201427 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung des Vergabeverfahrens zur Baumersatzpflanzung auf dem Friedhof Poppelsdorf
Kerndaten
- Nummer
- 201427
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 24.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.860 Zeichen)
Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 201427 Der Oberbürgermeister Federführung: 68 Amt für Stadtgrün Dezernat: Dez. III Einleitung des Vergabeverfahrens zur Baumersatzpflanzung auf dem Friedhof Poppelsdorf Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung „Baumersatzpflanzung auf dem Friedhof Poppelsdorf“ wird zugestimmt. Begründung Auf dem Friedhof Poppelsdorf mussten im Frühjahr 2020 ca. 160 Orientfichten im Bereich des Urnenhains aufgrund des Borkenkäferbefalls gefällt werden. Der waldartige Urnenhain war geprägt von einem dichten Bestand aus Nadelgehölzen (vorwiegend Orientfichte) sowie Buchen und Eichen als Solitärbäume. Bei dieser Maßnahme handelt es sich nun um die landschaftsbautechnischen Arbeiten zur Ersatzpflanzung von 56 Laubbäumen als Hochstämme mit einem Stammumfang von 20-25 cm (Pflanzqualität wie bei Ersatzpflanzungen im Verkehrsgrün). Insgesamt sollen folgende Laubbäume im Urnenhain gepflanzt werden: 5 x Zerr-Eiche (Quercus cerris) 5 x Ungarische Eiche (Quercus frainetto) 10 x Feld-Ahorn (Acer campestre) 10 x Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) 5 x Krim-Linde (Tilia x euchlora) 5 x Silber-Linde (Tilia tomentosa) 5 x Italienischer Ahorn (Acer opalus) 5 x Essbare Kastanie (Castanea sativa) 5 x Walnuss (Juglans regia) sowie 1 x Platane (Platanus x acerifolia) an der Hauptachse zur KapelleSeite 1 von 3 Seite 2 Es wurde bei dieser Maßnahme bewusst auf klimaangepasste Baumarten zurückgegriffen, die sich in Bonn bereits in den letzten Jahren als geeignet herausgestellt, bzw. die sich nach derzeitigem Stand als zukunftsfähig erwiesen haben. Im Urnenhain zeigt sich eine natürliche Verjüngung des Orientfichtenbestandes durch Aussaat. Derzeit sind noch nicht alle Fichten von Borkenkäfer befallen, sodass der Charakter des waldartigen Bestandes mit Nadelbäumen weiterhin zumindest in Teilbereichen gegeben ist. Wir weisen jedoch darauf hin, dass derzeit die weitere Ausbreitung des Borkenkäferbefalls auf die restlichen Fichtenbestände nicht auszuschließen ist. Der Befall ist von zahlreichen Faktoren, insbesondere jedoch von der zunehmenden Trockenheit abhängig. Um zukünftig einen großflächigen Ausfall an Gehölzen durch Schadfaktoren zu minimieren, wurde bewusst eine breite Auswahl an Gehölzgattungen gewählt, da zumeist jeweils eine Baumart bzw. Gattung von einem Schadfaktor befallen wird (wie jetzt vom Borkenkäfer bei den Fichten). Das breite Artenspektrum vermindert somit die großflächige Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, da eine Monokultur hier bewusst vermieden wird. Zusätzlich zu dieser geplanten Pflanzung über Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus sind in der Pflanzperiode 2020/2021 ergänzende Pflanzungen von Nadelgehölzen und Strauchbeständen in Eigenregie geplant. Die nach der Fällung verbliebenen Wurzelstubben wurden bereits im Juni weitestgehend – soweit die Standorte maschinell erreichbar waren – ausgefräst und stehen somit einer Neupflanzung nicht mehr im Weg. Baumpflanzungen sind so zu planen, dass sich die Bäume gemäß ihrer ökologischen und gestalterischen Funktion möglichst lange am Standort entwickeln und etablieren können. Bei den neuen Baumstandorten wird auf die vorhandenen und geplanten Urnengräber Rücksicht genommen, um gegenseitige Beeinträchtigungen zukünftig auszuschließen. Die Vorbereitung eines Baumstandortes umfasst die Herstellung einer ausreichend bemessenen Pflanzgrube, ein entsprechender Erd-/ Substrataustausch, den Einbau von Wurzelschutzeinrichtungen zum Schutz benachbarter Wege und Grabanlagen und natürlich – als finanziell kleinsten Faktor – die Baumpflanzung selbst. In der Nachsorge erfolgt – auch aus Gewährleistungsgründen - eine 2-jährige Entwicklungs- und Unterhaltungspflege, eine 4-jährige Wässerung und nach Erfordernis eine jährliche Düngung der Bäume bis zur Übernahme in die Unterhaltung der Stadt. Die Maßnahme soll unmittelbar nach der Beschlussfassung im August 2020 ausgeschrieben und je nach Witterungsverlauf ab November begonnen werden, so dass die Pflanzarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.Seite 2 von 3 Seite 3 Vergabeart öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte Firmen X beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto BN-2020-1621 X VOB UVgO VgV November 2020 - Dezember 2020 85.000 € Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.13.03 Friedhöfe 78.5200 5680613031070 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja x nein x ja nein x freigegeben vorgesehen Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de