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201444 · Mitteilungsvorlage

Sanierung Akademisches Kunstmuseum

Nummer
201444
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
24.07.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Unterausschusses für Denkmalschutz 14.08.2020 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
201444
Der Oberbürgermeister
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Sanierung Akademisches Kunstmuseum
Beratungsfolge
Unterausschuss für Denkmalschutz 14.08.2020 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Das unter Denkmalschutz stehende heutige Akademische
Kunstmuseum wurde in seinem Kern 1829-30 als anatomisches Institut der
Universität Bonn errichtet und dient seit 1872 als eines der ältesten Museen
Bonns zur Präsentation der Antikensammlung. Bereits 1883-84 wurde der
Rotundenbau durch einen Querflügel mit Kopfbauten erweitert und 1907-08
noch für das Archäologische Institut ein dritter Gebäudeteil angefügt.
2012 erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme und nunmehr ist nach der
bereits 2014-15 erfolgten Sanierung der Rotunde und Durchführung
provisorischer Brandschutzmaßnahmen eine Kernsanierung geplant, die die
Behebung aller technischen und baulichen Mängel beinhaltet, aber auch eine
künftig barrierefreie Erschließung ermöglichen soll.
Nach vertiefenden Bausubstanzuntersuchungen wurde ein Sanierungskonzept
erarbeitet, welches u.a. die Neueindeckung der Dächer mit Kupfer,
Aufarbeitung historischer Oberflächen und energetische
Ertüchtigungsmaßnahmen wie den Einbau von Vorsatzfenstern, Dämmung der
Dächer und die Reaktivierung der ehemaligen Warmluftheizung vorsieht.
Statische Untersuchungen zeigten einen akuten Handlungsbedarf im Bereich
der Decken und des Dachtragwerkes auf, so dass hier schon vorgezogene
Ertüchtigungsmaßnahmen begonnen wurden.
Da die Beseitigung von Brandschutzmängeln im Wesentlichen mit einer
Neuorganisation der Entfluchtungswege einhergeht und zudem die
Museumskonzeption überarbeitet werden sollte, hat das vom Bau- und
Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen beauftragte Planungsbüro me di um
Architekten aus Hamburg ein neues Erschließungskonzept erarbeitet,
welches den Haupteingang für das Museum wieder an den Hofgarten verlagert
- numehr aber über eine Rampe in das Gartengeschoss - bei gleichzeitiger
Beibehaltung des Institutszugangs zur Straße Am Hofgarten. Dadurch werden
die Funktionen Museum und Universität eindeutig adressiert. Die Anordnung
notwendiger Fluchttreppen aus dem Untergeschoss folgt der symmetrischen
Grundkonzeption des Gebäudes und auch die Raumaufteilung im Rotundenbau
bezieht sich auf die klare symmetrische Ordnung der historischen
Gebäudegestaltung.
Durch den Einbau von Aufzugsanlagen werden künftig alle Ebenen des
Gebäudes barrierefrei erreicht. Mittels eines zusätzlichen Lastenaufzugs im
Anlieferbereich des Kopfbaus und über ein unterirdisches Erschließungssystem
wird der witterungsunabhängige Transport von Exponaten ermöglicht und derSeite 1 von 9

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Rückbau neuerer Schutzdächer ermöglicht, so dass die ursprüngliche Fassade
wieder freigestellt wird. Durch die Vertiefung von zwei Kriechkellern wird
zudem zusätzlicher Raum für Nebenfunktionen gewonnen.
Nach Abschluss der Bauarbeiten ist es Ziel, die Hofgartenfassade wieder
freigestellt dem ehemaligen Kurfürstlichen Schloss gegenüber zu präsentieren
und den Gebäudekomplex von dichtem Bewuchs freizuhalten.
Anlage/n
1 Ansicht Osten (öffentlich)
2 Ansicht Westen (öffentlich)
3 Schnitt (öffentlich)
4 Dachaufsicht (öffentlich)
5 1. Obergeschoss (öffentlich)
6 Erdgeschoss (öffentlich)
7 1. und 2. Untergeschoss (öffentlich)Seite 2 von 9

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Datenstand: 02.11.2026, 17:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de