201380 · Mitteilungsvorlage
Quartiersentwicklung östlich des Beueler Bahnhofs - Vorstellung der Entwurfsfassung zum Maßnahmenpaket für die zukünftige Entwicklung
Kerndaten
- Nummer
- 201380
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 27.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 201380 Der Oberbürgermeister Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Quartiersentwicklung östlich des Beueler Bahnhofs - Vorstellung der Entwurfsfassung zum Maßnahmenpaket für die zukünftige Entwicklung Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 11.08.2020 Kenntnisnahme Beirat Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda Kenntnisnahme Mitteilung: Mit Beschluss des Hauptausschusses (DS.Nr. 1712472NV8) ist die Konzepterarbeitung und das Moderationsverfahren zur Quartiersentwicklung östlich des Beueler Bahnhofes an das externe Büro Plan lokal vergeben worden. Das Büro hat im Juni 2019 seine Arbeit aufgenommen und wird bis Jahresende 2020 die umfassende Erarbeitung abschließen. Im bisherigen Bearbeitungsprozess wurde eine Analyse der Stärken, Schwächen und Perspektiven aufgezeigt und darauf aufbauend Handlungsfelder und Zielsetzungen mit konkreten Maßnahmen zur weiteren Entwicklung des Quartiers erarbeitet. Eine erste Vorstellung der Ergebnisse erfolgte in der BV Beuel am 16.06.2020. Die Präsentation wurde bereits als Anlage zur Sitzungsniederschrift versandt. In der Sitzung der BV Beuel am 11.08.2020 wird eine Vorstellung des geplanten Maßnahmenpakets (Entwurfsfassung) mit einem Vortrag erfolgen. Erläuterung der Zielsetzung zur zukünftigen Entwicklung des Quartiers östlich des Beueler Bahnhofs: Das Quartier östlich des Beueler Bahnhofs zeichnet sich durch eine heterogene Struktur aus, in der gewerbliche Unternehmen, kulturelle Einrichtungen, kreative Produktionsstätten, Sport- und Freizeitangebote sowie private Wohnnutzungen nebeneinander bestehen. Durch das Nebeneinander dieser verschiedenen Nutzungen bestehen innerhalb des Quartiers autarke Teilräume, die bestimmte Stärken und Potentiale aufweisen und zukünftig weiter ausgebaut werden sollen. Diese Teilbereiche werden als "Talente bzw. Cluster Räume im Quartier" bezeichnet und umfassen im Wesentlichen: - ein Kultur Cluster in und um das Gelände der Theaterwerkstätten, - ein Kreativ Cluster rund um die Räumlichkeiten der Tapetenfabrik, - einen Ankunftsraum am Beueler Bahnhof, - die Verknüpfung des Quartiers über die Siegburger Straße mit wesentlichen Wegebeziehungen.Seite 1 von 76 Seite 2 Als Zielsetzung der zukünftigen Entwicklung gilt die Leitidee, diese bereits bestehenden Talente im Beueler Osten zu stärken und weiter auszubauen. Hierfür gibt es für jeden Teilraum zusätzlich die unterstützenden Initiativen: - Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren, - Gewerbe profilieren, - verkehrliche Erschließung verbessern, - Kreatives und Kultur im Quartier fördern. Um die Zielsetzungen zu erreichen wurde ein umfassendes Maßnahmenkonzept mit einer Vielzahl von konkreten Einzelprojekten erarbeitet. Diese werden in der Sitzung erläutert. Die Projekte und Einzelmaßnahmen werden den jeweiligen Handlungsfeldern zugeordnet. Jede Einzelmaßnahme erhält einen Maßnahmentitel, eine Kurzbeschreibung der Ausgangslage, die Beschreibung der jeweiligen Zielsetzung und Inhalte zur Umsetzung werden darlegt. Im weiteren Verfahren soll am 23. September 2020 ein öffentliches Forum zur Rückkopplung und Diskussion der Maßnahmen sowie eine parallel laufende digitale Beteiligung auf www.bonn-macht-mit.de erfolgen. Nach Abschluss der Beteiligungsbausteine und finaler Ausarbeitung wird dem Rat der Stadt Bonn der Bericht des integrierten Handlungskonzeptes (ISEK) für das Quartier östlich des Beueler Bahnhofs zur Beschlussfassung vorgelegt (4.Quartal 2020/1. Quartal 2021). Anlage/n 1 Maßnahmensteckbriefe (öffentlich)Seite 2 von 76 62plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4 MAßNAHMENKONZEPT Das Maßnahmenkonzept steht unter der Leitfrage: Was müssen wir dafür tun, um unser Ziel zu erreichen? Um den integrierenden Charakter des Entwicklungskonzep- tes gerecht zu werden, werden verschiedene Teilräume des Quartiers betrachtet, in denen sich spezifische Maßnahmen zur Förderung von Stärken und Chancen sowie zur Beseitigung von Schwächen und Risiken bündeln. Die zuvor näher beschriebe- nen Handlungsfelder mit ihren jeweiligen Zielsetzungen finden in den Teilräumen entsprechend ihrer spezifischen Talente unterschiedlich Niederschlag. In der Zusam- menführung verschiedener Handlungsfelder in den Teilräumen liegt der besonde- re integrative Charakter dieses Handlungskonzeptes. Darüber hinaus gibt es den Gesamtraum betreffende Aufgaben, die in übergreifenden Initiativen gebündelt werden. Dieses Prinzip wird in Abbildung # veranschaulicht. Zunächst werden die vorgeschlagenen Maßnahmen und Teilräume in einem Maßnah- menplan verortet, um einen Überblick über das gesamte Quartier Beuel-Ost zu ermöglichen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen in Steckbriefen vorge- stellt. Die Steckbriefe enthalten neben dem Maßnahmentitel eine Kurzbeschreibung der Maßnahme in der die Ausgangslage als Hintergrund der Maßnahme erläutert sowie zentrale Ziele und Inhalte der Maßnahme dargelegt werden. Des Weiteren enthalten die Maßnahmensteckbriefe Informationen über die Maßnahmenträger und Beteiligte, die Priorität und Umsetzungszeitraum der Maßnahme sowie eine Kosten- schätzung und mögliche Finanzierungszugänge Die Einschätzung des Umsetzungszeitraums der Maßnahme orientiert sich an dem Förderzeitraum der Städtebauförderung, der normalerweise über fünf Jahre geht. Unterschieden wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Kurzfristi- ge Maßnahmen sind in der Regel vorbereitende Maßnahmen, die im 1. und 2. Jahr der Förderung umzusetzen sind. Zu vorbereitenden Maßnahmen zählen differenzier- te Untersuchungen oder Machbarkeitsprüfungen. Die Umsetzung von Maßnahmen erfolgt dann im mittelfristigen Umsetzungszeitraum, im 3. bis 5. Jahr der Förderung. Maßnahmen, deren Realisierung außerhalb des Förderzeitraums von fünf Jahren liegen, werden als langfristig bezeichnet.Seite 3 von 76 63plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF MAßNAHMENÜBERSICHT 1. Teilraum Ankunftsraum Bahnhof Beuel ab S.68 1.1 Aufwertung des westlichen Bahnhofsumfelds 1.2 Nachnutzungskonzept für das Bahnhofsgebäude 1.3 Nachnutzungskonzept für den translozierten Güterschuppen 1.4 übergeordnete städtebauliche Konzeption für die Königswinterer Straße 1.5 Ausbildung eines östlichen Bahnhofsvorplatzes 1.6 Abriss des Wohngebäudes am zukünftigen Kreisverkehr 1.7 Verlagerung des zentralen Omnibushaltepunkts auf die Ostseite der Bahngleise 1.8 Durchstich des Verteilertunnels Bahnhof Beuel 1.9 Bau eines Kreisverkehrs an der Ecke Königswinterer Straße und Siegburger Straße 1.10 Ausbau der Königswinterer Straße auf dem Abschnitt zwischen Maarstraße und Siegburger Straße 1.11 Realisierung einer Eckbebauung an der Ecke Königswinterer Straße und Maarstraße 1.12 Verlängerung und Ausbau der S13 auf der Strecke von Troisdorf über Beuel nach Bonn- Oberkassel 2. Teilraum Showroom Siegburger Straße ab S.84 2.1 Sanierung der Siegburger Straße 2.2 Ausbaukonzeption für die Siegburger Straße 2.3 Einrichtung eines „Talentmanagements“ für das Quartier Beuel-Ost und die Obere Wilhelm- straße 2.4 Einrichtung eines Quartiersbeirats sowie eines Verfügungsfonds für das Quartier Beuel-Ost 2.5 Sanierung und Nachnutzungskonzeption für die Problemimmobilie an der Ecke Obere Wilhelmstraße und Gustav-Kessler-Straße 2.6 Wohnbauentwicklung im Umfeld der Pauluskirche auf der Siegburger Straße 2.7 Aufwertung der Gleisunterführung auf Höhe der Siegburger Straße 2.8 Realisierung von Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in der Brotfabrik 2.9 Inszenierung von Kultur und Kreativwirtschaft entlang der Siegburger Straße 3. Teilraum Kreativ-Cluster Tapetenfabrik ab S.97 3.1 Nachnutzung der Evonik-Brache 3.2 Aufwertung des Straßenraums entlang der Auguststraße 3.3 Wegeverbindung zum Innenhof der Tapetenfabrik (Sportfabrik) an der Marquardt-Villa vorbeiSeite 4 von 76 64plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.4 Errichtung eines Ergänzungsbau der Tapetenfabrik neben der Marquardt-Villa 3.5 Tiefbaumaßnahmen (Kanalsanierung) am Siebenmorgenweg mit gleichzeitiger Aufwertung des Straßenraums Königswinterer Straße (teils geplant) 3.6 Nachnutzung der Marquardt-Villa (geplant) 4. Teilraum Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße ab S.105 4.1 Entwicklung des Innenhofs des Theatergeländes Siegburger Straße 4.2 Machbarkeitsprüfung für die Erschließung der Theater-Werkstätten über die Fläche der Markthallen 4.3 Öffnung der Markthallen für den Endverbraucher 4.4 Herstellung einer Wegeverbindung zwischen Theaterwerkstätten und Markthallen 4.5 Realisierung von denkmalgerechten Sanierungsmaßnahmen an den Theaterwerkstätten 4.6 Einbeziehung der Pauluskirche in das kulturelle Konzept des Theatergeländes Siegburger Straße 4.7 Verlagerung der freiwilligen Feuerwehr und Nachnutzungskonzept im Einklang mit kulturel- len Nutzungen 4.8 Abriss und Neubau anstelle des Alten Malersaals und der Karnevalswagenunterbringung 4.9 Nutzungskonzept für die Optimierung der Räumlichkeiten des Theatergeländes Siegburger Straße 5. „Initiative“ Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren ab S.115 5.1 Hof- und Fassadenprogramm 5.2 Aufwertung des Straßenraums, des öffentlichen Raums und des Blockinnenbereichs in der Josef-Thiebes-Straße und Paulusstraße 5.3 Klärung der Realisierbarkeit von Betriebswohnungen für Künstler und Kreative 6. „Initiative“ Gewerbe profilieren ab S.119 6.1 Hof- und Fassadenprogramm 6.2 Städtische Initiative zur pro-aktiven Förderung und Beratung von Gewerbebetrieben für energetische Sanierungen 6.3 Einrichtung eines Infopfades über die industrielle und gewerbliche Geschichte und Entwick- lung von Beuel-Ost 6.4 Anlassbezogene Klärung der Realisierbarkeit von Freizeiteinrichtung im Quartier Beuel-Ost 7. „Initiative“ verkehrliche Erschließung verbessern ab S.125 7.1 Realisierung des Maarstraßen-Anschluss 7.2 Realisierung einer Wegeverbindung zwischen Königswinterer Straße und Paulusstraße 7.3 Optimierung der Parkplatzsituation der kulturellen Einrichtungen 7.4 Machbarkeitsprüfung für einen Durchstich zwischen Maarstraße und Paulusstraße 7.5 Anbindungen an den Bröltalbahnradweg erhalten und aufwerten 8. „Initiative“ Kreatives und Kultur im Quartier ab S.131 8.1 Fußgängerleitsystem 8.2 Erhaltung und Inszenierung der Baukultur im Quartier 8.3 Künstlerische Gestaltung der QuartierseingängeSeite 5 von 76 65plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.1 MAßNAHMENPLAN / RAHMENPLAN Der Maßnahmenplan umfasst alle Maßnahmen die räumlich im Untersuchungsgebiet verortet werden können. Dazu zählen sowohl von der Stadt oder privaten Akteu- ren geplante und teils realisierte Maßnahmen als auch neue Maßnahmenvorschlä- ge. Weiterhin werden die vier Teilräume dargestellt. Aufgrund einer Konzentration von Stärken bzw. Schwächen werden die Siegburger Straße, der Bahnhof Beuel, das Umfeld der ehemaligen Tapetenfabrik an der Auguststraße (Kreativ(wirtschafts)- Cluster) und das Umfeld des Theatergeländes Siegburger Straße (Kultur-Cluster) als Teilräume definiert. Der Maßnahmenplan ist in der Bearbeitung. Die folgenden leeren Seiten dienen als Platzhalter und sind absichtlich freigehalten.Seite 6 von 76 66plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF MAßNAHMENPLANSeite 7 von 76 67plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURFSeite 