzen für einzelne Bereiche
Bauvorhaben im Untersuchungsgebiet
19
19
19
19
20
21
21
26
6 Bewertung und Handlungsempfehlungen 27
7 Mobilitätskonzept 28
Anlagen
8 Nacherhebung 2019 29Seite 7 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
1
1 Allgemeines
1.1 Aufgabenstellung
Die Bonner Ortsteile Hochkreuz und Plittersdorf befinden sich im Stadtbezirk
Bad Godesberg im Südosten von Bonn. Das Teilgebiet Plittersdorf weist
überwiegend kleinstädtische Strukturen mit hauptsächlich Wohnbebauung
auf. Das Gebiet Hochkreuz ist Teil des Bundesviertels. Der Bereich zwi-
schen der Ludwig-Erhard-Allee, der Kennedyallee, der Godesberger Allee
und der Heinemannstraße ist durch eine Wohn– und Büronutzung geprägt.
Im Bereich der Heinemannstraße befinden sich neben einigen Bürogebäu-
den u.a. das Eisenbahn-Bundesamt und das Bundesministerium für Bildung
und Forschung.
Im Folgenden werden für das Untersuchungsgebiet Hochkreuz und Plitters-
dorf die Ergebnisse einer Parkraumuntersuchung vorgestellt. Dabei wurde
neben einer Erhebung des Parkraumangebots eine ganztägige Analyse der
Parkraumnachfrage durchgeführt. Neben der Belegung der Parkstände wur-
den dabei auch die Nutzergruppen, die den Parkraum nachfragen, erfasst
und in ihrem Verhalten analysiert. Das Untersuchungsgebiet ist in Bild 1-1
dargestellt.
Auf der Grundlage einer Parkraumbilanz zum Analysezeitpunkt wird unter-
sucht, ob im Untersuchungsgebiet Parkraumproblematiken, z.B. im Hinblick
auf Nutzungskonkurrenzen zwischen dem Bewohnerparkbedürfnis und dem
Parkbedürfnis der Beschäftigten, bestehen.
Bild 1–1: Übersichtsplan Untersuchungsgebiet
Hochkreuz und Plittersdorf © Land NRW (2018)Seite 8 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
2
2 Struktur des Untersuchungsgebietes
2.1 Nutzungsstruktur
Das Untersuchungsgebiet befindet sich im Stadtbezirk Bad Godesberg und
liegt im Südosten von Bonn. Östlich der Mittelstraße bzw. Ubierstraße finden
sich überwiegend kleinstädtische Strukturen mit mehrheitlich Mehrfamilien-
häusern wieder.
Entlang des südlichen Abschnittes der Mittelstraße sind Einzelhandelsein-
richtungen des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel zwei Supermärkte und
eine Tankstelle, ansässig.
Nördlich der Kennedyallee befindet sich als prägende Bebauung die ehema-
lige amerikanische Siedlung zwischen der Martin-Luther-King-Straße und
dem Kolumbusring. In diesem Bereich sind als weitere Verkehrserzeuger die
„Bonn International School“ sowie die Bürogebäude der UN
(„Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen)
zu nennen. Des Weiteren befinden sich östlich der Mittelstraße mehrere Kin-
dertagesstätten und eine Grundschule.
Im Gebiet westlich der Mittelstraße, welches durch die Mittelstraße, die Ken-
nedyallee und die Gotenstraße begrenzt wird, befinden sich mehrere größe-
re Verkehrserzeuger. Um den Zentralfriedhof, welcher im zentralen Bereich
liegt, befinden sich mehrere Schulen entlang der Gotenstraße (Grund– und
Gesamtschule sowie ein Gymnasium). Nördlich des Friedhofes liegt an der
Ahrstraße das Wissenschaftszentrum Bonn und das Deutsche Museum.
Nördlich der Kennedyallee schließt das Bundesviertel an. Das Gebiet zwi-
schen der Ludwig-Erhard-Allee, der Kennedyallee, der Godesberger Allee
und der Heinemannstraße ist durch eine Wohn– und Büronutzung geprägt.
Im Bereich der Heinemannstraße befinden sich neben einigen Bürogebäu-
den u.a. das Eisenbahn-Bundesamt und das Bundesministerium für Bildung
und Forschung.
Das Bild 2-1 zeigt die Nutzungsstruktur im Untersuchungsgebiet Hoch-
kreuz / Plittersdorf und die grundsätzliche Verkehrsführung, auf die im Fol-
genden eingegangen wird.
1.2 Begriffe
Zum besseren Verständnis ist es erforderlich, die im Folgenden verwendeten
Begriffe zu definieren:
Parkraum: Gesamtheit der öffentlichen Parkstände und pri-
vaten Stellplätze.
Parkstand: Abstellmöglichkeit für Kfz im öffentlichen Bereich
(öffentlicher Straßenraum, öffentlich zugängliche
Parkierungsanlage).
Stellplatz: Abstellmöglichkeit für Kfz auf privatem Grund.
Parkraumnachfrage: Nachfrage nach Parkraum zum Zeitpunkt der
Erhebung unter den gegebenen Rahmenbedin-
gungen (Attraktivität des Gebietes, Parkraumver-
fügbarkeit).
Parkraumbilanz: Ergebnis der Gegenüberstellung von Parkraum-
angebot und Parkraumbedarf aller Nutzergrup-
pen.
Parkraumbedarf: Parkraumnachfrage, die in Abhängigkeit von
planerischen Zielvorstellungen und Randbedin-
gungen aus der Verkehrsinfrastruktur (z.B.
ÖPNV-Erschließung) gedeckt werden soll und
kann.
Parkraummanagement: Organisation des Parkierungsbetriebes sowie
Festlegung von Parkstandarten und mengenmä-
ßiger Zusammensetzung.Seite 9 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
3
Bild 2-1: Bestandsaufnahme Nutzungs- und VerkehrsstrukturSeite 10 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
4
2.2 Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeiten
2.2.1 Kfz-Verkehr
Durch die topografische Lage (Begrenzung im Osten durch den Rhein und
im Westen durch Waldflächen) verlaufen durch das Untersuchungsgebiet
vor allem wichtige Nord-Süd-Achsen des Bonner Straßennetzes. Diese Ach-
sen verbinden die Bonner Innenstadt mit Bad Godesberg im Süden. Ab
Bonn (Bertha-von-Suttner-Platz) verläuft die B 9 in südliche Richtung über
Bad Godesberg, Remagen und Koblenz bis Bingen am Rhein. Im Untersu-
chungsgebiet bestehen durch die Godesberger Allee (B 9) und die Ludwig-
Erhard-Allee zudem Anschlüsse an die Autobahn A 562 bzw. an die Konrad-
Adenauer-Brücke. Über die A 562 ist im weiteren Verlauf ein Anschluss an
die rechts-rheinisch verlaufenden A 59 am Autobahnkreuz Bonn-Ost gege-
ben. Es bestehen somit gute verkehrliche Anbindungen an das überregiona-
le Straßennetz.
Im Untersuchungsgebiet sind neben der Ludwig-Erhard-Allee, im weiteren
Verlauf die Mittelstraße, und der parallel verlaufenden Godesberger Allee
(B 9), die Heinemannstraße, die Kennedyallee und die Gotenstraße als
Hauptverkehrsstraßen mit Verbindungsfunktionen zu klassifizieren. Die übri-
gen Straßen im Untersuchungsgebiet haben aufgrund der Nutzungsstruktur
überwiegend Sammelfunktionen der angrenzenden Wohnbebauungen. Die
folgenden Straßen stellen weitere verkehrswichtige Straßen dar, welche
nicht als Hauptverkehrsstraßen zu klassifizieren sind:
 Die Straße „Langer Grabenweg“ stellt eine Verbindung zwischen der
Heinemannstraße im Norden und der Kennedyallee im Süden dar. Über
diesen wird vor allem der Anwohnerverkehr der Wohnbebauung im Be-
reich „Berliner Ring“ abgewickelt.
 Die östlich zur Mittelstraße verlaufenden Donatusstraße sammelt den
Verkehr, der in den nördlich gelegenen Wohngebieten von Plittersdorf
erzeugt wird und verteilt diesen auf die Kennedyallee bzw. bindet direkt
an die Mittelstraße an.
2.2.2 ÖPNV
In Bild 2-1 sind die vorhandenen Bus- und Bahnhaltestellen im Untersu-
chungsgebiet dargestellt.
Tabelle 2-1 auf der nachfolgenden Seite zeigt das ÖPNV-Angebot im Unter-
suchungsgebiet. Die Stadtbahnlinien 16 und 63, welche im Untersuchungs-
gebiet in Mittellage der B 9 verläuft, verkehrt in diesem Abschnitt in der
Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt je Fahrtrichtung. Morgens werden
zusätzlich zwei Fahrten je Richtung durch die Linie 67 zwischen Bad Godes-
berg und Bonn Hauptbahnhof angeboten.
Zusätzlich wird das Untersuchungsgebiet von insgesamt 5 Buslinien bedient.
Davon verkehren zwei Buslinien (610 / 611) im 20-Minunten-Takt über die
Mittelstraße bzw. durch das Wohngebiet in Plittersdorf.
Die verbleibenden drei Linien (631 / 637 / 638) beginnen bzw. enden am
Robert-Schuman-Platz, welcher sich nördlich der Ministerien zwischen
A 562 und der Heinemannstraße befindet. Die Linie 631 verkehrt zweimal
pro Stunde, die Linien 637 und 638 jeweils einmal pro Stunde.
Mit der Stadtbahn kann der Bonner Hauptbahnhof ab der Haltestelle „Max-
Löbner-Straße“ in ca. 12 Minuten erreicht werden. Die Linienbusse benöti-
gen für die Fahrt in die Bonner Innenstadt ab der Haltestelle „Kennedyallee“
etwa 20 Minuten. Der Bahnhof Bad Godesberg, welcher ebenfalls von diver-
sen Regionalbahnen bedient wird, kann mittels Stadtbahn in einer Fahrzeit
von 5 Minuten erreicht werden.
Durch das vorhandene ÖPNV-Angebot wird eine sehr gute Erreichbarkeit
der Bonner-Innenstadt bzw. Bad Godesberg gewährleistet. Auf Grund der
Topografie sind jedoch westlich gelegene Stadtteile mit dem ÖPNV nur über
Umstiege zu erreichen. Beispielsweise beträgt die Fahrtzeit zur Uniklinik auf
dem Venusberg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln rund 40 Minuten.Seite 11 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
5
2.2.3 Radverkehr
Die Stadt Bonn ist Mitglied des AGFS, der Arbeitsgemeinschaft fußgänger–
und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinde und Kreise in NRW, mit dem Ziel,
die städtische Nahmobilität zu stärken.
Der überwiegende Teil der Erschließungsstraßen in Hochkreuz und Plitters-
dorf sind Tempo 30 Straßen, die keine eigenständige Radverkehrsanlagen
besitzen, aber auch keine benötigen.
An den Hauptverkehrsstraßen sind größtenteils Radverkehrsanlagen einge-
richtet. Entlang der B 9 sind getrennte Geh– und Radwege vorhanden, wäh-
rend an der Ludwig-Erhard-Allee der Gehweg für Radfahrer freigegeben ist.
Zusätzlich sind Radschutzstreifen auf der Kennedyallee, der Wurzerstraße,
der Mittelstraße und abschnittsweise auf der Gotenstraße eingerichtet.
Das Radwegenetz NRW führt entlang des östlichen Randes im Untersu-
chungsgebiet am Rheinufer.
2.3 Mängel und Konflikte
In Plittersdorf wird in einigen Straßenzügen (halbhüftig) auf dem Gehweg
geparkt, ohne dass das Gehwegparken durch Beschilderung freigegeben ist,
damit auch in relativ schmalen Straßenräumen beidseitig geparkt werden
kann. Obwohl das Gehwegparken ohne Beschilderung illegal ist, wird dies
im Untersuchungsgebiet zu Gunsten eines größeren Parkraumangebots ge-
duldet. Durch die kleinstädtischen Strukturen und die geringen Verkehrs-
mengen auf den Straßen stellt bei stark eingeengten Gehwegen ein kurzzei-
tiges Ausweichen der Fußgänger auf die Fahrbahn in der Regel kein größe-
res Problem dar. Für mobilitätseingeschränkte Personen ergibt sich aller-
dings eine Erschwernis. Das halbhüftige Gehwegparken ist in diesem Gebiet
allerdings stark verbreitet, sodass parkende Fahrzeuge z.T. den Gehweg an
Stellen beanspruchen, an denen regulär auf der Fahrbahn geparkt werden
könnte.
Nr. Streckenverlauf Takt
16 /
63
Bad Godesberg - Deutsches Museum - Max-Löbner-Straße - Bonn
Hauptbahnhof - Tannenbusch - (Bornheim-Hersel - Wesseling - Köln
Hauptbahnhof - Niehl)
10 min
610
Heiderhof - Bad Godesberg - Plittersdorf Mitte - Saarstraße - Dan-
ziger Straße / Deutsches Museum - Kennedyallee - Rheinaue -
Heussallee / Museumsmeile - Hauptbahnhof - Endenich Nord -
Dransdorf - Lessenich - Duisdorf Bf
20 min
611
Heiderhof - Muffendorf - Bad Godesberg - Plittersdorf Mitte - Am
Büchel - Mittelstraße - Steinstraße - Steinhaus - Kanalstraße -
Steubenring - Kennedyallee - Rheinaue - Heussallee / Museums-
meile - Hauptbahnhof - Endenich Nord - Dransdorf - Lessenich
20 min
631
Robert-Schuman-Platz - Rheinaue - Kennedyallee - Ahrstraße /
Deutsches Museum - Deutsche Forschungsgemeinschaft -
Hochkreuz - Kessenich - Poppelsdorf - Endenich - Tannenbusch
30 min
637
Robert-Schuhman-Platz - Langer Grabenweg - Brandenburger
Straße - Deutsche Forschungsgemeinschaft - Hochkreuz - Hin-
denburgallee - Gotenstraße - Nicolaus-Cusanus-Gymnasium -
Plittersdorf Mitte - Bad Godesberg - Marienforster Steinweg
60 min
638
Robert-Schuhman-Platz - Langer Grabenweg - Brandenburger
Straße - Deutsche Forschungsgemeinschaft - Hochkreuz - Hin-
denburgallee - Gotenstraße - Nicolaus-Cusanus-Gymnasium -
Plittersdorf Mitte - Bad Godesberg - Pennenfeld
60 min
Hinweis: Es sind nicht alle Halte aufgeführt
Tabelle 2-1: ÖPNV-Angebot Hochkreuz / Plittersdorf, werktags zur Haupt-
verkehrszeitSeite 12 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
6
3 Parkraumangebot
Das Angebot an öffentlichen Parkständen und pri-
vaten Stellplätzen wurde im Sommer 2016 durch
Begehungen flächendeckend für das gesamte Un-
tersuchungsgebiet erhoben. Nicht zugängliche pri-
vate Bereiche wurden über Luftbilder ausgewertet.
