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201317 · Beschlussvorlage: Einleitung

Einleitung des Vergabeverfahrens, Verbrauchsmittel Kläranlagen, Lieferung von Weißkalkhydrat

Nummer
201317
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
20.07.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses 13.08.2020 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
201317
Der Oberbürgermeister
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Einleitung des Vergabeverfahrens,
Verbrauchsmittel Kläranlagen, Lieferung von
Weißkalkhydrat
Beratungsfolge
Bau- und Vergabeausschuss 13.08.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Einleitung des Vergabeverfahrens gemäß Ziffer 3.4 der Vergabeordnung
der Bundesstadt Bonn zur Lieferung von Weißkalkhydrat für die Kläranlagen
Salierweg, Bad Godesberg und Duisdorf für einen Zeitraum von 2 Jahren wird
zugestimmt.
Begründung
Die Ausschreibung soll die sukzessive Lieferung in Silofahrzeugen von 5.000 t
Weißkalkhydrat (Calciumhydroxid) gem. DIN EN 12518 innerhalb eines
Zeitraumes von ca. zwei Jahren umfassen (ca. 4.500 t zur Kläranlage
Salierweg, 300 t zur Kläranlage Bad Godesberg und 200 t zur Kläranlage
Duisdorf).
Calciumoxid wird aus Kalkstein oder Kreide durch Brennen unterhalb der
Sintergrenze hergestellt. Calciumhydroxid wird aus Calciumoxid durch
Umsetzung mit Wasser (Löschen) hergestellt.
Der Kalk wird zur Erhaltung der Säurekapazität (bei Bedarf auch zur pH-Wert-
Korrektur) eingesetzt. Durch ein Absinken des pH-Wertes kann sich die
Struktur des Belebtschlammes nachhaltig verschlechtern.
Ursache kann der Mangel an Pufferungsfähigkeit/ Säurekapazität des
Abwassers sein. Die Säurekapazität des Bonner Abwassers ist relativ niedrig.
Durch die gezielte Nitrifikation und Denitrifikation wird die Säurekapazität
verringert.
Außerdem wird sie durch die derzeitige Zugabe des Phosphatfällungsmittels
Aluminiumchlorid und Eisen-II-chlorid verbraucht. Darüber hinaus führt
Regenwasser zu einer weiteren Verminderung. Um die Säurekapazität aufrecht
zu erhalten, wird Kalk bzw. Kalkhydrat dosiert zugegeben.Seite 1 von 2

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Kalk hat darüber hinaus einen positiven Einfluss auf die Entwässerbarkeit des
Schlammes, die Fällung von Phosphat, die Fällung von Schwermetallen und
auf die Absetzeigenschaften des Belebtschlammes.
Außerdem nutzt die Klärschlammverbrennungsanlage Salierweg den Kalk zur
Rauchgasreinigung. Hier wird Calciumhydroxid als Absorbens für die sauren
Schadgase eingesetzt. Die Schadgase des Rauchgases reagieren mit dem
Calciumhydroxid zu trockenen Salzen, wie z.B. Calciumsulfit, Calciumsulfat,
Calciumchlorid und Calciumfluorid, die als Reststoff ausgeschleust werden.
Die Mittel sind im Haushalt eingestellt. Die Verfügbarkeit der Verbrauchsmittel
auf den Kläranlagen ist zur Erfüllung der rechtlichen Pflichtaufgabe
Abwasserentsorgung erforderlich.
Vergabeart
öffentlich X offen (EU) aufgeforderte Firmen
beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
BN-2020-1517 VOB UVgO X VgV 10/2020 -10/2022 720.000€
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
11.03 Entwässerung u.
Abwasserbeseitigung
543160 663202, 663212,
663232
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja X nein ja X nein X freigegeben X vorgesehen
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 19:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de