8 von 76 68plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1. TEILRAUM „ ANKUNFTSRAUM BAHNHOF BEUEL“ Der Teilraum „Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ umfasst sowohl das Bahnhofsumfeld auf der West- seite sowie die Königswinterer Straße auf der Ostseite, die mit einem Durchstich des Vertei- lertunnels maßgeblich das östliche Bahnhofsumfeld bildet. Die Entstehung einer Ostseite des Bahnhofs im Zuge des Ausbaus der S13 zeigt das Handlungserfordernis auf, die beiden Seiten des Bahnhofs gemeinsam zu betrachten und ein räumliches Verständnis für den Raum zu entwi- ckeln. Das Gesamtpaket „Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ zielt darauf ab, diesen wichtigen Mobili- tätsknoten stärker zu einem Mittelpunkt zwischen dem westlichen und östlichen Teil des Zentrums von Beuel werden zu lassen, funktional zu optimieren und als „Visitenkarte“ Beuels auch gestalterisch zu qualifizieren. Dies erfordert zu beiden Seiten eine Gestaltung des öffentlichen Raums sowie eine städtebauliche Neuordnung insbesondere auf der Ostseite. Für den Bahnhof als Ankunftsraum stellt die Königswinterer Straße einen bedeutsamen Zubringer dar, den es ebenfalls in die Über- legungen mit einzubeziehen gilt. Die folgenden Maßnahmen sollen zu diesem Zweck beitragen.Seite 9 von 76 69plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.1 AUFWERTUNG DES WESTLICHEN BAHNHOFSUMFELDS Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung Mit Blick auf die absehbaren Veränderungen im Teilraum gilt es, (u.a. Verlagerung des ZOB, Nachnutzung Bahnhofsgebäude; s. nachfolgende Maßnahmen) zu einer Neuordnung und zeitgemä- ßen Gestaltung des westlichen Bahnhofsumfelds zu gelangen, die den Anforderungen an guter Orientierung und Funktionalität sowie gestalterischer Qualität gerecht wird. Bislang ist die Struktur des westlichen Bahnhofsvorplatzes stark auf die Goetheallee hin ausgerichtet. Im Sinne einer Stärkung der Achse Siegburger Straße - Obere Wilhelmstraße - Friedrich-Breuer-Straße sollte zukünftig die „Umlenkfunktion“ des Platzes verbessert und dieser stärker mit einer Nord-Süd-Orientierung angelegt werden. Der Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad, Fuß), neue Serviceangebote (Information, Verleih, Ladestationen) und die Aufenthaltsqualität (Witterungsschutz, Begrünung, Sicherheit) sind dabei zu berücksichtigende Aspekte. Ebenfalls wird der Rückbau der nachträglichen Anbauten des Bahnhofsgebäudes empfohlen, so dass die ursprüngliche Geschichte des Gebäudes wieder sichtbar wird. Zudem sollte eine Beleuchtung bzw. Inszenierung des Bahn- hofsgebäudes erfolgen. Bei der Neugestaltung ist zudem ein Stand- ort für den Infopfad zu integrieren (s. Maßnahme 6.3). Hierzu ist zunächst ein Gesamtkonzept (Zielzustand) zu entwi- ckeln, das unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten von weiteren Maßnahmen (z.B. Fertigstellung S13 mit nachfolgender Verlagerung des ZOB) ggf. in mehreren Realisierungsphasen umgesetzt wird. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Umbau Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn Priorität Umsetzungszeitraum mittel- bis langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 10 von 76 70plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.2 NACHNUTZUNGSKONZEPT FÜR DAS BAHNHOFSGEBÄUDE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Das Gebäude des Beueler Bahnhofs (Bahnhofsplatz 1) befindet sich auf der Westseite der Gleise. Mit dem Bau des Busbahnhofs auf der Ostseite der Gleise erhält der Bahnhof eine erweiterte zentrale Funk- tion über die bisherige hinaus. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. Neben dem Reisezentrum befindet sich noch ein Kiosk in dem Gebäude. Der Bahnhof wird in Zukunft nicht mehr „nur“ Ankunftsort und Verteiler Richtung Westen sein, sondern, etwa durch den neuen Busbahnhof, auch Richtung Osten. Mit dem S13 Ausbau und der damit einhergehenden Modernisierung und barrierearmen Ausbaus des Beueler Bahnhofs wird es zukünftig zu einer stärkeren Frequentierung kommen. Der Bahnhof wird damit zur (neuen) Mitte der beiden durch die Gleise getrennten Stadtteile. ln dieser Verteiler- funktion muss die Ankunftssituation neu gestaltet werden und der Bahnhof und seine direkte Umgebung für diese Funktion „ausgestat- tet“ werden, um eine hohe Aufenthaltsqualität zu erreichen. Zu diesem Zweck wird die Einrichtung eines Kultur-Cafés im Bahn- hofsgebäude empfohlen, das eine Mischung aus Café und Bar mit Informationsmöglichkeit darstellt. Weiterhin können kleine Kulturver- anstaltungen in den (abendlichen) Betrieb (Themenabende, Konzer- te, Lesungen, Ausstellungen etc.) in dem Veranstaltungssaal integriert werden. Die räumlichen Voraussetzungen sind gegeben. Die Funkti- onen des Kiosks sollten erweitert werden, indem dieser, neben dem Verkauf von Zeitschriften, auch Informationsstelle für (Kultur-)Veran- staltungen ist, sowie die Möglichkeit zum Ticketkauf bietet. Auf diese Weise kann ein Teil der Betriebskosten refinanziert werden. Weiterhin empfohlen wird die Installation eines Infoterminals, das neben einem Geländeplan, Informationen über die Umgebung und die (kulturel- len) Angebote in Beuel (West und Ost) zeigt, so dass Informationen auch außerhalb der Öffnungszeiten verfügbar sind. Um einen funktionierenden Betrieb zu schaffen, muss ein fundiertes Nutzungs- und Betriebskonzept erstellt werden. • vorbereitende Maßnahme: Nutzungs- und Betriebskonzept • investive Maßnahme: Umnutzung (privat) Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 11 von 76 71plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 12 von 76 72plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.3 NACHNUTZUNGSKONZEPT FÜR DEN TRANSLOZIERTEN GÜTERSCHUPPEN Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur , Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Der translozierte Güterschuppen befindet sich auf der Ostseite des Bahnhofs und erhält durch seine Versetzung, dem Bau des Kreis- verkehrs sowie des Busbahnhofs eine neue Funktion. Der Bau steht unter Denkmalschutz und liegt im Besitz der Deutschen Bahn. Da der Bahnhof im Zuge des S13- Anschlusses zwei neue Gleise erhalten soll, wird ca. ein Drittel des Güterbahnhofsgebäude abgerissen, der verbleibende Bauteil wird um 1,80 m Richtung Osten versetzt. Damit befindet es sich zwischen dem Bahnhof, dem zukünftigen Busbahnhof und dem zukünftigen Kreisverkehr. An dieser Stelle nimmt der Güterschuppen eine zentrale Funktion beim Empfang der Gäste, Besucher, Arbeitenden, Einheimischen an der Ostseite ein. Ebenso bietet der Ort eine ideale Wartegelegenheit (auf Bus oder Bahn), die es so zu nutzen gilt, dass der Aufenthalt angenehm und zwanglos erfolgt. Durch eine Infostelle und eine Stati- on des Infopfades haben die Wartenden Gelegenheiten sich über die Angebote vor Ort zu informieren. Für die Nutzung des ehemaligen, denkmalgeschützten Güterschup- pens soll ein eigenes Nutzungs- und Betriebskonzept erstellt werden. So steht der Vorschlag zur Einrichtung einer Gastronomie im Raum, um etwa Beschäftigten im Quartier ein Angebot für die Mittagspause zu eröffnen und Besuchern der kulturellen Einrichtungen eine gast- ronomische Alternative im Quartier zu bieten. Sollte die Einrichtung einer Gastronomie aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich sein, besteht die Idee zur Umwandlung in eine Atelierhalle, um die künstlerischen Potenziale des Quartiers zu stärken. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Umnutzung (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Deutsche Bahn, private Akteure Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 13 von 76 73plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 14 von 76 74plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.4 ÜBERGEORDNETE STÄDTEBAULICHE KONZEPTION FÜR DIE KÖNIGS - WINTERER STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Gewerbe und Gewerbeumfeld Kurzbeschreibung Entlang der Königswinterer Straße konzentrieren sich eine Reihe von Planungen und Maßnahmen, die für die Entwicklung des Quartiers Beuel-Ost bedeutsam sind (s. Maßnahmen 1.5 bis 1.11). Im nördli- chen Bereich der Königswinterer Straße ist es notwendig, die Vielzahl an geplanten Maßnahmen (Aufwertung Unterführung, Kreisverkehr Kreuzung Siegburger Straße, Omnibushaltepunkt) gemeinsam zu betrachten und durch ein übergeordnetes Gesamtkonzept einen zusammenhängenden und funktionalen Raum zu schaffen, dem eine Sammel- und Verteilungsfunktion im Verkehrsnetz zukommt und der einen attraktiven Ortseingang in das Quartier Beuel-Ost bietet. Im Kern dieser Überlegungen sollte die Schaffung attraktiver öffentli- cher Freiräume mit grünen Gestaltungselementen und einer hohen Aufenthaltsqualität stehen. Eine potenzielle Nachnutzung des Güter- schuppens ist in die Planung zu integrieren (s. Maßnahme 1.3). Im südlichen Teil der Königswinterer Straße gilt es, die Entstehung eines östlichen Bahnhofsvorplatzes (s. Maßnahme 1.5) in eine städtebauli- che Neuordnung der bislang mindergenutzten Flächen zwischen den Bahngleisen und der Straße zu integrieren. An dieser Stelle bieten sich Flächen für Gastronomie-, Einzelhandel- oder Büronutzungen an, wofür weiterhin eine Anpassung der rechtsgültigen Bebauungsplä- ne und Festsetzungen erforderlich ist. Durch diese Neuordnung wird weiterhin ein städtebauliches Gegenüber zu Baumaßnahmen an der Ecke Königswinterer Straße und Maarstraße geschaffen. Insgesamt soll durch eine übergeordnete städtebauliche Konzeption ein zusam- menhängender Raum entlang der Königswinterer Straße entstehen, der sowohl verkehrstechnische als auch funktionale und gestalteri- sche Qualitäten aufweist und das Gebiet zum Ankunftsraum Beuel werden lässt. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme(n): s.u. Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Deutsche Bahn Priorität Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 15 von 76 75plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 16 von 76 76plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.5 AUSBILDUNG EINES ÖSTLICHEN BAHNHOFSVORPLATZES Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung Durch den geplanten Durchstich des Verteilertunnels auf die Ostsei- te der Bahngleise wird eine beidseitige Erschließung des Bahnhofs Beuels ermöglicht. Dadurch entsteht ein neuer Bahnhofsvorplatz auf der Oststeite, der in die Umgebung und die Planungen entlang der Königswinterer Straße einzubinden ist. Bedeutsam bei der Ausge- staltung eines östlichen Bahnhofsvorplatz ist eine attraktive Gestal- tung des öffentlichen Raums, der sowohl Aufenthaltsqualität bietet als auch eine Sammel- und Verteilungsaufgabe erfüllt. Durch das Ausbilden eines östlichen Bahnhofsvorplatzes wird die Attraktivität und die Erreichbarkeit des Bahnhofs Beuel im Quartier Beuel-Ost gestärkt. Dem Bahnhof kommt durch die beidseitige Erreichbarkeit eine bedeutende Verteilungs- und Schanierfunktion für die Quartiere Beuel Zentrum und Beuel Ost zu. Der Bahnhof wird damit zur „Mitte“ des Bezirks Beuel und die Königswinterer Straße zu einem bedeutsa- men Ankunftsraum. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: ggf. Gebäudeabriss und Neubau, Flä- chengestaltung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Deutsche Bahn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 17 von 76 77plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.6 ABRISS DES WOHNGEBÄUDES AM GEPLANTEN KREISVERKEHR Handlungsfelder Erreichbarkeit und Wegebeziehungen, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Im Zuge des Ausbaus der S-Bahn-Linie 13 durch die Deutsche Bahn und die Aufwertung der Gleisunterführung auf Höhe der Siegburger Straße soll das ehemals durch die Deutsche Bahn genutzte 3,5-stöcki- ge Wohnhaus abgerissen werden. Die geplante Installation einer Rampenanlage für Rad- und Rollstuhlfahrer erfordert den Abriss, um die notwendige Breite der Rampe zu gewährleisten. Die Stadt Bonn befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Da die Rampenanlage nicht die gesamte Fläche des Grundstücks in Anspruch nimmt, ist es notwendig, ein Nachnutzungskonzept für das Grundstück zu erarbeiten. Im Sinne der Gestaltung eines attraktiven Quartierseingangs sollte das Grundstück einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden und durch Gestaltungs- und Begrünungselemen- te eine Aufenthalts- und Verbindungsfunktion erfüllen. Dadurch soll die soziale Kontrolle sowie das subjektive Sicherheitsgefühl an der Gleisunterführung verbessert werden. Der Bereich kann weiterhin als Eingang in das Quartier künstlerisch gestaltet werden (s. Maßnahme 8.3). • investive Maßnahmen: Grunderwerb, Abriss, Gestaltung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Deutsche Bahn Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 18 von 76 78plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.7 VERLAGERUNG DES ZENTRALEN OMNIBUSHALTEPUNKTS AUF DIE OSTSEITE DER BAHNGLEISE Handlungsfelder verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Als Haltepunkt von fünf Bus- und drei Tramlinien sowie als Zugang zum Schienenverkehr, ist der Beueler Bahnhof neben dem Konrad- Adenauer-Platz der zentrale Umsteigepunkt in Beuel. Zurzeit befinden sich die Bushaltestellen am westlichen Bahnhofsplatz zwischen der anliegenden Straße und den Schienen der Tramlinien. Diese räumli- che Bündelung ermöglicht zwar kurze Umstiegszeiten zwischen Bus, Tram und Bahn, sorgt jedoch gleichzeitig für Verkehrsprobleme wie Rückstaus und erhöht die Gefahr für die Umsteigenden. Nach politi- schem Beschluss soll östlich der Schienenstrecke ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) entstehen. Dieser wird über den neu entste- henden Kreisverkehr an der Kreuzung Königswinterer-/Siegburger Straße erschlossen und in Form einer großen Wendeschleife angelegt. So werden in Zukunft sichere Umstiege ermöglicht und kurze Wege zwischen Bus, Tram und Bahn weiterhin gewährt. Durch die Verlage- rung der Bushaltestellen wird zudem die verkehrliche Anbindung des Gebietes östlich des Bahnhofes an den Rest der Stadt gestärkt. • vorbereitende Maßnahme: Konzept/Planung • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 19 von 76 79plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.8 DURCHSTICH DES VERTEILERTUNNELS BAHNHOF BEUEL Handlungsfelder Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung Zusammen mit dem Ausbau der S-Bahn Strecke wird auch der Beueler Bahnhof umgebaut. Durch die Verlängerung des Verteiler- tunnels, werden in Zukunft die Gleise von beiden Seiten des Bahn- hofes zugänglich sein. Durch diesen Durchstich wird die verkehrliche Anbindung des Beueler Ostens erheblich verbessert. Daraus ergeben sich jedoch auch entsprechende Anforderungen an die Gestaltung des östlichen Bahnhofsumfeldes (s. Maßnahme 1.5). • vorbereitende Maßnahme: Freiraumplanerisches Nachnut- zungskonzept für das Grundstück • Investive Maßnahme: Installation von Aufenthalts- und Begrü- nungselementen Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 20 von 76 80plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.9 BAU EINES KREISVERKEHRES AN DER ECKE KÖNIGSWINTERER STRAßE UND SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Zur besseren Abwicklung des Verkehrs und zur Erhöhung der Sicher- heit für alle Verkehrsteilnehmer entsteht an der Kreuzung Königswin- terer Straße und Siegburger Straße ein Kreisverkehr. Dieser ist Teil der Planungen für die Umgestaltung der Königswinterer Straße. Der Kreisverkehr soll nicht nur für einen besseren Verkehrsfluss sorgen, sondern dient auch als Zufahrt zum ZOB, wodurch die Schaffung einer neuen Kreuzungssituation vermieden wird. Bei der Gestaltung des Kreisverkehrs sollte insbesondere darauf geachtet werden, dass sich die Verkehrssituation an der Kreuzung dieser wichtigen Zufahrts- straßen auch für den Fuß- und Radverkehr nachhaltig verbessert. Hierzu zählen neben ausreichend großen Fuß- und Radwegen auch fußgängerfreundliche Querungsanlagen. Eine ansprechende und nutzergerechte Gestaltung trägt nicht nur zur Verbesserung der bisher mangelhaften städtebaulichen Eingangssituation bei, sondern verhin- dert auch die Entstehung einer Barrierewirkung durch die großflächi- ge Verkehrsanlage. • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 21 von 76 81plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.10 AUSBAU DER KÖNIGSWINTERER STRAßE AUF DEM ABSCHNITT ZWI- SCHEN MAARSTRAßE UND SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen, verkehrli- che Erschließung Kurzbeschreibung Zentraler Bestandteil des Umbaus der Königswinterer Straße ist die Umgestaltung des Straßenraums zwischen Siegburger Straße und Maarstraße. Hierfür bestehen bereits entsprechende Planun- gen, welche eine klarere Gliederung des Straßenraumes vorsehen. Fuß- und Radwege werden stärker von der Fahrbahn getrennt und Parkstände entlang der Fahrbahn geschaffen. Durch die beidseitige Pflanzung von Straßenbäumen soll das Erscheinungsbild der Stra- ße verbessert und dadurch die Eingangssituation in das Quartier attraktiver werden. Je nach Anzahl und Art der Straßenbäume tragen entsprechende Begrünungsmaßnahmen zudem zu einer Verbesse- rung der luftklimatischen Situation des stark versiegelten Raumes bei. Grundsätzlich sollte, unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit, so viel Begrünung wie möglich stattfinden, um das bereits belastete und belastende Klima des Gewerbegebietes zu verbessern. • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 22 von 76 82plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.11 REALISIERUNG EINER ECKBEBAUUNG AN DER ECKE KÖNIGSWINTERER STRAßE UND MAARSTRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Gewerbe und Gewerbeumfeld Kurzbeschreibung Für das Grundstück an der Ecke Maarstaße und Königswinterer Stra- ße liegen Pläne für eine Bebauung der bisher für den Kfz-Handel genutzten Flächen vor. Nach den Plänen der Investoren soll entlang der Königswinterer Straße ein Gebäuderiegel mit Geschäfts- und Büronutzungen entstehen. Das dreistöckige Gebäude soll neben kleinteiligen Einzelhandelsnutzungen im Erdgeschoss auch Büronut- zungen in den oberen Stockwerken beherbergen. Die Entwicklung eines heterogenen Einkaufsstandortes an der Maarstraße entspricht durch die Ergänzung des Nahversorgungsangebotes nicht nur dem Einzelhandelskonzept der Stadt Bonn, sondern würde auch die städ- tebauliche Eingangssituation in den Stadtteil an dieser Stelle stark aufwerten. Grundlage hierfür ist eine städtebaulich angemessene und qualitätvolle Bebauung des bisher untergenutzten Standortes. Nach der entsprechenden Beschlussfassung der Bezirksvertretung Beuel soll diese über ein Qualifizierungsverfahren sichergestellt werden. • vorbereitende Maßnahme: Qualifizierungsmaßnahme • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Bundesstadt Bonn; Private Akteure Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 23 von 76 83plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 1.12 VERLÄNGERUNG UND AUSBAU DER S13 AUF DER STRECKE VON TROISDORF ÜBER BEUEL NACH BONN- OBERKASSEL Handlungsfelder verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Im Jahr 2016 begannen die Bauarbeiten für die Verlängerung der S-Bahn Linie 13 von Troisdorf über Beuel nach Bonn-Oberkassel. In Zukunft sollen hier auf zwei zusätzlichen S-Bahn Gleisen Züge im 20 Minuten Takt zwischen Köln und Bonn-Oberkassel verkehren. Durch den Ausbau der Verbindung, wird Beuel noch besser an die umliegenden Städte und Stadtteile sowie den Flughafen Köln-Bonn angebunden, wodurch die Attraktivität des Stadtteils für potentielle Anwohner und Unternehmen steigen dürfte. Mit dem Ausbau der Bahnstrecke gehen mehrere Baumaßnahmen in der direkten Umge- bung des Beueler Bahnhofs einher. Hierzu gehören der Umbau des Bahnhofs selbst (s. Maßnahme 1.2) und die Aufwertung mehrerer Bahnunterführungen (s. u.a. Maßnahme 2.7). Aufgrund der direk- ten Anbindung an Köln, ist damit zu rechnen, dass in Zukunft der Pendlerverkehr ab Beuel zunehmen wird. Entsprechende Park + Ride Kapazitäten sind im Bahnhofsumfeld momentan nicht vorhanden und zukünftig nicht vorgesehen. Am Busbahnhof wird es eine Kiss+Ride Zone geben. Die Bauarbeiten im Zuge des S-13-Ausbaus bedingen die Realisierung der Maßnahmen 1.5 bis 1.10, da diese teilweise auf Flächen der Deutschen Bahn stattfinden sollen, die allerdings für den S-13-Ausbau als Baustellenflächen benötigt werden. • investive Maßnahme DB Maßnahmenträger weitere Beteiligte Deutsche Bahn Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „ Ankunftsraum Bahnhof Beuel“ (1.)Seite 24 von 76 84plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2. TEILRAUM: SHOWROOM SIEGBURGER STRAßE Die Siegburger Straße nimmt eine bedeutende Rolle für die zukünftige Entwicklung des Quar- tiers Beuel-Ost ein, da sie sowohl das Kreativ- und das Kultur-Cluster verbindet als auch eine Verknüpfung an Beuel Mitte herstellt. Aufgrund einiger Defizite, wie Leerstände, Sanierungs- bedarfe, Mindernutzungen oder eine unattraktive Situation für den Fuß- und Radverkehr, gilt es, die Siegburger Straße als Vitalisierungsachse für das Quartier durch gezielte Maßnahmen auszubilden. Die Qualifizierung der Siegburger Straße steht dabei unter dem Motto „Showroom Siegburger Straße“. Zentrale Idee ist das Präsentieren der „Talente“ des Quartiers entlang der Siegburger Straße. Damit soll die Verbindungsfunktion der Straße durch das gezielte Ausbilden von Schaufenstern und Ladenfronten gestärkt sowie der Straßenraum attraktiver gestaltet werden.Seite 25 von 76 85plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.1 SANIERUNG DER SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Wohnen und Wohnumfeld Kurzbeschreibung Vereinzelte Leerstände sowie sanierungsbedürftige Gebäude entlang der Siegburger Straße und weiter entlang der Oberen Wilhelmstraße geben Anlass für eine Voruntersuchung für ein Sanierungsverfahren. Durch eine gezielte Aufwertung der Siegburger Straße sollen weitere Trading-Down-Effekte vermieden und die Straße als Showroom und zentrale Verbindungsachse für das Quartier Beuel-Ost ausgestal- tet werden. In Form einer Voruntersuchung können alle relevanten Fragestellungen zur Einleitung eines Sanierungsverfahrens durch eine ausführliche Bestandsanalyse geklärt werden. Ziel ist vor allem die Bestandssicherung und -erhaltung der vorhandenen Bebauung. • vorbereitende Maßnahme: Voruntersuchung • investive Maßnahme: Grundstückserwerb; Gebäudesanierung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum Voruntersuchung kurzfristig Sanierung mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 26 von 76 86plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.2 AUSBAUKONZEPTION FÜR DIE SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Die Siegburger Straße bildet die zentrale Verbindungsachse zu den kulturellen, kreativen und freizeitlichen Einrichtungen im Quartier. Allerdings sind sowohl die Situation für den Fuß- und Radverkehr als auch die Eingangssituation über die Siegburger Straße in das Quar- tier wenig attraktiv. Gründe für die