Die Bestandsaufnahme umfasste neben der An-
zahl der Parkstände und Stellplätze auch die Art
der Parkstände (Längsparken, Senkrechtparken,
...), die Art der Bewirtschaftung und die jeweiligen
Verkehrsregelungen (Park- und Halteverbote).
Private Stellplätze wurden getrennt nach ebenerdi-
gen Stellplätzen und Garagen aufgenommen. Tief-
garagenplätze (sowohl privat als auch für Mitarbei-
ter) konnten nicht eingesehen werden und wurden
demnach lediglich geschätzt.
Das Untersuchungsgebiet wird entsprechend der
Struktur des Untersuchungsgebietes in elf Ver-
kehrszellen eingeteilt. Bild 3–1 zeigt die Abgren-
zung des Untersuchungsgebietes. Die Verkehrs-
zellen 1 bis 8 liegen im Gebiet Plittersdorf, die Ver-
kehrszellen 9 bis 11 in Hochkreuz. Die Verkehrs-
zelle 7 „Amerikanische Siedlung“ besitzt mit einer
lockeren Zeilenbebauung und breiten Straßenräu-
men mit einer Vielzahl an vorhandenen Parkstän-
den struktuell keine Ähnlichkeit zum restlichen Un-
tersuchungsgebiet. Die Verkehrszelle 8 rund um
den Zentralfriedhof weist mit einer Vielzahl an Ver-
kehrserzeugenden Nutzungen strukturell eine grö-
ßere Ähnlichkeit zum Gebiet Hochkreuz auf, so-
dass sie im Folgenden, trotz der Lage in Plitters-
dorf, dem Gebiet Hochkreuz zugeordnet wird.
Im Untersuchungsgebiet Hochkreuz / Plittersdorf
gab es zum Erhebungszeitraum rund 6.925 Park-
stände und Stellplätze, die sich in ca. 3.650 öffent-
liche Parkstände (53 %), etwa 400 öffentlich zu-
Verkehrszelle 11:
Ministerien
Bild 3-1: Übersichtsplan Untersuchungsgebiet Hochkreuz / Plittersdorf
Verkehrszelle 10:
Berliner Ring
Verkehrszelle 8:
Zentralfriedhof
Verkehrszelle 9:
Mildred-Scheel-
Straße
Verkehrszelle 6:
Moselstraße
Verkehrszelle 5:
Saarstraße
Verkehrszelle 7:
Amerikanische Siedlung
Verkehrszelle 4:
Donatusstraße
Verkehrszelle 3:
Hannah-Arendt-Straße
Verkehrszelle 2:
Plittersdorf Mitte
Verkehrszelle 1:
Plittersdorf Süd
gängliche Stellplätze (6 %), etwa 1.000 Mitarbeiter-
stellplätze (15 %) und rund 1.850 private Stellplät-
ze (27 %) untergliedern. Das Parkraumangebot in
den einzelnen Verkehrszellen geht aus der Tabel-
le 3-1 auf der nachfolgenden Seite hervor.
Die Anzahl der privaten Tiefgaragenstellplätze
kann mit etwa 4.000 Plätzen angenommen wer-
den, wobei der Großteil der Tiefgaragenstellplätze
dem Beschäftigtenparken zugeordnet wird.
.Seite 13 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
7
1 Plittersdorf-Süd 343 0 25 273 641
2 Plittersdorf-Mitte 376 30 54 263 723
3 Hannah-Arendt-Straße 215 62 62 228 567
4 Donatusstraße 294 0 30 217 541
5 Saarstraße 161 25 28 124 338
6 Moselstraße 200 0 200 117 517
7 Amerikanische Siedlung 790 0 150 65 1.005
8 Zentralfriedhof 335 30 112 191 668
9 Mildred-Scheel-Straße 305 245 210 95 855
10 Berliner Ring 278 0 27 205 510
11 Ministerien 358 0 128 74 560
Summe 3.655 392 1.026 1.852 6.925
Anteil in % 52,8 5,7 14,8 26,7 100,0
Hinweis: Tiefgaragenstellplätze sind nicht berücksichtigt
Verkehrszelle öffentliche
Parkstände
öffentlich
zugängliche
Stellplätze
Mitarbeiter-
stellplätze
private
Stellplätze Summe
3.1 Parken im öffentlichen Straßenraum
In Bild 3-2 auf der nachfolgenden Seite wird das öffentliche und öffentlich
zugängliche Parkraumangebot räumlich dargestellt.
Die Anlagen 1.2a bis 1.2c differenzieren das Parkraumangebot für die ein-
zelnen Straßenabschnitte sowie die elf Verkehrszellen und machen Anga-
ben zur Art der Bewirtschaftung. Im Teilgebiet Plittersdorf wird häufig
(halbhüftig) auf dem Gehweg geparkt, ohne dass das Gehwegparken durch
Beschilderung freigegeben ist. Dadurch kann auch in relativ schmalen Stra-
ßenräumen beidseitig geparkt werden. Obwohl das Gehwegparken ohne
Beschilderung illegal ist, wird dies im Untersuchungsgebiet geduldet, sodass
diese Parkstände im Folgenden als legale Parkstände berücksichtigt wer-
den.
Im Untersuchungsgebiet werden mit etwa 3.570 Parkständen (97 %) nahezu
sämtliche öffentliche Parkstände nicht bewirtschaftet. Im gesamten Untersu-
chungsgebiet werden die weiteren 115 Parkstände (3 %) mit Parkscheiben-
regelungen bewirtschaftet.
Im Untersuchungsgebiet Plittersdorf befinden sich lediglich an der Plitters-
dorfer Straße 19 mit Parkscheibenregelung bewirtschaftete Parkstände. Die
Parkscheibenregelung gilt dort montags bis freitags zwischen 08:00 und
19:00 Uhr. Die Höchstparkdauer liegt bei 1 Stunde. Außerhalb dieser Zeiten
kann auf diesen Parkständen ohne Einschränkung geparkt werden.
Im Bereich Hochkreuz befinden sich mit Parkscheibenregelung bewirtschaf-
tete Parkstände an der:
 Ahrstraße (48 Parkstände: Mo-Fr 9-16 Uhr, 2 Stunden),
 Ludwig-Erhard-Allee (23 Parkstände: werktags 9-19 Uhr, 4 Stunden),
 Frankenstraße (6 Parkstände: Mo-Fr 8-19 Uhr, 1 Stunde),
 Brandenburger Straße (17 Parkstände: Mo-Fr 8-19 Uhr, 2 Stunden) und
 Holbeinstraße (2 Parkstände: Mo-Fr 8-18 Uhr, 3 Stunden).
Tabelle 3-1: Parkraumangebot in Hochkreuz / PlittersdorfSeite 14 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
8
Bild 3-2: Parkstände im Untersuchungsgebiet Hochkreuz / PlittersdorfSeite 15 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
9
1 Plittersdorf-Süd 1.155 497 273 0 343
2 Plittersdorf-Mitte 1.286 553 263 30 376
3 Hannah-Arendt-Straße 936 337 228 62 215
4 Donatusstraße 1.134 408 217 0 294
5 Saarstraße 737 265 124 25 161
6 Moselstraße 403 145 117 0 200
7 Amerikanische Siedlung 1.052 379 65 0 790
8 Zentralfriedhof 873 306 191 30 335
9 Mildred-Scheel-Straße 217 87 95 245 305
10 Berliner Ring 819 328 205 0 278
11 Ministerien 738 258 74 0 358
Summe 9.350 3.562 1.852 392 3.655
Hinweis: Tiefgaragenstellplätze sind nicht berücksichtigt
Verkehrszelle Einwohner zugelassene
Kfz
private
Stellplätze
öffentlich
zugängliche
Stellplätze
öffentliche
Parkstände
3.2 Stellplatzangebot
Das Stellplatzangebot nach Verkehrszellen wird in Anlage 1.3 grafisch dar-
gestellt. Hinzuweisen ist auf gewisse Ungenauigkeiten, da für die Erhebung
nicht immer eine Zugänglichkeit in beispielsweise Innenbereiche bestand.
Auch konnte nicht beurteilt werden, ob Garagenplätze tatsächlich als Ab-
stellanlagen für Autos genutzt wurden oder ob eine Fehlnutzung (z.B. als
Abstellraum) vorlag. Die Tabelle 3-2 stellt das Stellplatz- und Parkstandan-
gebot den Einwohnerzahlen und der Anzahl der gemeldeten Kfz in den Ver-
kehrszellen gegenüber.
Im gesamten Untersuchungsgebiet besteht ein Stellplatzdefizit, wenn die
Anzahl der gemeldeten Kfz auf die Anzahl der privaten Stellplätze bezogen
wird. Es ist zu beachten, dass zu den angegebenen privaten Stellplätzen,
weitere Tiefgaragenplätze hinzukommen. Die Anzahl der nicht öffentlich zu-
gänglichen Tiefgaragenstellplätze für Bewohner liegt bei schätzungsweise
500 Plätzen im gesamten Untersuchungsgebiet. Aufgrund des vorhandenen
Stellplatzdefizits ist das Parken auf öffentlichen Parkständen von einem Teil
der Bewohner notwendig.
Rechnerisch beträgt das Defizit, bei 3.562 zugelassenen Kfz im Untersu-
chungsgebiet, etwa 1.350 Kfz, die auf den öffentlichen Parkraum auswei-
chen müssen.
Tabelle 3-2: Einwohner und StellplatzangebotSeite 16 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
10
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
1600
1800
2000
2200
2400
3 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
Kfz
Uhrzeit
4 Parkraumnachfrage
4.1 Parkraumnachfrageerhebung
Die Parkraumnachfrage im öffentlichen Bereich wurde an insgesamt drei
Tagen erhoben. Die Verkehrserhebungen fanden für
 die Verkehrszellen 1 bis 4 am Dienstag, den 13.09.2016,
 die Verkehrszellen 5 bis 8 am Donnerstag, den 15.09.2016,
 die Verkehrszellen 9 bis 11 am Dienstag, den 20.09.2016
statt.
Dabei wurden stündlich zwischen 6:00 und 20:00 Uhr Begehungen der Stra-
ßenräume und Parkplätze durchgeführt, bei denen die Kennzeichen der par-
kenden Kfz festgehalten wurden. Neben der Auslastung des Parkraums im
Untersuchungsgebiet lassen sich über die Verhaltensweisen (Ankunfts– und
Abfahrtszeiten, Parkdauer) Rückschlüsse auf die Nutzer der Parkstände
(Anwohner, Beschäftigte, Besucher) ziehen. Zusätzlich fand eine Erhebung
der Parkraumnachfrage in der Nacht zwischen 02:00 und 04:00 Uhr statt,
um in dieser Zeit das maximale Anwohnerparkbedürfnis festzustellen.
4.2 Parkraumbelegung im Untersuchungsgebiet
Die beiden Teilgebiete Hochkreuz und Plittersdorf werden im Folgenden ge-
trennt ausgewertet, da sich die beiden Gebiete strukturell unterscheiden.
4.2.1 Parkraumnachfrage Plittersdorf
Zum Zeitpunkt der Parkraumnachfrageerhebung standen im Gebiet Plitters-
dorf 2.347 Parkstände zur Verfügung. Die restlichen 32 Parkstände entfielen
baustellenbedingt. Die Parkraumbelegung in den einzelnen Straßenräumen
und zusammenfassend für die einzelnen Verkehrszellen des Teilgebiets Plit-
tersdorf (1 bis 7) wird in der Anlagengruppe 2 detailliert dargestellt. Neben
den absoluten Zahlen der Parkraumbelegung ist die Parkraumauslastung
des gesamten Untersuchungsgebietes zu unterschiedlichen Tageszeiten in
der Anlagengruppe 4 grafisch aufbereitet. Für das Teilgebiet Plittersdorf
zeigt das nachfolgende Bild 4-1 die Parkraumnachfrage im Tagesgang.
Im Nachtzeitraum wurden 1.705 abgestellte Kfz im Teilgebiet Plittersdorf
erfasst. Die nächtliche Auslastung betrug somit rund 73 %. Um 6 Uhr wurde
mit 1.720 parkenden Fahrzeugen (73 %) die höchste Auslastung im Tages-
verlauf festgestellt. Um 7 Uhr wurden 1.602 abgestellte Fahrzeuge (68 %) im
Straßenraum gezählt. Im weiteren Tagesverlauf parkten durchgehend weni-
ger als 1.600 Kfz im Untersuchungsgebiet. Die Auslastung zwischen 8 und
20 Uhr lag durchgehend zwischen 66 % und 67 %. In den Morgenstunden
werden die aus dem Gebiet ausfahrenden Bewohnerfahrzeuge von den ein-
fahrenden Beschäftigten- und Kurzzeitparkern ausgeglichen. Während sich
in den Nachmittag- und Abendstunden wiederum die ausfahrenden Beschäf-
tigten mit den einfahrenden Bewohnern ausgleichen.
