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201411-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Aktueller Sachstand Starkregenprävention in Bad Godesberg

Nummer
201411-1 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
17.08.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 07.10.2020 Kenntnisnahme
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  1. 201411 Aktueller Sachstand Starkregenprävention in Bad Godesberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
201411-1 ST
Der Oberbürgermeister
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Aktueller Sachstand Starkregenprävention in Bad
Godesberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.08.2020 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Zu 1.)
Die Ergebnisse der von der Bezirksregierung beauftragten Ermittlung des
Gesamtüberschwemmungsgebietes am Godesberger Bach wurden im
vergangenen Jahr 2019 vorgestellt. Die vorgestellten Ergebnisse des Modells
hielten der Validierung durch die eingetretenen Ereignisse nicht stand und
wurden daraufhin nochmals überprüft.
Die überarbeiteten Ergebnisse der Niederschlags-Abfluss-Modellierung wurden
Ende Februar 2020 erneut vorgestellt und sind nun nachvollziehbar. Aufgrund
coronabedingter Verzögerungen finden derzeit noch Abstimmungsprozesse zur
Finalisierung statt. Die Bezirksregierung Köln will bis voraussichtlich Ende 2020
die Neuausweisung des gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebietes
abschließen.
Zu 2.) und 3.)
Anhand der in Punkt 1.) beschriebenen neuen Berechnungsergebnisse wird die
von der Bundesstadt Bonn gemeinsam mit der Gemeinde Wachtberg
beauftragte Studie zu möglichen baulichen Verbesserungsmaßnahmen des
Hochwasserschutzes am Godesberger Bach angepasst. Deren Bearbeitung ist
jedoch erst nach Vorliegen des überarbeiteten Niederschlags-Abfluss-Modells
möglich. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden die ermittelten
möglichen baulichen Maßnahmen, darunter fallen auch mögliche Maßnahmen
zur Rückhaltung, auf Genehmigungsfähigkeit, Kosten-Nutzen,
Flächenverfügbarkeit usw. bewertet und der Bezirksvertretung durch die
Verwaltung vorgestellt. Diese Vorgehensweise entspricht dem Verfahren für
den Mehlemer Bach.
Am Mehlemer Bach wurden der Entlastungskanal zum Rhein und das
Einlaufbauwerk an der Bachemer Straße im letzten Jahr fertiggestellt. Im Falle
eines Überschwemmungsereignisses am Mehlemer Bach infolge von
Starkregen können abfließende Wassermassen durch den Entlastungskanal in
den Rhein geleitet werden. Das Überschwemmungsrisiko am Mehlemer Bach
wird damit reduziert. Ebenfalls wurde eine Anpassung der Warnstufen zum vor
Ort installierten Alarmpegel durchgeführt.Seite 1 von 3

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Das Starkregenereignis vom frühen Mittwochabend (12.08.20) über dem
Bonner Stadtgebiet zeigte, dass der fertiggestellte Entlastungskanal am
Mehlemer Bach die überschüssigen Wassermengen wie geplant zuverlässig in
den Rhein ableitet.
Auch die an Mehlemer und Godesberger Bach installierten Messpegel zur
Warnung vor Hochwasser liefen im Betrieb unter realen Bedingungen
einwandfrei. Warnungen vor steigenden Wasserständen an kritischen
Bereichen wurden frühzeitig abgesetzt, ebenso wie an allen anderen
überwachten Bonner Bächen. So konnten kritische Bereiche frühzeitig erkannt
werden, wie beispielsweise die verlegten Gitter vor den Durchlässen an
Lengsdorfer Bach (Im Mühlenbach) und Endenicher Bach (Am Burggraben),
die rechtzeitig abgesenkt wurden.
Zu 4.)
Konkrete Erkenntnisse liegen der Verwaltung dazu nicht vor. Um die betroffene
Bürgerschaft und Unternehmen möglichst umfassend zu informieren, betreibt
die Verwaltung eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen
Starkregen und Hochwasser und stellt entsprechende Informationen bereit:
 www.bonn.de/Hochwasser und www.bonn.de/starkregen
Inkl. weiterführender Links zur Eigenvorsorge und
Elementarschadensversicherung sowie Broschüren-Download
 Vortragstätigkeiten, Diskussionsrunden
 Veröffentlichung von Starkregen- und Hochwasserkarten unter
stadtplan.bonn.de
o Im Tiefbauamt gehen dazu regelmäßig An-/Nachfragen aus der
Bürgerschaft sowie Planern ein.
 Im März startete die Kampagne „Bonn unterstützt“ (bonn-unter.de). Die
in Zusammenarbeit mit dem Hochwasserkompetenzzentrum e. V. (HKC)
entwickelte Internetanwendung beinhaltet Informationen zum
Hochwasserrisiko am Wohnort, zum baulichen HW-Schutz und
Versicherungsmöglichkeiten, sowie weiterführende Informationen rund
um die Themen Hochwasser und Starkregen.
Coronabedingt konnte die Kampagne bisher nicht in dem ursprünglich
geplanten Umfang beworben werden. Info-Stände in der Innenstadt, auf
den Bonner Energietagen sowie weiteren Aktionstagen werden, sobald
wieder möglich, nachgeholt.
 Wenn die Ergebnisse der Studie zum HWS am Godesberger Bach
vorliegen - die europäische Hochwasser-Risiko-Management-Richtlinie
sieht zunächst eine Ermittlung der Hochwassergefahren durch die
Bezirksregierung vor - wird nochmals eine gezielte Information der
Bevölkerung vor Ort, auch zur Eigenvorsorge, durch die untere
Wasserbehörde stattfinden.Seite 2 von 3

Seite 3
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 08:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de