geringe Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs entlang der Siegburger Straße sind die geringen Brei- ten von Fuß- und Radwegen, die weiterhin durch straßenbegleiten- des Parken eingeschränkt werden sowie die starke Frequentierung der Straße durch gewerblichen (Liefer-)Verkehr und private PKW. Durch eine Verbreitung der Fahrrad- und Fußgängerwege sowie eine Neuordnung des straßenbegleitenden Parkens soll die Attrak- tivität der Siegburger Straße für den Fuß- und Radverkehr erhöht werden. Eine Aufwertung der Situation für den Fuß- und Radverkehr darf dabei allerdings nicht zu einer Einschränkung der Leistungsfähig- keit des Straßennetzes für den motorisierten (gewerblichen) Verkehr führen. Eine Ausbaukonzeption soll verschiedene Maßnahmenmög- lichkeiten beinhalten und verschiedene Ansatzmöglichkeiten für ein Verbesserung der Verkehrssituation aufzeigen. Des Weiteren sind die Eingangssituationen in das Quartier an der Gleisunterführung sowie an der Kreuzung Pützchen Chausee identitätsstiftend und attraktiv zu gestalten. Im Rahmen der Planung eines Kreisverkehrs an der Kreu- zung Siegburger Straße und Königswinterer Straße (s. Maßnahme 1.9) wurden bereits erste Maßnahmen zu einer Verbesserung der Verkehrs- situation für Fußgänger und Radfahrer (Baumscheiben, Markierung von Radwegen, breitere Gehwege) bis zur Paulusstraße mitgedacht. Diese Maßnahmen gilt es entlang der Siegburger Straße fortzuführen. • vorbereitende Maßnahme: Ausbaukonzeption • investive Maßnahme: Ausbau Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 27 von 76 87plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 28 von 76 88plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.3 EINRICHTUNG EINES „TALENTMANAGEMENTS“ FÜR DAS QUARTIER BEUEL- OST UND DIE OBERE WILHELMSTRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, Kreativwirtschaft, Wohnen und Wohnum- feld Kurzbeschreibung Das Quartier Beuel-Ost besitzt viele verschiedene Talente durch eine Mischung von Gewerbe, Wohnen, Kultur, Kreativwirtschaft und Sport- und Freizeitangeboten. Aktuell bleiben viele vorhandene Potenziale und Synergien im Quartier aufgrund mangelnder Vernetzung und Organisation ansässiger gewerblicher, kultureller oder kreativwirt- schaftlicher Akteure ungenutzt. Zur Ausnutzung dieser Potenziale und Synergien wird die Einrichtung eines Talentmanagements als Anlauf- stelle vor Ort für das Quartier Beuel-Ost sowie für anschließende Bereiche auf der westlichen Bahnseite (Bahnhofsvorplatz, Obere Wilhelmstraße) vorgeschlagen. Hauptaufgabe des Talentmanage- ments ist der Aufbau eines Akteursnetzwerk, eine gezielte Förderung des Quartiersimages sowie ein zielgerichtetes Marketing der Talente im Beueler Osten. Durch das Management sollen zentrale Akteu- re der Quartiersentwicklung wie Gewerbetreibende, Anwohnerin- nen und Anwohner, lokale Politik, städtische Verwaltung und lokale Vereine zusammengeführt werden, um das Quartier aufzuwerten und zu beleben. Zusätzlich können durch das Talentmanagement auch Beratungsdienstleistungen für Wohngebäudeeigentümer angeboten werden. Weiterhin kann die Stärkung der Verknüpfung der beiden Beueler Stadtteile über die Bahngleise hinweg gezielt gefördert werden. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Talentmanagements ist eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen, betroffenen Fachämter besonders wichtig. • investitionsbegleitende Maßnahme: Einrichtung des Talent- managements; Kosten für Räumlichkeiten; Durchführung von Veranstaltung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 29 von 76 89plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.4 EINRICHTUNG EINES QUARTIERSBEIRATS SOWIE EINES VERFÜGUNGS - FONDS FÜR DAS QUARTIER BEUEL- OST Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur-Cluster, Kreativ-Cluster, Wohnen und Wohnumfeld Kurzbeschreibung Im Quartier Beuel-Ost gibt es keine lokalen Akteursnetzwerke oder Zusammenschlüsse. Mit Unterstützung des Talentmanagements soll ein Quartiersbeirat und ein Verfügungsfonds aufgebaut werden. Der Verfügungsfonds gilt als Instrument zur privat-öffentlichen Koopera- tion in der Städtebauförderung. Bei einem Verfügungsfonds werden 50% des Etats durch private Mittel von lokalen Institutionen, Akteuren oder Unternehmen generiert, die restlichen 50% werden aus Mitteln der Städtebauförderung kofinanziert. Dadurch soll insbesondere das private Engagement von lokalen Akteuren gefördert werden, indem diese Akteure finanziell in eine Lage versetzt werden, Maßnahmen und Projekte anzustoßen und umzusetzen. Über die Verwendung der Gelder aus dem Fonds entscheidet ein lokales Gremium (Quartiers- beirat) bestehend aus Anwohnerinnen und Anwohnern oder Vertre- terinnen und Vertretern von lokalen Vereinen oder Institutionen in Eigenregie. Dies ermöglicht eine flexible Umsetzung „eigener“ Projek- te und erhöht die Akzeptanz Maßnahmen und die Bereitschaft des Mitwirkens. Mit dem Quartiersbeirat und dem Verfügungsfonds sollen die Quartiersentwicklung ein stückweit in die Hände lokaler Akteure gelegt werden, die durch gezielte Maßnahmen eine Aufwertung und Belebung des Quartiers Beuel-Ost herbeiführen. Die Geschäftsstel- le des Beirats liegt üblicherweise beim Quartiersmanagement, hier Talentmanagement (s. Maßnahme 2.3). • investitionsbegleitende Maßnahme: Prüfung der Realisierbarkeit durch Ansprache von möglichen Mitgliedern und Finanzmittel- gebern • Investive Maßnahmen: Einrichtung des Quartiersbeirats Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 30 von 76 90plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.5 SANIERUNG UND NACHNUTZUNGSKONZEPTION FÜR DIE PROBLEM- IMMOBILIE AN DER ECKE OBERE WILHELMSTRAßE UND GUSTAV-KESS - LER-STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Das Gebäude befindet sich an letzter Stelle der Häuserreihe der Oberen Wilhelmstraße auf der Westseite der Gleise. Da die Straße in den letzten Jahren eine starke Aufwertung erfahren hat, sollte auch diese Immobilie ins Gesamtbild aufgenommen werden, zudem sie das „Übergangstor“ der beiden Gleisseiten darstellt. Das 2,5-stöckige Gebäude an der Ecke Obere Wilhelmstraße Gustav-Kessler-Straße (Obere Wilhelmstraße 36) wird seit mehreren Jahren nicht mehr aktiv genutzt, die Fenster und Türen sind mit Bret- tern verschlossen. Das Gebäude nimmt durch seine Lage eine wichtige Funktion ein: Es stellt eine Art „Übergangstor“ der beiden Gleisseiten dar, zudem ist es z.B. bei einem Fußweg aus Richtung des Beueler Bahnhofs in Richtung Rhein und Einkaufsstraße das erste Gebäude, welches ein Besucher wahrnimmt. Der Gesamteindruck ist nicht einladend. In Richtung Osten muss ein „Abfallen“ der baulichen Substanz unbe- dingt vermieden werden, um dem Eindruck eines „schmuddeligen und heruntergekommenen“ Beuel-Ost entgegenzuwirken. Die Obere Wilhelmstraße und die Siegburger Straße sollen eine Verbindung, eine gegenseitige Verlängerung bilden, so dass die Qualität (sowohl baulich als auch gewerblich und gastronomisch) nicht nach Osten abfallen darf. Da die Immobilie über einen Außenbereich verfügt, schlagen wir eine gastronomische Nutzung oder auch eine gewerbli- che Nutzung vor, die den Außenbereich mitinszeniert und mitbespielt. Dieser ist von der Straßenseite aus einsehbar. Beide Nutzungen glie- dern sich in die Ladenlokale der Oberen Wilhelmstraße ein. • vorbereitende Maßnahme: Klärung Eigentumsverhältnisse, Konzeption • investive Maßnahme: Gebäudesanierung (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 31 von 76 91plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 32 von 76 92plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.6 WOHNBAUENTWICKLUNG IM UMFELD DER PAULUSKIRCHE AUF DER SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Erreichbarkeit und Wegebeziehungen, Wohnen und Wohnumfeld Kurzbeschreibung • investive Maßnahme (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 33 von 76 93plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.7 AUFWERTUNG DER GLEISUNTERFÜHRUNG AUF HÖHE DER SIEG - BURGER STRAßE Handlungsfelder Erreichbarkeit und Wegebeziehungen, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Im Zuge des S13 Ausbaus, werden mehrere Bahnunterführungen entlang der Strecke umgestaltet. Während die Unterführung an der Friedrich-Breuer-Straße bereits umgebaut wird, steht die Umgestaltung des Durchgangs zwischen Siegburger Straße und Obere Wilhelmstra- ße noch an. Entsprechende Pläne sehen eine Aufweitung der Unter- führung und die gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr vor. Der bisherige Angstraum soll zu einer angemessenen Eingangssitua- tion in den Stadtteil werden. Rampen und große Arenatreppen sollen auf beiden Seiten der Bahn für Barrierefreiheit und eine bessere Inte- gration sowie verbesserte soziale Kontrolle in den Stadtraum sorgen. Die starke Trennwirkung der Bahnstrecke soll so abgemindert werden. • investive Maßnahme Deutsche Bahn Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittel- oder langfristig ? Abhängig vom S13 Ausbau Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 34 von 76 94plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.8 REALISIERUNG VON DENKMALGERECHTEN SANIERUNGS - UND IN- STANDSETZUNGSMAßNAHMEN IN DER BROTFABRIK Handlungsfelder Kultur, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig (Konzept) mittelfristig (Umsetzung) Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 35 von 76 95plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 2.9 INSZENIERUNG VON KULTUR UND KREATIVWIRTSCHAFT ENTLANG DER SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Kultur, Kreativwirtschaft, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Die Siegburger Straße soll zu einem „Showroom“ entwickelt werden. Dafür sind unterschiedliche unterstützende Maßnahmen nötig. Die Entwicklung der Siegburger Straße zu einem Showroom soll im Optimalfall bereits auf der „Außenseite“ andeuten, was sich „dahin- ter“ abspielt. Dazu zählen nicht nur die großen kulturellen Aktivitäten (Theater, Pantheon), sondern auch die „kleineren“, Ateliers, Gärten, Handwerker, kleine Geschäfte usw. Dafür bedarf es einer anspre- chenden baulichen Gestaltung und Sanierung der Fassaden entlang der Siegburger Straße. Dort wo Hinterhöfe vorhanden sind sollte eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, um mögliche Nutzun- gen zu eruieren und Bedarfe bei den Besitzern zu erfahren. Eventuell sind Ateliernutzungen oder sonstige Vermietungen vorhanden oder möglich. Die Siegburger Straße soll neben der Funktion eines Showrooms auch zu dem neuen „Businesszentrum“ von Beuel-Ost werden. Dafür ist z.B. eine (Neu-)Ansiedlung und Verdichtung der Nahversorgungs- möglichkeiten nötig. Die Obere Wilhelmstraße soll ihre Funktion entlang der Siegburger Straße fortsetzen. Um dies alles in Einklang zu bringen, müssen die Schaufenster und die ehemaligen Ladenlo- kale qualitativ wiederbelebt werden. Ein „Fest der offenen Hinterhö- fe Beuel-Ost“ würde die kreative Hinterhofnutzung inszenieren und ebenso ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen und stärken. Dafür bedarf es, besonders zu anfangs, einer Koordination, die in einem Talentma- nagement zu finden ist. Die Aufgabe dieser Stelle besteht in diesem Fall in einer Bestandsaufnahme, in dem Eruieren der Möglichkeiten, der Koordination, der Organisation sowie der Kontaktaufnahme und dem Zusammenbringen der Anwohner und den unterschiedlichen lnteressensgruppen. • vorbereitende Maßnahme: Voruntersuchung, Bestandsaufnah- me, Konzept • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 36 von 76 96plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Umsetzungszeitraum kurzfristig (Konzept) mittelfristig (Umsetzung) Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Showroom Siegburger Straße“ (2.)Seite 37 von 76 97plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3. TEILRAUM: KREATIV-CLUSTER TAPETENFABRIK Die ehemalige Tapetenfabrik entlang der Auguststraße in Beuel-Ost gilt als Standort für eine Vielzahl von kreativen sowie gleichzeitig sport- und freizeitlichen Einrichtungen wie Ateliers oder Tanzschulen. Diese räumliche Konzentration begründet eine besondere Attraktivität und liegt dem Cluster-Gedanke zugrunde. Das Maßnahmenspektrum zur Förderung und zukunftsfähigen Gestaltung des Teilraums umfasst neben baulichen Maßnahmen, wie einem anzustrebendem Neubau auf der Evonik-Brache oder der Sanierung der Marquardt-Villa auch infrastrukturelle Maßnahmen, wie einer Verbesserung der Erreichbarkeit für den Fuß- und Radverkehr sowie weiche Maßnahmen zur Förderung der Imagebildung und Identitätsstiftung.Seite 38 von 76 98plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.1 NACHNUTZUNG DER EVONIK-BRACHE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Auf dem Grundstück der Evonik-Niederlassung zwischen Siegburger Straße und Auguststraße befindet sich eine brachliegende Fläche in prominanter Lage an der Kreuzung Siegburger Straße und Königs- winterer. Damit liegt sie direkt am Eingang in das Quartier Beuel- Ost und an der Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Beuel-Zentrum und Beuel-Ost. In diesem Sinne ist eine Nachnutzung unter Berück- sichtigung der naheliegenden Kultur- und Kreativ-Cluster sowie der Handlungsbedarfe und Potenziale im Quartier östlich des Beueler Bahnhofs erstrebenswert. Die Lage der brachliegenden Fläche bietet die Chance ein neues Ankergebäude im Quartier zu etablieren, das nicht nur attraktive Räumlichkeiten für Kreative, Kulturschaffende oder gastronomische Angebote bietet, sondern auch Nutzer in das Quar- tier zieht und damit das gesamte Quartier belebt und aufwertet. Gleichzeitig beabsichtigt die Firma Evonik auf ihrem Grundstück die Errichtung neuer Büro- und Verwaltungsräume. Im Sinne eines Impuls für die Quartiersentwicklung in Beuel-Ost sollen die Büro- und Verwaltungsräume für die Evonik-Mitarbeiter in den Neubau inte- griert werden. Die Neubebauung der Brache sollte zudem durch ein Freiraumkonzept ergänzt werden, in dem unter Berücksichtigung der vorhandenen Altlastenproblematik Frei- und Grünflächen geschaffen werden. Des Weiteren ist eine Anbindung an die Flächen der Tape- tenfabrik insbesondere der Villa-Marquardt und der Sportfabrik zu berücksichtigen und im Sinne einer fuß- und radfahrerfreundlichen Durchwegung herzustellen. • vorbereitende Maßnahme: Konzept und Qualifizierungsverfah- ren • investive Maßnahme: Bau Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig (Konzept und Qualifizierungsverfahren), langfris- tig (Umsetzung) Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 39 von 76 99plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.2 AUFWERTUNG DES STRAßENRAUMS ENTLANG DER AUGUSTSTRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, verkehrliche Erschließung, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Die Auguststraße bildet die zentrale Erschließungsstraße der Nutzun- gen und Angebote in der ehemaligen Tapetenfabrik. Durch die hohe räumliche Dichte von Angeboten im freizeitlichen und sport- lichen Bereich wird die Straße stark frequentiert. Gleichzeitig weist die Straße einen unebenen und teilweise beschädigten Bodenbelag auf, was die Attraktivität insbesondere für Radfahrer einschränkt. Des Weiteren gibt es nur auf einer Seite einen Gehweg, da parkende Autos eine Straßenseite blockieren. Für Fußgänger (u.a. Kinder und Jugendliche), die aus Gebäuden an der Südseite der Auguststraße kommen, ist diese Situation teilweise gefährlich. Zusätzlich werden einzelne Gewerbebetriebe entlang der Augusstraße regelmäßig mit LKWs beliefert. Dann kann es zu Problemen mit parkenden Autos kommen. Insgesamt ist die Verkehrssituation entlang der Auguststra- ße und im Kreuzungsbereich mit der von Süden kommenden Königs- winterer Straße insbesondere für Fuß- und Radfahrer unattraktiv und gefährlich. Vor diesem Hintergrund wird die Aufwertung des Straßen- belags mit der gleichzeitigen Neuordnung des straßenbegleitenden Parkens vorgeschlagen. Weitere denkbare Lösungsansätze sind die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs oder einer Shared- Space-Zone, um für alle Verkehrsteilnehmer insbesondere auch für Kinder und Jugendliche eine höhere Verkehrssicherheit und bessere Erreichbarkeit zu gewährleisten. Die Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesamtsituation für Fußgänger, Radfahrer, PKW und LKW sollen im Rahmen von Vorprüfungen eingeschätzt werden. • Vorbereitende Maßnahmen: Verkehrsuntersuchung, Ortsbege- hung, Verkehrszählung • Investive Maßnahmen: Umbau des Straßenraums (beidseitige Gehwege); Aufwertung des Straßenbelags Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 40 von 76 100plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 41 von 76 101plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.3 WEGEVERBINDUNG ZUM INNENHOF DER TAPETENFABRIK (SPORTFABRIK) AN DER MARQUARDT-VILLA VORBEI Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Aufgrund der mangelhaften Beleuchtung und dem gewerblich geprägten Umfeld kann der parallel zur Königswinterer Straße laufen- de Fußweg zwischen dem Bahnhof und der Tapetenfabrik an der Auguststraße als Angstraum bezeichnet werden. Dieser stellt jedoch eine wichtige Verbindung zwischen den ansässigen Einrichtungen, dem Beueler Zentrum und dem Bahnhof dar. Um das Kreativ-Clus- ter Tapetenfabrik in Zukunft besser zugänglich zu machen und die verkehrliche Anbindung des gesamten Geländes zu stärken, soll die Wegeverbindung gestalterisch aufgewertet werden. Im Rahmen des Ankaufs und der Sanierung der Marquardt-Villa planen die Eigen- tümer eine neue Wegeverbindung entlang der Marquardt-Villa zum Innenbereich der Tapetenfabrik. Hierdurch würde die umständliche Anfahrt bspw. der Sportfabrik über die Auguststraße erheblich verkürzt und die Attraktivität der anliegenden Angebote gesteigert werden. • investive Maßnahme (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 42 von 76 102plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.4 ERRICHTUNG EINES ERGÄNZUNGSBAUS DER TAPETENFABRIK NEBEN DER MARQUARDT-VILLA Handlungsfelder Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung • investive Maßnahme (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 43 von 76 103plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.) 3.5 TIEFBAUMAßNAHMEN (KANALSANIERUNG) AM SIEBENMOR- GENWEG MIT GLEICHZEITIGER AUFWERTUNG DES STRAßEN- RAUMS KÖNIGSWINTERER STRAßE Handlungsfelder verkehrliche Erschließung, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Tiefbaumaßnahme und Umbau Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig (Konzept) Kosten FinanzierungszugangSeite 44 von 76 104plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 3.6 NACHNUTZUNG DER MARQUARDT-VILLA (GEPLANT) Handlungsfelder Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Die südlich der Tapetenfabrik liegende Villa befindet sich in einem schlechten Zustand und ist dringend sanierungsbedürftig. Die Fassa- de der ehemaligen Direktorenvilla der Firma Marquardt steht unter Denkmalschutz, weist jedoch teils erhebliche Schäden auf. Da das Gebäude seit einigen Jahren leer steht, verfällt es immer mehr, was das Gefühl von Unsicherheit entlang der angrenzenden Wegeverbindung zusätzlich verstärkt. Seit kurzer Zeit ist die Villa im Besitz neuer Eigen- tümer, die bereits eine Sanierung eingeleitet haben, um die in vielerlei Hinsicht vorhandenen Potentiale des Gebäudes auszunutzen. Zum einen könnte das Gebäude weitere kreativwirtschaftliche Nutzungen aufnehmen. Da die Kapazitäten in der Tapetenfabrik ausgereizt sind, werden neue Räumlichkeiten für entsprechende Einrichtungen benö- tigt. Zum anderen ist die gründerzeitliche Villa ein wichtiges Zeugnis für die industrielle und gewerbliche Vergangenheit des Quartiers. Die Villa wurde in der Vergangenheit von Privaten gekauft und eine Sanie- rung eingeleitet. Um eine erfolgreiche Quartiersentwicklung in Beuel- Ost zu initiieren, ist es notwendig ein Nachnutzungskonzept im Sinne der Leitidee der Quartiersentwicklung für die Villa zu erarbeiten. • vorbereitende Maßnahme: Nachnutzungskonzept • investive Maßnahme: Umsetzung (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kreativ-Cluster Tapetenfabrik“ (3.)Seite 45 von 76 105plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4. TEILRAUM: KULTUR-CLUSTER THEATERGELÄNDE SIEGBURGER STRAßE Den Kern des Kultur-Clusters stellt das Theatergelände an der Siegburger Straße dar. Auf dem Gelände befinden sich die Theaterwerkstätten sowie das Pantheon-Theater und weitere Lager- und Verwaltungsgebäude in Nutzung des Theater Bonns. Ergänzt wird das Kultur-Cluster durch die teilweise ungenutzte Pauluskirche sowie die Markthallen an der Christian-Kölbach-Straße. Im Sinne des Cluster-Gedankens zielen die Maßnahmen insbesondere auf die Ausnutzung der identifizierten Handlungs- und Entwicklungspotenzialen auf dem Theatergelände sowie in der unmittelbarer Nachbarschaft ab. Dadurch soll der Standort zukünftig an Attraktivität gewinnen und als Magnet im Quartier zu einer Belebung beitragen.Seite 46 von 76 106plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.1 ENTWICKLUNG DES INNENHOFS DES THEATERGELÄNDES SIEG - BURGER STRAßE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur Kurzbeschreibung Auf dem Theatergelände Siegburger Straße konzentrieren sich neben den Theaterwerkstätten und der Spielstätte des Pantheon-Theaters weitere Verwaltungs- und Lagerräumlichkeiten. Durch die Anordnung der Gebäude entsteht ein attraktiver Hofcharakter, dessen Potenzi- al aktuell nicht ausgeschöpft ist, da die Freiflächen als Verkehrsflä- chen für Lieferverkehre der Theaterwerkstätten freizuhalten sind. An vereinzelten Stellen wird auf dem Hofgelände geparkt. Auch das Jugendmobil nutzt eine Fläche als Abstellplatz. Das Potenzial des Geländes soll durch eine stärkere Bespielung der Hofflächen ausge- nutzt werden. Dabei sollte die Hoffläche einerseits durch temporäre Aktionen, wie Street-Food-Märkte oder Freiluftauftritte von Theater- schauspielern, bespielt werden oder durch einen gastronomischen Betrieb mit Außenbereich dauerhaft genutzt werden. Dadurch würde zu einer Belebung und stärkeren Bekanntheit der Fläche beigetragen werden. Eine Bespielung der Hofflächen könnte auch zur Inszenie- rung der kulturellen Arbeit des Theater Bonn und evtl. Partner genutzt werden. Durch Dach- und Fassadenbegrünung sowie weitere (grüne) Gestaltungselemente soll die Aufenthaltsqualität auf dem Theater- gelände erhöht werden. Großflächigere Entsiegelungsmaßnahmen sind aufgrund der herrschenden Altlastenproblematik unwahrschein- lich. Eine stärkere Bespielung der Hoffläche ist allerdings nur dann möglich, wenn die Fragen der verkehrlichen Erschließung der Thea- terwerkstätten durch LKW-Verkehre und erforderliche Abstellflächen (Jugendmobil, etc.) geklärt sind. Eine Nutzungskonzeption für das Theatergelände Siegburger Straße ist demnach abhängig von der Machbarkeitsstudie zur Erschließung der Theater-Werkstätten über die Flächen der Markthallen (s. Maßnahme 4.2). • vorbereitende Maßnahme: Nutzungskonzept für eine Entwick- lung und Bespielung des Innenhofs • Investive Maßnahmen: s. Maßnahmen 4.4, 4.7, 4.8 Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 47 von 76 107plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 48 von 76 108plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.2 MACHBARKEITSPRÜFUNG FÜR DIE ERSCHLIEßUNG DER THEATER- WERKSTÄTTEN ÜBER DIE FLÄCHE DER MARKTHALLEN Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Der betriebsbedingte Lieferverkehr zwischen der Theaterwerkstatt auf dem Theatergelände Siegburger Straße und den verschiedenen Spiel- stätten des Bonner Theaters erfolgt derzeit über die Siegburger Stra- ße. Die LKW werden am östlichen Ende des Geländes mit Container belanden und fahren dann zurück auf die Siegburger Straße. Damit umrunden sie einmal die Theaterwerkstätten. Dieser Betriebsablauf verhindert eine stärkere Bespielung der Hofflächen zwischen den Werkstätten, dem Pantheon und den Lager- und Verwaltungsgebäu- den. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie soll überprüft werden, ob eine Erschließung der Theaterwerkstätten rückseitig über das Gelände der Markthallen erfolgen kann. Dadurch könnte der LKW-Verkehr auf die Rückseite des Theatergeländes verlagert und öffentlichkeitswirksame Bereiche am Haupteingang freigemacht werden. Die Verlagerung des LKW-Lieferverkehrs ist eine Grundvoraussetzung für die stärkere Bespielung der Hofflächen im Kultur-Cluster. • Vorbereitende Maßnahme: Machbarkeitsprüfung durch Klärung der Bereitschaft der notwendigen Akteure • Investive Maßnahme: Herstellung der Wegeverbindung zwi- schen Markthallen und Theatergelände Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 49 von 76 109plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.3 ÖFFNUNG DER MARKTHALLEN FÜR DEN ENDVERBRAUCHER Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur Kurzbeschreibung Die Beueler Markthallen an der Christian-Kölbach-Straße sind Stand- ort verschiedener Obst-, Gemüse-, Feinkost- und Fischanbieter, die ihre Waren in den Markthallen lagern und an gewerbliche Händler weiterverkaufen. Ein Verkauf an den Endverbraucher ist dort nicht gestattet. Die Nutzung als Großmarkthalle ist durch einen Erbpacht- vertrag vorgeschrieben. Die Markthallen bieten das Potenzial das gastronomische Angebot im Quartier Beuel-Ost zu erweitern sowie Synergien durch die unmittelbare Nähe zu dem Theatergelände Siegburger Straße mit dem Pantheon und den Theaterwerkstätten zu erzeugen. Dafür müsste der Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Bonn neu verhandelt werden. Durch eine Nutzungsänderung der Fläche könnten Veränderungen und Umbaumaßnahmen an den Markthallen durchgeführt werden. Durch eine Trennung der Markthalle in einen Bereich für Großhändler und einen Bereich für den Endverbraucher könnte das gastronomische Angebot ausgeweitet und ein sozialer Treffpunkt für im Quartier arbeitende Menschen sowie für Nutzer und Besucher der Einrichtungen und Angebote geschaffen werden. • vorbereitende Maßnahme: Neuverhandlung des Pachtvertrags • investive Maßnahme: Umsetzung (privat) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 50 von 76 110plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.4 HERSTELLUNG EINER WEGEVERBINDUNG ZWISCHEN THEATERWERK- STÄTTEN UND MARKTHALLEN Handlungsfelder Erreichbarkeit und Wegebeziehungen, Kultur Kurzbeschreibung Das Theatergelände Siegburger Straße und die Beueler Markthallen sind lediglich durch einen schmalen Grünstreifen und aufgeschüt- tetes Erdreich voneinander getrennt. Unter Annahme der Öffnung der Markthallen für den Endverbraucher und den Aufbau eines gastronomischen Angebots ist eine Wegeverbindung zwischen dem Theatergelände und den Markthallen herzustellen. Die auf dem Thea- tergelände beschäftigten Personen sowie Besucher der Veranstaltun- gen sind bedeutsame Konsumenten des gastronomischen Angebots. Eine weitere Voraussetzung ist die Verlagerung des Lieferverkehrs der Theaterwerkstätten auf den rückseitigen Bereich mit Zufahrt über das Gelände der Markthallen. Die Herstellung der Wegeverbindung sollte auf einer attraktiven Freiraumplanung beruhen, die Aufenthaltsquali- tät mit kurzer Wegeverbindung verbindet. • Vorbereitende Maßnahme: Freiraumplanung der Wegeverbin- dung • investive Maßnahme: Beseitigung der Hindernisse (Bäume, Erdhügel); Herstellung der Wegebeziehung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 51 von 76 111plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.5 REALISIERUNG VON DENKMALGERECHTEN SANIERUNGSMAßNAHMEN AN DEN THEATERWERKSTÄTTEN Handlungsfelder Kultur Kurzbeschreibung Das Gebäude der Theaterwerkstätten an der Siegburger Straße steht unter Denkmalschutz und weist bereits einen hohen Sanierungsbe- darf auf. Um den Standort langfristig zu sichern sind denkmalge- rechte Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude vorzunehmen, um das identitätsstiftende Erscheinungsbild zu erhalten. Die notwendige Schornsteinsanierung soll aus Verkehrssicherungsgründen mit Förder- mitteln aus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Landes NRW erfolgen. Die Dach und Fassadenflächen der Theaterwerkstät- ten sollen über das BKM Denkmalschutz-Sonderprogramm IX geför- dert werden. • vorbereitende Maßnahme: Untersuchung weiterer Sanierungs- bedürftigkeit und Erstellung einer Mängelliste (kurzfristig) • Investive Maßnahme: Sanierungsmaßnahmen (mittelfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 52 von 76 112plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.6 EINBEZIEHUNG DER PAULUSKIRCHE IN DAS KULTURELLE KONZEPT DES THEATERGELÄNDES SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Kultur Kurzbeschreibung wird ergänzt Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 53 von 76 113plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.7 VERLAGERUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR UND NACHNUT- ZUNGSKONZEPT IM EINKLANG MIT KULTURELLEN NUTZUNGEN Handlungsfelder Kultur Kurzbeschreibung Die Löscheinheit Beuel der freiwilligen Feuerwehr Bonn ist auf dem Theatergelände Siegburger Straße angesiedelt. Die Fahrzeughal- le des Feuerwehrhauses ist 2018/2019 saniert worden. Im Kontext der Umgebung stellt die Feuerwehr keine optimale Nutzung dar. Des Weiteren können Konflikte mit parkenden Autos bei Veranstaltungen im Pantheon auftreten. Vor dem Hintergrund der angestrebten Belebung und Inszenierung des Kultur-Clusters, insbesondere des Innenhofes (s. Maßnahme 4.1) ist die Verlagerung der freiwilligen Feuerwehr zu prüfen. Die Verlagerung ist grundsätzlich möglich, bedingt allerdings einen gleichwertigen Neubau auf dem Gelände der Feuerwache 2 an der Maarstraße. Für eine Verlagerung der freiwilligen Feuerwehr wäre der Erwerb des östlich an das Wachgebäude angrenzenden Grundstücks an der Maarstraße (derzeit als Schrottplatz genutzt) erforderlich. Der Bedarf an dem Erwerb dieses Grundstücks besteht allerdings auch im Rahmen des anstehenden Neubaus der Feuerwa- che 2, wodurch sich eine sinnvolle Kombination der Verlagerung der freiwilligen Feuerwehr und des Neubaus der Feuerwache 2 erreichen ließe. Idealerweise sollten am neuen Standort auch Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr berücksichtigt werden. • vorbereitende Maßnahme: Prüfung der Realisierbarkeit der Verlagerung der freiwilligen Feuerwehr auf das Gelände der Feuerwache 2 • Investive Maßnahme: Verlagerung der freiwilligen Feuerwahr und Gebäudeneubau Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 54 von 76 114plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 4.8 PRÜFKONZEPT ZUR OPTIMIERUNG DER RÄUMLICHKEITEN AUF DEM THEATERGELÄNDE SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Kultur Kurzbeschreibung Interessant könnte die Neugestaltung des Theatergeländes mit einem hinsichtlich der Ausgestaltung noch näher zu bestimmenden Neubau mit Aufführungs- und Probenmöglichkeiten sowie einem gastronomi- schen Angebot sein. Hierfür kommt die Fläche in Betracht, auf der u. a. der Alte Malersaal steht. Voraussetzung hierfür ist zunächst, dass für die derzeit dort bestehenden Gebäude und deren Nutzung auf dem Theatergelände Ersatzflächen geschaffen werden, da die Lager- und Werkstattflächen für den Probenbetrieb zwingend erforderlich sind. Eine Verlagerung von dem Gelände weg hätte gravierende Auswirkungen. Eine Lösung kann daher nur bei einer gesamtheitli- chen Betrachtung des Geländes und deren Liegenschaften gefunden werden. Mit Blick auf die oben genannten Potenziale zu einer Neuge- staltung sind vergleichbare frühere Nutzungsüberlegungen für das ehemalige Lampenlager, welches zwischenzeitlich wieder als Probe- bühne vom Theater genutzt wird, obsolet. Ebenfalls sollte geprüft werden, ob und inwieweit das interessante Geschehen innerhalb der Werkstätten denkmalgerecht von außen erlebbar gemacht werden kann (Beispiel Operhaus Oslo). • vorbereitende Maßnahme: Optimierungskonzept • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig > ggf. Maßnahmen im Zuge der Sanierung 4.5 umsetzbar Kosten Finanzierungszugang Teilraum „Kultur-Cluster Theatergelände Siegburger Straße“ (4.)Seite 55 von 76 115plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 5. INITIATIVE WOHNEN UND WOHNUMFELD QUALIFIZIEREN Maßnahmen unter der Initiative „Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren“ richten sich zwar thematisch auf die Wohnnutzungen im Quartier Beuel-Ost, sind allerdings räumlich übergrei- fend und nicht auf Teilräume begrenzt.Seite 56 von 76 116plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 5.1 HOF- UND FASSADENPROGRAMM Handlungsfelder Wohnen und Wohnumfeld, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Das Quartier in Beuel-Ost ist durch ein Nebeneinander von Wohnnut- zungen und gewerblichen Unternehmen gekennzeichnet. Gleichzeitig ist der Versiegelungsgrad hoch und das Stadtbild wird stellenweise durch sanierungsbedürftige Gebäude und Fassaden beeinträchtigt. Zur Aufwertung des Wohn- und Gewerbeumfelds im Quartier sowie zur Verbesserung der klimatischen Situation wird das Auflegen eines Hof- und Fassadenprogramms vorgeschlagen. Dieses Programm setzt in den Themen Wohnen und Gewerbe unterschiedliche Schwer- punkte und Akzente, verfolgt insgesamt aber die eingangs beschrie- benen Ziele. Durch das Hof- und Fassadenprogramm soll ein Beratungsange- bot für Eigentümerinnen und Eigentümer zur Neugestaltung oder Instandsetzung von Fassaden sowie zur Gestaltung von Hof- und Fassadenbegrünungen aufgebaut werden. Dies soll die Möglichkeit zur Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Umfeldqualität des Quartiers eröffnen. Gleichzeitig kann ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet werden, indem sommerliche Wärmbelas- tungen durch Begrünung und Beschattung reduziert werden. • vorbereitende Maßnahme: Auflegen des Programms / Sat- zungsbeschluss • investive Maßnahme: Umsetzung (privat ko-finanziert) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig (flankierende Maßnahme) Kosten Finanzierungszugang Initiative „Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren“ (5.)Seite 57 von 76 117plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 5.2 AUFWERTUNG DES BLOCKBEREICHS JOSEF-THIEBES -STRAßE, PAU- LUSSTRAßE, SIEGBURGER STRAßE Handlungsfelder Wohnen und Wohnumfeld, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Der Block zwischen der Siegburger Straße, Königswinterer Straße, Josef-Thiebes-Straße und Paulusstraße bildet den Schwerpunkt der Wohnnutzung im Untersuchungsgebiet in Beuel-Ost. Daher gilt es dort insbesonders das Wohnumfeld im Sinne einer Bestandserhaltung aufzuwerten und zu attraktivieren. Im Sinne eines integrativen