Insgesamt wurden während der Parkraumerhebung 4.486 Parkvorgänge
erfasst. Unberücksichtigt blieben dabei Kurzzeitparkvorgänge mit einer Park-
dauer unter einer Stunde, die mit Ankunfts– und Abfahrtszeit außerhalb der
Erhebungsintervalle lagen. Erfahrungsgemäß kann die Anzahl der Parkvor-
gänge um rund 10 % erhöht werden, um die Gesamtzahl korrekt zu be-
schreiben. Bei etwa 4.600 Parkvorgängen am Tag beträgt der durchschnittli-
che Umschlag dann 2,0 Kfz je Parkstand.
Bild 4-1: Parkraumnachfrage 13.09.2016 + 15.09.2016, PlittersdorfSeite 17 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
11
Bild 4-2 zeigt die Parkraumauslastung in der
Nacht.
Ein ausgeprägter Bewohner-Parkdruck im Nacht-
zeitraum kann im Gebiet Plittersdorf nicht festge-
stellt werden. In keiner Verkehrszelle überschreitet
die nächtliche Parkraumnachfrage das vorhandene
Parkraumangebot. Dennoch ist das Parkrauman-
gebot in den Straßenzügen insbesondere im Sü-
den und Südwesten des Teilgebiets nachts über-
lastet, das heißt es werden Fahrzeuge in Parkver-
botsbereichen (z.B. in zweiter Reihe) abgestellt.
Die betroffenen Straßenzüge sind:
 Am Baumgarten: 167 %
 Am Büchel: 106 %
 Donatusstraße Sackgasse Süd: 150 %
 Gotenstraße: 121 %
 Hofstraße: 117 %
 Kolberger Straße: 111 %
 Leonardusstraße: 109 %
 Mittelstraße Nord (östl. Straßenseite): 111 %
 Mittelstraße Süd (westl. Straßenseite): 113 %
 Mühlenstraße: 108 %
 Saarstraße: 102 %
 Spiegelhofstraße: 119 %
 Stirzenhofstraße: 109 %
 Turmstraße südlich der Leonardusstr.: 105 %,
allerdings geringeres Parkraumangebot durch
Baustelle
 Wurzerstraße westlich der Mittelstr.: 106 %
 Wurzerstraße östlich der Mittelstr.: 109 %
In den meisten überlasteten Straßen parkten ledig-
lich wenige Fahrzeuge illegal und häufig im Stra-
ßenraum vor eigenen Zufahrten.
Bild 4-2:
Parkraumauslastung
3:00 UhrSeite 18 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
12
Die Straßenräume der Moselstraße, Aggerstraße,
Erftstraße und Siegstraße sind sehr schmal, so-
dass dort nicht legal geparkt werden kann, da die
notwendige Mindestfahrbahnbreite unterschritten
wird. Dennoch parken in diesen Straßenabschnit-
ten sowohl nachts als auch im Tageszeitraum
Fahrzeuge.
Bild 4-3 zeigt die Parkraumauslastung um 7 Uhr.
Am frühen Vormittag ist eine Verringerung des
Parkraumnachfrage zu erkennen. Die Parkraumsi-
tuation hat sich in den meisten nächtlich überlaste-
ten Straßenzüge entspannt, da die ersten Bewoh-
ner aus dem Gebiet ausfahren. Der Großteil der
nächtlich überlasteten Straßen sind Wohnstraßen
in größerer Entfernung zu Arbeitsstätten, sodass
nur wenige gebietsfremde Parker in diesen Stra-
ßen ihr Fahrzeug abstellen.
Lediglich in kleinen (Stich-)Straßen mit wenigen
Parkständen, auf der Gotenstraße westlich der
Mittelstraße und auf dem nördlichen Abschnitt der
Mittelstraße (östliche Straßenseite) ist der Park-
raum um 7 Uhr weiterhin überlastet.
Über das gesamte Gebiet sind etwa ein Drittel der
vorhanden Parkstände frei.
Bild 4-3:
Parkraumauslastung
7:00 UhrSeite 19 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
13
Bild 4-4 zeigt die Parkraumauslastung um 13 Uhr,
den Zeitpunkt mit der höchsten Anzahl an Be-
schäftigtenparkern in diesem Gebiet.
Am Mittag ist die Parkraumsituation nahezu im
gesamten Gebiet entspannt. Im direkten Umfeld
zum Gebiet Hochkreuz ist ein erhöhter Parkdruck
mit stark ausgelasteten bzw. überlasteten Straßen-
zügen zu erkennen. Dabei strahlen die Büronut-
zungen der Andreas-Hermes-Straße und der Ken-
nedyallee westlich der Mittelstraße aus. Der betrof-
fene Bereich begrenzt sich auf die Kennedyallee
westlich der Donatusstraße, die Mittelstraße und
die Ostseestraße.
Das Bild der Parkraumauslastung mit dem erhöh-
ten Parkdruck im Umfeld des Gebiets Hochkreuz
und einer im weiteren Gebiet entspannten Park-
raumsituation bleibt bis zum späten Nachmittag
erhalten.
Nach 18 Uhr verändert sich die Parkraumnachfra-
ge in Richtung der nächtlichen Parkraumauslas-
tung, sodass der Parkdruck in einigen Wohnstra-
ßen zunimmt. Über das gesamte Gebiet und auch
in den einzelnen Verkehrszellen sind aber auch in
den Abendstunden ausreichend Parkmöglichkeiten
vorhanden.
Bild 4-4:
Parkraumauslastung
13:00 UhrSeite 20 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
14
4.2.2 Parkraumnachfrage Hochkreuz
Im Gebiet Hochkreuz standen zum Zeitpunkt der Parkraumnachfrageerhe-
bung 1.264 Parkstände zur Verfügung. Die restlichen 12 Parkstände entfie-
len baustellenbedingt. Die Parkraumbelegung in den einzelnen Straßenräu-
men und zusammenfassend für die einzelnen Verkehrszellen des Teilge-
biets Hochkreuz (8 bis 11) wird in der Anlagengruppe 3 detailliert darge-
stellt. Neben den absoluten Zahlen der Parkraumbelegung ist die Park-
raumauslastung des gesamten Untersuchungsgebietes zu unterschiedlichen
Tageszeiten in der Anlagengruppe 4 grafisch aufbereitet. Für das Teilgebiet
Hochkreuz zeigt das nachfolgende Bild 4-5 die Parkraumnachfrage im Ta-
gesgang.
Insgesamt wurden 522 parkende Pkw in der Nacht erfasst. Die nächtliche
Auslastung betrug somit lediglich 41 %. In der Nacht stehen im gesamten
Teilgebiet Hochkreuz ausreichend Parkstände für die Bewohner zur Verfü-
gung.
Die Auslastung in Hochkreuz steigt in den Morgenstunden bis zum Mittag
an. Durch den hohen Anteil an Büronutzung im Untersuchungsgebiet fahren
deutlich mehr Beschäftigte ins Gebiet ein als Bewohner ausfahren. Die
höchste Auslastung wurde um 11 Uhr mit 1.174 parken Kfz (93 %) erfasst.
Das Parkraumangebot über die gesamte Verkehrszelle 9 (Mildred-Scheel-
Straße) ist dabei im Zeitraum von 9 bis 14 Uhr überlastet. Im weiteren Ta-
gesverlauf nimmt die Parkraumnachfrage im Untersuchungsgebiet Hoch-
kreuz kontinuierlich ab. In der letzten Erhebungsrunde zwischen 19 und 20
Uhr waren lediglich 45 % der vorhandenen Stellplätze belegt.
Insgesamt wurden während der Parkraumerhebung 2.431 Parkvorgänge
erfasst. Unberücksichtigt blieben dabei Kurzzeitparkvorgänge mit einer Park-
dauer unter einer Stunde, die mit Ankunfts– und Abfahrtszeit außerhalb der
Erhebungsintervalle lagen. Erfahrungsgemäß kann die Anzahl der Parkvor-
gänge um rund 10 % erhöht werden, um die Gesamtzahl korrekt zu be-
schreiben. Bei etwa 2.500 Parkvorgängen am Tag beträgt der durchschnittli-
che Umschlag dann 2,0 Kfz je Parkstand.
Bild 4-5: Parkraumnachfrage 15.09.2016 + 20.09.2016, Hochkreuz
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
3 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
Kfz
UhrzeitSeite 21 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
15
Bild 4-6 zeigt die Parkraumauslastung in der
Nacht.
Im Gebiet Hochkreuz mit einer Vielzahl an Büro-
nutzungen bestehen nachts keinerlei Parkraum-
probleme. In sämtlichen Straßenzügen sind freie
Parkstände vorhanden. Lediglich der Straßenzug
Sachsenstraße ist mit 12 abgestellten Kfz auf 11
legalen Parkständen überlastet, da dort in der
Wendeanlage geparkt wurde.
Insgesamt ist der Parkraum im Gebiet nachts mit
519 abgestellten Kfz nur zu 41 % ausgelastet.
Selbst in den Wohnstraßen der Verkehrszelle „Ber-
liner Ring“ sind überall ausreichende Parkmöglich-
keiten vorhanden.
Bild 4-6:
Parkraumauslastung
03:00 Uhr
Bild 4-6: Parkraumauslastung 3:00 UhrSeite 22 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
16
Bild 4-7 zeigt die Parkraumauslastung um 9 Uhr.
Morgens mit Beginn der üblichen Büro-
Arbeitszeiten steigt der Parkdruck im Gebiet Hoch-
kreuz an. Bis 9 Uhr sind bereits rund 640 Beschäf-
tigte ins Gebiet Hochkreuz eingefahren. Insbeson-
dere Die Straßenräume im Umfeld von Verkehrser-
zeugern sind in großen Teilen überlastet. Betroffen
sind:
 die Heinemannstraße (u.a. Ministerien und
Gustav-Straßemann-Institut),
 das Gebiet Mildred-Scheel-Straße, Andreas-
Hermes-Straße und Ferdinand-Lassalle-Straße
(u.a. Verwaltung „Tank & Rast“),
 Ahrstraße (u.a. Wissenschaftszentrum und
Deutsches Museum) und
 Holbeinstraße (u.a. Verwaltung „Dr. Schutz“).
Das Wohngebiet um den Berliner Ring ist nicht
vom Beschäftigtenverkehr betroffen. In diesem
Bereich ist auch um 9 Uhr kein Parkdruck vorhan-
den.
Insgesamt wurden in dem Gebiet Hochkreuz um
9 Uhr 1.083 abgestellte Fahrzeuge erfasst. Die
entspricht einer Auslastung von 86 %. Die Ver-
kehrszelle 9 „Mildred-Scheel-Straße“ ist zu diesem
Zeitpunkt mit 313 abgestellten Fahrzeugen über-
lastet (103 %).
Bild 4-6:
Parkraumauslastung
03:00 Uhr
Bild 4-7: Parkraumauslastung 9:00 UhrSeite 23 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
17
Bild 4-8 zeigt die Parkraumauslastung um 11 Uhr.
Um 11 Uhr wurde die stärkste Parkraumnachfrage
im gesamten Tagesverlauf ermittelt. Dabei steigt
die Zahl der geparkten Fahrzeuge von Beschäftig-
ten nochmals um fast 100 Kfz an. Über das ge-
samte Gebiet steigt die Parkraumauslastung auf
93 %. Die zusätzlich abgestellten Fahrzeuge ver-
teilen sich relativ gleichmäßig über das gesamte
Gebiet, sodass der Parkdruck im Untersuchungs-
gebiet Hochkreuz gleichmäßig steigt. Der Park-
druck strahlt nicht in das Wohngebiet um den Berli-
ner Ring aus.
Bis zum Nachmittag bleibt das Grundbild der Park-
raumauslastung erhalten, wobei sich der Park-
druck mit zunehmender Zeit leicht entspannt. Die
Verkehrszelle 9 „Mildred-Scheel-Straße“ ist bis um
14 Uhr überlastet.
Bild 4-6:
Parkraumauslastung
03:00 Uhr
Bild 4-8: Parkraumauslastung 11:00 UhrSeite 24 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
18
Bild 4-9 zeigt die Parkraumauslastung um 17 Uhr.
Ab dem Nachmittag nimmt der Parkdruck spürbar
ab. Während um 16 Uhr etwa 1.000 abgestellte
Fahrzeuge erfasst wurden, sinkt die Zahl um 17
Uhr auf etwa 770 Fahrzeuge ab. Die Park-
raumauslastung beträgt somit um 17 Uhr lediglich
61 %. Bis auf die Ferdinand-Lassalle-Straße wei-
sen sämtliche Straßenzüge zu diesem Zeitpunkt
freie Parkstände auf.
Im weiteren Tagesverlauf nähert sich die Park-
raumauslastung dem nächtlichen Bild an.
Insgesamt sind aus der Parkraumnachfrage der
beiden Teilgebiete Hochkreuz und Plittersdorf kei-
ne flächendeckenden Konflikte zu erkennen. Im
Nachtzeitraum steht im überwiegenden Teil des
Untersuchungsgebiets eine ausreichende Anzahl
an Parkständen für das Bewohnerparken zur Ver-
fügung. Auch im Tageszeitraum sind in den meis-
ten Verkehrszellen und Straßenräumen ausrei-
chende Parkmöglichkeiten vorhanden. Lediglich
der Parkraum in der Verkehrszelle 9 („Mildred-
Scheel-Straße“) ist zwischen 9 und 14 Uhr überlas-
tet.
Bild 4-6:
Parkraumauslastung
03:00 Uhr
Bild 4-9: Parkraumauslastung 17:00 UhrSeite 25 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
19
5 Parkraumbilanzen
5.1 Parkverhalten der Nutzergruppen
In der Parkraumbilanzierung werden grundsätzlich drei Nutzergruppen un-
terschieden:
 Bewohner,
 Beschäftigte,
 Besucher.
Diese Nutzergruppen haben unterschiedliche Ansprüche an den Parkraum,
welche aufgrund des beschränkten Parkraums in Verbindung mit verhältnis-
mäßig wenigen privaten Stellplätzen nicht umfassend erfüllt werden können.
Das Parkverhalten und die Ansprüche der einzelnen Nutzergruppen können
wie folgt beschrieben werden.
