201348 · Beschlussvorlage
Förderung der Fachambulanz Sucht der Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie in den Jahren 2019 und 2020
Kerndaten
- Nummer
- 201348
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 20.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 201348 Der Oberbürgermeister Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Förderung der Fachambulanz Sucht der Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie in den Jahren 2019 und 2020 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 19.08.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag In Ergänzung zum Beschluss im Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen vom 26.11.2019 (DS-Nr. 190540) wird in der Fachambulanz Sucht der ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie eine Stelle einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters im Freiwilligen Sozialen Jahr eingerichtet (7.725,00 EUR) und der Stellenanteil des Hausmeisters von 0,25 auf 0,3 VZÄ erhöht (Mehrkosten: 2.666,20 EUR). Damit erhöht sich der Zuschuss unter Berücksichtigung der nachgewiesenen, anerkannten und ungedeckten Personal-, Sach- und Overheadkosten für das Haushaltsjahr 2020 auf insgesamt: - Zuschuss aus dem Beschluss vom 26.11.2019: 501.800,00 - 1 Stelle FSJ 7.725,00 - Erhöhung Stellenanteil Hausmeister 2.666,20 - Sach- und Overheadkosten 3.117,36 - insgesamt 515.308,56 Begründung Träger der Fachambulanz Sucht sind in Kooperation der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. und das Diakonische Werk Bonn und Region –gemeinnützige GmbH. Bei der Fachambulanz Sucht handelt es sich um eine Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungseinrichtung, die als Teil eines umfassenden Suchthilfesystems den Bürgerinnen und Bürgern der Bundesstadt Bonn Unterstützungsleistungen anbietet und eine Grundversorgung mit ambulanten Hilfeangeboten für Menschen mit Suchtproblemen sicherstellt.Seite 1 von 4 Seite 2 Die Angebote der Fachambulanz Sucht richten sich an alle Bonner Bürgerinnen und Bürger ab einem Lebensalter von 21 Jahren. Die Fachambulanz Sucht bietet ein breit gefächertes Angebot an Beratung, Behandlung und Betreuung bei Problemen mit Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten. Ebenso stehen die Beratungsangebote der Fachambulanz Sucht Menschen mit Verhaltenssüchten wie pathologisches Glückspiel, Computersucht u.a. offen. Darüber hinaus wendet sich die Fachambulanz Sucht an Personen im sozialen Umfeld von suchtmittelgefährdeten und -abhängigen Menschen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Familienangehörige, Bezugspersonen aus dem privaten und beruflichen Umfeld sowie aus anderen sozialen Kontexten. Die Fachambulanz Sucht hat ein differenziertes Angebotsprofil, das durch niedrigschwellige Zugangswege und verschiedene, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen passgenau zugeschnittene Hilfeangebote gekennzeichnet sind. Besondere Charakteristika und Schwerpunkte der Angebotsstruktur sind: Täglich stattfindende Sprechstunden, die ohne Voranmeldung wahrgenommen werden können, kurz-, mittel- und längerfristige Beratungsprozesse in Form von Einzel- und Gruppenberatungen, Vorbereitung und Beantragung suchtrehabilitativer Maßnahmen, verhaltenstherapeutisch geprägte, psycho-edukative Beratungsprogramme zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten und dem Aufbau von Abstinenzmotivation, Angebote für Bezugspersonen von suchtmittelabhängigen oder – gefährdeten Menschen. Auf der Basis eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses hat die Arbeit der Fachambulanz Sucht zum Ziel, bei missbräuchlichem, riskantem und schädlichem Gebrauch von legalen und illegalen Drogen psychische, physische und soziale Störungen abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Da jede Form der positiven persönlichen Veränderung als dynamischer Prozess verstanden wird, den die Fachambulanz mit jeweils passgenau abgestimmten Angeboten unterstützt, müssen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte (Motivationsaufbau, Harm Reduction, Kriseninterventionen usw.) im Zentrum der Interventionen und Maßnahmen stehen. Die Angebote der Einrichtung verfolgen dabei das übergeordnete Ziel, den von Suchtmittelabhängigkeit betroffenen Menschen ausstiegsorientierte Hilfen anzubieten. Ziele sind: Dauerhafte Abstinenz, Verbesserung und Änderung von problematischen psychosozialen Verhaltensweisen, Einstellungen und kognitiven Schemata, Erhöhung der sozialen Kompetenz, besonders der zwischenmenschlichen Interaktion und Beziehungsfähigkeit, berufliche Integration bzw. Re-Integration und Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit,Seite 2 von 4 Seite 3 Entwicklung eines angemessenen Krankheitsverständnisses und eines gesundheitsförderlichen Umgangs mit der eigenen Suchtmittelabhängigkeit, Entwicklung von realitätsorientierten Lebens- und Handlungsperspektiven, Aktivierung von Ressourcen, Soziale Sicherung durch Maßnahmen zum Erhalt des Wohnraums, der Arbeit und sozialer Unterstützungsstrukturen, Sicherung der Teilhabe durch Verhinderung/Milderung von sozialer Desintegration, Ausgrenzung und Diskriminierung, Stabilisierung von Entwicklungserfolgen. Die Fachambulanz Sucht kooperiert mit den Akteuren der ambulanten, teilstationären und stationären Suchthilfe, sowie den komplementären regionalen und kommunalen Hilfeangeboten. Zur Unterstützung in der Sicherung der Gesamtabläufe der Fachambulanz Sucht 2020 die Stelle einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters im Freiwilligen Sozialen Jahr eingerichtet (7.725,00 EUR) mit folgenden Tätigkeiten: Ansprechpartner/in im Aufnahme- und Wartebereich Datensicherung von Erstkontakten Erledigung von Besorgungen und Botengängen Aufsicht und Unterstützung von Klienten bei erforderlichen PC- Recherchen Begleitung von Krisenklienten in eine weitere klinische oder ambulante medizinische Versorgung. Mit der Einrichtung dieser Stelle werden Veränderungen bedingt durch Personalkürzungen und einer Zunahme von telefonischen Anfragen und Einmalkontakten sowie Engpässen bei der Bearbeitung von Erstkontakten Rechnung getragen. Des Weiteren wird zur Stabilisierung der Gesamtstruktur der Einrichtung ab 2020 der Stellenanteil des Hausmeisters von 0,25 auf 0,3 VZÄ erhöht (Mehrkosten: 2.666,20 EUR). Die gestiegene Anzahl von Besuchergruppen und zusätzlichen Veranstaltungen für Ausbildungsprojekte sowie für pädagogische Fach- und Lehrkräfte hat zu einem deutlichen Mehraufwand der Hausmeistertätigkeiten geführt. Inklusive Sach- und Overheadkosten ergeben sich Mehrkosten von insgesamt 13.508,56 EUR. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der bestehenden Mittelanmeldung. Die Haushaltsmittel stehen zur Verfügung. Der Förderbetrag für die Fachambulanz Sucht wird um diese Mehrkosten von 501.800 € auf 515.308,56 € erhöht. Die Deckung wird aus eingesparten Mitteln aufgrund der Schließung der Substitutionsambulanz Heerstraße erfolgen, die nicht in voller Höhe für deren Nachfolgeeinrichtung bei der LVR-Klinik benötigt werden. In 2019 wurden insgesamt 492.000,00 € für das Angebot ausgezahlt.Seite 3 von 4 Seite 4 Die Förderung der Fachambulanz Sucht hat sich wie folgt entwickelt: 2017 2018 2019 2020 493.400 EUR 435.850 EUR 492.000 EUR 515.308,56 EUR Der Träger ist aufgrund seiner Kompetenzen und Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannte Zielgruppe zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines Verwendungsnachweises) wurden vom Träger bislang stets ordnungsgemäß erfüllt. Ab 2019 wurde die Förderung der Overheadkosten von 5 % auf 10 % erhöht. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeich nung Produkt Produktbezeichnung 1.05.06 Förderung der Wohlfahrtspflege, Vereine und sonstige Träger 1.50.00.05.06.01 Förderung der Wohlfahrtspflege, Vereine und sonstige Träger Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 515.308,56 150000506 / 72.1000 501.800,00 13.508,56 150000506 / 72.1000 Einzahlungen / Erträge 0,00 Haushaltsbelastung jährlich 515.308,56 Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de