201474-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Verkehrsaufkommen am Berliner Platz
Kerndaten
- Nummer
- 201474-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 29.09.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 201474-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Verkehrsaufkommen am Berliner Platz Beratungsfolge Rat Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: zu 1.: Die Verkehrsstärken einzelner Verkehrsträger werden an ausgewählten Punkten im Stadtgebiet erhoben. Nur vereinzelt werden die Daten in der angefragten Differenzierung aufgenommen. Am Berliner Platz liegen der Stadt Verkehrsdaten zum Kfz-Verkehr und Radverkehr vor. Der Querschnittswert am Berliner Platz beträgt auf Basis von Erhebungen aus 2019 ca. 23.000 Kfz/pro Tag. Für den Radverkehr wurde 2018 am 26.09. und 27.09. eine Erhebung von 6,75 Stunden durchgeführt. In den gezählten Stunden queren ca. 2.300 RadfahrerInnen den Berliner Platz. Auf den Tag gerechnet kann auf dieser Basis ein Wert von ca. 4.000 querenden RadfahrenInnen am Knotenpunkt angenommen werden. zu.2.: Bei der Erstellung von Lichtsignalanlagen (LSA) kommt die Richtlinie für Lichtsignalanlagen (RiLSA) zur Anwendung. Diese Richtlinie enthält grundlegende verkehrstechnische Bestimmungen für die Einrichtung und für den Betrieb von Lichtsignalanlagen und stellt zum jeweiligen Zeitpunkt der Veröffentlichung die anerkannten Regeln der Technik dar. Entscheidend bei der Erstellung eines Signalprogramms sind die in Konflikt stehenden Verkehrsströme. Die Grünzeiten dieser unterschiedlichen Verkehre unterschreiten grundsätzlich nicht eine Mindestzeit, die 7 Sekunden beträgt. Bei Fußgängersignalen hängt die Mindestzeit zusätzlich von der Länge des Weges ab, die der Fußgängerverkehr zurücklegen muss. In Bonn erfüllt man in der Regel den Anspruch, dass der Fußgängerverkehr innerhalb der bemessenen Grünzeit den gesamten Weg über die Fahrbahn(en) zurücklegen kann. D.h. dem Fußgänger wird auch bei Fußgängerfurten mit Mittelinsel, bis auf wenige Ausnahmen, die Querung beider Teilabschnitte innerhalb der Grünzeit ermöglicht. Damit geht die Stadt Bonn über die Forderungen der Richtlinie hinaus, die bereits nach Querung der halben Fahrbahn einen Wechsel der Fußgängersignale auf „rot“ gestattet. In anderen Kommunen ist es durchaus üblich, einen Fußgängerüberweg mit Mittelinsel so zu schalten, dass ein Aufenthalt auf der Mittelinsel erforderlich wird.Seite 1 von 2 Seite 2 Die fußgängerfreundliche Schaltung in Bonn wurde bereits vor Jahrzehnten eingeführt und bis heute beibehalten. An der Lichtsignalanlage am Stadthaus erhält die vergleichsweise lange Fußgängerfurt zwischen Maxstraße und Florentiusgraben eine lange Grünzeit, der sich eine ebenfalls vergleichsweise lange Zwischenzeit anschließt. Die Zwischenzeit ist die Zeit zwischen dem Grün-Ende des Fußgängersignals und dem Grün-Beginn des motorisierten Individualverkehrs. Innerhalb der Zwischenzeit kann der Fußgängerverkehr sicher die gegenüberliegende Fahrbahnseite erreichen, wenn er die Fahrbahn betritt und sein Signal unmittelbar danach auf „rot“ wechselt. Die Freigabe des Fußgängerverkehrs beansprucht so den weitaus größten Anteil der Umlaufzeit (Zeit, innerhalb derer alle Verkehre 1x freigegeben werden) von 90 Sekunden. Die „restliche“ Zeit des Umlaufs wird auf die übrigen Phasen und deren Übergänge verteilt, was in Zeiten höchster Verkehrsbelastung durchaus defizitär ist. Das bedeutet auch, dass weder der ÖPNV, dessen Belange an der LSA am Stadthaus überdies noch in Konflikt zueinander stehen (Linien 61/62 vs. Linien 66/67), noch der motorisierte Individualverkehr ausreichend lange Freigabezeiten erhalten. Die Folge ist, dass der ÖPNV mehr oder minder große Zeitverluste erleidet und der MIV in der Zufahrt Berliner Platz zurückstaut. Dieser Rückstau beeinträchtigt wiederum den Busverkehr zwischen Bornheimer Straße und Budapester Straße. Grundsätzlich gilt, dass das Verlängern einer Phase die Verkürzung einer oder mehrerer in Konflikt stehenden Phasen zur Folge hat. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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