 Bewohner
Bewohner sind Langzeitparker und benötigen den gesamten Tag über Park-
raum. Die höchste Nachfrage findet allerdings in den Nachmittags-, Abend-
und Nachtstunden, also zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn am nächs-
ten Tag, statt. Dabei fragen Anwohner Parkstände in möglichst naher Entfer-
nung zu ihrer Wohnung nach. Außerhalb verdichteter Innenstadtgebiete füh-
ren bereits relativ geringe Fußwegeentfernungen zwischen Wohnung und
abgestelltem Kfz zu Klagen. Die Kostenakzeptanz der Bewohner ist gering.
Bei der Parkraumnachfrageerhebung wurden alle nächtlichen Parker in den
Straßenräumen der Nutzergruppe Bewohner zugeordnet, unabhängig vom
Ortskennzeichen des Kfz. Weiterhin ist das Bewohnerparkverhalten durch
die Ankunft am Nachmittag und eine Parkraumbelegung bis in den Abend zu
kennzeichnen.
 Beschäftigte
Diese Nutzergruppe beansprucht den Parkraum hauptsächlich tagsüber.
Dabei werden die Parkstände meist in den Morgenstunden (zwischen 6 und
9 Uhr) zu Arbeitsbeginn angefahren, über einen langen Zeitraum (etwa 5 bis
11 Stunden) belegt und erst zum Feierabend am Nachmittag bzw. Abend
wieder verlassen. Die Mindestparkdauer zur Klassifizierung der Beschäftig-
tenparker beträgt 4 Stunden.
Die Kostenakzeptanz von Beschäftigtenparkern ist gering. Deswegen wer-
den bei kostenfreien Parkmöglichkeiten auch lange Fußwege akzeptiert.
 Besucher / Kunden
Zu der Nutzergruppe der Besucher zählen sowohl die Besucher der Anwoh-
ner als auch die Kunden der Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen im
Untersuchungsgebiet.
Besucherverkehr kann bereits relativ früh in den Morgenstunden (in der Re-
gel ab 8 Uhr) auftreten. Der Kundenverkehr beschränkt sich auf die Öff-
nungszeiten der jeweiligen Einrichtungen. In der Auswertung der Parkraum-
erhebungen werden Kurzzeitparkvorgänge unterhalb einer Parkdauer von 4
Stunden als Besucherparker identifiziert.
Die Ansprüche an den Parkraum ist bei den einzelnen Besuchergruppen
sehr unterschiedlich ausgeprägt. Privatbesucher von Bewohnern beanspru-
chen in der Regel einen Kfz-Parkstand in direkter Nähe ihres Zieles. Auch
Kunden haben bei Kurzzeitparkvorgängen nur eine geringe Entfernungsak-
zeptanz, nehmen allerdings auch größere Entfernungen zu Fuß in Kauf,
wenn Parkgebühren vermieden werden können.
Im Folgenden erfolgt eine Bilanzierung gemäß der einzelnen Nutzergruppen.
Dabei erfolgt auch eine Dokumentation der festgestellten Mängel und Prob-
leme.
5.2 Parkraumbilanz der Teilgebiete
5.2.1 Parkraumbilanz Plittersdorf
Die Auswertung der aufgenommenen Kennzeichen hat für das Gebiet Plit-
tersdorf die folgenden Größen der Nutzergruppen ermittelt:
 ca. 2.700 Bewohnerparkvorgänge haben eine durchschnittliche Parkdau-
er von 5:14 Stunden im Zeitraum von 6 bis 20 Uhr. Die Anzahl der Be-
wohnerparker nimmt von nachts 1.705 auf mittags 947 Parker ab. Rund
500 Anwohner-Pkw waren dabei in den Straßenräumen abgestellt, wur-
den jedoch nicht bewegt.
 523 Beschäftigtenparker weisen eine durchschnittliche Parkdauer von
7:18 Stunden im Untersuchungszeitraum auf. Gegen 13 Uhr wird die ma-
ximale Anzahl von 449 ortsfremden Langzeitparkern gezählt.Seite 26 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
20
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120
Auslastung der Parkstände in % 1.264 Kurzzeitparker (Kunden / Besucher) wurden erfasst. Diese haben
eine durchschnittliche Parkdauer von 1:24 Stunden. Um 18 Uhr wurden
mit 303 Kurzzeitparkern die meisten im gesamten Tagesverlauf erfasst.
Insgesamt wurden im Untersuchungsgebiet Plittersdorf 4.486 Parker festge-
stellt.
Das nebenstehende Bild 5-1 zeigt die Auslastung der Parkstände nach Nut-
zergruppen zu den verschiedenen Stundengruppen für das Teilgebiet Plit-
tersdorf. Einzelauswertungen zu den einzelnen Straßenabschnitte und das
Teilgebiet Plittersdorf zeigt die Anlagengruppe 2.
5.2.2 Hochkreuz
Die Auswertung der aufgenommenen Kennzeichen hat für das Gebiet Hoch-
kreuz die folgenden Größen der Nutzergruppen ermittelt:
 ca. 858 Bewohnerparkvorgänge haben eine durchschnittliche Parkdauer
von 5:16 Stunden im Zeitraum von 6 bis 20 Uhr. Die Anzahl der Bewoh-
nerparker nimmt von nachts 522 auf nachmittags 302 Parker ab. Rund
139 Anwohner-Pkw waren dabei in den Straßenräumen abgestellt, wur-
den jedoch nicht bewegt.
 817 Beschäftigtenparker weisen eine durchschnittliche Parkdauer von
7:39 Stunden im Untersuchungszeitraum auf. Gegen 11 Uhr wird die ma-
ximale Anzahl von 733 ortsfremden Langzeitparkern gezählt.
 755 Kurzzeitparker (Kunden / Besucher) wurden erfasst. Diese haben
eine durchschnittliche Parkdauer von 1:24 Stunden. Um 18 Uhr wurden
mit 155 Kurzzeitparkern die meisten im gesamten Tagesverlauf erfasst.
Insgesamt wurden im Untersuchungsgebiet Hochkreuz 2.431 Parker festge-
stellt.
Das nebenstehende Bild 5-2 zeigt die Auslastung der Parkstände nach Nut-
zergruppen zu den verschiedenen Stundengruppen für das Teilgebiet Hoch-
kreuz. Einzelauswertungen zu den einzelnen Straßenabschnitte und das
Teilgebiet Hochkreuz zeigt die Anlagengruppe 3.
Anhand der Bilder 5-1 und 5-2 wird deutlich, dass im Gebiet Plittersdorf die
Bewohner die Hauptnutzergruppe darstellen, während im Gebiet Hochkreuz
die Beschäftigtenparker den Großteil der vorhandenen Parkstände bean-
spruchen.
Bewohner Beschäftigte Besucher
Bild 5-1: Parkraumnachfrage der Nutzergruppen in Plittersdorf
Uhrzeit
03:00
06:00
07:00
08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
18:00
19:00
Bild 5-2: Parkraumnachfrage der Nutzergruppen in Hochkreuz
Uhrzeit
03:00
06:00
07:00
08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
18:00
19:00
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120
Auslastung der Parkstände in %
Bewohner Beschäftigte BesucherSeite 27 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
21
5.3 Parksuchverkehr
Parksuchverkehr tritt im Süden von Plittersdorf insbesondere in den Nach-
mittags- und Abendstunden nach 17:00 Uhr auf, wenn von der Arbeit heim-
kehrende Bewohner sowie Besucher einen freien Parkstand suchen und ein
großer Teil der Kapazitäten bereits belegt ist. In Hochkreuz erzeugen der
Beschäftigten- sowie der Besucherverkehr in den frühen Vormittagsstunden
Parksuchverkehr. Parksuchverkehr ist schwer zu quantifizieren. An insge-
samt fünf Straßen wurden Videobeobachtungen mit folgenden Ergebnissen
durchgeführt:
Auf der Breslauer Straße wurden 124 Kfz/14h gezählt. Demgegenüber ste-
hen 88 erfasste Parkvorgänge. Auf der Breslauer Straße waren während
des gesamten Tageszeitraums freie Parkstände vorhanden, sodass davon
auszugehen ist, dass auf der Breslauer Straße kein Parksuchverkehr vor-
handen ist.
Auf der Lahnstraße wurden 96 Kfz/14h gezählt. In diesem Straßenabschnitt
wurden 70 Parkvorgänge registriert. Da auf der Lahnstraße ebenfalls wäh-
rend des gesamten Tageszeitraums freie Parkstände vorhanden waren, ist
dort kein Parksuchverkehr vorhanden.
Bei der Verkehrszählung auf der Mühlenstraße wurden 618 Kfz/14h erfasst.
Gezählt wurde dabei unmittelbar südlich des Knotenpunkts mit der Plitters-
dorfer Straße. Auf der Mühlenstraße wurden 108 Parkvorgänge registriert.
Während der meisten Zeit des Tages sind auf der Mühlenstraße freie Park-
stände vorhanden. Aufgrund der Einbahnstraßenregelungen auf der Plitters-
dorfer Straße und der Straße Am Büchel besitzt die Mühlenstraße für das
Wohngebiet eine gewisse Verkehrsbedeutung als Verbindung zur westlichen
Plittersdorfer Straße und zur Mittelstraße. Aufgrund der Verkehrszählung ist
kein Parksuchverkehr nachweisbar ist.
Auf der Ferdinand-Lassalle-Straße wurden 221 Kfz/14h gezählt. Die Spit-
zenstunde liegt dabei zum typischen Arbeitsbeginn zwischen 8:00 und
9:00 Uhr mit 52 gezählten Fahrzeugen. Insgesamt wurden während des Ta-
ges 59 Parkvorgänge erfasst. Auf der Ferdiand-Lassalle-Straße befinden
sich zudem allerdings 18 ebenerdige Stellplätze bzw. Stellplätze in Garagen
sowie schätzungsweise 60 Tiefgaragenstellplätze. Mit Hilfe der vorhandenen
Datenbasis ist kein Parksuchverkehr nachweisbar.
Die Verkehrszählung auf der Max-Löbner-Straße ergab eine Verkehrsmen-
ge von 1.117 Kfz/14h. In diesem Straßenabschnitt wurden 102 Parkvorgän-
ge registriert. Weiterhin sind 133 Parkvorgänge auf den Stichstraßen Hol-
beinstraße und Riemenschneiderstraße zu berücksichtigen. Die Max-Löbner
-Straße hat aufgrund des Anschlusses zur B 9, Godesberger Allee. gewisse
Verkehrsbedeutung, weshalb auf Grundlage der Verkehrsmenge und den
Parkvorgängen kein Rückschluss auf den Parksuchverkehr erfolgen kann.
5.4 Parkraumbilanzen für einzelne Bereiche
Die Anlagengruppe 4 zeigt die Auslastung des Parkraums in den einzelnen
Straßenräumen im Untersuchungsgebiet Hochkreuz / Plittersdorf am typi-
schen Wochentag im 2-Stunden-Intervall.
 Verkehrszelle 1, Plittersdorf-Süd
Im Untersuchungsbereich „Plittersdorf-Süd“ stehen 343 öffentliche Parkstän-
de zur Verfügung, davon sind 324 Parkstände unbewirtschaftet und 19 Park-
stände mit Parkscheibenregelung bewirtschaftet.
Nachts wurden 294 parkende Kfz gezählt (siehe Anlagengruppe 2.1). Die
nächtliche Auslastung liegt in diesem Gebiet bei 86 %. Die Auslastung in
den einzelnen Straßenabschnitten variiert. So sind in den Straßen Am
Schaumburger Hof, Auf der Hostert, Mohrenstraße, Plittersdorfer Straße und
Simrockallee nachts einige freie Parkstände vorhanden, während die weite-
ren Straßenzüge ausgelastet oder sogar überlastet sind.
Im weiteren Tagesverlauf wird durchgehend eine niedrigere Parkraumaus-
lastung in der Verkehrszelle festgestellt. Zwischen 7 und 19 Uhr sind in na-
hezu sämtlichen Straßenzügen zu jeder Zeit freie Parkstände vorhanden.
Lediglich die Mühlenstraße ist um 16 Uhr kurzzeitig überlastet.
Auf dem Straßenzug Plittersdorfer Straße zwischen der Sibyllenstraße und
der Steinstraße (Anlage 2.1-8), ist entsprechend der Parkraumbewirtschaf-
tung (Parkscheibenregelung) der höchste Parkstandumschlag (3,7 Parkvor-
gänge je Parkstand) und die niedrigste durchschnittliche Parkdauer (2:21
Stunden) zu verzeichnen.
Die Anwohner stellen im Bereich „Plittersdorf Süd“ die Hauptnutzergruppe
dar. Der Anteil der Beschäftigten ist einer maximalen Belegung der Park-
stände durch Beschäftigte von 19 % gering. Der Parkstandumschlag beträgt
in dieser Verkehrszelle durchschnittlich ca. 2,5 Parkvorgänge je Parkstand.Seite 28 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
22
In dieser Verkehrszelle treten nachts in einigen Straßenzügen Überlastun-
gen durch Bewohner auf, die ihr Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zur eige-
nen Unterkunft verbotswidrig abstellen. Im Tagesverlauf sind keine Proble-
me erkennbar.
 Verkehrszelle 2, Plittersdorf-Mitte
In der Verkehrszelle „Plittersdorf-Mitte“ stehen 376 öffentliche, unbewirt-
schaftete Parkstände zur Verfügung. Während der Parkraumerhebung fielen
22 Parkstände auf der Turmstraße baustellenbedingt weg.
Das Parkverhalten und die Auslastung des Parkraums in dieser Verkehrszel-
le ist sehr ähnlich zur Verkehrszelle 1. Nachts war der Parkraum am Tag der
Erhebung mit 317 parkenden Kfz zu 90 % ausgelastet (siehe Anlagengrup-
pe 2.2). Analog zur Verkehrszelle 1 sind einige Straßenzüge im Nachtzeit-
raum ausgelastet oder sogar überlastet sind. Um 6 Uhr wurden mit 322 par-
kenden Fahrzeugen (91 %) die höchste Anzahl an abgestellten Fahrzeugen
im Tagesverlauf erfasst. Im weiteren Tagesverlauf wird durchgehend eine
niedrigere Parkraumauslastung in der Verkehrszelle festgestellt. Zwischen
8 und 19 Uhr sind in nahezu sämtlichen Straßenzügen zu jeder Zeit freie
Parkstände vorhanden. Lediglich die Stichstraßen Am Baumgarten und Au-
erhofstraße sind kurzzeitig überlastet. Der Anteil der Beschäftigten ist einer
maximalen Belegung der Parkstände durch Beschäftigte von 11 % sehr ge-
ring. Der Parkstandumschlag beträgt durchschnittlich ca. 2,2 Parkvorgänge
je Parkstand.