Ansatz umfasst die Aufwertung nicht nur den Wohnungsbestand (s. Maßnah- me 5.1) sondern auch den Straßenraum, den öffentlichen Raum sowie den Blockinnenbereich inklusive des dort gelegenen Spielplat- zes. Durch die räumliche Nähe zu Gewerbebetrieben (Firma Kessko) ist der Verkehrsraum entlang der Josef-Thiebes-Straße und Pauluss- traße auf die Durchlässigkeit für den LKW-Verkehr ausgerichtet und das Parken findet teilweise auf Gehwegen statt. Die Bäume entlang der Paulusstraße und Josef-Thiebes-Straße sind zu erhalten und durch weitere Begrünungsmaßnahmen zu ergänzen. Die Möglichkeit der Erschließung der an der Paulusstraße ansässigen Unternehmen von Süden über die Maarstraße (s. Maßnahmen 7.1 und 7.4) eröffnet die Chance, den Straßenraum fußgänger- und radfahrerfreundlicher zu gestalten. Im Blockinnenbereich sollten weitere Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen geprüft werden, um der Anwohnerschaft wohnungsnahe Aufenthaltsräume zu ermöglichen. • vorbereitende Maßnahme: Konzept (kurzfristig) • investive Maßnahme: Umsetzung (mittelfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren“ (5.)Seite 58 von 76 118plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 5.3 KLÄRUNG DER REALISIERBARKEIT VON BETRIEBSWOHNUNGEN FÜR KÜNSTLER UND KREATIVE Handlungsfelder Wohnen und Wohnumfeld Kurzbeschreibung • vorbereitende Maßnahme: Klärung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Wohnen und Wohnumfeld qualifizieren“ (5.)Seite 59 von 76 119plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 6. INITIATIVE GEWERBE PROFILIEREN Die Initiative „Gewerbe profilieren“ umfasst sowohl pro-aktive als auch qualifizierende Maßnah- men, die das Gewerbegebiet und das Gewerbeumfeld aufwerten sollen. Es gilt, das Gewerbe- gebiet langfristig durch qualifizierende Maßnahmen zu erhalten und zukünftsfähig zu gestalten und durch pro-aktive Maßnahmen ein ablesbares Profil des Gebietes herauszuarbeiten.Seite 60 von 76 120plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 6.1 HOF- UND FASSADENPROGRAMM Handlungsfelder Gewerbe- und Gewerbeumfeld, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Das Quartier in Beuel-Ost ist durch ein Nebeneinander von Wohnnut- zungen und gewerblichen Unternehmen gekennzeichnet. Gleichzeitig ist der Versiegelungsgrad hoch und das Stadtbild wird stellenweise durch sanierungsbedürftige Gebäude und Fassaden beeinträchtigt. Zur Aufwertung des Wohn- und Gewerbeumfelds im Quartier sowie zur Verbesserung der klimatischen Situation wird das Auflegen eines Hof- und Fassadenprogramms vorgeschlagen. Dieses Programm setzt in den Themen Wohnen und Gewerbe unterschiedliche Schwer- punkte und Akzente, verfolgt insgesamt aber die eingangs beschrie- benen Ziele. Durch das Hof- und Fassadenprogramm soll ein Beratungsangebot für gewerbliche Eigentümerinnen und Eigentümer zur Förderung von Dach-, Fassaden- und Hofbegrünungen aufgebaut werden. Dadurch sollen dem hohen Versiegelungsgrad im gewerblich genutzten Raum Begrünungsmaßnahmen entgegengesetzt werden, die sowohl einen positiven Einfluss auf das Erscheinungsbild als auch auf die klimati- sche Situation haben. Durch eine gezielte Begrünung und Beschat- tung kann sommerlichen Wärmebelastungen begegnet werden. • vorbereitende Maßnahme: Auflegen des Programms / Sat- zungsbeschluss • investive Maßnahme: Umsetzung (privat ko-finanziert) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig (flankierende Maßnahme) Kosten Finanzierungszugang Initiative „Gewerbe profilieren“ (6.)Seite 61 von 76 121plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 6.2 STÄDTISCHE INITIATIVE ZUR PRO -AKTIVEN FÖRDERUNG UND BERA- TUNG VON GEWERBEBETRIEBEN FÜR ENERGETISCHE SANIERUNGEN Handlungsfelder Gewerbe- und Gewerbeumfeld Kurzbeschreibung Durch das Anstoßen einer städtischen Initiative soll aktiv auf die ansässigen Gewerbebetriebe und Eigentümer zugegangen werden, um vorhandene Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten für energetische Gebäudesanierungen zu vermarkten. Dadurch soll ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel geleistet und das Gewerbegebiet zukunftsfähig sowie attraktiv gestal- tet werden. Die Stadt soll als Initiator und Förderer auftreten, damit Beratungs- und Förderangebote in Anspruch genommen werden. Die Maßnahme ist nicht mit zusätzlichen finanziellen Mitteln durch die Stadt Bonn in Form von Zuschüssen etc. verbunden. • vorbereitende Maßnahme: Konzeption (kurzfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurzfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Gewerbe profilieren“ (6.)Seite 62 von 76 122plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 6.3 EINRICHTUNG EINES INFOPFADES ÜBER DIE INDUSTRIELLE UND GE - WERBLICHE GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG VON BEUEL- OST Handlungsfelder Gewerbe- und Gewerbeumfeld, Kultur, Kreativwirtschaft, Öffentlicher Raum Kurzbeschreibung Bisher findet keine Information oder Vermittlung der Geschichte des Quartiers statt. Ebenso sind die baulichen Highlights von Beuel-Ost nicht hervorgehoben oder für Besucher und Einheimische im Stadt- bild inszeniert (s. Maßnahme 8.2). Die industrielle und gewerbliche Geschichte sowie die Entwicklung des Viertels Beuel-Ost wird bisher nicht vermittelt. Der Besucher kann bisher keine Informationen zu diesen Themen vor Ort finden. Als Erweiterung des kulturellen Ange- bots und zur Stärkung der Identität schlagen wir die Einrichtung eines Infopfades vor, der an mehreren Standorten mit (interaktiven) Stati- onen die Geschichte des Quartiers vermittelt. Da sich die Industrie- geschichte nicht nur auf Beuel-Ost beschränkt, empfehlen wir die Ausweitung auf ganz Beuel, um die „Gesamtbeueler-ldentität“ zu fördern. Für die Vermittlungsstationen gilt grundsätzlich, dass diese „elegant“, als erkennbare gestalterische Interventionen in den Stadtraum zu inte- grieren sind. Grundsätzlich sollten sie möglichst interaktiv sein. Die Stationen sollen die Orte dabei nicht dominieren und auch keinen musealen Charakter haben, sondern eine einfache, niedrigschwellige Vermittlung über ein emotionales Storytelling ermöglichen. Mögliche Module sind: • Audio- und Hörstationen, mit denen die Besucher interagieren können, • interaktive Hörstationen im Außenbereich, bei denen die Be- sucher die kinetische Energie zum Abspielen einer Audiospur selbst er zeugen müssen (Kurbeln, Treten, Bankschaukeln etc.), • originale Objekte mit niedrigschwelliger Erläuterung. Mögliche Standorte sind des Infopfades sind das Bahnhofsgebäude Beuel, der translozierte Güterschuppen, die ehemalige „Jutespinne- rei“, die Bröltaltrasse sowie die Tapetenfabrik. Für die Einrichtung eines Infopfades ist ein eigenes Vermittlungskon- zept, das alle Aspekte der Vermittlung umfasst, zu entwickeln. • vorbereitende Maßnahme: Konzept (kurzfristig) • investive Maßnahme: Umsetzung (mittelfristig) Initiative „Gewerbe profilieren“ (6.)Seite 63 von 76 123plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Gewerbe profilieren“ (6.)Seite 64 von 76 124plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 6.4 ANLASSBEZOGENE KLÄRUNG DER REALISIERBARKEIT VON FREIZEIT- EINRICHTUNG IM QUARTIER BEUEL- OST Handlungsfelder Gewerbe- und Gewerbeumfeld Kurzbeschreibung Die Ansiedlung von Freizeiteinrichtung im Quartier Beuel-Ost (z.B. Boulders-Habitat) wurden in der Vergangenheit durch bestehen- de planungsrechtliche Festsetzungen erschwert und waren nur ausnahmsweise zulässig. Eine Ansiedlung weiterer Freizeiteinrichtungen sollte aufgrund der bereits bestehenden Angebote im Quartier in der Zukunft möglich sein. Da es in Bonn allerdings einen Mangel an klassischen Gewer- beflächen gibt, sollten solche Freizeiteinrichtungen erst dann ange- siedelt werden, wenn es nicht gelingt klassisches Gewerbe an diesem Standort zu etablieren. Das Gewerbe genießt in dieser Hinsicht Vorrang. Eine Ergänzung des bestehenden Angebots an freizeitlichen, sportlichen und gastronomischen Einrichtungen und Angeboten kann die Attraktivität des Quartiers steigern und für eine weitere Belebung sorgen. Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum anlassbezogen Kosten Finanzierungszugang Initiative „Gewerbe profilieren“ (6.)Seite 65 von 76 125plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7. INITIATIVE VERKEHRLICHE ERSCHLIEßUNG VERBESSERN Um eine Neuordnung und damit eine Verbesserung der verkehrlichen Erschließung und der Verkehrssituation grundsätzlich zu erreichen, ist die Realisierung des Maarstraßenaschluss ausschlaggebend. Unter der Annahme einer Fertigstellung kann durch gezielte, räumlich spezi- fische Maßnahmen eine Neuordnung erreicht werden, um insbesondere konfliktreiche Gemen- gelagen aus Wohnnutzungen und gewerblichen Verkehren zu entlasten. Ziel der Maßnahmen ist die Einrichtung der gewerblichen Erschließung von Süd-Osten, um insbesondere die Siegburger Straße und die im Norden liegenden Kultur- und Kreativ-Cluster weitestgehend von gewerbli- chem (Liefer-)Verkehr zu befreien.Seite 66 von 76 126plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7.1 REALISIERUNG DES MAARSTRAßEN-ANSCHLUSS Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Als Ersatz für den bis ca. 2030 entfallenden Autobahnanschluss BN-Pützchen wird es einen beidseitigen Anschluss an die A59 über die Maarstraße geben, wodurch eine Nord-Süd-Verbindung in umlie- gende Städte und Regionen hergestellt wird. Mit der Realisierung des Maarstraßenanschlusses ergeben sich Handlungsmöglichkeiten gewerbliche Verkehrsströme im Untersuchungsgebiet so zu optimie- ren, dass Gemengelagen aus Wohn-, Freizeit- und Kulturnutzungen und gewerblichen (Liefer-)Verkehren entflechtet werden. Es ist davon auszugehen, dass der Rückbau des Autobahnanschlusses an der Siegburger Straße die Verkehrsströme nach Süden verlagert. Daher wird zukünftig wohl weniger gewerblicher Verkehr über die Sieg- burger Straße geführt, was eine Chance für eine Umgestaltung des Straßenraums bietet (s. Maßnahmen 2.1 und 2.2). Des Weiteren könnten mittels Durchstich von der Paulusstraße auf die Maarstra- ße die Erschließungssituation der Firma Kessko in unmittelbare Nähe der dortigen Wohnbebauung konfliktärmer gestaltet werden, indem die Firma von Süden angefahren wird (s. Maßnahme 7.4). Zusätzlich bietet der Maarstraßenanschluss die Option, die Theaterwerkstätten über die Markthallen rückseitig zu erschließen, um den Hofinnenbe- reich von Lieferverkehren zu befreien (s. Maßnahme 4.2). • Planung und investive Maßnahme: Bund/Straßen.NRW Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum langfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „verkehrliche Erschließung verbessern“ (7.)Seite 67 von 76 127plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7.2 REALISIERUNG EINER WEGEVERBINDUNG ZWISCHEN KÖNIGSWINTE - RER STRAßE UND PAULUSSTRAßE Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung Aktuell besteht zwischen der Königswinterer Straße und Paulusstra- ße eine unklare Wegebeziehung über Park- und ehemals gewerblich genutzten Flächen auf Höhe des Sport Treff Beuel und dem Boulders Habitat. Mit der geplanten beidseitigen Zugänglichkeit des Beueler Bahnhofs (s. Maßnahme 1.8) und dem diesbezüglich entstehenden östlichen Bahnhofsvorplatz (s. Maßnahme 1.5) ergibt sich die Notwen- digkeit eine kürzeren Wegeverbindung in das Quartier, beispielsweise zu dem Theatergelände Siegburger Straße und den Markthallen, zu realisieren. Dementsprechend sollte die Sicherheit entlang der Wege- beziehung durch die farbliche Markierung eines Fußweges und die Installation von