In dieser Verkehrszelle treten lediglich nachts in einigen Straßenzügen
Überlastungen durch Bewohner auf, die ihr Fahrzeug in unmittelbarer Nähe
zur eigenen Unterkunft abstellen. Über die gesamte Verkehrszelle sind keine
Probleme erkennbar.
Da auf der Turmstraße während der Parkraumerhebung ein Großteil der
Parkstände durch Kanalbaumaßnahmen weggefallen sind, wurde am Diens-
tag, den 05.06.2018, eine weitere Erhebung im Bereich der Turmstraße
durchgeführt. Dabei wurde für die Turmstraße eine Parkraumnachfrageerhe-
bung durchgeführt. Zusätzlich wurden an der Wurzerstraße und der Plitters-
dorfer Straße zwischen der Mittelstraße und der Turmstraße sowie an der
Sibyllenstraße und der Steinstraße zwischen der Wurzerstraße und der Plit-
tersdorfer Straße Auslastungserhebung durchgeführt.
Die Nachfrageerhebung (siehe Anlagengruppe 2.8) an der Turmstraße hat
ergeben, dass im nördlichen Bereich der Turmstraße, der während der Park-
raumerhebung im September 2016 von den Kanalbaumaßnahmen betroffen
war, während des gesamten Tagesverlauf ausreichend freie Parkstände vor-
handen waren. Die maximale Auslastung der beiden nördlichen Abschnitten
von der Kennedyallee bis zur Leonardusstraße und von der Leonardusstra-
ße bis zur Wurzerstraße betrug während der Nacherhebung 55 %. Insge-
samt wurden auf der Turmstraße 13 Beschäftigtenparker festgestellt. Auf der
Turmstraße bestehen keine Parkprobleme.
Die Auslastungserhebung zeigt für die untersuchten Straßenzüge ähnliche
Ergebnisse wie die Haupterhebung von September 2016.
Es ist festzustellen, dass die Baustelle an der Turmstraße und die dadurch
entfallenen Parkstände keine nennenswerten Auswirkungen auf die Park-
raumuntersuchung hatte und die Ergebnisse nicht beeinflusst wurden.
 Verkehrszelle 3, Hannah-Arendt-Straße
Im Gebiet „Hannah-Arendt-Straße“ stehen 215 öffentliche, unbewirtschaftete
Parkstände zur Verfügung. Während der Parkraumerhebung fielen 10 Park-
stände auf der Turmstraße baustellenbedingt weg.
In dieser Verkehrszelle sind über den gesamten Tageszeitraum sehr viele
freie Parkstände verfügbar (siehe Anlagengruppe 2.3). Die maximale Aus-
lastung des Parkraums liegt bei 60 %. Eine Vollauslastung bzw. sogar Über-
lastung tritt in dieser Verkehrszelle lediglich nachts auf dem Straßenzug Kol-
berger Straße auf. Südlich der Kennedyallee werden freiliegende Flächen
entwickelt. Seit der Parkraumerhebung im September 2016 sind bereits eini-
ge Wohnbebauungen fertiggestellt, sodass die Parkraumauslastung in die-
sem Gebiet mittlerweile zugenommen hat und zukünftig ein weiterer Anstieg
der Parkraumnachfrage zu erwarten ist. Analog zu den vorherigen Verkehrs-
zellen sind die Bewohner die Hauptnutzergruppe. Der durchschnittliche
Parkstandumschlag beträgt ca. 1,7 Parkvorgänge je Parkstand.
In dieser Verkehrszelle sind keine Probleme festzustellen.
 Verkehrszelle 4, Donatusstraße
In der Verkehrszelle „Donatusstraße“ stehen 294 öffentliche, unbewirtschaf-
tete Parkstände zur Verfügung.
Im Nachtzeitraum sind 283 Parkstände belegt (siehe Anlagengruppe 2.4).
Dies entspricht einer Auslastung von 96 %. Bis 9 Uhr nimmt die Park-Seite 29 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
23
raumauslastung auf 79 % (231 belegte Parkstände) ab. Anschließend steigt
die Parkraumauslastung bis 14 Uhr kontinuierlich an. Zu diesem Zeitpunkt
beträgt die Parkraumauslastung 96 %. Dabei steigt die Parkraumauslastung
hauptsächlich in den angrenzenden Straßen zum Gebiet Hochkreuz, da die
Beschäftigten, die in Hochkreuz (insbesondere des Bereichs Andreas-
Hermes-Straße) keine freien Parkstände vorfinden, in die angrenzenden
Straßen in Plittersdorf ausweichen. Betroffen sind davon die folgenden Stra-
ßenzüge:
 Donatusstr. (Kennedyallee - Hannah-Arendt-Str.) (Anlage 2.4-4),
 Kennedyallee (Mittelstraße - Donatusstraße) (Anlage 2.4-8),
 Mittelstraße (Kennedyallee - Lahnstraße) (Anlage 2.4-9) und
 Ostseestraße (Anlage 2.4-10).
Auf dem südlichen Abschnitt der Donatusstraße zwischen der Leonar-
dusstraße und der Mittelstraße (siehe Anlage 2.4-5), findet in der Zeit zwi-
schen 13 und 17 Uhr Abholverkehr der anliegenden Grundschule und Kin-
dertagesstätte statt. Lediglich gegen 13 Uhr wird dabei kurzzeitig regelwidrig
geparkt.
Am Nachmittag fahren aus der Verkehrszelle mehr Beschäftigte aus als Be-
wohner einfahren, sodass die Parkraumauslastung abnimmt. Der Anteil der
Beschäftigten beträgt bis zu 29 % über die gesamte Verkehrszelle. Der
Parkstandumschlag beträgt durchschnittlich ca. 2,3 Parkvorgänge je Park-
stand.
In dieser Verkehrszelle sind im nördlichen Abschnitt geringfügige Auswirkun-
gen des benachbarten Bürostandorts Hochkreuz spürbar. Allerdings sind in
den meisten Straßenzügen dennoch weiterhin freie Parkstände vorhanden,
sodass die Beschäftigtenparker in diesem Gebiet verträglich sind.
 Verkehrszelle 5, Saarstraße
Im Untersuchungsbereich „Saarstraße“ stehen 161 öffentliche, unbewirt-
schaftete Parkstände zur Verfügung.
Die nächtliche Auslastung liegt in diesem Gebiet bei 92 % (siehe Anlagen-
gruppe 2.5). Die Straßenabschnitte der Gotenstraße, Mittelstraße und Saar-
straße, die sich in dieser Verkehrszelle befinden, sind im Nachtzeitraum
überlastet. Im Tagesverlauf sinkt die Parkraumnachfrage bis nachmittags
gegen 15 Uhr kontinuierlich auf bis zu 75 %. Anschließend kehren die ersten
Bewohner wieder ins Gebiet zurück, sodass die Parkraumnachfrage wieder
steigt.
Die Gotenstraße ist über den gesamten Tagesverlauf überlastet (siehe An-
lage 2.5-1). Dabei wird zum Teil in zweiter Reihe auf dem Radschutzstreifen
vor Baumscheiben geparkt. Die Anwohner stellen im Bereich „Saarstraße“
die Hauptnutzergruppe dar. Die angrenzenden Schulen (Grundschule +
Gymnasium) haben auf das Gebiet keine spürbaren Auswirkungen.
Der Anteil der Beschäftigten in dieser Verkehrszelle ist einer maximalen Be-
legung der Parkstände durch Beschäftigte von 21 % relativ gering. Der Park-
standumschlag beträgt durchschnittlich ca. 2,6 Parkvorgänge je Parkstand.
Der Abschnitt der Gotenstraße zwischen der Mittelstraße und der Wurzer-
straße ist über den gesamten Tagesverlauf überlastet. Dabei werden Geh-
weg- und Radverkehrsflächen illegal in Anspruch genommen. In den umlie-
genden Straßenzügen dieser Verkehrszelle und auch der benachbarten Ver-
kehrszelle befinden sich allerdings ausreichend freie Parkstände, sodass
diese Problematik durch stärkere Kontrollen und Ahndungen der Ordnungs-
widrigkeiten beseitigt werden können.
 Verkehrszelle 6, Moselstraße
Im Gebiet „Moselstraße“ stehen 200 öffentliche, unbewirtschaftete Parkstän-
de zur Verfügung.
In dieser Verkehrszelle sind über den gesamten Tageszeitraum viele freie
Parkstände verfügbar (siehe Anlagengruppe 2.6). Die maximale Auslastung
des Parkraums liegt bei 73 %. Nachts sind auf sämtlichen Straßenzügen
freie Parkstände vorhanden.
Im Bereich Moselstraße / Aggerstraße / Erftstraße / Siegstraße (siehe Anla-
ge 2.6.5) wird allerdings sowohl nachts als auch tagsüber geparkt, obwohl
aufgrund der engen Straßenräume kein legales Parken möglich ist, da die
notwendigen Restfahrbahnbreiten unterschritten werden. In diesen Straßen-
abschnitten parken keine Beschäftigten.
Tagsüber werden die Parkstände auf der Ahrstraße (Anlage 2.6-1), der
Kennedyallee (Anlage 2.6-2) und der Mittelstraße (Anlage 2.6-4) von einer
Vielzahl an Beschäftigtenparkern genutzt (bis zu 77 % der Parkstände).
Während auf dem Abschnitt der Ahrstraße ganztags wenige freie Parkstän-
de verfügbar sind, sind die Mittelstraße und die Kennedyallee zu den typi-Seite 30 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
24
schen Arbeitszeiten geringfügig überlastet.
In den Wohnstraßen dieser Verkehrszelle parken hingegen nahezu keine
Beschäftigten. Auf den Wohnstraßen sind die Bewohner die Hauptnutzer-
gruppe, auf der Ahrstraße, der Mittelstraße und der Kennedyallee die Be-
schäftigten. Der durchschnittliche Parkstandumschlag beträgt ca. 1,7 Park-
vorgänge je Parkstand.
Auf der Kennedyallee und der Mittelstraße wird während der typischen Ar-
beitszeiten teilweise regelwidrig geparkt. Allerdings wurden keine größeren
Behinderungen für andere Verkehrsteilnehmer festgestellt. In den Wohnstra-
ßen parken hingegen nahezu ausschließlich Anwohner und es sind durchge-
hend freie Parkstände vorhanden. Durch stärkere Kontrollen in diesem Be-
reich kann das regelwidrige Parken unterbunden werden. Die Fahrzeuge
werden dabei voraussichtlich in die ruhigen und empfindlichen Wohnstraßen
ausweichen. Allerdings ist dies bei der geringen Anzahl an illegal abgestell-
ten Fahrzeugen (insgesamt bis zu 5 Fahrzeuge) verträglich.
 Verkehrszelle 7, Amerikanische Siedlung
In der Verkehrszelle „Amerikanische Siedlung“ stehen 790 öffentliche, unbe-
wirtschaftete Parkstände zur Verfügung.
In dieser Verkehrszelle sind über den gesamten Tageszeitraum sehr viele
freie Parkstände verfügbar (siehe Anlagengruppe 2.7). Die Straßenräume
sind breit und mit einer überdimensionierten Anzahl an Parkständen ausges-
tattet. Die maximale Auslastung des Parkraums liegt bei nur 56 %.
Eine Vollauslastung bzw. sogar Überlastung tritt in dieser Verkehrszelle le-
diglich auf dem Straßenzug Kennedyallee (Anlage 2.7-4) zwischen der Mit-
telstraße und der Kolumbusstraße auf, da dort einige Beschäftigte des be-
nachbarten Bürostandorts in Hochkreuz parken.
Ebenfalls stark ausgelastet ist der südliche Abschnitt der Martin-Luther-
Straße (Anlage 2.7-8). Eine Vielzahl an Lehrern und/oder Schülern parken
in diesem Abschnitt während der Schulzeit. Zu den typischen Hol- und
Bringzeiten des Schulverkehrs befahren eine Vielzahl an Fahrzeugen diesen
Straßenabschnitt und es konnten regelwidrige Halt- und Parkvorgänge beo-
bachtet werden. Diese Problematik beschränkt sich allerdings lediglich auf
einen Zeitraum von etwa 15 Minuten und beeinträchtigt aufgrund der Lage
im Straßennetz keine weiteren Verkehrsteilnehmer.
In dieser Verkehrszelle sind keine Probleme erkennbar.
 Verkehrszelle 8, Zentralfriedhof
Im Untersuchungsbereich „Zentralfriedhof“ stehen 335 öffentliche Parkstän-
de zur Verfügung, davon sind 287 Parkstände unbewirtschaftet und 48 Park-
stände mit Parkscheibenregelung bewirtschaftet.
Im Nachtzeitraum sind 181 Parkstände belegt (siehe Anlagengruppe 3.1).
Dies entspricht einer Auslastung von 54 %. Sämtliche Straßenzüge weisen
nachts freie Parkstände auf. Bis 11 Uhr steigt die Parkraumauslastung auf
90 % (301 belegte Parkstände) an. Dies ist der Zeitpunkt der höchsten Park-
raumauslastung (90 %) im gesamten Tagesverlauf. Im Zeitraum zwischen 9
und 16 Uhr werden mehr Beschäftigtenparker als Anwohner in dieser Ver-
kehrszelle festgestellt.
Auf der Ahrstraße im Bereich des Deutschen Museums und des Wissen-
schaftszentrums (Anlage 3.1-1) werden 48 der 53 Parkstände mit Park-
scheibenregelung bewirtschaftet. Dennoch sind nahezu alle Parkstände von
Langzeitparkern belegt. Bis zu 74 % der vorhandenen Parkstände wurden
von Beschäftigten belegt. der Parkraumerhebungen wurde mehrfach beo-
bachtet wie Mitarbeiter ihre Raucherpausen nutzten, die Parkscheibe zu ver-
stellen. Der Parkstandumschlag ist mit 2,0 Parkvorgängen je Parkstand sehr
gering und entspricht nicht der vorhandenen Parkraumbewirtschaftung. Die
Ahrstraße ist zudem die einzige Straße dieser Verkehrszelle, die Überlastun-
gen des Parkraums aufweist.
Die vorhandene Anzahl an Parkständen entlang des nördlichen Abschnitts
der Gotenstraße (Anlage 3.1-2) und der Kennedyallee (Anlagen 3.1-5 und
3.1-6) ist ausreichend, um die Menge an Beschäftigtenparkern in diesem
Bereich aufzunehmen. In dieser Verkehrszelle bestehen keine Konflikte zwi-
schen gebietsfremden Langzeitparkern und Anwohnern bzw. Kurzzeitpar-
kern.
 Verkehrszelle 9, Mildred-Scheel-Straße
In der Verkehrszelle „Mildred-Scheel-Straße“ stehen 305 öffentliche, unbe-
wirtschaftete Parkstände zur Verfügung.
Im Nachtzeitraum wurden lediglich 38 parkende Fahrzeuge erfasst (siehe
Anlagengruppe 3.2). Dies entspricht einer Auslastung von 12 %. Einzig die
Ferdinand-Lassalle-Straße (Anlage 3.2-2) weist mit einer nächtlichen Aus-Seite 31 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
25
lastung von 90 % einen nennenswerten Bewohnerparkbedarf auf. Die
Hauptnutzergruppe in dieser Verkehrszelle sind die Beschäftigten.
Im Zeitraum zwischen 9 und 16 Uhr ist der Parkraum in dieser Verkehrszelle
überlastet. Dabei sind in diesem Zeitraum nahezu alle Straßenräume voll
ausgelastet bzw. überlastet. Lediglich die Johanna-Kinkel-Straße
(Anlage 3.2-4) bildet dabei eine Ausnahme.
Der südliche Abschnitt der Andreas-Hermes-Straße wurde im Zeitraum zwi-
schen der Parkraumerhebung und der Erstellung des vorliegenden Berichts
enteignet, sodass 17 Parkstände nicht mehr öffentlich nutzbar sind. Diese
Parkstände können weiterhin als Stellplätze von Beschäftigten genutzt wer-
den. Da in diesem Bereich keine Bewohnerparker identifiziert wurden, hat
die Umwandung der Parkstände in Stellplätze keinen Einfluss auf die Park-
raumbilanz.
Auf der Ferdinand-Lassalle-Straße wird am meisten regelwidrig geparkt.
Zwischen 9 und 17 Uhr ist der Parkraum dort überlastet. Dabei wurden bis
zu 32 gleichzeitig abgestellte Fahrzeuge auf 20 vorhandenen legalen Park-
ständen erfasst (160 %). Die Ferdinand-Lassalle-Straße ist dabei mit der
westlich anschließenden Wohnbebauung empfindlich.
Während die Überlastungen in den meisten Straßenräumen dieser Ver-
kehrszelle akzeptabel sind, da diese Straßenzüge lediglich Erschließungen
zu den Bürostandorten darstellen und dementsprechend unempfindlich sind
und dort nur in geringen Ausmaß regelwidrig geparkt wird, besteht auf der
Ferdinand-Lassalle-Straße aufgrund der westlich anschließenden Wohnbe-
bauung eine hohe Unverträglichkeit.
 Verkehrszelle 10, Berliner Ring
Im Gebiet „Berliner Ring“ stehen 278 öffentliche Parkstände zur Verfügung,
davon sind 255 Parkstände unbewirtschaftet und 23 Parkstände mit einer
Parkscheibenregelung bewirtschaftet.
Die nächtliche Parkraumauslastung beträgt 60 % (siehe Anlagengruppe
3.3). Nachts sind bis auf der Sachsenstraße (Anlage 3.3-10) in sämtlichen
Straßenzügen freie Parkstände vorhanden. Die nächtliche Überlastung der
Sachsenstraße resultiert daraus, dass dies eine Stichstraße mit einem gerin-
gen Parkraumangebot ist und dort nachts im Wendekreis geparkt wird.
Auch im Tageszeitraum sind in dieser Verkehrszelle maximal 79 % der Park-
stände belegt und es werden nahezu keine regelwidrig abgestellten Fahr-
zeuge festgestellt. Die Beschäftigten an den Bürostandorten der Anhalter
Straße (Anlage 3.3-1), Cheruskerstraße (Anlage 3.3-4), Frankenstraße
(Anlage 3.3-5) und Stephan-Lochner-Straße (Anlage 3.3-11) sowie der
Straße Langer Grabenweg (Anlagen 3.4-3 und 3.4-4) aus der Verkehrszel-
le 11 finden in den Straßenräumen ausreichend freie Parkstände vor, so-
dass nahezu keine Beschäftigten in den Wohnstraßen parken. In diesem
Bereich sind die Hauptnutzergruppen je nach Straße entweder Bewohner
oder Beschäftigte.
An der Brandenburger Straße (Anlage 3.3-3), sind 17 der 29 Parkstände mit
Parkscheibenregelung bewirtschaftet. Dabei sind bis zu 14 Parkstände
gleichzeitig durch Langzeitparker (Bewohner und Beschäftigte) belegt. Zu-
dem sind durchgehend freie Parkstände vorhanden, sodass die Parkschei-
benregelung in diesem Bereich akzeptiert wird. Analog verhält es sich mit
den 6 Parkständen auf der Frankenstraße (Anlage 3.3-5) die mit Parkschei-
benregelung bewirtschaftet werden.
In dieser Verkehrszelle sind keine Probleme festzustellen.
 Verkehrszelle 11, Ministerien
Im Gebiet „Ministerien“ stehen 346 öffentliche Parkstände zur Verfügung,
davon sind 344 Parkstände unbewirtschaftet und 2 Parkstände mit Park-
scheibenregelung bewirtschaftet. Während der Parkraumerhebung fielen
12 Parkstände auf der Matthias-Grünewald-Straße baustellenbedingt weg.
Im Nachtzeitraum sind 40 % der vorhandenen Parkstände belegt (siehe An-
lagengruppe 3.4). Im Tagesverlauf steigt die Auslastung auf bis zu 95 % an.
Dabei werden bis zu 234 Beschäftigtenparker gleichzeitig festgestellt. Dies
entspricht 68 % der vorhandenen Parkstände. Die Hauptnutzergruppe in
dieser Verkehrszelle sind die Beschäftigten.
Die Straßen Heinemannstraße (Anlage 3.4-1), Holbeinstraße (Anlage 3.4-2)
und Max-Löbner-Straße (Anlage 3.4-7) sind im Mittagszeitraum über mehre-
re Stunden überlastet. In den weiteren Straßenabschnitten dieser Verkehrs-
zelle sind durchgehend freie Parkstände vorhanden. Allerdings wurden kei-
ne größeren Behinderungen für andere Verkehrsteilnehmer festgestellt. Nut-
zungskonkurrenzen zwischen Anwohnern und Beschäftigten stellen Ausnah-
men dar.Seite 32 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
26
5.5 Bauvorhaben im Untersuchungsgebiet
 Neubau BSI
Auf der freiliegenden Fläche nördlich der Kennedyallee und westlich der
Ludwig-Erhard-Allee beabsichtigt das Bundesamt für Sicherheit in der Infor-
mationstechnik (BSI) einen Neubau zu errichten, um die derzeitigen Stand-
orte in Bonn an einem Standort zu bündeln. Dafür stellt die Bundesstadt
Bonn den Bebauungsplan Nr. 6918-1 auf.
Das Ingenieurbüro „brenner BERNARD ingenieure GmbH“ hat für dieses
Bauvorhaben eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt. In dieser Verkehrs-
untersuchung wurde u.a. das Mobilitätsverhalten der Beschäftigten unter-
sucht. Dabei wurde festgestellt, dass die geplante Tiefgarage mit 600 Stell-
plätzen selbst im „worst case“-Fall ausreichend sein wird, um sämtlichen mit
dem Pkw anreisenden Beschäftigten einen freien Stellplatz bereitzustellen
und weitere Kapazitäten vorzuhalten. Des Weiteren sollen oberirdisch weite-
re 40 Stellplätze für Besucher angeordnet werden.
Die Verkehrsuntersuchung kommt zu dem Schluss, dass „die geplante An-
zahl an Stellplätzen für das Bauvorhaben als ausreichend gewertet werden
[kann], sodass von keiner Erhöhung des Parkdrucks in der Umgebung des
Plangebiets ausgegangen wird“. Bei überwiegender Nutzung der Tiefgarage
durch die Beschäftigten wird derzeit kein Handlungsbedarf gesehen.
 Neuordnung „Kennedyallee 62-72“
Im Gebiet Kennedyallee 62-72 ist eine städtebauliche Neuordnung vorgese-
hen. Aktuell wird der vorhandene Bürokomplex von der Postbank AG ge-
nutzt. Diese beabsichtigt den Standort bis 2022 aufzugeben. Anschließend
soll das Gebiet neuentwickelt werden. Dafür wurde die Änderung des rechts-
verbindlichen Bebauungsplans Nr. 8118-64 beschlossen. Die Planungen
sehen ein gemischt genutztes Quartier mit 200-300 Wohneinheiten und er-
gänzend Büroflächen bzw. Flächen für ständige urbane Nutzung vor.
Im Gegensatz zur Bestandssituation mit Büronutzung wird das Plangebiet
zukünftig hauptsächlich Wohnnutzung aufweisen. Bei der Umsetzung der
Planungen wird, bei Errichtung einer angemessenen Anzahl an Stellplätzen,
keine Verschärfung des Parkdrucks erwartet. Weiterhin ist eine Parkraumbe-
wirtschaftung in diesem Fall nicht zielführend, da die zukünftigen Bewohner
einen Bewohnerparkausweis beantragen können und somit von der Bewirt-
schaftung nicht betroffen wären.
 Wohngebietsentwicklung „Kennedyallee 41“
Die Nutzung der Villa und des umgebenden, ehemals parkartigen Grundstü-
ckes im Gebiet Kennedyalle 41 wurde aufgegeben. Auf dieser Fläche soll
ein neues Wohngebiet mit ca. 75 Wohneinheiten entstehen. Dafür wird von
der Bundesstadt Bonn der Bebauungsplan Nr. 6918-2 aufgestellt.
Es gelten die gleichen Aussagen wie im Gebiet Kennedyallee 62-72.
 Rahmenplan Bundesviertel
Für das Bundesviertel (ehemals Regierungsviertel) wird ein Rahmenplan für
die Entwicklung bis zum Planungshorizont 2030 erstellt. Die vorliegende
Parkraumuntersuchung behandelt Teile des Plangebiets der Rahmenpla-
nung. Die Verkehrszellen 9 bis 11 sind Bestandteil des Bundesviertels und
weisen rund 18 % der Fläche des Rahmenplangebiets auf. Aktuell ist das
Bundesviertel mit rund 45.000 Beschäftigten und knapp 4.000 Einwohnern
auf „Arbeiten“ ausgerichtet. Durch die Rahmenplanung soll die Funktion als
Bürostandort erhalten bleiben, jedoch soll das Gebiet urbaner werden. Der
Rahmenplan weist Entwicklungen von bis zu 16.400 zusätzliche Beschäftig-
te und bis 6.800 zusätzliche Bewohner aus. Das Verkehrskonzept der Rah-
menplanung sieht für das Bundesviertel die Strategie des Umsteigens vom
MIV auf den Umweltverband vor, damit das Straßennetz zukünftig leistungs-
fähig bleibt. Dafür werden eine Vielzahl an verkehrstechnischen Maßnah-
men vorgeschlagen u.a. Verbesserung des ÖPNV (z.B. Taktverdichtung,
Seilbahn), Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und Fußwegeverbindungen,
Realisierung von Mobilitäts-Hubs. Auch der ruhende Verkehr stellt eine mög-
liche Stellschraube dar. Der Stellplatzschlüssel für die zukünftige Bebauung
soll reduziert werden und der ruhende Verkehr soll z.T. in die Mobilitäts-
Hubs verlagert werden.
Bei Strukturänderungen im Untersuchungsgebiets der Parkraumuntersu-
chung kann eine Bewirtschaftung des öffentlichen Parkraums notwendig
werden. Eine Parkraumbewirtschaftung ist aktuell noch nicht erforderlich und
sollte auch nicht vorzeitig umgesetzt werden. Bei der Realisierung der ge-
planten Entwicklungen des Rahmenplans sind die Auswirkungen auf den
ruhenden Verkehr im Untersuchungsgebiet abzuschätzen und zu beobach-
ten und falls notwendig eine Parkraumbewirtschaftung anzuordnen.Seite 33 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
27
In Hochkreuz bestehen ebenfalls nur geringfügige Parkraumprobleme.
Das Bewohnerparkbedürfnis ist aufgrund der geringeren Wohnbebauung
und vermehrten Büronutzung geringer als im Teilgebiet Plittersdorf. Nachts
sind in sämtlichen Straßen ausreichend freie Parkstände vorhanden.
Die Beschäftigten stellen in diesem Gebiet die Hauptnutzergruppe dar. Auch
während der typischen Arbeitszeiten sind in den meisten Straßen freie Park-
stände vorhanden. In wenigen Straßenzügen wird zeitweise regelwidrig ge-
parkt. Diese Parkverstöße können mit vermehrten Kontrollen reduziert wer-
den, da in den benachbarten Straßenräumen zumeist eine ausreichende
Anzahl an freien Parkständen zur Verfügung steht.