Beleuchtung erhöht werden. Zudem sollte die Wege- führung durch eine Beschilderung erkennbarer werden. • vorbereitende Maßnahme: Klärung der Eigentumsverhältnisse, Wegerechte (kurzfristig) • Investive Maßnahme: Markierung von Fußwegen; Beschilde- rung (mittelfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „verkehrliche Erschließung verbessern“ (7.)Seite 68 von 76 128plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7.3 OPTIMIERUNG DER PARKPLATZSITUATION DER KULTURELLEN EINRICH- TUNGEN Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung, Kultur Kurzbeschreibung Während der Aufführungszeiten im Pantheon-Theater auf dem Thea- tergelände an der Siegburger Straße wird der Innenhof des Geländes als Parkplatz genutzt. Durch die Vielzahl der Besucher des Pantheons können Konflikte mit der ebenfalls auf dem Gelände ansässigen frei- willigen Feuerwehr sowie dem Lieferverkehr der Theaterwerkstätten entstehen. Um diesen Konflikten vorzubeugen, wird die Einrichtung eines Parkplatzbeschilderungssystem auf den Hauptzufahrtsstraßen für das Theatergelände Siegburger Straße vorgeschlagen. Durch das Beschilderungssystem sollen die Besucher auf Parkplätze entlang der Röhfeldstraße, der Christian-Kölbach-Straße oder der Siegburger Stra- ße aufmerksam gemacht werden, die weiterhin in fußläufiger Erreich- barkeit des Theatergeländes liegen. Gleichzeitig soll das Parken auf dem Theatergelände reglementiert und begrenzt werden. Im Zuge dieser Maßnahme sollte zudem geprüft werden, ob Parkplätze von Gewerbebetrieben, die außerhalb der Betriebs- und Öffnungszeiten nicht benötigt werden, für Besucher des Theatergeländes geöffnet werden können. Vorstellbar wäre die Nutzung von Parkplätzen an den Markthallen oder der Firma Landgard. Ein Beschilderungssystem ist auch hinsichtlich der geplanten Bespie- lung des Geländes und der Inszenierung der ansässigen kulturellen Einrichtung, beispielsweise durch Veranstaltungen, erforderlich (s. Maßnahme 8.1). • vorbereitende Maßname: Wegweisungs-/Leitkonzept (kurzfristig) • investive Maßnahme: Beschilderungs- und Besucherleitsystem (mittelfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „verkehrliche Erschließung verbessern“ (7.)Seite 69 von 76 129plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7.4 MACHBARKEITSPRÜFUNG FÜR EINEN DURCHSTICH ZWISCHEN MAAR- STRAßE UND PAULUSSTRAßE Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung Kurzbeschreibung Im Zuge des Maarstraßenanschlusses ergibt sich die Möglichkeit die Gemengelage zwischen der Firma Kessko und den Wohnnutzun- gen entlang der Josef-Thiebes-Straße und der oberen Paulusstraße zu entlasten. Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie soll die Möglichkeit betrachtet werden, einen Durchstich vom Wendehammer am Ende der Paulusstraße auf die Maarstraße zu realisieren. Da mit dem Maarstra- ßenanschluss sowieso mehr (gewerblicher) Verkehr über die Maar- straße abgewickelt werden soll, könnte mit Hilfe des Durchstichs eine Erschließung der an der Paulusstraße ansässigen Unternehmen von Süden her erfolgen. Dadurch würde nicht nur die Wohnbebauung von gewerblichen Verkehren entlastet, sondern auch die Wege für Liefer- verkehre und Mitarbeiter verkürzt, die von der Autobahn kommend, nicht mehr über die Königswinterer Straße und Siegburger Straße fahren müssten. Weiterhin würde die Maßnahme zu einer Entlastung der Siegburger Straße führen, was weitere Handlungsmöglichkeiten für einen Umbau der Straße und einer Attraktivierung als zentrale Achse des Quartiers (s. Maßnahme 2.1 und 2.2) eröffnen würde. Im Zuge der Machbarkeitsstudie sind die eigentumsrechtlichen Aspekte der gewerblichen Flächen zwischen dem Wendehammer Paulusstraße und der Maarstraße zu klären. • vorbereitende Maßnahme: Machbarkeitsprüfung durch Klärung der Bereitschaft der notwendigen Akteure • Investive Maßnahme: Grundstücksankauf; ggf. Gebäudeabriss; Herstellung der verkehrlichen Erschließung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „verkehrliche Erschließung verbessern“ (7.)Seite 70 von 76 130plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 7.5 ANBINDUNGEN AN DEN BRÖLTALBAHNRADWEG ERHALTEN UND AUF- WERTEN Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung Der Bröltalbahnradweg stellt eine schnelle und direkte Fuß- und Radverbindung an das Rheinufer von Bonn dar. Zugangspunkte zum Bröltalbahnweg liegen an der Kreuzung Siegburger Straße / Pützchen Chausee sowie am Ende der Auguststraße und des Siebenmorgen- weges. Zunächst einmal gilt es, diese Anknüpfungspunkte zukünftig zu erhalten. Im Rahmen des S-13-Ausbaus wird das Gleisbett verbrei- tet, sodass die Straßenbreite des Siebenmorgenweges reduziert wird. Sollte entlang des Siebenmorgensweges weiterhin geparkt werden, könnte die Anbindung für den Fuß- und Radverkehr eingeschränkt werden. Dies gilt es zu vermeiden. Des Weiteren sollte im Zuge der Straßenraumaufwertung entlang der Auguststraße (s. Maßnahme 3.2) die Anknüpfung an den Bröltalbahnweg erhalten und attraktiviert werden. Denkbar wären eine Beschilderung von kulturellen und krea- tiven Einrichtungen vom Bröltalbahnweg kommend sowie eine Wege- führung hin zum Bröltalbahnweg. Zudem sollten Anknüpfungspunkte durch Beleuchtung aufgewertet werden. Durch die Realisierung einer Wohnbauentwicklung im Umfeld der Pauluskirche (s. Maßnahme 2.6) erhöht sich auch die soziale Kontrolle des Bröltalbahnwegs, was sich positiv auf das Sicherheitsgefühl der Wegenutzer auswirkt. Die Anknüpfungspunkte spielen auch im Zuge der Einrichtung eines Infopfades über die industrielle und gewerbliche Geschichte und Entwicklung von Beuel-Ost eine bedeutende Rolle als Standorte von Infotafeln und Wegweisern (s. Maßnahme 6.3). • investive Maßnahme (sofern die Planungen dafür schon vorlie- gen) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „verkehrliche Erschließung verbessern“ (7.)Seite 71 von 76 131plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 8. INITIATIVE KREATIVES UND KULTUR IM QUARTIER FÖRDERN ERLÄUTERUNGSTEXTSeite 72 von 76 132plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 8.1 FUßGÄNGERLEITSYSTEM Handlungsfelder Verkehrliche Erschließung, Erreichbarkeit und Wegebeziehungen Kurzbeschreibung In Beuel-Ost ist bisher kein Besucherleitsystem im Einsatz, auch gibt es kein konsistentes Wegeleitsystem. Ebenso sind die „Highlights“ des Viertels nicht verzeichnet. Dies erschwert die Orientierung und lässt Chancen auf mögliche Besucher vorbeiziehen. Die Stadt Bonn verfügt über ein Fußgängerleitsystem (weiße Schrift auf rotem Grund). Dieses sollte folglich, dort wo noch nicht vorhanden, auf das Stadt- gebiet Beuel-Ost ausgeweitet werden. Weiterhin sollte zur besseren Orientierung und Information ein konsistentes Besucherleitsystem eingesetzt werden. Dieses Leitsystem sollte idealerweise aus einem Geländeplan und einem Wegeleit- und Informationssystem bestehen. Der Geländeplan stellt in übersichtlicher und intelligent gestalteter Art und Weise das Gesamtreal dar. Wichtig ist es, diesen auch an den Hauptzugängen verfügbar zu machen (Bahnhof, Busbahnhof) und dort auch über aktuelle Veranstaltungen und interessante Geschichten zu informieren. Der Geländeplan verschafft einen Überblick über das Areal, in dem Funktionsbereiche benannt und verortet werden. Die Gestaltung muss verdeutlichen, welche Bereiche für den Besucher/- in interessant und zugänglich sind, und im Umkehrschluss, welche es nicht sind. Dementsprechend muss auch der Infopfad dargestellt sein (s. Maßnahme 6.3). Für das Wegeleit- und Informationssystem ist ein einheitliches Erscheinungsbild der wegweisenden Elemente anzustre- ben. Die wegweisenden Elemente (z.B. bedienbare Terminals) sollen auffallen, dürfen jedoch nicht das Erscheinungsbild des jeweiligen Objektes beschädigen und müssen denkmalschutzkonform sein. Der Informationsgehalt des jeweiligen Elements sollte tendenziell redu- ziert werden (s. auch Maßnahme 8.2). • vorbereitende Maßname: Wegweisungs-/Leitkonzept bzw. Inte- gration in das bestehende Bonner System (kurzfristig) • investive Maßnahme: Beschilderungs- und Besucherleitsystem (mittelfristig) Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Initiative „Kreatives und Kultur im Quartier fördern (8.)Seite 73 von 76 133plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Kreatives und Kultur im Quartier fördern (8.)Seite 74 von 76 134plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 8.2 ERHALTUNG UND INSZENIERUNG DER BAUKULTUR IM QUARTIER Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Bisher sind die baulichen Highlights von Beuel-Ost nicht hervorge- hoben oder für Besucher und Einheimische im Stadtbild inszeniert. Ebenso findet keine Information oder Vermittlung der Geschichte des Quartiers statt (s. Maßnahme 6.2). Die baukulturellen Highlights des Quartiers gilt es zu erhalten und zu inszenieren, ohne jedoch den authentischen Charakter zu überdecken oder der Inszenierung unterzuordnen. Es wird eine nächtliche Beleuchtung ausgewählter Bauwerke empfohlen. Eine Koppelung mit dem Infopfad ist möglich (s. Maßnahme 6.3). Weiterhin sollten nicht dominierende und denk- malkonforme Beschilderungen an baukulturell interessanten Objek- ten angebracht oder aufgestellt werden (s. Maßnahme 8.1). Zu möglichen Objekten zählen: der Turm des Kesselhauses der ehema- ligen Jutespinnerei, der Bahnhof Beuel aus dem 19. Jahrhundert, die Pauluskirche nach Plänen Dominikus Böhm, der translozierter Güter- schuppen, das Bahnhöfchen, die Brotfabrik und Tapetenfabrik, die Arbeitersiedlung Paulusstraße oder auch nicht mehr existente Gebäu- de, wie z.B. das Marquardt-Gelände. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Kreatives und Kultur im Quartier fördern (8.)Seite 75 von 76 135plan-lokalISEK BEUEL-OSTENTWURF 8.3 KÜNSTLERISCHE GESTALTUNG DER QUARTIERSEINGÄNGE Handlungsfelder Öffentlicher Raum, Kultur, Kreativwirtschaft Kurzbeschreibung Die Eingänge des Quartiers sind bisher nicht hervorgehoben oder optisch ansprechend gestaltet. Im Gegenteil, so ist z.B. die Fußgän- gerunterführung abschreckend, nicht einladend und nachts beängs- tigend. Um den Eingang nach Beuel-Ost attraktiver und weniger abschreckend zu gestalten sollten diese (neben den geplanten bauli- chen Arbeiten) optisch aufgewertet werden. Bei einer Aufwertung sind die Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen, da einzelne denkmalgeschützt sind. Zur Verdeutlichung und Inszenierung der Quartierseingänge sollten diese künstlerisch gestaltet werden. Zur Stärkung des Identitätsgefühls und der Förderung der lokalen Künstler, kann dafür ein Wettbewerb in der lokalen Bevölkerung ausgerufen und durchgeführt werden. Der Aufruf zur Gestaltung „Unserer Quartierseingänge“ sollte sowohl für erwachsene Künstler als auch für Kinder gelten. Eine Zusammenar- beit mit der im Untersuchungsgebiet liegenden „Bonner Malschule“ (Paulusstraße) oder mit den Werkstätten des Bonner Theaters in der ehemaligen Jutespinnerei wäre gut denkbar. Mögliche Eingänge sind: die Fronten der Gleisbrücke an der Königswinterer Straße, der Ein- und Ausgang der Fußgängerunterführung (Obere Wilhelmstra- ße und Siegburger Straße) und ggf. das Gelände des abgerissenen Wohnhauses (s. Maßnahme 1.6), der Busbahnhof, die Kreuzung Siegburger Straße / Pützchens Chaussee. • vorbereitende Maßnahme: Konzept • investive Maßnahme: Umsetzung Maßnahmenträger weitere Beteiligte Priorität Umsetzungszeitraum kurz- bis mittelfristig Kosten Finanzierungszugang Initiative „Kreatives und Kultur im Quartier fördern (8.)Seite 76 von 76
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