Die Beschäftigtenparker weichen nur in seltenen Fällen auf Wohnstraßen
aus, sodass kaum Nutzungskonkurrenzen festzustellen sind. Lediglich an
der Ferdinand-Lassalle-Straße, an der im Osten ein Bürostandort und im
Westen Wohnbebauung angrenzt, treten unverträgliche Probleme auf. Im
Tageszeitraum wird dort vielfach regelwidrig geparkt (Parkraumauslastung
160 %). Auf der Ferdinand-Lassalle-Straße sind die Anwohner zu schützen.
Dabei sollte zunächst überprüft werden, ob regelmäßige Kontrolle zu einer
Verbesserung der Situation führt. Werden durch solche Kontrollen keine
Verbesserung erzielt, ist zu prüfen, ob eine Bewohnerparkregelung nach
dem Trennprinzip wirtschaftlich sinnvoll ist.
Für den Teilbereich Hochkreuz wird eine vermehrte Ausführung von Kontrol-
len angeregt. Ein weiterer Anpassungsbedarf ist nicht vorhanden.
6 Bewertung und Handlungsempfehlungen
Die Ziele eines Parkraumkonzepts sind zum einen die Ordnung des Ver-
kehrs und die Reduzierung von Behinderungen und illegaler Inanspruchnah-
me öffentlicher Flächen sowie zum anderen die räumliche und zeitliche Zu-
ordnung des Parkraumangebotes nach Verkehrszwecken und Nutzergrup-
pen bei vorherrschenden Nutzungskonkurrenzen.
Im Teilgebiet Plittersdorf werden nur geringfügige Parkraumdefizite festge-
stellt.
Im Süden des Gebiets übersteigt die Parkraumnachfrage das Parkrauman-
gebot in einigen Straßenzügen. Über die einzelnen Verkehrszellen sind al-
lerdings im gesamten Gebiet ausreichend Parkstände vorhanden.
Im Bereich der nördlichen Donatusstraße, der Kennedyallee zwischen Mit-
telstraße und Donatusstraße, der nördlichen Mittelstraße und der Ostsee-
straße sind geringfügige Auswirkungen des benachbarten Bürostandorts
Hochkreuz durch vermehrte Beschäftigtenparker spürbar. Allerdings sind
dort weiterhin freie Parkstände verfügbar, sodass keine größeren Nutzungs-
konkurrenzen zwischen Bewohnern und Beschäftigten bestehen.
Des Weiteren wird in Plittersdorf in einigen Straßenzügen (halbhüftig) auf
dem Gehweg geparkt, ohne dass das Gehwegparken durch Beschilderung
freigegeben ist, damit auch in relativ schmalen Straßenräumen beidseitig
geparkt werden kann. Obwohl das Gehwegparken ohne Beschilderung ille-
gal ist, wird dies im Untersuchungsgebiet zu Gunsten eines größeren Park-
raumangebots geduldet. Durch die kleinstädtischen Strukturen und die ge-
ringen Verkehrsmengen auf den Straßen stellt - bei stark eingeengten Geh-
wegen - ein kurzzeitiges Ausweichen auf die Fahrbahn in der Regel kein
größeres Problem dar. Für mobilitätseingeschränkte Personen ergibt sich
allerdings eine Erschwernis.
Eine Neustrukturierung des Parkraumangebots unter Berücksichtigung von
richtlinienkonformen Restgehwegbreiten würde zu einer deutlichen Verringe-
rung des vorhandenen Parkraumangebots führen. Eine solche Anpassung
würde im Untersuchungsgebiet mehr Problemen verursachen als Probleme
lösen und bei den Bewohnern keine Akzeptanz finden.
Für den Teilbereich Plittersdorf wird empfohlen den Status quo beizubehal-
ten.Seite 34 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
28
Als Standort für eine solche Mobilitätsstationen ist die Mittelstraße im Be-
reich der Donatusstraße geeignet.
Am Bürostandort Hochkreuz kann zudem ein betriebliches Mobilitätsmana-
gement eine Veränderung der Verkehrsmittelwahl von Beschäftigten hin zu
nicht motorisierten Verkehrsträgern fördern. Die grundlegenden Mobilitäts-
bausteine eines betrieblichen Mobilitätsmanagements sind:
 Bereitstellung von Jobtickets für den ÖPNV,
 das Angebot von Home-Office,
 Bereitstellung von Fahrradabstellplätzen, an denen Fahrrader diebstahlsi-
cher und wettergeschützt abgestellt werden können,
 Bereitstellung von Dienstfahrrädern sowie
 Bereitstellung von Duschen und Umkleiden.
Zudem gibt es eine Vielzahl an kleinteilige Bausteine von betrieblichen Mobi-
litätsmanagement wie beispielsweise die Förderung von Fahrgemeinschaf-
ten oder die Durchführung eines Wettbewerbs zum fleißigsten Fahrradfah-
rer.
Um ein individuelles betriebliches Mobilitätsmanagement zu erstellen, sind
Mitarbeiterbefragungen zum aktuellen Mobilitätsverhalten und Aufdeckung
von Verbesserungspotenzialen durchzuführen.
7 Mobilitätskonzept
Mobilitätskonzepte haben das Ziel, ein nachhaltiges Mobilitätsangebot anzu-
bieten und dadurch den Verkehr effizienter, umweltfreundlicher und sozial-
verträglicher zu gestalten.
Durch die vorhandenen Strukturen im Untersuchungsgebiet bestehen gute
Rahmenbedingungen zur Nutzung eines Verkehrsmittel des Umweltverbun-
des (Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV).
Im Gebiet besteht eine sehr gute ÖPNV Anbindung. Insbesondere die Stadt-
bahnlinien am westlichen Rand des Untersuchungsgebiets entlang der B 9
bieten schnelle Verbindungen zur Bonner Innenstadt und zum Hauptbahn-
hof. Allerdings sind in Hinblick auf die Verknüpfung des ÖPNV mit dem Rad-
verkehr Verbesserungspotentiale im Untersuchungsgebiet vorhanden. Bei
den Verkehrserhebungen wurde ein Vielzahl an ungesichert abstellten Fahr-
rädern im Bereich der Stadtbahnhaltestellen beobachtet. Das Bereitstellen
zusätzlicher Radabstellanlagen im Umfeld der Stadtbahnhaltestellen steigert
die Attraktivität des ÖPNV für die Bewohner des Untersuchungsgebiet. Zu-
sätzlich zu den Stadtbahnen verkehren im Untersuchungsgebiet 5 Buslinien.
Im Untersuchungsgebiet bestehen ebenfalls gute Voraussetzungen für den
Radverkehr. Die alltäglichen Wege im Quartier (z.B. zum Einkaufen) sind,
durch die vorhandenen Radverkehrsanlagen auf den Hauptstraßen sowie
durch die Vielzahl an Tempo-30-Zonen auf denen der Radverkehr im Misch-
verkehr auf der Fahrbahn fahren kann, schnell und verkehrssicher erreich-
bar. Auch die Bonner Innenstadt ist mit dem Fahrrad entlang des Rheins
zügig und komfortabel zu erreichen.
Zur Förderung von nachhaltiger Mobilität sollte in Plittersdorf eine Mobilitäts-
station angeboten werden, an denen alternative Mobilitätsformen an einem
Standort gebündelt werden. In einer Mobilitätsstation können auf engem
Raum:
 Fahrradabstellanlagen,
 E-Ladestationen für Pedelecs und Elektrofahrzeuge,
 Carsharing-Stationen,
 Mietfahrräder und
 Lastenräder
angeboten werden.Seite 35 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
29
Im Teilgebiet Plittersdorf wurden frühmorgens in der Nacherhebung mit
1.696 parkenden Fahrzeugen 34 Autos weniger als 2016 (1.730) festgestellt.
Die größten Unterschiede treten in der Verkehrszelle 4 auf, in der im Jahr
2016 insgesamt 280 und im Jahr 2019 247 abgestellte Pkw gezählt wurden.
Im Teilgebiet Hochkreuz wurden in der Nacherhebung 704 parkende Fahr-
zeuge erfasst. Im Vergleich zur Untersuchung 2016 (598) sind dies 106 zu-
sätzlich parkende Fahrzeuge. Der Großteil der zusätzlich abgestellten Fahr-
zeuge wurden in der Verkehrszelle 9 erfasst. In der Parkraumerhebung 2016
wurden in dieser Verkehrszelle frühmorgens 54 parkende Fahrzeuge und in
der Nacherhebung 128 parkende Fahrzeuge (+ 74 Pkw) gezählt. An der Jo-
hanna-Kinkel-Straße hat sich in der Zwischenzeit das „Kommando Cyber-
und Informationsraum“ (CIR) der Bundeswehr angesiedelt. Es ist zu vermu-
ten, dass der Großteil der in diesem Bereich zusätzlich abgestellten Fahr-
zeuge Beschäftigten des CIR gehören, die im frühmorgendlichen Zeitraum
Dienst haben.
8 Nacherhebung 2019
Da die Parkraumerhebung bereits im September 2016 stattfand wurde eine
Nacherhebung durchgeführt, um die Aktualität der Ergebnisse der ersten
Parkraumerhebung zu überprüfen. Dafür wurden im Juni 2019 Auslastungs-
erfassung im Untersuchungsgebiet zu drei unterschiedlichen Tageszeiten
durchgeführt. Dabei wurden die abgestellten Fahrzeuge im frühmorgendli-
chen Zeitraum zwischen 5 und 7 Uhr, am Vormittag zwischen 9:30 und
11:30 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 13:30 bis 15:30 Uhr erfasst.
Die Ergebnisse der Nachuntersuchungen sind in den Anlagen 5-1 bis 5-5
tabellarisch und in den Anlagen 5-6 bis 5-8 grafisch dargestellt.
 Frühmorgendliche Parkraumnachfrage
Die Bilder 8-1 und 8-2 zeigen die Auslastung der Parkstände im frühmor-
gendlichen Zeitraum für die einzelnen Straßenräume im Vergleich zwischen
der Parkraumuntersuchung (September 2016) und der Nacherhebung (Juni
2019).
Bild 8-1: Frühmorgendliche Parkraumauslastung 09/2016 Bild 8-2: Frühmorgendliche Parkraumauslastung 06/2019Seite 36 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
30
als 2016 (1.072). Dabei wurden in allen 4 Verkehrszellen 20 bis 35 parkende
Fahrzeuge weniger als im Jahr 2016 erfasst.
 Nachmittägliche Parkraumnachfrage
Die Bilder 9-5 und 9-6 zeigen die Auslastung der Parkstände am Nachmit-
tag für die einzelnen Straßenräume im Vergleich zwischen der Parkraumun-
tersuchung (September 2016) und der Nacherhebung (Juni 2019).
Im Teilgebiet Plittersdorf wurden in der Nacherhebung nachmittags 1.356
parkende Autos gezählt. Dies sind 187 Fahrzeuge weniger als 2016 (1.543)
erfasst. Wie bereits am Vormittag wurden in sämtlichen Verkehrszellen bis
auf Verkehrszelle 1 während der Nacherhebung 2019 weniger parkende
Fahrzeuge als in der Parkraumerhebung 2016 festgestellt. Die größten Un-
terschiede treten auch am Nachmittag in der Verkehrszelle 4 auf. Während
2016 in diesem Bereich 284 parkende Pkw gezählt wurden, waren es 2019
nur 198 abgestellte Fahrzeuge. Dies ist ebenso wie vormittags ein Rück-
gang von rund 30%.
 Vormittägliche Parkraumnachfrage
Die Bilder 8-3 und 8-4 zeigen die Auslastung der Parkstände am Vormittag
für die einzelnen Straßenräume im Vergleich zwischen der Parkraumunter-
suchung (September 2016) und der Nacherhebung (Juni 2019).
Im Teilgebiet Plittersdorf wurden am Vormittag während der Nacherhebung
mit 1.347 parkenden Fahrzeugen 190 Autos weniger als 2016 (1.537) er-
fasst. In sämtlichen Verkehrszellen bis auf Verkehrszelle 1 im Süden des
Untersuchungsgebiets wurden während der Nacherhebung 2019 weniger
parkende Fahrzeuge als in der Parkraumerhebung 2016 festgestellt. Die
größten Unterschiede treten in der Verkehrszelle 4 auf. Während 2016 in
diesem Bereich 263 parkende Pkw gezählt wurden, waren es 2019 nur 185
abgestellte Fahrzeuge. Dies ist ein Rückgang von rund 30%.
Im Teilgebiet Hochkreuz wurden während der Nacherhebung am Vormittag
1.072 parkende Fahrzeuge gezählt. Dies sind 102 abgestellte Pkw weniger
Bild 8-3: Vormittägliche Parkraumauslastung 09/2016 Bild 8-4: Vormittägliche Parkraumauslastung 06/2019Seite 37 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
31
tet. In den weiteren (unproblematischen) Straßenräumen hat sich die Situati-
on im Juni 2019 gegenüber September 2016 sogar entspannt. Über die
Gründe der geringeren Parkraumnachfrage 2019 gegenüber 2016 kann
nichts ausgesagt werden.
Die Empfehlungen der Parkraumuntersuchung haben weiterhin Be-
stand.
Im Teilgebiet Hochkreuz wurden am Nachmittag während der Nacherhe-
bung mit 1.025 parkenden Fahrzeugen 57 Autos weniger als 2016 (1.082)
erfasst. Die Verkehrszellen 8 (- 1 Pkw) und 9 (- 4 Pkw) weisen nachmittags
in beiden Erhebungen in etwa die gleiche Anzahl an parkenden Fahrzeugen
auf. In den Verkehrszellen 10 (- 16 Pkw) und 11 (- 36 Pkw) wurden auch am
Nachmittag weniger parkende Fahrzeuge erfasst als 2016.
Die Parkraumnachfrage 2019 ist im frühmorgendlichen Zeitraum relativ un-
verändert gegenüber 2016. Lediglich im Umfeld der Andreas-Hermes-Straße
wurden 2019 mehr Fahrzeuge erfasst. Es ist zu vermuten, dass diese Fahr-
zeuge den Beschäftigten des CIR zugeordnet werden können. In den weite-
ren untersuchten Zeiträumen wurden während der Nacherhebung 2019 in
beiden Teilgebieten weniger Fahrzeuge als 2016 festgestellt.
Die Ferdinand-Lasalle-Straße, in der bei der Parkraumuntersuchung 2016
Nutzungskonkurrenzen festgestellt wurden, ist auch 2019 weiterhin überlas-
Bild 8-5: Nachmittägliche Parkraumauslastung 09/2016 Bild 8-6: Nachmittägliche Parkraumauslastung 06/2019Seite 38 von 194

Runge IVP
AnlagenSeite 39 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
Parkraumangebot
Anlage 1.1Seite 40 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
Anlage 1.2a
Parkraumangebot Plittersdorf
1 1 Am Büchel 35 35 0 0 - - 35
1 2 Am Schaumburger Hof 19 19 0 0 - - 19
1 3 Auf der Hostert 17 17 0 0 - - 17
1 4 Dollendorfer Straße 19 19 0 0 - - 19
1 5 Mohrenstraße 16 16 0 0 - - 16
1 6 Mühlenstraße 50 50 0 0 - - 50
1 7 Plittersdorfer Straße (Mittelstraße - Sibyllenstraße) 49 49 0 1 - - 50
1 8 Plittersdorfer Straße (Sibyllenstraße - Steinstraße) 16 0 16 1 - - 17 1h, Mo-Fr 8-19
1 9 Plittersdorfer Straße (Steinstraße - Turmstraße) 14 11 3 0 - - 14
1 10 Simrockallee 50 50 0 0 - - 50
1 11 Spiegelhofstraße 16 16 0 0 - - 16
1 12 Stirzenhofstraße 34 34 0 0 - - 34
1 13 Ubierstraße 8 8 0 0 - - 8
Summe Verkehrszelle 1 343 324 19 2 - - 345
2 1 Am Baumgarten 9 9 0 0 - - 9
2 2 Am Turmhof 14 14 0 0 - - 14
2 3 Annettenstraße 10 10 0 0 - - 10 Zeichen 260 StVO & Zusatzschild 1020-30 "Anlieger frei"
2 4 Auerhofstraße 9 9 0 0 - - 9
2 5 Hardtstraße 6 6 0 0 - - 6
2 6 Hofstraße 6 6 0 0 - - 6
2 7 Kreisauer Straße 29 29 0 0 - - 29
2 8 Leonardusstraße 23 23 0 0 - - 23
2 9 Meersburgstraße 25 25 0 0 - - 25
2 10 Mittelstraße (Lahnstraße - Gotenstraße; östliche Seite) 14 14 0 0 - - 14
2 11 Sibyllenstraße 57 57 0 0 - - 57
2 12 Steinstraße (Leonardusstraße - Plittersdorfer Straße) 72 72 0 0 - - 72
2 13 Steinstraße Sackgasse Ost 13 13 0 0 - - 13
2 14 Turmstraße (Leonardusstraße - Wurzerstraße) 29 29 0 0 - - 29
2 15 Turmstraße (Wurzerstraße - Plittersdorfer Straße) 13 13 0 0 - 13
2 16 Vikariegasse 4 4 0 0 - - 4
2 17 Wurzerstraße (Mittelstraße - Turmstraße) 43 43 0 0 - - 43
2 18 Discounter Mittelstraße - - - - 30 - 30
Summe Verkehrszelle 2 376 376 0 0 30 - 406
3 1 Hannah-Arendt-Straße 25 25 0 0 - - 25
3 2 Kanalstraße 24 24 0 0 - - 24
3 3 Kennedyallee (Donatusstraße - Turmstraße) 44 44 0 2 - - 46
3 4 Kennedyallee Sackgasse 32 32 0 0 - - 32
3 5 Kolberger Straße 28 28 0 0 - - 28
3 6 Prinz-Löwenstein-Straße 21 21 0 0 - - 21
3 7 Steinstraße Sackgasse Nord 15 15 0 1 - - 16
3 8 Turmstraße (Kennedyallee - Leonardusstraße) 20 20 0 0 - - 20
3 9 Turmstraße Sackgasse 6 6 0 0 - - 6
3 10 Discounter Kennedyallee - - - - 62 - 62
Summe Verkehrszelle 3 215 215 0 3 62 - 280
Auswertungsbereich Parkraumangebot im öffentlichen Raum Privatgrundstück
Gesamtzahl Einschränkung
Ver-
kehrs-
zelle
öffentlich zugänglich
Summe unbewirt-
schaftet Parkscheibe Behinderten-
parken
Ab-
schnitt Name
öffentlich nutzbar
Plittersdorf
Kunden-
Parkplatz ParkhausSeite 41 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
4 1 Breslauer Straße 44 44 0 0 - - 44
4 2 Danziger Straße 41 41 0 0 - - 41
4 3 Donatusstraße (Hannah-Arendt-Str. - Leonardusstr.) 23 23 0 0 - - 23
4 4 Donatusstraße (Kennedyallee - Hannah-Arendt-Str.) 33 33 0 0 - - 33
4 5 Donatusstraße (Leonardusstraße - Mittelstraße) 30 30 0 0 - - 30
4 6 Donatusstraße Sackgasse Nord 32 32 0 0 - - 32
4 7 Donatusstraße Sackgasse Süd 6 6 0 0 - - 6
4 8 Kennedyallee (Mittelstraße - Donatusstraße) 18 18 0 0 - - 18
4 9 Mittelstraße (Kennedyallee - Lahnstr.; östliche Seite) 9 9 0 0 - - 9
4 10 Ostseestraße 58 58 0 0 - - 58
Summe Verkehrszelle 4 294 294 0 0 0 - 294
5 1 Gotenstraße (Wurzerstraße - Mittelstraße) 28 28 0 0 - - 28
5 2 Mittelstraße (Lahnstr. - Gotenstr.; westliche Seite) 15 15 0 0 - - 15
5 3 Neckarstraße 27 27 0 0 - - 27
5 4 Parkplatz an der Neckarstraße (Kleinspielfeld) 24 24 0 0 - - 24
5 5 Saarstraße 51 51 0 0 - - 51
5 6 Wurzerstraße (Gotenstraße - Mittelstraße) 16 16 0 1 - - 17
5 7 Discounter Wurzerstraße - - - - 25 - 25
Summe Verkehrszelle 5 161 161 0 1 25 - 187
6 1 Ahrstraße 53 53 0 0 - - 53
6 2 Kennedyallee (Ahrstraße - Mittelstraße) 29 29 0 0 - - 29
6 3 Lahnstraße 53 53 0 0 - - 53
6 4 Mittelstraße (Kennedyallee - Lahnstr.; westliche Seite) 28 28 0 0 - - 28
6 5 Moselstr. / Aggerstr. / Erftstr. / Siegstr. 0 0 0 0 - - 0 Zeichen 260 StVO & Zusatzschild 1020-30 "Anlieger frei"
6 6 Nahestraße 16 16 0 0 - - 16
6 7 Wupperstraße 21 21 0 0 - - 21
Summe Verkehrszelle 6 200 200 0 0 0 - 200
7 1 Europastraße Nord 73 73 0 1 - - 74
7 2 Europastraße Süd 145 145 0 0 - - 145
7 3 Kennedyallee (Kolumbusring - Steubenring) 38 38 0 0 - - 38
7 4 Kennedyallee (Mittelstraße - Kolumbusring) 17 17 0 0 - - 17
7 5 Kennedyallee (Steubenring - Martin-Luther-Straße) 25 25 0 0 - - 25
7 6 Kolumbusring 101 101 0 0 - - 101
7 7 Martin-Luther-King-Straße Nord 124 124 0 1 - - 125
7 8 Martin-Luther-King-Straße Süd 74 74 0 0 - - 74
7 9 Steubenring 193 193 0 0 - - 193
Summe Verkehrszelle 7 790 790 0 2 0 - 792
2.379 2.360 19 8 117 0 2.504Summe Plittersdorf
Summe unbewirt-
schaftet Parkscheibe Behinderten-
parken
Ab-
schnitt Name
öffentlich nutzbar
Plittersdorf
Kunden-
Parkplatz Parkhaus
Auswertungsbereich Parkraumangebot im öffentlichen Raum Privatgrundstück
Gesamtzahl Einschränkung
Ver-
kehrs-
zelle
öffentlich zugänglich
Anlage 1.2b
Parkraumangebot PlittersdorfSeite 42 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
8 1 Ahrstraße 53 5 48 2 - - 55 2h, Mo-Fr 9-16; Zeichen 260 StVO & Zusatzschild 1020-30 "Anlieger frei"
8 2 Gotenstraße (Kennedyallee - Sackgasse) 119 119 0 1 - - 120
8 3 Gotenstraße (Sackgasse - Wurzerstraße) 57 57 0 0 - - 57
8 4 Gotenstraße Sackgasse 44 44 0 0 - - 44
8 5 Kennedyallee (Godesberger Allee - Langer Grabenweg) 29 29 0 0 - - 29
8 6 Kennedyallee (Langer Grabenweg - Ahrstraße) 33 33 0 0 - - 33
8 7 Seniorenwohnheim Gotenstraße - - - - 30 - 30
Summe Verkehrszelle 8 335 287 48 3 30 - 368
9 1 Andreas-Hermes-Straße 77 77 0 0 - - 77
9 2 Ferdinand-Lasalle-Straße 20 20 0 0 - - 20
9 3 Heinemannstr. (Langer Grabenweg - Ludwig-Erhard-Allee) 82 82 0 0 - - 82 davon 15x Absolutes Halteverbot von 6-9 Uhr
9 4 Johanna-Kinkel-Straße 24 24 0 0 - - 24
9 5 Ludwig-Erhard-Allee 23 0 23 10 - - 33 4h, Werktags 9-19
9 6 Mildred-Scheel-Straße 14 14 0 0 - - 14
9 7 Parkplatz Mildred-Scheel-Straße 65 65 0 0 - - 65
9 8 Parkplatz Rheinaue - - - - 245 - 245
Summe Verkehrszelle 9 305 282 23 10 245 - 560
10 1 Anhalter Straße 17 17 0 0 - - 17
10 2 Berliner Ring 62 62 0 1 - - 63
10 3 Brandenburger Straße 29 12 17 0 - - 29 2h, Mo-Fr 8-19
10 4 Cheruskerstraße 19 19 0 0 - - 19
10 5 Frankenstraße 27 21 6 0 - - 27 1h, Mo-Fr 8-19; Zeichen 260 StVO & Zusatzschild 1020-30 "Anlieger frei"
10 6 Kennedyallee Sackgasse 10 10 0 0 - - 10
10 7 Lucas-Cranach-Straße 26 26 0 0 - - 26
10 8 Mecklenburger Straße 7 7 0 0 - - 7
10 9 Rubenstraße 13 13 0 0 - - 13
10 10 Sachsenstraße 11 11 0 0 - - 11
10 11 Stephan-Lochner-Straße 36 36 0 0 - - 36
10 12 Thüringer Straße 21 21 0 0 - - 21
Summe Verkehrszelle 10 278 255 23 1 - - 279
11 1 Heinemannstr. (Godesberger Allee - Langer Grabenweg) 35 35 0 0 - - 35 davon 21x Absolutes Halteverbot von 6-9 Uhr
11 2 Holbeinstraße 25 23 2 0 - - 25 3h, Mo-Fr 8-18
11 3 Langer Grabenweg (Heinemannstraße - Sackgasse) 45 45 0 0 - - 45
11 4 Langer Grabenweg (Sackgasse - Kennedyallee) 61 61 0 1 - - 62
11 5 Langer Grabenweg Sackgasse 27 27 0 0 - - 27
11 6 Matthias-Grünewald-Straße 67 67 0 0 - - 67
11 7 Max-Löbner-Straße 53 53 0 0 53
11 8 Riemenschneiderstraße 45 45 0 0 - - 45
Summe Verkehrszelle 11 358 356 2 1 0 - 359
1.276 1.180 96 15 275 0 1.566
3.655 3.540 115 23 392 0 4.070
öffentlich zugänglich
Summe unbewirt-
schaftet Parkscheibe Behinderten-
parken
Kunden-
Parkplatz Parkhaus
Summe Hochkreuz und Plittersdorf gesamt
Auswertungsbereich Parkraumangebot im öffentlichen Raum Privatgrundstück
Gesamtzahl
Hochkreuz
Summe Hochkreuz
Einschränkung
Ver-
kehrs-
zelle
Ab-
schnitt Name
öffentlich nutzbar
Anlage 1.2c
Parkraumangebot HochkreuzSeite 43 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
Anlage 1.3
Stellplatzangebot
nach Verkehrszellen
641
150
92171
54
102171
25
88140
62
60157
30
3285
200
7747
28
6530
210
767
128
14249
112
31174
27Seite 44 von 194

Parkraumuntersuchung Bonn-Hochkreuz und Bonn-Plittersdorf
Runge IVP
Anlage 2a
03:00 07:00 09:00 11:00 13:00 15:00 17:00 19:00
1 1 Am Büchel 35 frei 106 77 71 74 69 74 83 80 98 2,80 03:23
1 2 Am Schaumburger Hof 19 frei 32 32 26 47 47 37 89 95 49 2,58 02:16
1 3 Auf der Hostert 17 frei 71 94 65 53 71 71 76 94 40 2,35 04:02
1 4 Dollendorfer Straße 19 frei 100 58 42 26 47 53 79 68 40 2,11 03:17
1 5 Mohrenstraße 16 frei 75 81 75 75 75 75 75 75 29 1,81 05:20
1 6 Mühlenstraße 50 frei 108 92 90 84 94 98 96 86 108 2,16 05:32
1 7 Plittersdorfer Straße (Mittelstraße - Sibyllenstraße) 49 frei 71 61 65 73 65 61 71 71 132 2,69 03:23
1 8 Plittersdorfer Straße (Sibyllenstraße - Steinstraße) 16 1h 56 81 88 81 69 81 75 81 59 3,69 02:21
1 

Gekürzt — den vollständigen Text enthält das PDF.

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 19:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de